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Hawkins / Beweise

Beweise

Zitate von D. Hawkins zum Thema Beweise

  • Der Zustand der Wirklichkeit beendet alle Ursachen und macht keine Beziehung zwischen einem Subjekt und einem Objekt mehr möglich. Auf diese Weise gibt es keine Substantive, Pronomen, Adjektive, Verben, nichts "anderes", und tatsächlich ist so etwas wie eine Beziehung innerhalb der Realität nicht einmal möglich. Weder Gewinn noch Verlust sind vorstellbar. Das All-sehende Auge, S. 141

  • Die spirituelle Realität ist feststellbar, aber nicht beweisbar. Der Ausdruck "Beweis" ist in seiner Anwendung beschränkt auf das Newtonsche Paradigma von Wirklichkeit, welches sich auf Form stützt und auf einen darin enthaltenen Prozess, genannt Kausalität. Ein Beweis ist auf Inhalt und Form begrenzt.
    Das, was beweisbar ist, ist nicht Wirklichkeit, sondern nur Wahrnehmung oder Ergebnis des Denkprozesses. Wirklichkeit ist subjektiv und kann nur mittels der Identität mit dem Bekannten erkannt werden. "Beweisbarkeiten" gehören der Einteilung und Ebene der Begrenzung an und sind willkürliche Abstraktionen, deren einzige "Realität" die Folge von Auswahl und Identifikation ist. Das Phänomenale gehört nicht derselben Dimension an wie das Noumenale. Licht des Alls, S. 164
  • Es ist wichtig, sich darüber bewusst zu sein, dass Wahrheit nicht nachweisbar oder Gegenstand von Beweisen ist. Sie bewegt sich auch nicht in der Kategorie oder im Bereich von Wissen, das messbar wäre wie das Untersuchungsfeld von Logik. Wahrheit ist nur das, was durch Erkenntnis als subjektive Erfahrungswirklichkeit verifizierbar ist. Beweisbare Dinge sind nur Behauptungen, während Wahrheit wie auch Raum einfach ist und folglich darüber nicht diskutiert werden kann. Beschreibungen können angefochten werden, nicht so die Wirklichkeit der Subjektivität. Licht des Alls, S. 233
  • Die hervorstechendste, bewusste Angst besteht in Bezug auf das physische Überleben, weil man glaubt, dass der Körper die wichtigste Realität des Lebens sei. Der Körper ist auch der Beweis dafür, dass man getrennt, einzigartig und individuell ist. Licht des Alls, S. 283
  • Zu existieren und sich der Existenz bewusst zu sein, übersteigt jede Logik, Vernunft und jeden Beweis. Licht des Alls, S. 308
  • Dem skeptischen Intellekt erscheint spirituelle Wahrheit unlogisch, nicht beweisbar und deshalb unnütz, trotz der Tatsache, dass für den gereifteren, fortgeschritteneren und gut ausgebildeten Intellekt Religion und Spiritualität einen wichtigen und legitimen Platz im Leben einnehmen. Licht des Alls, S. 373f
  • Die absolute Wahrheit der Realität ist sich selbst beweisend, sie ist jenseits von Istheit [is-ness], Seinsheit [being-ness] oder Ich-bin-heit [am-ness]. Licht des Alls, S. 404f
  • Das Ego ist trotz seiner Anmaßung naiv. Es fordert wichtigtuerisch Beweise für das Offensichtliche und verhält sich damit auf hinterhältige Weise nicht integer. Man könnte es aufgrund seiner vereinfachten Lösungen und seiner Selbstüberschätzung am besten mit einem Collegestudenten im zweiten Studienjahr vergleichen. Licht des Alls, S. 427
  • Wenn man sich verletzt fühlt, zeigt das, dass man sich verteidigt, was selbst wiederum das Festhalten an Unwahrheiten offenbart. Wahrheit benötigt keine Verteidigung und ist deshalb keine defensive Haltung. Wahrheit hat nichts zu beweisen und ist nicht verletzbar, wenn man sie um eine Antwort fragt. Licht des Alls, S. 431
  • Alle Beweise sind nur Konstruktionen. Die traditionellen Beweise für die Existenz GOTTES sind erkenntnistheoretisch fehlerhaft wegen der Falschheit, die dem logischen Prozess selbst seinem Wesen nach innewohnt. Das zeigt sich am Beispiel der Fehlerhaftigkeit der scheinbaren Gegensätze von Objektivität kontra Subjektivität.
    Objektivität ist ein künstliches, mentales Konstrukt, das versucht, eine authentische, glaubwürdige "Realität" zu erschaffen. Das gelingt aber nicht, weil die ganze, scheinbar logische Konstruktion ausschließlich auf Subjektivität und Glauben aufgebaut ist. Licht des Alls, S. 431
  • Frage: Die Forderung nach Beweisen ist somit die Leugnung der Realität?
    Antwort: Das ist eine scharfsinnige Beobachtung. Alle Beweise sind lediglich Konstruktionen. FU Licht des Alls, S. 431


Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema Beweise

  • Reality is not provable, but it can be demonstrated and verified; you cant prove Love.

  • Force is concrete, literal, and arguable. It requires proof and support.
    The sources of power, however, are inarguable and aren’t subject to proof. The self-evident isn’t arguable. […] Power vs. Force. The Hidden Determinants of Human Behavior, S. 133
  • It is important to be aware that Truth is not provable nor subject to proof, nor is it in the category or province of knowledge that is measurable such as the subject of Logic. Truth is only that which is verifiable by the realization of subjective, experiential reality. "Provables" are merely propositions, whereas truth, like space, merely "is" and consequently, is not arguable. I. Subjectivity and Reality, S. ?
  • This is the world of science, and it likes logic and reason and proof. The world of science lives in this domain and the world of spirit lives above that domain – a different paradigm. So you can’t apply the processes of one domain to another. The reason for the seeming conflict is because they are two different paradigms. You can’t prove or disprove God from the level of the 400s. It’s sort of intellectual grandiosity. You can’t apply the rules of one realm to the other. You can’t solve scientific problems with love and prayer. The problem of God vs. science is really mixing paradigms, and it’s not solvable on the level on which it is presented. Sedona Seminar God vs. Science, 17. Februar 2007
  • So you see a contrast between two paradigms. The linear is provable. The nonlinear is experiential; it’s not provable. It is confirmable, but not logical proof. Sedona Seminar God vs. Science, 17. Februar 2007
  • 24. Beyond proof: That which is provable is linear, limited, a product of intellectualization and mentation. Sedona Seminar The Ego and The Self, bereit gestellt von Consciousnessproject.org, 11. Dezember 2004


Zitate von anderen Quellen zum Thema Beweise

  • In der Mathematik lassen sich sowohl Existenzen als auch Nichtexistenzen beweisen. Und es gibt Dinge, die überhaupt nicht beweisbar sind. Das ist bewiesen. Kurt Gödel
  • Jeder widerspruchsfreie Kalkül, der es erlaubt, von den natürlichen Zahlen zu sprechen, der also die elementare Arithmetik umfasst, enthält unendlich viele Aussagen, die in diesem Kalkül weder bewiesen noch widerlegt werden können. Solche Aussagen heißen unentscheidbar. Kurt Gödel, Mathematiker, Unvollständigkeitssatz (vereinfacht)
  • Jedes hinreichend mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig. Ein System kann nicht zum Beweis seiner eigenen Widerspruchsfreiheit verwendet werden. Kurt Gödel, Mathematiker, Logiker, Philosoph
    Gödel zeigte auf: Ein axiomatisches System kann sich nicht selbst auf der Grundlage seiner Axiomatik beweisen, oder es bleibt unvollständig. Anders formuliert: Man kann kein Buch verfassen, das sich intern selbst vollständig beschreibt, weil dafür ein weiteres Buch verfasst werden müsste.
  • Es gibt nichts, was durchgängig bewiesen werden kann, sondern alles mündet am Ende in unmittelbare Erfahrung, die ich durch Identifizierung schlicht außerhalb allem Dualismus als wahr erlebe. Professor Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker und "passionierter Grenzgänger", damals am Max-Planck-Institut für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) München, 2. Wiener Kulturkongress Auf der Suche nach dem verlorenen Gott – Zukunft von Religion und Glauben in einer säkularisierten Welt. Naturwissenschaftliche Erkenntnis und Wirklichkeitserfahrung, Wien, 28.-30. November 1996


Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema Beweise / Proofs

  • Proof is the idol before whom the pure mathematician tortures himself. Sir Arthur Eddington (1882-1944), English astronomer, The Nature of the Physical World
  • All things are possible until they are proved impossible – and even the impossible may only be so as of now. Pearl S. Buck
  • What I have done is to show that it is possible for the way the universe began to be determined by the laws of science. In that case, it would not be necessary to appeal to God to decide how the universe began. This doesn't prove that there is no God, only that God is not necessary. Stephen W. Hawking, Agnostiker, Der Spiegel, 1989
    Hinweis: Hawking definiert "Gott" als "Prinzip von Harmonie und Ordnung".
  • How can I prove it to them? I don’t want to. I’m not here to prove that God exists or doesn’t exist. I just want to help you know God if you want to. Ching Hai, Lady Master, Vietnam, when she was asked to prove the existence of God to people


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