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Hawkins / Glauben

Glauben und Liturgie BW 535

Glauben verschwindet im Angesicht des
Wissendseins der Wahrheit.

David Hawkins, Licht des Alls, S. 431

Sonnenblumenstrauß von Vincent van Gogh

Wissende, die sich auf ihren Glauben und ihre eigene echte Erfahrung stützen, wirken einladend, denn innewohnendes Verdienst und die Kraft der Wahrheit sind anziehend. Sie erklären und berichten, ohne Absicht zu überreden oder zu überzeugen.

Thomas von Aquin war bemüht, Glauben und Vernunft zu integrieren. Seine religionsphilosophischen Werke schwingen bei BW 560.
William Jennings Bryan war ein US-amerikanischer Politiker (1860-1925). Als Außenminister unter Präsident Wilson trat er zurück, als dieser den Deutschen ein ungerechtfertigtes Ultimatum stellte. Bryan war ein Mann des Glaubens BW 505, auf dessen Grabstein steht: Er bewahrte den Glauben. Als Assistent des Staatsanwaltes, der den Scopes-Prozess verhandelte, kam er mit elementaren Glaubensfragen (Darwinismus vs. Schöpfungsglauben) in Berührung.

Der Glauben und das Beten BW 500+ schwingen im nichtlinearen Raum bei BW 535+. Einfaches Gläubigsein ist im Raum der Akzeptanz möglich und schwingt bei BW 365. Die Verleugnung bzw. Negierung des Glaubens und der Raums der Nichtlinearität (BW 500) schwingt bei BW 90.

Faith is an aspect of personality without which you wouldn’t live. Faith is really operative at the practical level which has to do with expectation and expected realities, such as, your foot will land on the ground. Spiritual faith is something different – placing your faith in things unseen – trust – the capacity to trust. This comes as an inspiration to do that. This increases the likelihood of the fulfillment of that. The likelihood of it is increased by your commitment and intention that the response is going to be more probable in a certain direction than another. You are affecting probability by intention. The modern mind would like to have it backed up. Faith for its own sake is already a certain sacredness. You are not looking for a payoff. You do it for its own sake and not for some gain. Thereby you fulfill your own potential to evolve.

Wünsche – Glauben

* * *

DIR GESCHEHE NACH DEINEM GLAUBEN

Einst fragte ein Schüler den arabischen Weisen Abd es Salam:

Was meinst du, wird aus mir werden?

Dieser antwortete ihm:

Alles, woran du glaubst, wird in Erfüllung gehen.

Der Schüler zog leichten Herzens von dannen,
erlaubte sich einige Husarenstücken. Leider hat er so oft gefehlt,
so dass er schließlich zum Tode verurteilt wurde.

Als er auf dem Schafott stand, kam Abd es Salam des Weges.

Du hast mich falsch beraten!,

rief der Verurteilte.

Ich glaubte, ich würde Kalif werden.
Das ist nicht in Erfüllung gegangen!

Der Weise fragte:

Hast du wirklich daran geglaubt?

Der Verurteilte gab ungern zu, dass er es nicht geglaubt,
sondern es sich gewünscht hatte. Er habe es jedoch
im Innersten gar nicht für möglich gehalten.

Aber erst recht nicht habe ich geglaubt,
dass ich auf dem Schafott enden würde!
,

rief er.

Abd es Salam antwortete:

Doch, du hast es geglaubt.
Nur hast du offenbar nicht bemerkt, dass du es geglaubt hast!

Die Moral von der Geschicht':
Nicht, was der Mensch sich wünscht, trifft eines Tages ein,
sondern das, was er im Innersten glaubt.


Zitate von D. Hawkins zum Thema Glauben

  • Ohne Karma zu verstehen, erscheint das irdische Leben ungerecht und grausam. Für den naiven Betrachter sieht es so aus, als würden die Bösen laufen gelassen, während die Unschuldigen geschlachtet werden. Deshalb ist Glaube die Krücke, auf die die meisten Menschen sich stützen, um dieses Paradox zu erklären. Glaube ist die Überzeugung, dass es jenseits des Anscheins eine göttliche Wirklichkeit gibt. Licht des Alls, S. 344
  • Es gibt keine innewohnende Autorität von "Wahrheit" in irgendeinem Konzept, außer dem ihr zugeschriebenen subjektiven Wert. Glaubwürdigkeit ist eine subjektive Entscheidung. Sie ist rein erfahrungsmäßig und nicht definierbar. Was einem Menschen überzeugend erscheint, kann von einem anderen als Unsinn verworfen werden. Licht des Alls, S. 432


Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema Glauben / Faith

  • Whatever you put your faith in as the ultimate truth becomes your religion!

  • Anytime you place your faith in the Highest, the Highest becomes available to you. Sedona Seminar The Ego and The Self, bereit gestellt von Consciousnessproject.org, 11. Dezember 2004
  • Some people need to learn how to think more. Others need to learn how to stop thinking! It is because of devotion that the true significance of the learning is revealed. Reason in and of itself does not bring comprehension. You have to bring devotion and faith to it. Then the meaning of it – other than intellectual meaning – you become aware of it. So the perfect combination is reason plus faith. That was the teaching of Saint Thomas Aquinas (LoC 460); he pointed out the relationship is between faith and reason. Meaning is revealed by faith. Faith reveals the true significance of the meaning. Sedona Satsang Q&A, 13. September 2006
  • The pathway of the mind versus the pathway of the heart have to do with preference. Either way is OK, it is your choice. The way of the mind is spiritual learning, you have to add devotion. Reason and Faith is a good combination. You can merge the two pathways. Sedona Q&A Satsang Session, 13. September 2006
  • Faith is an aspect of personality without which you wouldn’t live. Faith is really operative at the practical level which has to do with expectation and expected realities, such as, your foot will land on the ground. Spiritual faith is something different – placing your faith in things unseen – trust – the capacity to trust. This comes as an inspiration to do that. This increases the likelihood of the fulfillment of that. The likelihood of it is increased by your commitment and intention that the response is going to be more probable in a certain direction than another. You are affecting probability by intention. The modern mind would like to have it backed up. Faith for its own sake is already a certain sacredness. You are not looking for a payoff. You do it for its own sake and not for some gain. Thereby you fulfill your own potential to evolve. Sedona Seminar Perception vs. Essence, 22. April 2006
  • Question: Holding something in mind and intention can increase the likelihood of it happening? The faith and belief of the individual can have something to do with increasing likelihoods?
    Answer: Yes, that is true.
    Question: Would that be one of the local conditions?
    Answer: Yes. Sedona Seminar God vs. Science, 17. Februar 2007
  • When you ask for something in faith, you're not asking for an answer – you are asking for God's will – a Presence. Sedona Satsang Q&A, 12. Juli 2006
  • To let go of the known for the unknown requires great commitment, willingness, and devotion to surrendering one’s faith to God. The Eye of the I, S. 110
  • The blocks of skepticism in the hypothetical arguments are all delays to spiritual progress. Faith implies a voluntary suspension of disbelief which supports the humility that underlies all spiritual progress. Conviction occurs later since truth is self-revealing, self-evident, and comes about as an effortless, self-fulfilling presentation. The Eye of the I, S. 111
  • What we think of good or bad is merely subjective, what the universe "thinks" about it may be something entirely else. Never ask a question unless you are prepared for the answer; the facts may be quite different from what you currently believe. Power vs. Force, S. 117
  • It takes faith to accept that the law of life, like the laws of indestructibility of energy or matter, guarantees its continuance. Like matter and energy, life cannot be destroyed but can only change form. (This statement calibrates at LoC 1,000.) Reality, Spirituality and Modern Man, S. 283


Zitate von anderen Quellen zum Thema Glauben

  • Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20, 29 (NT)
  • Ja, wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. Jakobus 2, 26 (NT)
  • Und die Apostel sprachen zum HERRN: Stärke unseren Glauben! Lukas 17, 5 (NT)
  • Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht. Hebräer 11, 1, Lutherbibel 1912 (NT)
  • Irgend jemand gab mir einmal ein christliches Buch. Ich bat ihn, mir daraus vorzulesen. Es handelte von nichts anderem als Sünde. [...] Der Schwächling, der unentwegt sagt: "Ich bin gebunden, ich bin gebunden", kann nur in Bindung enden. Wer Tag und Nacht sagt: "Ich bin ein Sünder", der wird schließlich zum Sünder. Man muss einen solch starken Glauben an Gott besitzen, dass man sagen kann: "Was! Ich habe Gottes Namen wiederholt. Wie kann Sünde da noch an mir haften? Wie könnte ich noch ein Sünder sein?" Ramakrishna, Das Vermächtnis, O.W. Barth, 2003
  • Wir Physiker glauben längst wieder an den lieben Gott, nur die Mediziner glauben noch an die Physiker. Professor Thore von Uexküll, Vorsitzender der Max-Plank Gesellschaft
  • Da die Menschen nicht leben können, ohne zu glauben, glauben sie, dass sie nicht glauben und glauben an die Wissenschaft. Statt an Gott, glauben sie an das Unglaubliche: an die Machbarkeit aller Dinge. Um ihre Gläubigen nicht zu enttäuschen, sieht sich die moderne Wissenschaft gezwungen, auch das Nichtmachbare für machbar zu erklären: das Leben. Max Thürkauf, Naturwissenschaftler und Philosoph, CH
  • Überhauptnichtsgläubige glauben ans Überhauptnichts. Dr. phil. Manfred Hinrich, *1926, deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller
  • Alles, was Wissenschaft mich lehrte und noch lehrt, stärkt meinen Glauben an ein Fortdauern unserer geistigen Existenz über den Tod hinaus. Wernher von Braun
  • Die Schwierigkeiten, Rückschläge und Kümmernisse des Lebens als Herausforderung anzusehen, deren Überwindung uns stärkt, anstatt sie als ungerechte Strafe zu betrachten, die wir nicht verdient haben, das erfordert Glauben und Mut. Erich Fromm
  • Am Grunde des begründeten Glaubens liegt der unbegründete Glaube. Ludwig Wittgenstein, Über Gewissheit, S. 253
Anmerkung: Die Wissenschaft ist immer mit einer Grundannahme verbunden, die von der Wissenschaft selbst nicht gerechtfertigt werden kann.
  • Glaube ist das Ergriffensein von dem, was uns unbedingt angeht, ein Akt der ganzen Person. Er ereignet sich im Zentrum des persönlichen Lebens und umfasst alle seine Strukturen. Paul Tillich, Wesen und Wandel des Glaubens, S. 12 (Titel der amerikanischen Originalausgabe: "The Dynamics of Faith"), 1961
  • Wir müssen an unseren freien Willen glauben. Uns bleibt keine andere Wahl. Isaac Newton
  • Ein Glaubender ist ein Mensch, der ein Wunder zugibt, wenn der Augenschein ihn dazu zwingt. Ein Ungläubiger ist ein Mensch, der über Wunder nicht einmal diskutiert, weil er sie nicht eingestehen kann, da sie im Gegensatz zu der Lehre stehen, zu der er sich bekennt. Gilbert Keith Chesterton
  • Eine kleine Gruppe entschlossener Geister, die angefeuert werden durch einen unerschütterlichen Glauben an ihre Mission können den Lauf der Geschichte verändern. Mahatma Gandhi
  • Ein Krieger des Wiki.Lichts glaubt. Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, dass seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, dass er der Liebe begegnen wird, begegnet ihm diese Liebe auch. Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt. Aber er weiß, dass es sich lohnt. Für jede Niederlage gibt es zwei Siege. Alle die glauben, wissen das. Paulo Coelho, Krieger des Lichts, Umschlagtext, Diogenes Verlag, 11. Auflage, März 2001
  • Das Entscheidende ist: Alles ist möglich bei Gott. Dies ist ewig wahr und mithin wahr in jedem Augenblick. Man sagt es wohl so hin im Alltagsleben, und im Alltagsleben sagt man es so hin, jedoch die Entscheidung fällt erst, wenn der Mensch zum Äußersten gebracht ist, so dass da menschlich gesprochen keine Möglichkeit mehr ist. Dann gilt es, ob er glauben will, dass alles möglich ist bei Gott, das heißt, ob er glauben will. Aber dies ist ganz und gar die Formel für «den Verstand verlieren»: Glauben [BW 500+] heißt eben den Verstand [BW 400+] zu verlieren, um Gott zu gewinnen. Sören Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode, S. 35, Gütersloher Verlagshaus Mohn, Gütersloh, 1982
  • Der Glaube fordert die Seele dazu heraus, weiter zu gehen, als sie sehen kann. William Clarke
  • Man soll nicht aus alter Gewohnheit glauben, nicht aus Angst vor dem Tod, nicht für alle Fälle, nicht deshalb weil jemand uns in Schrecken versetzt, nicht auf Grund humanistischer Grundsätze, nicht deshalb, um die Seele zu retten oder originell zu sein. Man soll glauben aus dem einfachen Grund, weil es Gott gibt. Professor Robert Spaemann, Ordinarius am Lehrstuhl für Philosophie, Einsprüche. Christliche Reden, S. 9, 1977


Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema Glauben / Faith

Now faith is the substance of things hoped for, the evidence of things not seen. Hebrews 11, 1 (NT)
  • Twelve Considerations of Faith
  1. Faith invites us to dare, to dream, to let go and fly.
  2. Faith accepts life cycles that create, sustain, and destroy.
  3. Faith lays down the burden of being in control of everything.
  4. Faith calls forth the Light from the darkness of self and others.
  5. Faith is the declaration of belief in essence, not appearances.
  6. Faith knows. Hope, a worthy relative, is merely optimistic.
  7. Faith requires trust in inner guidance and powers not seen.
  8. Faith accepts timing, affirming the unfolding universe.
  9. Faith accepts all people and circumstances met on the path.
  10. Faith plants seeds without asking for the harvest.
  11. Faith trusts the necessity for purification, even when it is painful.
  12. Faith will dive into the deepest oceans to gather the pearls.
    Gloria Karpinski, Barefoot on Holy Ground, S. 248-249
  • Faith is not something to grasp, it is a state to grow into. Mahatma Gandhi
  • Just as the body cannot exist without blood, so the soul needs the matchless and pure strength of faith. Mahatma Gandhi
  • Belief is the insistence that the truth is what one would wish it to be. Faith is an unreserved opening of the mind to the truth, whatever it may turn out to be. Faith has no preconceptions; it is a plunge into the unknown. Belief clings, but faith lets go. Faith is the essential virtue of science, and likewise of any religion that is not self-deception. Alan Watts
  • Faith is the daring of the soul to go farther than it can see. William Newton Clark
  • Faith is the only known cure for fear. Lena K. Sadler
  • Faith is believing when it is beyond the power of reason to believe. Voltaire
  • Faith is reason grown courageous. Sherwood Eddy
  • Faith is God's work within us. Saint Thomas Aquinas
  • Faith is a gift of God. Blaise Pascal
  • Faith is not belief without proof, but trust without reservation. D. Elton Trueblood


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