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Persönliche Bekenntnisse – Körperlichkeit eines VORGEBLICH Erleuchteten
- Das Zittern hörte auf und ging in eine köstliche Wärme über. Diese war begleitet einem Lichtschauer, der mich erfüllte und einer Anwesenheit von unendlicher Liebe, die keinen Anfang und kein Ende hatte und von meiner eigenen Essenz nicht zu unterscheiden war. So durchtränkt war mein Gewahrsein mit dem allgegenwärtigen illuminierten Zustand, dass ich dabei meinen physischen Körper und die Umgebung ganz vergaß. Der Verstand verstummte, der Gedankenfluss kam zum Stillstand. Eine unendliche Gegenwart war alles, was da war und da sein konnte, und diese war unbeschreiblich und außerhalb des Zeitgefüges. FU Die Ebenen des Bewußtseins. Von der Kraft, die wir ausstrahlen, S. ?, VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg, 1997
- Der Körper fuhr fort zu funktionieren und spiegelte die Absichten, die ihm durch das Bewusstsein übermittelt wurden. Das Fortbestehen des Körpers war nicht sehr interessant, und es war klar, dass der Körper in Wirklichkeit Eigentum des Universums ist. Die Körper und Objekte in der Welt reflektieren endlose Variationen und sind ohne Schwäche. Nichts ist besser oder schlechter als irgendetwas anderes, noch gibt es einen Unterschied im Wert oder in der Bedeutung. Die Eigenschaft vollkommener Identität mit sich selbst definiert den wahren Wert alles Existierenden als gleichwertigem Ausdruck der innewohnenden Göttlichkeit. Da "Beziehung" ein Konzept der dualistischen mentalen Beobachtung ist, gibt es in der Realität keine Beziehungen. Jedes Ding ist einfach und zeigt das Sein von Existenz. Das All-sehende Auge, S. 27, 2005
- Alle Dinge sind sich gleichermaßen der An-Wesenheit gewahr und bewusst und teilen die Freude und Verwirklichung der Zeitlosigkeit. Wenn es so gewollt ist, ist das Fortdauern des Lebens autonom und läuft von allein weiter. Der physische Körper bewegt sich und tut die noch übrige Arbeit. Er sorgt sogar, wenn er dazu angeleitet wird, für sich selbst. Ohne solch einen Anstoß würde er es jedoch wahrscheinlich nicht tun. Man braucht keinen Schlitten mehr, noch ist man, ein solcher. Der Körper tut einfach, was immer er tut, was auch amüsant sein kann. Der Körper ist wie ein Haustier, das man entdeckt hat – er ist ein liebenswertes Tier. Das All-sehende Auge, S. 235, 2005
- In diesem Fall (des Autors, Anm.d.Ü.) setzte die Atmung wieder ein, um Liebe anzuerkennen. Vielleicht war dies durch Karma entschieden. Jedoch wurde diese Wahl auch im Gewahrsein der Tatsache getroffen, dass jede Rückkehr zur Körperlichkeit nur für begrenzte Zeit sein würde und die schlussendliche Auflösung rückkehrend in die unendliche Liebe gewiss und unvermeidbar war. Im Vergleich zur Ewigkeit dieses unendlichen Zustands erschien eine kurze Rückkehr in die Bereiche der Körperlichkeit unbedeutend. FU Das All-sehende Auge, S. 286, 2005
- Es gibt Augenblicke, in denen es "erlaubt" und möglich ist, den Körper vollständig aufzugeben. Schicksal, Karma, Absicht, Widmung oder wie immer man wählt, es zu nennen, ist auch wirksam. Wenn das durch vorherige Wahl so bestimmt ist, kann eine Fortsetzung des Lebens in Verbindung mit diesem Körper vor sich gehen. Das geschieht ganz von selbst. Der Körper muss nicht bedacht werden, um zu überleben. Das Universum sorgt für ihn. [...]
Obgleich der gewöhnliche Körper und Geist von endlosen Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten angetrieben werden, findet man, wenn diese ihre zugrunde liegende Motivation verlieren, dass der Körper tatsächlich nur sehr wenig benötigt. Der Körper selbst wird nicht mehr als eine Quelle des Vergnügens gesucht oder benötigt, weil eine solche Quelle des Vergnügens im stets gegenwärtigen Gewahrsein und der Freude des Daseins in jedem Augenblick vorhanden ist. Das All-sehende Auge, S. 294-295, 2005
- Wenn die Verwirklichung des SELBST eintritt, hat man Schwierigkeiten mit Pronomina. Man weiß nicht, wie man das, was die Welt als "ich" betrachten würde, mit verständlichen Begriffen bezeichnen soll. Zunächst erscheint es seltsam, wenn man beobachtet, dass die Leute zum physischen Körper sprechen, als ob man seine Identität mit diesem verknüpft hätte. Das All-sehende Auge, S. 328, 2005
- Man verliert jede Angst und Reflexe des Erschreckens. Es ist schwieriger, lineare Gedankengänge nachzuvollziehen und normale menschliche Sprache zu entziffern. Daraus folgt eine Verzögerung beim Antworten in der verbalen Kommunikation. Diese Verzögerung hängt mit einem Prozess zusammen, der sich im Bewusstsein abspielt und die lineare Verarbeitung von Sprache in Bedeutung in Form von Begriffen der Essenz übersetzt. Diese Verzögerung tritt beim Verstehen von Tieren oder menschlicher Körpersprache nicht auf. Sie scheint daher zu kommen, dass sich das Bewusstsein auf Essenz und Bedeutung konzentriert und nicht so sehr auf die Einzelheiten der Form. Außerdem muss es sich aus seiner natürlichen Einstimmung auf Stille hin zu genauem, körpernahem Klang verlagern. Das All-sehende Auge, S. 328-329, 2005
- Die Menschen um einen herum scheinen von unwesentlichen und nicht folgerichtigen Dingen am Laufen gehalten zu werden und dabei viel Energie zu verschwenden. Diese Bewusstseins-Aspekte werden wie von getrennten Individuen erfahren, aber die innere Erfahrung ist im Grunde dasselbe SELBST in jedem. Der Körper ist wie ein Kamerad, ein freundliches Haustier, das einem überall hin folgt. Er scheint verlässlich, immer anwesend zu sein. Er kann sogar Operationen ohne Schmerz oder Betäubung mitmachen. Man kann den Körper immer noch besitzen und für ihn Verantwortung übernehmen, ohne sich mit ihm als "Ich selbst" zu identifizieren. Das All-sehende Auge, S. 329
- Frage: Verändert sich die körperliche Erfahrung mit fortschreitendem, spirituellem Gewahrsein?
Antwort: Es gibt Veränderungen, die in der Natur der körperlichen Erfahrung auftreten. Der Ortssinn ist allgemeiner und nicht so spezifisch. Während der spirituellen Arbeit gibt es Zeiträume, in denen der Körper fast zu verschwinden scheint, als ob man ihn vergessen hätte. Es gibt auch Zeiten, in denen intensive Energien scheinbar durch das Nervensystem fließen und verschiedene, brennende Empfindungen hervorrufen, als ob das Nervensystem in Flammen stände. Es gab auch eine Zeit, in der die Kundalini-Energie mit intensivem Lustgefühl den Rücken und die Wirbelsäule hinauf in den Kopf und das Gehirn und dann hinunter und hinaus zum Herzen floss. Das All-sehende Auge, S. 327-328, 2005
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