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2·2012


 

Perspektive/n
Denkpositionen – Sichtweisen – Haltung

 

Schwanenpaar


 

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Denkpositionen

Eine "andere" Perspektive – Das Zwillingsgespräch

Das Zwillingsgespräch

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch der Mutter.
"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?",
fragt der eine Zwilling.
"Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird",
antwortete der andere Zwilling.
"Ich glaub, das ist Blödsinn!", sagte der Erste.
"Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"
"So ganz genau weiss ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein als hier.
Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"
"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee.
Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."
"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt.
Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiss, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird.
Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen."

"Mutter? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn, bitte?"
"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie.
Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"
"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."
"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören.
Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt."


Vorlage von Henry Nouwen (1932-1996) niederländischer römisch-katholischer Priester,
Theologe, Psychologe, geistlicher Schriftsteller

Das Paradox der Entschleunigung

Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt.
Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten und eine Kutsche neben ihm anhielt.
Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief:

"Sag schnell – wie weit ist es bis zur nächsten Stadt?"

Till Eulenspiegel antwortete:

"Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr schnell, so dauert es zwei Stunden, mein Herr."
"Du Narr",

schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick.

 

Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche wieder zu reparieren.

 

Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte:

"Ich sagte es doch: Wenn Ihr langsam fahrt, eine halbe Stunde."

 

Quelle: Lothar J. Seiwert (*1952) deutscher Ratgeberautor, Wenn du es eilig hast, gehe langsam,
Campus Fachbuch Verlag, Amazon.de Sonderausgabe, S. 21, 17. April 2003

Zitate zum Thema Denkpositionen und Perspektiven / Positionalities and perspectives

Zitate von D. Hawkins

  • In Wirklichkeit hat nichts irgendeine Realität, was Gedanken über einen selbst oder andere sagen. Alle Aussagen sind falsch und repräsentieren Programme und Denkpositionen. Licht des Alls, S. 68

?

Zitate (engl.) von D. Hawkins

  • Prefering chocolate you mustn't hate vanilla. Source unknown

 

  • Basic positionalities – tendentially taken for granted
    They come to be considered axiomatic and beyond question. To even bring them up for consideration results in defenses by the ego.
    1. Phenomena are either good or bad, right or wrong, just or unjust, fair or unfair.
    2. The 'bad' deserve to be punished and the 'good' rewarded.
    3. Things happen by accident or else they are the fault of somebody else.
    4. The mind is capable of comprehending and recognizing truth from falsehood.
    5. The world causes and determines our experiences.
    6. Life is unfair because the innocent suffer while the wicked go unpunished.
    7. People can be different than they are.
    8. It is critical and necessary to be right.
    9. It is critical and necessary to win.
    10. Wrongs must be righted.
    11. Righteousness must prevail.
    12. Perceptions represent reality.

 


cc by iz*source
  • In reality nothing thoughts say about oneself or other people have any reality. All statements are fallacious and represent programming and positionality. I, Reality and Subjectivity, S. 25

 

 


 

  • Renunciation means, eventually, an inner renunciation. [It is] the willingness to let go of insisting a thing isn't logical or can't be true and all these kinds of positionalities. The willingness, then, to let go of everything that stands in the way of love. As we do that the things that keep coming up that block us from love, then, are feelings and these feelings are just based on certain perceptions, ways of seeing things, the way of interpreting them – conditionalities that we have been brain-washed into […] Ask 'Am I willing to surrender that to God?' ' Would I rather be right or would I rather realize the Presence of God?' Sedona Seminar Devotion: The Way to God Through the Heart, DVD 1 of 3, starts at approx. at minute 47:00, 17. September 2002

 

  • Something will come out of some archetype something that is buried within consciousness. […] You see what it is. That if I was really a warrior of truth I would be defending their right to forgiveness instead of making them wrong. You see a different kind of an understanding will come up and all of a sudden the energy disappears. Sedona Seminar Vision, CD 2 of 4, track 10-11, minutes 54:19-56:28, 25. February 2005

Zitate von anderen Quellen

  • Der Standpunkt des Beobachters bestimmt die Beobachtung (das Beobachtete). Aristoteles [BW 498] (384-322 v. Chr.) griechischer Philosoph, Arzt, Wissenschaftler

Zitate (engl.) von anderen Quellen

  • The bridge is flowing but the river is not – from the river’s point of view. Frederick Philip Lenz, III, Ph.D. [Rama] (1950-1998) US American Buddhist spiritual teacher

 

  • As soon as we have to say no to something, we develop a point of view. As soon as we say black but not white [or] good and not evil […] we've split our otherwise undivided universe into this and not that and chosen one over the other. […] Like cutting a melon in two, we choose to keep one half and push the other half away. Arjuna Ardagh [LoC 455] British US American spiritual teacher, author, The Translucent Revolution, S. 96–97, New World Lib, 15. June 2005

Index: Denkpositionen und Perspektiven / Positionalities – Bücher von D. Hawkins

Englische Werke

  • ., S.

Index: Audio- und Videomedien (engl.) von und mit D. Hawkins

 

Links zum Thema Denkpositionen und Perspektiven / Positionalities and perspectives

Literatur

Literatur (engl.)

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks


  • Integrale Perspektive, Neue integrale Modelle und Ansätze basierend auf interdisziplinären Betrachtungen (Spiritualität, Quanten-Physik, Psychologie, Soziologie, Biologie, Wirtschaft und Heilwesen), Integrale Perspektive, 2011

Externe Weblinks (engl.)


Audio- und Videolinks

Audio- und Videolinks (engl.)

  • Points Of View, The Guardian commercial, YouTube clip, 0:27 minutes duration, posted 29. October 2007

 

Interne Links

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