Wiki / Buddhismus
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Definiere deine Lebensziele. Was willst du weltlich erreichen (Beruf, Beziehung)? Was willst du spirituell erreichen (innerer Frieden, Gesundheit, Glück, Erleuchtung)? Du musst nicht in einem Leben ein Buddha werden. Normalerweise braucht eine Seele viele Leben dazu.
Es gibt viele Erleuchtungsstufen. Die erste Stufe ist es einfach nur im Einklang mit sich und seinem Leben zu sein. Geh jedes Leben ein kleines Stück in Richtung Buddhaschaft voran. Nach den Gesetzen der Logik kommst du dann eines Tages am Ziel an. Nimm dir für dieses Leben das Ziel und den Weg vor, der für dich realistisch umzusetzen ist. Fließe flexibel mit den Gegebenheiten, aber gibt nie deine spirituellen Ziele auf.
Bitte die erleuchteten Meister um Führung und Hilfe. Lass dich von einem erleuchteten Meister einweihen (Übertragung der Erleuchtungsenergie). Finde die zu dir passenden spirituellen Übungen (Yoga, Meditation, Lesen, Mantras, Gutes tun).
Denke klar nach. Fasse einen klaren Entschluss. Gehe mit Ausdauer deinen Weg. Erreiche deine weltlichen und spirituellen Ziele. Sei am Ende deines Lebens mit dir und deinem Leben zufrieden. Nur wer klar seine Lebensziele formuliert, kann einen klaren Lebensweg gehen. Nur wer weise lebt, kann Weisheit erlangen. Nur wer den Samen der Buddhaschaft in seinem Leben säht, wird eines Tages die Frucht des erleuchteten Seins ernten.
„Buddha“ bedeutet „Erwachter“ und bezieht sich auf die dauerhafte Erfahrung der Erleuchtung ("Erwachen"). Die Lehre Buddhas wird Dharma genannt. Wir können sie in acht Punkten zusammenfassen:
1. Das Leben im Daseinskreislauf beinhaltet Leid. Was ist das Leid in deinem Leben? Spüre in deine Trauer, Wut, Angst und Sehnsucht hinein. Das bewusste Annehmen des Leides ist die Basis, auf der sich die Erleuchtung entwickelt.
2. Die Ursachen inneren Leidens sind Anhaftung an weltliche Genüsse, Ablehnung von unangenehmen Situationen und Unwissenheit vom tieferen Sinn des Lebens (inneres Glück). Wo haftest du heute an? Was lehnst du heute ab?
3. Werden die Ursachen aufgelöst, verschwindet das Leiden. "Mein heutiger Gedanke der Weisheit ist ..." Löse durch eine kluge Gedankenarbeit alle Anhaftungsbänder in dir immer wieder auf und wachse im inneren Frieden.
4. Der Weg zur Überwindung des Leidens ist der Achtfache Pfad. Die Basis dieses Pfades ist die richtige Lebensführung. Was ist dein Weg der richtigen Lebensführung? "Mein Weg der Richtigkeit ist ..."
5. Das Zentrum des Achtfachen Pfades ist das ausreichende spirituelle Üben. Wie viele und welche spirituellen Übungen brauchst du jeden Tag, damit du deinen inneren Frieden bewahrst und langfristig in deinem inneren Glück wächst. "Meine täglichen spirituellen Übungen sind ...(eine Seite in einem spirituellen Buch lesen, mich durch ein Orakel inspirieren, Walking oder Joggen, Yoga, Meditation)."
6. Der Mahayana-Buddhismus ist der Weg der umfassenden Liebe. Das Hauptziel ist nicht die eigene Erleuchtung, sondern das Glück aller Wesen. Was ist heute deine Tat für das Glück aller Wesen? Denke das Mantra: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."
7. Das Ideal im Mahayana ist es als Bodhisattva (Helfer aller Wesen) zu leben. Ein Bodhisattva arbeitet gleichzeitig für die eigene Erleuchtung und für die Erleuchtung seiner Mitwesen. Visualisiere dich als Buddha der Liebe. Denke das Mantra: "Ich bin ein Buddha (eine Göttin) der Liebe. Mein Weg der umfassenden Liebe ist ..."
8. Der Vajrayana („Diamantfahrzeug“) ist im Westen als Tibetischer Buddhismus bekannt. Er beruht auf den philosophischen Grundlagen des Mahayana, ergänzt diese aber um vielfältige Techniken. Dazu gehören Körperübungen (Yoga), Visualisierungen (Gottheiten-Yoga), Mantras und die Arbeit mit erleuchteten Meistern (Guruyoga). Denke zum Abschluss das Mantra: "Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg." Geh mit Optimismus voran. Du wirst siegen. Du wirst eines Tages ein Buddha sein und im Licht und in der umfassenden Liebe leben. |

Der Begriff Gott bezeichnet ein höheres Prinzip im Kosmos. Dieses Prinzip ist mit dem normalen dualistischen Verstand nicht vollständig zu erfassen. Gott ist ein Mysterium, das man in der Erleuchtung sieht und erfährt. Es gibt in den Religionen den persönlichen und den abstrakten Gottesbegriff. Manche Erleuchtete (Mystiker) erfahren Gott eher als Person und manche als höhere Dimension im Kosmos. Manche Menschen gelangen durch die Vorstellung von Gott als Person und manche durch die Vorstellung von Gott als Nichtperson zur Erleuchtung, die wiederum mit verschiedenen Worten beschrieben wird (Licht, höhere Wahrheit, höheres Bewusstsein).
Im Buddhismus dominiert die abstrakte Gottesvorstellung. Das oberste Prinzip wird Nirwana genannt. Es wird erreicht durch die Erleuchtung (Bodhi) und bewirkt einen Austritt aus dem Samsara, dem Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten (Reinkarnation). Nirwana bedeutet „Erlöschen“ (wörtlich „Ver-wehen“) und bezeichnet das Auslöschen des Ich-Bewusstseins. Der Erleuchtete nimmt sich nicht mehr als getrennt von seiner Umgebung wahr. Er lebt mit seinem Bewusstsein in einer höheren Dimension aus Leere (Nichts) und Einheit (Fülle, Glück). Nirwana kann letztlich mit Worten nicht beschrieben werden, es kann nur erlebt und erfahren werden, zumeist als Folge intensiver meditativer Schulung.
Nirwana ist nicht etwas, das sich erst mit dem Tod einstellt, sondern kann schon im Leben erreicht werden (Zustand des Arhat, Heiligen). Nirwana ist gleichbedeutend mit einem Leben in der Ruhe und im Glück. Ein Buddha lebt sanftmütig in einer Welt des Kampfes. Er verweilt suchtlos in einer Welt der Süchte. Er ruht leidbefreit in einer Welt des Leidens.

Atman ist ein Begriff aus der indischen Philosophie. Er bezeichnet das individuelle Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes und wird häufig als Seele übersetzt. Nach hinduistischer Vorstellung ist der Mensch in seinem innersten Wesen eine unsterbliche Seele (Atman), die sich nach dem Tode des Körpers in einem neu in Erscheinung tretenden Wesen wieder verkörpert. Folglich ist der Tod nicht der Abschluss des Lebens, sondern lediglich der Übergang zu einer neuen Daseinsform.
Die buddhistische Lehre von Anatman (Anatta) erklärt das Nichtvorhandensein eines permanenten und unveränderlichen Selbsts, eines festen Wesenskernes oder Seele. Was normalerweise als das „Selbst“ betrachtet wird, ist danach nur eine Ansammlung von sich konstant verändernden, physischen und psychischen Bestandteilen („Skandhas“). Durch das Anhaften an die Vorstellung, dass der jeweils erlebte, temporäre Zustand eine Art von unveränderlicher und dauerhafter Seele bildet, entsteht Leiden. Die Lehre von „Anatta“ versucht die Menschen zu ermutigen, sich vom unangebrachten Anklammern an das zu lösen, was als fester Wesenskern betrachtet wird. Dadurch - unterstützt von ethischem Verhalten und Meditation - kann der Weg zur Befreiung („Nirwana“) erfolgreich gegangen werden.[Hans Wolfgang Schumann: Die großen Götter Indiens. Seite 162.]
Nach dem Buddhismus ist die Vorstellung, es gäbe ein „Ich“, eine abgegrenzte Person, ein Selbst und eine Seele, bereits eine grundlegende Täuschung über das Wesen der Wirklichkeit. [Hermann Oldenberg: Reden des Buddha. Seite 214.] Was die Menschen als ihr Selbst oder ihre Seele bezeichnen, ist ein ständig im Wandel begriffenes Zusammenspiel von Sinnesorganen und Geistesformationen (Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten). Aus diesem ständigen Wandel ergibt sich die Gesetzmäßigkeit des „bedingten Entstehens“: jede Handlung gestaltet demnach die Welt neu.[Hans Wolfgang Schumann: Die großen Götter Indiens. Seite 140]
Für Buddhisten besteht keine Identität vom jeweils jetzigen Selbst mit dem Selbst, das es noch vor einigen Minuten gab; und es gibt auch keine Identität des Selbst, das gerade jetzt existiert, mit dem Selbst, das noch vor einigen Leben existierte. Verbunden sind sie nur durch eine Kontinuität der Veränderung, nicht jedoch durch eine feste Substanz. Das Selbst ist wie ein fließender Fluss, der schon eine Minute später ein anderer ist.
Wenn es nach dem Buddhismus kein festes Selbst gibt, keine dauerhafte Essenz einer Person, was wird dann wiedergeboren? Es ist der karmische Impuls, der die Verbindung zwischen den einzelnen Leben herstellt. Es gibt keine Substanz, die übertragen wird. Das Selbst ist wie eine brennende Kerze. Im Moment des Verlöschens wird eine neue Kerze an der Flamme entzündet. Die Flamme (Gedankenstruktur) bleibt erhalten, die Kerze (Selbst) ist eine neue.
Die große Frage ist, was mit einem Buddha (vollständig erleuchteten Wesen) nach dem Tod geschieht. Buddha Shakyamuni (Siddhartha Gautama) hat diese Frage als spekulativ angesehen und nicht beantwortet. Wenn alle Bewusstseinsschwingungen (Gedankenimpulse) zur Ruhe kommen, müsste die Seele (Bewusstseinsflamme) sich in das große Bewusstseinsmeer der höchsten kosmischen Dimension auflösen (wenn die Idee stimmt, dass der Kosmos im Zentrum aus Bewusstsein besteht). Nur noch die Lehre eines Buddhas, sein symbolisches Vorbild und seine Anhänger (Sangha) bleiben auf der Erde zurück.
Swami Sivananda hat als erleuchteter Hindu die Frage mit einem Gebet beantwortet: "Möge meine Seele ewig bestehen bleiben, um den Wesen im Kosmos zu helfen."[Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis, Seite 172.] Andererseits lehrte er aber auch das Ziel des Nirwana. [Swami Sivananda: Sadhana", Seite 348.] Nach seiner Sicht kann eine erleuchtete Seele vollständig eins mit Brahman (Gott, dem Bewusstseinsmeer) werden und sich so buddhistisch gesehen auflösen. Ein Hindu würde sagen, dass die erleuchtete Seele jetzt als Urseele (Brahman) ewig weiterexistiert. Ein Erleuchteter kann aber die Entscheidung treffen, nicht vollständig ins höchste Sein (ins höchste Glück) einzugehen, sondern entweder im Jenseits aus Liebe zu seinen Mitwesen weiter zu existieren oder sich sogar wieder auf der Erde zu inkarnieren (Nitya Siddha). Ein Mahayana-Buddhist hat diese Entscheidung bereits getroffen. Solange es leidende Wesen gibt, wird er als Helfer (Bodhisattva) weiterleben.
Es besteht kein großer Unterschied zwischen der hinduistischen und der buddhistischen Seelentheorie, wenn man die Seele als ein Schwingungsfeld aus Gedanken und Gefühlen in einer höheren kosmischen Dimension ansieht. Diese höhere Dimension wird im Hinduismus Gott (Brahman, "Licht", Ursubstanz) genannt. In dieser Dimension existieren die Seelen. Sie sind Wassertropfen oder Wellen in einem großen Meer aus ewigem Bewusstsein. Es gibt sie nur auf der Basis der Ursubstanz ("Licht", Bewusstsein, "feinstoffliche Energie", Informationsfeld). Sie sind Extraeinheiten im höheren Bewusstseinsfeld durch ihre Schwingungen. Sie sind ein Schwingungsfeld (Quantenfeld) in einer höheren Dimension. Kommen die Gedankenschwingungen zur Ruhe, entsteht göttliches Gewusstsein (Frieden, Glück). Der Mensch wird eins mit Gott.
Solange die Schwingungen noch ihr Bewusstsein als abgegrenztes Schwingungsfeld bewahren, existieren sie als eigenstängige Seele. Wenn ein Schwingungsfeld sein Ich-Bewusstsein aufgibt, löst sich die Seele in die höhere Dimension (Brahman, Nirwana) hinein auf. Das ruhende Bewusstsein eines Erleuchteten kann als Schwingungspotential mit der Möglichkeit der Reaktivierung weiter erhalten bleiben. Nach der Lehre des Hinduismus kommt der Kosmos zyklisch ganz zur Ruhe. Am Ende aller Zeiten lösen sich alle Seelen vollständig auf, um nach einer Ruhephase in einem weiteren kosmischen Schwingungstanz wieder neu zu entstehen. Übertragen werden in den Inkarnationen die Schwingungsimpulse, die jeweils in einem eigenständigen Schwingungsfeld existieren. Eine Seele ist deshalb gleichzeitig ein Fließen von Impulsen (Anatman) und eine feste Einheit (Atman).
Der Hinduismus betont die Kontinuität der Seele und der Buddhismus die Eigenständigkeit der einzelnen Inkarnationen. Beides ist gleichzeitig wahr. Es gibt Kontinuität verbunden mit Eigenständigkeit. Buddha hat den Schwerpunkt seiner Lehre auf die Erleuchtung und das Erlöschen des Selbst gelegt. Deswegen betont er die Leerheit (das Nichtselbst, die Egolosigkeit). Im Hinduismus wird die Fülle eines Erleuchteten hervorgehoben (viel Kraft, Liebe, Frieden, Weisheit, Glück). In der Erleuchtung gibt es Leerheit (Nichts, Egolosigkeit) und Einheit (Fülle, Glück) gleichzeitig. Je nach Geistesverfassung muss man sich auf die Leerheit (Ruhe, Sein, Nichts) oder auf die Fülle (Buddhaschaft, umfassende Liebe) konzentrieren, damit man ins große Glück des Nirvanas / der Erleuchtung gelangt.
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