Wiki / Christophorus
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Die Wandlungsreise des Offerus zu Christophorus verläuft über drei äußere Stationen, denen er auf dem Weg zur Gewahrwerdung und Verwirklichung des SELBST (Christus) dient. In der vierten Stufe erfolgt die Erlösung.
Nach dem stufenweisen Erkennen und Loslösen von den Wichtig- und Nichtigkeiten der Welt, des Teufels und des Todes ist er vor-bereit-et dafür, den inneren Wandlungsschritt des Wieder-Erkennens seines wahren Selbstes zu vollziehen.
Der Riese Offerus oder auch Reprobus (dem Wortsinn nach: Wiedererprobter, Verdammter) zog aus seiner Heimat Kanaan (Lykien?) aus mit der Absicht, dem größten und mächtigsten Herrn der Welt zu dienen. Zunächst wurde er Diener eines Königs, der als einflussreichster Herrscher auf der Welt galt. Als jedoch eines Tages ein fahrender Spielmann ein Lied bei Hof aufspielte und dabei mehrfach den Teufel, den Widersacher, besang, bekreuzigte sich der König jedes Mal dabei. Auf Christophorus Frage hin erklärte der König, dass er auf diese Weise verhüte, vom Teufel überwältigt zu werden.
Infolge der Furchtsamkeit des Königs verließ Offerus ihn, um sich von nun an in den Dienst des Teufels zu begeben. Er fand einen Ritter mit üblen Weggesellen, der sein nächster, wie er glaubte, mächtigster Herr wurde. Unterwegs schlug dieser einen großen Umweg ein, nur um so einem Kruzifix auszuweichen. Von Offerus zur Rede gestellt, gestand der teuflische Ritter, sich vor Christus, dem Gekreuzigten, zu fürchten. Offerus quittierte erneut seinen Dienst und verließ den Vertreter des Teufels, um sich auf die Suche nach Christus zu begeben und ihm zu dienen.
Nach langer Suche traf der Hüne einen Einsiedler, der ihm bestätigte, dass Jesus Christus der allerhöchste König sei. Offerus fragte ihn, was er tun müsse, um Jesus zu sehen.
Da sein Wuchs und seine Kraft ihn für das Amt des Fährmanns ausstatteten, befolgte Offerus unverzüglich den dritten Rat des Weisen und baute sich nahe der Furt eine Hütte am Fluss.
Er setzte das Kind auf seine Schultern, ergriff seinen Stab und stieg wacker in den Fluss. Das Seltsame dabei war, dass die Last des kleinen Passagiers ihn immer schwerer drückte, je weiter er vorwärts schritt. In der Mitte des Stromes angekommen, schwoll das Wasser immer höher an, bis es ihn überschwemmte. Ihm war so, als ob der Knabe seinen Kopf unter Wasser gehalten habe.
Nur mit äußerster Anstrengung gelang es dem Riesen, das rettende Ufer zu erreichen. Dort angekommen, setzte er den Jungen ab und sprach entgeistert zu ihm:
Der Knabe antwortete ihm gelassen:
Er hatte dem Christus- und Erdballträger nach seiner Taufe den Namen Christophorus gegeben, der Christus als seinen Herrn anerkannte.
Sein neuer Herr, den er nun von Angesicht zu Angesicht gesehen hatte, trug ihm auf, ans andere Ufer zurückzukehren.
Als Christophorus eines Morgens erwachte, sah er, dass ein Palmbaum mit Früchten aus seinem Stab gewachsen war. Der Genuss dieser Früchte soll ihm die Gabe des Redens (Verkündigung des Evangeliums) und Wunder wirkenden Betens übertragen haben.
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Die vierzehn Nothelfer
Der Märtyrer Christophoros ist wohl der volkstümlichste Heilige des Morgen- und Abendlandes, dessen amtskirchliche Anerkennung aufgehoben wurde, da seine historische Existenz nicht schlüssig zu klären ist. Er ist einer der vierzehn Nothelfer geblieben, dessen Gedenktag am 24. Juli gefeiert wird. Er hieß ursprünglich Reprobus, der Verdammte, und wurde dem Wunderstamm der hünenhaften menschenfressenden Kynekephalen (Hundsköpfiger) zugerechnet. Vor der Stadt Samos in Lykien empfing er eine wundersame die Taufe, wobei er seinen neuen Namen erhielt und durch Gottes Gnade der menschlichen Sprache (Aktivierung des fünften Chakras) befähigt wurde. Als Missionar wirkte er Wunder und bekehrte viele Menschen.
Als Missionar wurde er festgenommen und in den Kerker geworfen.
Schon 452 n. Chr. wurde dem "Christusträger" in Chalkedon eine Kirche geweiht.
Christophoros gilt als Schutzpatron des Verkehrs, der Schiffer, Flößer, Fährleute, Seeleute, Pilger, Reisenden, Kraftfahrer (Plakette), Luftschiffer, Lastenträger, Furten und Bergstraßen, Zimmerleute, Buchbinder, Färber, Hutmacher, Gärtner, Obsthändler, Äpfel, schwangeren Frauen, Kinder; er beschützt vor jähem Tod, Pest, Wassergefahren, Unwetter, Hagelschlag, Hungersnot, Widerwärtigkeiten, Wunden, Zahnweh. |
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Allgemeine Interpretation
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Jesus auf Christophorus' Schultern, Maler: Jusepe de Ribera
Hawkins