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2·2012


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Einsamkeit

 

Yosemite Wasserfälle, nachmittags


 

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Einsamkeit

Die Hoffnung und die Skepsis

Die Hoffnung und die Skepsis begegneten sich zufällig.
Ich habe gehofft, sagte die Hoffnung zur Skepsis, dass ich dich eines Tages treffen würde.
Ich habe es befürchtet, entgegnete die Skepsis und ergriff die Flucht.
Warum hast du Angst vor mir?,
rief die Hoffnung ihr enttäuscht hinterher, aber sie bekam keine Antwort.

Hans Kruppa

Angst vor dem Unbekannten

Die schwarze Tür zur Freiheit
Ein Minister hatte seinem König lange Jahre treu gedient. Eines Tages aber wurde er wegen Hochverrats angezeigt und überführt, ihn erwartete die Todesstrafe. Der König gewährte ihm wegen seiner langjährigen Dienste die Gnade, seine Todesart zu wählen. Er führte ihn in einen Saal, wo die Hinrichtungswaffen lagen. Dort zeigte er ihm auch eine schwarze Tür. Der Minister wählte eine der Todesarten. Die Königin fragte danach, was denn hinter der schwarzen Tür sei? Der König antwortete: Das große weite Land der Freiheit. Da die Menschen Angst haben vor dem Unbekannten, öffnen nur ganz wenige die schwarze Tür.
Hildegunde Wöller, Meine Uhr geht nach dem Mond, S. 23

Zündholz und Kerze – das Wagnis des Leuchtens

Die Angst der Kerze

 

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze:

Ich hab den Auftrag, dich anzuzünden.
Oh nein, erschrak die Kerze, nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt.
Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern.

Das Zündholz fragte:

Willst du denn das ganze Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?
Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften, flüsterte die Kerze unsicher und voller Angst.

Es ist wahr, sagte das Zündholz,

Und genau das ist das Geheimnis der Berufung. Du und ich sind berufen, Licht zu spenden. Was ich als Zündholz tun kann, ist wenig. Zünde ich dich jedoch nicht an, vergesse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin vorgesehen dafür, Feuer zu entfachen. Du bist eine Kerze und kannst leuchten und Wärme zu schenken. Alles was du an Wut, Schmerz, Leid und Kraft (hin)gibst, wird sich in Licht verwandeln. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Wenn du dich jedoch versagst, bleibst du leblos, bleibt dein Potenzial verborgen.

Da spitzte die Kerze ihren Docht und bat mutig:

BITTE ZÜNDE MICH AN.

 

Quelle: Zeitzuleben.de

Zwei Arten von Wölfen

 

Ich kenne zwei Arten von Wölfen:
die Rudeltiere und die einsamen Wölfe.

 

Die Einsamen sind entweder Verstoßene oder Verlorene.

 

In die Einsamkeit verstoßen wird ein Wolf, wenn es eine Schuld abzutragen gilt –
nicht unbedingt seine eigene.

 

Verloren geht ein Wolf durch Unachtsamkeit
nicht unbedingt seine eigene.

 

Wenn zwei einsame Wölfe einander begegnen, werden sie versuchen,
einander zu besiegen, oder einander zu trösten, oder sie weichen einander aus.

 

Daran kann man erkennen, ob es sich um zwei Verstoßene handelt,
um zwei Verlorene, oder um einen von jeder Sorte.

 

Denn Verstoßene und Verlorene weichen einander aus:
neben ihrer Einsamkeit ist wenig, das sie verbindet.

 

Die Verlorenen haben nur dann eine Chance, sich und die Ihren wiederzufinden,
wenn es ihnen gelingt, ihr Selbstmitleid zu überwinden.

 

Die Verstoßenen haben nur dann eine Chance, sich und die Ihren wiederzufinden,
wenn sie den Schmerz des Verstoßenseins ohne Groll auf sich nehmen.

 

Verlorene, die so tun, als hätten sie ihr Selbstmitleid überwunden,
werden dafür auch noch verstoßen: sie sind die eigentlichen Verstoßenen.

 

Verstoßene, die ihren Groll nicht überwinden, sondern unterdrücken,
gehen sich dadurch selber verloren: sie sind die eigentlichen Verlorenen.

 

Alle diese Wölfe sind gefährlich:
* die Verstoßenen wegen ihres Grolls,
* die Verlorenen, weil sie lügen,
* und die Rudeltiere, weil sie sich hinter den anderen verstecken.

 

Aber ich stelle mir ein Rudel Wölfe vor, ein Rudel von Ausgestoßenen und Verlorenen,
die zueinander gefunden und gelernt haben, miteinander zu leben.

 

Das muss besonders schön sein: denn, wer die Einsamkeit überwunden hat,
wird mit der Gemeinsamkeit sorgsamer umgehen.

 

George Pennington, deutscher Psychologe und Konflikttrainer

 

Zitate zum Thema Einsamkeit / Loneliness

Zitate allgemein

 

  • Liebe besteht darin, dass zwei Einsamkeiten einander schützen, grenzen und grüßen. Rainer Maria Rilke

 

  • Ich will lernen, gegen die Sinnlosigkeit anzuleben. Der Sprachlosigkeit will ich Worte verleihen und der Taubheit ein offenes Ohr. Der Blindheit will ich die Augen öffnen und zu den Lähmungen sprechen: Steht auf!
    Dem schnellen Vergessen will ich Erinnerungen schenken, und der Gleichgültigkeit will ich Worte verschaffen, die etwas gelten in der Welt. Auf dem Acker der Lieblosigkeit will ich Rosen pflanzen und die Ziellosigkeit eines jeden Tages am Ende des Regenbogens verankern.
    Der Beziehungslosigkeit will ich Fäden spinnen und der EINSAMKEIT fremde Türen öffnen. Der Kälte will ich feurige Kohlen geben, und der Trostlosigkeit will ich ein Lächeln schenken, verborgen und heimlich vor dieser Welt. Die Ausweglosigkeit will ich mit Hoffnungsspuren durchkreuzen, und die gähnende Leere will ich nach langem Schlaf zu vollem Leben erwecken. Christa Spilling-Nöcker

 

  • Das Durchleben der Einsamkeit ist eine Möglichkeit, sich mit sich selbst zu identifizieren und Liebe und Staunen für das Wunder des Lebens zu empfinden Clark Moustakas

Zitate von Hans Jürgen Schultz

Quelle: Einsamkeit, Hans Jürgen Schultz (Hrsg.), Kreuz Verlag, 1980

 

  • Der Standesunterschied unter Gemütskranken blieb gewahrt: In den niederen Schichten war man trübsinnig, in den mittleren tiefsinnig, in den höheren war man melancholisch. Manès Sperber; S. 18

 

  • Einsamkeit macht einen wesentlichen Teil unseres Menschseins: nämlich das Bewusstsein der Einmaligkeit unserer Individualität, die unvermeidlich immer auch Einsamkeit bedeutet; vor dieser zu fliehen, hieße Flucht in die Scheinsicherheit kollektiver Angepasstheit. Fritz Riemann; S. 33

 

  • Und die schlimmste Erfahrung, dass es keine größere Sünde im politischen Geschäft gibt, als eigene Fehlentscheidungen öffentlich bekanntzumachen und damit auszusprechen, dass auch andere, die alles angeblich immer richtig gemacht haben, die gleichen Fehler begehen. Heinrich Albertz, Senator und Reg. Bürgermeister von Berlin; S. 40

 

  • Ich hatte nichts weiter getan, als gesagt, was richtig war. Aber dies darf man in solcher Situation nur tun, wenn es einem vorher erlaubt worden ist. Ich legte mein Mandat nieder. Heinrich Albertz, Senator und Reg. Bürgermeister von Berlin; S. 40

 

  • Man kann zur Unperson werden, wenn man unbequem ist. Heinrich Albertz, Senator und Reg. Bürgermeister von Berlin; S. 41

 

  • Alleingelassen zu werden ist ein Preis, der gezahlt werden muss, aber er ist nicht zu hoch. Ich sage sogar, er ist nötig und nützlich, weil er im Ergebnis viele Einzelne aus ihrer Einsamkeit herausführen kann. Heinrich Albertz, Senator und Reg. Bürgermeister von Berlin; S. 42

 

  • Abweichend denken und handeln, ein Dissident zu sein,
    bedeutet räumliche Isolierung – plötzlich stehen alle auf der anderen Seite;
    es bedeutet zeitliche Isolierung;
    du bist ja von vorgestern, es bedeutet geistige Isolierung – du hast ja die Sachzwänge und Gesetzmäßigkeiten gar nicht verstanden;
    aber das Schlimmste ist die emotionale Isolierung – du machst dich doch nur lächerlich. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 47

 

  • Anpassung heißt ja immer, sich an das Mittelmaß anpassen: Wenn man sich so verhält wie die konventionellsten, dümmsten und feigsten Vertreter der Wissenschaft an einer deutschen Universität, dann ist man unauffällig und tragbar. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 48

 

  • Viele, die flott auf der Tendenzwende einhersegeln, können sich andere als opportunistische Motivationen gar nicht vorstellen. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 50

 

  • Alleinsein zu können gehört zur menschlichen Würde. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 51

 

  • Unberührbarkeit, Maskenhaftigkeit ist in unserer Welt ein bekanntes und verabredetes Zeichen des guten Funktionierens. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 52

 

  • Wer aus Angst vor Vereinsamung die Traurigkeit flieht, wird erst recht von ihr eingeholt und unter ihrem Gewicht begraben. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 53

 

  • Die Fähigkeit, sich zu binden, und die Fähigkeit zur Einsamkeit gehören zusammen; es ist in der Tat so, dass Einsamkeit uns nicht zerstören kann, wenn sie auf dem Grunde einer tiefen und unbeirrbaren Verbundenheit mit dem Leben erwachsen ist. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 53/54

 

  • Einsamkeit, sei sie zwangsauferlegt oder selbstgewählt, unterscheidet sich nach dem Grad der Verbundenheit mit dem Leben. Je unverbundener wir mit allem sind, um so eher ist unsere Traurigkeit eine zum Tode, ihr Schmerz isoliert uns noch mehr, er kann wie ein Panzer benutzt werden. [...] Der Narr um Christi willen ist einsam, weil er verbunden ist. Dorothee Sölle, Theologieprofessorin, S. 55

 

  • [Die ursprüngliche Ableitung des Begriffs 'das Heilige'] enthält sowohl die Richtung ins transzendent Höchste wie die umgekehrte des zu Tode Betrübt- und Verstossenseins. In der Symbolik des Christentums und anderer Religionen gehört zu ihm das »Niedergefahren zur Hölle« vor dem »Aufgestiegen gen Himmel«. Eckart Wiesenhütter, S. 78

 

  • Die Flucht der Einsamen an die Öffentlichkeit, die Bekenntnisse ihrer Verletztheit, Verzweiflung und Ratlosigkeit decken die Lebenslüge auf, mit der so mancher Isolierte lebt, indem er sich vormacht, er werde mit seiner inneren Verlassenheit gut fertig, obwohl sie ihn doch in Wahrheit bis in die Träume hinein quält. Robert Jungk, Zukunftsforscher; S. 132

 

 

  • Mit Phasen- und Zeitverschiebungen ergreifen die Konflikte, welche die offizielle Gesellschaft aus dem Bedürfnis nach Selbstentlastung nur allzu bereitwillig auf die junge Generation projizieren möchte, alle Altersstufen. Die sogenannte Midlifekrise, Sinnlosigkeitsverdacht auf der Passhöhe des Erfolgs, oder Vereinsamung und Zerbrechen des Selbstwertgefühls im Alter machen es zunehmend schwierig, Randgruppen und deren Probleme nur am Rande der Gesellschaft zu suchen. Sie liegen vielmehr in ihren Kernbereichen, und das macht wesentlich den Typus der Krise aus, mit dem wir es heute zu tun haben. Oskar Negt, Soziologe; S. 143

 

  • Lautet das Motto: Aut Caesar, aut nihil (Entweder Cäsar oder gar nichts), so schwindet das Motiv einer objektbezogenen, konfliktreichen Auseinandersetzung mit der Realität, und die ursprünglichen Symbiosebedürfnisse mit der damit einhergehenden schwach ausgebildeten schwach ausgebildeten Ich-Identität treten in den Vordergrund. Oskar Negt, Soziologe; S. 146

 

  • Die Anerkennung der Person – so, wie sie ist, und nicht, was sie hat oder leistet – verläuft über den schmalen Grat der Beziehungen und erzeugt, wo sie in Frage gestellt wird, Angstzustände, Phobien, die kein Realobjekt mehr haben. Oskar Negt, Soziologe; S. 146

 

  • Das Problem, das ungelöst ist, aber immer stärker auf Lösungen drängt, ist nicht die Abkapselung der Jugend von der Gesellschaft, sondern der Gesellschaft von der Jugend. Oskar Negt, Soziologe; S. 147

 

  • Die vier Krisen der Einsamkeit in der Zweisamkeit sind meist klar zu erkennen.
  1. Die erste Krise besteht in der Enttäuschung, dass kein Partner jemals die Erwartungen erfüllen kann, die zu seiner Wahl geführt haben.
  2. Die zweite Krise entsteht in der Angst, nicht über den Schatten der eigenen Vergangenheit springen und sich selbst so ändern zu können, dass die Gemeinsamkeit sich vertiefen würde.
  3. Die dritte Krise entwickelt sich aus der Verzagtheit, Hoffnungslosigkeit und Depression, ein fortbestehendes Zerwürfnis und einen sich vertiefenden Mangel an wirklicher Nähe und Intimität nicht überbrücken zu können – ein Einsamkeitserlebnis, das oft in verzweifelter Selbstaufgabe und ernster Krankheit oder in Flucht aus der Ehe endet.
  4. Die vierte und letzte Krise der Einsamkeit in einer Partnerschaft entsteht, wenn es unmöglich wird, gemeinsam alternd im Rückblick auf das gelebte und ungelebte Leben sich gegenseitig im Gespräch Rechenschaft zu geben, die eine neue, tiefere Gemeinsamkeit des Alters bis zum Tod schenken könnte. Tobias Brocher, S. 166

 

  • Gefühle, die man sich verbieten muss, rächen sich. Mit dem Verlust der Erinnerung an Gefühle geht auch der Verlust des inneren Gedächtnisses Hand in Hand. Christa Wolf, Kindheitsmuster

 

  • Nur wenn in unserer Gesellschaft sich der Jugendlichkeitskrampf langsam zu lösen vermag, sich die über Vierzigjährigen mit ihrem Älterwerden versöhnen und den damit einhergehenden Problemen und neuen Lebensgefühlen konfrontieren können, besteht meines Erachtens eine Chance für weniger Destruktivität durch zu viel Rivalität und weniger Depression durch zu viel Selbstentwertung. Margarete Mitscherlich-Nielsen, Psychoanalytikerin; S. 208

 

  • Das Erwachsenwerden ist mit Recht auch als lebenslanger Trauerprozess beschrieben worden. Denn immer wieder gilt es, sich von etwas zu lösen und sich in den verschiedenen Phasen des Älterwerdens mit seiner Einsamkeit auseinanderzusetzen. Margarete Mitscherlich-Nielsen, Psychoanalytikerin; S. 215

 

  • Der Tod ist schweigsam. Er verschlägt uns die Sprache. Nur wenn wir gegen ihn anreden, nur wenn wir den Dialog mit den Toten in uns fortsetzen, bleibt etwas, was er uns nicht nehmen kann. Hans Jürgen Schultz; S. 239

Zitate (engl.) allgemein

  • The happiness of solitude is not found in retreats. It may be had even in busy centres. Happiness is not to be sought in solitude or in busy centres. It is in the Self. Sri Ramana Maharshi

 

  • Love consists in this: that two solitudes protect and touch and greet each other. Rainer Maria Rilke

 

  • The whole course of human history may depend on a change of heart in one solitary and even humble individual – for it is in the solitary mind and soul of the individual that the battle between good and evil is waged and ultimately won or lost. M. Scott Peck, People of the Lie

 

  • The worst solitude is to be destitute of sincere friendship. Francis Bacon

 

  • The worst loneliness is not to be comfortable with yourself. Mark Twain

 

 

  • Loneliness and the open discussion of loneliness is the most taboo subject in the world. Forget sex or politics or religion. Or even failure. Loneliness is what clears out a room. Douglas Coupland, Miss Wyoming

 

  • The mass of men lead lives of quiet desperation. What is called resignation is confirmed desperation. From the desperate city you go into the desperate country, and have to console yourself with the bravery of minks and muskrats. A stereotyped but unconscious despair is concealed even under what are called the games and amusements of mankind. There is no play in them, for this comes after work. But it is a characteristic of wisdom not to do desperate things. Henry D. Thoreau, Walden, 1-A, Economy, verse 9

 

  • There are those among you who seek the talkative through fear of being alone. The silence of aloneness reveals to their eyes their naked selves and they would escape. Khalil Gibran, The Prophet

 

  • First and last, man is alone, he is born alone, and alone he dies and alone he is while he lives, in his deepest self. D. H. Lawrence

 

 

  • A man who loves his aloneness is capable of love, and a man who feels loneliness is incapable of love.
    Loneliness is the negative aspect of aloneness. If you go deeper into it, one moment is bound to come when suddenly you will start feeling the positive aspect of it. Osho

 

  • Emile Durkheim called this phenomenon 'anomie' and found that it was the main cause of suicide which had been increasing with the growth of industrialization. He referred by anomie to the destruction of all traditional social bonds, due to the fact that all truly collective organization had become secondary to the state and that all genuine social life had been annihilated. He believed that people living in the modern political state are 'a disorganized dust of individuals'. Erich Fromm, Anatomy of Human Destructiveness

 

  • In the cybernetic age, the individual becomes increasingly subject to manipulation. His work, his consumption, and his leisure are manipulated by advertising, by ideologies, by what Skinner calls “positive reinforcements.” The individuals loses his active, responsible role in the social process; he becomes completely “adjusted” and learns that any behavior, act, thought, or feeling which does not fit into the general scheme puts him at a severe disadvantage; in fact he is what he is supposed to be. […] What has happened in modern industrial society is that traditions, and common values, and genuine social personal ties with others have largely disappeared. The modern mass man is isolated and lonely, even though he is part of a crowd; he has no convictions which he could share with others, only slogans and ideologies he gets from the communications media. Erich Fromm, Anatomy of Human Destructiveness

 

  • From childhood's hour I have not been As others were. I have not seen as others saw. Edgar Allan Poe, neurotic US American poet, Alone, poem

Englische Texte – English section on Loneliness

To the Unknown God – F. Nietzsche

To the Unknown God

 

Once more, before I wander on
And turn my glance forward,
I lift up my hands to you in loneliness —
You, to whom I flee,
To whom in the deepest depths of my heart
I have solemnly consecrated altars
So that
Your voice might summon me again.

 

On them glows, deeply inscribed, the words:
To the unknown god.
I am his, although until this hour
I've remained in the wicked horde:
I am his – and I feel the bonds
That pull me down in my struggle
And, would I flee,
Force me into his service.

 

I want to know you, Unknown One,
You who have reached deep into my soul,

Into my life like the gust of a storm,
You incomprehensible yet related one!
I want to know you, even serve you.

 

Friedrich Nietzsche (1844-1900) German philosopher (1864)

 

Links zum Thema Einsamkeit / Loneliness

Externe Weblinks

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Audio- und Videolinks

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