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EthikMoral – Integrität

 

Artischocke – Tapete


 

Wortherkunft

Der Begriff Ethik stammt aus dem Griechischen. Er drückt die persönliche Einstellung zum Guten aus.
Der Begriff Moral stammt aus dem Lateinischen. Moral ist den Einzelnen im Interesse der Gesamtbevölkerung zu bevormunden. Moralische Forderungen als "Ethik" darzustellen, ist "Ethik"-ettenschwindel laut Happiness Observer Mai 2009, Institut für Europäische Glücksforschung.

Die fünf Säulen der Moral


Die fünf Säulen der Moral / Ethik
Professor Jonathan Haidt und Cray Joseph

basierend auf den Ergebnissen eines Fragebogens mit Antworten von 23.000 US Amerikanern

SäuleWesentliche moralisch-ethische ThemenUnterstützt durch die
politische Ausrichtung
1.Fürsorge / Beeinträchtigung70 % InteresseLiberaleKonservative
2.Gerechtigkeit / Gegenseitigkeit30 % InteresseLiberaleKonservative
3.Eigengruppenfavorisierung / GefolgschaftStammes- und Sippenbewusstsein Konservative
4.Autorität / Respekt  Konservative
5.Reinheit / Heiligkeit – Unverletzlichkeit  Konservative

 

Quelle: Jonathan Haidt ist ein US-amerikanischer assoziierter Professor für Positive Psychologie an der Universität von Virginia. 2001 hat er den Templeton Preis für Positive Psychologie erhalten, 2004 wurde er mit dem Virginia “Outstanding Faculty Award” ausgezeichnet.

Der Autor des Buchs The Happiness Hypothesis: Finding Modern Truth in Ancient Wisdom vertritt folgende Glückshypothese:
Zeitgemäße Wahrheit angesichts althergebrachter Weisheit'' ist vergleichbar mit einem weltlich gesinnten Atheisten, der altem Wissen großen Respekt entgegen bringt.

 

"Es ist unerheblich, wer im Weißen Haus regiert. Konservative und religiöse Menschen sind glücklicher. Konservative sind eingebunden in dichtere, bindendere Strukturen." Videopräsentation (engl.) von Jonathan Haidt, Ph.D. jonathan_haidt, US-amerikanischer Sozial-, Kultur- und Moralpsychologe, Universität von Virginia, Morality: 2012, Konferenz des New Yorker, Gastgeber Henry Finder, Vorstellung der Fünf Säulen der Moral, die Verbandskultur und die atomisierte Kultur, Newyorker.com, 7. Mai 2007

Lawrence Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung

Das erste präkonventionelle Stadium besteht aus drei Stufen:

 

  • Stufe 0 ist die Vorbereitung des moralischen Denkens
    „Recht ist, was ich will.“
  • In der Stufe 1, dem Orientierungsschema „Bestrafung / Gehorsam“, setzt sich die Autorität des Erwachsenen/Machthabers durch.
    „Wer die Macht hat, hat das Sagen.“
  • In der Stufe 2, dem Orientierungsschema „instrumental-relativistisch“, stehen die eigenen Ziele im Vordergrund.
    „Recht ist, was mir gut tut.“

    Das zweite konventionelle Stadium besteht aus zwei Stufen:

 

  • In der Stufe 3 gilt das Orientierungsschema „interpersonelle Eintracht“. Der Einzelne steht in Beziehung zu anderen Individuen (Konformität).
    „Recht ist, was man sagt, was recht ist.“
    Kinder im Alter von ungefähr 13 Jahren erreichen diese Stufe.
  • Der gesamtgesellschaftliche Aspekt wird in Stufe 4, dem Orientierungsschema „Autorität und Sozialordnung“, berücksichtigt.
    „Recht ist, was die Autoritäten sagen.“

    Auch das dritte und letzte postkonventionelle Stadium (autonom, prinzipientreu) besteht aus zwei Stufen:

 

  • Das Orientierungsschema „Sozialkontrakt/Legalität?“ der 5. Stufe ist eine der Gesellschaft vorgeordnete Perspektive. Gesellschaftliche Standards sind zentral und der größtmögliche Nutzen für die größtmögliche Anzahl von Personen soll erreicht werden.
    „Was R(r)echt ist, muss kritisch geprüft werden.“
  • Mit der Stufe 6, dem Orientierungsschema des „universell-ethischen Prinzips“, schließt die moralische Entwicklung mit dem höchsten moralischen Anspruch ab.
    „Gleiches Recht für alle.“

     

Eine zentrale exemplarisches Maxime hierbei ist der Kategorische Imperativ nach dem Philosophen Immanuel Kant:
Handle nur nach der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz wird.
(Kategorischer Imperativ: Bewusstseinswer 460 nach Skala des Bewusstseins von David Hawkins
Goldene Regel: Bewusstseinswert 405.)

 

Weitgehend zitiert aus Kognition, Sprache, Persönlichkeit, IIM Uni Gießen

 

 

Zusammenfassung der Kohlberg-Skala

Präkonventionelle Ebene0-9 Jahre, einiger Jugendlicher und vieler jugendlicher und erwachsener Straftäter

  • 1. Stufe – Die Orientierung an Strafe und Gehorsam
    Machtpotenziale machen Eindruck, Betonung auf Strafvermeidung
  • 2. Stufe – Die instrumentell-relativistische Orientierung
    Beziehungen sind eine Art Handel und Austausch. Eine Hand wäscht die andere. Tit for tat – „Ich gebe, damit du (mir) gibst.“

 

Konventionelle EbeneGroßteil der Jugendlichen und Erwachsenen

  • 3. Stufe – Die interpersonale Konkordanz- oder „good boy/nice girl“-Orientierung
    Vorzugsweise wird hier argumentiert: „Er/ich hat es doch gut gemeint“.
    Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint. Kurt Tucholsky
  • 4. Stufe – Die Orientierung an Gesetz und Ordnung
    Allgemeine moralische Regeln der Gesellschaft werden anerkannt und befolgt, um die soziale Ordnung aufrechterhalten.

 

Zwischen- bzw. Übergangsstufe 18-20-Jährige

  • 4 1/2. Stufe Eine Längsschnittstudie ergab, dass High-School-Absolventen auf die moralisch relativistischen Werte der Stufe 2 zurückgefallen waren. Solange das ethische Prinzip noch nicht verinnerlicht und verankert ist, sind Rückfalle in die konventionelle Stufe leicht möglich. Daher wurde nachträglich die Zwischenstufe in das Kohlberg-Modell eingefügt.

 

Postkonventionelle EbeneMinderheit von 25% der Erwachsenen, meist erst nach dem 20. Lebensjahr

  • 5. Stufe – Die legalistische Orientierung am Sozialvertrag
    Hinterfragung moralischer Normen, Idee des Gesellschaftsvertrags
    Nach Kohlberg steht ca. ein Viertel der Menschheit auf dieser Stufe. Vgl. Skala des Bewusstseins (Übersicht), wonach 22% der Menschheit integer schwingen, über dem Bewusstseinswert 200 sind.
  • 6. Stufe – Die Orientierung am universal-ethischen Prinzipien
    Lavierende Begründungen der Hinterfragung der Normen des Gesellschaftsvertrags weichen der zwischenmenschlichen Achtung, vernunftbasierter Moral, universellen und durchwegs eingehaltenen ethisch-abstrakten Prinzipien. Diskussionen widmen sich nicht konkreten moralischen Regeln, sondern abstrakten Prinzipien. Konfliktlösung findet unter [zumindest gedanklicher] Einbeziehung aller [möglichen] Beteiligten statt. Es liegen Bezüge zur Normbegründungsform der Diskursethik vor.
    Eine kleine Minderheit von weniger als 5% der Erwachsenen der Menschheit erreichen die 6. Stufe – alle Altersstufen betreffend.

 

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Siehe auch:

Skala des Bewusstseins (Übersicht), wonach ca. 5% der Menschheit echt lieben können und sich über dem Bewusstseinswert von 500 befinden.-'

 

Kohlberg hat auch noch eine 7. religiöse Stufe definiert.
Kritiker seines Stufenmodells monieren, dass er sich bei seinen Forschungen nur an männlichen Probanden orientiert hat.

Das utilitaristische Prinzip

Der englische Jurist, Philosoph, Sozialreformer Jeremy Bentham (1748-1832) war ein Vordenker des modernen Wohlfahrtsstaats. Er gründete den klassischen Utilitarismus [BW 240], demzufolge eine Handlung auch ethisch hinsichtlich ihrer Nützlichkeit zu bewerten ist. Es gilt, das das Glück Einzelner zum Wohl der Allgemeinheit zu maximieren und das Unglück zu minimieren. Das utilitaristische Prinzip erkennt die Legitimität des Tyrannenmordes und benennt die moralische Pflicht der Zeitgenossen, den Diktator Adolf Hitler zu töten, um weiteres Leid zu verhindern.

Zitate zum Thema Ethik und Moral / Morality

Zitate allgemein

  • Moralische Fähigkeiten sind höher einzustufen als intellektuelle. Moralische Eigenschaften erleben einen direkten oder indirekten Fortschritt weit mehr durch das Einwirken von Gewohnheit, Vernunft, Anleitung, Religion etc. denn durch die natürliche Auslese. Charles Darwin [BW 450/460] (1809-1882) englischer Naturforscher, Entwickler der biologischen Evolutionstheorie

 

  • Ethik besteht darin, mich verpflichtet zu fühlen, allem Lebenden die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen, wie dem eigenen Leben. Albert Schweitzer (1875-1965) deutsch-elsässischer evangelischer Theologe, Arzt, Philosoph, Humanist, Organist

 

  • Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt. Albert Schweitzer (1875-1965) deutsch-elsässischer evangelischer Theologe, Arzt, Philosoph, Organist, Humanist, Kultur und Ethik, Kapitel 21

 

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Parameter des moralischen Handelns:

Selbstachtung, Umwelt und Erziehung

  • Der Mensch ist ein moralbegabtes Tier. Die Fähigkeit zur Moral ist angeboren, aber wie weit, lässt sich nur schwer sagen. Das Primatengehirn stellt Möglichkeiten bereit, sich in andere hineinzuversetzen, und es kennt (neurochemische) Belohnungen für "gute" Taten. Ethisches Verhalten ist ein komplexer Altruismus. Er besteht sowohl aus Gefühlen wie aus Abwägungen. Es gibt kein "moralisches Gesetz" im Menschen, wie Kant [BW 460] meinte, das ihn zum Gutsein verpflichtet. Aber moralisches Handeln ist entstanden, weil es sich oft für den Einzelnen und für seine Gruppe lohnt. Wie stark er davon Gebrauch macht, ist sehr weitgehend eine Frage der Selbstachtung, und diese wiederum eine Frage der Erziehung. Richard David Precht (*1964) deutscher Philosoph, Publizist, Wer bin ich. Und wenn ja, wieviele?, Kapitelüberschrift "Ulm. Ein Winterabend im 30-jährigen Krieg. Woher weiß ich, wer ich bin?", S. 176, Goldmann Verlag, September 2007

 

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Abtreibung bis zum 3. Monat ist ethisch vertretbar.

  • Das Recht auf Leben, sein Wert und seine Würde, beginnen [...] nicht beim Zeugungsakt. Es ist deshalb nicht einzusehen, warum Embryonen bis zum dritten Monat nicht abgetrieben werden dürfen. Bei weiter entwickelten Föten ist die Sache problematischer. Eine Tötung ist von Monat zu Monat eine moralisch bedenklichere Sache. Richard David Precht (*1964) deutscher Philosoph, Publizist, Wer bin ich. Und wenn ja, wieviele?, Kapitelüberschrift "Ulm. Ein Winterabend im 30-jährigen Krieg. Woher weiß ich, wer ich bin?", S. 195, Goldmann Verlag, September 2007

 

  • Werte wandeln sich mit der Zeit. Sie unterliegen wie alles andere den Megatrends der Globalisierung, Individualisierung und Feminisierung. Unsere Zukunfts-Werte werden weiblicher, individueller und globaler. Matthias Horx (*1955) deutscher Publizist,  Zukunfts- und Trendforscher

 

 

  • [...] indem man Versuchspersonen untersucht, deren ventromedialer präfrontaler Cortex (VMPC) zerstört ist, eine Hirnregion hinter Nase und Stirn, die als Mittler zwischen Gefühl und Verstand gilt. Solche Menschen sind wenig einfühlsam und empfinden kaum Schuld oder Scham. [...] Ging es darum, direkte Gewalt anzuwenden, zögerten Probanden mit einem geschädigten VMPC nicht und segneten diese Handlungen als rational gerechtfertigt ab. Der einzige Maßstab, der sie offenbar zu interessieren schien, waren die Folgen einer Aktion, nicht die Handlung selbst. Hirnforschung und Ethik – Moral braucht Gefühl, Süddeutsche Zeitung, Hubertus Breuer, 22. September 2007

Zitate von Robert Spaemann

  • Wir sind gewöhnt, sogenannte moralische Fragen mit dem Wort 'sollen' zu verknüpfen, mit dem Gedanken an Gebote. Forderungen richten sich jedoch an unseren Willen. Um etwas zu tun, muss ich es wollen. Wenn wir etwas sollen, dann heißt das, wir sollen es wollen. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Moralische Grundbegriffe, S. 24, 1982

 

  • Was also den Menschen gut macht, trägt in der christlichen Tradition den Namen "Liebe". Es ist eine Haltung der grundsätzlichen Bejahung der Wirklichkeit. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Moralische Grundbegriffe, S. 94

 

  • Glück ist nicht der Lohn der Tugend, sondern die Tugend selbst. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Moralische Grundbegriffe, S. 109

 

  • Die Unendlichkeit der menschlichen Reflexion, die jede bloße Naturgrenze hinterfragt, kommt nur zum Stehen durch die freie Anerkennung eines Wertes, der nicht relativ ist auf ein seinerseits wertfreies factum brutum. Eine solche Anerkennung nennen wir ,gut'. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Die Frage Wozu. Geschichte und Wiederentdeckung des Ideologischen Denkens S. 291, 1981

 

  • Die Fähigkeit, Werteinsichten zu gewinnen, wächst mit der Bereitschaft, sich ihnen zu unterwerfen. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Moralische Grundbegriffe, S. 41

 

  • Der Staat hat im Unterschied zum Individuum die Pflicht, so weit zu sehen, wie es unter Zuhilfenahme aller in einer Epoche zur Verfügung stehenden Mittel möglich ist. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Zeitschrift Scheidewege, Heft 4, Jg. 9, S. 484, 1979

 

  • Aber warum fragen wir 'warum'? Was wollen wir eigentlich wissen, wenn wir so fragen? Die Frage entsteht immer dann, wenn ein normaler Ablauf unterbrochen wird. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung des normalen Ganges. [...] Das Neue soll in das Vertraute integriert, die Verstehbarkeit der Welt ständig wiederhergestellt werden. Denn Verstehen heißt Vertrautsein, heißt Aufhebung der Fremdheit des Begegnenden. Robert Spaemann (*1927) deutscher Professor in römisch-katholischer Philosophie, Mitglied der Ritter-Schule, Die Frage Wozu. Geschichte und Wiederentdeckung des Ideologischen Denkens S. 15ff, 1981

Zitate (engl.) allgemein

Personal avowals

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Former food speculant M. Wegener was haunted by images of hunger at night while attending a conference on OTC swaps and forwards in Toronto. Following her conscience she left her criminal profession and made public confession.

  • My field of operation was hunger. I don't know how many of them there are, but quite certainly I have to answer for destroying more human lives than all the generals and politicians, who have stood trial before tribunals for having committed war crimes. The difference is only, I will never be called on trial.
    During last year [2010] we have robbed 40 million people of their means of existence. It almost happened by default. All, what we have done was punching dotted lines on a computer screen. The costs of staple foods are rising and rising and rising.
    Why is this society not interested in going after people like me and hold them accountable?
    The better you are the quicker these images of hunger crises in the media appear in front of you. In the beginning you refuse to acknowledge them. You work hard, you stomach that your private life is going to the dogs, as this was the case with me. Work is a drug, success hooks. All over sudden all these images on [the situation in] Egypt, Ethiopia, Kenia, Somalia flood your head. And at a single blow you abruptly grasp the connections of the bigger picture. You can switch off the TV, stop reading newspapers, but your conscience will remain alerted.
    Micropsychia, micro-mindedness, egocentricity is a disease which prevents us from seeing the poor. It dwells deep inside the body and poisons everything.
    Today's public view will aggrieve us in the year 2035.
    Confession and reversion by Margarete Wegener, former fonds manager of OFT food speculation, chief of 27-50 staff members, Deutsche Bank, translated by EA, movie documentation Schuld. Die Barbarei Europas [Guilt. Barbary in Europe], produced by Center for Political Beauty, fall 2011, winner of the German web video prize 2012, YouTube film, minute 0:00, 5:45, 12:28, 14:55 minutes duration, posted 9. December 2011
  • Ethical means you live up to your own standards to the best of your ability. It also means with the flexibility that you will not succeed every time. Forgive yourself: "I wasn't at my best". Dr. David R. Hawkins, Prescott Seminar What is the World?, 3 DVD set, 28. February 2009

 

  • Once I had a conversation with a German politician whose opinion was that morality and ethics have to be grounded in a religious faith tradition. Without that grounding, he felt, it is impossible to have an ethical system. But I disagree. My own understanding of an ethical system is that it provides us with a way of conduct, or a way of thinking, that takes long-term welfare and happiness into account. And I believe we must find a secular, or nonreligious, ethics. [...]
    I think the mistake we make is that when we're grown up, we start to think we're independent. We think that in order to be successful we don't need others – except maybe to exploit them! This is the source of all sorts of problems, scandals, and corruption. But if we had more respect for other people's lives—a greater sense of concern and awareness – it would be a very different world. We have to introduce the reality of interdependence. Interview with H.H. 14th Dalai Lama Tenzin Gyatso [LoC 570] (*1935) Tibetan monk, leader of the Gelug or "Yellow Hat" branch of Tibetan Buddhism, Nobel Peace Prize laureate, 1989, The Ethics of Interdependence, EnlightenNext magazine, issue 24, February-April 2004

 

  • Some people automatically associate morality and altruism with a religious vision of the world. But I believe it is a mistake to think that morality is an attribute only of religion. We can imagine two types of spirituality:
    • one tied to religion,
    • while the other arises spontaneously in the human heart as an expression of love for our neighbors and a desire to do them good.
H.H. 14th Dalai Lama Tenzin Gyatso [LoC 570] (*1935) Tibetan monk, leader of the Gelug or "Yellow Hat" branch of Tibetan Buddhism, Nobel Peace Prize laureate, 1989, Facebook comment, 12. May 2011

 

  • Where love rules, there is no will to power.
    And where power predominates, there love is lacking.
    The one is the shadow of the other.
    Carl Gustav Jung [LoC 540] (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, depth psychologist

 

  • What primarily drives human evolution, Darwin wrote in page after page of the long ignored writings that complete his theory, are "the moral qualities." These, he said, are "advanced, either directly or indirectly, much more through the effects of habit, by our reasoning powers, by instruction, by Dr. David Loye, Dr. David Loye davidloye.com, US American social psychologist, evolutionary systems-theorist, futurist, partnership researcher, founder of the The Darwin Project, author

 

  • The arc of the moral universe is long but it bends towards justice. Rev. Martin Luther King, Jr. (1929-1968) US American Baptist minister, activist, leader of the African American civil rights movement

 

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Addressed to school children (and conscience-challenged adults)

  • [A] good moral character is the first essential in a man, and since the habits contracted at your age are generally indelible, and your conduct here may stamp your character through life, it is therefore highly important that you should endeavor not only to be learned but virtuous. George Washington [LoC 455] (1732-1799) US American dominant military and political leader (1775-1799), presiding co-author of the constitution in 1787, first president of USA (1789-1797)

 

 

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See also:

Friedrich Nietzsche, German nihilist philosopher's quote: "Reality is that which has the combative vigor to assert itself."

  • The ideal of morality has no more dangerous rival than the ideal of supreme strength, of a life of maximum vigor, which has also been called the ideal of aesthetic greatness. That life is in truth the ultimate attainment of the barbarian, and unfortunately in these days of civilization’s withering it has won a great many adherents. In pursuance of this ideal man becomes a hybrid thing, a brute-spirit, whose cruel mentality exerts a horrible spell upon weaklings. Novalis [Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg] (1772-1801) German philosopher of early German Romanticism, author, cited in: The legacy of Friedrich Nietzsche, Roger Kimball The New Criterion, Volume 10, pg. 28, September 1991

 

  • In a rational universe, organizations and individuals would embrace transparency on both ethical and practical grounds, as the state in which it is easiest to accomplish one's goals. But that is rarely the case. Even as global forces tug us toward greater openness, powerful countervailing forces tend to stymie candor and transparency. Warren Bennis (*1925) US American scholar, professor of business administration, organizational consultant, pioneer of contemporary leadership studies, author, Daniel Goleman (*1946) US American psychologist, science journalist, author, Patricia Ward Biederman, authors of Transparency: Creating a Culture of Candor, Creating a Transparent Culture, presented by Leader To Leader, No. 50, Fall 2008

Englische Texte – English section on Morality

The Five Foundations of Morality


The Five Foundations of Morality
Jonathan Haidt and Cray Joseph

based on the results of a questionnaire answered by 23,000 US Americans

FoundationMoral / Ethical IssuesPolitical Tendencies / Parties
1.Harm / care (70 % interest)Liberals / Conservatives
2.Fairness / reciprocity (30 % interest)Liberals / Conservatives
3.Ingroup / loyalty (tribal psychology)Conservatives
4.Authority / respectConservatives
5.Purity / sanctityConservatives

 

Source: Jonathan Haidt, social and cultural psychologist, associate Professor of Positive Psychology, University of Virginia,
winner of the Templeton Prize in Positive Psychology, 2001, winner of the Virginia “Outstanding Faculty Award”, 2004,
author of The Happiness Hypothesis: Finding Modern Truth in Ancient Wisdom

 

It doesn't matter who is in the White House. Conservative, religious people are happier. Conservatives participate in denser, more binding structures. Jonathan Haidt, Morality: 2012, conference, discussion on the five foundations of morality, sponsored by The New Yorker, host Henry Finder, Video Newyorker.com, 7. May 2007

 

The American mind at its best is both liberal and conservative. Dwight D. Eisenhower (1890-1969) 34th US President

Human moral development – Lawrence Kohlberg

Step model of human moral development
LevelStageAgeOrientationFocusLegend
1 Pre-Conventional1Age 0-9
Some youngsters
Some teen/adult criminals
Obedience and punishmentHow can I avoid punishment? 
1 Pre-Conventional2Age 0-9
Some youngsters
Some teen/adult criminals
Self-interestWhat's in it for me?Paying for a benefit
Moral relativism
2 Conventional3Most of the teenagers
Most of the adults
Conformity and interpersonal accordSocial normsGood boy/good girl attitude
2 Conventional4Most of the teenagers
Most of the adults
Authority and social-order maintainingLaw and order morality 
2+ Transition4 1/2Age 18-20Arbitrariness of nature of
law and order reasoning
Setback stage 
3 Post-Conventional5Past age 20
25% of the adult population
Human rights and Social contract  
3 Post-Conventional6Past age 20
25% of the adult population
Universal human ethical principlesPrincipled conscience 

 

Lawrence Kohlberg's Stages of Moral Development

Stages of moral development – Lawrence Kohlberg (Heinz's dilemma)

Moral development of Heinz faced with a dilemma
StageMoral focusLegend
1.ObedienceHeinz should not steal the medicine because he will consequently be put in prison which will mean he is a bad person.
Or: Heinz should steal the medicine because it is only worth $200 and not how much the druggist wanted for it; Heinz had even offered to pay for it and was not stealing anything else.
2.Self-interestHeinz should steal the medicine because he will be much happier if he saves his wife, even if he will have to serve a prison sentence.
Or: Heinz should not steal the medicine because prison is an awful place, and he would probably languish over a jail cell more than his wife's death.
3.ConformityHeinz should steal the medicine because his wife expects it; he wants to be a good husband.
Or: Heinz should not steal the drug because stealing is bad and he is not a criminal; he tried to do everything he could without breaking the law, you cannot blame him.
4.Law-and-orderHeinz should not steal the medicine because the law prohibits stealing, making it illegal.
Or: Heinz should steal the drug for his wife but also take the prescribed punishment for the crime as well as paying the druggist what he is owed. Criminals cannot just run around without regard for the law; actions have consequences.
5.Human rightsHeinz should steal the medicine because everyone has a right to choose life, regardless of the law.
Or: Heinz should not steal the medicine because the scientist has a right to fair compensation. Even if his wife is sick, it does not make his actions right.
6.Universal human ethicsHeinz should steal the medicine, because saving a human life is a more fundamental value than the property rights of another person.
Or: Heinz should not steal the medicine, because others may need the medicine just as badly.

 

Sources:
- Video presentation by Professor Miller, WMiller25 on Kohlberg's stages of moral development, YouTube film, 9:25 minutes duration, posted 28. March 2008
Brief description of Lawrence Kohlberg's theory of moral development
- Video presentation Kohlberg Stages of Moral Reasoning, 5:42 minutes duration, posted 26. May 2009

 

Links zum Thema Ethik und Moral / Morality

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks

Externe Weblinks (engl.)


Audio- und Videolinks

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Interne Links

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