Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Bergpredigt von Jesus, Matthäus 5, 10-11
Zitate aus RECHT IST NICHT GLEICH GERECHTIGKEIT
aus einem Interview mit Marshall B. Rosenberg
Frage: Glauben Sie, dass es keine Verbrechen mehr gäbe, wenn das Denken in Kategorien von Gut und Böse, Schuldig und Unschuldig, aufhören würde? Gibt es nicht immer Menschen, die verführbar sind?
Antwort: Manche Menschen stehlen, manche töten. Manchmal tun Menschen Dinge, die überhaupt nicht im Einklang mit den Bedürfnissen anderer stehen. Deshalb brauchen wir in der Tat ein Rechtssystem, das uns schützt.
Frage: Wie man das machen kann, ohne Menschen zu bestrafen?
Antwort: Walter Wink beschreibt in seinem Buch ein Naturvolk, die Negrito. Bei denen sieht das zum Beispiel so aus:
Wenn jemand dort einem anderen Schaden zufügt, seine Hühner stiehlt oder das Haus des Nachbarn anzündet oder was auch immer, dann wird die Person, die das getan hat, in der Mitte eines Kreises gestellt, umringt von den Menschen, die diese Person kennen. Und sie verbringen einen ganzen Tag damit, dass jeder Einzelne aus der Gruppe dieser Person
erzählt, durch welche wundervollen Dinge, die sie getan hat, sein Leben bereichert wurde.
Das müssen Sie sich mal vorstellen. Es geht hier um einen Verbrecher, und die erzählen ihm, was er an Schönheit in das Leben eines Mitmenschen gebracht hat. Diese Rechtspraxis hat ein Menschenbild vor Augen, das aus der Vorstellung entstanden ist, dass es unserer menschlichen Natur entspricht, dass wir, wenn wir mit uns verbunden sind, nichts lieber tun als zum Wohlergehen anderer beizutragen.
Marshall B. Rosenberg, Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation
Zitate zum Thema Recht und Gerechtigkeit
- […] eine [innere] Stimme […], welche […] mir von etwas abredet, was ich tun will […] Das ist es, was sich mir widersetzt, dass ich nicht soll Staatsgeschäfte betreiben. […] wenn ich [es] schon vor langer Zeit unternommen hätte, Staatsgeschäfte zu betreiben, so wäre ich auch schon längst umgekommen und hätte weder euch etwas genutzt noch auch mir selbst. Werdet mir nur nicht böse, wenn ich die Wahrheit rede! Denn kein Mensch kann sich erhalten, der sich - sei es nun euch oder einer anderen Volksmenge - tapfer widersetzt und viel Ungerechtes und Gesetzwidriges im Staate zu verhindern sucht, sondern notwendig muss, wer in der Tat für die Gerechtigkeit streiten will, […] wenn er sich nur kurze Zeit erhalten soll, ein zurückgezogenes Leben führen, kein öffentliches. Sokrates, nach Platon, Apologie des Sokrates
- Lass dein Leben zum Reibungswiderstand gegen Ungerechtigkeit werden! Henry David Thoreau
Zitate (engl.) zum Thema Recht und Gerechtigkeit
- God is infinitely merciful. As you surrender you trust in the mercy. Trust in the mercifulness of God rather than the projection of fear. You pay for negative karmic actions because justice is intrinsic to the design of the universe. It is designed in such a way that you set up a karmic debt that has to be paid and God doesn't have anything to do with it. The justice of God and the universe is absolute. Every hair on your head is counted – not because God is an old crank, but everything you do lays down a karmic track and that is what you are answerable for. God forgives you for that, but he lets you live it through because he knows what will come out of it – strength. Therefore, I own the divinity within myself. David R. Hawkins, Satsang Q&A in Sedona, 10. Januar 2007
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