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2·2012


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Gott

 

Darstellung der Gaia
Syrisches Fresko, ~730


 

Persönliche und abstrakte Gottesvorstellungen

Im Judentum, Christentum und im Islam wird Gott im Wesentlichen als eine handelnde Person vorgestellt. Gott ist ein höheres Wesen, das man als Mensch ansprechen und um Hilfe bitten kann.
Der Hinduismus, Buddhismus und Taoismus (chinesische Philosophie) bevorzugt den abstrakten Gottesbegriff. Gott wird vorwiegend als höhere Energie, Seinszustand, Bewusstseinszustand und Kosmos gesehen. Gott wird Brahman, Nirvana oder Tao genannt.

 

Die Weltreligionen bieten verschiedene Definitionen von Gott an. Es gibt Vertreter des persönlichen und des abstrakten Gottesbegriffes. Der Hinduismus zeichnet Gott einerseits als umfassendes Brahman (kosmische Energie), andererseits in der Bhagavadgita als handelndes Wesen. Als Krishna hat sich Gott auf der Erde inkarniert und den Indern den Weg der umfassenden Liebe (Karma-Yoga) nahegebracht. Im Yoga spricht man vom Sat-Chid-Ananda, der Verbindung aus Sein-Einheitsbewusstsein-Glückseligkeit.

 

Moses Gottesbegriff ist eher abstrakt. Im Alten Testament stellt sich Gott mit den Worten "Ich bin" vor. In den Worten "Ich bin" ist der Hauptweg zur Erleuchtung enthalten. "Ich bin," heißt nicht "Ich bin der... (Name)."

 

Das Zentrum aller Religionen ist der Weg zu Gott. Religionen können machtpolitisch missbraucht werden. Spirituelles Wissen kann dazu verwendet werden, das Ego zu erhöhen und Macht über die Mitmenschen zu erlangen.

Fünf Suchende

Fünf Menschen waren auf der Suche nach Gott: ein Atheist, ein Christ, ein Yogi, ein Moslem und ein Buddhist. Eines Tages trafen sich die fünf Suchenden am Fuß eines großen Berges. Der Gipfel des Berges erstrahlte in hellem Licht.

 

Der Atheist sagte: "Das ist die Sonne."
Der Christ erklärte: "Das ist Gott."
Der Moslem gab dem Licht den Namen Allah.
Der Buddhist hielt es für das Nirvana.
Der Yogi nannte es Brahman.

 


Gott Vater, ~1510-1517
Attributed painter Cima da Conegliano (1460-1518)

Die fünf Suchenden diskutierten lange über das Licht, das Glück und Gott.

  • Der Atheist bestand darauf, dass es keinen Gott gibt.
  • Der Buddhist pflichtete ihm bei.
  • Dem widersprachen der Moslem und der Christ.
  • Der Yogi überraschte mit der Feststellung: "Ein unerleuchteter Mensch kann diese Frage nicht beantworten."

 

Die fünf Suchenden lernten ihre gegenseitigen Standpunkte kennen. Ohne zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen, bereicherten ihre Gespräche alle. Sie beschlossen, einen Berg zu besteigen und das Licht genau zu untersuchen. Sogleich stritten sie sich hinsichtlich des richtigen Wegs zum Berggipfel. Es gab viele Wege, die den Berg hinaufführten. Da sie sich nicht auf eine Route einigen konnten, stieg jeder von ihnen seinen bevorzugten Pfad.

 

Als alle auf dem Berggipfel angekommen waren und sich wieder trafen, beschlossen sie, gemeinsam in das große Mysterium einzutreten. Sie nahmen sich bei der Hand und gingen in das Licht. Sie durchschritten eine große Dunkelheit und befanden sich plötzlich in Gott. Eine lange Zeit verweilten sie in Gott. Schließlich kehrten sie wieder in die Welt zurück.

 

In Gott waren alle sprachlos gewesen, doch auf dem Rückweg begannen ihre Gedanken wieder zu arbeiten. Aufgeregt berichteten sie sich gegenseitig von ihren Erfahrungen.

 

Der Yogi hatte Gott als Glück, der Christ als Liebe, der Buddhist als Frieden, der Moslem als Macht und der Atheist als Wahrheit erfahren. Der Moslem hatte das Wort "Allah", der Christ das Wort "Gott", der Buddhist den Begriff "Nirvana", der Yogi "Brahman" und der Atheist "Kosmos" erhalten. Wenn sie an ihr jeweiliges Wort dachten, konnten sie sich sogleich wieder in das Licht begeben. Das jeweilige Wort war ihr persönlicher Schlüssel zum Eintritt in das große Mysterium. Wer einmal Gott kennengelernt hat, kann sich mit der Kraft der Erinnerung und seinem persönlichen Schlüsselwort immer wieder in den illuminierten Zustand versetzen.

 

Jeder der Suchenden hielt sein Wort für das bedeutendste. Sie stritten sich über Gebetsformeln und konnten sich auf der verbalen Ebene nicht einigen. Deshalb beschlossen sie, ihre Auseinandersetzungen zu beenden und sich lieber auf das gemeinsame Üben zu konzentrieren. Sie lebten viele Jahre nebeneinander am Fuße des Berges. Sie lasen in ihren heiligen Schriften, meditierten, beteten, pilgerten mitunter um den Berg und trafen sich einmal wöchtenlich zu einer gemeinsamen Feier.

 

Irgendwann gelangten alle in das dauerhafte Licht. Das große Licht verwandelte sie. Sie sahen das Licht in allen Wesen und Dingen auf der Welt. Sie erkannten, dass sie alle Brüder und Schwestern sind. Sie erkannten, dass Liebe und Frieden Glück bringen. Sie verließen ihren Berg, stiegen in die Täler der Welt hinab, wo die Menschen lebten und bauten eine glückliche Welt auf.

Zitate zum Thema Gott / God

Zitate allgemein

  • Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor. Uta Ranke-Heinemann (*1927) deutsche Theologin, Professorin für nichtkonfessionelle Religionsgeschichte, Autorin, Artikel, präsentiert von der deutschen Bild-Zeitung, 7. Februar 1993

General quotes

Personal avowal

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Alternative source:

US American daily newspaper The New York Times, 15. October 1986

  • I have not lost faith in God. I have moments of anger and protest. Sometimes I've been closer to him for that reason. Elie Wiesel (1928-2016) German-French Jewish professor, political activist, Nazi concentration camp survivor, writer, Nobel Peace Prize laureate, 1986, Nobel Peace Prize lecture Hope, Despair, and Memory, Oslo, Norway, 10. December 1986, autobiographic account Night, S. 73, Bantam, reissue edition 1. March 1982

Literary and movie quotes

  • Jerry [John Denver]: What is the meaning of man's existence?
    God [George Burns]: Man and woman-persons, their existence means exactly and precisely not more, not one tiny bit less, just what they think it means and what I think doesn't count at all.
    Jerry: Which of the world's religions is the closet to the divine truth?
    God: The divine truth is not in a building or a book or a story. [...] The heart is the temple wherein all truth resides.
    Jerry: Is Jesus Christ the son of God?
    God: Jesus was my son. Buddha was my son. Mohammed, Moses, you, the man who said there was no room at the inn, was my son.
    God: I came – to tell everybody I set the world up so it can work. Only it's up to you. You can't look to me to do it for you.
    God: I'm a God of very few words – however hopeless, helpless, mixed up and scary it all gets, it can work. You find it hard to believe in me – maybe it would help you to know that I believe in you.

 

Source: ► Quotes excerpted from the movie Oh, God!, directed by Carl Reiner, 1977

 

Links zum Thema Gott / God

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks

  • Wikipedia-Einträge Gott


External web links (engl.)

  • Wikipedia entries God

Audio- und Videolinks

Audio and video links (engl.)

  • Video lecture by Sean Carroll, US American theoretical physicist, California Institute of Technology, cosmologist, author, God is not a Good Theory, sponsored by the University of Oxford and Cambridge Collaboration, 2nd mini-series "Is 'God' Explanatory", "Philosophy of Cosmology" project, YouTube film, 53:15 minutes duration, posted 5. June 2013

Movie links (engl.)

God appears as a kindly old man to Jerry. He tells Jerry that he has been selected to be His messenger to the modern world.

 

Interne Links

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Letzte Bearbeitung:
07.10.2017 um 16:24 Uhr

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