SpiritualWiki

Wiki / Gott

Wiki-Menu:  

2·2012


Hawkins-Menu:


 

Gott

 


 

Was ist Gott?

Im Judentum, Christentum und im Islam wird Gott im Schwerpunkt als eine handelnde Person gesehen. Gott ist ein höheres Wesen, das man als Mensch ansprechen und um Hilfe bitten kann. Im Hinduismus, Buddhismus und Taoismus (chinesische Philosophie) bevorzugt man den abstrakten Gottesbegriff. Gott wird vorwiegend als eine höhere Energie, als ein Seinszustand, als Bewusstseinszustand und als Kosmos gesehen. Gott wird Brahman, Nirvana oder Tao genannt.

 

In allen grossen Religionen gibt es verschiedene Definitionen von Gott. Es gibt Anhänger des persönlichen und des abstrakten Gottesbegriffes. Im Hinduismus wird Gott einerseits als umfassendes Brahman (kosmische Energie) verstanden, andererseits ist er in der Bhagavadgita aber auch ein handelndes Wesen. Als Krishna hat sich Gott auf der Erde inkarniert und den Indern den Weg der umfassenden Liebe (Karma-Yoga) geschenkt.

 

Bei Moses dominiert der abstrakte Gottesbegriff. In seiner zentralen Definition beschreibt Moses Gott mit den Worten: "Ich bin." Diese Worte verweisen auf Gott als glücklichen Seinszustand, den man in der Erleuchtung erfährt. In den Worten "Ich bin" ist der Hauptweg zur Erleuchtung enthalten. Der Mensch muss ein kosmisches Bewusstsein entwickeln. Dabei verliert er sein Ich-Bewusstsein (sein Ego). Er erfährt sich als reines Bewusstsein, als eins mit allem und kann von sich nur sagen: "Ich bin." Er kann nicht sagen : "Ich bin der... (Name)." Er identifiziert sich mit allem, empfindet sich persönlich als Nichts (Egolos) und seinen Bewusstseinszustand als Sein. Im Yoga spricht man vom Sat-Chid-Ananda, der Verbindung aus Sein-Einheitsbewusstsein-Glückseligkeit.

 

Von Gott kann man nur sagen, dass es gut ist, in Gott zu leben. Es ist besser, erleuchtet zu sein, als nicht erleuchtet zu sein. Zur Erleuchtung zu gelangen, ist der tiefere Sinn des Lebens. Wir sollten den spirituellen Weg finden, den wir persönlich langfristig erfolgreich gehen können. Eine große Hilfe auf dem Weg zu Gott sind die erleuchteten Meister. Wer keinen erleuchteten Meister hat, kann sich an den beiden Grundsätzen Wahrheit und Liebe orientieren. Wer konsequent in der Wahrheit und in der Liebe lebt, findet seinen Weg zu Gott. Er kommt eines Tages in einem Leben in Gott an. Dann wird er genau wissen, was Gott ist. Vorher sind alle Beschreibungen nur Annäherungen an ein Mysterium, dass man nur erfahren, aber nicht vollständig erklären kann.

 

Eine große Hilfe auf dem Weg zu Gott sind die heiligen Bücher der Menschheit. In allen großen Religionen wird der Weg zu Gott beschrieben. Alle heiligen Bücher der Menschheit bilden ein Ganzes. Der Unwissende sieht die Vielfalt und das Trennende. Der Wissende erkennt die Einheit und die gegenseitige Ergänzung. Die Menschen sind unterschiedlich. Für manche ist der Weg des Christentums hilfreich, für andere der Buddhismus, der Hinduismus, der Taoismus oder der Islam. Manche Menschen brauchen eine persönliche Gottesvorstellung und andere Menschen können mit einer abstrakten Gottesvorstellung mehr anfangen.

 

Das Zentrum aller Religionen ist der Weg zu Gott. Religionen können machtpolitisch missbraucht werden. Spirituelles Wissen kann dazu verwendet werden, das Ego zu erhöhen und Macht über seine Mitmenschen zu erlangen. Der richtige Weg ist es, das Ego durch spirituelle Übungen (Meditation, Gedankenarbeit) zu überwinden und durch die umfassende Liebe die Einheit aller Wesen zu erkennen.

Die fünf Suchenden

Fünf Menschen waren auf der Suche nach Gott: ein Atheist, ein Christ, ein Yogi, ein Moslem und ein Buddhist. Eines Tages trafen sich die fünf Suchenden am Fuß eines großen Berges. Der Gipfel des Berges erstrahlte in hellem Licht.

 

Der Atheist sagte: "Das ist die Sonne."
Der Christ erklärte: "Das ist Gott."
Der Moslem gab dem Licht den Namen Allah.
Der Buddhist hielt es für das Nirvana.
Der Yogi nannte es Brahman.

 

Die fünf Suchenden diskutierten lange über das Licht, das Glück und Gott.

  • Der Atheist bestand darauf, dass es keinen Gott gibt.
  • Der Buddhist pflichtete ihm bei.
  • Dem widersprachen der Moslem und der Christ auf das Heftigste.
  • Der Yogi überraschte seine Freunde mit der Feststellung: "Ein unerleuchteter Mensch kann diese Frage nicht beantworten. Wenn wir alle zur Erleuchtung gelangen, beantwortet sich die Frage von allein."

 

Die fünf Suchenden lernten ihre gegenseitigen Standpunkte kennen. Ihre Gespräch waren bereichernd und anregend für alle. Aber zu einem endgültigen Ergebnis kamen sie nicht. Sie beschlossen deshalb, den Berg zu besteigen und das Licht genau zu untersuchen. Und gleich brach ein Streit aus hinsichtlich des richtigen Weges zum Berggipfel. Es gab viele Wege, die den Berg hinauf führten. Da sie sich nicht auf eine Route einigen konnten, stieg ein jeder den von ihm gewählten Weg den Berg hinauf.

 

Als alle auf dem Berggipfel angekommen waren und sich wieder trafen, beschlossen sie, gemeinsam in das große Mysterium einzutreten. Sie nahmen sich bei der Hand und gingen in das Licht. Sie durchschritten eine große Dunkelheit und befanden sich plötzlich in Gott. Eine lange Zeit verweilten sie in Gott. Schließlich kehrten sie wieder in die Welt zurück.

 

In Gott waren alle sprachlos gewesen, doch auf dem Rückweg begannen ihre Gedanken wieder zu arbeiten. Aufgeregt berichteten sie sich gegenseitig von ihren Erfahrungen.

 

Der Yogi hatte Gott als Glück, der Christ als Liebe, der Buddhist als Frieden, der Moslem als Macht und der Atheist als Wahrheit erfahren. Der Moslem hatte das Wort "Allah", der Christ das Wort "Gott", der Buddhist den Begriff "Nirvana", der Yogi "Brahman" und der Atheist "Kosmos" erhalten. Wenn sie an ihr jeweiliges Wort dachten, konnten sie sich sogleich wieder in das Licht begeben. Das jeweilige Wort war ihr persönlicher Schlüssel zum Eintritt in das große Mysterium. Wer einmal Gott kennengelernt hat, kann sich mit der Kraft der Erinnerung und seinem persönlichen Schlüsselwort immer wieder in den illuminierten Zustand versetzen.

 

Jeder der Suchenden hielt sein Wort für das größte. Sie stritten sich über ihre Gebetsformeln und konnten sich auf der verbalen Ebene nicht einigen. Deshalb beschlossen sie, ihre Auseinandersetzungen zu beenden und sich lieber auf das gemeinsame Üben zu konzentrieren. Sie lebten viele Jahre nebeneinander am Fuße des Berges. Sie lasen in ihren heiligen Schriften, meditierten, beteten, pilgerten mitunter um den Berg und trafen sich einmal wöchtenlich zu einer gemeinsamen Feier.

 

Irgendwann gelangten alle in das dauerhafte Licht. Das große Licht verwandelte sie. Sie sahen das Licht in allen Wesen und in allen Dingen auf der Welt. Sie erkannten, dass sie alle Brüder und Schwestern sind. Sie erkannten, dass nur die Liebe, der Frieden und das Glück wichtig sind. Sie verließen ihren Berg, stiegen in die Täler der Welt hinab, wo die Menschen lebten und bauten eine glückliche Welt auf.

Zitate zum Thema Gott / God

Zitate allgemein

  • Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor. Uta Ranke-Heinemann (*1927) deutsche Theologin, Professorin für nichtkonfessionelle Religionsgeschichte, Autorin, Bild Zeitung, 7. Februar 1993

Zitate (engl.) allgemein

Personal avowals

  • I have not lost faith in God. I have moments of anger and protest. Sometimes I've been closer to him for that reason. Elie Wiesel (*1928) German-French Jewish writer, professor, political activist, Holocaust survivor, Peace Nobel Price laureate

 

Links zum Thema Gott / God

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks

Externe Weblinks (engl.)

  • Wikipedia entries God

Audio- und Videolinks

Audio- und Videolinks (engl.)

Movies (engl.)

  • Movie Oh, God!, YouTube film, 1977, posted 19. January 2010
    God appears as a kindly old man to Jerry, He tells Jerry that he has been selected to be His messenger to the modern world.
    • Oh, God, part 1 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 2 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 3 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 4 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 5 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 6 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 7 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God [Extension], part 7 of 9, 5:33 minutes duration, posted 11. June 2010
    • Oh, God, part 8 of 9, 10:00 minutes duration
    • Oh, God, part 9 of 9, 2:07 minutes duration, posted 20. January 2010

  • Jerry [John Denver]: What is the meaning of man's existence?
    God [George Burns]: Man and woman-persons, their existence means exactly and precisely not more, not one tiny bit less, just what they think it means and what I think doesn't count at all.
  • Jerry: Which of the world's religions is the closet to the divine truth?
    God: The divine truth is not in a building or a book or a story. [...] The heart is the temple wherein all truth resides.
  • Jerry: Is Jesus Christ the son of God?
    God: Jesus was my son. Buddha was my son. Mohammed, Moses, you, the man who said there was no room at the inn, was my son.
  • God: I came – to tell everybody I set the world up so it can work. Only it's up to you. You can't look to me to do it for you.
  • God: I'm a God of very few words – however hopeless, helpless, mixed up and scary it all gets, it can work. You find it hard to believe in me – maybe it would help you to know that I believe in you.
Quotes excerpted from the movie "Oh, God!", directed by Carl Reiner, 1977

Interne Links

Hawkins