Wiki / Gott
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In allen grossen Religionen gibt es verschiedene Definitionen von Gott. Es gibt Anhänger des persönlichen und des abstrakten Gottesbegriffes. Im Hinduismus wird Gott einerseits als umfassendes Brahman (kosmische Energie) verstanden, andererseits ist er in der Bhagavadgita aber auch ein handelndes Wesen. Als Krishna hat sich Gott auf der Erde inkarniert und den Indern den Weg der umfassenden Liebe (Karma-Yoga) geschenkt.
Bei Moses dominiert der abstrakte Gottesbegriff. In seiner zentralen Definition beschreibt Moses Gott mit den Worten: "Ich bin." Diese Worte verweisen auf Gott als glücklichen Seinszustand, den man in der Erleuchtung erfährt. In den Worten "Ich bin" ist der Hauptweg zur Erleuchtung enthalten. Der Mensch muss ein kosmisches Bewusstsein entwickeln. Dabei verliert er sein Ich-Bewusstsein (sein Ego). Er erfährt sich als reines Bewusstsein, als eins mit allem und kann von sich nur sagen: "Ich bin." Er kann nicht sagen : "Ich bin der... (Name)." Er identifiziert sich mit allem, empfindet sich persönlich als Nichts (Egolos) und seinen Bewusstseinszustand als Sein. Im Yoga spricht man vom Sat-Chid-Ananda, der Verbindung aus Sein-Einheitsbewusstsein-Glückseligkeit.
Von Gott kann man nur sagen, dass es gut ist, in Gott zu leben. Es ist besser, erleuchtet zu sein, als nicht erleuchtet zu sein. Zur Erleuchtung zu gelangen, ist der tiefere Sinn des Lebens. Wir sollten den spirituellen Weg finden, den wir persönlich langfristig erfolgreich gehen können. Eine große Hilfe auf dem Weg zu Gott sind die erleuchteten Meister. Wer keinen erleuchteten Meister hat, kann sich an den beiden Grundsätzen Wahrheit und Liebe orientieren. Wer konsequent in der Wahrheit und in der Liebe lebt, findet seinen Weg zu Gott. Er kommt eines Tages in einem Leben in Gott an. Dann wird er genau wissen, was Gott ist. Vorher sind alle Beschreibungen nur Annäherungen an ein Mysterium, dass man nur erfahren, aber nicht vollständig erklären kann.
Eine große Hilfe auf dem Weg zu Gott sind die heiligen Bücher der Menschheit. In allen großen Religionen wird der Weg zu Gott beschrieben. Alle heiligen Bücher der Menschheit bilden ein Ganzes. Der Unwissende sieht die Vielfalt und das Trennende. Der Wissende erkennt die Einheit und die gegenseitige Ergänzung. Die Menschen sind unterschiedlich. Für manche ist der Weg des Christentums hilfreich, für andere der Buddhismus, der Hinduismus, der Taoismus oder der Islam. Manche Menschen brauchen eine persönliche Gottesvorstellung und andere Menschen können mit einer abstrakten Gottesvorstellung mehr anfangen.
Das Zentrum aller Religionen ist der Weg zu Gott. Religionen können machtpolitisch missbraucht werden. Spirituelles Wissen kann dazu verwendet werden, das Ego zu erhöhen und Macht über seine Mitmenschen zu erlangen. Der richtige Weg ist es, das Ego durch spirituelle Übungen (Meditation, Gedankenarbeit) zu überwinden und durch die umfassende Liebe die Einheit aller Wesen zu erkennen.
Fünf Menschen waren auf der Suche nach Gott: ein Atheist, ein Christ, ein Yogi, ein Moslem und ein Buddhist. Eines Tages trafen sich die fünf Suchenden am Fuß eines großen Berges. Der Gipfel des Berges erstrahlte in hellem Licht.
Der Atheist sagte: "Das ist die Sonne."
Der Christ erklärte: "Das ist Gott."
Der Moslem gab dem Licht den Namen Allah.
Der Buddhist hielt es für das Nirvana.
Der Yogi nannte es Brahman.
Die fünf Suchenden diskutierten lange über das Licht, das Glück und Gott.
Die fünf Suchenden lernten ihre gegenseitigen Standpunkte kennen. Ihre Gespräch waren bereichernd und anregend für alle. Aber zu einem endgültigen Ergebnis kamen sie nicht. Sie beschlossen deshalb, den Berg zu besteigen und das Licht genau zu untersuchen. Und gleich brach ein Streit aus hinsichtlich des richtigen Weges zum Berggipfel. Es gab viele Wege, die den Berg hinauf führten. Da sie sich nicht auf eine Route einigen konnten, stieg ein jeder den von ihm gewählten Weg den Berg hinauf.
Als alle auf dem Berggipfel angekommen waren und sich wieder trafen, beschlossen sie, gemeinsam in das große Mysterium einzutreten. Sie nahmen sich bei der Hand und gingen in das Licht. Sie durchschritten eine große Dunkelheit und befanden sich plötzlich in Gott. Eine lange Zeit verweilten sie in Gott. Schließlich kehrten sie wieder in die Welt zurück.
In Gott waren alle sprachlos gewesen, doch auf dem Rückweg begannen ihre Gedanken wieder zu arbeiten. Aufgeregt berichteten sie sich gegenseitig von ihren Erfahrungen.
Der Yogi hatte Gott als Glück, der Christ als Liebe, der Buddhist als Frieden, der Moslem als Macht und der Atheist als Wahrheit erfahren. Der Moslem hatte das Wort "Allah", der Christ das Wort "Gott", der Buddhist den Begriff "Nirvana", der Yogi "Brahman" und der Atheist "Kosmos" erhalten. Wenn sie an ihr jeweiliges Wort dachten, konnten sie sich sogleich wieder in das Licht begeben. Das jeweilige Wort war ihr persönlicher Schlüssel zum Eintritt in das große Mysterium. Wer einmal Gott kennengelernt hat, kann sich mit der Kraft der Erinnerung und seinem persönlichen Schlüsselwort immer wieder in den illuminierten Zustand versetzen.
Jeder der Suchenden hielt sein Wort für das größte. Sie stritten sich über ihre Gebetsformeln und konnten sich auf der verbalen Ebene nicht einigen. Deshalb beschlossen sie, ihre Auseinandersetzungen zu beenden und sich lieber auf das gemeinsame Üben zu konzentrieren. Sie lebten viele Jahre nebeneinander am Fuße des Berges. Sie lasen in ihren heiligen Schriften, meditierten, beteten, pilgerten mitunter um den Berg und trafen sich einmal wöchtenlich zu einer gemeinsamen Feier.
Irgendwann gelangten alle in das dauerhafte Licht. Das große Licht verwandelte sie. Sie sahen das Licht in allen Wesen und in allen Dingen auf der Welt. Sie erkannten, dass sie alle Brüder und Schwestern sind. Sie erkannten, dass nur die Liebe, der Frieden und das Glück wichtig sind. Sie verließen ihren Berg, stiegen in die Täler der Welt hinab, wo die Menschen lebten und bauten eine glückliche Welt auf.
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Quotes excerpted from the movie "Oh, God!", directed by Carl Reiner, 1977
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