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2·2012


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Gottesbeweis

 

Der Weltpilger auf seinem Weg,
Maler: Cole Thomas (1846-48)


 

Gott ist durch die Erleuchtung zu beweisen

Gott ist durch die Tatsache der Erleuchtung zu beweisen. Wer erleuchtet ist, kann Gott sehen und spüren. Er lebt in Gott. Er sieht Gott als eine Art Licht, das die gesamte Welt durchdringt. Er fühlt Gott als Energie um sich herum und in sich. Er spürt Gott als inneres Glück, inneren Frieden und innere Kraft. Er erkennt, dass er sich in einer höheren Wahrheit befindet, die man auch als umfassende Liebe beschreiben kann.

 

Es gibt Millionen Zeugen auf der Welt für die Tatsache der Erleuchtung. Millionen Menschen in allen Kulturen und zu allen Zeiten haben die Erleuchtung erlangt. Es gab Erleuchtete bei den Schamanen der Frühzeit, den Germanen (Druiden), Indianern (Medizinmänner), in Afrika, Amerika, Australien, Asien und Europa. Sie alle haben die gleiche Erfahrung gemacht. Sie haben Gott nur mit anderen Worten beschrieben: Natur, Kosmos, Tao, Brahman, Nirvana, Manitu, Allah, Jahwe. Die bekanntesten Erleuchteten sind Jesus, Buddha, Moses, Laotse, Sokrates, Krishna und Patanjali. Auch in der heutigen Zeit leben viele erleuchtete Menschen auf der Welt.  Von amerikanischen Gehirnforschern gründlich untersucht wurde vor einigen Jahren Matthieu Ricard. Sie stellten bei ihm ein besonders großes inneres Glück, Gelassenheit, inneren Frieden und Mitgefühl fest.

 

Es gibt verschiedene Religionen auf der Welt. Jede echte Religion gründet sich auf einen Erleuchteten: Das Judentum auf Moses, das Christentum auf Jesus, der Buddhismus auf Buddha, der Hinduismus auf viele Erleuchtete. Religionen ohne einen erleuchteten Gründer sind keine echten Religionen (Scientology). Das Zentrum einer Religion ist die Erleuchtung. Religion will zur Erleuchtung hinführen.

Der psychologische und der physikalische Gottesbeweis

Es gibt den psychologischen und den physikalischen Gottesbeweisbeweis. Für den psychologischen Gottesbeweis reicht es aus, dass es die Erleuchtung psychisch gibt und dass ein Erleuchteter Gott sieht. Gott als transzendente Erfahrung ist bereits bewiesen. Es gibt viele erleuchtete Zeugen dafür.

 

Erleuchtung ist Psychologie. Erleuchtung ist ein Weg zur Erzeugung von innerem Glück. Auf dem Erleuchtungsweg wird das innere Glück durch systematische Gedankenarbeit und durch regelmäßige Meditation erzeugt. Man lebt gesund, denkt positiv und erhält dadurch ein glückliches Leben. Je weiter man sich spirituell entwickelt, um so größer und stabiler wird das innere Glück. Irgendwann gelangt man dann in die Erfahrung der Transzendenz. Man empfindet die Einheit des Komos. Man sieht Gott. Man hat eine Bewusstseinserfahrung, die viele als Gott bezeichnen. Man kann sie aber auch Tao, Nirvana oder Brahman nennen.

 

Der physikalische Gottesbeweis besagt, dass Gott nicht nur in einem Erleuchteten existiert, sondern auch eine äußere Realität ist. Um das zu beweisen, brauchen wir viele überzeugende Indizien. Die Physik nähert sich der Erkenntnis, dass es eine oder mehrere höhere Dimensionen in unserem Kosmos gibt (Stringtheorie). Der Quantenphysiker Professor Hans-Peter_Dürr geht davon aus, dass es ein höheres Informationsfeld gibt. Es gibt ein umfassendes Bewusstsein, das hinter dem materiellen Kosmos existiert. Das wäre dann Gott im Außen.

 

Nach der Erfahrung der Erleuchteten verbindet sich das Erleuchtungsbewusstsein mit dieser höheren Bewusstseinsdimension. Der Erleuchtete ist nicht nur besonders glücklich, er kann auch in dieser höheren kosmischen Dimension handeln. Er hat besondere Fähigkeiten, die über die Fähigkeiten normaler Menschen hinausgehen.1

Der dreifache Gottesbeweis

Im Christentum wird Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist definiert. Daraus ergibt sich der dreifache Gottesbeweis.

 

  1. Gott als Vater ist der Kosmos. Gott ist kosmische Energie. Nach Amit Goswami, Das bewusste Universum (1992) ist das Bewusstsein die höchste Form der Energie. Hier gibt es noch viel zu forschen. Es ist bereits erkennbar, dass sich moderne Atomphysik und Spiritualität immer mehr annähern.
  2. Gott als Sohn ist jeder Erleuchtete. Er verkörpert das Gottesbewusstsein. Die Tatsache der Erleuchtung ist wissenschaftlich gut zu beweisen. Man kann die Erleuchteten befragen und ihre besonderen Fähigkeiten messen.
  3. Gott als heiliger Geist ist die spirituelle Energie (Aura, Energiefeld), die ein dafür sensibler Mensch in sich und um sich herum spürt. Er spürt sie als eine Art Licht, Wasser, Kraft, Liebe, Frieden, Einheit und Glück. Der heilige Geist kann Verspannungen auflösen und (psychosomatische) Krankheiten heilen. Er kann die körperlichen Selbstheilungskräfte stärken. Er kann inneren Frieden, inneres Glück und Erleuchtung bewirken.

 

Den heiligen Geist kann man durch spirituelle Übungen erzeugen oder von erleuchteten Meistern (durch die Gnade Gottes) übertragen bekommen. Solange man das Gespür für die spirituelle Energie nicht besitzt, ist die Existenz Gottes emotional schwer nachvollziehbar. Was die spirituelle Energie genau ist, muss wissenschaftlich noch erforscht werden. Jedenfalls war sie bei den meisten Völkern der Welt zu allen Zeiten bekannt.

 

Die spirituelle Energie fühlt sich als heiliger Geist an, weil sie scheinbar aus einer ganz anderen Dimension zu uns kommt. Mit ihrer Energie können die Erleuchteten (fortgeschrittene spirituelle Menschen) handeln und uns helfen. In der Bibel wird beschrieben, wie Jesus zu Pfingsten den heiligen Geist auf seine Jünger ausschüttete. Er erfüllte seine Anhänger mit spiritueller Energie. Sie fühlten sich in sich glücklich, erstrahlten in einer Aura aus Licht und spürten kleine Energieflammen (Zungen) auf ihren Köpfen (Scheitelchakra).

Gott übersteigt das menschliche Fassungsvermögen

Atheist: Der Beweis Gottes wurde durch TMS (Transkranielle Magnetstimulation) erbracht. Der kanadische Neurologe Michael Persinger legte seinen Probanden Magnetfelder an, worauf hin diese angaben, "von Gott berührt gewoden zu sein". Gott ist somit erwiesenermaßen die Schöpfung bestimmter Hirnareale. Somit sind deine Zeugenbeweise nichts weiter als Autosuggestion.

 

Theist: Du machst in deiner Argumentation einen großen logischen Fehler, dem viele andere Hirnforscher auch verfallen sind. Wenn Gott vom Gehirn wahrgenommen werden kann (es sogar bestimmte Bereiche dafür gibt) bedeutet das nicht, dass Gott nur im Gehirn ist. Wenn das Gehirn einen Apfel durch Gedankenwellen abbildet, bedeutet das nicht, dass es außerhalb des Gehirns keinen realen Apfel gibt. Gott kann also gleichzeitig außerhalb des Gehirns existieren und es kann im Gehirn bestimmte Bereiche zur Wahrnehmung Gottes geben.

 

TMS bestätigt die Tatsache der Erleuchtung. Es gibt die Erleuchtung. Ein Erleuchteter sieht Gott. Erleuchtung ist also zumindest eine psychologische Tatsache. Als menschlicher Bewusstseinzustand ist Erleuchtung bereits jetzt eindeutig bewiesen. Die große Frage bleibt, ob Gott auch außerhalb des Gehirns real existiert, wie der oben angeführte Apfel. Dafür gibt es viele Indizien wie die Quantenphysik, die Ergebnisse der Gehirnforschung, übersinnliche Erfahrungen (zum Beispiel die Heilungen von Lourdes) und die Aussagen der Erleuchteten.

 

Ein Gottesbeweis ist eine schwierige Angelegenheit. Man kann es kaum einem anderen Menschen recht machen. Viele Christen erklären, Gott braucht man nicht zu beweisen. Es reicht, dass es in der Bibel steht. Die Atheisten verlangen normalerweise mehr und bessere Beweise. Was man auch vorlegt, sie sind nie zufrieden. Und drittens entwickelt sich die Wissenschaft ständig weiter. Was heute eine gesicherte Erkenntnis ist, ist morgen bereits der Schnee von gestern.

 

Die Diskussionen auf allen für den Gottesbeweis wichtigen Gebieten befinden sich stark im Fluss. Ständig können neue Erkenntnisse auftauchen. Auch die Bewertung der Forschungsergebnisse ist äußerst schwierig. Viele Ansichten sind möglich. Und das ist auch gut so. Gott übersteigt grundsätzlich das menschliche Fassungsvermögen. Es kann deshalb immer nur Indizienbeweise geben, die einer Bewertung bedürfen. Und Bewertungen unterliegen dem Prinzip der freien Beweiswürdigung. Jeder darf sich seine eigene Meinung bilden.

Zitate zum Thema Gottesbeweis / Existence of God

Zitate allgemein

  • Gott ist so groß, dass er es wohl wert ist, ihn sein Leben lang zu suchen. Teresa von Ávila [BW 715] (1515-1582) spanische Mystikerin, katholische Missionarin

 

  • Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Primär existiert nur das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Bewusstsein (kosmischer Geist) nennen. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Viele Erscheinungen der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieses Informationsfeld keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert. Interview mit Professor Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik, München, Am Anfang war der Quantengeist, P.M. Magazin, Holger Fuß, Mai 2007

 

  • Frage: Glauben Sie an ein Jenseits? Gibt es eine Existenz nach dem Tode?
    Antwort: Was wir Diesseits nennen, ist ja eigentlich die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte [Gehirn] beschrieben habe, sondern immer auch etwas in den geistigen Quantenfeldern [Seele, körperunabhängigen Bewusstsein] abgespeichert habe, dann geht das ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In dem Maße bin ich unsterblich. Interview mit Professor Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik, München, Am Anfang war der Quantengeist, P.M. Magazin, Holger Fuß, Mai 2007

 

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Der italienische Theologe und mittelalterliche Philosoph Anselm von Canterbury (1033/34-1109) stellte den ontologischen Gottesbeweis auf.

  • Da Gott die größte aller möglichen Vorstellungen ist, ist es nicht möglich, dass er nicht existiert. Richard David Precht (*1964) deutscher Philosoph, Publizist, Wer bin ich. Und wenn ja, wieviele?, Kapitelüberschrift "Ulm. Ein Winterabend im 30-jährigen Krieg. Woher weiß ich, wer ich bin?", S. 279, Goldmann Verlag, September 2007

Zitate allgemein (engl.)


The percentage of religious people in USA, status 2001

Englische Texte – English section on Existence * Proof of God

Y

 

Links zum Thema Gottesbeweis / Proof of God

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks


Externe Weblinks (engl.)


Audio- und Videolinks

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Interne Links

Hawkins

 

 

1 Dr. Mitchell Levy, Der Tod des 16. Karmapas, Buddhismus Heute, Nr. 37, 2004