SpiritualWiki

Wiki / Mythologien

Wiki-Menu:  

2·2012


Hawkins-Menu:


 

Mythos  ❄  Mythologien  ❄  Mystik

 

 

Herbstverfärbung der Rotbuchenblätter


 

Zitate zum Thema Mythos und Mythologien / Myths and mythologies

Zitate über Mythos, Mythologie und Deutungen

  • Mythos ist die geheime Öffnung, durch welche die Energien des Kosmos in die menschliche kulturelle Manifestation strömen. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US-amerikanischer Mythologe, vergleichender Religionswissenschaftler, Autor, Der Heros in tausend Gestalten, S. 36, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999

 


Lichtenberg-Figur ◊ Elektrische Entladung
  • Ein mythisches Symbol bezieht sich nicht auf etwas Bekanntes oder auf rationale Weise Erkennbares. Es bezieht sich auf eine spirituelle Kraft, die im Leben wirksam ist, und nur durch ihre Wirkung bekannt ist. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US-amerikanischer Mythologe, vergleichender Religionswissenschaftler, Autor, The Way of Myth, Shambhala, editierte Ausgabe 22. November 1994

 

  • Was der Mythos für Sie leistet, besteht darin, über die phänomenale Welt hinweg auf das Transzendente zu verweisen. Eine mythische Figur ist wie ein Kompass, mit einem Bein im Feld der Zeit, und mit dem anderen im Ewigen. Das Bild eines Gottes mag aussehen wie eine menschliche oder tierische Gestalt, aber es bezieht sich auf etwas, das diese durchdringt. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US-amerikanischer Mythologe, vergleichender Religionswissenschaftler, Autor, Pathways To Bliss, ReadHowYouWant, Große Ausgabe 16. Mai 2012

 

  • Die nächste Mythologie lässt sich ebensowenig wie der Traum der kommenden Nacht vorhersagen, denn eine Mythologie ist keine Ideologie. Sie wird nicht vom Gehirn entworfen, sondern vom Herzen erfahren. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US-amerikanischer Mythologe, vergleichender Religionswissenschaftler, Autor, Quelle unbekannt

 

  • Mythos heißt eine erzählende Rede. Logos ist demgegenüber eine begriffliche, erklärende, lehrhafte Rede. In den ältesten Zeiten hatte die mythische Rede den Vorrang: die Menschen deuteten die Welt und ihr eigenes Leben in symbolischen Bildern und Geschichten. Darin gab es keine Definitionen, keine Formeln und Lehrsätze. Dafür sprachen diese Geschichten die Seele an; ihre Bilder verschmolzen mit den Träumen der Menschen. Symbole, die noch keine "Erklärungen" suchten, gaben den Wünschen, Freuden und Ängsten der Menschen Ausdruck. Hubert Halbfas, Religionsbuch für das siebte und achte Schuljahr S. 154f, Patmos

 

(↓)

Zur allegorischen Methode

  • Der Ursprung der allegorischen Methode ist in der Auslegung (Exegese) der Schriften des Homer (um 800 v. Chr.), Ilias und Odyssee, etwa seit dem 6. Jht. v. Chr. zu suchen. Zu dieser Zeit entstanden Unverständnis und immer heftigere Kritik am Polytheismus und dem teilweise unmoralischem Verhalten der in Homers Heldenepen beschriebenen Götter. Apologetisch wurde dem nun entgegnet, die wahre Aussage Homers, sei nicht die im bloßen Wortsinn erkennbare, sondern sei vielmehr im Text verborgen, und nur dem Kundigen offenbar. Allegorese, Ruhr-Universität-Bochum

 

(↓)

Deutung des Mythos

  • Wenn ein Mensch den Mythos zu erschließen vermag, so ist er auf diesem Gebiete ein Künstler. Nicht sein sterblicher Teil liest ja die Geheimnisse des Mythos, sondern seine kosmische Natur – sein geistig-seelischer Wesenskern – erlebt sie. Als geisterhöhter Mensch (– als ein Schauender –) verleiht er dem Gegenwärtigen Sinn und Berechtigung durch das Gewesene. Im geisterhöhten Menschen – im Seher, im Künstler, im neuen Helden – gibt sich eine ewige Macht kund. Er gibt in seinem Werke Maße des Alls, das er auf seinem Weltengange als Individualität gleichsam abgeschritten hat. Er schafft mit Weltmaßen, er verwirklicht Weltmaße im Stoffe. Durch ihn fließt eine erlösende Kraft in die zerrissene Zeit machtvoll ein. Nicht wir dürfen daher ihm sagen – er selbst hat zu sagen, wer und was er ist. Und wenn wir ihn so in seinen übersinnlichen Erlebnissen aufsuchen, machen wir uns nicht der Vergötterung und des Personenkultus schuldig, sondern wir beweisen nur, dass wir ihn recht verstehen. Unbekannter Autor

Zitate allgemein

  • Die Hermetik ist die älteste Universalreligion. Tatsächlich ist sie die Synthese der Religion, der Philosophie und der Wissenschaft, und in dieser Konstruktion die Analogie der Einheit der physischen, astralen und mentalen Ebene, der einwesentlichen großen Dreifaltigkeit. Da sich seither die drei getrennt haben und die Philosophie ein völlig ungangbarer Weg geworden ist, ist heutzutage auch die Hermetik zum Großteil ein unbekannter Weg. Hier ist dasselbe geschehen wie bei der Konzentration – Meditation – Kontemplation. Die Konzentration entspricht der Wissenschaft, die Meditation der Religion, die Kontemplation der Philosophie. Für diese voneinander getrennten Gebiete fehlt die Synthese vorerst noch. Maria Szepes (1908-2007) ungarische Autorin, W. Charon, Die geheimen Lehren des Abendlandes. Academia Occulta, 1994, Orbis, genehmigte Sonderausgabe 2001

 


Große Salzfläche der Anden,
Cono de Arita, Salar de Arizaro, Nordwesten von Argentinien
  • Die Hermetik kennt sieben Schöpfungsprinzipien, sieben kosmische Ideen. Diese Prinzipien sind in den Planeten-Signaturen und bei den Ritualen der exoterischen beziehungsweise griechischen Religion in den Symbolen der sieben Planeten des Sonnensystems enthalten. Doch die Sonne, der Mond, die Planeten Venus, Merkur, Mars, Saturn und Jupiter sind nur objektivierende Formen, Symbole der sich in ihnen verkörpernden spirituellen Energien.
    Die sieben Kräfte und die sieben Ideen, welche die sieben griechischen Gottheiten symbolisieren, sind auch ohne die Planeten vorhanden und wirken ewig in der sichtbaren Welt.
    Die »Planeten« kreisen auch im menschlichen Körper, das heißt, die sieben Schöpfungsprinzipien, aus denen das ganze All aufgebaut ist, sind auch Bestandteile des menschlichen Körpers und des menschlichen Geistes. Dies ist in einem weitaus tieferen Sinn wahr, als die Lehre der modernen Wissenschaft, dass der menschliche Körper das Weltall von Myriaden Galaxien und Sonnensystemen ist.
    Die sieben Schöpfungsprinzipien bergen auch die Entwicklungsgeschichte der Seele, der Physis und des gesamten Makrokosmos in sich: Der stufenweisen Entwicklung der Ordnung der Eigenschaften und Dinge seit Beginn der Zeiten folgend, wiederholen der menschliche Körper und überhaupt alle Lebewesen des gegenwärtigen Weltenalls in der Erscheinung der umfassenden Kosmogenese all das, was seit Anbeginn der Welt geschehen ist.
    Die Kosmogenese ist nun aber ein Analogon der Philogenese. In deren wunderbarem Schauspiel durchlebt das Individuum in seinem Embryonalstadium gewissermaßen all jene Entwicklungsetappen, die seine Ahnen über Jahrmillionen hinter sich gebracht haben. Der gleiche Vorgang wiederholt sich in den andersartigen Dimensionen der Mentalebene. Der individuelle Geist durchlebt und wiederholt während der Entwicklungszeit eines einzigen Erdenlebens in der Kosmogenese die gesamte kosmische Entwicklung des Geistes überhaupt. Die einzelnen Phasen sind mit Hilfe des Schlüssels der hermetischen Analogie deutlich erkennbar. Maria Szepes (1908-2007) ungarische Autorin, W. Charon, Die geheimen Lehren des Abendlandes. Academia Occulta, 1994, Orbis, genehmigte Sonderausgabe 2001

General quotes

Conclusions

 

  • Perhaps the greatest myth being purveyed, is that myths are just myths. Michael Tsarion, Irish macrohistorian, symbolist, sidereal astrologer, mythologist, occultist, conspiracy theorist, public speaker, author, Michael Tsarion Collection on the Occult, Angels at Work Publishing, Santa Clara, California, 1st edition August 2002

 

  • Go to the bottom of the soul and you will find the world. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, founder of a new school of depth psychology

 

 

(↓)

Myth as a projection of the collective unconscious.

 

  • Mythic imagination can break the spell of time and open us to a level of life that remains timeless. Myth is not about what happened in past times; myth is about what happens to people of all the time. Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, Facebook comment, 17. May 2017

 

  • Myths are public dreams. Dreams are private myths. By finding your own dream and following it through, it will lead you to the myth world in which you live. The passage is from dream, to vision, to the gods [...] and they are you. All the gods, all the hells, all the heavens are within you. The God is in YOU. It is not something that happened somewhere else a long time ago. It's in you. This is the truth of Truths. This is what the gods and myths are all about. So find them in yourself and take them into yourself and you will be awakened in your mythology and in your life. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, The Vitality of Myth, 15 Lecture I.1.5, recorded 1974, released (cassette)1996 and (CD) 2002

 


Tree with apotropaion eyes, Pigeon Valley
near Uçhisar, Cappadocia, Turkey, January 2008
  • Myth makes a connection between our waking consciousness and the mystery of the universe. It gives us a map or picture of the universe and allows us to see ourselves in relationship to nature, as when we speak of Father Sky and Mother Earth. It supports and validates a certain social and moral order.
    The Ten Commandments being given to Moses by God on Mount Sinai is an example of this. Lastly, it helps us pass through and deal with the various stages of life from birth to death. The first function of mythology is to sanctify the place you are in. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, Reflections on the Art of Living, Harper Perennial, 12. May 1995

 

  • There are of course differences between the numerous mythologies and religions of mankind, but this is a book about similarities. And once these mythologies of human and collective development, focused on the hero, are understood, the differences will be found to be much less great than is popularly and politically supposed. My hope is that a comparative elucidation of these mythological stories, which have endured for thousands of years, may contribute to those forces that are working in the present world for unification, not in the name of some Ecclesiastical or political empire, but in the sense of human mutual understanding. As we are told in the [Vedas ?], truth is one. The sages speak of it by many names. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, The Hero with a Thousand Faces, Princeton University Press, 1949 and 1968, 3rd edition compiled by the Joe Campbell Foundation, July 2008

 

  • For, as a broad view of the field [of mythology] immediately shows, in every well-established culture realm to which a new system of thought and civilization comes, it is received creatively, not inertly. A sensitive, complex process of selection, adaptation, and development brings the new forms into contact with their approximate analogues or homologues in the native inheritance, and in certain instances – notably in Egypt, Crete, the Indus valley, and a little later, the Far East – prodigious forces of indigenous productivity are released in native style, but on the level of the new stage. In other words, although its culture stage at any given period may be shown to have been derived, as an effect of alien influences, the particular style of each of the great domains can no less surely be shown to be indigenous. And so it is that a scholar largely concerned with native forms will tend to argue for local, stylistic originality, whereas one attentive rather to the broadly flung evidence of diffused techniques, artifacts, and mythological motifs will be inclined to lime out a single culture history of mankind, characterized by well-defined general stages, though rendered by way of no less well-defined local styles.
    1. It is one thing to analyze the genesis and subsequent diffusion of the fundamental heritage of all high civilizations whatsoever;
    2. another to mark the genesis, maturation, and demise of the several local mythological styles;
    3. and a third to measure the force of each local style in the context of the unitary history of mankind.
A total science of mythology must give attention, as far as possible, to all three. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, Creative Mythology. The Masks of God, Volume 4, Oriental mythology, S. 48, Penguin Books, New York, paperback 1. January 1991

 

Two major ways of misunderstanding myth
"Well there are only two ways of misunderstanding a myth and our civilisation has managed to do both.
One is to think that the myth refers to a geographical or historical factJesus rose from the dead, Moses got the law at the top of the mountain, that sort of thing.The other is to think that the myth refers to a supernatural fact or to an actual event that is going to happen in the future – the resurrection of Jesus, or the second coming.
Our whole religious tradition is based upon these two misunderstandings.
One, the misunderstanding of myth as a reference to historical facts;the other misunderstanding myth as reference to spiritual facts either of something that is somewhere invisible, or something that is going to happen sometime in the future.
It is a terrible tragedy. These misunderstandings of our myth have caused us to loose the vocabulary of the spirit.
Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, The Way of Myth, Shambhala, edited edition 22. November 1994

 

 

  • [T]he function of a mythic belief system is to tell stories that eliminate the uncanny, the absurd, the bizarre and the dissonant from our self-understanding, with the all too human dream of a final pattern that makes everything make sense.
    There is, however, another kind of story that functions in a way that is radically otherwise to a mythic belief-system: a parable – a paradox formed into story (e.g. Jesus). This different kind of story doesn't so much bring about a reconciliation of opposites as it derails the very edifice of one's social, political and religious landscape.
    Simply put, if myth is the agent of order and stability, a parable (poetics of paradox) is the agent of rupture, disequilibrium and (hopefully) transformation. These paradoxes can are consistently found at the heart of the parables and short stories of the historical Jesus, and they are always a somewhat unnerving experience. You can usually recognize a paradox because your immediate reaction will be something along the lines of "I don’t know what you mean by that story but I’m certain I don’t like it." John Dominic Crossan (*1934) Irish US American religious scholar, former Catholic priest, co-founder of Jesus Seminar, premier historical Jesus scholar in the world, expert on biblical archaeology, anthropology, the New Testament, researcher into the historical Jesus of Nazareth, The Dark Interval. Towards a Theology of Story, Polebridge Press, 1. October 1994

 

  • Human beings must have an epic, a sublime account of how the world was created and how humanity became part of it [...]. Religious epics satisfy another primal need. They confirm we are part of something greater than ourselves [...]. The way to achieve our epic that unites human spirituality, instead of cleave it, is to compose it from the best empirical knowledge that science and history can provide. E. O. Wilson (*1929) US American biologist, researcher on sociobiology, biodiversity, island biogeography, theorist of consilience and biophilia, naturalist, conservationist, author, cited in: Loyal D. Rue, Everybody's Story. Wising Up to the Epic of Evolution, Foreword, S. ix-x, SUNY Press, 1999

 

  • Perhaps the greatest myth being purveyed, is that myths are just myths. Michael Tsarion, Irish macrohistorian, symbolist, sidereal astrologer, mythologist, occultist, conspiracy theorist, public speaker, author, ''Angels at Work Publishing’', Santa Clara, California, 1st edition August 2002  

Literary quotes

  • What’s Truer than Truth? – The Story. Isabelle Allende (*1942) Chilean American writer of the "magic realist" tradition, source unknown

 

  • Is there anything truer than truth? Yes, Legend. Nikos Kazantzakis (1883-1957) influential Greek writer, source unknown

Isis and Osiris myth in Ancient Egypt

Set, the arch rival of Osiris, cast Osiris into the Nile River in a sarcophagus only to later find him and cut him into 14 sections.
Isis, Osiris' counterpart, went to retrieve the missing pieces but only recovered 13 out of the 14 pieces. The missing piece was said to have been eaten by a fish in the Nile River. Isis then fashioned a phallus out of gold to help resurrect Osiris, who was reborn and became lord of the afterlife.

Prince Lindworm

"In the story of the Lindworm, it is not the king or the queen, nor a heroic knight on a white charger, who finally draw the serpent’s threat like poison from a wound.


Lindworm
Wingless bipedal dragon, British heraldry

It is a young woman from the margin of the woods, who brings new weapons, and new cunning, into the court, and does the job which the owners of the kingdom had no idea how to do. But she does not kill the serpent. Instead, she reveals its true nature, and in doing so she changes it and everything around it. She forces the court to confront its past, and as a result, the serpent is enfolded again back into the kingdom." [*]

 

"And so this went on until nine Lindworm skins were lying on the floor, each of them covered with a snow-white shift. And there was nothing left of the Lindworm but a huge thick mass, most horrible to see. Then the girl seized the whips, dipped them in the lye, and whipped him as hard as ever she could. Next, she bathed him all over in the fresh milk. Lastly, she dragged him on to the bed and put her arms round him. And she fell fast asleep that very moment.
Next morning very early, the King and the courtiers came and peeped in through the keyhole. They wanted to know what had become of the girl, but none of them dared enter the room. However, in the end, growing bolder, they opened the door a tiny bit. And there they saw the girl, all fresh and rosy, and beside her lay – no Lindworm, but the handsomest prince that any one could wish to see."  [**]

 

Source: ► [*] Article 2016: year of the serpent, presented by The Dark Mountain Project, Paul Kingsnorth, 13. December 2016
References:
► [**] Article Prince Lindworm. Norwegian Folktale, presented by World of Tales, undated
► Article The Lindworm, presented by The Paris Review, Sadie Stein, 22. May 2015
Reference: en.Wikipedia entry Lindworm

 

Links zum Thema Mythos und Mythologien / Myths and mythologies

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks

External web links (engl.)


Audio- und Videolinks

Audio and video links (engl.)

On the power of myth

 

Interne Links

Hawkins

 

 
Letzte Bearbeitung:
18.05.2017 um 00:20 Uhr

Page generated in 1,026 seconds.