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Paracelsus Arzt, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Philosoph, Laientheologe
Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim

*10. November 1493 in Einsiedeln, Schweiz
24. September 1541 † in Salzburg, Österreich

 

 

Paracelsus-Denkmal, Beratzhausen, Oberpfalz


 

Biografie von Paracelsus

Kindheit und Jugend (1493-1507)


Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus

Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, der sich später Paracelsus nennt, wird in den Wintermonaten des Jahres 1493 geboren als Sohn des Wilhelm Bombast von Hohenheim, dem illegitimen Sohn eines schwäbischen Adligen, und einer uns unbekannten Mutter, einer Leibeigenen des Klosters Einsiedeln. Diese ungewöhnliche Verbindung eines wenn auch illegitimen Adeligen und einer Leibeigenen machte Paracelsus schon von Geburt an zum Außenseiter, da er sich keinem Stand wirklich zugehörig fühlen konnte.

 

Drei wesentliche Einflüsse prägten die Jugend des Paracelsus:

  • Die gewaltige Natur und die Berge um Einsiedeln ließen ihn die Einbindung des Menschen in die Naturkräfte erleben.
  • Der Ort Einsiedeln ist eine Pilgerstation auf dem Jakobsweg. Zur Zeit des Paracelsus empfing Einsiedeln jährlich bis zu 200'000 Pilger, die auf dem Weg nach Spanien waren; so hatte Paracelsus früh die Gelegenheit, Menschen aus aller Herren Länder kennen zu lernen.
  • Der Vater von Paracelsus war Arzt von Beruf; es ist anzunehmen, dass Wilhelm Bombast von Hohenheim seinen Sohn regelmäßig auf Krankenvisiten mitnahm, wodurch Paracelsus von frühester Jugend einen lebendigen Einblick in menschliches Leid und die Segen und Herausforderungen der ärztlichen Arbeit erhielt.

Erster Umzug ins Ausland (1502)

Um 1502 lassen sich Wilhelm und sein Sohn im Kärntner Städtchen Villach nieder. Von der Mutter sind seither keine Dokumente überliefert; möglicherweise wurde der Umzug nach Villach durch den Tod der Mutter motiviert, und/oder durch wirtschaftliche Gründe. Der Vater wird bis zu seinem Tod in Villach leben bleiben.

Studium (1507-1515)

Paracelsus verlässt Villach, um Medizin zu studieren – in verschiedenen deutschen Städten wie Tübingen, Heidelberg, Mainz, Frankfurt und Köln, wo er allerdings mit der Qualität der Lehre unzufrieden ist:

Eine große Schande ist es doch, dass die hohen Schulen solche Ärzte machen, die es nur dem Scheine nach sind; geben einem Kerl den roten Mantel, das rote Barrett und der Welt einen viereckigen Narren, der bloß fähig ist, die Kirchhöfe aufzufüllen.

 

1515 beendet er sein Studium im italienischen Ferrara und promoviert mit zweiundzwanzig Jahren zum "Doktor beider Arzneien", der inneren Medizin und der Chirurgie, was ihm das Recht verleiht, den roten Talar als Zeichen seiner Doktorwürde tragen zu dürfen; Diplome wurden damals keine vergeben.

Lehr- und Wanderjahre (1515-1524)

Der frischgebackene Doktor der Medizin macht sich auf zu einer großen Wanderung quer durch Europa gemaß der Tradition der Handwerksburschen, die nach abgeschlossener Lehre auf die Walz gehen, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

 

Auch wenn die Reiseroute heute nicht mehr gesichert rekonstruiert werden kann, da nicht viele Dokumente zur Verfügung stehen, so kann man doch davon ausgehen, dass Paracelsus fast ganz Europa bereist hat: Von Italien gelangt er über Südfrankreich nach Spanien, nach einem Abstecher mit einem Heerzug nach Nordafrika geht es in den Norden nach Portugal, Paris, England, Schottland, dann nach Dänemark und Schweden bis Moskau. Moskau wird vom Reitervolk der Tataren angegriffen, in deren Gefangenschaft Paracelsus gerät; er kann aber flüchten, über den Balkan nach Süden, wo er Ägypten besucht und nach Jerusalem pilgert. Nach dieser zwölfjährigen Reise kehrt er zurück nach Villach, um seinen verehrten Vater zu besuchen.

 

Auf seinen Reisen sammelt Paracelsus aus allen ihm erreichbaren Quellen ein vielfältiges und profundes Wissen über die europäische Medizin seiner Zeit: Nicht allein bei den Doktoren, sondern auch bei den Scherern, Badern, gelernten Ärzten, Weibern, Schwarzkünstlern, so sich dess' pflegen, bei den Alchemisten, bei den Klöstern, bei den Edlen und Unedlen, bei den Gescheiten und Einfältigen.

 

Es ist möglich, dass er in Portugal, damals das Zentrum von Entdeckerfahrten und Handelshafen in die Neue und Alte Welt, mit nordamerikanischen Indianern in Kontakt kam, auch mit Afrikanern und mit Indern, deren ausgeklügeltes medizinische Systeme ihn interessiert haben dürfte. Auf drei Heerzügen während seiner Reisen wurde er mit all dem Elend des Krieges konfrontiert und ein Experte in Wundbehandlung und Chirurgie, was ihn zu einem dezidierten Kriegsgegner werden ließ. Gerüchten zufolge lernte er während seines Aufenthalts in Ägypten geheim gehaltene magische Rituale.

Karriere – Stationen (1524-1528)

Salzburg: Nach langer Wanderzeit schien Paracelsus, nun etwas über dreißig Jahre alt, das Bedürfnis nach Sesshaftigkeit zu verspüren. So ließ er sich 1524 in Salzburg nieder, wo er allerdings bald in Konflikt mit der Obrigkeit und vor allem dem Klerus kam, da er mit den aufständischen Bauern sympathisierte und die Kirche heftig angriff, wie er selbst in einer Kampfschrift jener Zeit schreibt:

So ich etwan und etliche Male in Tabernen, Krügen und Wirtshäusern wider das unnütze Kirchengehen, üppige Feiern, vergebene Beten und Fasten, Almosengeben, Opfern, Zehnten, Leibfall, Dreißigsten, Jahrzeit, Beichten, Sakrament nehmen und alle andere dergleichen priesterliche Gebot und Aufenthaltung geredet habe.

Er musste aus Salzburg fliehen.

 

Straßburg: Nachher kommt er nach Straßburg, wo er das Bürgerrecht erwirbt, ein Haus kauft und der angesehenen Zunft "zur Lutzernen" beitritt. Er findet die Zeit, unter anderem sein Werk über die drei Grundprinzipien Sal, Sulphur und Mercurius, sowie die Schriften »de spiritu vitae« (über den Lebensgeist), »de mineralibus« (über die Mineralien) und »liber de longa vita« (Buch über das lange Leben) zu schreiben. Doch auch in Straßburg eckt er an; hier wegen seiner ungewöhnlichen medizinischen Methoden, die viel umfassender und vielfältiger waren als die an den Hochschulen gelehrten Methoden. Wohl in der Absicht, ihn bloßzustellen, wurde Paracelsus zu einer öffentlichen anatomischen Demonstration an einer Leiche aufgefordert, wo ihm seine Straßburger Kollegen – Spezialisten der Anatomie – seine Wissenslücken unter die Nase rieben. Eine zusätzliche Demütigung dürfte seine stammlete Zunge %klein gewesen sein; im Zustand der Erregung nahm Paracelsus' Sprachfehler überhand, und es gelang ihm nicht, sich mündlich auszudrücken.

 

Basel: Im Jahr 1527 nahm Paracelsus den Ruf nach Basel an, wo ihm eine Stellung als Stadtarzt und Dozent der Medizin an der Universität angeboten wurde. Es ist der äußere Höhepunkt seiner Karriere und die wohl am stichhaltigsten dokumentierte Zeit seines Lebens.
Carl Gustav Jung bezeichnete in seinem Paracelsus-Aufsatz die Berufung als
"einen jener historischen Fälle von Unvoreingenommenheit, die im Laufe der Jahrhunderte [in Basel] sich gelegentlich wiederholten, wie die Berufung des Jünglings Nietzsche beweist" ,
➤ während Rudolf Steiner diese Berufung
"gleichsam wie durch einen Irrtum" erfolgt schien.

 

Als Dozent revolutionierte Paracelsus den Medizinunterricht, und nach kurzer Zeit erhöhte sich die Zahl der Medizinstudenten von 5 auf 31:

  • Er lehrte als erster Dozent in deutscher Sprache, was ihm den Übernamen "Lutherus medicorum" eintrug; einerseits, weil ihm die lateinische Sprache offenbar nicht die Ausdrucksmöglichkeiten bot, die er brauchte, andererseits, weil es ihm ein Anliegen war, die Medizin zu popularisieren und so viel medizinisches Wissen wie möglich so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Dieser soziale, christliche Aspekt zieht sich durch sein ganzes Leben hindurch.
  • Er bot einen praxisnahen Unterricht, nicht nur im Schulzimmer, sondern auch auf zahlreichen Kräuterexkursionen in der Umgebung von Basel.
  • Er demonstrierte seine Unabhängigkeit von den alten Autoritäten Galen und Avicenna, indem er zu Johannis die klassischen Lehrbücher jener Autoritäten ins Johannisfeuer warf und verbrannte.

 

In seiner Funktion als Stadtarzt oblag Paracelsus auch die Oberaufsicht über die Apotheken, deren Praktiken er heftig kritisierte. Es war zu jener Zeit nicht ungewöhnlich, dass Ärzte gleichzeitig Apotheker waren, und ihren Patienten in zahlreichen Fällen sehr umfangreiche, vielfach aus mehreren Dutzend Zutaten bestehende Rezepturen aus exotischen Ingredienzien verschreiben, die sie dann für teures Geld gleich selbst verkauften.

 

Die Situation wurde kritisch für Paracelsus. Als dann noch ein Rechtsstreit um ein unbeglichenes Honorar eines Patienten entstand, musste er im Frühjahr 1528 Hals über Kopf fliehen und seine ganze Habe zurück lassen.

Fortsetzung der Wanderung (1528-1532)

Nach dieser Episode schien Paracelsus die Idee der Sesshaftigkeit immer mehr aufgegeben zu haben. Er bezeichnete die Ereignisse in Basel als eine entscheidende Wende seines Lebens, durch die alle Hoffnung auf ein gewöhnliches, angepasstes Leben als Sesshafter zunichte gemacht wurde.
Er mit seinem raubeinigen Charakter und seinen unorthodoxen medizinischen und philosophischen Vorstellungen konnte nicht darauf hoffen, zu seiner Zeit auf breiter Basis akzeptiert zu werden; auch wenn seine Patienten ihn liebten und verehrten und er sich einen Ruf als legendärer Wunderdoktor erworben hatte, so blieb der Beifall der Fachwelt aus.

 


Wunderbare Errettung eines ertrunkenen Knaben aus Bregenz
Albrecht Dürer (1471-1528) deutscher Maler, Grafiker,  ~1490-1493

Er reiste von Basel durch das Elsass, wo er gemäß Aussage seines Basler Famulus Oporinus "wie ein Äskulap verehrt wurde", und kam nach einer längeren Reise in Nürnberg an, einem Zentrum der Buchdruckerkunst, wo er einige seiner Bücher zu veröffentlichen hoffte. Tatsächlich wurden dort zwei seiner Schriften über die Syphilis gedruckt, worin er die herkömmlichen Behandlungsmethoden (Quecksilberkur, Arsenlösungen um Geschwüre auszuwaschen, Hunger- und Schwitzkuren) heftig angriff und seine eigenen Ideen darstellte.

 

Er verließ Nürnberg um 1529 und ließ bei seinem Drucker eine dritte Schrift über Syphilis zurück, in der Annahme, sie würde ebenfalls gedruckt und fände gute Aufnahme. Kurz danach schon erreichte ihn die schlechte Nachricht, dass sein Buch nicht gedruckt werde, in dem er den Gebrauch des exotischen südamerikanischen Guajakholzes als unwirksam für die Behandlung der Syphilis kritisierte. Durch diesen Text geriet er in Konflikt mit den Fuggern, dem damals bedeutendsten Handelshaus Europas, das ganze Schiffsladungen von Guajakholz importierte und damit bedeutende Gewinne machte. Zu alledem bedeutete das Verbot dieses Buches auch noch, dass für seine medizinischen Schriften im ganzen deutschen Reich ein Druckverbot gelte, denn der Nürnberger Senat fungierte als Zensurbehörde für das ganze Reich.

 

1531 traf er in St. Gallen ein, wo er auf die Unterstützung des Bürgermeisters, Reformators und Humanisten Joachim von Watt, genannt Vadianus, hoffte; möglicherweise nahm Paracelsus an, dass Vadianus, selbst Arzt von Beruf, ihn unterstützen würde. So beendete Paracelsus in St. Gallen sein Opus Paramirum, das die konzentrierte Essenz all seiner Anschauungen darstellt und diese in ein einheitliches, umfassendes System bringt.

Prophet (1532-1535)

Burnout: Paracelsus war nun in der Lebensmitte angekommen, knapp vierzig Jahre alt, Zeit seines Lebens ein Wanderer und Forscher, oft enttäuscht von seinen Zeitgenossen, immer weiterstrebend, häufig in Konflikt mit der Umwelt, und wohl auch des unablässigen Kämpfens und Arbeitens müde geworden.

 

Reorientierung: 1531 nahm sein Leben eine neue Richtung; vielleicht unter anderem auch aufgrund mehrerer bedeutsamer Naturerscheinungen, die zu jener Zeit zu beobachen waren:
➤ Ein Komet erschien im Himmel (der später Halleyscher Komet genannt wurde),
➤ ein Erdbeben erschütterte die Ostschweiz, und
➤ über dem Bodensee erschien an ungewöhnlicher Stelle ein riesiger Regenbogen. Paracelsus widmete sich immer intensiver gesellschaftlichen und sozialen Themen. Zu jener Zeit verdiente er einen guten Teil seines Einkommens mit Schriften des Titels »Prognostica«, die er prophetische Schriften nannte, die allerdings viel eher Analysen der akuellen politischen und sozialen Zustände waren, in die Zukunft extrapoliert.
Die aufgetretenen Naturwunder deutete er nicht wie viele andere als Ankündigung des Weltendes, sondern viel mehr als Ermahnung zum Frieden.

 

Wanderprediger: Es war eine Zeit der Besinnung und die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte sich. Paracelsus nahm diese Herausforderung in der ihm eigenen  Art an. Als bettelarmer und zerlumpter Wanderprediger begab er sich in die Täler und Wälder des Appenzell, um dort in Armut so zu leben, wie Christus es in den Evangelien vorgelebt hatte. Zu dieser Zeit dürfte er mehr einem alttestamentlichen Propheten oder indischen Guru geglichen haben, denn einem Arzt. Aus dieser Zeit sind auch keine amtlichen Dokumente überliefert, wohl aber Legenden über seine Taten; es scheint, Paracelsus habe zu dieser Zeit eine ganz besondere, mystische Ausstrahlung gehabt.

 

Die ärztliche Tätigkeit nahm aber bald wieder überhand; viele Kranke und Gebrechliche kamen zu ihm, dem Wunderdoktor, und baten ihn um Hilfe, die er ungern verweigerte. Die praktische Hilfe für jene, die seine Hilfe benötigten, überwog vor dem mystischen Predigen und der Suche nach dem Lebenssinn, oder man könnte auch sagen: Indem er den Sinn des Lebens suchte und das Leben des Christus auf seine Art nachlebte, wurde er von seinen Mitmenschen wieder zu seiner Berufung, Arzt zu sein, gebracht.

 

Paracelsus verließ das Appenzellerland und wanderte weiter, zu verschiedenen Bergwerken in Österreich, wo er die Arbeitsbedingungen der Bergleute untersuchte und eine der ersten Arbeiten überhaupt über gesundheitliche Berufsrisiken schrieb, »Von der Bergsucht und anderen Bergkrankheiten«. Nach einem Abstecher über Graubünden verließ er die Schweiz. Er hatte nun vollständig akzeptiert, dass sein Leben das eines Vagabunden und Landfahrers war, und er nirgends sesshaft werden würde; seine Einsamkeit und Andersartigkeit, die ihm von Jugend an aufgezwungen erschien, akzeptierte er nun als freie Wahl.

Reife und Tod (1535-1541)

In seinen letzten Lebensjahren kamen sowohl die Person des Paracelsus wie auch sein Werk zur Reife. Er veröffentlichte in Augsburg die ersten beiden Bände seiner »Wundarznei«, die dank ihrer populärwissenschaftlich gehaltenen Sprache sehr viel Anklang fanden und deren erste Auflage schon nach wenigen Monaten vergriffen war. Die von ihm zuvor geplanten Bände III, IV und V der Wundarznei blieben ungeschrieben, da ihm sein philosophisch-naturwissenschaftliches Grundwerk wichtiger zu sein schien, auf das er nun seine ganze Energie verwandte.

 

Bei einem längeren Aufenthalt 1539 bei Johann von Lepnick, dem obersten Erbmarschall von Böhmen, wird Paracelsus ein Alchemistenlabor zur Verfügung gestellt, und er beendet dort seine »Astronomia magna« und die »Philosophia sagax«, die seine philosophischen Ideen in einen Rahmen bringen. Bemerkenswert ist, dass er völlig den damals vorherrschenden dogmatischen Aristotelismus überwunden hat, und ebenso die konfessionsgebundene Theologie; so wie ihn sein Wanderleben durch ganz Europa dazu gebracht hat, sich nicht mit einem bestimmten Ort besonders verbunden zu fühlen, sondern sich als Weltbürger zu verstehen, so hat es ihn auf der geistigen Ebene ebenfalls dazu veranlasst, sich nicht an bestimmte Dogmen zu binden, sondern universal überall zu lernen, wo es etwas zu lernen gibt, und ein System aufzubauen, das von Allem das Gute annimmt und das Schlechte nicht nährt, ein "von Schlacken gereinigtes System", wie er in einem Basler Flugblatt über die Medizin sagte.

 

Paracelsus hatte seine Lebensaufgabe erfüllt. Schon im relativ jungen Alter von noch nicht einmal fünfzig Jahren erscheint er auf aktuellen Portraits mit einem alten und verlebten Gesicht, doch immer mit klaren und seelenvollen Augen. Er stirbt im Jahre 1541 in Salzburg. Über die Todesursache gibt es mehrere Spekulationen:

  1. die eine besagt, er sei infolge von zu hohem Alkoholgenuss an Leberkrebs gestorben;
  2. die zweite besagt, er sei im Suff die Treppe hinunter gestürzt;
  3. und die dritte, dass die Salzburger Ärzte ihre Knechte dazu angeheuert hätten, den unliebsamen Konkurrenten zu stürzen.

Eine Exhumierung seiner Leiche hat tatsächlich eine noch frische Wunde am Schädel des Paracelsus gezeigt, so dass die zweite oder dritte Möglichkeit eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich in Anspruch nehmen können.

Paracelsus' Drei-Welten-Modell

Übereinstimmend mit allen alten Kulturen unterscheidet Paracelsus drei große Lebensbereiche, von denen eine die andere gebiert. Er nannte sie:  

  1. Über Allem stehend Gott, aus dem alle Dimensionen hervorgehen,
  2. Spiritus – (Reiner Geist),
  3. Limbus – (Leben, Gestirne, Seele, Plasma) und
  4. Stoff – (Körper, Materie).

 

  1. Ein unsterblicher Lichtleib bildet den unvergänglichen ewigen Wesenskern des Menschen, den Funken Gottes. Nach Paracelsus ist er ein erster, in etwa dingfest zu machender Zustand, der getrennt von Gott ist. Nach Gotteserkenntnis trachtet nur der Lichtleib.
  2. Aus dem Lichtleib geht der feinstoffliche sterbliche siderische Leib, die Seele, hervor, der eines Tages in die Weltseele einkehrt. Angetrieben wird er vom Gemüt, der Gedankenwelt, Kunst und Vernunft.
  3. Der zeitlich vergängliche Körper bildet den dritten Leib aus Stoff, mit animalischen und elementarischen Anteilen. Er kehrt zur Erde zurück. Der Leib aus Fleisch und Blut wird von niederen Trieben, Völlerei und Unkeuschheit, regiert.

 

Paracelsus Weltenmodell, das aus drei unterschiedlichen Stufen besteht, die im Göttlichen münden, wird so umschrieben:

Der Geist ist der Herr,
die Imagination das Werkzeug
und der Körper der bildsame Stoff.

 

Die Vorstellungskraft, das Seelische, dient dem Geist als Werkzeug, das auf den physischen Körper einwirkt mit Denken, Fühlen, Empfinden als Ausdruck.

Zitate zum Thema Paracelsus und sein Werk

Zitate von Paracelsus

Persönliche Bekenntnisse

  • Wie könnte einer Feind der Frau sein – sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Lebendiges Erbe. Eine Auslese aus seinen sämtlichen Schriften, S. 19, Rascher Verlag, Zürich, Leipzig, 1942, Otto Reichl Verlag, 1. Januar 2000, 2002

 

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Paracelsus echauffiert sich drastisch über seine Ärztekollegen.

  • Es ist ein leichtes Studieren, Wissen und Können, das in Freiburg aus einem solchen Kerl einen Doktor macht, in wem die ganze Arnzeikunst zugrunde geht […]. Denn wahrhaftig ist ihm Himmel und Erde verborgen […] Und da ihr weder Himmel noch Erde kennt, wie auch dieselbigen im Menschen liegen, und wie die Concordanz des Äußeren und Inneren steht, seid ihr ehrlich gesagt nicht mal dazu wert, dass ihr einen Dreckhhaufen anfasst, geschweige denn die menschliche Gesundheit und Leben. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, zitiert in: Frank Geerk, Paracelsus. Arzt unserer Zeit. Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Theophrastus von Hohenheim, S. 37, Patmos-Verlag der Schwabenverlag AG, 1. Januar 2001
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Lat. "Sola dosis facit venenum."

Es gibt keine schädlichen Stoffe, es gibt nur schädliche Dosierungen. Alles, was wirkt, hat auch Nebenwirkungen.

  • Alle Ding' sind Gift, und nichts ist ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Septem Defensiones, 1538, Werke Bd. 2, "Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte", S. 510, Darmstadt 1965

 

  • Es ist aber eine magische Operation und ist gleich der Wissenschaft von der kabbalistischen Kabbalah, nämlich dass das nicht aus Geistern noch aus der Zauberei entspringt, sondern aus dem natürlichen Lauf der subtilen Natur. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Etliche tractaten, "Vom Fallendtsucht", 1564, Will Peuckert, Herausgeber, Werke, Band 1, S. 153, Darmstadt 1965

 

 

  • Schwätzen, süß reden ist des Maules Amt. Helfen aber, nutz sein, ist des Herzens Amt.
    Im Herzen wächst der Arzt. Aus Gott geht er. Des natürlichen Lichtes ist er, der Erfahrenheit. […]
    Ein Kranker soll Tag und Nacht seinem Arzt eingebildet sein, und [er soll] ihn täglich vor Augen tragen, all sein Sinn und Gedanken in des Kranken Gesundheit stellen mit wohlbedachter Handlung.
    Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Vom Licht der Natur und des Geistes. Eine Auswahl aus dem Gesamtwerk, II. "Der Arzt", S. 134, Philipp Reclam jun. GmbH, Verlag, Stuttgart, 1960, 1986, 1993

 

  • Der höchste Grad der Arznei ist die Liebe.
    Was ist die Hilfe der Arznei anderes als Liebe?
    Das grundlegende Prinzip der Medizin ist die Liebe.
    Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Opus Chirurgicum

 


Internationales Erste Hilfe-Symbol
  • Die Lebenskraft ist nicht im Menschen eingeschlossen, sondern umstrahlt ihn wie eine leuchtende Kugel und kann in die Ferne wirken. In diesen halbstofflichen Strahlen kann die Vorstellungskraft eines Menschen gesunde oder krankmachende Wirkungen hervorrufen. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, zitiert in: Artikel von PD Dr. Jakob Bösch (*1942) emeritierter schweizerischer Psychiater, Chefarzt der Externen Psychiatrischen Dienste Baselland, Privatdozent für Psychiatrie und Psychosoziale Medizin, Universität Basel, Autor, Wissenschaftliche Grundlagendes geistig-energetischen Heilens, Teil 1, PDF, präsentiert von Schweiz Med Forum, Nr. 21, S. 511 22. Mai 2002

 

  • So wie Himmel und Erde zusammen gehören, also auch Himmel und Mensch. Und weil der Mensch aus Erde ist, soll er mit irdischen, weil er aus dem Himmel ist, auch mit himmlischen Mitteln erkannt werden. Also sind Menschen, Himmel und Erde, auch Luft und Wasser ein Ding. Das soll dem Arzt vor allem bewusst sein. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, zitiert in: Frank Geerk, Paracelsus. Arzt unserer Zeit. Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Theophrastus von Hohenheim, S. 141, Patmos-Verlag der Schwabenverlag AG, 1. Januar 2001

 

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Astrologie / Seelenentwicklung

  • Einen viehischen Menschen regiert, meistert, zwingt und nötigt das Gestirn, dass er ihm nachgehen und nachgeben muss. […]
    Denn die Weisheit, so die neue Kreatur aus Gott hat, überwindet den Himmel und alle sidera. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, De Natura rerum, "Über die Gültigkeit der astrologischen Prägung", archiviert von Bibliotheca Palatina, Oberpfalz?, ~1573

 

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Astrologie

Alternative Version: "Die Sterne zwingen uns zu nichts, sie verleiten uns auch zu nichts."

  • Denn die Gestirne haben nicht die Gewalt, den Menschen nach ihrer Gewalt zu bilden, oder dass er ihrer nicht entraten könnte. Wenn wir sagen, dass ein weiser Mann über die Sterne herrscht, meinen wir, dass er Herr ist über die Kräfte, die in seinem Geist tätig sind und durch die sichtbaren Sterne am Firmament symbolisiert werden. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Dr. Bernhard Aschner, Kommentator, Sämtliche Werke, Band I, S. 15, Jena Fischer, 1926, 1932

 

  • Die Gestirne beherrschen nichts in uns und können in uns keinerlei Eigenschaften hervorbringen, noch uns beeinflussen. Sie sind frei für sich und wir frei für uns. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Dr. Bernhard Aschner, Kommentator, Sämtliche Werke, Band I, S. 16, Jena Fischer, 1926, 1932

 

  • Das Herz ist die Sonne, und wie die Sonne auf die Erde und sich selbst wirkt, also wirkt auch das Herz auf den Leib und sich selbst. Und ist dieser Schein auch nicht der der Sonne, so ist er doch der Schein des Leibes, denn der Leib muss an dem Herzen Sonne genug haben. Ebenso ist der Mond dem Gehirn vergleichbar und das Gehirn diesem. Doch nur in geistiger, nicht in substantieller Hinsicht. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Dr. Bernhard Aschner, Kommentator, Sämtliche Werke, Band I, S. 40, Jena Fischer, 1926, 1932

 

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Lat. "'Ubi virus, ibi virtus!''

Verkürzte Version: "Wo Gift ist, dort ist Tugend."

  • Seine Tugend sind in der Gestalt zu erkennen, dass Gift ander Gift überwindt. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Dr. H. A. Pren, Herausgeber, Das System der Medizin des Theophrastus Paracelsus, S. 210, G. Reimer Verlag, 1838

 

  • Wer meint, alle Früchte würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Aphorismus

 

  • Der Tod sitzt im Darm. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Aphorismus

 

 

  • Keine Lehre ist von Nutzen, sie komme denn vom Himmel, kein Gebot, keine Kunst, die nicht vom Himmel verliehen! Und so auch alles andere. Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Laientheologe, Philosoph, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Schriftsteller, Quelle unbekannt

Quotes by Paracelsus

Appeal

  • The wise rules the stars in him, but animal man is ruled by his stars, which force him to do as he is directed by his animal nature. He who has escaped the gallows once will repeat his crimes. […] Such a person ... cannot resist the forces which are acting upon him, and the reason of this is, that he has no real self-knowledge, and does not know that there is in him a power superior to that of the stars (the lower mind). Wisdom in man is nobody's servant and has not lost its own freedom, and through wisdom man attains power over the stars. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, author, cited in: Franz Hartmann, M.D., The Life and the Doctrines of Paracelsus, chapter 9 "Philosophy and Theosophy", S. 139, 1891, KSheeta Books, Theosophical Publishing House, 3rd edition 1910, reprint 2016

 

  • Medicine rests upon four pillars – philosophy, astronomy, alchemy, and ethics.
    1. The first pillar is the philosophical knowledge of earth and water;
    2. the second, astronomy, supplies its full understanding of that which is of fiery and airy nature;
    3. the third is an adequate explanation of the properties of all the four elements – that is to say, of the whole cosmos – and an introduction into the art of their transformations;
    4. and finally, the fourth shows the physician those virtues which must stay with him up until his death, and it should support and complete the three other pillars.
Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, author, Paracelsus. Selected Writings, Princeton University Press, 18. September 1995

 

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Alternative source:

S. 447

  • Medicine is not merely a science but an art; it does not consist merely in compounding pills and plasters and drugs of all kinds, but it deals with the processes of life, which must be understood before they can be guided.
    All art, all wisdom, all power, acts from one center towards the periphery of the circle, and whatever is enclosed within the circle may be regarded as medicine. A powerful faith and will may cure where doubt will end in a failure. The character of the physician may act more powerfully upon the patient than the drugs employed. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, cited in: Franz Hartmann, M.D., The Life and the Doctrines of Paracelsus, chapter 7 "Medicine", S. 93, 1891, KSheeta Books, Theosophical Publishing House, 3rd edition 1910, reprint 2016

 

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Alternative source:

S. 93

  • Truly it has been said that there is nothing new under the sun, for knowledge is revealed and is submerged again, even as a nation rises and falls. Here is a system, tested throughout the ages, but lost again and again by ignorance or prejudice, in the same way that great nations have risen and fallen and been lost to history beneath the desert sands and in the ocean depths. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, cited in: Alexander Henry, The Doctrines of Alchemy, S. 688, compilation 2012

 

  • Three spirits, united in one, live and act in man; three worlds, united into one, throw their rays upon him; but all three are only the reflection, image, or echo of one primordial creation.
    1. The body comes from the elements,
    2. the soul from the stars,
    3. and the spirit from God.
All that the intellect can conceive of comes from the stars.
Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, cited in: Franz Hartmann, M.D., The Life and the Doctrines of Paracelsus, chapter 8 "Alchemy and Astrology", S. 135, 1891, KSheeta Books, Theosophical Publishing House, 3rd edition 1910, reprint 2016

 

  • The earth, the animal kingdom, and physical man are subject to the government of the stars;
    but the spiritual man rules over the stars and over the elements, and conquers the worlds without and the world within by the wisdom that comes from God. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, cited in: Franz Hartmann, M.D., The Life and the Doctrines of Paracelsus, chapter 8 "Alchemy and Astrology", S. 136, 1891, KSheeta Books, Theosophical Publishing House, 3rd edition 1910, reprint 2016

 

  • Thoughts create a new heaven, a new firmament, a new source of energy, from which new arts flow. [...]
    When a man undertakes to create something, he establishes a new heaven, as it were, and from it the work that he desires to create flows into him. [...] For such is the immensity of man that he is greater than heaven and earth. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, Astronomica magna, part I, chapter 12:183, 1571, cited in: Paracelsus, S. 45, 1951

 

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Abbreviated versions

"The dose makes the poison."Latin: "Sola dosis facit venenum."

  • Poison is in everything, and no thing is without poison. The dosage makes it either a poison or a remedy. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist

 

  • The art of healing comes from nature, not from the physician. Therefore the physician must start from nature, with an open mind. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, cited in: Frank Geerk, Paracelsus. Doctor of our Time ['Paracelsus. Arzt unserer Zeit'], 1992

 

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Critique on 16th century academia

Paracelsus attended seven prestigious universities.

  • How have the high colleges managed to produce so many high asses?
    The universities do not teach all things, so a doctor must seek out old wives, gipsies, sorcerers, wandering tribes, old robbers, and such outlaws and take lessons from them. A doctor must be a traveler, for knowledge is experience. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, author, cited in: Dennis William Hauck, The Emerald Tablet. Alchemy of Personal Transformation, S. 234, Arkana, 1999, Penguin, New York, London, 1999

 

  • Man is a microcosm, or a little world, because he is an extract from all the stars and planets of the whole firmament, from the earth and the elements; and so he is their quintessence. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, Archidoxies, ~1525

 

  • To conjure is nothing else than to observe anything rightly, to know and to understand what it is. The crystal is a figure of the air. Whatever appears in the air, moveable or immoveable, the same appears also in the speculum or crystal as a wave. For the air, the water, and the crystal, so far as vision is concerned are one, like a mirror in which an inverted copy of an object is seen. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, Coelum Philosophorum, Amazon Digital Services, Inc. Kindle edition, sacred-texts.com, 1894

 

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Genders

 

 

  • Death resides in the bowels. Paracelsus [Philippus von Hohenheim] (1493-1541) Swiss Renaissance physician, botanist, alchemist, astrologer, general occultist, author, Paracelsus. Selected Writings, S. 266, Princeton University Press, 18. September 1995

Zitate über Paracelsus

Quotes on Paracelsus

 

Links zum Thema Paracelsus und sein Werk

Literatur

Über Paracelsus' Medizin, Philosophie, Astrologie, Alchemie und Therapiekonzepte, reich bebildert

Biographie, Texte, Ausblick


Literature (engl.)

Externe Weblinks



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Letzte Bearbeitung:
01.03.2017 um 19:36 Uhr

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