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Der wichtigste Punkt im Leben ist das geistige Zentrum. Eine positive Lebensphilosophie sollte die fünf Grundsätze Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft und Freude enthalten. Wenn wir mit Weisheit nach diesen fünf Grundsätzen leben, wachsen wir ins Glück, in die Erleuchtung, in ein Leben im Licht.
Grundsätzlich besteht der Weg des inneren Glücks aus Gesundheitsübungen (Gehen, Joggen, Yoga, gesunde Ernährung) und aus Gedankenarbeit. Gedankenarbeit bedeutet negative Gedanken zu vermeiden und positive Gedanken zu fördern. Negative Gedanken führen zu inneren Verspannungen, zur Zerstörung der Gesundheit und zu schlechten sozialen Beziehungen. Sie sind meistens mit Gefühlen wie Angst, Wut und Sucht verbunden. Positive Gedanken bewirken positive Gefühle und ein konstruktives äußeres Verhalten. Positive Gedanken erhalten wir durch konsequentes Nachdenken, positive Ziele und durch das Lesen in positiven Büchern. Wichtig ist die beständige Zentrierung in positiven Lebensgrundsätzen. Buddha sprach von Achtsamkeit und Jesus von der Ausrichtung auf Gott (ein höheres Ziel) statt auf das Geld (äußere Dinge).
Positives Denken ist eine psychische Technik, die weise angewand werden sollte. Sie darf nicht dazu missbraucht werden, Gefühle oder Probleme zu verdrängen. Sie sollte sensibel und heilsam benutzt werden. Positives Denken kann vom Ziel der Gesundheit und des Glücks her definiert werden. Mit positivem Denken und durch Meditation kann man innere Verspannungen auflösen. Durch die Auflösung der Verspannungen wird der Mensch von innen heraus positiv. Die Glücksenergie (Kundalini) erwacht. Es entstehen Gesundheit und inneres Glück.
Nach dem buddhistischen Meister Tsongkhapa entwickelt sich Erleuchtung durch die kluge Verbindung von positivem Denken und Meditation. So lösen sich auch negative (selbstschädigende) Gefühle und Verdrängungen, die durch eine reine Gedankenarbeit (nur positives Denken) nicht beseitigt werden können. Die Kombination von Gedankenarbeit und Meditation ist die Basis des Achtfachen Pfades (Buddha) und des achtfachen Yogaweges (Ashtanga-Yoga) von Patanjali.
Der einfachste Weg einer geistigen Glückspraxis ist das tägliche Lesen in einem spirituellen Buch. Wir brauchen nicht viel zu lesen. Eine Seite, ein kleiner Text, eine Meditation am Tag reicht aus, um uns dauerhaft auf dem Weg des Glücks zu halten. Für viele Menschen ist auch das tägliche Ziehen einer Orakelkarte (Glücksorakel, Buddha-Orakel oder goldenes Engel-Orakel) sehr hilfreich, um immer wieder eine positive Lebensorientierung zu erhalten. Dazu brauchen wir jeden Tag eine Minute. Diese Zeit hat jeder. Der Gewinn ist langfristig unermesslich. Wir können auch selbst ein kleines Orakel herstellen. Wir schreiben die für uns wichtigsten positiven Lebensgrundsätze auf kleine Zettel oder Karteikarten. Wir mischen sie, ziehen jeden Tag eine Karte und üben den entsprechenden Grundsatz an diesem Tag. Wenn wir unser Orakel weise praktizieren, stärkt es uns auf dem Lebensweg.
Überlege dir deine tägliche Glückspraxis. Welches Vorbild inspiriert dich und gibt dir Kraft für ein positives Leben? Was willst du jeden Tag lesen? Welche Übungen und Meditationen willst du regelmäßig praktizieren? Wie wirst du zu einem Sieger in deinem Leben? "Mein heutiger Siegersatz ist ..." Mit Optimismus voran.
1. Das Problem: Beschreibe in kurzen Worten deine Situation und dein Problem. Wie ist genau deine Situation? Was ist das Problem? Wo ist das Zentrum des Problems?
2. Die Gefühle: Welche Gefühle gibt es in dir? Angst, Wut, Sucht/Sehnsucht, Trauer. Welches Gefühl ist am stärksten? Wo sitzt das Gefühl in deinem Körper?
3. Die Gedanken: Welche Gedanken sind mit deinem Gefühl verbunden? Warum bist du traurig, ängstlich, wütend oder sehnsüchtig? Zähle alle dich belastenden Gedanken auf. (Meine Gedanken sind ...)
4. Das Nachdenken: Was löst dein Problem? Was ist der Weg heraus aus deinem Problem? Denke so lange über dein Problem nach, bis du eine Lösung gefunden hast. Das kann eine äußere (Umstände verändern, etwas tun) oder eine innere Lösung sein (etwas loslassen/annehmen, ein positiver Gedanke). Überlege dir verschiedene Lösungswege. Sammle alle Informationen, die du brauchst. Wäge ab und triff eine klare Entscheidung.
5. Die Umsetzung: Setze deine Entscheidung mit Kraft um. Folge deinen positiven Gedanken. Verwirkliche deinen positiven Lebensplan. Vermeide ab jetzt sinnloses Grübeln. Jetzt wird nicht mehr gezweifelt, sondern kraftvoll verwirklicht. Gehe deinen Weg, siege und sei zufrieden mit dir. Denke immer wieder deinen positven Leitsatz als Mantra. Was ist jetzt dein positiver Satz? "Mein positiver Satz ist ...."
Die psychologische Lerntheorie geht davon aus, dass positive Gedanken gelernt werden können. Ein Sportler trainiert einige Wochen oder Monate ein äußeres Verhalten. Er übt bestimmte Verhaltensweisen ein und nach einiger Zeit beherrscht er sie.

Gedanken können wir als das innere Verhalten eines Menschen verstehen. Wenn wir bewusst längere Zeit ein positives geistiges Verhalten gezielt einüben, dann gewöhnt sich unser Geist an das positive Denken. Er reagiert auf bestimmte äußere Situationen automatisch mit positiven Gedanken.
Wie lernt man positive Gedanken? Der Lernweg besteht aus vier Schritten. Als erstes brauchen wir ein positives Gedankensystem, das zu uns passt. Die Essenz der Glücksphilosophie sind die fünf Eigenschaften Weisheit, Frieden, Liebe, Selbstdisziplin und Lebensfreude. Diese fünf Eigenschaften üben wir jeden Tag.
Der zweite Schritt ist es, positive Gedanken systematisch einzuüben. Wir stellen uns auf jeden Tag positiv ein. Wir sehen uns jeden Tag genau an und überlegen uns, welche Strategie für diesen konkreten Tag am besten geeignet ist. Wir legen unsere Ziele fest und machen einen positiven Tagesplan. Und abends denken wir noch einmal über den Tag nach und überlegen, was wir am nächsten Tag besser machen können.
Der dritte Schritt besteht darin, den ganzen Tag über konsequent seine Gedanken zu beobachten und alle negativen Gedanken sofort zu stoppen. Wenn wir einen negativen Gedanken erkennen, schieben wir ihn sofort weg. Wir überlegen, welcher Gedanke jetzt richtig ist. Wir entwickeln einen positiven Gedanken und setzen ihn an die Stelle des negativen Gedankens. Wenn wir das langfristig machen, werden unsere negativen Gedanken immer weniger und unsere positiven Gedanken immer mehr.
Der vierte Schritt besteht in der Stabilisierung des positiven Denkens. Es ist nicht einfach den ganzen Tag seine negativen Gedanken zu kontrollieren. Wir brauchen starke Helfer, damit wir langfristig auf dem Weg des Glücks bleiben. Solche Helfer sind das tägliche Gebet zu den erleuchteten Meistern (Gott), das Lesen in einem spirituellen Buch, die Meditation, die Yoga-Übungen und das Spazierengehen. Wir können einmal in der Woche zu einer Yoga-, Meditations-, Gesangs- oder Positiv Denken Gruppe gehen.
Sehr gut ist es, mehrere Helfer über den ganzen Tag zu verteilen. Wir können zum Beispiel morgens einige Seiten in einem spirituellen Buch lesen oder eine Orakelkarte ziehen. Mittags machen wir einige Yoga-Übungen. Abends praktizieren wir eine längere Meditation. Wir schaffen uns kreativ unser System der täglichen spirituellen Übungen. Wir bauen so viele Übungen in für uns richtigen Abständen in den Tag, dass wir uns beständig auf dem Weg des Positiven halten.
In besonders schwierigen Situationen hilft der ständige Wechsel von Liegen (Meditation, Musik hören), Lesen (Gebet, Mantra, Singen), Gehen (Yoga, Sport), Gutes tun (arbeiten) und das Leben genießen (sich etwas Schönes gönnen). Wann brauche ich was auf welche Art wie lange? Wir praktizieren die fünf Tätigkeiten so lange nacheinander im ständigen Wechsel, bis sich unsere negativen Emotionen beruhigt haben.

Wir sind Lichtwesen. Wir sind Kinder Lichts. Der Kosmos ist unsere große Mutter und unser großer Vater. Das Problem der meisten unserer Mitmenschen besteht darin, dass sie nicht zwischen guten und schlechten Spielen unterscheiden können. Schlechte Spiele machen langfristig und oft sogar bereits kurzfristig alle Beteiligten unglücklich. Schlechte Spiele sind alle Spiele, bei denen die weltlichen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
Wenn wir uns in den äußeren Dingen verankern, haften wir langfristig immer mehr an. Wir verspannen uns innerlich, unser inneres Glück nimmt ab und es zieht alle Beteiligten nach unten. Wir dürfen auch das äußere Glück leben. Wir dürfen uns am äußeren Leben erfreuen. Wir dürfen Beziehungsspiele spielen. Aber wir müssen die Spiritualität in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen. Wir müssen im Schwerpunkt unsere Lebensspiele aus der Weisheit und Liebe heraus spielen. Nur solche Spiele nützen uns.
Das ist schwer zu begreifen. Es gibt viele kleine Teufel auf der Welt, die negative Spiele spielen. Kleine Teufel sind immer arme Teufel. Ihnen fehlt es an Weisheit und sie schaden letztlich vorwiegend sich selbst. Wir brauchen viele Engel auf der Welt, die den kleinen Teufeln das richtige Spielen beibringen. Wenn die Engel sich in der Weisheit, in ihren spirituellen Übungen und im Weg der umfassenden Liebe zentrieren, dann siegen sie und es werden gute Spiele für alle Beteiligten. Wer klug ist, lebt weise. Wer weise ist, verwirklicht das innere Glück. Wer das innere Glück verwirklicht hat, bringt das Licht und die Liebe in die Welt.
Nils Horn: ''Manifest für eine glückliche Welt
Englisch
Hawkins