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2·2012


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Sehnsucht

 

Hügel mit Bruchacker bei Dresden, ~1824
Caspar David Friedrich (1774-1840) deutscher Maler


 

Selige Sehnsucht

                  Selige Sehnsucht                  

 

Sag es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebende will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

 

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.

 

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung.
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

 

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

 

Und solang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Quelle: ► Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) deutscher Universalgelehrter, Bühnendichter, Schriftsteller, umfangreichste Gedichtsammlung West-östlicher Divan, 1819, erweitert 1827

Zitate zum Thema Sehnsucht / Longing

Zitate allgemein

  • Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen. Jeremias 29, 13 (AT)

 

Persönliches Bekenntnis

  • Ich habe in meinem Leben herausgefunden, dass die Sehnsucht die einzig ehrliche Eigenschaft des Menschen ist. Ernst Bloch (1885-1977) deutscher neomarxistischer Philosoph, im Alter von 90 Jahren

 

Empfehlungen

  • Es sprechen manche: sie hätten's nicht.
    Da erwidere ich: das ist mir leid.
    Ersehnst du es aber auch nicht,
    das ist mir noch leider.
    Könnt ihr es denn nicht haben,
    so habt wenigstens ein Sehnen danach!
    Mag man auch das Sehnen nicht haben,
    so sehne man sich doch wenigstens nach der Sehnsucht!
    Meister Eckhart (Eckhart von Hochheim) (1260-1328) deutscher Mystiker, dominikanischer Theologe, Philosoph, Deutsche Predigten und Traktate, Diogenes Verlag, 19. Auflage 1993

 


Die schattige Wiese, 1859, Kunstgalerie, Manchester
Dante Gabriel Rossetti (1828-1882) italienischer Maler
  • Geh dorthin, wo du verletzt bist, wo deine Sehnsucht sitzt, wo du Schmerz spürst. Bleibe damit, mach keine Bewegung davon weg. Geh nicht in die Gedanken; bis es zu einem totalen Stillstand in dir kommt. Dann findet dort eine neue Bewegung statt. Lass den Schmerz, die Sehnsucht, das Verletztsein sich ausweiten in dir. Du kannst nichts tun. Geh dorthin, wo du hilflos bist, wo du ohnmächtig bist, lass dich tragen, habe Vertrauen. Wenn es ganz ausgeweitet ist, wenn alles Platz hat, ist die Liebe da. Lass sie zu dir kommen, lass sie da sein. Du hast sie ein Leben lang gesucht, überall, mit allen Mitteln, in den Beziehungen, im Sex, in der Sucht, in der Arbeit. Samuel Widmer (1948-2017) Schweizer Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychokultführer, Autor, Im Irrgarten der Lust. Abschied von der Abhängigkeit oder Die Geburt der Freude. Eine Liebesgeschichte, Editions Heuwinkel, 2. Ausgabe 1. Januar 1997

 

  • Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht erst Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuleiten, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem Meer. Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) französischer Pilot, Schriftsteller, posthumes Werk Citadelle, Erstveröffentlichung 1948

 

Schlussfolgerung

  • Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann. Jean-Paul Sartre (1905-1980) französischer Philosoph, Hauptvertreter des Existentialismus, Publizist, Literaturkritiker, Dramatiker, Romancier, Quelle unbekannt

 

Einsichten

 

  • Erst wenn die Wahrheit, dass Erneuerung der Kultur nur aus der Erneuerung der Weltanschauung kommen kann, in die allgemeine Überzeugung eingeht und ein neues Sehnen nach Weltanschauung einsetzt, kommen wir auf den rechten Weg. Albert Schweitzer (1875-1965) deutsch-elsässischer Arzt, evangelischer Theologe, medizinischer Missionar, Kulturphilosoph, Humanist, Organist, Friedensnobelpreisträger, 1952, Autor, Die Ehrfurcht vor dem Leben, S. 68, Verlag C.H.Beck, 10. Auflage 9. Oktober 2013

 

  • Möglich, dass wir nicht fähig sind zu lieben, gerade weil wir uns danach sehnen, geliebt zu werden, das heißt, weil wir vom anderen etwas wollen (die Liebe), anstatt ohne Anspruch auf ihn zuzugehen und nichts als seine Gegenwart zu wollen. Milan Kudera (*1929) tschechisch-französischer Schriftsteller, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, S. 285, Fischer Taschenbuch Verlag, Oktober 1997, 1. Auflage 12. August 2009
  • Beten ist nicht bitten. Es ist ein Sehnen der Seele. Mohandas Karamchand Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer hinduistischer Weiser, spiritueller Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Menschenrechtsanwalt, gewaltloser Widerstandskämpfer zur Durchsetzung politischer Ziele, humanistischer Weiser, asketischer Morallehrer, Pazifist, Publizist, Quelle unbekannt

 


The Day Dream, 1880, Victoria and Albert Museum
Italienischer Maler Dante Gabriel Rossetti
  • Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse. Meister Eckhart (Eckhart von Hochheim) (1260-1328) deutscher Mystiker, dominikanischer Theologe, Philosoph, Quelle unbekannt

 

  • Den Gott der Schönheit und der Güte auch im Hässlichen und im Bösen zu fühlen und zu lieben, und sich doch in äußerster Liebe zu sehnen, es von seiner Hässlichkeit und seinem Bösen zu heilen, das ist wahre Tugend und Moral. Sri Aurobindo [Aurobindo Ghose] (1872-1950) indisch-britischer hinduistischer Mystiker, Yogi, Philosoph, Freiheitskämpfer, Dichter

 

  • Wir haben in dich eine Substanz, ein Suchen, ein Sehnen gelegt, und wir wachen darüber und lassen es nicht verloren gehen, sondern bringen es zu einem bestimmten Ort. Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207-1273) persischer islamischer Mystiker, Jurist, Theologe, Dichter des Sufismus

 

 

  • Weiterentwicklung ist nur durch Sehnsucht möglich. Und wie der Pfad der Entfaltung unendlich ist, so sollte die Sehnsucht unendlich sein. Also wird die Sehnsucht an sich zu einem Ausdruck des Unendlichen, der um ihrer selbst willen erstrebenswert ist. Aus diesem Grund besingen die Mystiker die Sehnsucht. Ein anderes Wort für Sehnsucht ist Liebe. Irina Tweedie (1907-1999) russische Mystikerin, spirituelle Lehrerin des hinduistischen Naqshbandiyya-Mujadiddiya Sufiordens, Der Weg durchs Feuer. Tagebuch einer spirituellen Schulung durch einen Sufi-Meister, Erstveröffentlichung 1989, Heyne, München, 1. März 2005

 

  • Es gibt kein Vergangenes, das man zurücksehen darf, es gibt nur ein ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen der Vergangenheit gestaltet, und die echte Sehnsucht muss stets produktiv sein, ein Neues, Besseres zu schaffen. Giordano Bruno (1548-1600) italienischer dominikanischer Priester, Philosoph der Renaissance, Mathematiker, Astonom, Dichter, wegen Ketzerei, Magie und Pantheismus von der römischen Inquisition verbrannt, Quelle unbekannt

 

  • Die Sehnsucht ist immer unterwegs. Ihre Heimat ist die ständige Reise ins Unbekannte. Hans Kruppa (*1952) deutscher Dichter, Schriftsteller, Quelle unbekannt

 

  • Heutzutage werden:
    • Bekanntschaften gesucht,
    • Kontakte geknüpft,
    • Frauen aufgerissen,
    • Männer angemacht,
    • Gefühle investiert,
    • Partnerschaften aufgebaut,
    • Beziehungen unterhalten,
    • Verhältnisse eingegangen,
    • Ehen geschlossen und
    • Scheidungen ausgesprochen.
Und die Sehnsucht nach Liebe bleibt. Bertram Münker, deutscher Autor

 

 

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Selbstvoll und selbstlos

  • Der Selbstlose, der aus ganzer Seele den Menschen dienen will, übersieht zu leicht, dass sein Selbst in ein niedrigeres und in ein höheres Selbst zerfällt, und dass er daher nicht nur selbstlos im einen Sinne, sondern in eben dem Maße selbstvoll im anderen Sinne werden sollte. Sein Selbst verlieren, heißt, sich läutern, seine Seele bereiten wie einen Acker, welcher der Saat wartet. Sein Selbst gewinnen aber heißt, Frucht tragen wollen, Saat herbeisehnen, aufnehmen, hegen, reifen. Christian Morgenstern (1871-1914) deutscher Übersetzer, Dichter, Schriftsteller, Stufen, Kapitel 11, 1922

 

  • Auf brüchigem Eis, ohne Rüstung und Waffen so stehe ich wie auf verlorenem Posten. Dennoch werde ich immer wieder den scheinbar sicheren Boden verlassen. Hundertachtmal in der Minute gehe ich in die Irre und gerate in Panik auf dem Weg zum Königreich ohne Bezugspunkte. Die Gefahr, dumm zu erscheinen, zählt gering im Vergleich zu der Gefahr, auf billige Weise davonkommen zu wollen. [...] Der Schmerz des Sehnens wird gekühlt von Zuversicht. Ich bin nicht ausgeliefert. Meine Entscheidung ist frei. Ulli Olvedi, deutsche Dokumentarfilmautorin, Journalistin, Übersetzerin, Roman- und Sachbuchautorin, Die Stimme des Zwielichts, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co., 1. September 2002

 

Literaturzitate

  • Werden wir nicht nachlassen in unserem Kundschaften
    Und das Ende unseres Kundschaftens
    Wird es sein, am Ausgangspunkt anzukommen
    Und den Ort zum ersten Mal zu erkennen.
    T. S. Eliot (1888-1965) US-amerikanisch-britischer Literaturkritiker, Vertreter der literarischen Moderne, Lyriker, Dramatiker, Bühnenschriftsteller, Literaturnobelpreisträger, 1948, Eva Hesse, Übersetzerin, Vier Quartette, 1943, Wydenbrock, 1948, 1972/1988

 

  • Wir lassen niemals vom Entdecken
    Und am Ende allen Entdeckens
    Langen wir, wo wir losliefen, an
    Und kennen den Ort zum ersten Mal.
    T. S. Eliot (1888-1965) US-amerikanisch-britischer Literaturkritiker, Vertreter der literarischen Moderne, Lyriker, Dramatiker, Bühnenschriftsteller, Literaturnobelpreisträger, 1948, Norbert Hummelt, Übersetzer, |Vier Quartette, 1943, Suhrkamp Verlag, Berlin, 6. Oktober 2015

      Die Wunde      

 

Unsere Sehnsucht ist eine heilige Wunde,
geschlagen vom hartweichen Leben,
das uns heimsucht in ein Reich aus Licht.
Sie weist uns den Weg der Verwandlung.
Manchmal blutet und schmerzt sie,
aber sie lässt uns den roten Faden finden,
an dem wir uns hineinziehen
in ein Leben jenseits unseres Wissens.

An unserer Wunde bleiben wir offen
für die Wunden der Welt.
Mit ihr heilen wir und werden verwundete Heiler.
Sie ist keine Strafe sondern ein Vorrecht.
In der Wunde liegt unsere Stärke,
die wir nie in der Heilheit hatten.
Heilig ist die Wunde, an der wir weise werden.
An jedem Tag, an dem wir in ihr leiden,
leben wir leuchtender.

 

Source: ► Ulrich Schaffer (*1942) deutscher Fotograf, Schriftsteller

Zitate von David R. Hawkins

⚠ Achtung Siehe Power vs. Truth (engl.) Januar 2013

  • Wie erlangt man den Zustand des Gewahrseins? […] nur Wenige befolgen die Schritte, weil sie so einfach sind.
    1. Zunächst war das intensive Verlangen da, jenen Zustand zu erlangen.
    2. Dann kam die Disziplin, ausnahmslos mit gleichbleibender und universaler Vergebung und Freundlichkeit zu handeln […] Mitgefühl für Alles aufzubringen, einschließlich des eigenen Selbstes und der eigenen Gedanken.
    3. Danach stellte sich die Bereitwilligkeit ein, die [eigenen] Wünsche in der Schwebe zu halten und
    4. in jedem Augenblick den Eigenwillen preiszugeben.

 

General quotes

  • You are what your deep driving desire is; As your deep driving desire is, so is your will; As your will is so is your deed; As your deed is so is your destiny. Upanishads, Hindu philosophical teachings

 

  • You will seek Me and find Me when you search for Me with all your heart. Jeremiah 29, 13 (OT), New American Standard Bible, 1995

 

  • For he satisfies the longing soul. He fills the hungry soul with good. Psalms 107, 9 (OT)

 

  • Hope deferred makes the heart sick, but a longing fulfilled is a tree of life. Proverbs 13, 12 (OT)

 

Personal avowals

 

  • I don't only miss you because you're gone. Quite the opposite in fact. I miss you because you're here every minute of every day, in my heart, in my thoughts, in my veins. I don't miss you because I want you back. I miss you because you never truly left. Beau Taplin, Australian self-publishing author, A little known fact of longing, undated

 

Recommendations

  • Let yourself be silently drawn by the stronger pull of what you really love. Jalal ad-Din Muḥammad Rumi (1207-1273) Persian Muslim mystic, jurist, theologian, Sufi poet, source unknown

 

  • Be thirsty heart, seek forever without a rest. Let this soundless longing hidden deep inside you be the source of every word you say. Jalal ad-Din Muḥammad Rumi (1207-1273) Persian Muslim mystic, jurist, theologian, Sufi poet, source unknown

 

Conclusion / Appeal

  • If we find ourselves with a desire that nothing in this world can satisfy, the most probable explanation is that we were made for another world. If none of my earthly pleasures satisfy it, that does not prove that the universe is a fraud. Probably earthly pleasures were never meant to satisfy it, but only to arouse it, to suggest the real thing. If that is so, I must take care, on the one hand, never to despise, or be unthankful for, these earthly blessings, and on the other, never to mistake them for the something else of which they are only a kind of copy, or echo, or mirage. I must keep alive in myself the desire for my true country, which I shall not find till after death; I must never let it get snowed under or turned aside; I must make it the main object of life to press on to that country and to help others to do the same. C. S. Lewis (1898-1963) Irish British literary scholar, literary secret agent of MI6, novelist, Mere Christianity, HarperCollins (US), 1952

 

Insight

  • Man is not by any means of fixed and enduring form (this, in spite of suspicions to the contrary on the part of their wise men, was the ideal of the ancients). He is nothing else than the narrow and perilous bridge between nature and spirit. His innermost destiny drives him on to the spirit and to God. His innermost longing draws him back to nature, the mother. Between the two forces his life hangs tremulous and irresolute. Hermann Hesse (1877-1962) German-born Swiss poet, novelist, autobiographical novel Steppenwolf, S. Fischer Verlag, 1927
  • Prayer is not asking. It is a longing of the soul. It is daily admission of one's weakness. It is better in prayer to have a heart without words than words without a heart. Mohandas Karamchand Mahatma Gandhi (1869-1948) Indian Hindu sage, spiritual activist leader, humanitarian, lawyer, nonviolent freedom fighter, Prayer, India, 1977, Berkeley Hills Books, reprint edition July 2000

 


Landschaft, Peter Paul Rubens, niederländischer Maler
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Describing Rowland H.'s craving for alcohol shortly before his death

  • The craving for alcohol is the equivalent on a low level of the spiritual thirst of our being for wholeness, expressed in medieval language: the union with God. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, depth psychologist, letter to Bill Griffith Wilson [Bill W.] (1895-1971) US American co-founder of the international mutual aid fellowship Alcoholics Anonymous (AA), AA Grapevine, The Bill W. – Carl Jung Letters, S. 6, 1963

 

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Spiritual autobiography of a Sufi mystic

  • Progress is only possible through longing. And as the path of progress is infinite, there should be infinite longing. Thus longing becomes itself a form of the infinite, to be desired for its own sake. This is why the mystics idealize longing. The other name for longing is love. Irina Tweedie (1907-1999) Russian mystic, teacher of the Naqshbandiyya-Mujadiddiya Sufi Order, Daughter of Fire. A Diary of a Spiritual Training of a Sufi Master, first issued 1986, Blue Dolphin Press, Nevada City, The Golden Sufi Center, 1. June 1995

 

  • Women are more lonely than men because they have more longing. We bring into this world two qualities: the will to live, and the will to worship. The will to live is self-preservation. The will to worship is the love aspect embedded in the very texture of our soul. This love aspect is the essence of God. It manifests itself in us as longing. Women have such longing. We often feel an emptiness, a great yearning. There is always a place in the heart of a human being reserved for That. No mortal creature can fill it. We are made in God's image and he is the greatest lover, a jealous lover, who keeps a place for himself. Longing is one of the messages which the soul sends to the human being: "Go home. We must go home to the Beloved." [...]
    The Beloved is the nothingness where everything is. It is the fullness where nothing exists. It is the fullness of love. Irina Tweedie (1907-1999) Russian mystic, teacher of the Naqshbandiyya-Mujadiddiya Sufi Order, cited in: Suffering and Self-Realization. An Interview with Irina Tweedie, presented by The Golden Sufi Center, 2010

 

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Calling, life's purpose, genius vs. career, shortterm goals

  • What calls to us is of the Gods. […] The problem here on Earth isn't a lack of calling. The problem is the lack of following what beckons us far enough to learn its true nature. So much of life becomes arranged to obscureand distract us from what has called us to life in the first place. People easily misplace their deepest longing and tune themselves to someone else's idea of life.
    Most people remain unwilling to be extravagant enough to wander where the soul would lead them, and instead, simply adapt to an endless series of short term goals. Video presentation by Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, Michael Meade reads from "Fate and Destiny", sponsored by Elliot Bay Bookstore, Seattle, filmed by Never Not Here TV, Seattle, 2010, Youtube film, minute 58:35, 1:29:31 duration, posted 23. December 2010

 

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Distraced by bread and circuses

  • The evil was not in bread and circuses, per se, but in the willingness of the people to sell their rights as free men for full bellies and the excitement of the games which would serve to distract them from the other human hungers which bread and circuses can never appease. Attributed to Juvenal (55-140 AD) Roman satirical poet, collection of satirical poems, Satires, written ~100 AD, cited in: Ben Moreell, article Of Bread and Circuses, presented by the defunct American libertarian magazine The Freeman, S. 29-32, left column of S. 31, January 1956

 

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Dynamics of the ego

  • Can you believe that autonomy is meaningful apart from Him [God]?
    The belief in ego autonomy is costing you the knowledge of your dependence on God, in which your freedom lies. The ego sees all dependency as threatening, and has twisted even your longing for God into a means of establishing itself. But do not be deceived by its interpretation of your conflict. The ego always attacks on behalf of separation. But do not be deceived by its interpretation of your conflict. The ego always attacks on behalf of separation. Believing it has the power to do this, it does nothing else, because its goal of autonomy is nothing else. The ego is totally confused about reality, but it does not lose sight of its goal. It is much more vigilant than you are, because it is perfectly certain of its purpose. You are confused, because you do not know yours. A Course in Miracles workbook, Urtext, chapter 10, section 6, 26. August 1966

Literary quotes

  • For, after all, you do grow up, you do outgrow your ideals, which turn to dust and ashes, which are shattered into fragments; and if you have no other life, you just have to build one up out of these fragments. And all the time your soul is craving and longing for something else. And in vain does the dreamer rummage about in his old dreams, raking them over as though they were a heap of cinders, looking in these cinders for some spark, however tiny, to fan it into a flame so as to warm his chilled blood by it and revive in it all that he held so dear before, all that touched his heart, that made his blood course through his veins, that drew tears from his eyes, and that so splendidly deceived him! Fyodor Mikhailovich Dostoevsky (1821-1881) Russian writer of novels, short stories and essays, White Nights. And Other Stories, 1848

 

  • Your children are not your children.
    They are the sons and daughters of Life's longing for itself.
    They came through you but not from you and
    though they are with you yet they belong not to you.
    Khalil Gibran (1883-1931) Lebanese American painter, philosopher, poet, writer, 26 prose poetry essays The Prophet, "On Children", S. 17, Alfred A. Knopf, 1923, 1980, Laurier Books Ltd, 14. April 2003

 

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Circular heroic journey toward the Self

  • We shall not cease from exploration
    And the end of all our exploring
    Will be to arrive where we started
    And know the place for the first time.
    T. S. Eliot (1888-1965) US American British literary critic, poet, playwright, Nobel laureate in literature, 1948, Four Quartets, Harcourt, 1943

      The wound      

 

Our yearning is a holy wound,
made by the hard-soft life,
which gathers us into a kingdom of light.
It leads us on the path of transformation.
Sometimes it bleeds and is painful,
but it lets us find the red thread
by which we pull ourselves into a life
beyond our knowledge.

By virtue of our wound we remain open
for the wounds of the world.
With it we heal and become wounded healers.
It is not a punishment but a privilege.
There is a strength in the wound
that we never had in our wholeness.
The wound making us wise is holy.
We live more luminously
each day that we suffer under it.

 

Source: ► Ulrich Schaffer (*1942) German photographer, writer

Quotes by David R. Hawkins

⚠ Caveat See Power vs. Truth, January 2013

  • A useful approach is to let the love for God replace the willfulness that is driving the seeking. One can release all desire to seek and realize that the thought that there is anything else but God is a baseless vanity. This is the same vanity that claims authorship for one's experiences, thoughts, and actions. Dr. David R. Hawkins, The Eye of the I, S. 36, 2001

 

  • There is no "who" that is searching but some innate quality itself. The real Self brings up the false self for investigation, which eventually leads to the disassembly of the ego structure itself. In the beginning, a seeker assumes there is a personal self that is seeking the real Self. Actually, it is the real Self that is drawing the seeker to it. Dr. David R. Hawkins, Discovery of the Presence of God. Devotional Nonduality, S. 219, 2007

Holy longing / Heilige Sehnsucht

* * *
The Holy Longing
Tell a wise person, or else keep silent,
Because the massman will mock it right away.
I praise what is truly alive,
what longs to be burned to death.


In the calm water of love-nights,
where you were begotten, where you have begotten,
a strange feeling comes over you
when you see the silent candle burning.


Now you are no longer caught
in the obsession with darkness,
and a desire for higher love making
sweeps you forward.


Distance does not make you falter
now, arriving in magic, flying,
and finally, insane for the light,
you are the butterfly and you are gone.


And so long as you haven't experienced
this: to die and so to grow,
you are only a troubled guest
on the dark earth.

Source: ► Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) German polymath, playwright, poet,
dramatist, novelist, West-Eastern Divan, collection of lyrical poems (1819-1827)

 

Links zum Thema Sehnsucht / Longing

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks


External web links (engl.)


Audio- und Videolinks

Audio and video links (engl.)

  • Video presentation by Irina Tweedie (1907-1999) Russian mystic, teacher of the Hindu Naqshbandiyya-Mujadiddiya Sufi Order, Spiritual Training, excerpted from DVD part 1, presented by the US American independent public television series Thinking Allowed (PBS) (1988-2002), host Jeffrey Mishlove, Ph.D., US American director of the Intuition Network, program dean of the University of Philosophical Research, YouTube film, 6:33 minutes duration, posted 31. August 2010

 

Interne Links

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Letzte Bearbeitung:
15.09.2017 um 13:18 Uhr

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