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2·2012


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Sigmund Freud BW 499 (1856-1939)
Osterreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

Sigmund Freud, Foto von Max Halberstadt 1921


 

Es – Ich – Über-Ich

Sigmund Freud (1856-1939) unterschied zwischen drei Instanzen innerhalb des "psychischen Apparats":

  • "Es" – Unterbewusstsein
  • "Ich" – Vermittlungsinstanz zwischen "Es" und Außenwelt
  • "Über-Ich" –  Leitbilder, Wertvorstellungen, Handlungsnormen, Gewissen

 

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3. Kränkung der Menschheit

Erkenntnis des dominanten Unbewussten

  • 1917 stellt er [S. Freud [BW 455] seine Entschlüsselung des Unbewussten in eine Reihe mit den Theorien von Kopernikus [BW 455] und Darwin. [BW 450/460] Alle drei hätten sie die Menschheit gekränkt.
    • Kopernikus hatte die Erde vom Mittelpunkt der Welt an den Rand gerückt.
    • Darwin hatte die göttliche Natur des Menschen gegen eine Affennatur ersetzt.
    • Und Freud habe dem Menschen gezeigt, dass er kein Herr im eigenen Haus ist, weil das Unbewusste viel dominanter sei als das Bewusste.
Richard David Precht (*1964) deutscher Philosoph, Publizist, Wer bin ich. Und wenn ja, wieviele?, Kapitelüberschrift "Ulm. Ein Winterabend im 30-jährigen Krieg. Woher weiß ich, wer ich bin?", S. 88, Goldmann Verlag, September 2007

Zitate zum Thema Sigmund Freud

Zitate von S. Freud

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Narzissmus

Sigmund Freud prägte den Begriff "Narzissmus" mit Bezug auf den griechischen Mythos von Narziss, der sich in sein Spiegelbild auf der Wasseroberfläche des Teichs, in den er schaute, verliebte.
Narzissmus: Egoism / Selbstfixiertheit auf der Grundlage des eigenen Selbstbildes.



 

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Genderthematik – Sexualität

  • Die Objektwahl des geschlechtsreifen Individuums wird auf das gegenteilige Geschlecht eingeengt, die meisten außergenitalen Befriedigungen als Perversionen untersagt. Die in diesen Verboten kundgegebene Forderung eines für alle gleichwertigen Sexuallebens setzt sich über die Ungleichheiten in der angeborenen und erworbenen Sexualkonstitution der Menschen hinaus, schneidet eine ziemliche Anzahl von ihnen vom Sexualgenuss ab und wird so die Quelle schwerer Ungerechtigkeit. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Frauen

  • Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: "Was will eine Frau eigentlich?" Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker, zitiert in: Ernest Alfred Jones (1879-1958) britischer Neurologe, Psychoanalytiker, offizieller Biograph von Sigmund Freud, Autor, Das Leben und Werk von Sigmund Freud, Bd. 1, Huber, Bern, 1960

 

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Mut

  • Man kann Leute nicht entbehren, die den Mut haben, Neues zu denken, ehe sie es aufzeigen können. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Begründer der Tiefenpsychologe und der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Sinn des Lebens

  • Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Aggression – Selbstzerstörung

  • Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker, Das Unbehagen in der Kultur, VIII, 1930

 

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Geheimnis

  • Eines Tages denken dieselben Menschen über dieselben Dinge ganz anders als bisher; warum sie nicht schon früher so gedacht haben, bleibt ein dunkles Geheimnis. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Begründer der Tiefenpsychologe und der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Geheimnisverrat

  • Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, überzeugt sich, dass die Sterblichen kein Geheimnis verbergen können. Wessen Lippen schweigen, der schwätzt mit den Fingerspitzen; aus allen Poren dringt ihm der Verrat. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Begründer der Tiefenpsychologe und der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Streben nach Glück

Freud erachtete die Deutschen als unbegabt für Glück. Er definierte Glück unter anderem als "laues Behagen".

  • Mit Sicherheit weiß ich nur das eine, dass die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren Glückswünschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stützen [...]. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker, Das Unbehagen in der Kultur, VIII, 1930

 

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Schmerz – Freude

  • Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Wundersamkeit

  • Es verwundert uns viel zu wenig. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

 

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Tücken des Skeptizismus

  • Wenn man sich für einen Skeptiker hält, tut man gut daran, gelegentlich auch an seiner Skepsis zu zweifeln. Sigmund Freud [BW 499] (1856-1939) österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, Religionskritiker

Zitate (engl.) von S. Freud

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Narcissism

Sigmund Freud coined the term "narcissism" based on the Greek myth of Narcissus who fell in love with his own image reflected on a pool of water.
Narcissism: egotism / fixation for oneself based on one's self image.


 


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Women

  • The great question that has never been answered, and which I have not yet been able to answer, despite my thirty years of research into the feminine soul, is 'What does a woman want?' Sigmund Freud [LoC 499] (1856-1939) Austrian neurologist, deep psychologist, founder of psychoanalysis, critic of religion, cited in: Ernest Jones (1879-1958) British neurologist, psychoanalyst, Sigmund Freud’s official biographer, Sigmund Freud: Life and Work. Vol 1: The Young Freud 1856-1900, Hogarth Press, London, 1953

 

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Religion

  • Religion is the universal compulsive neurosis of mankind. Sigmund Freud [LoC 499] (1856-1939) Austrian neurologist, deep psychologist, founder of psychoanalysis, critic of religion, The Future of an Illusion [Die Zukunft einer Illusion], 1927

 

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Superego

  • The super-ego retains the character of the father, while the more powerful the Oedipus complex was and the more rapidly it succumbed to repression (under the influence of authority, religious teaching, schooling and reading), the stricter will be the domination of the super-ego over the ego later on — in the form of conscience or perhaps of an unconscious sense of guilt. Sigmund Freud [LoC 499] (1856-1939) Austrian neurologist, deep psychologist, founder of psychoanalysis, critic of religion, The Ego and the Id, 1923

 

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Urge to kill

  • The very emphasis of the commandment “Thou shalt not kill” makes it certain that we are descended from an endlessly long chain of generations of murderers, whose love of murder was in their blood as it is perhaps also in ours. Sigmund Freud [LoC 499] (1856-1939) Austrian neurologist, deep psychologist, founder of psychoanalysis, critic of religion

 

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Freud's last words on his death bed

  • Now it’s nothing but torture and makes no sense anymore. Sigmund Freud [LoC 499] (1856-1939) Austrian neurologist, deep psychologist, founder of psychoanalysis, critic of religion

Zitate von anderen Quellen

  • Sigmund Freud hatte 1896 frühzeitig erkannt, dass zahlreiche Kinder, in erster Linie Mädchen von Familienangehörigen und hier hauptsächlich von ihren Vätern sexuell missbraucht wurden. Diese Entdeckung war hochexplosiv und mochten seine FachkollegInnen nicht akzeptieren, so dass Freud geschnitten und isoliert wurde. Als S. Freud seine «irrtümliche» Auffassung aufgegeben hatte, bekam er wieder Zugang zur medizinischen Fachwelt, von der er zuvor geschnitten worden war. Freud widerrief 1905 öffentlich die Verführungstheorie (d.h. sexueller Kindesmissbrauch), und schon 1908 hatten sich ihm angesehene Ärzte angeschlossen: Paul Federn, Isidor Sadger, Sandor Ferenczi, Max Eitington, Carl Gustav Jung, Ludwig Binswanger, Karl Abraham, Abraham Brill und Ernest Jones. Psychoanalytiker waren nicht besonders interessiert an Freuds Motiven seines Gesinnungswandel, auch wenn sie mit ihm überzeugt waren und sind, dass die Psychoanalyse sich nur in der Absage an die «Verführungstheorie» entwickeln konnte. Rudolf Sponsel, Erlangen, Der Widerruf der Missbrauchstheorie ("Verführungstheorie") durch Sigmund Freud, bzgl. Jeffrey M. Massons Forschungsergebnissen

 

  • Sigmund Freud sagte: Das Verdrängte wird ständig symbolisch ausagiert, und gerade das Wesentliche kann nicht als Realität erinnert werden. Olga Rinne, Medea, Kreuz Verlag, 1988

 

Zitate (engl.) von anderen Quellen

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Projection

  • As [Sigmund] Freud discovered, out of guilt the animal nature of man becomes repressed and then projected onto others, or onto a deity that purportedly has the same character defects as man. Historically, man paradoxically fears his own projections and confuses Divinity with the repressed dark side of his own nature. The ego is dissolved not by denunciation or self-hatred, which are expressions of the ego, but by benign and nonmoralistic acceptance and compassion that arises out of understanding its intrinsic nature and origin. Dr. David R. Hawkins, Dissolving the Ego, Realizing the Self, chapter 1, S. 27, quote 3

 

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Definition of ego

 

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Literatur

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