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Wer sein Leiden leidet, wird frei vom Leiden. Konfuzius
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Sag mir nicht, was bei mir im Argen liegt, [wozu ein wahrer Freund seinen Freund einlädt und umgekehrt] dann werd ich dir gegenüber auch deinen Makel nicht ansprechen.
Grundhaltung innerhalb von Suchtgesellschaften
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Don't call me on mine, so I won't call you on yours.
Basic attitude within the addictive society
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Komplexe Suchtgesellschaften
Aus jüngeren bahnbrechenden Veröffentlichungen bezüglich der psychologischen und soziologischen Hintergrundforschung geht hervor, dass industrialisierte Länder in dem Denkrahmen der komplexen Suchtgesellschaft leben. Dieser nährt sich aus der zunächst einleuchtenden, doch letztlich irrigen Idee von bevormundenden Tätern und unmündigen Opfern.

Gelbflechte auf Holz
Die "Sucht hinter der Sucht" wird als Koabhängigkeit bezeichnet, ein Begriff, der sich seit Anfang der achtziger Jahre durchgesetzt hat. Der Umstand suchtbegünstigender Mitsüchtiger wurde in (psycho)therapeutischen Fachkreisen anerkannt und diskutiert.
Die "normale" Bevölkerung besteht zu über 95 Prozent (!) aus aktiv und passiv Suchtkranken zusammen, so die Aussage von diversen Soziologen. Ein entsetzlicher Istbestand, der daher überwiegend ignoriert wird.
Da kollektive Sucht, ausgedrückt in sozialisiertem Rollenverhalten, als die Norm gilt, wird sie in ihrer Tragweite – auch und gerade von Therapeuten und Machern – meist gänzlich verleugnet und wird folglich weder thematisiert noch behandelt.
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Sucht – eine Suche des Siechenden
Sucht geht etymologisch auf Siechen (engl. sickness = Krankheit) zurück. Sie wird auch gesehen als die verirrte Suche nach dem eigenen verlorenen Gott-Selbst, das durch das findige Halbwesen Ego überwuchert wurde (Analogie: Zelle-Virus-Modell). Da diesem außer sich nichts heilig ist, weiß es geschickt, die menschliche Sehnsucht nach inklusiver Verbundenheit und Ganzheit, die mehr als die Summe aller Teile ist, zu seinen vordergründigen Gunsten umzulenken und auszunützen. Statt Spirit bietet es Spirituosen. Ein aufgeblähtes Ego vermeint, die ganze Welt retten zu können, wobei es genügte, sich effektiv selbst zu wandeln (seine größte Angst!) und als Genesender seinen wesensgemäßen Beitrag zu leisten.
Sucht und Spiritualität sind eng miteinander verwandt. Eine spirituelle Tiefenerfahrung oder ein Nahtoderlebnis kann sowohl grobe als auch subtile Süchte wirksam überwinden als auch den Weg zum Gottselbst weisen. Bei einer authentischen Einweihung – Hingabe in Form von schmerzlichem Entzug/Ego-Entmachtung – geht das suchtorientierte Scheinselbst zurück. Das Ego muss sich sterbend wandeln.
Es ist überliefert, dass kein Mann erwachsen werden kann, ehe er nicht in der geeigneten Gemeinschaft zum richtigen Zeitpunkt an der passenden Stelle eine Wunde geschlagen bekommt, wodurch es seiner Seele möglich wird, in ihn einzuziehen. Einweihungen dieser Art kosten nicht Wenigen, die den Anforderungen nicht gewachsen sind, das Leben. Der männerbewegende US-amerikanische Schriftsteller Robert Bly drückt es so aus:
Ein Kind wird nicht erwachsen, bis es seine Harmoniesucht überwunden hat, sich für das, was es am liebsten hat, entscheidet und freudig an den Spannungen dieser Welt teilhat.
Zu entscheiden, zu unterscheiden, Kritik zu üben, heißt, sich dem gegebenen Konfliktstoff einer gespaltenen Welt (Baum der Erkenntnis) zu stellen, der infolge des "Falls" aus dem unbewussten Einheitszustand hervorgegangen ist.
Übertriebene Tendenzen, die sich zur Sucht auswachsen, treten in vier grundlegenden Seinsebenen zutage:
- körperlich (Materie),
- emotional (Gefühle),
- intellektuell (Verstand) und
- spirituell (Geist).
Krankhafte Abhängigkeiten sind vorhanden, wenn man zwanghaft und im Übermaß einen Kult betreibt mit:
- Substanzen / Drogen (grobstofflich),
- Methoden / Verhaltensweisen (feinstofflich),
- Personen / Kultfiguren (personenbezogen) und
- Gottheiten / Archetypen (transpersonal).
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Monotheistisch-patriarchalisch orientierte Ideologienträger brachten das dualistische Prinzip von Abspaltung mit Auf-/Abwertung hervor. Mit hierarchisierter (Gewalt)-Herrschaft wurde polares Bezogensein verdrängt. Die daraus abgeleiteten Handlungsstrategien orthodoxer helfender Berufe wie Medizin, Pädagogik, Psychologie und Theologie verleihen ihren Experten einen unangemessenen Halbgottstatus, den die meisten – entgegen berechtigter Vorwürfe – durch den Schein des Perfektionismus zu wahren suchen. Ihre unerfüllbare und letztlich unhaltbare Übermachtstellung vermittelt ihnen die Illusion der Kontrolle, die sie verleitet, die ihnen Anvertrauten von außen und von oben (herab) wie reiz-reaktions-gesteuerte Bioautomaten zu lenken. Die Symptome ihrer Klienten diagnostizieren sie anhand von reduktionistischen Theorien, erkennen sie selten als Zeichen unterschwelliger Sucht, beheben sie vordergründig meist mit chemischen Drogen, ohne sie wirklich heilen zu können. Natur- und Körperweisheit, Gefühle, menschliche Nähe, praktiziertes Mitgefühl, Intuition und gar inspirierte Eingebungen sind weitgehend verpönt und gelten als unprofessionell, da sie den elevierten Status der amtlich autorisierten Subkontrolleure gefährden und womöglich den miteinander verhakten Suchtpartnern Helfer/Patient weitere nicht systemkonforme Optionen eröffnen könnten. Schlagen Behandlungen fehl, stellen sie ihre unzureichende Theorie und/oder Therapieform selten in Frage, sondern beschuldigen den Klienten, ein unangepasster Querulant zu sein, opfern ihn sozusagen, meist unverantwortet, dem normierten Suchtgefüge als Sündenbock und gelegenen Schattenträger.
Die Grundlage für die Entstehung des zentralistisch gesteuerten, entropisch geschlossenen Systems der Suchtgesellschaft ist ein mechanistisches, menschen- und naturfeindliches Weltbild aus unvereinbaren Entweder-Oder-Dualismen, die sich auf ein vertikales Machtgefälle zwischen dem vermeintlichen Oben und Unten und damit die Illusion des Getrenntseins stützen:
* Gottesbild → Menschheit
* Menschheit → Natur,
* Mann → Frau,
* Staat → Individuum,
* Täter → Opfer.
* Subjekt → Objekt.
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Allverbundenheit
Die Erstgenannten genießen in einer täterverliebten Gesellschaft einen erhöhten tabuierten Status und frönen oft deshalb ungehindert ihrer Sucht, während die Letztgenannten eher ein Schattendasein führen, sich als suchtbegünstigende so genannte Enabler "nützlich" machen und als verschwiegene Kollaborateure insgeheim mitkontrollieren.
Die Macher verschanzen sich hinter dem Mythos der distanzierten Objektivität, den die moderne Quantenphysik bereits als unwahre Theorie entlarvt hat.
Es gibt subjektiv empfundene und graduell unparteiisch darstellbare Wahrheit. DIE Wahrheit, die machthabende Lobbies mit Vorliebe für sich in Anspruch nehmen, ist nicht personell zu vereinnahmen. Ein angeblich neutraler Beobachter wirkt zwangsläufig auf Versuchsanordnungen ein und häufig erzielt er sein erwartetes Ergebnis, wodurch er möglicherweise seinen Bezugsrahmen nicht zu hinterfragen braucht. Der Kernphysiker David Bohm hat den Begriff des evoluierenden "Holomovements" geprägt. Demnach leben wir in einem spiralförmig expandierenden offenen Raum-Zeit-Kontinuum, dessen interdependente leitfähige und supraleitfähige Elemente sich im Drehkreuz komplexer zyklischer Bewegungsabläufe gegenseitig beeinflussen, da sie immanent aufeinander bezogen sind.
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Exemplarische Fälle von Suchtverhalten
- Rex Gildo, ein stets gut gekleideter, angepasster Sunnyboy und Hossa-Schlagerstar, der über seine Herkunft, sein Alter, seine Biographie und seine sexuellen Präferenzen log, holte am Ende seiner über vierzigjährigen Karriere durch einen tödlichen Fenstersturz eine initiatorische Tiefenerfahrung nach, die seine Fans bestürzte. Leider fanden sich unter seinen Gefolgsleuten in der harmoniesüchtigen Scheinwelt des Schlagers keine klaren Mentoren, die bereits Jahre vor seinen Alkoholexzessen eingeschritten wären.
Auf den Hitparade-Moderator Uwe Hübner, lange Zeit einer der Mit-Macher, der nach Rex' Tod mutig, ehrlich und zugleich branchenschädigend in der Presse auspackte, wurde gar ein anonymer Mordanschlag verübt.
- Marilyn Monroe verkraftete das Image der angehimmelten Superfrau nicht, da sie darunter ein zutiefst unglücklicher, zerrissener Mensch war. Als koabhängige Geheimnisträgerin der Mächtigen und Beziehungssüchtige starb sie jung durch Selbstmord.
- Die Weltbestsellerautorin Robin Norwood, eine beziehungssüchtige Frau, die zu sehr liebte, hoffte inständig, bei einer Operation sterben zu können. Erst nach einer siebenjährigen Aschenputtelphase war sie imstande, öffentlich einzugestehen, dass sie damals ihrer Sucht und ihrem dritten Mann durch Tod entkommen wollte, den sie in ihrem Buch noch als den Richtigen angepriesen hatte, was sich kurz nach dessen Veröffentlichung als weiterer Selbstbetrug erwiesen hatte. Sie fürchtete sich, vor ihrer internationalen Leserschaft widerrufen zu müssen. Das Unvermögen, Lebenslügen aufzudecken, lässt den Tod gnädiger erscheinen, als die Aussicht, sich und anderen die enttäuschende Wahrheit zu gestehen.
- Ende der achtziger Jahre genoss die Weißfrau und Leiterin ihres Licht-Instituts in New Mexico, USA, Chris Griscom, die blondiertes Haar und vorwiegend weiß-pastellfarbige Kleidung trägt, in der deutschen Esoterikszene einen sagenhaften Erfolg. Damals äußerte sie in einem Gespräch:
Jetzt, wo es nichts mehr Besonderes ist, über glühende Kohlen zu gehen, ohne sich dabei zu verbrennen, trainiere ich, übers Wasser zu gehen, ohne dabei einzusinken, um diesen Kniff später als Workshop anzubieten.
Scherzte sie oder meinte sie es Ernst? Ihre weniger erfolgreichen Kollegen in ihrem Heimatstaat nannten sie despektierlich "White Light Nazi" (Weißer Licht-Nazi), da sie den Blick auf Schattenseiten nicht gelten lässt.
- Die "kultige" Freizeitindustrie
bringt unentwegt neue lebensgefährliche Sportarten heraus, die den Dauerpubertierenden des vorherrschenden Jugendkults immer heftigere Adrenalin- und erhoffte Endorphinkicks beschert. Die wiederholt erfahrene Todesnähe bei Mutproben aller Art wird unbewusst als untauglicher Ersatz für ein nicht erfolgtes Übergangsritual in einer halbstarken Gesellschaft gesucht. Das Bewusstsein des reifen Erwachsenen, der imstande ist, Verantwortung zu übernehmen, lässt sich so nicht erlangen. Nüchterner sind davon nur wenige geworden, vielmehr nimmt die Besessenheit zu.
- Schattenmenschen
Unmündige, überangepasste BürgerInnen verharren im bequemen Schattendasein ("Opferbonus"), da sie systembedingt nicht lernen s(w)ollten, sich ihr Leben zu eigen zu machen, sich selbst zu bestimmen und ebenbürtig teilhabend und teilnehmend (partizipatorisch) mitzubestimmen. Sie lassen sich "von der Wiege bis zur Bahre" willig als "Objekte" verwalten und durch Werbung sowie unredliche wissenschaftliche und spirituelle Propaganda – gegen besseres (Ge)Wissen – gehirn- und seelenwaschen. Infolge von anerzogener Hilflosigkeit, Minderwertigkeitskomplexen und mangelnder Identitätsbildung sind sie selten initiativ imstande, kollektiv zementierte Tabuschranken zu überwinden und ihre latenten Kräfte zur Selbstheilung von innen heraus zu mobilisieren.
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Verleugnung und pathologisches Schweigen
Aufgrund der meist unaufgefordert geübten schambesetzten Geheimhaltung – einer Form der Leugnens – kann progressive Sucht nach Art einer grassierenden Viruserkrankung ungehindert weiterexistieren und zerstören.
Vampireske Schmarotzerzellen (Virus dringen in Helferzellen ein, vereinnahmen sie, machen sie sich in inflationärer Weise gefügig, indem sie deren DNS-Muster nach eigener Vorlage umstricken, um schließlich mitsamt dem ausgehöhlten Organismus zu sterben, sofern die systematische Vereinnahmung unerkannt bleibt und ihr kein Einhalt geboten wird.
Nach dem bildlichen
Motto der Endzeit Berge fallet über mich weigern sich Süchtige, den wirklichen Zustand ihrer selbst und den ihrer Mitwelt überhaupt zu erkennen.
Durch die aus Profitgier noch systematisch verleugnete schädliche Einwirkung von Mobilfunkstrahlen und Mikrowellen bröselt tatsächlich das Granitgestein der gepulst bestrahlten Alpen, weswegen die Anwohner buchstäblich durch immer häufigere Lawinen- oder Hangabgänge erschlagen werden. Es gibt Süchtige der modernen Funktechnik und Elektrosmoggeschädigte.
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 Der Nordwind und die Sonne – Fabel
Es fällt nicht leicht zu glauben, dass sich 100 000 wirre Fliegen in ihrer Flugrichtung irren. Im Kontext einer unheilen Norm, die sich seit Jahrtausenden etabliert hat, befinden sich Süchtige in einer eher therapieresistenten Starre aufgrund von mangelnder Basisenergie. Sie ahnen dumpf, wie mühsam ihre Transformation werden wird, handeln jedoch meistens nicht, solange der Leidensdruck noch erträglich ist. Ungleich gewichtete ungesunde Abhängigkeiten, so sie unbeachtet bleiben, mindern fortschreitend:
* die Lebensqualität des Süchtigen,
* seiner begünstigenden Umgebung und
* infolge der Suchtmassierung letztlich auch des Heimatplaneten der Menschheit.
Nachdem sich das Suchtsystem nach dem Motto sozialdarwinistisch "gerechtfertigter" Ausbeutung nahezu – materiell, moralisch und spirituell – bankrott gewirtschaftet hat, steht ein viel beschworener transformatorischer Paradigmenwechsel an. Die Erdbevölkerung hat den point of no return oder den möglichen Wendepunkt in ihrer Suchtkarriere erreicht. Das menschliche Kollektiv durchlebt derzeit die existenziell entscheidende Sinnkrise eines Süchtigen. Die Umkehr wird durch Katastrophenserien erleichtert. Dadurch fühlt sich das Menschheits-Ego machtlos, so als ob es stürbe.
Friß' oder stirb'. Stirb und werde.
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Ein Süchtiger "kontrolliert" zwar offen oder verdeckt seine Umgebung, doch bleiben sein jeweiliger Stoff oder Enabler, die Suchtunterstützer, (engl. befähigen) eines Tages aus, neigt er dazu, sich als machtloses Opfer der Umstände zu fühlen. Aus mangelndem Unrechtsbewusstsein weigert er sich, Verantwortung zu übernehmen. Sind mindestens drei bis vier 'nüchterne' Nahestehende gewärtig, dass ein Mitmensch heimlich einer Sucht frönt, und konfrontieren ihn beherzt und unterstützen ihn solidarisch, kann mit dessen Einsicht und Entwöhnung die Suchtspirale "in ihren Anfängen" gestoppt werden.
In der Regel muss ein Süchtiger (und auch mitabhängige Enabler) nach vielen halbherzigen Entzugsphasen erst den absoluten Tiefpunkt erreicht haben, wo die Sucht ultimativ seinen Tod fordert oder er durch ein tiefgreifendes Hingabeerlebnis seinen verbitterten Opferstatus aufgibt und sich von innen heraus immer wieder für die fortschreitende Genesung mit Dominoeffekt entscheidet. Wirksame integrative Suchtheilung ist ein Gnadenerlebnis und kann letztlich nicht von außen gesteuert werden.
In People of the Lie (Die Lügner, deutsche Ausgabe, vergriffen') schreibt der US-Psychiater Scott Peck:
Der gesamte Verlauf der menschlichen Geschichte kann von einem Herzenswandel in einem selbst-bestimmten und gar auch demütigen Einzelnen abhängen – denn innerhalb des eigenstehenden Gemüts und der Seele des Einzelmenschen wird das Ringen zwischen Gut und Böse ausgefochten und letztlich gewonnen oder verloren.
Um allerdings Rückfälle nach Möglichkeit zu vermeiden, ist es unumgänglich, dass sich die suchtbegünstigende Umgebung – Einsicht vorausgesetzt – am Genesungsprozess mitbeteiligt.
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Den Elefanten im Wohnzimmer benennen
Ketten aus Sucht und Missbrauch, die sich über Generationen hinziehen und verstärken, worin die ehemals Leidtragenden den Täterstatus annehmen und ihren Kindern wiederum ein Klima bereiten, das die Übernahme der Opfer-/Täter-Einstellung (Mitabhängigen) begünstigt und somit eine gelingende Genesung erschwert. Unter diesen Umständen ist eines der genetisch geschwächten aufrichtigen Familienmitglieder angesichts des familiären und gesellschaftlichen Widerstandes aufgerufen, den Teufelskreis der Sucht zu durchbrechen.
Christina Grof, eine bekennende genesende Alkoholikerin und spirituelle Mentorin sowie die Frau des bekannten Bewusstseinsforschers Stanislav Grof, bezeichnet das Suchtphänomen als "Elefanten im globalen Wohnzimmer". Die auf Nichts-Sehen, Nichts-Hören und Nichts-Sagen getrimmten Angehörigen der suchtbefallenen Weltfamilie leugnen beharrlich die Anwesenheit des Riesentiers, obwohl es sie schier erdrückt. Ein offenkundiger Realitätsverlust! Sobald sie es wagen, den "Elefanten" öffentlich zu diskutieren, wird er beginnen sich aufzulösen.
Je mehr Rotkäppchen, die sich einst vom Wolf (Ego), dem "Vater der Lüge", verschlingen ließen, den Mut aufbringen, auf dessen trügerische Sicherheiten zu verzichten, dessen Wolfsbauch zu verlassen, ohne sich erneut in subtilere Truggebäude zu verkriechen, desto mehr Genesende können inspirierend wirken. Die Letzten auf der sozialen Leiter und in der Suchtkette werden die Ersten sein.
Die Ersten werden die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. Matthäus 19, 30 (NT)
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Vier Evolutionsstufen Prüfungsstationen bei der Suchtgenesung |
Die vier entscheidenden Prüfsteine der progressiven Suchtgenesung spiegeln sich in den sich konzentrisch erweiternden Lebensbereichen Geld, Sex, Macht, Tod wider. Suchtspiralen in sich steigendernder Form spielen sich in diesen vier Bereichen ab. Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung) nannte den Viererzyklus Quaternität. |
Rang Potenz | Thema | Aufgabe | Ebene | Ansatz | Bezüge |
| 1. 1 | Geld | (Ge)Wissen/ Überleben creatio | KÖRPER Persönlich – unbewusst | Theorie Egozentrisch | Ich |
| 2. 10 | Sex | Prestige/ Vermehrung procreatio | GEFÜHL Interpersönlich – halbbewusst | Methodik Soziozentrisch | Ich <> Du |
| 3. 100 | Macht | Verantwortung cocreatio | INTELLEKT Unpersönlich – indirekt bewusst | Praxis Weltzentrisch | Ich ∞ Du ∞ Wir |
| 4. 1000 | (Ego)Tod | Einweihung neocreatio | GEIST Transpersönlich – direkt bewusst | Erneuerung Kosmozentrisch / integral | ES/WIR ∞ Ich |
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Suchttragende Glaubensüberzeugungen des Kollektivs
In seinem Buch Gemeinschaft mit Gott stellt der US-amerikanische Bestseller-Autor Neale Donald Walsch die Die zehn dysfunktionalen Überzeugungen der Menschheit vor. Die von ihm genannten Täuschungen bilden sukzessive ein scheinbar schlüssiges logisches Fundament von Sucht-Gesellschaften:
Die zehn dysfunktionalen Glaubensüberzeugungen der Menschheit
- Die Illusion der Bedürftigkeit
- Die Illusion des Versagens
- Die Illusion der Spaltung
- Die Illusion des Mangels
- Die Illusion der Erfordernisse / Ansprüche
- Die Illusion des Richtens / Verurteilens
- Die Illusion der Verdammung
- Die Illusion der Bedingtheit
- Die Illusion der Überlegenheit
- Die Illusion der Unwissenheit
Dieses Bündel an Fehlüberzeugungen, an dem die Menschheit mit Inbrunst festhält, gilt es, sukzessive neu zu evaluieren aus der Haltung des Urvertrauens, das auf die Urquelle des Lebens baut.
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Vereinzelt haben Individuen und (Selbsthilfe)Gruppen begonnen, schrittweise
- inwendig auf körperlicher, emotionaler, mentaler und spiritueller Ebene und zugleich
- auswendig individuell, familiär, gemeinschaftlich und transpersonal
zu genesen, sich zu verfeinern, sich neu zu gebären. Während sie dem Suchtsystem entwachsen, entwickeln sie ein partizipatorisches Lebensmodell, das von ebenbürtigen, selbstbestimmten Mitschöpfern getragen wird. Dabei lernen sie, sich über suchtdienliche Tabus hinwegzusetzen, indem sie immer mehr Schleier der Verblendung ablegen und eine einst "heilige" nun unheilbringende "Kuh" nach der anderen schlachten.
Um ihrer Klarheit willen, nehmen Suchtaussteiger auch soziale Ächtung, ein probates Repressionsmittel des Suchtsystems, in Kauf. Die perfide Suchtstruktur (das Ego) ist – um den Preis des Lebens – stets auf ihr Überleben bedacht.
Als die zuvor lange abgeleugnete BSE-Rinderkrankheit als regelrechte Krise Deutschland und den europäischen Kontinent erfasst hatte, geschah das konkrete Aufdecken der Verschleierung mit 10-jähriger Verspätung und wohl im Übermaß.
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Lösungsweg
Der Prediger Jesus betonte einst:
Ich bin nicht gekommen, um Wunder zu wirken.
Echte Erscheinungen oder 3D-holographisch induzierte Gauklertricks kamen von jeher bei einem außen-orientierten Publikum an. Sie erweisen sich jedoch meist als kontraproduktiv, wenn es darum geht, einer authentischen Botschaft inneres Gewicht zu verleihen. So genannte Wunder, die Begleiterscheinungen der Umwandlung, treten bei geeigneten Voraussetzungen auf und rütteln am unzureichenden Seinsverständnis der Masse. Der Heiland riet der Ehebrecherin:
Geh' hin und sündige hinfort nicht mehr. Johannes 8, 11 (NT)
Er riet ihr, suchtbegünstigende Felder und Mitmenschen zu meiden.
Ein Weisheitsspruch aus dem Zen-Buddhismus gibt zu bedenken:
Deutet ein Weiser auf den Mond, so schaut der Narr gebannt auf dessen Zeigefinger.
Jesus warnte vor Endzeitpropheten, die hier und dort als "Scheinerlöser" auftauchen würden, um die Gläubigen zu verwirren und auf Umwege zu führen. Die ersehnte Wiederkunft Christi, die für das Ende der Zeiten angekündigt ist, wird vorderhand nicht als äußeres Ereignis stattfinden.
- Der Christusgeist (Waidmann) stellt sich unbemerkt wie ein Dieb in der Nacht
- im Haus, im Inneren der "gerüsteten Braut" (Persönlichkeit) ein.
- Sobald ein "verwolftes" Rotkäppchen (Einzelmensch) bereit ist, hinter die Fassade des kollektiven Suchtsystems (schnarchender Wolf) zu blicken,
- schneidet der wachsame Waidmann (Selbst)
- dem schnarchenden 'bösen' Wolf (Scheinselbst) den Bauch auf.
- Dadurch verhilft er der Ersten, die generativ die Letzte ist, das "sich entwolfende" Rotkäppchen (Genesende/r), und
- nachfolgend der Letzten, die generativ die Erste ist, der geschwächten, kranken Großmutter (Mitwelt) zur
- zweiten Geburt, die den Beginn der Läuterungsphase einläutet.
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Verführung
Neben den Angeboten der Kirche und den klassischen helfenden Berufen beanspruchen namentlich Vertreter der rasch wachsenden New Age-Szene eine wegweisende Funktion für gutgläubige, zahlungswillige Suchende wahrzunehmen, um diese vorgeblich durch und aus dem Irrgarten des irdischen Lebens zu lotsen. Sie berufen sich auf diesseitige und jenseitige spirituelle Führer, demonstrieren frappierende Techniken und stellen verlockende Behauptungen auf. Wem dienen sie?
Man bedenke, dass die zu 95 Prozent vorherrschende, doch geleugnete Suchtstruktur auch im Umfeld wohlmeinender Sinnsucher und Sinnvermittler insgeheim die Fäden zieht! Spirituell konnotierte Sucht nach dem Motto Mein Gott ist weißer als deiner! kursiert in weitreichenderen Dimensionen, ist subtiler, heimtückischer und schwerer zu (er)fassen. Der Sucht wird wie einem Ersatzgott gehuldigt. Durch immer neue verlockendere Angebote vermittelt sie den Zustand kurzlebiger abgehobener Grandiosität. Robert Bly mahnt hingegen:
Unsere gespiegelte Größe [...] muss sorgsam geachtet werden, sie darf weder aufgebläht noch vernichtet werden.
Durch vordergründige Therapien und zeitgemäße Ersatzrituale entfernen sich Esosüchtige immer weiter von sich und echter Heilung, sprich Ganzwerdung. Der so genannte "Aufstieg" des "Höheren Selbst" (alias Ego) ins losgelöste Nirwana (der ultimativen Selbst-Vernichtung) wird angestrebt. In einem finalistischen Weltbild bedeutet der begehrte Platz "ganz oben" statischen Stillstand mit größerer Distanz zu den "Unerleuchteten" getreu dem Mythos der Über-Parteilichkeit. Die Vorstellung, erleuchtet zu sein, etwas Besonderes zu sein, verheißt Selbstwertgeschädigten vorübergehend ein durchschlagendes Überlegenheitsgefühl, möglicherweise den ultimativen "Kick" eines berauschenden Trips. Wem Aufstieg oder Erleuchtung dennoch versagt bleiben, der kann immerhin Personen- oder Götterkult betreiben und auf den "Zeigefinger" projizieren.
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Fragen von Esosuchtaussteigewilligen
- Unterscheidungsfähigkeit: Sind wir ausgestattet, "die Geister zu unterscheiden", unseren vertrackten Suchtzustand zu konfrontieren und zu beginnen, ihn mit göttlicher Gnade prozesshaft aufzulösen, indem wir unsere Ahnungen und inneren Regungen gelten lassen und uns durch die Seele in unbekanntes Terrain leiten lassen?
- Standhaftigkeit: Gelingt es uns, auf die äußere Bestätigung und Kontrolle durch systemkonforme Gurus und deren Gefolge zu verzichten und neue Rattenfängertricks auszumachen, deren Reiz wir uns entziehen?
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Ausblick
Die irdische Gemeinschaft braucht nicht noch mehr Nahrung für rauschhafte Aufstiegswünsche, sondern eine elementare Ernüchterung und Ausnüchterung, die wie ein Abstieg empfunden werden kann. Besonnene Klarheit versus schwärmerische Scheinerleuchtung ist angesagt.
Siehe Stufe 3 der Vier Phasen der Teamentwicklung nach M. Scott Peck
Krisen, Katastrophen und der Beinahtod beinhalten die Chance, das Scheinselbst aufzudecken und sind die nachhaltigsten erneuernden Wandler. Die Suchtstruktur wird keineswegs innehalten, das neu entstehende ganzheitliche Weltbild inhaltlich zu kopieren, um es faktisch und formell geschickt zu unterminieren. Achtsamkeit tut dringend Not.
Die biblische Empfehlung
Wachet und betet! (drei Mal)
dient dazu, schichtweise die eigenen, die zwischenmenschlichen und die systemeigenen Verleugnungsmuster der Sucht überwinden zu können. Angesichts der eingeschränkten Unterscheidungsfähigkeit zwischen Wahrheit und Irrtum, der Ignoranz, nimmt es nicht Wunder, dass leichtfertige Utopienschmiede, die das Rezept für den lässigen Sprung ins Paradies verkünden, spielend ein Gefolge finden. Ihre Testobjekte greifen realitätsferne Ideologien begierig auf und erproben sie blindgläubig und starrköpfig über Gebühr, um sich zeitweilig über das Bittere an der Wahrheit hinwegzumogeln.
Gemäß der neutestamentlichen Offenbarung wird ein Drittel der Menschheit den Spagat der anstehenden Neuwerdung bewältigen, während zwei Drittel der gefallenen Schöpfung der Tod ereilt, sobald diese das endzeitliche Nadelöhr der kollektiven Suchtprogression erreicht hat.
Um genesen zu können, kommen Ego-gesteuerte Süchtige nicht umhin, aufrichtig zu sein, sich auf ihr Selbst zu besinnen und ihre latenten Meta-Sinnesorgane wieder einzusetzen. Den verzerrten Realitätsbezug kann mensch korrigieren, indem er lernt,
"mit Augen zu sehen und mit Ohren zu hören",
die bisher brachlagen. So lösen die bekannten drei Affen der dreifachen Verleugnung, nacheinander die Hände von den einst verdeckten Augen und Ohren und öffnen schließlich den Mund, so ihr "Herz voll ist".
Der wortgewaltige Paulus von Tarsus bat:
Herr, tue meine Lippen auf, denn es bedarf eines neuen Mundes für eine neue Rede,
die das bisherige "Geistgeseufze" angemessen auszudrücken vermag.
Der britische Psychiater Ronald D. Laing (1927-1989) erklärt:
Wir leben in einer Kultur, die völlig zerfiele, wenn man die Wahrheit sagen würde.
Eherne Berge zerfallen und künden mit Getöse die bittere Wirklichkeit. Die Bibel lehrt:
Ihr werdet die Wahrheit erkennen und sie wird euch freimachen.
Dem fügt der Autor Scott Peck schmunzelnd hinzu:
[…] doch anfangs wird es dich gewaltig ankotzen.
Aufrichtigkeit ist ein wirksames und zugleich zweischneidiges Schwert, das Suchtbekenner aus dem "Wolfsbauch" der normierten Suchtstrukturen herausschneiden und bislang Kriecherisches – die Schlange der Weisheit im Menschen – aufrichten kann.
- Gefahr erkannt,
- Gefahr benannt,
- Gefahr (als verwandt) bekannt (gemacht),
- Gefahr gebannt.
Nach erfolgter Einsicht wird frau/man sich entscheiden, sich fernzuhalten von:
- Propagandaformeln und
- Methoden, den bewährten "Brot und Spiele"-Ködern
- vergöttertern Systemerhaltern fernzuhalten.
- Und er wird konsequent die eigene empfundene Wahrheit sagen und umsetzen.
Rückfälle sowie innere und äußere Widerstände sind unvermeidlich und letztlich stärken sie.
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Zitate zum Thema Sucht / Addiction
Zitate allgemein
- Von einer einzigen Sucht zu genesen, kann den Großteil einer Lebensspanne beanspruchen. Die verbreitetste und heimtückischste Sucht ist die Verleugnung, die den Blick durch unsere intellektuelle Eitelkeit trübt.
Auch wenn ein Mensch vernünftigerweise einsieht, dass er sich selbstzerstörerisch verhält, hat diese Erkenntnis nicht die geringste unerlässlich abschreckende Wirkung. Unsere Süchte verstandesmäßig anzuerkennen, hat uns niemals die Macht verliehen, sie im Zaum zu halten. David R. Hawkins, FU, Afflicted by Forces Unseen? Exzerpt aus Power vs. Force

"König Alkohol und sein Premierminister", ca. 1820
- Das so genannte Hochgefühl, das der Drogen- oder Alkoholgenießer erlebt, kann allerdings einen messbaren Bewusstseinswert von 350 bis 600 erreichen. Die tatsächliche Wirkung von Drogen dient einfach dazu, die niederen Energiefelder zu unterdrücken, was dem Betreffenden ermöglicht, ausschließlich die höheren zu erleben. Es ist, als ob alle unteren Töne eines Orchesters durch ein Sieb herausgefiltert würden, so dass man nur noch die hohen Noten hören kann. Die Unterdrückung der niederen Töne bringt nicht die höheren Töne hervor, sie macht diese lediglich offenbar.
[…] Selten erfährt ein Durchschnittsmensch etwa Liebe ohne Angst oder reine Freude, noch viel weniger Ekstase. Diese höheren Bewusstseinszustände sind jedoch derart machtvoll, dass man sie, so man sie einmal erlebt hat, nie vergessen kann und sie deshalb unablässig erstrebt.
[…] Der hohe Zustand, nach dem die Leute mit allen Mitteln trachten, ist tatsächlich das Erfahrungsfeld ihres eigenen Bewusstseins (SELBST). Wenn sie spirituell unzureichend gebildet sind und es ihnen an Hintergrundwissen mangelt, um das Erleben begreifen zu können, glauben sie, dass es von einer "äußeren" Quelle erzeugt wurde (beispielsweise von einem Guru, von Musik, Drogen, Geliebten usw.). Dabei ist lediglich unter besonderen Umständen etwas eingetreten, wodurch sie erfahren haben, was in Wirklichkeit "im Innern" vorhanden ist.
Die meisten Menschen sind so weit entfernt von ihren eigenen reinen Bewusstseinszuständen, dass sie sie nicht erkennen, wenn sie sie erleben, weil sie diese mit ihren eigenen niederen Ego-basierten Zuständen oder ihrem eigenen geringsten gemeinsamen Nenner einschätzen. Ein negatives Selbstbild blockiert das freudige Leuchten, das die wahre Essenz ihres Wesens ist, das deshalb nicht erkannt wird. Dass dieser freudige, friedvolle, erfüllende Zustand tatsächlich die eigene Essenz ist, ist ein wesentlicher Lehrsatz jedes bedeutenden spirituellen Führers gewesen (wie etwa Das Reich Gottes ist inwendig in euch). David R. Hawkins, FU Power versus Force, Kapitel IV
- Die Sucht nach Alkohol entspricht auf einer niedrigen Stufe dem geistigen Durst des Menschen nach Ganzheit, in mittelalterlicher Sprache: nach der Vereinigung mit Gott. Carl Gustav Jung, in einem Brief an Bill Wilson, Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker kurz bevor seinem Tod, Rowland H.s Verlangen nach Alkohol beschreibend, AA Grapevine. Briefwechsel zwischen Bill W. und Carl Gustav Jung, S. 6, 1963
- Im Kielwasser meiner spirituellen Erfahrung kam mir die Vision einer Gemeinschaft von Alkoholikern, in der jeder sich mit dem andern identifizieren konnte – in Form einer Kette. Wenn jeder Leidende in der Lage wäre, die Nachricht von der wissenschaftlichen Hilflosigkeit, was den Alkoholismus anbelangte, zu jedem neuen Anwärter zu bringen, könnte er jeden Neuen weit öffnen für eine verwandelnde spirituelle Erfahrung. Dieses Konzept erwies sich als Grundlage für einen solchen Erfolg, wie ihn die Anonymen Alkoholiker seither erzielt haben. Dadurch wurden Bekehrungserfahrungen – nahezu von jeder Art wie sie James berichtet hatte – auf breiter Basis erreichbar. Unsere Dauergenesungen im Verlauf des letzten Vierteljahrhunderts erreichten ungefähr die Zahl von 300 000. In Amerika und in der Welt gibt es heute 8 000 AA-Gruppen. [Stand 1961] Brief von William Griffith Wilson, Gründer der AA, an C. G. Jung, Psychiater, 23. Januar 1961
- Welches elende Schicksal des Menschen, dass so oft Aufklärung nur Tausch der Irrtümer und seine Bekehrung nur Wechsel der Leidenschaft ist! Jean Paul
- Alles kann eine Sucht sein. Diese bemerkenswert Wahrheit [...] hat uns als Gesellschaft so überwältigt, dass wir völlig aus dem Häuschen geraten sind. [...] Aus dieser Perspektive kann man sagen, dass fast jeder Amerikaner eine Sucht hat. Stanton Peele, The Diseasing of America
- Sucht ist das zwanghafte Bedürfnis nach einer Substanz oder einem Ereignis außerhalb des eigenen Selbst, das wichtiger wird als die eigene innere Klarheit. In dieser Klarheit sein, heißt so zu leben, wie es gesund ist für Leib und Seele. Das heißt, der Mensch macht sich und anderen nichts vor und ist im Einklang mit seiner Spiritualität. Anne Wilson Schaef, Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht, 1986
- Co-Abhängige meinen, es sei ihre Lebensaufgabe, für die anderen Antworten und Erklärungen zu finden. Interpretieren heißt aber, Co-Abhängigkeit zu praktizieren. Wer gesund werden will, muss selber mühsam seine eigenen Antworten finden, und das sollte Bestandteil der Therapie sein. Wer als Therapeut glaubt, er müsse interpretieren und Lösungen für andere parat haben, ist selber krank. Anne Wilson Schaef, Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht, S. 105 f, 1993
- Meiner Meinung nach m u s s jeder Veränderungs- oder Entwicklungsprozess die Auseinandersetzung mit dem Suchtprozess beinhalten. Anne Wilson Schaef, Mein Weg zur Heilung. Jenseits von Wissenschaft und Therapie, S. 14, dtv Verlag, 1995, ISBN 3-455-08529-6
- Keiner von uns entkommt dem Suchtprozess (dem illusionären Paradigma), weil er die Grundlage unserer Gesellschaft bildet (es ist nur die unserer Arroganz, die uns zu dem Glauben bringt, wir könnten ihm entgehen), und dass wir alle uns diesem Suchtprozess und der Form, die er in jeder und jedem von uns annimmt, stellen müssen. [...] Diese Krankheit ist voller Tücken, und diejenigen, die glauben, sie besiegt zu haben oder nicht von ihr beeinflusst oder befallen zu sein, befinden sich vermutlich im Zustand der Verleugnung. Anne Wilson Schaef, Mein Weg zur Heilung. Jenseits von Wissenschaft und Therapie, S. 126, dtv Verlag, 1995, ISBN 3-455-08529-6
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Zitate (engl.) allgemein
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Personal awovals
- I personally believe that 99.99% of all cocaine and meth use in men is about one thing: sex.
And 99.99 % of that sex is about one thing: rage. Kevin McCauley, M.D., The Institute For Addiction Study, US American addiction researcher and therapist, Meth Keynote, Meth Action Coalition Meth Summit, 2007, Vimeo video, minute 1:08:40, 1:12:43 minutes duration, posted 2009
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- Addiction has proven an obstinate social and clinical problem, thus far not understood beyond the most basic description. By the term addiction, we mean clinical addiction in the classical sense of continued dependence on alcohol or drugs despite serious consequences, a condition exceeding the capacity of the user to discontinue use of the substance unaided, because the will itself has been rendered ineffective.
The common belief is that it's the substance itself to which the victim has become addicted, due to that substance's power to create a "high” state of euphoria.
But if we reexamine the nature of addiction through the methodology outlined herein (in the book) a different formulation of the process emerges. Alcohol or drugs do not have the power to create a "high" at all; they calibrate at only 100 (the level of vegetables). The so-called high that the drug or alcohol user experiences, however, can calibrate from 350 to 600. The actual effect of drugs is merely to suppress the lower energy fields, thereby allowing the user to exclusively experience the higher ones. It's as though a filter screened out all the lower tones coming from an orchestra so that all that could be heard were the high notes. The suppression of the low notes doesn't create the high ones; it merely reveals them. David R. Hawkins, source unknown
- Recovering from a single addiction can take up the majority of a lifetime. And the most common and insidious addiction is to denial, which benights us through our intellectual vanity. […]
Even when a person intellectually knows his behavior is self-destructive, this knowledge has no necessary deterrent effect whatsoever; intellectual recognition of our addictions has never given us power to control them. David R. Hawkins, Afflicted by Forces Unseen?, Exzerpt aus Power vs. Force
- The craving for alcohol is the equivalent on a low level of the spiritual thirst of our being for wholeness, expressed in medieval language: the union with God. Carl Gustav Jung [LoC 540] (1875-1961) Swiss psychoanalytist, depth psychologist, in a letter to A.A. co-founder, William Griffith Wilson [Bill W.] [LoC 540] (1895-1971) US American co-founder of the international mutual aid fellowship Alcoholics Anonymous (AA) shortly before his death, describing Rowland H.'s desire for alcohol, AA Grapevine, The Bill W. – Carl Jung Letters, pg. 6, 1963
- Addictiveness [of i.e. Internet pornography] is not a metaphor. All addiction involves long-term, sometimes lifelong, neuroplastic change in the brain. [...] The same surge of dopamine that thrills us also consolidates the neuronal connections responsible for the behaviors that led us to accomplish our goal. Norman Doidge, M.D., normandoidge.com, Canadian US American psychiatrist, psychoanalyst, brain researcher, essayist, author, The Brain That Changes Itself. Stories of Personal Triumph from the Frontiers of Brain Science, pp. 106-108, Viking Adult, 1st edition, 15. March 2007
"The fabulous four" or "the fearsome four" brain chemicals: Dopamine-Norepinephrine-Oxytocin-Serotonin
- During sexual process, the brain begins narrowing its focus as it releases a tidal wave of endorphins and other neurochemicals like
- dopamine [pleasure],
- norepinephrine [branding iron for image storing],
- oxytocin [bonding] and
- serotonin [stress release].
These "natural drugs" produce a tremendous rush or high. When these chemicals are released during healthy marital intimacy we refer to them as "the fabulous four" because of the myriad positive benefits they generate between husband and wife. When they are released during pornography use and other sexual addiction behaviors, we call them "the fearsome four" due to the severe addiction and many negative consequences they produce in the brain and nervous system.
Viewing pornography is "substance abuse."
- [T]he neurochemical release triggered by pornography viewing is so intense, many scientists refer to it as an "eroto-toxin" and the most powerful drug in history. […] Your drug use [Internet pornography] is secret, and the drug dealers come to you [estimated to more than 60 million people in the U.S. at some level]! […] It's what we call the "4 A's of the Internet" – Accessible, Affordable, Anonymous and Aggressive. Mark Kastleman, US American recovered pornography addict, author of The Drug of the New Millennium. The Science of How Internet Pornography Radically Alters the Human Brain and Body, 2001, co-founder of Candeo, The 'Brain Science' Behind Internet Porn Addiction, presented by contentwatch.com
- Smokers who try to quit on their own cold turkey with no help have less than a 5% chance of staying off cigarettes. Drew Pinsky, M.D. (*1958) US American board-certified internist, radio and TV personality, addiction medicine specialist, assistant clinical professor, Keck USC School of Medicine, Twitter message, 28. April 2010
- Addiction is a stress induced defect in the brain's ability to properly perceive pleasure. Kevin McCauley, M.D., The Institute For Addiction Study, US American addiction researcher and therapist, Meth Keynote, Meth Action Coalition Meth Summit, 2007, Vimeo video, minute 54:26, 1:12:43 minutes duration, posted 2009
- Addiction is a dysregulation of the midbrain-dopamine and cortical-glutamate (pleasure) system due to unmanaged stress resulting in symptoms of decreased functioning specifically:
- Loss of control,
- Craving,
- Persistent drug use despite negative consequences.
Addiction is a disease. Kevin McCauley, M.D., The Institute For Addiction Study, US American addiction researcher and therapist, Meth Keynote, Meth Action Coalition Meth Summit, 2007, Vimeo video, minute 1:10:40, 1:12:43 minutes duration, posted 2009
The midbrain is the unconscious, primitive, reflexive survival-based limbic system.
- Sexual addiction is a hidden addiction; I have found more willingness to confront almost any other addiction. Paradoxically, it is also one of the addictions that is most integrated into our society as "normal." Anne Wilson Schaef Livinginprocess.com, US American psychotherapist, feminist, addiction researcher
Distinguishing between involvement and addiction
- Involvement means "I share my life with you."
Addiction means "I create the experience that I am lost without you. I need you to be happy."
Involvement means spending a lot of time together.
Addiction means "ownership."
Involvement means choosing to share a large part of my life with my beloved and building a mutual reality together.
Addiction means that I feel insecure without someone – I want him or her to save me.
Ken Keyes (1921-1995) US American personal growth author and lecturer, creator of the self-help system Living Love method, The Handbook to Higher Consciousness
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Zitate (engl.) – Jed Diamond
- Insights and guidelines for dealing with "love" addictions
- "Love" addictions do exist.
- Addictions need to be self-defined. No one has a right to call anyone else an addict.
- "Love" addictions, like all addictions, are progressive and fatal if not treated.
- Any "love" behavior can be addictive and none are automatically addictive.
- Sex, Love, and Relationship Addictions are not about sex, love, and relationships.
- It is important to "name" our addictions and name them correctly.
- Anyone can recover from "love" addictions.
Distinguishing healthy love from "love" addiction
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| # | Healthy love | Addictive love |
| 1. | Develops after feeling secure | Attempts to show love despite feeling frightened and insecure |
| 2. | Emerges from feeling full, overflowing with love | Always busy to fill an inner void |
| 3. | Begins with Self love | Always seeking love "out there" from someone "special" |
| 4. | Arrives when one foregoes to search | Is compulsively sought after |
| 5. | Comes from inside Is willing to give | Comes from outside Wants to take |
| 6. | Grows slowly (like a tree) | Grows fast (as if by magic) |
| 7. | Thrives on time spent alone and time spent with our partner | Is frightened of being alone Is afraid of being close |
| 8. | Is unique Does not seek an “ideal lover” | Is stereotyped Feels attracted to certain types |
| 9. | Is gentle and comfortable | Is tense and combative |
| 10. | Engages in getting to know oneself and one's lover deeply | Hides from oneself Falls in love with an ideal "image", not a person |
| 11. | Encourages to be oneself Encourages to be authentic including one's shadow | Encourages secrets Encourages looking good and wearing attractive masks |
| 12. | Flows out | Caves in |
| 13. | Enhances a deepening sense of oneself while being with the partner | Results in a loss of self the longer one shares time with the partner |
| 14. | Gets easier as time goes on | Requires more effort as time goes on |
| 15. | Is like rowing across a gentle lake | Is like being swept away down a raging river |
| 16. | Grows stronger as fear decreases | Expands as fear increases |
| 17. | Is satisfied with what is there | Always looking for more or better |
| 18. | Encourages interests to expand in the world | Encourages outside interests to contract |
| 19. | Is based on the wish to be together | Is based on the compulsion to be together |
| 20. | Knows and teaches that happiness comes from within oneself | Expects and demands the partner to make oneself happy |
| 21. | Creates life | Creates melodramas |
| | Inspired by Jed Diamond, Ph.D. Excerpted and adapted from: | Looking for Love in All the Wrong Places. Overcoming Romantic and Sexual Addictions, Avon Books, August 1989 |
Other Source: Video presentation by Internet Therapist Love Addiction: Is My Relationship Healthy?,
YouTube film, 5:35 minutes duration, posted 20. February 2007
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Englische Texte – English section on addiction
Choice faculty – Impaired with addicts
| Differentiating SOBRIETY from ADDICTION |
| Item | SOBER PERSON | ADDICT |
| 1. | The Frontal cortex does the evaluating. | The Limbic System is in control. |
| 2. | Choice exists. | No choice exists. |
| 3. | Able to act responsibly | Not able to act responsibly. |
| 4. | Can stop unwanted behavior. | Can’t stop craving. |
| 5. | Punishment and coercion DO work. | Punishment and coercion DON’T work. |
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| Five theories of addiction as a disorder of |
| Item | Disorder of | Addiction theory | Researchers |
| 1. | GENES – vulnerability | Genetic vulnerability | Schuckit et al |
| 2. | PLEASURE – reward system | Incentive-sensitization of reward | Robinson and Berridge |
| 3. | MEMORY – learning | Pathology of learning and memory | Hyman, Everitt and Robbins |
| 4. | STRESS – anti-reward system | Stress and Allostasis | Koob and LeMoal |
| 5. | CHOICE – motivation | Pathology of motivation and choice | Kalivas and Volkow |
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Adapted from the slide article , presented by The Institute For Addiction Study,
Kevin McCauley, M.D., US American addiction researcher and therapist
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Links zum Thema Sucht und Suchtgesellschaft / Addiction and Addictive society
Literatur
- Liste mit Fachliteratur über Narzissmus
- Arno Gruen, Der Verrat am Selbst. Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 1. Januar 1992
- Arno Gruen, Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit. Eine Theorie der menschlichen Destruktivität: Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 1. Januar 1992
- Anne Wilson Schaef, Im Zeitalter der Sucht. Wege aus der Abhängigkeit, Deutscher Taschenbuch Verlag, dtv TB, 1. Februar 1993
- Christina Grof, Sehnsucht nach Ganzheit. Der spirituelle Weg aus der Abhängigkeit, Kösel-Verlag, 14. März 1994
- Deepak Chopra, Wege aus der Sucht, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv) TB, 1. Mai 2001
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Literatur (engl.)
- Anne Wilson Schaef, When Society Becomes an Addict, HarperOne, 20. April 1988
- Jed Diamond, Ph.D., US American psychotherapist, Looking for Love in All the Wrong Places. Overcoming Romantic and Sexual Addictions, Avon Books, August 1989
- Charlotte S. Kasl, Women, Sex, and Addiction. A Search for Love and Power, Harper Paperbacks, 5. Juli 1990
- Christina Grof, The Thirst for Wholeness. Attachment, Addiction, and the Spiritual Path, HarperOne, 7. Mai 1994
- Mark Kastleman, US American recovered pornography addict, author of The Drug of the New Millennium. The Science of How Internet Pornography Radically Alters the Human Brain and Body, Granite Publishing and Distribution; 2nd edition, 2001
- Lisa M. Najavits, A Woman's Addiction Workbook. Your Guide to In-Depth Healing, New Harbinger Publications, Workbook edition, October 2002
- Kevin McCauley, M.D., US American addiction researcher and therapist, Cory A. Reich, Ph.D., coauthor, Addiction. New Understanding; Fresh Hope; Real Healing, Institute for Addiction Study, 1st edition, 4. June 2007
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Externe Weblinks
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Externe Weblinks (engl.)
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Audio- und Videolinks
Audio- und Videolinks (engl.)
- Audio presentation by Caroline Myss, spiritual teacher on Addiction, excerpted from audio series Advanced Energy Anatomy. The Science of Co-Creation and Your Power of Choice, YouTube film, posted 4./5. October 2010
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Audio- und Videolinks (engl.) – Sex addiction; Patrick Carnes
- Video interview with Patrick Carnes Ph.D., Sexhelp.com, addiction expert, YouTube clips on
- Addiction Is an Epidemic, 1:43 minutes duration, 25. January 2010
- Why Are 12 Steps So Effective?, 2:25 minutes duration, 24. January 2010
- Are Addicts Bad People?, 1:39 minutes duration, 24. January 2010
- What are the Causes of Addiction?, 3:24 minutes duration, 24. January 2010
- Addiction and Excellence, 1:45 minutes duration, 24. January 2010
- At What Point Does Behavior Constitute Addiction?, 2:32 minutes duration, 24. January 2010
- Internet's Role in the Spread of Sex Addiction, 2:43 minutes duration, 24. January 2010
- Chemical Addiction vs. Process/Behavioral Addiction , 3:00 minutes duration, 24. January 2010
- What Is Addiction?, 2:10 minutes duration, 24. January 2010
Addiction is a brain disease.
- Public Awareness of Sex Addiction, 3:46 minutes duration, 24. January 2010
- CEOs and Addiction, 2:20 minutes duration, 24. January 2010
- What is the Family's Role in Addiction Recovery, 1:21 minutes duration, 25. January 2010
- Video interview with Patrick Carnes Ph.D. C.A.S., leading US American sex addiction specialist on Addictive society, sex addiction, Internet Porn, YouTube film, posted 4. June 2010
Pine Grove Hospital, Hattisburg, Mississippi, USA offers a 6-week residential program (30-task-model) for addiction treatment.
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Audio- und Videolinks (engl.) – Internet pornography addiction; Dr. Gail Dines
- Video interview with Gail Dines, US American professor of sociology and women's studies, Wheelock College, Boston, anti-pornography campaigner, author of Pornland. How Porn has hijacked Our Sexuality, 29. June 2010 on Pornland, YouTube film, 11:54 minutes duration, posted 6. August 2010
- Video interview with Gail Dines, US American professor of sociology and women's studies, Wheelock College, Boston, anti-pornography campaigner, on Crusade Against Porn, sponsored by Book TV, presented by MOXNews.com, C-SPAN2, 4. September 2010, YouTube film, posted 6. September 2010
Social and cultural impact of pornography in American society. Boys first view porn at the average age of 11.5 years resulting in an unhealthy understanding of sexuality.
- Video interview with Gail Dines, US American professor of sociology and women's studies, Wheelock College, Boston, anti-pornography campaigner, on The pitfalls of porn, presented by AlJazeera English TV, host Riz Khan, YouTube film, 22:33 minutes duration, posted 16. September 2010
The global reach of explicit pornography via the internet creates addicts, desensitizes men and degrades, debases, dehumanizes and objectifies women.
- Audio interview with Gail Dines, US American professor of sociology and women's studies, Wheelock College, Boston, anti-pornography campaigner, author of Pornland. How Porn has hijacked Our Sexuality, 29. June 2010 and Melinda Tankard Reist on Has porn hijacked our sexuality?, presented by web radio program ABC RN Late Night Live, host Phillip Adams, 55 minutes duration, aired 27. October 2010
One in five men who look at [ Internet ] pornography are [porn] addicted. Article in Adult Video News (pornography industry publication), minute 24:16.
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Audio- und Videolinks (engl.) – Internet pornography addiction; Gary Wilson et al.
- Video documentation on Pornography addiction, a health hazard that western culture, written and directed by Jonathan Schneider, YouTube film
Internet pornography is NOT harmless. Interviews with sociologists, psychologists, scientists and law enforcement officials detail the negative side effects of pornography consumption.
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 1 of 7, 6:59 minutes duration, posted 3. October 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 2 of 7, 6:02 minutes duration, posted 12. November 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 3 of 7, 6:59 minutes duration, posted 12. November 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 4 of 7, 8:06 minutes duration, posted 12. November 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 5 of 7, 9:28 minutes duration, posted 12. November 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 6 of 7, 8:44 minutes duration, posted 12. November 2007
- A Drug Called Pornography. Understanding, part 7 of 7, 6:58 minutes duration, posted 12. November 2007
- Animated video series by Gary Wilson, US American science teacher, presented by BodyWisdomVideos on the relationship between pornography and brain circuits, YouTube animation, posted 6. June 2010
- Video Series by Gary Wilson, US American science teacher, on Your Brain On Porn, YouTube films, posted 31. December 2010
- Orgasm and libido occur in the brain, part 1 of 2, 10:57 minutes duration
- Dopamine: molecule of addiction, part 2 of 6, 13:43 minutes duration
- Your Brain On Porn: Porn Addiction; no specific subtitle, part 3 of 6, 13:54 minutes duration
- Binge mechanism, part 4 of 6, 12:04 minutes duration
- Your Brain On Porn: Porn Addiction; no specific subtitle, part 5 of 6, 11:28 minutes duration
- Reboot: Restore reward circuit sensitivity, part 6 of 6, 7:06 minutes duration
- Video presentation by Gary Wilson, US American science teacher on Erectile Dysfunction and Porn, YouTube film, presented by BodyWisdomVideos, posted 10. and 11. February 2011
Physiology of erections, ED, virtual overstimulation, recovery from Internet porn Love is an addiction based on porn.
- Audio interview series (4 parts) with Mark Kastleman, US American recovered pornography addict after 25 years, author of The Drug of the New Millennium. The Science of How Internet Pornography Radically Alters the Human Brain and Body, 2001, co-founder of Candeo, presented by web radio station Covenant Eyes Podcast, host Luke Gilkerson
- Your Brain on Porn – Interview with Mark Kastleman, episode 5, part 1, 17:11 minutes duration, aired 28. April 2009
- The Porn Addiction Cycle, episode 6, part 2, 16:03 minutes duration, aired 29. April 2009
- Pornography Addiction, Women, and the Rape Myth, episode 7, part 3, 20:43 minutes duration, aired 30. April 2009
- Protect Kids from Porn: Three Key Principles for Parents, episode 8, part 4, 13:34 minutes duration, aired 1. May 2009
- Video presentation by and interview with Mark Kastleman, US American recovered pornography addict, author of The Drug of the New Millennium. The Science of How Internet Pornography Radically Alters the Human Brain and Body, 2001, co-founder of Candeo, Pornography Addiction Doesn't Have To Last Forever!, YouTube film, 17:50 minutes duration, posted 18. July 2011
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Audio- und Videolinks (engl.) – Kevin McCauley
- Video Eight-part series of presentations excerpted from the DVD "Pleasure Unwoven" on the topic Addiction by Kevin McCauley, M.D., The Institute For Addiction Study, US American addiction researcher, YouTube film
- 1. Is Addiction Really a Disease?, 2:24 minutes duration, posted 6. December 2009
- 2. The Choice Argument, 4:15 minutes duration, posted 26. November 2009
- 3. The Genetics of Addiction, 1:44 minutes duration, posted 26. November 2009
- 4. Dopamine's Role in Reward, 3:32 minutes duration, posted 4. November 2009
- 5. Periodic Table of Intoxicants, 3:17 minutes duration, posted 24. October 2009
- 6. Dopamine & Glutamate in Addiction, 2:25 minutes duration, 24. October 2009
- 7. Stress & Addiction, 3:24 minutes duration, 18. September 2010
- 8. Hypofrontality in addiction, 4:56 minutes duration, posted 24. January 2010
- Video presentation by Kevin McCauley, M.D., The Institute For Addiction Study, US American addiction researcher and therapist, YouTube film, posted 15. March 2010
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 1 of 10, 10:00 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 2 of 10, 10:00 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 3 of 10, 9:25 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 4 of 10, 10:00 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 5 of 10, 10:00 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 6 of 10, 9:03 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 7 of 10, 10:00 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 8 of 10, 10:00 minutes duration
Addiction is a dysregulation of the midbrain-dopamine and cortical-glutamate (pleasure) system due to unmanaged stress resulting in symptoms of decreased functioning specifically: 1. Loss of control, 2. Craving, 3. Persistent drug use despite negative consequences. minute 6:29 The midbrain is the unconscious, primitive, reflexive survival-based limbic system.
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 9 of 10, 8:37 minutes duration
- Going to the Edge of Current Neuroscience of Addiction, part 10 of 10, 3:49 minutes duration
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Interne Links
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