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Muttersau und fünf Ferkel
Zitat
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Geld, Sex, Dominationsmacht und Tod gelten im menschlichen Zusammenleben als Tabus.
Übersetzt man spricht diesen Begriff, so ist die Rede vom Heiligen und zugleich vom Verbotenen.
Diese Themen sind im Kollektivbewusstsein mit Scham, Schuld und Angst behaftet. Auf einem spirituellen Weg sind sie wichtige Lernaufgaben, an denen ein Mensch die Gelegenheit hat zu wachsen. Diese Prüfsteine auf unterschiedlichen Stationen des Weges weisen den spirituellen Aspiranten besonders klar und deutlich auf ihre Schatten hin und bringt sie ans Licht.
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Die drei evangelischen Räte
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Die so genannten drei evangelischen Räte sind Gelübde
- der Armut,
- der Keuschheit und
- des Gehorsams von zölibatär lebenden Mönchen und Nonnen [früherer Jahrhunderte], die ihr Leben dem Geist geweiht hatten. Sie dienten als ein Mittel, um ihren Ego-Impulsen entgegen zu steuern.
Diesen Weg zur Umgehung 'heißer Eisen' wählte auch der indische hinduistische Heilige Ramakrishna (BW 620). Er nahm nur junge Männer als Schüler an, die ein armes und keusches Leben zu führen hatten. Ramakrishna war strikt gegen den Umgang mit Geld und die Ausübung von Sex. Er grenzte diese belasteten Themen einfach aus.
Dr. David Hawkins, in zweiter Ehe verheiratet, ehemals gut verdienender Leiter der größten psychiatrischen Praxis in USA und nach Weisung des Geistes zeitweise Dungbaron und Einsiedler kommentierte die evangelischen Räte mit folgender Einstellung: Ein wahrhaft spirituell Lebender widmet sich heutzutage ebenfalls dem ausgewogenen Umgang mit Geld und Sexualität, statt diese Themen, die als Fallen gelten, auszublenden oder zu negieren.
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Scham und Schuldgefühle sind die beiden Emotionen aus der Gruppe der Notstandsgefühle (die auch Trauer, Gier, Zorn, Stolz beinhalten) nach der psychodynamischen Theorie des ungarischen Arzts und Psychoanalytikers Sandor Rado (1890-1972), die am meisten am großen Ganzen zehren und dem Wohl aller Schaden zufügen.
- Wer sich schämt, fixiert sich auf das Äußere.
Die unantastbare Menschenwürde – das Heilige und zugleich Tabuisierte – wurde von und vor anderen entehrt.
- Gewandelte Scham – jenseits von Minderwertigkeitsempfinden und Opferhaltung – vermittelt ein Gespür für das Heilige.
- Wer sich schuldig fühlt, fixiert sich innerlich.
Er leugnet (entwürdigt) die ihm innewohnende unantastbare Menschenwürde.
- Gewandelte Schuld – jenseits von Verzweiflung – vermittelt ein Gespür für Reue, Umkehr, Umwidmung, Metanoia.
- Gewandelte Trauer – jenseits von Anklage und Depression – vermittelt Mitgefühl und ein Gespür für die Conditio Humana.
- Gewandelter "heiliger" Zorn – jenseits von zerstörerischer Aggression – vermittelt ein Gespür für Gerechtigkeit, Verhältnismäßigkeit und die Kraft, soziale Reformen einzuleiten.
- Gewandelter Stolz – jenseits von Überlegenheitsdenken, Narzissmus und Täterimpuls – vermittelt ein Gespür für die göttliche Würde, die sich in der Menschenwürde spiegelt.
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Am Mittag eines Sommertages im Jahr 1887 überquert der zwölfjährige Carl Gustav Jung auf seinem Heimweg von der Schule den Basler Münsterplatz. Bei herrlich blauem Himmel spiegelt das Dach des Münsters den strahlenden Sonnenschein. Die Szene vermittelt Heiterkeit. Überwältigt von der Schönheit des Augenblicks denkt der Schüler Jung daran, wie schön die Welt und wie erhaben dieses Gotteshaus ist. Als er weiterdenken will an Gott auf seinem Thron und […], stockt sein Gedankenfluss unvermittelt. Etwas schnürt ihm die Kehle zu.
Bloß nicht weiter denken, bloß nicht!
Der verbotene Gedanke wirft den Knaben in eine drei Tage und drei Nächte dauernde quälende Gewissensnot. Er schläft nicht mehr, ist blass, unkonzentriert und verstört. Welch' starker Wille treibt ihn, das Unerlaubte zu denken zu wagen? Woher kommt er? Wie kommt es, dass dies ihn so sehr plagt?
In der dritten Nacht löste sich die Spannung. Aus der Distanz von mehr als einem halben Jahrhundert schreibt Jung darüber:
Ich fasste allen Mut zusammen, wie wenn ich in das Höllenfeuer zu springen hätte und ließ den Gedanken kommen. Vor meinen Augen stand das schöne Münster, darüber der blaue Himmel. Gott sitzt auf goldenem Thron, hoch über der Welt, und unter dem Thron fällt ein ungeheures Exkrement auf das neue bunte Kirchendach, zerschmettert es und bricht die Kirchenwände auseinander. Das war es also. Ich spürte eine ungeheure Erleichterung und eine unbeschreibliche Erlösung. An Stelle der erwarteten Verdammnis war Gnade über mich gekommen und damit eine unaussprechliche Seligkeit, wie ich sie nie gekannt hatte. […] Aber der Gehorsam ist es gewesen, der mir die Gnade gebracht hat, und seit jenem Erlebnis wusste ich, was göttliche Gnade ist.
Carl Gustav Jung und Aniela Jaffe, Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung, Carl Gustav Jungs Autobiografie, S. 45-46, Walter-Verlag, Juni 2005
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Tabubrecher – C. G. Jung, ein medialer Psychiater
- Als der Schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung (BW 540) sich von Sigmund Freuds (BW 499) bevormundender Freundschaft losgesagt hatte, erlebte er eine Zeit der Desorientierung. Nach vielen Kämpfen gegen innere Widerstände wagte er es, seinem Impuls zu folgen und wie ein Kind zu spielen, um sich bewusst auf sein eigenes Unbewusstes einzulassen und es zu erforschen. Aus Kieseln baute er eine Stadt und er malte immer wieder Mandalas.
Daraufhin erschienen ihm zwei Geistwesen namens Philomen und Salome, die sich als seine Geistführer vorstellten. Er trug den Verlauf der langen Gespräche seiner inneren Aspekte ins "Rote Buch" ein. Ein Geistwesen mit Namen "Basilides in Alexandria" übermittelte ihm medial die Septem Sermones ad Mortuos (»Sieben Belehrungen der Toten«). Damals spukte es im Haus der Familie Jung des Öfteren, was offenbar niemanden befremdet hatte, und Jung selbst hatte häufig intensive Träume und Visionen im Wachzustand. Noch jung an Jahren wurden Jung in symbolischer und bildlicher Form alle Informationen heruntergeladen, die sein späteres Lebenswerk ausmachen. Die restlichen fünfzig Jahre seines Lebens verbrachte er damit, diese Botschaften zu erden und mündlich und schriftlich zu erfassen: "Ich sah, dass soviel Fantasie festen Bodens bedurfte, und dass ich zuerst ganz in die menschliche Wirklichkeit zurückkommen musste." Seinen Auftrag als Übermittler nahm er an: "Wer seine Erkenntnis nicht als ethische Verpflichtung anschaut, verfällt dem Machtprinzip. Es können daraus destruktive Wirkungen entstehen, die nicht nur andere zerstören, sondern auch den Wissenden selber."
Er war dankbar für seine Familie und für seine psychotherapeutische Praxis, die es ihm verwehrten, sich längerfristig in anderen Sphären aufzuhalten. Es war ihm bewusst, dass er sich nahe an der Grenze zur Verrücktheit bewegte, so wie er es an seinen nervenkranken Patienten in de Klinik beobachtet hatte.
Jung, der dem Ruf der Seele folgte, verzichtete auf eine akademische Laufbahn als Professor, um seinen Intuitionen, Träumen und Visionen zu folgen. Er studierte Mythologie und Alchemie und lernte im Austausch auch von seinen Patienten. Siehe: Carl Gustav Jung
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Jenseits der Angst vor Ausschluss – Dr. Judith Orloff
Dr. Judith Orloff, Assistenz-Professorin für Psychiatrie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) stammt aus einer kalifornischen Ärztedynastie.
Sie ahnte schon als Kind, nahende Tode und Katastrophen voraus, die jeweils eintrafen. Ihre Eltern, beide Mediziner, verboten ihr, solches im Familienkreis mitzuteilen. Als Professorin für Psychiatrie nimmt sie die Schmerzen und Krankheiten von Menschen, die sie nicht näher kennt, unwillkürlich und empathisch wahr. Sie hatte jahrzehntelang vergeblich versucht, ihre mediale Begabung zu verdrängen und zu verleugnen, da das geltende Berufsethos ihrer Zunft bis etwa zur Jahrtausendwende intuitive Interventionen ausschloss.
Die konventionelle Psychiatrie betrachtet Visionen oder auch eine außergewöhnlich starke innere Stimme als Psychose,
sagt sie.
Ihr Wahrtraum als junge Frau im Traumlabor von Dr. Thelma Moss an der UCLA erfüllte sich nach über 20 Jahren. Darin hatte sie von ihrer Bestimmung erfahren:
- In ihrer Funktion als Ärztin und Psychiaterin sollte sie Intuition und sensitive Veranlagung – so vorhanden – erneut als anerkannte Disziplin im medizinischen und psychiatrischen Establishment verankern.
Nach dem überstandenen Drama eines missglückten Selbstmordversuchs einer Patientin, deren Suizidabsichten sie erahnt, jedoch professionell korrekt nicht zu thematisieren gewagt hatte, beschloss sie im Lauf der drei Wochen, in denen sie die Sterbewillige im Koma begleitete, das Tabu ihres Berufsstands zu brechen und ihn zu revolutionieren.
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In ihrem Buch Jenseits der Angst (Heyne-Verlag, München, 1997) beschreibt sie, dass sie ein ganzes Jahrsiebt gezögert hatte, um es fertigzustellen – aus Angst vor Repressalien und beruflicher Disqualifizierung. Erst durch eigene innere Transformationsarbeit fand sie den Mut, damit beruflich zu arbeiten und vor ihren Kollegen zu ihrer medialen Begabung zu stehen. Seit Erscheinen ihres ersten Buchs spricht sie als gefragte Brückenreferentin auf Fachkongressen u. a. der American Psychiatric Association, um sie Psychiatern, Ärzten und Interessierten die Grundlagen der Sensitivität zu vermitteln. Sie plädiert offen für die Nutzung der unbestreitbar vorhandenen metasinnlichen Fähigkeiten – sowohl bei Patienten als auch Heilberuflern.
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Als Sterbebegleiterin bestätigt sie die Allverbundenheit folgendermaßen:
Angesichts des größtmöglichsten Verlusts kann der Glauben an den kosmischen Lebenszusammenhang bedeutsamer sein als das Leben eines einzelnen [verstorbenen] Menschen, ungeachtet dessen, wie sehr man ihn wertschätzt.
Quellen:
- PD Dr. Jakob Bösch, Waren die biblischen Propheten schizophren?, Basler Zeitung, 21. Mai 1999
- PD Dr. Jakob Bösch, Sensitivität, Basler Psi-Verein, CH-'
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Sterbeforscher der ersten Stunde
 ''Allegorie auf den Tod des Dauphins; Maler: Louis Jean Francois Lagrenée
Mitte der siebziger Jahre erschienen die bahnbrechenden Bücher der Schweizer Ärztin und Sterbeforscherin Dr. Elisabeth Kübler-Ross, des Psychiaters Raymond R. Moody und von George G. Ritchie zum Tabuthema Erfahrung der Todesnähe. Sie hatten Nahtod-Überlebende und Sterbende interviewt und die Einheitlichkeit der standardmäßig zu Tage tretenden Elemente des Sterbevorgangs dokumentiert, dessen Stationen und Bildeindrücke in Folklore, Mythos und Religionen einen Niederschlag gefunden haben.
- Ein Tunnel taucht auf, - Lichter und Geistwesen erscheinen, - ein Geborgenheitsgefühl stellt sich ein, - ein Film spult das eigene Leben rasend schnell ab. - Entscheidend für eine Nahtoderfahrung ist nicht die körperliche, sondern die «geistige Todesnähe», die Überzeugung, jetzt zu sterben.
Den Nahtodforschern ist es gelungen, ein Klima zu schaffen, das NTE-Überlebenden Gelegenheit bot, über ihre oft jahrelang verdrängten Erfahrungen zu sprechen.
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Vier Gehirne in Verbindung mit der Einhaltung und Auflösung von Tabus
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Der Mensch verfügt über vier unterschiedliche Gehirne.
- Reptiliengehirn (Hirnstamm)
Themen: Überleben, Sicherheit, Selbsterhaltung und Vermehrung Unbewusstsein – Delta Gehirnwellen 95-99 % ID (Sabotierende geteilte Programme) – Elefant (Leib)
Angst und Gier getriebene Erzeugung von Tabus _______________________________________________________________
- Limbisches System / fruchtbares Säugetiergehirn (Hippocampus, Hypothalamus, Amygdala)
Themen: Nähren, Fürsorge, Bindung, Status, Spiel Unterbewusstsein – Theta Gehirnwellen 95-99 % EGO (Sabotierende geteilte Programme) – Elefant (Steuerzentrum)
Angst und Gier getriebene Erzeugung von Tabus_______________________________________________________________
- Neocortex / neues Säugetiergehirn ("Monkey mind")
Themen: Rationales Verständnis und Vorausschau (Der Mensch, weiß das wenige, das er weiß.) Tagesbewusstsein – Beta Gehirnwellen 1-5 % (Selbst) stumm, ungeordnet, widersprüchlich – Reiter des Elefanten
Einhaltung und Aufrechterhaltung von Tabus_______________________________________________________________
- Präfrontaler Cortex / Frontallappen
Themen: Das "exekutive Zentrum" ist auf höhere (das Ego übersteigende) Zwecke und Ziele ausgerichtet. Überbewusstsein – Alpha Gehirnwellen 1-5 % (SELBST) ausgesprochen, fokussiert
Unbewusst – Analogie: Elefant – Unterhalb der Wahrnehmungsschwelle
Gehirn 1 (dem Unbewussten) verbunden mit Gehirn 2 (dem Unterbewussten)
Tagesbewusst – Analogie: Reiter des Elefanten – Oberhalb der Wahrnehmungsschwelle
Gehirn 3 (der Verstand / das Tagesbewusstsein) reitet auf dem Elefanten. Es ist Meister des Rationalisierens und der Selbsttäuschung. Immer wenn der Elefant auf irrationale Wege ausschert, erfindet das 3. Gehirn, der Neocortex, eine Erklärung dafür, denn es sieht sich als Akteur, der den Elefanten kontrolliert.
Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Paulus, Galaterbrief 5, 17-18 (NT)
Quellen zum Elefant-Reiter-Gleichnis (engl.):
- Jonathan Haidt, assoziierter Professor für Positive Psychologie, Universität von Virginia, Happiness Hypothesis, präsentiert von Charlottesville Podcasting Network, Radio Shows WNRN, Wake-Up Call, Gastgeber Pete Ronayne, Minute 12-16, 25. Juni 2006
- Jonathan Haidt, assoziierter Professor für Positive Psychologie, Universität von Virginia, The Happiness Hypothesis. Finding Modern Truth in Ancient Wisdom, Happinesshypothesis.com/, Basic Books, Erstausgabe, 26. Dezember 2005
- Gehirn – Feuer – Körper ––– 1. Dimension – Länge
- Gehirn – Wasser – Emotionen ––– 2. Dimension – Breite
- Gehirn – Luft – Denken – 3. Dimension ––– Höhe
- Gehirn – Erde – Geist ––– 4. Dimension – Zeit und Veränderung
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Eisbergmodell, Grafik von Ruch / Zimbardo, 1974
Tabuauflösung – Auf dem Weg vom Id-Ego zum Selbst zum SELBST
| ..#.. | Stufen | Männlicher / Maskuliner Aspekt DOMINANZ | Weiblicher / Femininer Aspekt UNTERWERFUNG |
| 1. | Unbewusst | Teufel – dominantes Ego | Anima – Opferwilliges Kind/Mädchen''' |
| 2. | Halb- bewusst | Vater – gierig gewalttätig Schatten | Schatten Erstarrt duldende Mutter |
| 3. | Bewusst Stumm – Tabuwahrend | Mann/König – ambivalent suchende Persona | Verbündete Differenzierende Schwiegermutter |
| 4. | Bewusst Ausgesprochen Tabubrechend | Sohn – durch Schmerz gewandelter neuer Mann | Genesende Heil gewordene Wieder hand-lungsfähige Neue Frau |
| 5. | Überbewusst Transzendierend | Gottvater – Über-Ich Fern – transzendent | Selbst – Weiße Fee Nah, nährend, immanent – Große Mutter |
Siehe: Gebrüder Grimm, Deutsche Volksmärchen, KHM 31, 1857
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Kollektive Verleugnungsmatrix angesichts von Tabus
| Stufe | Runde Geschwin- digkeit | Evolution | Gewaltloser Widerstand Mahatma Gandhi | Reaktion der Standardwissenschaft auf Neuentdeckungen | Extrakt der Vergewaltigungsmythen | Reaktion auf NS-Vernichtungslager |
| 1. | Stunde Sehr schnell | Widerstand Entdeckung Verbrechen wird bekannt. | "Erst ignorieren sie dich." | "Das trifft wahrscheinlich nicht zu." | Es ist nichts passiert. | Das kann gar nicht sein. |
| 2. | Tag Schnell | Widerstand Entdeckung Verbrechen wird bestätigt. | "Dann verhöhnen sie dich." | "Das mag wohl zutreffen, ist aber nicht wichtig." | Keiner kam zuschaden. | Wir haben nichts davon gewusst. |
| 3. | Monat Langsam | Widerstand Entdeckung Verbrechen gewinnt an Boden. | "Dann kämpfen sie gegen dich." | "Gewiss ist diese Entdeckung wichtig, aber sie ist nicht mehr neu." | Sie wollte es doch. | Wir haben nur Befehle befolgt. |
| 4. | Jahr Sehr langsam | Widerstand Entdeckung Verbrechen ist etabliert. | "Schließlich siegst du." | N/A Michel de Montaigne (1533-1592) | Es geschah ihr recht. | Sie waren selbst schuld. |
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Zitate zum Thema Tabus / Taboos
Zitate allgemein
Jesus nach einer Wunderheilung]
Und er gebot ihnen, dass sie es niemandem sagen sollten. Je mehr er es ihnen aber gebot, desto mehr machten sie es übermäßig kund. Markus 7, 36 (NT)
- Die Gehirnwellen des Weisen arbeiten hauptsächlich auf der langsamen Theta-Frequenz von ungefähr 4-7 Zyklen pro Sekunde, d.h. bei 4-7 Hz oder sogar langsamer.
- Die Alpha-Wellen der normalen Meditation bewegen sich auf einer Frequenzbreite von 8-13 Hz und
- die Gehirnwellen eines normalen Menschen liegen im Wesentlichen bei den schnellen Beta-Frequenzen von 13+ Hz. Dr. David R. Hawkins, Licht des Alls. Die Wirklichkeit des Göttlichen, S. 210, 2006
- »Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren«, verkündet der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aber wird der Mensch tatsächlich mit Würde so wie mit Gliedmaßen ausgestattet geboren? Selbstverständlich nicht. Die ›Würde‹ wird zuerkannt, aber durch welche Instanz? Heute sagen wir: durch die Gesellschaft. Die Gesellschaft bildet sich den Grundsatz ein und macht verpflichtend, dass man den Menschen, und zwar alle Menschen als Wesen behandelt, die eine ›Würde‹ haben. Mit Recht aber empfindet man die Gründung der Menschenwürde in einer gesellschaftlichen Übereinkunft als zu schwach. Sie macht aus der Menschenwürde etwas Kontingentes. Kontingenz heißt: Was es gibt, könnte es genausogut auch nicht geben, es ist nicht notwendig. ›Würde‹ soll nicht auf dem Treibsand von Übereinkünften und wechselnden Mehrheiten gründen. Beim Hitlerismus hat es sich ja gezeigt, dass es möglich ist, einer bestimmten Kategorie von Menschen diese Würde abzusprechen und sie wie Ungeziefer auszurotten. Und es hat sich weiterhin gezeigt, dass man dafür in einer modernen Gesellschaft sogar Mehrheiten mobilisieren und einen hochkomplizierten Gesellschaftsmechanismus als Instrument einsetzen kann. Menschenwürde also gibt es nicht, sondern sie gilt. Und nur solange und wo sie gilt, gibt es sie auch. Wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik die Würde des Menschen »unantastbar« nennt und sie ausdrücklich nicht einer demokratischen Mehrheitsentscheidung anheimstellt –, dann ist das ein Versuch, in einer säkularen Welt ein heiliges Tabu zu errichten. Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Philosophicum.com, Hanser, München, 1997
- Wir kommen nicht mit Menschenwürde ausgestattet auf die Welt. Menschenwürde gibt es nicht einfach so, sie gilt. Und wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Würde des Menschen für unantastbar erklärt und sie ausdrücklich keiner demokratischen Mehrheitsentscheidung unterstellt, dann versucht man damit, in einer säkularen Welt ein Tabu aufzustellen. Eine gesellschaftliche Entscheidung wird in etwas verwandelt, was in Zukunft der gesellschaftlichen Entscheidung entzogen bleiben soll. Interview mit Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Autor von Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Hanser, München, 1997, Warum sind Menschen böse?, präsentiert von NZZ Folio, Ursula von Arx, Oktober 1997
- Tabuisierung ist in der Demokratie ebenso extremistisch wie klassischer Radikalismus – fällt aber nicht so unangenehm auf. Bernd Rabehl, engster deutscher Vertrauter von Rudi Dutschke, Vordenker der APO bzw. des SDS
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Zitate (engl.) allgemein
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Personal avowals – Breaking the silence of taboo
- I made a vow. I knew I was going to write to bear witness. I felt that I had to because not to bear witness to an event that one lived is a betrayal of that event. I did not know how. I was afraid of not finding the words. And I come from a mystical background. One can purify language through silence. And that's why I was waiting for ten years. And during the tenth year I wrote it [ The Night ]. Elie Wiesel (*1928) German-French Jewish writer, professor, political activist, Holocaust survivor, Peace Nobel Prize laureate, One on One, part 2, presented by TV station CNN, host Riz Khan, YouTube film, minute 1:18, 10:59 minutes duration, 4. August 2007
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Knowing who or what you really are
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- The most strongly enforced of all known taboos is the taboo against knowing who or what you really are behind the mask of your apparently separate, independent, and isolated ego. Alan Watts [LoC 485] (1915-1973) British philosopher, writer, speaker, The Book. On the Taboo Against Knowing Who You Are, Vintage Books, 28. August 1989
- Rule A: Don't.
Rule A1: Rule A doesn't exist.
Rule A2: Do not discuss the existence or non-existence of Rules A, A1 or A2.
Ronald D. Laing (1927-1989) British Scottish psychiatrist
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Banking crashes and monetary crises over the last 25 years
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- There have been 97 previous banking crashes over the last 25 years according to the accounting of the World Bank. And there have been 176 monetary crisis over the last 25 years. [...]
Nobody [academic, financial press, politicians] dares to talk about our monetary banking system. […] The paradigm we are living with is a monopoly of bank debt money. Where does that lead us, the monopoly of bank debt money? […] What we'll learn in this banking crash [September 2008] is we cannot afford to save the banking system. My claim is the monetary system is systemically unstable. It is as unstable as a car without a brake and a steering wheel that doesn't work. […] The car is a taboo.
Video keynote presentation and conversation with Bernard Lietaer, Ph.D. Lietaer.com (*1942) solution oriented Belgian economist, co-designer of the European € currency, Central Bank of Belgium, professor of International Finance, University, Louvain, Belgium, research fellow Center for Sustainable Resources, UCB, co-founder of ACCESS Foundation, author, Monetary blind spots and structural solutions, part 1 of 5, presented at conference Covering the Crisis, topic 'The New Paradigm of Money, Brussels, 9.-10. November 2009 by European Journalism Centre (EJC), 2009, YouTube film, minute 6:36, 9:58 minutes duration, posted by ejcinterface 13. November 2009
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Englische Texte – English section on Taboo
Four Brains – in respect to Taboos
- Reptilian brain – Unconscious – Delta brainwaves
95-99 % (Sabotaging shared programs) – Elephant
Making Taboos
- Limbic system – Subconscious – Theta brainwaves
95-99 % (Sabotaging shared programs) – Elephant
Making Taboos
- Neocortex – Conscious – Beta brainwaves
1-5 % (Self) muted, garbled, contradictory – Rider of the elephant
Maintaining taboos
- Prefrontal cortex – Superconscious – Alpha brainwaves
1-5 % (SELF) outspoken, focused
Breaking Taboos
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Collective denial patterns – Breaking Taboos
| Stage | Round Speed | Evolution | Non-violent resistance Mahatma Gandhi | Standard science faced with new discoveries | Rape myths extracted | Existence of death camps during the Nazi era |
| 1. | Hour Very fast | Resistance / Discovery / Crime becomes known. | "First they ignore you." | "It is probably not true." | "Nothing has happened." | "That cannot be." |
| 2. | Day Fast | Resistance / Discovery / Crime gets confirmed. | "Then they laugh at you." | "Yes, it may be true, but it is not important." | "Nobody was damaged." | "We didn't know anything." |
| 3. | Month Slow | Resistance / Discovery / Crime is succeeding. | "Then they fight you." | "Yes, surely it is important, but it is no longer new." | "She wanted it." | "We did only follow orders." |
| 4. | Year Very slow | Resistance / Discovery / Crime is established. | "Then you succeed." | N/A Michel de Montaigne (1533-1592) | "She deserved it." | "It was their fault anyway." |
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Links zum Thema Tabus / Taboos
Literatur
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Literatur (engl.)
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Externe Weblinks
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Externe Weblinks (engl.)
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Audio- und Videolinks
- TV Video Interview mit Robert Pfaller, Philosoph, zum Thema Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur, Teil 1 von 6, präsentiert vom Schweizer TV-Sender SF1, Programm Sternstunde Philosophie, Gastgeber Michael Pfister, 28. Dezember 2008, YouTube Film, 9:30 Minuten Dauer, eingestellt 31. Oktober 2009
- Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft, Teil 2 von 6, 9:30 Minuten Dauer
- Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft, Teil 3 von 6, 9:30 Minuten Dauer
- Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft, Teil 4 von 6, 9:30 Minuten Dauer
- Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft, Teil 5 von 6, 8:30 Minuten Dauer
- Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft, Teil 6 von 6, 10:27 Minuten Dauer
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Audio- und Videolinks (engl.)
- Video presentation by Dean Radin Ph.D. (*1952) US American researcher of parapsychology on Taboos in Science and Spirituality, presented by IONS, "Essentials of Noetic Sciences", Conversations from the Edge series, San Francisco, 2006
- Taboos in Science and Spirituality, part 1 of 4, 3:50 minutes duration
- Taboos in Science and Spirituality, part 2 of 4, 3:14 minutes duration
Three types of taboos in science: 1. transitory, 2. stubborn and 3. double secret super taboos
- Taboos in Science and Spirituality, part 3 of 4, 4:06 minutes duration
Stubborn Taboos are concepts like homeopathy, cold fusion and UFO studies that challenge the current scientific dogma. Acupuncture, formerly a stubborn taboo is reclining. The interest of the population in psychic phenomenon topics is persistently high, whereas 99.8% of the universities worldwide decline research in that area.
- Taboos in Science and Spirituality, part 4 of 4, 4:30 minutes duration
The double secret super taboos (“woo-woo taboos”) exclude the realm of psychic phenomena. The scientific community excludes spirituality from science. Siddhi states described 1000 years ago are now being proven in psi labs. Thomas Edison, Isaac Newton and Madame Curie, were actively practising “non-scientific” endeavors such as alchemy and contacting the dead via instruments or seances.
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Interne Weblinks
Hawkins