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Beobachte, wie er handelt, betrachte seine Motive und untersuche, worin er seine Ruhe findet. Wie könnte ein Mensch dir dann noch etwas verbergen? Konfuzius, chinesischer Weiser
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1. Sich von der Identifikation mit Inhalten lösen – Bewusstsein erlauben
Der Betrachter eines Gemäldes an der Wand nimmt nicht für sich in Anspruch, das Gemälde zu sein oder es geschaffen zu haben. Diese Metapher lässt sich auf die Inhalte des Bewusstseins übertragen.
Sich mit Inhalten zu identifizieren, heißt auszuschließen, dass man als Mensch Bewusstsein [Kontext] ist.
Die Einsicht, dass man Bewusstsein, nicht Inhalt des Bewusstseins, ist, ist die Gelegenheit für das Auftreten des inneren Beobachters.
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2. Die Stufen des fortschreitenden Erkennens
Form-Gebundenheit
Ein linearer (formgebundener) Gedanke wird
→ Registriert (wahrgenommen)
→ Erkannt
→ Betrachtet
→ Erlebt
→ Gewahrt.
Nichtlineare Feld-Orientierung
Im nichtlinearen virtuellen Feld
→ wird (durch den Beobachter) beobachtet
laut Heisenbergs Unschärferelation beeinflusst der Beobachter das Feldgeschehen.,
→ wird (durch den Zeugen) bezeugt,
→ ist das Licht des Bewusstseins gegenwärtig,
→ ist das Manifeste als All-Sein (SELBST) gegenwärtig,
→ ist das Unmanifeste (Gottheit) gegenwärtig.
Inspiriert durch David Hawkins, Licht des Alls, S. 392
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3. Zeugenschaft – Von der konkreten Form zum abstrakten Kontext
Die von Aspiranten angestrebte Realität ist VOR dem Denken, nicht zwischen den Gedanken.
Vor dem Auftauchen des Gedankens ist Stille, das Nichts, das unendliche unbewegliche Feld, das dem Egomind, das von Detail zu Detail hüpfen muss, unzugänglich ist.
Was du bist, ist VOR dem Gedanken anwesend.'''
Gedanken sind Formen. Wer Form mit Form einfangen möchte, ist unzureichend ausgerüstet.
Aus der Perspektive des Zeugen-Beobachters, der innerhalb des Feldes (Kontext) ist, sieht man einen Gedanken aus der Stille aufsteigen.
Linear (an die Form gebunden) Ego / Ich | Gedanke → registrieren → erkennen → Beobachter → Erlebender → Gewahrsein |
Nichtlinear (Feld) Selbst / SELBST | Beobachter → Zeuge → Licht des Bewusstseins → das Manifeste als Allheit – SELBST → das Unmanifeste (Gottheit) |
David Hawkins, Sedona Seminar Identification and Illusion, bereit gestellt von Consciousnessproject.org, 14. August 2004
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4. Zitate zum Thema Beobachten und Bezeugen / Observing and Witnessing
4.1 Zitate von D. Hawkins
- Schreite vom Handeln zum Beobachten, zum Gewahrsein, zum Bewusstsein. Quelle unbekannt
- Weise (z. B. bei Natur-Katastrophen) niemandem Schuld zu. Beobachte einfach, wie sich die Evolution entfaltet. Quelle unbekannt
- Entwachse sowohl dem Widerstand (Yin – Tamas – Lethargie) als auch dem Bemühen/Energieaufwand (Yang – Rajas – Aktivität) und verweile als Beobachter in Frieden (Sattva – das Tor des Göttlichen, das mit Liebe beginnt). Quelle unbekannt
¢Diese Aussage nimmt auf das alte hinduistische Konzept der Gunas Bezug.]
- Du bist sowohl der Zeuge, der Beobachtende als auch der Erlebende. David Hawkins, Discovery CD Series, CD 5 Advanced Practices for the Committed Mystic, 'The nine central elements of seriously committed inner spiritual work'
- Man bezeugt, wie sich die Absicht von selbst verdichtet, und beobachtet, dass alles von selbst geschieht. Jede Handlung geschieht spontan und schließlich mühelos. FU Licht des Alls, S. 73
- Durch innere Beobachtung kann man unterscheiden, dass die Persönlichkeit ein System von angelernten Antworten darstellt und die Persona nicht das wirkliche "ICH" ist. Das wirkliche "ICH" liegt dahinter und geht darüber hinaus. Man ist Zeuge dieser Persönlichkeit, und es gibt überhaupt keinen Grund, warum man sich mit ihr identifizieren sollte. Sobald das wirkliche SELBST als das wahre "ICH" auftaucht, geht die Persönlichkeit nach einer gewissen Anpassungszeit sofort in die Interaktion mit der Welt, welche keinen Unterschied zu bemerken scheint. Die Persönlichkeit ist weiterhin eine Art Unterhaltung und oft komisch und wird, wie auch der Körper, irgendwie etwas Neues. Statt "Ich" sein zu wollen, wird die Persona zu einem "Es", das sozusagen von seinem eigenen Generator betrieben wird. Dieses Es hat seine Angewohnheiten, seinen Lebensstil, seine Vorlieben und Abneigungen, aber diese haben nicht länger irgendeine reale Bedeutung oder Wichtigkeit, und sie haben insbesondere keine Folgen in Bezug auf Glücklich- oder Unglücklich-Sein. Gleichermaßen bleibt ein Anflug von gewöhnlichen menschlichen Emotionen, die kommen und gehen, aber keinerlei Kraft oder Einfluss mehr haben, da sie nicht länger als "meine" der Identifikation oder Besitzeranspruch unterliegen. FU Das All-sehende Auge, S. 144
- Die Erkenntnis, dass Geist/Gemüt nicht dasselbe ist wie "Ich", zerbricht die Identifikation des Selbstes mit dem Geist.
Diese Erkenntnis dehnt sich auch auf den Körper aus, sobald man erkennt, dass man nur Zeuge, Erfahrender und Beobachter von Empfindungen ist. Man erfährt dabei nicht wirklich den Körper, sondern lediglich die Sinne. Das All-sehende Auge, S. 157
- Der spirituelle Schüler muss vor allem begreifen, dass das jeweilige innere Wesen dessen, was wir "Realität" nennen, in tiefgreifender Weise durch den bloßen Akt menschlicher Beobachtung beeinflusst und verändert wird. Abgesehen von der Mathematik kann ein Studierender der Quantentheorie schlussfolgern, dass das, was man entdeckt, ein Ergebnis der eigenen Intention ist, insofern dass das, was man findet, davon abhängt, wonach man sucht. FU Licht des Alls, Anhang D, S. 564
- Die Entdeckungen der Quantenmechanik machten ein Umdenken beim erkenntnistheoretischen und philosophischen Verständnis erforderlich, um die Einwirkung der menschlichen Beobachtung und Beteiligung an wissenschaftlich geprüften Ereignissen zu erklären. 1927 befasste sich die Solvaykonferenz in Kopenhagen mit dem Problem und im Anschluss daran gab es unterschiedliche Interpretationen von Bohr, Einstein, Dirac, von Neumann, Wigner und anderen bei der Lösung des Problems, dass die berühmten Schrödinger Gleichungen unzulänglich waren, indem sie die Einwirkung des Betrachters nicht berücksichtigten. Das wurde später das "Heisenbergsche Auswahlprinzip" genannt. OU Licht des Alls, Anhang D, S. 565
- Du nimmst an, dass ein persönliches "Ich" der Initiator, der Entscheider und der Agierende ist. Um dieser Täuschung zuvorzukommen, musst du in weniger als einer 10,000stel Sekunde gewahren. Die Schnittkante des Egos, des persönlichen "Ichs", benötigt eine 10,000stel Sekunde, um sich einzuklinken und für sich in Anspruch zu nehmen, der Initiator und der Erlebende zu sein. Mithilfe von spirituellen Vorgehensweisen […] ist es möglich, das zu überschreiten. Und der Verstand wird still.
[…]. Es gibt kein persönliches "Ich", das beschließt, was man sagt. Alles geschieht unwillkürlich, auch die Einbildung eines persönlichen Ichs und der Aufstieg in den Beobachtungszustand, wobei man aufhört, sich als persönliches "Ich" zu identifizieren und in den Zeugen-Beobachter übergeht. Der Zeuge-Beobachter bemerkt, dass sich, sobald eine Entscheidung gefällt wurde oder etwas geschieht, eine "Ich"-Persönlichkeit einschaltet und sich als Urheber ausgibt. Dem Verstandeswesen fällt es am schwersten, den Anspruch der Urheberschaft eines persönlichen "Ichs" aufzugeben. Sedona Seminar The Mystic, 7. Dezember 2007
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4.2 Zitate (engl.) von D. Hawkins
- The realization that everything is knowable about anything or anyone, anywhere, at any point in time, creates at first a paradigm shock. This reaction arises, generally, from realization of the non-locality, impersonality and universality of consciousness itself; and, specifically, from the realization of the Beobachter|observability of one's own thoughts and motivations, their transparency across time. That one's every thought and action leave an indelible trace forever in the universe can be an unsettling thought. Power vs. Force, S. ?
- Is experiencing done by a 'who' or by a 'what'?
One will, by observation, discover that 'something' rather than 'someone' is functioning as the impersonal experiencer and observer, which is unchanged and unaffected by the content of that which is being experienced, observed, or witnessed. The Eye of the I, S. 101
- Like the notes of music which fade away as soon as they are sounded, the experiences of life are fleeting and ephemeral. Each moment is already in the process of ceasing at the very instant it arises. The focus of awareness is like a moving flashlight in the night which briefly illuminates each object and then quickly moves on. They appear and disappear. To the observer, life is therefore merely a procession of appearances and disappearances. Therefore, nothing can be said to be happening because of this constant sequencing of attention. Focus is therefore an arbitrary positionally and accounts for the so-called Dance of Shiva. Eye of the I, S. 287
- How to transcend the experiencer?
One must constantly surrender the desire to experience the phenomena or the desire to "juice" the experience of the experiencing itself. […] By relinquishing anticipation, clinging, seeking pleasure, or avoiding unpleasantness, the focus remains poised on the razor’s edge of the crest of the fleeting moment. By this poised position, mentation and imaging gradually recede and reveal that the underlying field is activated by the desire and intention of thinkingness itself […]. If the witnessed data are neither desired, resisted, nor given value as "mine" they begin to subside and eventually fall away. In turn, each is surrendered to God as it arises, and the silent source that is desirous of thinking or experiencing is revealed. To de-energize it, it Is only necessary to surrender the desire to God. Discovery of the Presence of God, S. 122
- With incorporation into daily life, a spiritual practice can take the form of the continuous surrendering of Volition, which then emerges into autonomous witnessing and effortless observation. These capacities will then be discovered to be qualities of consciousness, and not personal.
Concentrated spiritual focus is like a 'mind set' by which spiritual processing becomes prioritized. Eventually, the illusion of a distinct, separate, personal 'I' that is 'doing' the processing drops away. The phenomenon is then witnessed to be happening spontaneously of its own. Reality, Spirituality, and Modern Man, chapter 19 "Practicum", S. 355
- That which you are is the witness, the observer and also the experiencer.
This is happening automatically as a consequence of the field of consciousness. The realization that the ego will always take credit for spontaneous ocurances is essential. CD series Discovery CD 5 Advanced Practices for the Committed Mystic, 'The nine central elements of seriously committed inner spiritual work'
- You have the presumption there is a personal "you" that is the initiator, the decider and the doer. To jump ahead of this illusion, has to be done faster that 1/10,000th of a second. The leading edge of the ego, the personal "I" jumps in in 1/10,000th of a second and claims to be the author the initiator and the experiencer. Through the spiritual styles […] it is possible to transcend that. And the mind becomes silent.
People identify automatically and most importantly as the doer, […] the chooser, the one who feels, the one who wants, […] who makes decisions […]. There is no 'you', making any decision about anything at all. All that is 100% illusion. There is no personal 'you' deciding what to say. It is all happening autonomously and your rise to that observation as you move to identifying as a personal self and move to the witness-observer. The witness-observer notices that as soon as a decision is made or something happens a sense of personal 'I' jumps in and claims authorship. The hardest thing to get over, as a mind, is the claiming of authorship of a personal "I". There is no personal "I" making any decisions. All this is happening autonomously including the illusion that there is a personal "I". Therefore you don't have to feel guilty about considering yourself to be an independent decider or initiator of action and thoughts and feelings because even that is happening autonomously without asking your permission. Sedona Seminar The Mystic, 7. December 2007
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4.3 Zitate von anderen Quellen
- Ich beobachtete alle Taten, die unter der Sonne getan wurden. Das Ergebnis: Das ist alles Windhauch und Luftgespinst. – Alles ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind. Kohelet (Prediger Salomo) 1, 14 (AT)
- Um dich selbst zu beobachten, schau nach innen.
Um dich selbst zu erneuern, reinige dich beständig.
Um dich selbst zu üben, suche nicht außerhalb deiner.
Um dich selbst von dir zu lösen, mache keine Unterschiede.
Gautama Buddha, ca. 500 v. Chr.
- Als Ramana Maharshi im Jahr 1903 an seinem Standort in Tiruvannamalaivon dem angesehenen Sanskritgelehrten Ganapati Sastri gebeten wurde, ihm das Wesen von Tapas zu erläutern, unterbrach der Weise sein übliches Schweigen und antwortete:
Wenn man beobachtet, von wo die Vorstellung 'Ich' aufsteigt, dann löst sich der Verstand/Gemüt dort auf. Das ist Tapas. Wenn man ein Mantra wiederholt und beobachtet, von wo der Mantra-Klang aufsteigt, dann löst sich der Verstand/Gemüt dort auf. Das ist Tapas.
Inspiriert durch Dr. Phil. T. M. P. Mahadevan, M. A., Professor der Philosophie, Universität von Madras, BHAGAVAN RAMANA, Nachdruck aus Ramana Maharshi and His Philosophy of Existence
- Beobachte, wie er handelt, betrachte seine Motive und untersuche, worin er seine Ruhe findet. Wie könnte ein Mensch dir dann noch etwas verbergen? Konfuzius
- Die Forderung, dass er [der Beobachter] nur objektiv sehe, ist gar nicht zu erheben; denn das ist unmöglich. Wenn man nicht zu subjektiv sieht, so dürfte man schon zufrieden sein. […] Insofern befähigt der Balken im eigenen Auge geradezu zur Auffindung des Splitters in des Bruders Auge. Carl Gustav Jung, Gesammelte Werke, Band 6
- Es gibt keine tiefere Realität. Realität wird durch Beobachtung geschaffen. Niels Bohr, Nobelpreisträger in Physik, Deutung der Kopenhagener Quantentheorie, ca. 1930
- Es wäre nach Ansicht einiger Physiker wünschenswert, [...] zur Vorstellung einer objektiven, realen Welt zurückzukehren, deren kleinste Teilchen in der gleichen Weise objektiv existieren, wie Steine und Bäume, gleichgültig, ob wir sie beobachten oder nicht. Dies ist aber unmöglich oder jedenfalls wegen der Natur der atomaren Erscheinungen nicht vollständig möglich. Werner Heisenberg (1901-1976) Quantenwissenschaftler, Nobelpreisträger für Physik, 1932
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4.4 Zitate (engl.) von anderen Quellen
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5. BW-Werte: Emotionen / Emotions
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6. Index: Beobachter / Observer – Bücher von D. Hawkins
Englische Werke
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6.1 Index: Audio- und Videomedien (engl.) von und mit D. Hawkins
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7. Links zum Thema Beobachten und Bezeugen / Observing
7.1 Literatur
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7.2 Literatur (engl.)
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7.3 Externe Weblinks
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7.4 Externe Weblinks (engl.)
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7.5 Interne Links
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