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2·2012


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MärchenGeschichten erzählen

 

 

 

The Boyhood of Raleigh, 1870
Sir John Everett Millais (1829-1896) britischer Maler

 

 

A seafarer tells the young Sir Walter Raleigh and
his brother the story of what happened out at sea.

 


 

Wortherkunft von Mär und Märchenstatistik

Das althochdeutsche Wort Mär heißt "Botschaft aus übersinnlichen Welten". Luthers Weihnachtslied Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär drückt genau das aus. Die Handlungsbögen der Märchen spiegeln symbolische Inhalte, die in einmünden in eine so genannte Verschränkung, aus der eine paradoxe
Lösung auftaucht, welche die Märchenfiguren aus ihrem archetypischen Dilemma herausführen.

 

Befragung zur Bekanntheit und Beliebtheit von Märchen bei Erwachsenen – 2007
Durchgeführt von dem Essener Literatur-Magazin Bücher
 ༺༻Spontane Märchentitelnennung von ErwachsenenBekannt beiLieblingsmärchen von
1.Schneewittchen 51% der Erwachsenen 13% der Erwachsenen
2.Hänsel und Gretel 44% der Erwachsenen 8% der Erwachsenen
3.Rotkäppchen 32% der Erwachsenen 8% der Erwachsenen
Quelle: ► Artikel Märchen-Umfrage: Schneewittchen schlägt Rotkäppchen,
präsentiert von dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, 2007

 

Repräsentative Märchenstudie mit 3- bis 13-jährigen Kindern – 2015
Genannt werden von den 1.210 befragten Kindern insgesamt 59 Märchentitel.
Der Märchenkanon ist somit relativ begrenzt und stammt zu 90% von den Gebrüdern Grimm.
Grimms Märchen nehmen ausschließlich die ersten zehn Plätzen ein, womit die herausragende Bedeutung dieses Genres für das Märchenverständnis von Kindern bestätigt wurde.
Der erste nicht von den Gebrüdern Grimm stammende Märchentitel ist Die Eiskönigin (Märchenverfilmung) auf Platz 15.
Märchen sind für Mädchen deutlich relevanter als für Jungen.
Spontane Märchentitelnennung
von Kindern
Am häufigsten von Kindern
genannte Märchen
Lieblingsmärchen von Kindern
❁ 1. Hänsel und Gretel (53%)
❁ 2. Rotkäppchen (45%)
❁ 3. Aschenputtel (41%)
❁ 4. Schneewittchen (39%)
❁ 1. Aschenputtel (engl. Cinderella)
❁ 2. Schneewittchen
❁ 3. Hänsel und Gretel
       deutlich seltener genannt
❁ 1. Aschenputtel
❁ 2. Hänsel und Gretel
❁ 3. Schneewittchen
༺༻Lieblingsmärchen von MädchenLieblingsmärchen von JungenBeliebteste Märchenverfilmungen
1.AschenputtelHänsel und GretelAschenputtel/Cinderella 
2.SchneewittchenDer gestiefelte KaterSchnettwittchen
3.DornröschenSchneewittchenHänsel und Gretel
4.Hänsel und GretelRotkäppchen
Die Bremer Stadtmusikanten
Dornröschen
5.RotkäppchenFroschkönigDer gestiefelte Kater
6.RapunzelTischlein, deck dichFrau Holle
7.Frau HolleHans im GlückRotkäppchen und der Wolf
8.  Rapunzel
9.  Froschkönig
10.  Die Bremer Stadtmusikanten
Quelle: ► Artikel Neue Studienergebnisse zum Thema »Kinder und Märchen«, präsentiert von dem Nachrichtenmagazin des
deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders BR online, Televizion, Dr. phil. Maya Götz, S. 65-67, 21. Januar 2016

Sieben Handlungsschemen in Geschichten

Nach 34 Jahren Recherche legte Christopher Booker in seinem Buch The Seven Basic Plots. Why We Tell Stories?
[Die sieben wesentlichen Handlungsschemen in erzählten Geschichten] vor. Bookers Buch ist angelehnt
an Carl Gustav Jungs Archetypen-Lehre, die aufzeigt, welche sieben grundlegenden
dem Leben dienlichen archetypischen Kennzeichen in Geschichten auftauchen.
 ༺༻Archetypische KonstellationBemerkung
1.Lebens- oder Heldenreise als Visionssuche (Queste)Fall des Helden
2.Lebens- oder Heldenreise als Reise und RückkehrMoralische Wiedergutmachung
3.TragödieRache
4.KomödieImmerwährende Liebe
5.Von Armut zu Reichtum"Barfuß oder Lackschuh"
6.Überwindung des UngeheuersWidrige Umstände überstrahlen
7.WiedergeburtErlösung aus irrtümlicher Identität
Quelle (engl.): ► Christopher Booker (1937-2019) englischer Journalist, Autor,
The Seven Basic Plots. Why We Tell Stories, Continuum International Publishing Group, January 2006

Beliebte deutsche Märchen – Kurzfassung

Dornröschen (1812)

Ein König und eine Königin wünschten sich sehnlichst ein Kind. Ein Frosch erfüllt ihnen diesen Wunsch. Es wird ein Fest veranstaltet, doch der König hat nur zwölf Teller für dreizehn Reiche, so lädt er die Herrin des Dreizehnten nicht ein. Sie taucht dennoch wütend auf dem Fest auf und verflucht das Kind. Es soll sich an seinem 15. Lebensjahr an einer Spindel stechen und sterben. Der Fluch kann noch abgemildert werden und das Kind soll nun in einen hundertjährigen Schlaf fallen.
Wie es vorausgesagt wurde, geschah es. Das gesamte Königreich fiel in einen tiefen Schlaf. Es wuchs eine Mauer aus Dornen um das Schloss und Prinzen aus aller Welt versuchten, sie zu durchbrechen. Als die hundert Jahre vorbei waren, hörte ein weiterer Prinz vom Dornröschen und machte sich auf den Weg. Er kam genau zur rechten Zeit als sich die Dornen auftaten und er unbeschadet das Schloss betreten konnte. Als er das Dornröschen in ihrer Kammer liegen sah, musste er es einfach küssen. In diesem Moment wachte es auf und sie heirateten daraufhin und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Rotkäppchen (1812)

Ein kleines Mädchen mit einer roten Kappe macht sich auf den Weg durch den Wald, ihrer lieben Großmutter Kuchen und Wein zu bringen, weil sie krank ist. Die Mutter rät ihr immer auf dem Weg zu bleiben und nicht davon abzukommen. Rotkäppchen lässt sich im Wald auf ein Gespräch mit einem Wolf ein. Er fragt es aus, wo es hinwill und überredet es etwas abseits vom Weg noch einen Strauß Blumen für die Großmutter zu pflücken.
In der Zwischenzeit macht der Wolf sich auf den Weg zu ihr und frisst sie. Er verkleidet sich als die Großmutter und wartet bis Rotkäppchen kommt. Diese ist verwundert über das Aussehen der Großmutter, kommt nah ans Bett und wird auch gefressen. Ein Jäger kommt und rettet die beiden. Er holt sie aus seinem Bauch und füllt ihn stattdessen mit Steinen, woran der Wolf letztendlich stirbt.

Rumpelstilzchen (1812)

Ein Müller möchte seine Tochter an den König verheiraten, also sagt er ihm, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der König gibt ihr daraufhin die Aufgabe eine ganze Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, sonst wüsste er, dass er belogen wurde und sie müsse sterben. Verzweifelt sitzt die Tochter in der Kammer und weiß nicht, was zu tun ist. Da kommt ein kleines Männchen vorbei und bietet ihr an für ihr Halsband, das Stroh zu Gold zu spinnen. Der König verlangt mehr und auch am zweiten Abend kommt das Männchen vorbei, die Müllerstochter gibt ihren Ring her und das Männchen hilft ihr wieder.
Der König verspricht dem Mädchen, es zu heiraten, wenn es ein drittes Mal eine Kammer voll Stroh zu Gold spinne. Dieses Mal fordert das Männchen ihr erstgeborenes Kind und das Mädchen verspricht es ihm. Als es dann geboren war, kam das Männchen und wollte ihr Kind holen. Sie bat ihm alle Reichtümer an, die sie besaß, doch es wollte nur das Kind. Die Müllerstochter weint bitterlich, so gibt ihr das Männchen drei Tage Zeit, seinen Namen zu erraten, dann dürfe sie das Kind behalten.
In der ersten Nacht rät sie falsch und auch in der zweiten, doch noch vor der dritten Nacht bekommt sie einen Tipp von einem Boten. Er hat das Männchen im Wald gesehen und gehört wie es den Namen „Rumpelstilzchen“ tanzend um ein Feuer singt. So löst sie das Rätsel und das Männchen zerreißt sich selbst vor Wut.

Das tapfere Schneiderlein (1812)

Das Märchen handelt von einem Schneider, der von Fliegen gestört wurde, die von einem Brot mit Apfelmus angelockt wurden. Er verlor die Geduld und schlug mit einem Lappen nach ihnen. So landeten sieben auf einmal auf dem Boden. Der Schneider war erstaunt über seine Tapferkeit und wollte es den Leuten in der Stadt zu berichten. Er band sich einen Gürtel um, auf den er „Sieben auf einen Streich“ nähte und zog los.
Er nahm einen Käse mit und steckte auch einen Vogel, der sich verfangen hatte in seine Tasche. Unterwegs begegnete ihm ein Riese, der den Gürtel so verstand, dass der Schneider sieben Menschen auf einen Streich erschlagen hätte. Er wollte ihn Testen und zerdrückte einen Stein, dass das Wasser herauslief. Der Schneider machte es mit seinem Stein, der eigentlich der Käse war, nach.Daraufhin warf der Riese einen Stein so hoch, dass man ihn nicht mehr erkennen konnte. Der Schneider warf einen Stein, der eigentlich der Vogel war, hoch hinauf und er kam nicht mehr wieder. So trug es sich eine Weile fort. Der Riese stellte dem Schneider Aufgaben und er überlistete ihn jedes Mal.
Der Schneider zog irgendwann weiter und kam an einen Königshof. Aufgrund seines Gürtels glaubten die Leute, dass er ein tapferer Kämpfer sei und der König macht ihm ein Angebot. Er sollte die Riesen töten, die im Königreich ihr Unwesen treiben und er würde die Hälfte des königlichen Besitzen erhalten und zudem seine schöne Tochter heiraten dürfen. Der Schneider verwirrte die Riesen so, dass sie schließlich selbst gegeneinander kämpften. Bevor der Schneider allerdings seinen Preis einfordern durfte, müsse er zuerst noch ein Einhorn fangen. Mit einer List klappte auch dies, doch der König wollte sein Versprechen immer noch nicht einlösen. Er forderte noch ein Wildschwein, welches ihm der Schneider besorgte. Endlich bekam der Schneider, was ihm versprochen wurde, heiratete die Prinzessin und wurde König über sein eigenes Reich.

Das häßliche junge Entlein (1843)

Eine Entenmutter hat sieben Eier. Das siebte ist größer als alle sechs Anderen und es kommt ein graues Entlein heraus, das anders aussieht als die Anderen. Es ist tollpatschig, wird als hässlich beschimpft und für seine Andersartigkeit verspottet, weshalb es fortläuft. Es wird von einer Bäuerin eingesperrt, doch schafft es nach einiger Zeit zu fliehen. Es versteckt sich im Gras, doch muss zum Winter heraus, um Nahrung zu suchen. Da findet es ein Bauern und nimmt es mit zu sich. Es flieht erneut und erblickt im Wasser sein Spiegelbild: Es ist zu einem wunderschönen und stolzen Schwan herangewachsen und überglücklich darüber.

Däumelinchen (1835)

Eine Frau bittet eine Hexe um Hilfe, weil sie gern ein Kind hätte. Sie bekommt von ihr ein magisches Korn, das sie anpflanzen soll. In der Blüte der Pflanze befindet sich ein kleines Mädchen, das nicht größer als ein Daumen ist. Deshalb wird es Däumelinchen genannt.
Eines Nachts kommt eine Kröte vorbei, entführt Däumelinchen und will sie an ihren Sohn verheiraten. Einige Fische retten sie und ein Schmetterling zieht sie auf einem Seerosenblatt in die Freiheit. Unterwegs verliebt sich ein Maikäfer in sie, doch lässt sie wieder fallen, weil die anderen Maikäfer Däumelinchen hässlich nennen. Im bitterkalten Winter sucht sie Unterschlupf bei einer lieben Feldmaus. Sie versorgt sie und Däumelinchen muss alles sauber halten und ihr Geschichten erzählen, damit die Abende für sie beide nicht so langweilig sind.
Däumelinchen findet eine Schwalbe, die fast erfroren ist und pflegt sie. Als ein Maulwurf vorbeikommt und sie heiraten will, flieht sie auf ihr und fliegt in ein warmes Land. Dort findet sie eine Blüte mit einem Prinzen in ihrer Größe darin. Die beiden heiraten und sie erhält den neuen Namen „Maja“. Ihr Mann schenkt ihr außerdem Flügel und die beiden fliegen von Blume zu Blume.

Die Prinzessin auf der Erbse (1837)

Ein Prinz reiste in der Welt umher, um eine echte Prinzessin zum Heiraten zu finden. Durchnässt vom Unwetter stand eines Abends ein Mädchen vor dem Stadttor. Sie behauptete eine echte Prinzessin zu sein. Um das zu prüfen, legte die Königin heimlich eine Erbse auf ihr Bett und darüber zwanzig Matratzen und zwanzig Decken. Am nächsten Morgen beschwerte sich das Mädchen, auf etwas hartem geschlafen zu haben. Diese Empfindlichkeit war für sie der Beweis, dass es sich um eine echte Prinzessin handeln muss.

Des Kaisers neue Kleider (1837)

Ein Kaiser lässt sich von zwei Betrügern neue Kleider weben. Sie überzeugen ihn davon, dass diese Kleider besonders seien und nur von Personen gesehen werden können, die ihnen würdig und nicht dumm seien. Das falsche Spiel geht auf, da der Kaiser aus Eitelkeit nicht zugeben möchte, dass er die gewebten Kleider nicht sieht. Ebenso geht es den Menschen, die seine Kleider ‘bewundern’. Es fliegt erst auf, als ein Kind bei einem Festumzug sagt, dass der Kaiser doch gar keine Kleider anhabe. Schlussendlich ruft das ganze Volk, dass er keine Kleider anhabe. Der Kaiser hält den Spott aus und führt die Parade zu Ende.

Der Fuchs und der Rabe (1914)

Ein Fuchs überlistet durch Schmeicheleien einen Raben. Er bringt ihn dazu, seinen Schnabel zu öffnen, damit das Stück Fleisch darin herunterfällt und der Fuchs es sich schnappen kann.

Warum Hund und Katze einander Feind sind (1914)

Ein Ehepaar hatte einen Glücksring, aber verkaufte ihn. Von dort an ging es ihnen schlecht und sie mussten Hunger leiden. Auch ihr Hund und ihre Katze hungerten und überlegten, wo der Ring sein könnte. Als sie eine Idee hatten, half der Hund der Katze einen Fluss zu überqueren und den Ring zu holen.
Auf dem Rückweg war die Katze allerdings schneller, weil sie über die Dächer der Häuser springen konnte und der Hund um sie herumgehen musste. So dachten die Besitzer der Tiere, dass nur die Katze geholfen habe, den Ring zu holen und behandelten sie wie ihr eigenes Kind. Den Hund aber behandelten sie von dort an schlecht. Die Katze aber genoss die Aufmerksamkeit und sagte nichts. Seitdem sind Hund und Katze Feind.

Rumpelstilzchen durchschaut

Gefahr erahnt – erkannt – benannt – gebannt

 


Ein Diener des Königs belauscht Rumpelstilzchen
Freizeitpark Efteling, Kaatsheuvel, Niederlande, 2008

Die Müllerstochter und Königin, deren Kind in Lebensgefahr war, erfährt sie von einem Boten, dass ein Männchen in einem kleinen Haus in der Ferne wohnt, das nachts um ein Feuer tanzt und singt:

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Nun kennt sie das Rätsel, den geheimen Namen ihres Peinigers, der sie mit Drohungen in Angst versetzt hatte und sich zur Sklavin gemacht hatte. Als sie den Poltergeist Rumpelstilzchen damit überrascht, dass er selbst sein Geheimnis ausgesprochen hatte, zerreißt sich aus lauter Wut selbst. Sein Leben endet er mit den Worten:

Das hat dir der Teufel gesagt!

 


"I am glad that nobody knew
that the name I am called is Rumpelstiltskin!"

Once Rumpelstiltskin's secret name is revealed his spell and control by fear is over.
Agasp Rumpelstiltskin tore himself apart – out of sheer anger.

 

Siehe auch: ► Geheimnis und ► Angst und ► Wut

Die Blaue Rose

Die blaue Rose symbolisiert das Unerreichbare oder das Unmögliche. Die Farbe des Geistes ist blau.

 

In China lebte einmal ein Kaiser, dessen einzige Tochter so schön und klug war wie sonst keine im Land. Mit süßer Stimme zitierte sie die Gelehrten und die Philosophen ihres Landes. Zum großen Kummer des Kaisers war sie nicht bereit zu heiraten, wohl weil kein Mann ihr Herz zu erobern vermochte. Ihre unerfüllbare Bedingung an die zahlreichen Heiratsbewerber war: "Ich will nur den Mann heiraten, der mir eine blaue Rose bringt!"
Die drei Bewerber, die dennoch ihr Glück bei ihr versuchen.

 

  • Ein reicher Kaufmann brachte ihr eine blaue Rose aus Gold und Edelstein.
  • Ein mächtiger Kriegsherr überreichte ihr ein Mosaik mit einer blau gefärbten Rose.
  • Ein wichtiger Minister des Kaisers schenkte ihr eine Vase mit einer in Blau gemalten Rose.

Die keinesfalls unglückliche Prinzessin wies jeden Bewerber ab, denn keinem war es gelungen, ihr eine lebensechte blaue Rose zu bringen.

  • Ein armer Spielmann kam in die Stadt gezogen, setzte sich an den Fluss unterhalb der Palastmauern und begann in der Abendsonne auf seiner Laute zu spielen. Die Prinzessin setzte sich zu ihm und sang zu seinem Spiel – die ganze Nacht.

 

Der fahrende Musikant und die Tochter aus höchsten Kreisen hatten sich ineinander verliebt und wollten heiraten. Die mittlerweile Heiratswillige war traurig, denn die von ihr gestellte Bedingung an Bewerber war nun ein Hindernis. Am nächsten Morgen stand der vierte Heiratskandidat vor dem Kaiser, in der Hand eine weiße Rose, und bat um die Hand der Prinzessin.

"Aber die Rose ist weiß", sagte der Kaiser.
"Nein, die Rose ist blau", widersprach die Prinzessin.
"Wer nicht sehen kann, dass die Rose blau ist, ist farbenblind.

Der Kaiser lenkte ein, schließlich wollte er seine Tochter endlich verheiratet sehen. Er schenkte dem Paar einen Palast, in dessen Garten viele weiße Rosen gepflanzt wurden. Im "blauen Garten" wuchsen die blauen Rosen, die den Geist der Liebe verkörpern.

Quelle: ► Chinesisches Märchen Die Blaue Rose, PDF, nacherzählt von Gidon Horowitz, undatiert
Source: ► Folktale from China The Blue Rose, retold by Rose Owens, 2000
Referenz: de.Wikipedia-Eintrag Blaue Rose und ► Blaue Blume
Reference: en.Wikipedia entry Blue rose and ► Blue flower

Zitate zum Thema Märchen, Mythen, Geschichten, Gleichnisse, Übergangsphasen

Zitate allgemein

Empfehlungen

  • Die Botschaft des Dornröschen-Märchens:
    ⚑ Vertraue auf dein Schicksal,
    ⚑ lass dich ein in dein Inneres, in dem du alles findest, was du für ein erfülltes Leben brauchst, dessen Aufgabe heißt:
    werde ganz du selbst, werde die und der, als die und der du gemeint bist.
    Die »Geburt« eines »göttlichen Kindes« findet immer dann statt, wenn ein altes Muster nicht mehr in die Zeit passt, wenn es auslaufen und einem neuen Platz machen muss. Die Geburt eines »göttlichen Kindes« bedeutet auf der menschlichen Ebene einen Wandel der Werte, eine neue Sicht der Welt! Angela Seibert, deutsche Autorin, Dornröschen. Auch des Vaters liebste Tochter wandelt sich zur Frau, S. 124, Kreuz Verlag, 1987

 

  • Sei nie wie die Welt. Sei immer wie ein Märchen, das sich selbst erzählt. Hans Kruppa (*1952) deutscher Dichter, Schriftsteller, Quelle unbekannt

 

Schlussfolgerung

  • Märchen sind Menschheitsträume, vom Gelingen der Liebe und des Lebens und der Suche nach sich selber und dem Anderen. […]
    Um Märchen zu verstehen muss man die Welt in Frage stellen, welche die Mächtigen als Realität definieren. Da gibt es alte Ängste zu überwinden, verwunschene Schlösser zu öffnen, unwegsame Wälder zu durchdringen, Drachen zu besiegen nur um im Herzen der Geliebten bei sich selber anzukommen. Eugen Drewermann (*1940) ehemals deutscher katholischer Theologe, suspendierter Priester, Kirchenkritiker, Psychoanalytiker, tiefenpsychologischer Exeget, Referent, Schriftsteller, "Von einem der auszog …" – Drewermanns Märchenwelt, Pressemitteilung von der deutschen öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalt Radio Bremen in Zusammenarbeit mit Nordwestradio, 19. März 2016
  • Die Geschichte lebt von Prinzipien, nicht von Regeln.
    Die Geschichte verlangt Originalität, keine Abziehbilder.
    Die Geschichte handelt von Archetypen, nicht von Sterotypen.
    Die Geschichte dreht sich um zeitlose, universelle Formen, nicht um Formeln.
    Die Geschichte gewinnt durch umfassende Gründlichkeit, nicht durch verkürzende Schludrigkeit.
    Die Geschichte dreht sich um Einblicke in das echte Leben, nicht um ausgebuffte Schreibkunst.
    Die Geschichte verlangt Meister der Schreibzunft, keine Mutmaßungen über die Film- und Literaturbranche.
    Die Geschichte respektiert das Publikum und hütet sich davor, es geringzuschätzen.
    Geschichten verkörpern das kreative Umgestalten des Lebens an sich in eine kraftvollere, klarere und sinnstiftendere Erlebniswelt.
    Geschichten sind die Währung des menschlichen Zusammenseins.
    Geschichten offenbaren die Art und Weise, wie wir lernen.
    Geschichtenerzählen ist das wirkungsvollste Mittel, um Ideen in die heutige Welt zu bringen.
    Robert McKee (*1941) US-amerikanischer Lehrer für kreatives und Drehbuchschreiben, Berater für Filmproduzenten, Drehbuchautor, Autor, Story. Grundlagen des Drehbuchschreibens, Alexander Verlag, 7. unveränderte Auflage, 2011

 

  • Märchen sind keine Schäume. Märchen sind wahr. Wünsche werden durch Schlüssel erweckt. Der Schlüssel möchte erschließen. Das Schloss möchte erschlossen werden. Das Ziel der Suche ist der Inhalt des Kästchens. Ihn zu verwahren und offenkundig zu machen, dienen Schlüssel und Schloss.
    Am Anfang steht die Vereinigung der Teile. Aus Erkenntnis erschließt sich die Einheit in ihren Teilen. Das eine – unteilbar als Individuum – ist das Ende des menschlichen Lebens. Erschließender Schlüssel und erschlossenes Schloss lassen die köstlichen und wunderbaren Sachen erschließen, die in dem Kästchen sind. Zwischen Anfang und Ende liegt das Leben des Menschen – in Beziehung. Ottokar Graf Wittgenstein, deutscher Autor, Märchen, Träume, Schicksale, S. 14f., Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1988, 2. Auflage März 1990

 


Max und Moritz und Witwe Bolte
  • Viele Märchen wurden im Laufe der jahrhundertelangen Überlieferung von den Geschichtenerzählern aus religiösen Gründen so bereinigt, dass ihre eigentliche Grundsubstanz kaum noch durch die späteren Überlagerungsschichten hindurch scheint. […] So ging den Frauen ein unermesslicher Schatz an alten lehrreichen Geschichten über Sex, Liebe, Eheleben, Schwangerschaft, Gold und Geld, die weibliche Transformation und den Tod verloren. […] Aber keine Sorge, das Verlorene lässt sich rekonstruieren. […] Nichts vom Urwissen ist uns endgültig verloren gegangen. Durch Träume und gelegentliche Ausflüge in außergewöhnliche Bewusstseinszustände, durch intuitive Forschungen und direktes Sehen und Lernen sammeln wir die alten Knochen wieder zusammen. Je mehr Geschichtsknochen wir haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir unsere Geschichte eines Tages ganz verstehen können. Je vollständiger die Geschichte, desto subtiler auch die Art, wie uns die unterschwelligen Schleichwege der Psyche nahegebracht werden. Das nennt man Seelenarbeit, Seelen-Ur-Erinnerung. Wenn wir diese Arbeit leisten, zeigt uns die Seele mehr, immer mehr von sich selbst. Clarissa Pinkola Estes (*1945) US-amerikanische Jungsche Psychoanalytikerin, Posttraumaspezialistin, Schriftstellerin, Dichterin, Die Wolfsfrau. Die Kraft der weiblichen Urinstinkte, S. 31, Heyne Verlag, 8. Auflage 1. September 1997

 

  • Der Bezug der Märchen, Sagen und Legenden auf die Mythologie ist der, dass in christlicher Zeit aus heidnischen Mythen harmlose Märchen geworden sind, wie sie sich auch wohl in örtlichen oder geschichtlichen Sagen lokalisiert und historisiert, gelegentlich selbst in Legenden christianisiert haben, weil sie nur in solcher Gestalt ihr Dasein zu fristen wussten. Karl Simrock (1802-1876) deutscher Dichter, Philologe, christlicher Mythologe, Quelle unbekannt

 

  • Das Unmögliche ist die Regel im Märchen. Nur unser Verstand kann die Ganzheit des Lebens, die paradox ist, nicht begreifen, indem er immer nur entweder-oder kennt. [...] Wer hat schließlich wen erlöst? Wieder haben zwei Hälften zusammengearbeitet. Die Seele spielt Schicksal, das Bewusstsein muss reagieren. Ulla Wittmann, deutsche Autorin, Ich Narr vergaß die Zauberdinge. Was Märchen für das eigene Leben bedeuten, Herder Verlag, S. 157, 1995

 

  • In der Wortverbindung «Tiefenpsychologie» hat «Tiefe» auch einen zeitlichen Sinn: Die Urgründe der Menschenseele sind zugleich auch Urzeit, jene Brunnentiefe der Zeiten, wo der Mythos zu Hause ist und die Urnormen, Urformen des Lebens gründet. Denn Mythos ist Lebensgründung; er ist das zeitlose Schema, die fromme Formel, in die das Leben eingeht, indem es aus dem Unbewussten seine Züge reproduziert. Karl Kerényi (1897-1973) ungarischer klassischer Philologe, Religionswissenschaftler, Die Mythologie der Griechen. Band 1 Die Götter- und Menschheitsgeschichte, S. 7, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München, 1988, Neuauflage 1. April 1992

 

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So wie sich der Märchenheld aufmacht, so muss / kann jeder Mensch beginnen, seine Probleme selbst zu lösen.

  • Immer wieder glauben Menschen fälschlicherweise, dass sie nur von außen [1] von irgendwelchen Partnern [2], Umständen [3] oder sonstigen Glücksfällen [4] aus ihrer inneren Verzweiflung erlöst werden könnten.
Märchen sind zu Unrecht in Verruf geraten, da sie scheinbar märchenhafte Lösungen suggerieren. Fragt man sich, was sie symbolisch sagen wollen, sind sie sehr realistisch. Heinz-Peter Röhr (*1949) deutscher Pädagoge, Suchtpsychotherapeut, Autor, Narzißmus. Das innere Gefängnis, S. 76, Walter Verlag, 3. Auflage 2000, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 1. Februar 2005

 

 

  • [J]ede Frau glaubt tatsächlich, dass es da draußen einen besonderen Prinzen gibt, nur für sie, und dass eine seiner vielen wundervollen Eigenschaften die ist, dass er nicht ein Macho-Heini ist wie all' die anderen Männer, die sie kennt. […] Fast alle Frauen, die ich kenne, gestalten ihr Leben aus einer Mischung von Aschenputtel, Schneewittchen und dem Froschkönig. Dr. Ron Smothermon, US-amerikanischer Arzt, Therapeut, Seminarleiter, Autor, Drehbuch 2 – Das Mann/Frau Buch. Die Transformation der Liebe, J. Kamphausen, 1992, 1. Januar 1994

 

  • In den Märchen von Schneewittchen und Aschenputtel wird von einer bösen Stiefmutter erzählt, die ein unschuldiges Stiefkind psychisch und physisch misshandelt und zu töten versucht. Sie wird als eine arrogante, kalte Person dargestellt, die sich mit dem äußeren Erscheinungsbild, ihrer Schönheit und dem Bedürfnis beschäftigt, andere zu beeindrucken. Sie besitzt keine Reue für ihre bösen Taten. Sie ist loyal zu ihren leiblichen Kindern, die sie mit Anspruch behandelt. Ihren Hass und ihre Wut richtet sie auf die Stiefkinder.
    Ihre schwarz-weiße Welt ist aufgeteilt in das, was ihr gehört und zu gehören hat, das "Vollkommene", und das, was nicht zu ihr gehört, was schlecht ist und daher gedemütigt und zerstört werden darf und muss.
    Die Vaterfigur in den Märchen ist häufig abwesend oder passiv. Er ist "gehandicapt" in seiner Beziehung mit der Stiefmutter, weil er sein eigenes Kind hat. Die grausame Frau ist nicht seine erste Wahl, aber sie ist schön und mächtig. Er ist von diesem äußeren Bild angezogen, weil er sich selbst unzureichend fühlt durch den Verlust der ersten Frau und möchte dadurch als fähig und anerkannt angesehen werden. Sein Hauptinteresse gilt nicht dem Schutz seines Kindes.
    Am Ende der Märchen wird die böse Stiefmutter verbannt. Sie wird nicht bestraft, sie existiert einfach nicht mehr, ihre Untaten lösen sich durch den Sieg über das Böse in Nichts auf. Die böse Stiefmutter verkörpert die klassische bösartige Narzisstin. Präsentation von Dr. Laurie Jo Moore, Universität von Auckland, Dr. Mila Goldner-Vukov, Queensland Health, Malignant Narcissism: From the Snow White Syndrome to modern neurobiology [Bösartiger Narzissmus: Vom Schneewittchensyndrom zur modernen Neurobiologie], veranstaltet von dem 44. International Neuropsychiatric Pula Symposium, präsentiert von Neurologia Croatica, Ausgabe 84, No. 53, S. 84-89, 2004

 

  • Die wirkliche Geschichte Afrikas [...] befindet sich noch in der Obhut schwarzer Märchenerzähler und Zauberer, schwarzer Historiker und Medizinmänner; es ist eine verbale Geschichte, die noch in sicherem Gewahrsam vor dem weißen Mann und seinen Plünderungen gehalten wird. Doris Lessing (1919-2013) britische Biographin, Dramatikerin, Dichterin, Romanschriftstellerin, Roman (Hauptwerk) Das Goldene Notizbuch [1962], 1971, Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main, 1978

 

Referenz: de.Wikiquote-Eintrag Märchen

Literaturzitate

  • Märchen vermitteln Kindern nicht, dass es Drachen gibt. Kinder wissen bereits, dass es Drachen gibt. Märchen vermitteln den Kindern, dass Drachen getötet werden können. Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) britischer Journalist, Schriftsteller, Tremendous Trifles, Kapitel XVII "The Red Angel", 1909

General quotes – Fairy tales, myths, legends, stories

Personal avowals

 

Recommendations
"In Denver I heard a story about a woman who was friendly with the late Dr. Einstein, surely acknowledged as an outstanding 'pure' scientist. She wanted her child to become a scientist, too, and asked Dr. Einstein for his suggestions for the kind of reading the child might do in his school years to prepare him for this career. To her surprise Dr. Einstein recommended 'fairy tales and more fairy tales." The mother protested this frivolity and asked for a serious answer, but Dr. Einstein persisted, adding that creative imagination is the essential element in the intellectual equipment of the true scientist, and that fairy tales are the childhood stimulus of this quality!  Article Fairy Tales and More Fairy Tales, presented by the publication New Mexico Library Bulletin, Elizabeth Margulis, S. 3, January 1958

  • If you want your children to be intelligent, read them fairy tales.
    If you want them to be more intelligent, read them more fairy tales. Attributed to Albert Einstein (1879-1955) German-born US American theoretical physicist, developer of the theory of general relativity, Nobel laureate in physics, 1921, source unknown

 

Conclusion

  • Storytelling reveals meaning without committing the error of defining it. Hannah Arendt (1906-1975) German-Jewish political theorist, philosopher specializing in analyzing the rise of totalitarianism, author, Men in Dark Times, S. 147, 1968, Mariner Books, 1st edition 25. March 1970, Harcourt Brace & Company, New York, 1983

 

(↓)

Note:

Fred Rogers (1928-2003) US American educator and television host of TV series Mister Rogers' Neighborhood (1968-2001) always carried in his wallet a quote from a social worker that said, "Frankly, there isn't anyone you couldn't learn to love once you've heard their story."

Insights

  • There isn’t anyone you couldn’t love once you’ve heard their story. Mary Lou Kownacki, OSB, US American coordinator for Monasteries of the Heart, teacher of peace (Pax Christi USA), aphorism

 

  • Stories save your life. And stories are your life. We are our stories; stories that can be both prison and the crowbar to break open the door of that prison. We make stories to save ourselves or to trap ourselves or others – stories that lift us up or smash us against the stone wall of our own limits and fears. Liberation is always in part a storytelling process: breaking stories, breaking silences, making new stories. A free person tells her own story. A valued person lives in a society in which her story has a place. Opinion article by Rebecca Solnit (*1961) US American culture historian, journalist, writer, Silence and powerlessness go hand in hand – women's voices must be heard, presented by the British daily newspaper The Guardian, 8. March 2017

 

  • When we went from storytelling around the campfire we were living in a world of the circular logic of our ancestors of day-to-day living. When we switched to writing suddenly we now had a future. We began seeing the world from left to right, top to bottom, as the way we read. Now with computers and the Internet we're moving away from a literate society back to a kind of a cross between gathering around camp fire and storytelling (which is what the Internet is providing to people now) to symbolic. We are returning back to a symbolic world. When we successfully make that turn which we are right now then we are going to see the world the way our ancestors did. And the mechanized way of seeing the world through the written word will disappear and we will begin going back into the cyclic nature of reality, which is the true reality of nature. Video Skype interview with Jay Weidner SacredMysteries.com (*1953) US American film producer, scholar on hermetic and alchemical traditions, author, located in Oregon, Jay Weidner interviewed by Gerry Fialka 2012/10/13, presented by host Gerry Fialka, East Oakland, minute 3:30, 1:3:09 duration, aired 13. October 2012
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Fairy tales

  • The fairy tale is the great mother of the novel, and has even more universal validity than the most-avidly read novel of your time. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, founder of a new school of depth psychology, author, Sonu Shamdasani, Indian historian, editor, The Red Book [Liber Novus], 205-page illustrated manuscript, S. 224, Philemon Series, The Philemon Foundation and W.W. Norton & Company, 9. October 2009

 

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Naming and claiming the tabooed

Grimm's fairy tale Rumpelstiltskin

  • If you know the name of something you think you have apotropaic power over it.
    Take the fairy tale of Rumpelstiltskin.
    A little wood devil who likes to do mischief at night, stealing children, etc.
    No one knows who he is, but if Anyone can guess his name his power is gone and he will explode at one.
    It is an old idea and true to a certain extent.
    Names of this sort are apotropaic.
    When you can name a thing the patient is already half liberated.
    Hence we use the healthy effect of name-giving to help abolish a thing.
    But the real essence of the think is not touched by the name you give it.
    It is not thereby destroyed.
    Names also attract; if you call certain names the thing appears.
    So you say, "do not speak of that," or you rap on wood, or you choose a word that is a euphemism, which covers a black think. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, founder of a new school of depth psychology, author, William McGuire, editor, Seminar on Dream Analysis. C.G. Jung (Jung Seminars), S. 263, Princeton University Press, Thus, 1st edition 1. April 1984

 

  • One sees this poison frequently in people, who for example, read Jung's work in an infantile way and realize that getting on with the unconscious obviously makes one feel better. Then they obey their dreams with the side intention of this becoming the top dog in society, the most attractive man for all women, and goodness knows what else they may desire; then they suddenly get furious when they realize that this does not come off. This kind of infantile plot of wanting to exploit the unconscious and set goals for purely conscious reasons has sneaked into their relationship with the unconscious. The process of individuation is becoming oneself, not becoming happy in a kindergarten. Dr. Marie-Louise von Franz (1915-1998) Swiss Jungian psychologist, scholar, author, Individuation in Fairy Tales, S. 61, C. G. Jung Foundation Books, 1977, Shambhala Publications, Boulder, Colorado, revised edition paperback 27. November 2001

 


Frog king

 

  • The ultimate aim of the quest must be neither release nor ecstasy for oneself, but the wisdom and the power to serve others. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, interviewed by Bill Moyers, The Power of Myth, 1987

 

  • The happy ending of the fairy tale, the myth, and the divine comedy of the soul, is to be read, not as a contradiction, but as a transcendence of the universal tragedy of man. The objective world remains what it was, but, because of a shift of emphasis within the subject, is beheld as though transformed. Where formerly life and death contended, now enduring being is made manifest – as indifferent to the accidents of time as water boiling in a pot is to the destiny of a bubble, or as the cosmos to the appearance and disappearance of a galaxy of stars. Joseph Campbell, Ph.D. (1904-1987) US American mythologist, expert in comparative mythology and comparative religion, author, The Hero With A Thousand Faces, Pantheon Books, 1949, 2nd edition 1968, 3rd edition 2008

 

 

 

  • The world is a story that is telling itself to itself. [...] The mystery is inside each person [waiting to be unraveled]. Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, source unknown

 

  • Hearing a story awakens the mythic story living in each of us. It places us in a "mythic condition" that reconnects us to the core imagination and living story at the center of our soul. Being touched by myth carries us to the center where the world is always ending and always beginning again. Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, Facebook entry, 2. December 2016

 

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Meanings of MYTH:

Original meaning: "Emergent truth" ❄ Secondary meaning: "Falsehood"

  • Words have a range of meanings. […] The word 'myth' nowadays means false. […] One of the true meanings of the word 'myth' is emergent truth. The word that means truth has now come to mean false. Words can change that much. But words have a way of making comeback. […] At the end of an era fact and myth approach each other. Video presentation by Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, Facebook entry, posted 5. April 2010, Mythic Nature of the Soul, YouTube film, minute 3:34, 6:42 minutes duration, posted 3. August 2011

 

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The healing power of telling and listening to personal narratives

 

  • Stories are the single most powerful tool in a leader's toolkit. Howard Gardner, Ph.D. howardgardner.com (*1943) US American assistant professor of developmental psychology, Harvard Graduate School of Education, source unknown

 


Illustration from Sneewittchen by Franz Jüttner (1865-1925)
Scholz' Künstler-Bilderbücher, Mainz 1905
  • To most people today, the name Snow White evokes visions of dwarfs whistling as they work, and a wide-eyed, fluttery princess singing, "Some day my prince will come." (A friend of mine claims this song is responsible for the problems of a whole generation of American women.) Yet the Snow White theme is one of the darkest and strangest to be found in the fairy tale canon – a chilling tale of murderous rivalry, adolescent sexual ripening, poisoned gifts, blood on snow, witchcraft, and ritual cannibalism. […] In short, not a tale originally intended for children's tender ears. Disney's well-known film version of the story, released in 1937, was ostensibly based on the German tale popularized by the Brothers Grimm. Originally titled "Snow-drop" and published in Kinder- und Hausmärchen in 1812, the Grimms' "Snow White" is a darker, chillier story than the musical Disney cartoon, yet it too had been cleaned up for publication, edited to emphasize the good Protestant values held by Jacob and Wilhelm Grimm. (...) Variants of Snow White were popular around the world long before the Grimms claimed it for Germany, but their version of the story (along with Walt Disney's) is the one that most people know today. Elements from the story can be traced back to the oldest oral tales of antiquity, but the earliest known written version was published in Italy in 1634. Terri Windling (*1958) US American artist, editor, essayist, author, Ellen Datlow, editor, Snow White, Blood Red, Avonova Book, William Morrow & Company, January 1993

 

  • Silence is another element we find in classic fairy tales – girls muted by magic or sworn to silence in order to break enchantment. In The Wild Swans, a princess is imprisoned by her stepmother, rolled in filth, then banished from home (as her older brothers had been before her). She goes in search of her missing brothers, discovers that they've been turned into swans, whereupon the young girl vows to find a way to break the spell. A mysterious woman comes to her in a dream and tells her what to do: 'Pick the nettles that grow in graveyards, crush and spin them into thread, then weave them into coats and throw them over your brothers' backs.' The nettles burn and blister, yet she never falters: picking, spinning, weaving, working with wounded, crippled hands, determined to save her brothers. All this time she's silent. 'You must not speak,' the dream woman has warned, 'for a single world will be like a knife plunged into your brothers' hearts.' Terri Windling (*1958) US American artist, editor, essayist, author, cited in: Kate Bernheimer, editor, Mirror, Mirror on the Wall. Women Writers Explore Their Favorite Fairy Tales, Anchor Books, 16. March 1998

 

  • Traveling – it leaves you speechless, then turns you into a storyteller. Adage by Ibn Battuta (1304-1369) Moroccan explorer of Berber descent, extensive traveller, source unknown

 

  • There is no greater agony than bearing an untold story inside you. Maya Angelou (1928-2014) US American historian, actress, producer, director, educator, civil-rights activist, playwright, poet, bestselling black author, source unknown

 

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It took Michaels 10-12 years to write her book on trauma healing.

  • If the listener is supporting what was said, that is a very healing thing. A story that is spoken is less dangerous than a story unspoken – no matter how frightening. Anne Michaels (*1958) Canadian poet, novelist, author of Fugitive Pieces, Vintage, 26. May 1998, live remark, Intl. Trauma Conference, Vorarlberg, Austria, 26. October 2002

 

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On hidden stories

  • All you need is two for it not to be safe. Anne Michaels (*1958) Canadian poet, novelist, author of Fugitive Pieces, Vintage, 26. May 1998, live remark, international Trauma Conference, Vorarlberg, Austria, 26. October 2002

 

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The soul draws us near to reveal the shadow in stories.

  • There is no story we are safe from. We can't always choose how we will hear it. Stories by their nature [...] something lurks in them. That is why we are interested in them. Anne Michaels (*1958) Canadian novelist, poet, author of Fugitive Pieces, Vintage, 26. May 1998, live remark, international Trauma Conference, Vorarlberg, Austria, 26. October 2002

 

  • To follow Story is to understand the path of healing. Each of our stories is a universe. Each one of us is living a story. To discover its shape and essence is essential to soul making. Deena Metzger, US American storyteller, teacher, healer, medicine woman, poet, essayist, novelist, source unknown

 

  • Stories are the creative conversion of life itself to a more powerful, clearer, more meaningful experience.
    Stories are the currency of human contact.
    Stories are how we learn.
    Storytelling is the most powerful way to put ideas into the world today.
    Punchlines of Robert McKee (*1941) US American screenwriting expert and teacher, story consultant, playwright, author, Story. Style, Structure, Substance, and the Principles of Screenwriting, It Books, 25. November 1997

 

 

 

  • And it's a human need to be told stories. The more we're governed by idiots and have no control over our destinies, the more we need to tell stories to each other about who we are, why we are, where we come from, and what might be possible. Or, what's impossible? What’s a fantasy? Interview on "Nobel Son" with Alan Rickman (*1946) English actor, former member of the Royal Shakespeare Company in both modern and classical theatre productions, Why hasn't an esteemed actor like Alan Rickman ever been nominated for..., presented by IFC Always Slightly Off, Aaron Hillis, 4. December 2008

 

  • The story of life is our story, not our life. John Barnes (*1957) US American science fiction author, source unknown

 

  • This [2012] campaign is still about hope. [...] it's still about change. […] I underestimated the degree to which in this town [Washington] politics trumps problem-solving. The [biggest ] mistake of my first term – couple of years – was thinking that this job was just about getting the policy right. And that’s important. But the nature of this office [US presidency] is also to tell a story to the American people that gives them a sense of unity and purpose and optimism, especially during tough times. TV interview with Barack Obama (*1961) 44th US president, Obama not enough change in the first term, presented by the US American television news program CBS News, program "This Morning", host anchor Charlie Rose, 15. July 2012

 

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See also:

charlierose.com, host Charlie Rose, 42:23 minutes duration, aired 19. December 2011

  • President Obama believes that millions of Americans have lost their homes, their jobs and their livelihood because he failed to tell a good story. Being president is not about telling stories. Being president is about leading, and President Obama has failed to lead. No wonder Americans are losing faith in his presidency. TV interview with Mitt Romney (*1947) US American businessman, 70th governor of Massachusetts (2003-2007), presidential candidate of the Republican Party in the US American election in 2012, press release, 13. July 2012

 

  • The stories our leaders tell us matter, probably almost as much as the stories our parents tell us as children, because they orient us to what is, what could be, and what should be; to the worldviews they hold and to the values they hold sacred. Opinion of Drew Westen, Ph.D. (*1959) US American professor of psychology and psychiatry, Emory University in Atlanta, Georgia, What Happened to Obama?, presented by the Sunday Review, opinion section of The New York Times, 6. August 2011

 

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Book reference to:

Christopher Booker (1937-2019) English author, The Seven Basic Plots. Why We Tell Stories, Continuum International Publishing Group, January 2006

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Wacker's suggestion:

It is essential to ask questions in a storytelling format instead of giving answers.

 

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Difference between futuring and visioning

  • Myths are not true stories. Myths are truth stories. Video lecture by Watts Wacker (1953-2017) US American futurist, annual meeting "Sodexho" On futurism · Difference between futuring and visioning, Paris, 2006, 53:33 minutes duration, 6. June 2006

 

 

  • People who have experienced nothing love to tell stories while people who have experienced a great deal suddenly have no stories to tell at all. Daniel Kehlmann (*1975) Austrian-German writer, Fame, Rowohlt Verlag, 2009, English version, 2010

 

  • In the fairy tales of Snow White and Cinderella an evil stepmother is presented who humiliates and tries to psychologically and physically kill an innocent stepchild. She is presented as an aloof, arrogant, cold, person with high social status and power who is preoccupied with external beauty and the need to impress others. She has no remorse for her evil actions. She is loyal to her biological children whom she treats with entitlement and projects all her hatred and anger onto her stepchildren.
    The world is divided into that which is hers, which is perfect, and that which is not hers, which includes bad objects she believes should be humiliated and destroyed. The father figure is frequently absent or passive in fairy tales. He is ‘handicapped’ in his relationship with the stepmother because he has a child. The cruel woman is not his first choice, but she is beautiful and powerful. He may be attracted to this image because he feels inadequate for loosing his first wife and wants to be seen as a success. His primary interest is not in protecting his child. In the end of the fairy tales, the evil stepmother is banished and disappears into the void. She is never punished or asked to redeem herself. The evil stepmother portrays a classical malignant narcissist. Presentation by Dr. Laurie Jo Moore, University of Auckland, Dr. Mila Goldner-Vukov, Queensland Health, Malignant Narcissism: From the Snow White Syndrome to modern neurobiology, sponsored by the 44th International Neuropsychiatric Pula Symposium, presented by the publication Neurologia Croatica, Volume 84, No. 53, S. 84-89, 2004

 

  • What’s Truer than Truth?
    The Story. Isabelle Allende (*1942) Chilean US American "magic realist", storyteller, novelist, writer, source unknown

 

  • Is there anything truer than truth?
    Yes, Legend. Nikos Kazantzakis (1883-1957) Greek philosopher, writer, source unknown

 

  • Question: What is truer than truth?
    Answer: The story.
    Jewish saying

 

  • There are not truths, there are just stories. Saying of the Zuni Indians

 

References:
en.Wikiquote entry Fairy tale and ► Marie-Louise von Franz
► Quote collection 102 of the Most Inspiring Storytelling Quotes of All Time, 2. February 2016

Literary quotes

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[Paraphrased variants] Fairy tales are more than true – not because they tell us dragons exist, but because they tell us dragons can be beaten.
Fairy tales do not tell children the dragons exist. Children already know that dragons exist. Fairy tales tell children the dragons can be killed.

  • Fairy tales, then, are not responsible for producing in children fear, or any of the shapes of fear; fairy tales do not give the child the idea of the evil or the ugly; that is in the child already, because it is in the world already. Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon. Exactly what the fairy tale does is this: it accustoms him for a series of clear pictures to the idea that these limitless terrors had a limit, that these shapeless enemies have enemies in the knights of God, that there is something in the universe more mystical than darkness, and stronger than strong fear. Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) British journalist, writer, Tremendous Trifles, chapter XVII "The Red Angel", 1909

 

The way stories are told

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Where does snow come from?

  • The difference between the Native American view and our own (Euro white) is illustrated by an exchange which took place not long ago between an old man and a schoolboy in Montezuma Canyon on the Navajo Reservation.
    The boy asked where snow came from, and the old man told a long story about an ancestor who found a mysterious burning object and looked after it until some spirits came to claim it. They would not allow him to keep even a part of it, but instead put him to a series of tests. When he was successful at these tests, they promised they would throw all the ashes from their fireplace into Montezuma Canyon each year. "Sometimes they fail to keep their word, and sometimes they throw down too much; but in all, they turn their attention toward us regularly, here in Montezuma Canyon."
    With the story over, the boy had a retort: "It snows at Blanding, too. Why is that?" The old man quickly replied, "I don't know. You'll have to make up your own story for that." To the anthropologist who had witnessed this exchange the old man later commented that "it was too bad the boy did not understand stories," and he explained that this was not really a story about the historical origin of snow in Montezuma Canyon or in any other place, but a story about the properly reciprocal relationship between man and other beings. He attributed the boys failure to grasp the story to the influences of white schooling.
    It would not have been the Native American way for the old man to have given the schoolboy a lecture about the true meaning of the story then and there, although he clearly could have. The proper exegesis of the story, if it comes, can only come from the boy's own experience in life. [...] in our growing reliance on formal education, Beeman Logan tells us, we have come to underestimate our own potential as human beings. Dennis Tedlock, Ph.D. (1939-2016) US American professor of anthropology and English, State University of New York, Buffalo, Barbara Tedlock, source unknown

Humor

  • So you're six years old, you're reading Snow White and the Seven Dwarves, and it becomes rapidly obvious that there are only two kinds of men in the world: dwarves and Prince Charmings. And the odds are seven to one against your finding the prince. [Laughter] That's why little girls don't do math. It's too depressing. Video presentation by Emily Levine, US American philosopher-comedian, humorist, public speaker, writer, A theory of everything, transcript, presented by TED Talks 2002, 22:28 minutes duration, recorded February 2002

Prayer poem

  • We do not become healers.
    We came as healers. We are.
    Some of us are still catching up to what we are.
    We do not become storytellers.
    We came as carriers of the stories
    we and our ancestors actually lived. We are.
    Some of us are still catching up to what we are.
    We do not become artists. We came as artists. We are.
    Some of us are still catching up to what we are.
    We do not become writers … dancers … musicians … helpers ... peacemakers.
    We came as such. We are.
    Some of us are still catching up to what we are.
    We do not learn to love in this sense.
    We came as Love. We are Love.
    Some of us are still catching up to who we truly are.
    Clarissa Pinkola Estés (*1945) US American Jungian psychoanalyst, post-trauma specialist, poet, writer, The Contemplari manuscript, "A Simple Prayer for Remembering the Motherlode", 1976, 2012

 

See also: ► Quotes on Stories and ► Seventeen stories in life and ► Stories ⇔ narratives

Englische Texte – English section on Fairy tale

Integrative thinking – Daniel Pink

Integrative Thinking is the marriage of the left and the right brain.
Thinking outside the box seems hard in a surrounding where most people think, in fact, dwell inside the box.

 

Right-brained qualities and expressions
In his book A Whole New Mind. Why Right-Brainers Will Rule the Future (Riverhead Trade, March 2006)
Daniel Pink depicts six right brain aptitudes that may enhance life, learning and careers:
Design, story, symphony, empathy, play, and meaning.
༺༻Quality
Expression
LegendRef.
1. DesignSuperseding function(ionality) to engage in patterns and senses.
Design is a whole-minded skill, engineering and aesthetics.
Minute 26:17
2. StoryConveying ideas and promoting products and services works better by narratives, not
just by arguments. Facts are less valuable since anyone can google them on the Internet. Commercials and movies tell stories, give series of episodes, which deliver facts with impact. Story is more effective because that is how humans operate. Communication counts, saying things well is a valued skill.
Minute 36:31
3. SymphonyAbility to see the big picture thinking (not just detail focus), adding invention (creativity). Seeing the big picture, filtering out meaningful currents from the host of information, combining two things into something new. The challenge is to team-teaching and to unleash and see the practicality of multi- and interdisciplinary approaches that combine e.g. biology and philosophy. Abstract abilities, like literacy or numeracy, become feasible given the proper environment, context, setting.Minute 45:40
4. EmpathySuperseding logic and engaging in feeling and intuition. 
5. PlayBringing humor and light-heartedness to work, business and products. 
6. MeaningContext, significance, immaterial abstract feelings and values and impact of situations,
people and products.
 
Source: ► Audio interview with Daniel Pink danpink.com (*1964) US American motivational speaker, chief speech writer
of US vice president Al Gore (1995-1997), visionary author, How Half Your Brain Can Save Your Job, presented by
The Library of Economics and Liberty ECONTALK, MP3, host Russ Roberts, 1:07:13 duration, aired 11. June 2007
See also: ► Thinking and ► Empathy and ► Benignity and ► Play and ► Purpose and ► Integration

Seventeen stories in life

༺༻ Five great storiesLegend Five basic passions
of world art
Six great ideas[*]
1.Quest Original vision of the founderLoveTruth
2.Creation Coming of ageAnguishGoodness
3.Transformation AweBeauty
4.Fall and redemption CrisisTriumphLiberty
5.Crossroads Decisions bearing ambivalences are invalid.JoyEquality
6.   Justice
3 things to strive for
Source: ► [*]Mortimer Adler (1902-2001) US American philosopher of the Aristotelian and Thomistic traditions, main editor/publisher
of The Great Books of the Western World, educator, author, Six Great Ideas, 1981, Touchstone, paperback, 1. December 1997

 

༺༻ Seven basic human emotions Seven basic plotsLegend
1.AngerThe Quest [Soul's journey] Fall of the person
2.ContemptSoul's journey and return Moral redemption
3.FearOvercoming the monster Overcoming adversity
4.DisgustComedy Everlasting love
5.HappinessTragedy Revenge
6.SadnessRags to riches Dishwasher to millionaire
7.SurpriseRebirth Recovering from a mistaken identity
Source: ► Article The Seven Basic Emotions: Do you know them?, presented by humintell, 24. June 2010
[The only animal that shows the same emotions is the panda bear.]

 

༺༻ Twelve basic archetypes
1.-3.ExplorerOutlawLover
4.-6.SageTricksterClown
7.-9.Wizard (magician) ◊ ShamanSeer
10.-12.MysticVisionarySaboteur
13.-15.ProvocateurMonkHermit
16.-17.MendicantFool Combining elements of clown, provocateur, saboteur, magician, and trickster
Source: ► Video lecture by Watts Wacker (1953-2017) US American futurist, annual meeting "Sodexho"
On futurism · Difference between futuring and visioning, Paris, 2006, 53:33 minutes duration, posted 6. June 2006

 

See also: ► Humans are biologically wired to stories. and ► Stories ⇔ narratives
Siehe auch: ► Sieben Handlungsschemen in Geschichten

Stories ⇔ narratives

Differentiating stories from narratives
༺༻Left-brained story [*]Right-brained narrative [*]
CharacteristicsFinite / self-contained
Competitive mode
Open-ended
Cooperative mode
Outcome/OutlineDefined: Beginning, middle, end (resolution)Resolution inherent in unfolding process
Resolution to be determined
WhoAbout me [storyteller]
About other people
Not about you
About you
Invitation to all of us
EngagingEmotions – Push modeEmotions – Power of pull
CreatingMemorable experiencesEngaging you/all of us to participate, choose, act
Encouraging you/us to initiate and to lead
Outlook
Probable ⇔ Possible
DUTY: "Seven billion mouths to be fed."FREESTYLE: "Seven billion minds to be unleashed."

 

Four layers of stories and narratives [♦]
༺༻LevelStoryPerson[*]NarrativePerson[*]
1.PersonalMy/his/her storyFirst/Third person/sYour/our narrativeSecond person/s 
2.InstitutionalOur/their storyFirst/Third person/sSlogan: "Think different" (Apple)
Slogan: "Just do it" (Nike)
Second person/s
3.SocialChristianity[*], American Dream[*], MarxismFirst/Third personsChristianity[*], American Dream[*], MarxismSecond person/s
4.IntegralAligning levels 1-31, 2 and 3Aligning levels 1-31, 2 and 3
Since 2010 Latvia's promising new narrative[*] is: "Our values matter.""Let's create values."
"The creation of a more peaceful and happier society has to begin from the level of the individual, and from there it can expand to one's family, to one's neighborhood, to one's community and so on." H.H. 14th Dalai Lama, Facebook comment, 11:09, 9. January 2012
See also:
[*] Two opposed American dreams – Charles Moore
[*] Correlating the right hemisphere with the left hemisphere– Iain McGilchrist
► [♦] Progressive stages of addiction and recovery
[*] Four quadrants integral model – Ken Wilber
[*] Decision making on beliefs ⇔ values
Healing individual trauma and transforming culture and society – Peter Levine
Shifting paradigms – From domination to partnership – Evelin Lindner
Quotes on indebtedness (original sin) – Joseph P. Farrell
Humans are biologically wired to stories.
Seventeen stories in life

 

  • Stories are defined by two activities.
    1. One is they are finite. They have a beginning, they have a middle, they have an end, a resolution.
    2. The second aspect of stories is they are about me or those other people over there. They are not about you. You are meant to hear the stories, hear the experiences.
Stories are extremely powerful in terms of engaging emotions and creating memorable experiences. So I understand why stories are so intriguing and why there's so much focus on the power of story. But I want to draw a distinction between stories and narratives.
  1. One is that narratives are open-ended. They don't have resolution. There is something that is in the process of unfolding. The end is yet to be determined.
  2. And second, there's an invitation to all of us to participate in that narrative, to help determine what the outcome is going to be. It's yet to be determined and it's up to you, not up to them, not up to me, up to you as to how this is going to unfold and resolve itself.
[…] the best way to think about the world is not seven billion mouths to feed, but seven billion minds to unleash. That's a powerful, powerful opportunity.
[…] Narratives arise at three different levels: personal narrative, institutional narrative [i.e. slogan "Think different"], and social narrative [shaping history like Christianity, the American Dream, the Marxism]. […] The power of narrative amplifies dramatically when you get alignment between individual, institutional, social narratives. […] Narratives also encourage us to take initiative. They encourage leadership.
[*] Minutes 7:17, 10:33, 32:51 and 31:03

 

Sources featuring [*] John Hagel III, US American consultant, co-chairman of the Deloitte Center for the Edge, speaker on the intersection of business strategy and information technology, author
► [*] Video presentation Moving from Story to Narrative, sponsored by 2013 SXSW Interactive conference, Austin, Texas, YouTube film,
     46:58 minutes duration, posted 23. March 2013
► Blog The Untapped Potential of Corporate Narratives, 7. October 2013
Book recommendation: ► David Boje, Ph.D. peaceaware.com US American professor of management, School of Business, New Mexico State University, Storytelling and the Future of Organizations. An Antenarrative Handbook, Routledge, 1st edition 22. February 2011, Quantum Narrative, Take 2, presented by gamechangers.com, Mike Bonifer, 30. May 2011

 

Correspondences to the concentric levels of human expression and experience
༺༻Focus
Circles
Body
correspondence
Phrase
correspondence
Temple
correspondence
Relational
correspondence
Energy
correspondence
Discipline
correspondence
Mind frameAlchemical
correspondence
1.Body Two feet
One part each
Either-or Outside the temple Individual Raw duality Biology
Science
Literal
Human hardware
Simplicity
Lead
2.Mind Two legs
Two parts each
Both-and
As-well-as
Inside the temple Family
Friends
Colleagues
Refined duality Psychology Symbolic
Human software
Laboratory
Iron
3.Group One trunk
Two hands
Two parts arms
Organs
Neither-nor Within the sanctuary,
at the altering altar
Community
Nation state
Nonlinearity Sociology
Law
Paradoxical
Worldly hardware
Complexity
Copper
4.Spirit
World
One head
Two brain hemispheres
Sense organs
All-in-all Opening the
tabernacle ♦
Holy of holies
Planet
Internations
Spiritual world
Nonduality Religion
Mythical beliefs
Neo-
creational

Universal software
Paradigm·shift
Gold
See also: ► Downward evolution from dignity ⇒ empathy ⇒ love ⇒ truth – Sir Gawain and Dame Ragnell
Potency 1: Women regaining VOICEPotency 10: Men regaining HEARTPotency 100: Society recreating healthy mythsPotency 1000: Reawakening Sophia

Taming violent young elephants

         Taming wild young elephants with ear flapping elders         

 

Young bull elephants [in Africa] were acting strangely out of character – antisocial and aimlessly vio­lent; they were stomping on VWs, pushing over trees for no reason, and even killing other small animals and baby elephants. [*]

African elephant with ears spread in a threat or attentive position
Park rangers came in to study the problem [...] they discovered that there were no older bull elephants in that area. By some accident, all the older bulls had either died or been poached for their ivory, which left the teenage males to roam and forage out of control.

 

Their solution?1

 

They brought in some older bulls from other areas by helicopter, lowered them onto the scene, and in a mat­ter of weeks, amazingly, the whole situation had changed. Apparently, all the old bulls did was wave their ears and make various sounds or small charges, and somehow the younger male elephants understood through these com­munications that their behavior was not exactly the way growing up elephant boys should act. It seemed to be just that simple. Things soon returned to normal once the elders operated as elders.

 

[*] The violent acting out of young elephant bulls is due to the so called musth.

Source: ► Father Richard Rohr O.F.M. (*1943) US American Franciscan friar, author, Adam's Return.
The Five Promises of Male Initiation
, Crossroad Publishing Company, 2. November 2004
Literature: ► Warren Farrell Farrell.com (*1943) US American political scientist, author, spokesman of men's liberation, men's rights activist, former director of the National Organisation for Women, speaker, author, John Gray (*1951) US American relationship counselor, lecturer, author, The Boy Crisis. Why Our Boys Are Struggling and What We Can Do About It, BenBella Books, 29. March 2018
See also:
Psychology and ► Stories and ► Violence
Men and ► Health
Men's health within the domination system
Siehe auch: ► Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Encountering and integrating four layers of generational shadow – RHH ♦ Mother ♦ Grandmother ♦ Goddess

Four generations of shadow work displayed in Grimm's fairy tale Red Riding Hood
RoundCharacterGenerational
status
RepresentingExpression Shadow·position
Swallowed by the WOLF
Domination system
Release position
Rebirth from the beast's belly
One Red·Riding·Hood DaughterIndividualPersonal Last to be swallowedFirst to
be re-born
Two[*] UnnamedRRH's
Mother
Allies, cohorts,
friends, colleagues,
family, neighbors
Interpersonal Second to be silenced, immobilized, in bystander modeSecond to emerge
from apathy to alertness (whistle blowing)
Three UnnamedRRH's
Grandmother
Community, worldImpersonal First to be swallowedThird to
be re-born
Four[*] GoddessRRH's
Great-grand-
mother
Universe
Otherworld
Spirit realm
Trans-
personal
First to be overthrown
Hidden in, obscured

by the shadow
Fourth to
re-emerge
[*] The re-birth (reemergence) of the feminine aspect of the creator is at hand
in the huge transition  that is currently unfolding on the world's stage.
Reference: ► FAIRY TALES by The Brothers Grimm, Little Red-Cap [Little Red Riding Hood], presented by Project Gutenberg
Reference: en.Wikipedia entry Red Riding Hood
See also: ► Individual and ► Friendship and ► Community and ► Goddess
See also:
Four rounds of consciousness evolution
Four-stroke cycles of generations – Strauss and Howe
Four steps of reconciliation and release
Four consecutive levels of listening
Four collective denial patterns – Breaking taboos
Transforming rankist rape culture into digntiarian consent culture
Downward evolution from dignity ⇒ empathy ⇒ love ⇒ truth – Sir Gawain and Dame Ragnell
Legend of King Arthur, Knight Gawain and Lady Ragnell
Master⇔slave pattern – Hegelian 'Third Way' dialectic (A-B-C) instrumentalized for crowd control
Differentiating sheep from sheepdogs and wolves
[*] Bystander effect – withheld intervention due to diffusion of responsibility
[*] Statistical data on school bullying – Canada
See also: ► Shadow

 

[The story of the fairy tale of] Little Red Riding Hood contains Satanic elements, the culture
of sacrifice. It [represents] the Reptilian command and control and indeed the Jewish culture.

Audio interview with Simon Parkes (*1960) British councillor, Illuminati insider, mind control experiencer, activist, counselor,
Mar 19 2017 Simon Parkes Connecting Consciousness Q&A with Wolf Spirit Radio, presented by Scottish listener supported
media network Wolf Spirit Radio, program Connecting Consciousness, host Jay Pee, recorded 19. March 2017,
YouTube film, minute 1:10:57, 1:55:58 minutes duration, posted 20. March 2017

Fairy tales

            Fairy tales            
enchantment
in the green skin of the frog
in the glass slipper
in the naked foot
in the midas touch
in the face reflected
in the shining armor
in the dragon's eye
large as a pool of clear green water
large enough to drown one's reason in.

Judith Indira Ann Parsons, US American angel reader,
counselor, author, 24. November 2008

 

Links zum Thema Märchen, Mythen, Geschichten, Gleichnisse, Übergangsphasen

Literatur

McKee vermittelt keine Rezepte und Regeln zum Story-Design, sondern stellt allgemeingültige Prinzipien vor.
Gewichtig und wichtig sind Archetypen, nicht Stereotypen, Originalität, nicht klischeehafte Wiederholungen.

Literature (engl.) – Fairy tales, myths, parables

Literature (engl.) – Analysis of fairy tales by M.-L. von Franz

Literature by Dr. Marie-Louise von Franz (1915-1998) Swiss Jungian psychologist, scholar, author

Externe Weblinks


Zwei Wissenschaftlerinnen haben die Herkunft deutscher Märchen erforscht. Einige Geschichten wurden schon vor 6000 Jahren in der indoeuropäischen Urzeit erzählt.

External web links (engl.) – Fairy tales, myths, parables



Audio- und Videolinks

  • 9-teilige Hörfunkserie "Drewermanns Märchenwelt" mit Märcheninterpretationen von Eugen Drewermann (*1940) ehemals deutscher katholischer Theologe, suspendierter Priester, Kirchenkritiker, Psychoanalytiker, tiefenpsychologischer Exeget, Referent, Schriftsteller, präsentiert von der deutschen öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalt Radio Bremen in Zusammenarbeit mit Nordwestradio, Moderation Raja Rubina, Vorleser Holger Postler, YouTube Filme, gesendet April-Dezember 2016
  • Videointerview mit Eugen Drewermann (*1940) ehemals deutscher katholischer Theologe, suspendierter Priester, Kirchenkritiker, Psychoanalytiker, tiefenpsychologischer Exeget, Referent, Schriftsteller, Eugen Drewermann über Märchen, Therapie und Selbstfindung, präsentiert von Gastgeberin Bettina Geitner, YouTube Film, 17:46 Minuten Dauer, eingestellt 9. Februar 2018

Audio and video links (engl.) – Fairy tales, myths, parables, new story

On the source of creativity: sheer, utter panic at the intersection of art, myth and activism

  • Video presentation by Nancy Duarte, US American CEO of Duarte, Engage Through Storytelling, YouTube film, posted 4:14 minutes duration, posted 28. September 2010
  • Video presentation by Michael Meade Mosaicvoices.org US American storyteller, mythologist, ritualist, spokesman in the Men's Movement, author, This World is Made of Stories, YouTube film, 3:58 minutes duration, posted 9. August 2011
  • Video presentation by Charles Eisenstein, Ph.D. (*1967) US American graduate in mathematics and philosophy, scholar on Eastern spiritual traditions, Chinese translator, associate professor, Penn State University, speaker, author, A New Story of the People, presented by TEDxTalks, Whitechapel, 22:46 minutes duration, filmed 12. January 2013, posted 13. February 2013
  • Video presentation by Maria Tatar (*1945) Hungarian US American academic in children's and German literature, literature, and folklore professor of Germanic languages and literatures, folklorist, mythologist, Harvard University, Gateway to Reading, Lowell Lecture Series, sponsored by Boston Public Libary, Boston, 2014, YouTube film, 49:56 minutes duration, posted 13. May 2014

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 

1 Ear flapping elders

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11.11.2019 um 01:48 Uhr

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