SpiritualWiki

Wiki / Gedichte

Wiki-Menu:  

2·2012


Hawkins-Menu:


 

Gedichte

 

 

Baumäste überzogen mit Eiszapfen

 


 

Desiderata

 

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hektik.
Denke daran: Frieden findest Du in der Stille.

 

Pflege gute Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, versuche mit ihnen auszukommen,
soweit es Dir möglich ist, ohne Dich selbst aufzugeben.

 

Was Du als wahr erkannt hast – sprich es offen und ehrlich und in ruhigen klaren Worten aus. Höre anderen zu, selbst wenn sie Dir dumm, langweilig und unwissend erscheinen. Ihr Schicksal hat sie so geformt wie sie sind.

 

Gehe den Lauten und Streitsüchtigen aus dem Weg.
Sie verdrießen nur Deinen Sinn.

 

Wenn Du Dich mit anderen Menschen vergleichst, könntest Du eingebildet oder verdrießlich werden. Du kannst sicher sein: Es wird immer Menschen geben, die bedeutender sind als Du und auch solche, die weniger können.

 

Genieße, was Du erreicht hast.
Begeistere Dich für die Pläne, die Du noch verwirklichen willst.

 

Arbeite an Deiner beruflichen Fortentwicklung und Entfaltung. Wie bescheiden Deine Arbeit auch sein mag, ein guter Beruf ist eine unschätzbare Mitgift für alle Wechselfälle des Lebens.

 

In geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voll List. Aber das soll Dich nicht blind dafür machen, dass es auch rechtschaffene Leute gibt. Viele Menschen streben nach höheren Zielen, und überall im Leben gibt es Helden.

 

Sei Du selbst. Heuchle weder Zuneigung, noch mache höhnische Bemerkungen über die Liebe. Ungeachtet der alltäglichen Trostlosigkeit und trotz vieler Enttäuschungen und mancher Verdrossenheit – die Liebe verdorrt nicht, sie wächst und wächst wie das Gras auf der Wiese.

 

Du wirst jeden Tag ein bisschen älter. Akzeptiere das dankbar. Und wenn es an der Zeit ist, lasse die Prioritäten der Jugend mit Würde hinter Dir. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.

 

(Oder: Beuge Dich dankbar dem Rat der zunehmenden Lebensjahre und lasse, wenn die Zeit gekommen ist, die Jugend mit Würde los. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.)

 

Erhalte Dir die Schärfe Deines Verstandes.
Mit einem geschulten Geist bist Du gefeit, wenn Dich ein unerwartet ein Missgeschick trifft.

 

Belaste Dich nicht mit finsterem Grübeln. Viele Ängste keimen vor allem dann auf, wenn Du müde oder einsam bist.

 

Praktiziere eine zuträgliche Selbstdisziplin, aber gehe behutsam mit Dir um.

 

Genau wie die Bäume auf dem Feld und die Sterne am Himmel, so bist Du ein Geschöpf des Universums. Dein Schöpfer hat es für gut befunden, dass Du hier bist. Du hast deshalb ein Recht darauf. Ob Du es verstehst oder nicht: Das Universum entwickelt sich ganz gewiss so, wie es sein Architekt geplant hat.

 

Lebe deshalb in Frieden mit Gott, was auch immer er Dir bedeutet. Und was immer Deine Bemühungen, Sehnsüchte und Ziele im lärmenden Wirrwarr des Lebens seien – strebe nach innerer Harmonie. Trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Plackereien und trotz aller zerronnenen Träume – es ist eine schöne Welt.

 

Sei froh und heiter.
Setze alles daran, glücklich zu sein.

 

  
Quelle: ► Prosagedicht Desiderata, Die Lebensregel von Baltimore
Max Ehrmann (1872-1945) US-amerikanischer Rechtsanwalt, Terre Haute, Indiana, 1927
Copyright für die Übersetzung: Günther W. Frank, ~2004
Referenz: ► Video/Audio mit Sprechgesang des Prosagedichts Desiderata, vorgelesen von Friedrich Schütter
(1921-1995) deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher, Synchronsprecher und Mitbegründer des Ernst-Deutsch-Theaters,
YouTube Film, 3:54 Minuten Dauer, eingestellt 11. September 2011
Siehe auch: ► Selbst gewähltes Leben (Desiderata)

Liebesgedicht

 

* * *
Ich will den Himmel nicht von dir
und die Sterne von dort schon gar nicht.
Sie gehören nicht dir. Und nicht mir.
Ich will keine Artigkeiten und schönen Worte,
wenn sie nicht echt sind.
Und sag mir, was soll ich mit deiner hübschen,
sorgfältig hergerichteten Fassade,
wenn sie doch nicht hält.
Ich will DICH, wie du wirklich bist.
UND DAS IST VIEL!

 

Quelle: ► Kristiane Allert-Wybranietz (*1955) deutsche Schriftstellerin

Sich selbst treu bleiben

Dies über alles: Sei dir selber treu,
Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage,
Du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.

Quelle: ► William Shakespeare (1564-1616) englischer Schauspieler, Bühnendichter, Dramatiker,
Lyriker, Figur Polonius in der Tragödie Hamlet. Prinz von Dänemark, 1. Aufzug, 3. Szene, ~1602

Du und ich

Ich will zu dir gehören
und du zu mir.
Versprochen
in den guten Zeiten –
versprochen, immer und immer.
In den schlechten Zeiten –
Gerade in den schlechten Zeiten,
wenn so viele Versprechen brechen,
wenn so viele Worte im Wortbruch enden
und unsere Liebe sich im Widerspruch auflöst.

Gerade in den schlechten Zeiten
brauchen wir einen,
dessen Gedanken wahrhaftig sind
und dessen Worte nicht brechen;
einen Gott,
der unsere Liebe neu aussät,
behütet und beschützt,
damit sie wächst und gedeiht und reift.

 

Quelle: ► Uwe Seidel, Das kleine Buch der Liebe, tvd Verlag, 1999, 5. Auflage 2012
Siehe auch: ► Ehe

Die grüne Schlange und die weiße Lilie

Kaum hatte die Schlange dieses ehrwürdige Bildnis angeblickt, als der König zu reden anfing und fragte:
"Wo kommst du her?"
"Aus den Klüften", versetzte die Schlange, "in denen das Gold wohnt."
"Was ist herrlicher als Gold?", fragte der König.
"Das Licht", antwortete die Schlange.
"Was ist erquicklicher als Licht?", fragte jener.
"Das Gespräch", antwortete diese.
Quelle: ► Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) deutscher Universalgelehrter, Bühnendichter, Schriftsteller,
Das Märchen von der grünen Schlange und der weißen Lilie, Futurum, 3. unveränderte Auflage 1995
Siehe auch: ► Dialogue
See also: ► The Serpent and the Lily

Auflösung des verkehrten Wesens


Rosenspalier, Niedernhall, Deutschland, Fotograf LepoRello
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren

Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die Welt wird zurück begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu ächter Klarheit werden gatten,
Und man in Mährchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.


Gedicht von Novalis [Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg] (1772-1801) deutscher Philosoph der frühen deutschen Romantik, Dichter, Schriftsteller, 1800, Paul Kluckhohn, Herausgeber, Richard H. Samuel, Herausgeber, Schriften (Historisch-kritische Ausgabe), Band 1: "Das dichterische Werk", S. 344, Kohlhammer, Stuttgart, 2. erweiterte und verbesserte Auflage 1960

 

 

X

Zitate zum Thema Gedichte / Poems

Zitate allgemein

Persönliche Bekenntnisse

General quotes

Personal avowals

Zitate von

Persönliche Bekenntnisse

Quotes by

Personal avowals

 

Links zum Thema Gedichte / Poems

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks


External web links (engl.)

  • Wikipedia entries Poem

Audio- und Videolinks

Audio and video links (engl.)

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 

Letzte Bearbeitung:
14.10.2018 um 20:16 Uhr

Page generated in 0.625 seconds.