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2·2012


 

Gut und Böse

 

Erde-Mond-System

Prüft aber alles, und das Gute behaltet, meidet das Böse in jeder Gestalt.
1. Thessalonicher 5, 21 (NT)


 

Das Gute oder dessen Abwesenheit

Statt der dualistisch-irdischen Sicht von Gut versus Böse vertritt Hawkins die einheitlich-göttliche Sicht:

Das Gute ist entweder anwesend oder nicht.
Es gibt nur das Gute oder dessen Abwesenheit.

 

Beispiele von dualistisch geprägten Auffassungen:
* Der Bauer sagt: Es ist gut, dass es regnet. So können die Pflanzen wachsen.
* Der Veranstalter sagt: Es ist schlecht, dass es regnet. Regen verdirbt die Grillparty.
In beider Weltsicht wird ein Sachverhalt ausschließlich als gut oder böse/schlecht beurteilt – in Bezug auf die jeweils angestrebten relativen Ziele.

 

Das einheitlich-göttliche Verständnis des Guten nimmt die Haltung ein:

Als Mensch bin ich eine Facette von Allem-Was-Ist, und ich handle aus meiner innersten guten göttlichen Natur.

 

Hawkins gebraucht den Begriff das Gute als Synonym für Gott, die Urkraft, die Quelle allen Seins.
Beide Begriffe Gott – das Gute sind etymologisch miteinander verwandt.

 

Entscheidend ist die Orientierung an der Absolutheit, nicht die oben beschriebene Orientierung an relativen Zielen.

 

Niemand kann sich durchmogeln, denn alle Taten sind auf immer im Bewusstseinsfeld festgehalten. 1
Ein Irrtum ist korrigierbar. 2
Sünden gleich Irrtümer geschehen aus Ignoranz.
Jeder ist rechenschaftspflichtig für alles, und alles ist vergebbar.

Gegenüberstellung von Gut und Böse (Übersicht) nach D. Hawkins


Positive
entwickeltere Haltung

Negative
weniger entwickelte Haltung
  
Sein, Wirkmacht, SpirituellHaben, Zwang, Materialistisch
Gebend, Reichlich anbietendNehmend, Exzessiv verbrauchend
Optimistisch, Aufbauend, ZuversichtlichPessimistisch, Überreden, Arrogant
Konfrontieren, Diplomatisch, GlaubenBeschimpfen, Betrügerisch, Insistierend
Erlauben, Hingebungsvoll, EinladendKontrollieren, Besitzergreifend, Drängen
Gerecht, Gleichberechtigt, Barmherzig, CharakterfestBestrafend, Überlegen, Permissiv, Zweckdienlich
Attraktiv-ansprechend, ZielgerichtetVerführerisch, Begehrlich
Offen, Engagiert, BedeutsamGeheimniskrämerisch, Besessen, Wichtig(tuerisch)
Herausgefordert, Beweglich, SpontanEingeschränkt, Festgefahren, Getrieben
Global, Zeitlos, Auswählend, GelassenLokal, Launenhaft, Ausschließend, Niveaulos
Akzeptieren, TolerantAblehnen, Vorurteilsbehaftet
Schöpferisch, Haushälterisch, NüchternAntriebsarm, Geizig, Berauscht
Selbstlos, Wertschätzend, HilfsbereitSelbstsüchtig, Ausbeuterisch, Einmischend

Gut und Böse-Denken

Frage: Glauben Sie, dass es keine Verbrechen mehr gäbe, wenn das Denken in den Kategorien von Gut und Böse, Schuldig und Unschuldig, aufhören würde? Gibt es nicht immer Menschen, die verführbar sind?
Antwort: Manche Menschen stehlen, manche töten. Manchmal tun Menschen Dinge, die überhaupt nicht im Einklang mit den Bedürfnissen anderer stehen. Deshalb brauchen wir in der Tat ein Rechtssystem, das uns schützt.

 

Frage: Wie kann man das machen, ohne Menschen zu bestrafen?
Antwort: Walter Wink beschreibt in seinem Buch3 ein Naturvolk, die Negrito. Bei denen sieht das zum Beispiel so aus:
Wenn jemand dort einem anderen Schaden zufügt, seine Hühner stiehlt oder das Haus des Nachbarn anzündet oder was auch immer, dann wird die Person, die das getan hat, in der Mitte eines Kreises gestellt, umringt von den Menschen, die diese Person kennen. Und sie verbringen einen ganzen Tag damit, dass jeder Einzelne aus der Gruppe dieser Person erzählt, durch welche wundervollen Dinge, die sie getan hat, sein Leben bereichert wurde.
Das müssen Sie sich mal vorstellen. Es geht hier um einen Verbrecher, und die erzählen ihm, was er an Schönheit in das Leben eines Mitmenschen gebracht hat. Diese Rechtspraxis hat ein Menschenbild vor Augen, das aus der Vorstellung entstanden ist, dass es unserer menschlichen Natur entspricht, dass wir, wenn wir mit uns verbunden sind, nichts lieber tun als zum Wohlergehen anderer beizutragen.  

 

Marshall B. Rosenberg (*1934) US-amerikanischer Psychologe, Psychotherapeut, Entwickler der Gewaltfreie Kommunikation
im Gespräch mit Gabriele Seils, Hörbuch Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation,
Kapitel Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit, 4 CDs, Verlag Steinbach Sprechende Bücher; ungekürzte Lesung, 22. März 2007

Theodizee-Frage [Ursprung des Bösen]

Gibt es das Böse?

 

Ein Universitätsprofessor forderte seine Studenten mit folgender Frage heraus: "Gott schuf alles, was existiert?"
Ein Student antwortete keck: "Ja, er schuf alles!"
"Hat Gott also alles erschaffen?", fragte der Professor erneut.
"Ja, Herr Professor", antwortete der junge Mann.
Der Professor fuhr fort: "Wenn Gott alles erschaffen hat, dann schuf er auch das Böse, denn das Böse existiert. Und gemäß der Annahme, dass unsere Werke uns widerspiegeln, ist Gott böse."
Nach dieser Aussage verstummte der Student, und der Professor rühmte sich triumphierend, einmal mehr bewiesen zu haben, dass der Glaube ein Mythos sei.

 

Ein anderer Student hob seine Hand und sagte: "Darf ich eine Frage an Sie stellen, Herr Professor?"
"Natürlich", antwortete der Professor.
Der junge Mann erhob sich und fragte: "Herr Professor, gibt es die Kälte?"
"Was für eine Frage? Natürlich gibt es Kälte. Haben Sie etwa noch nie gefroren?"
Der Student antwortete: "In der Tat, Herr Professor, die Kälte existiert nicht. Nach den Gesetzen der Physik ist das, was wir als kalt empfinden, in Wirklichkeit fehlende Wärme. Jeder Körper oder Gegenstand, der über Energie verfügt oder sie abstrahlt, kann untersucht werden. Wärme ist das, was jedem Körper Energie verleiht. Der absolute Nullpunkt ist die gänzliche Abwesenheit von Wärme. Alle Körper werden dann träge und sind reaktionsunfähig, doch Kälte gibt es nicht. Wir haben diesen Begriff erfunden, um zu beschreiben, wie wir uns ohne Wärme fühlen."

 

"Und gibt es die Dunkelheit?", fragte der Student weiter.
Der Professor antwortete: "Natürlich!"
Darauf sagte der Student: "Sie irren sich wieder, Herr Professor. Die Dunkelheit existiert ebenso wenig. Sie ist in Wirklichkeit Lichtmangel. Das Licht lässt sich untersuchen, die Dunkelheit nicht. Wir kennen das Nicolsche Prisma, das weißes Licht in dessen verschiedenen Farben mit den jeweils zugehörigen Wellenlängen zerlegt, aus denen es sich zusammensetzt. Ein einfacher Lichtstrahl durchbricht die Dunkelheit und erhellt die Oberfläche, wo sein Leuchten endet. Wie lässt sich ermitteln, wie dunkel ein bestimmter Raum ist? Aufgrund der Lichtmenge, die in diesem Raum vorhanden ist. Nicht wahr? Dunkelheit ist ein Begriff, den der Mensch erfunden hat, um zu beschreiben, dass etwas lichtlos ist."

 

Schlussendlich fragte der junge Mann den Professor: "Herr Professor, gibt es das Böse?"
Der Professor antwortete: "Natürlich gibt es das Böse, wie ich schon anfangs erwähnt habe. Wir sehen Gewalt und Verbrechen auf der ganzen Welt. Diese Dinge sind böse."
Worauf der Student antwortete: "Das Böse existiert nicht, Herr Professor. Oder wenigstens nicht aus sich selbst. Das Böse ist schlicht die Abwesenheit Gottes, es ist – ebenso wie die vorigen Beispiele gezeigt haben - ein Begriff, den der Mensch erfunden hat, um die Abwesenheit Gottes zu beschreiben. Gott hat nicht das Böse geschaffen. Es verhält sich damit nicht wie mit dem Glauben oder der Liebe, die wie das Licht oder die Wärme existieren. Das Böse ist das Ergebnis dessen, dass der Mensch Gott nicht in seinem Herzen gegenwärtig hat. So wie er Kälte empfindet, wenn es an Wärme fehlt oder Dunkelheit, wenn kein Licht da ist."
Daraufhin nickte der Professor mit dem Kopf und schwieg.

 

Der junge Student hieß [...] Namenlos.

 

Hinweis: Einem Internet-Mythos zufolge hieß der fiktive Student Albert Einstein.
Existiert Gott?, YouTube film, 1:19 Minuten Dauer, eingestellt 24. September 2009

WeisheitSchaumermal

Wir werden sehen.

 

Es war einmal ein Bauer, der besaß einen wunderschönen Hengst, und die Leute im Dorf sagten zu ihm:

»Welch ein Glück für dich!«

Doch der Bauer antwortete nur:

»Wir werden sehen.«

Eines Tages brach der Hengst aus, und die Leute im Dorf sagten:

»Welch ein Unglück für dich!«
»Wir werden sehen«,

antwortete der Bauer.
Der Hengst kehrte mit einem Dutzend wilder Pferde zurück, und die Leute im Dorf riefen aus

»Oh, welch ein Glück für dich!«
»Wir werden sehen«,

war alles, was der Bauer darauf erwiderte.
Als der Sohn des Bauern daran ging, eines der Pferde zu zähmen, warf es ihn ab und er brach sich dabei ein Bein.

»Oh, nun kann er dir nicht mehr helfen bei der Arbeit. Welch ein Unglück für dich!«
»Wir werden sehen«,

antwortete der Bauer ruhig.
Da kamen die Eintreiber des Zaren in das Dorf und zogen alle gesunden jungen Männer ein, damit sie in einem Krieg fern von der Heimat kämpfen. Der Sohn des Bauern wurde zurückgelassen, da sein Bein gebrochen war.

»Oh, welch ein Glück für dich!« ,

riefen die Dörfler.
Der Bauer gab gelassen zur Antwort:

»Wir werden sehen.«

Zitate zum Thema Gut und Böse / Good / Evil

Zitate von D. Hawkins

  • Es geht nicht um Gut versus Böse, es geht um das mehr Entwickelte versus das weniger Entwickelte. Quelle unbekannt

 

  • Der einzige Ort, an dem ein Aufeinandertreffen und eine Interaktion zwischen den Mächten des Guten und denen des Bösen möglich wäre, liegt in den niederen Astralebenen und der menschlichen Einbildung. Licht des Alls, S. 282

 

  • Durch Beobachten wird man erfassen, dass die Dichotomie von Gut/Böse lediglich die Wiederspiegelung einer allgemeinen Kontextualisierung ist, die auf unerforschten Annahmen beruht. Mit tiefer Demut kann man erkennen, dass der Geist/Gemüt ohne Beistand tatsächlich nicht autorisiert, ausgerüstet und fähig ist, eine solche wertbezogene Unterscheidung zu treffen. Mit welcher Autorität wäre er sogar in der Lage, das Gute vom Üblen zu unterscheiden? Dies vermag er zu entdecken, indem er nur anfängt zu fragen, wann und unter welchen Umständen ist was für wen gut und für wen schlecht? Das führt irgendwann zur Erforschung der eigenen übergreifenden Kontextualisierung des Stellenwerts und der Bedeutung des menschlichen Lebens an sich als eine vorübergehende Lernerfahrung. FU Transcending Levels of Consciousness, S. 337

 

  • Tatsächlich gibt es nur EINE Variable. Diese kann entweder vorhanden oder abwesend sein. Du kannst für etwas eintreten, ohne jene zu hassen, die das nicht tun. Das Gute ist entweder gegenwärtig oder nicht vorhanden (statt zu sagen, dass es Gut und Böse gibt). Es gibt nur das Gute oder dessen Abwesenheit. Es gibt die Gegenwart oder die Abwesenheit des Lichts, nicht Licht und Dunkel. Houston, Texas, Seminar The Realization of the Presence of God, Unity-Kirche, 11. Oktober 2003

Zitate (engl.) von D. Hawkins

  • What we think of good or bad is merely subjective, what the universe "thinks" about it may be something entirely else. Power vs. Force, S. 117

 

  • The attempt to impose standards of would-be absolute Good and Evil is, in fact, one of the greatest moral pitfalls. But without moralizing, we can plainly state that whatever calibrates above 200 supports life and may therefore be functionally declared as "good"; whereas whatever calibrates below 200 is destructive, nonsupportive of life and can thus be functionally declared as "evil". Power vs Force, S. 278-279

 

  • Question: What is the truth inherent in Genesis?
    Answer: […] Genesis […]Then came the fateful admonition to avoid duality and the nonreality of good and evil, which are linked with perception and create belief in the unreal. This admonition was necessary because man was a limited creature, and unlike an enlightened deity, was unable to differentiate between truth and falsehood.
    […] Man, however, had sufficient power of consciousness to create belief. After falling into the pit of duality, the human mind gave reality to falsity and then believed the fallacious had an independent existence. By creating belief in the pseudo-reality of that which is false, man became subject to suffering in the forms of shame, guilt, pride, fratricide, and the dread of punishment and fear. This condition brought forth from the heavens the appearance of Avatars and the Buddhas of enlightenment who revealed that only by transcending duality (in this case, good and evil) could the realization of innate innocence be retrieved.
    The limitation of man's consciousness to a level that is vulnerable to error is historically ascribed to the vanity of the desire for power as knowledge. Thus, man, shortly after his creation, became unenlightened and subject to error. The Eye of the I, S. 402

 

  • Satanic energies are directed at the 1-3 chakras,
    the Luciferic energies are directed at the 3-7 chakras. Luciferic energy of pride is directed at the crown chakra where surrender to God is replaced by the pride of the ego and selfish self-centeredness. The luciferic energy's primary tool is distortion of truth and is directed at the mind and relies on false promises and half truths. I. Reality and Subjectivity, S. 157

 

  • With research, the 'fall of man' is the emergence of dualistic thinking (i.e. the tree of good and evil) which was the trap man fell into out of a seduction of curiosity. (This explanation calibrates at 995). Truth vs. Falsehood, S. 335

 

  • By observation, one will see that the good/bad dichotomy is merely the reflection of an overall contextualization based on unexamined presumptions. With deep humility, one realizes that unaided, the mind is really unauthorized, unequipped, and incapable of making such judgmental discernment. By what authority would it even be able to discern good from bad? It can make this discovery by just beginning to ask, for whom is it good, for whom is it bad, when, and under what circumstances. This eventually leads to examining one's overall contextualization of the significance and meaning of human life itself as a transitional learning experience. Transcending Levels of Consciousness, S. 337

 

  • ‎To transcend the vexing 'good bad' dichotomy of critcalness is actually very simple via the realization that everything and everyone is being what they are simply by the fact of identity. Similarly, people can only be what they have become and are at any given instant. Moralistic categorization can only be a supposition based on the 'could be' hypothetical view. If people actually 'could be' different, they would be. The hypothetical is always invalid because it is a projected idealistic imagination with no basic reality; it therefore always calibrates as false. Reality, Spirituality and Modern Man, S. 311

 


 

  • 2.4 % of world population are demonically possessed. Their acupuncture fields are opposite to the norm, whereby they are repelled by love. These 2.4 % of people cause 78 % of the problems in the world. They are dominated by the Satanic. It would seem they serve some kind of purpose. I don't know how they get onto the planet. They are not lifted by the rise in consciousness. How would you lift them when love repels? Jesus warned his followers not to be concerned with them. Don't encounter evil, avoid it. If you create a science of evil you will become entrapped by it. You are drawn into it. As in exorcism, if you do it enough one day it gets you. Many exorcists commit suicide. You need to calibrate the degree of evil you can handle, but that is the science of evil and it is very dangerous. Teddy and Otis Carnie, Synopsis and Study Guide to Power vs. Force. An Anatomy of Consciousness, Part II Interview with Dr. Hawkins, pg. 13, Veritas Publishing, Sedona, AZ, 8. June 1996

 


 

  • Socrates said, Man always chooses the good; in fact, he's only capable of choosing what he sees as being good. The problem is that man doesn’t always know the good from the bad. He thinks his choices are always good, even if it’s blowing up innocent people. Sedona Seminar Witnessing and Observing, 3 DVD set, 16. October 2004

Zitate von anderen Quellen

So wollest du deinem Knecht ein hörendes Herz geben, damit er dein Volk regieren könne und verstehen, was gut und böse ist. Weisheit/Sapientia Salomonis, 1. Könige 3, 9 (AT)
Salomons Bitte an Gott, der ihm im Traum erschienen war und ihm einen Wunsch freistellte

 

Besiege das Böse mit Gutem! Römer 12, 21 (NT)

 

Da kam ein Mann zu ihm und fragte: "Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?" Er aber sprach zu ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott." Mätthäus 19, 16-17 (NT)

 

Da ist keiner, der gerecht [gut] sei, auch nicht einer […] denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Römer 3, 10, 23 (NT)

 

Urteilt nicht! Matthäus 7, 1 (NT)

 

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Matthäus 7, 1 (Bergpredigt NT)

 

Denn das Wort Gottes [Wahrheit] ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4, 12 (NT)

 

Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 1. Mose 3, 22 (AT)

 

  • Von allem, was richtig ist, ist auch das Gegenteil richtig. Laotse [BW 610] (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus

 

  • Die Sünde wird als "Mangel an Liebe" definiert. […] Unser Gefühl der Unzulänglichkeit, der Schwäche und der Unvollständigkeit kommt von der starken Investition in das "Mangelprinzip", das die ganze Welt der Illusionen beherrscht. Ein Kurs in Wundern Vorwort des Lehrer-Handbuchs T-1.IV.3:1

 

  • Ich habe gut und böse gekannt, Sünde und Tugend, Recht und Unrecht;
    Ich habe gerichtet und bin gerichtet worden;
    Ich bin durch Geburt und Tod gegangen;
    Freude und Leid, Himmel und Hölle;
    Und am Ende erkannte ich, dass ich in allem bin und alles in mir ist. Hazrat Inayat Khan [BW 499] (1882-1927) indischer Gründer des Internationalen Sufi-Ordens und der Internationalen Sufi-Bewegung

 

  • Die Dinge sind weder gut noch schlecht, nur unser Denken macht sie dazu. William Shakespeare [BW 465] (1564-1616) englischer Dramatiker, Bühnendichter, Lyriker, Schauspieler, Hamlet

 

  • Um Gut's zu tun, braucht's keiner Überlegung,
    der Zweifel ist's, der Gutes Böse macht.
    Bedenke nicht – gewähre wie du fühlst.
    Johann Wolfgang Goethe [BW 465] (1749-1832) deutscher Schriftsteller, Bühnendichter, Universalgelehrter

 

  1. Im Rausch jugendlicher Erfolge hatte ich das Gefühl, unfehlbar zu sein und war deshalb grausam.
  2. In einer übersättigten Machtposition war ich ein Mörder und Unterdrücker.
  3. In meinen bösartigsten Zeiten war ich überzeugt davon, Gutes zu tun, während ich mich einer Fülle von methodischen Argumenten bediente.
  4. Erst als ich auf modrigem Gefängnisstroh lag, spürte ich das erste Aufkeimen des Guten in mir.
    Nach und nach wurde mir klar, dass die Grenze zwischen Gut und Böse nicht zwischen Staaten, Klassen oder Parteien verläuft, sondern quer durch das Herz des Menschen, aller Menschen. [...]
    Es ist unmöglich, das Böse ganz aus der Welt zu schaffen, aber es ist möglich, es aus dem Innern des einzelnen Menschen zu vertreiben.
Alexander Issajewitsch Solschenizyn (1918-2008) russisch-sowjetischer Romanschriftsteller, Dramatiker, Der Archipel Gulag, Scherz Verlag, Bern, 1974

 

  • Aber der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen. Und wer mag von seinem Herzen ein Stück vernichten? Alexander Issajewitsch Solschenizyn (1918-2008) russisch-sowjetischer Romanschriftsteller, Dramatiker, Der Archipel Gulag, S. 167, Scherz Verlag, Bern, 1974

 

  • Wer das Gute haben will, der muss auch des Bösen gewärtig sein. Philipus Aureolus Paracelsus [Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim] (1493-1541) Schweizer Arzt, Mystiker, Alchemist, Astrologe, Philosoph, Laientheologe

 

  • Gut und Böse gibt es nur bei der Freiheit zum Ungehorsam. Erich Fromm (1900-1980) deutsch-US-amerikanischer Sozialpsychologe, Psychoanalytiker, humanistischer Philosoph, Die Kunst des Liebens, 1956

 

  • Judas oder Johannes
    Ein barmherziger Mensch hat das Wohl seines Nachbarn im Auge und tut so "Gottes Willen", indem er mitwirkt an dem "an sich Guten".
    Ein grausamer Mensch misshandelt seinen Nächsten und tut so das "an sich Böse". Indem er aber dieses Böse tut, wird er – ohne eigene Kenntnis und Einwilligung – von Gott dazu benutzt, das im umfassenderen Sinn Gute hervorzubringen. Der Erste dient Gott wie ein Sohn, der Zweite wie ein Werkzeug.
    Was immer du tust, du führst in jedem Fall Gottes Absicht aus. Es macht jedoch einen Unterschied für dich, ob du ihm wie Judas dienst oder wie Johannes. C. S. Lewis [BW 390, Werke: BW 455] (1898-1963) irisch-britischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler, Über den Schmerz, Brunnen-Verlag, 6. Auflage, 1988

 

  • Das Gute wissen, weit ist noch das Tun davon;
    das Böse kennen ist des Bösen Anfang schon.
    Friedrich Rückert (1788-1866) deutscher Dichter, Übersetzer

 

  • - Wir können die Unlenksamkeit des Bösen anerkennen und dennoch nach Würde streben.
    - Ohne Verklärung können wir verstehen, dass es immer Krieg geben wird, und dennoch für den Frieden arbeiten.
    Das können wir tun – denn das ist die Geschichte des menschlichen Fortschritts, das ist die Hoffnung für alle Welt, und in diesem Augenblick der Herausforderung muss das hier auf der Erde unsere Arbeit sein. Barack Obama (*1961) 44. US-Präsident, zit. in: Obamas Rede in Oslo, Friedensnobelpreisverleihung, Oslo, Norwegen, Der Tagesspiegel online, 10. Dezember 2009

 

  • Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint. Kurt Tucholsky (1890-1935) deutscher Journalist, Schriftsteller, Satiriker

Zitate (engl.) von anderen Quellen

When the spirit of uncleanness goes out of a person it wanders through arid lands looking for a place to rest, and it cannot find one. Then it says, ‘I will return to the home I came from’. But on arrival, finding it unoccupied, swept and tidied, it then goes off and collects seven other spirits more evil than itself and they go in and set up house there, so that the person ends up being worse than he was before. Matthew 12, 43-45 (NT)

 

  • Evil is anything that obstructs God-Realization. Paramahansa Yogananda [LoC 540] (1893-1952) Bengalian Indian Hindu sage, yogi, philosopher, author

 

  • Out beyond the ideas of wrongdoing and right-doing, there is a field. I will meet you there. Jalal ad-Din Muḥammad Rumi [LoC 550] (1207-1273) Persian Muslim poet, Sufi mystic, jurist, theologian

 

  • Prodigality and meanness are excesses and defects with regard to wealth; and meanness we always impute to those who care more than they ought for wealth, but we sometimes apply the word 'prodigality' in a complex sense; for we call those men prodigals who are incontinent and spend money on self-indulgence. Hence also they are thought the poorest characters; for they combine more vices than one. Therefore the application of the word to them is not its proper use; for a 'prodigal' means a man who has a single evil quality, that of wasting his substance; since a prodigal is one who is being ruined by his own fault, and the wasting of substance is thought to be a sort of ruining of oneself, life being held to depend on possession of substance. Aristotle [LoC 498] (384-322 BC) Greek philosopher, physician, scientist, Nicomachean Ethics

 

  • It was granted to me to carry away from my prison years on my bent back, which nearly broke beneath its load, this essential experience: how a human being becomes evil and how good.
    • In the intoxication of youthful successes I had felt myself to be infallible, and I was therefore cruel.
    • In the surfeit of power I was a murderer and an oppressor.
    • In my most evil moments I was convinced that I was doing good, and I was well supplied with systematic arguments.
    • It was only when I lay there on rotting prison straw that I sensed within myself the first stirrings of good.
Gradually it was disclosed to me that the line separating good and evil passes not through states, nor between classes, nor between political parties either, but right through every human heart, and through all human hearts. This line shifts. Inside us, it oscillates with the years. Even within hearts overwhelmed by evil, one small bridgehead of good is retained; and even in the best of all hearts, there remains a small corner of evil. Alexandr Solzhenitsyn (1918-2008) Soviet and Russian novelist, dramatist, historian, imprisoned in the Soviet gulag, The Gulag Archipelago (1918-1956), 1973

 

  • If only it were all so simple! If only there were evil people somewhere insidiously committing evil deeds, and it were necessary only to separate them from the rest of us and destroy them. But the line dividing good and evil cuts through the heart of every human being. And who is willing to destroy a piece of his own heart? Alexandr Solzhenitsyn (1918-2008) Soviet and Russian novelist, dramatist, historian, imprisoned in the Soviet gulag, The Gulag Archipelago (1918-1956), 1973

 

  • It is absurd to divide people into good and bad. People are either charming or tedious. Oscar Wilde (1854-1900) Irish writer, poet

Englische Texte – English section on Good – Evil

Symbolism of the Cain and Abel story

The battle between the children of the dark and the children of the light is a metaphor exemplifying the division between subconscious and the superconscious, the animal and angel nature.

 

  • Cain – represents the biology, body nature and the lower mind.
  • Abel – the star child, represents the upper brain, the higher mind, and the spirit.

 

Cain killing Abel means:
Putting one's body and lower mind down creates friction and resistance between the subconscious and the conscious.
The subconscious will always win.

 

Subconscious belief: Money is not good.
Conscious intention: I want to live in affluence.

If there is a battle going on between the subconscious beliefs and the conscious wants one will have a difficult time manifesting.
Audio interview with Mellen-Thomas Benedict, most researched US American near death experiencer, Messages From The Light, part 7 of 12, minute 5:11, 9:52 minutes duration, presented by web radio station Coast to Coast, host George Noory, aired 2. April 2009, YouTube film, posted by Nakedprayer 17. November 2009

 

See also: The metaphor of the elephant and the rider of the elephant. The four basic brains plus the ethical brain

BW-Werte: Gut-Böse

  • BW 155 – Ethischer Relativismus = Gleichstellung von Gut und Böse4

Index: Gut-Böse – Bücher von D. Hawkins

Englische Werke

Index: Audio- und Videomedien (engl.) von und mit D. Hawkins

 

Links zum Thema Gut und Böse / Good / Evil

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks

  • Wikipedia-Einträge Gut, Böse
  • Wer ist Satan? Carter Phipps interviewt Taylor Hackford, Regisseur von Im Auftrag des Teufels, WIE-Magazin, Ausgabe 4

Audio- und Videolinks

Audio- und Videolinks (engl.)

  • Epicurus Riddle on God and Evil, YouTube film, 0:24 minutes duration, posted 4. June 2008
    "Is [God] willing to prevent evil, but not able? Then He is not omnipotent. Is he able to prevent evil, but not willing? Then He is malevolent. Is he both able and willing? Whence then is cometh evil? Is he neither able nor willing? Then why call him God?"
  • Video interview with Jonathan Haidt, Associate Professor in the Social Psychology area of the Department of Psychology at the University of Virginia, Nothing is Good or Bad, presented by Big Think, 6:44 minutes duration, posted 11. June 2008
  • Video interview with Dacher Keltner, psychologist, University of California, Berkeley, USA, author of Born to Be Good. The Science of a Meaningful Life, In Conversation, sponsored by Public Library, Los Angeles and publisher W. W. Norton, filmed by Fora.TV, 43:19 minutes duration, aired 5. February 2010

 

Interne Links

Wiki-Ebene

 

 

1 Hawkins, The Eye of the I, S. 143

2 Hawkins, The Eye of the I, S. 144

3 Engaging the Powers. Discernment and Resistance in a World of Domination, Fortress Press, 1. January 1992

4 Reality, Spirituality and Modern Man, Kapitel 11, S. 203