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Hawkins / Irrtum

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Irrtum

 

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Jesus, Lukas 23, 34 (NT)


 

1.   Die Geschichte mit dem Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen.
Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer.
Der Nachbar hat einen.
Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.
Doch da kommt ihm ein Zweifel:
Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will?
Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig.
Vielleicht war er in Eile.
Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich.
Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein.
Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort.
Und warum er nicht?
Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen?
Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben.
Und da bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen.
Bloß weil er einen Hammer hat.
Jetzt reicht's mir wirklich. –

Und so stürmt er hinüber, läutet.
Der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann,
schreit ihn unser Mann an:
"Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!"

 

Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein, Piper Verlag, München, S. 37f., 1984


 

2.   Liste von irrtümlichen Auffassungen

  1. Es gibt kein Karma.
    Karma ist eine Tatsache – göttliche Aktion/Reaktion.
  2. Ein Mensch stirbt viel zu jung!
    Bei der Geburt ist auf nichtlinearer Ebene der Todeszeitpunkt bereits festgelegt. Ein früher Tod ist Teil des persönlichen Karmas oder des Seelenauftrags
  3. Es gibt kein Weiterleben nach dem Tod.
    Die Seele lebt nach dem physischen Tod im Jenseits weiter.
  4. Es gibt nur den Himmel und die Hölle.
    Es gibt viele abgestufte Himmel und Höllen und "Wohnungen im Hause des Vaters". Der Geist eines Verstorbenen landet in dem Bereich des Jenseits, der seiner Bewusstseinsebene entspricht.
  5. Ein Mensch bleibt nur in Erinnerung aufgrund seiner Leistungen oder Nachkommen.
    Gott und alle Seelen erinnern sich an alles. Das Unendliche Feld der Existenz (Akasha-Chronik) zeichnet alles auf. Nichts wird vergessen.
  6. Die Beliebtheit und der allgemeine Konsens müssen stimmen.
    Beliebtheit kann ein Symptom von Glamorisierung (Verblendung) sein.
  7. Intelligenz ist ein Anzeichen von Weisheit.
    Intelligenz speichert Wissensdaten. Weisheit ist ein Ausdruck des göttlichen SELBSTes.
  8. Geld macht glücklich.
    Geldbesitz beruht die Existenzangst. Reiche begehen Selbstmord. Wohlstand per se vermittelt keinen Seelenfrieden. Glück stellt sich im Schwingungsfeld höheren Bewusstseins ein.
    Siehe Artikel Geld: Income’s Differential Influence on Judgments of Life Versus Affective Well-Being – Gallup survey, USA, 2009
  9. Eine Notlüge schadet niemandem.
    Alle Unwahrheiten ziehen karmische Folgen nach sich. Das Feld übersieht nichts.
  10. Ein Mensch kann sich nicht ändern.
    Innerhalb der Schöpfung/Evolution gibt es bei allem Möglichkeiten mit der Neigung, sich zu verwirklichen. Die unendlichen Möglichkeiten können das tatsächliche Ergebnis verändern.
  11. Medienschaffende, Einflussreiche und Regierende sprechen die Wahrheit.
    Die glamorisierende Verblendung unter den Schönen, Reichen und Mächtigen ist statistisch gesehen weit von der Wahrheit entfernt.
  12. Man kann die Wahrheit nicht vom Irrtum unterscheiden.
    Die Möglichkeit der Bewusstseinsmessung durch Muskeltest steht den Menschen des 3. Jahrtausends zur Verfügung.
  13. Was wir nicht sehen oder glauben können, darf es nicht geben.
    Die lineare Welt macht nur 3 % der Existenz aus. Der Großteil der Existenz ist aus irdischer Sicht unsichtbar.
  14. Man muss eine Meinung haben oder für oder gegen etwas sein.
    Meinungen unterliegen dem Irrtum. Das Ego will Recht haben und lechzt nach Meinung oder Standpunkten. Es glaubt, es müsse die Umwelt kontrollieren oder besprechen.
  15. Würdenträger, Reiche oder Prominente sind hierarchisch bedeutender.
    Als Gottes Kinder sind alle Menschen ebenbürtig und mit Menschenwürde ausgestattet. Die Stolzkultur unterstützt eine außen- und statusorientierte Haltung.
  16. Der Mensch beherrscht sein Schicksal.
    Im Bereich der Linearität ist Kontrolle illusionär. Der Mensch verfügt innerhalb seiner individuellen und kollektiven Gegebenheiten über Entscheidungsfreiheit.
  17. Bösewichter zu töten, auszuweisen oder geradezubiegen, beendigt das Böse.
    Siehe David Logans Forschung über Gruppenstrukturen (Stämme) in Firmen und der Gesellschaft
  18. Gott straft die Menschen, weil sie seine Wünsche nicht erfüllen.
    Gott braucht nichts. Der Mensch projiziert Bedürftigkeit auf Gott.

3.   Zitate zum Thema Irrtum / Error

3.1   Zitate von D. Hawkins

  • Der grundlegende Irrtum des spirituellen Stolzes liegt in der Vorstellung und dem Herrschaftsanspruch des Egos als angeblichem Urheber und ausführendes Prinzip von Handlungen und Erfolgen des Tuns. Sein Anspruch auf Anerkennung ist mit einer Glühbirne vergleichbar, die sich das Verdienst des Lichts zuschreibt, während die Quelle ihrer Kraft aus der unpersönlichen Energie der Elektrizität stammt. Erleuchtung ist möglich, S.172

 

  • Ein Problem bei der Benutzung des Geistes, um Wahrheit zu entdecken, besteht darin, dass er den Wald nicht von den Bäumen unterscheiden kann und sich stattdessen auf problematische, unbedeutende Randfragen und Umwege konzentriert, wie zum Beispiel: Saß der Buddha „wirklich" unter einem Bodhibaum? Oder, wo hat Jesus seine „verlorenen" Jahre verbracht? Hat sich das Rote Meer wirklich geteilt? Ist die wichtigste, ewige Wahrheit, welche die Menschheit retten würde, irgendwo in einer Höhle verloren gegangen? Wird die Welt 2068 enden? Leben wir jetzt in den „Endzeiten"? Sind Ufo-Botschafter hier, um uns zu retten? Das Ego liebt es, mit hypothetischen Vorstellungen herumzuspielen, und streckt so seine Anziehung in falsche Richtungen aus. Wenn die Fragen großen Wert gehabt hätten, wären sie von Jesus, Buddha, Krishna und den großen Weisen durch die Jahrhunderte hindurch sicher erwähnt worden. Hingabe an Gott, S. 235

 

3.2   Zitate (engl.) von D. Hawkins

 

  • Everyone has the right to be wrong. Sedona Satsang Q&A, 8. November 2008

 

  • No "not" is possible in Reality, which includes the totality of all that exists and therefore "IS". All error arises from the "is not" and therefore has no reality or need for it to be explained or answered. No error is possible in what actually "IS". The Eye of the I, new-version, S. 358

 

 

  • Past errors are to be looked at with compassion as well as responsibility, which is the only way to correct an error. One has to clarify the intention of the act at the time as well as the difference between guilt and regret. Regret is often more appropriate for past actions that did not turn out well. True guilt applies to intention, whereas regret refers to unfavorable outcome. I. Subjectivity and Reality, S. 159

 

  • What we are witnessing is creation unfolding. Evolution is creation unfolding. 'What we view as mistakes, really represent a success, because they demonstrate the outcome of a fallacy. Sedona Seminar Serenity'', August 2005

 

3.3   Zitate von anderen Quellen

 

3.4   Zitate (engl.) von anderen Quellen

  • People always attempt to do what they believe to be good. Sokrates, Greek philosopher

 

  • Greater than all physical dangers are the tremendous effects of delusional ideas […]. The world powers that rule over humanity, for good or ill, are unconscious psychic factors, and it is they that bring unconsciousness into being […]. We are steeped in a world that was created by our own psyche. Carl Gustav Jung, The Structure and Dynamics of the Psyche, Collected Works 8, par. 747

 

  • A hallucination is a fact, not an error; what is erroneous is a judgment based upon it. Bertrand Russell (1872-1970) British philosopher, logician, mathematician, historian, social reformist, pacifist

 

3.5   Links (engl.) von D. Hawkins

 

3.6   Interne Links

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