ECHTE nicht-dualistische Liebe BW 500+
Liebe wird als eine Emotion missverstanden. Tatsächlich ist sie ein Zustand des Gewahrseins, ein Seinszustand in der Welt, eine Art und Weise, sich selbst und andere zu sehen. David R. Hawkins
Liebe wurde im abendländischen Raum durch Platons Dreiteilung des Begriffs geprägt. Er unterscheidet zwischen drei Ausdrucksformen der Liebe:
- Eros - sinnlich-erotische Liebe, Begehren des erstrebten Objekts, der Wunsch, ebenfalls begehrt zu werden, Leidenschaft (bestenfalls von BW 125 - 250)
- Philia - Freundesliebe, Liebe auf Gegenseitigkeit, gegenseitiges An-Erkennen und gegenseitiges Verstehen (von BW 200 - 499)
- Agape - selbstlose und fördernde Liebe zum Wohl des anderen und der Schöpfung, Nächsten- und "Feindesliebe" (bestenfalls ab BW 500+)
Unter Platonischer Liebe (Agape) versteht man heute ein seelisch-geistiges Prinzip ohne körperlichen Ausdruck und begehrenden Besitzwunsch. Die leiblich ausgedrückte erotisch-geschlechtliche Liebe (Eros) grenzt sich demgegenüber schroff ab.
Liebevolle Zuwendung ist lebensnotwendig - insbesondere für Kleinkinder
Der Stauferkaiser Friedrich II. wollte im Jahr 1211 herausfinden, welches die Ursprache der Menschheit sei. Zu diesem Zweck veranlasste er, dass sieben Säuglinge von menschlicher Beeinflussung möglichst isoliert wurden. Sie wurden in dem aus heutiger Sicht grausamen Experiment nur durch Ammen genährt, die mit den kindlichen Probanden kein Wort sprechen und ihnen kein Zeichen der Zuneigung zeigen durften. Das Experiment endete damit, dass die vernachlässigten Säuglinge keine Ursprache von sich gaben, sondern nach ungefähr drei Monaten Lebenszeit in Isolation allesamt starben.
Echte Liebe schwingt bei BW 500.
Der Übergang von der trennenden Ratio (Entweder-Oder) zur verbindenden Liebe (Sowohl-Als-Auch) erweist sich als besonders schwierige Hürde, die Naturwissenschaftler weltweit nur zu 1% genommen haben. Bis dato haben sie etwa 5% der Weltbevölkerung genommen.
Hawkins hat kinesiologsch folgende Anteile ermittelt:
4% der Weltbevölkerung lieben authentisch. (BW 500)
0,4% der Weltbevölkerung lieben bedingungslos. (BW 540)
Ab BW 500 schwingt die vorherrschende Orientierung von Inhalt plus Kontext auf den Kontext plus Inhalt. Die Hinwendung vom inhaltsbezogenen Tun auf das kontextuelle Sein kommt einem Quantensprung gleich. Sie erfolgt als Akt der Gnade.
Liebe unter dem Bewusstseinswert 500 ist dualistischer Natur, deren Quelle des Glücks im "Außen" liegt. In dieser Phase ist das Lieben ein Übungszustand. Sie kommt und geht, ist verletzbar und kann verlustig gehen.
Ab BW 500+ drückt sich Liebe als fortwährender SEINszustand aus, der sich niederschlägt auf das Verhalten selbst, den Mitwesen und der Umwelt gegenüber.
Tabelle nach D. Hawkins zum Thema Liebe
Nichtliebe ✏ Liebe lernen ✏ echtes Lieben unter BW 200 * Abwesenheit von Liebe über BW 200 ** Übungsstadien des Liebens über BW 500 *** echte Liebe über BW 540 **** bedingungslose Liebe |
Bewusstseins- Wert (BW) | Handlung / Thema / Orientierung |
| 95 | Neotantra, angeboten in Form von neuzeitlichen Gruppenseminaren |
| 145 | "Wahnsinnig" verliebt sein |
| 145 | Possessives sexuelles Begehren (Passion) |
| 160 | Sexuelles Fehlverhalten |
| 200 | Anfang des Liebens |
| 200 | Diverse Sexpraktiken, die das Überleben und den Fortbestand der Spezies gewährleisten |
| 250 | Integer praktizierte Sexualität (Liebesakt) |
| 200-499 | Liebe zu (einem) Partner/n / Mitmenschen in progressiv verlaufenden Übungsstadien (mit und/oder ohne erotisch-sexuellen Austausch) |
| 500+ | Authentisches Lieben zur Förderung des Wohls und Glücks eines / mehrerer Mitmenschen eines / mehrerer Lebewesen und von Teilen der Schöpfung Nichtlinearer Seinszustand |
| 515 | Buddhistisches Tantra |
| 540+ | Bedingungsloses Lieben zur Förderung des Wohls und Glücks aller Menschen, aller Lebewesen und der gesamten Schöpfung Erlöster Seinszustand |
| 560+ | Mitgefühl (com-Passion) |
aus diversen Quellen zusammen gestellt, u.a.: Truth vs. Falsehood
Zitate von D. Hawkins zum Thema Liebe
Lasst uns lieben, nicht mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit. 1. Johannes 3, 18 (NT)
- Die Unfähigkeit zu lieben, ist die Wurzel aller menschlichen Probleme.
- Liebe wird irrtümlicherweise als Emotion verstanden; tatsächlich ist sie ein Zustand des Gewahrseins, eine Art, in der Welt zu sein, eine Art, sich selbst und andere zu sehen. FU Das All-sehende Auge, S. 354
- Was die Welt gemeinhin als Liebe bezeichnet, ist ein intensiver Gefühlszustand, bestehend aus körperlicher Anziehung, Besitzdenken, Kontrolle, Begierde, Erotik und dem Reiz des Neuen. Gewöhnlich ist sie zerbrechlich und unbeständig und nimmt je nach Situation zu und ab. Eine verbreitete Wahrnehmung ist, dass Liebe in Hass umschlagen kann. In solch einem Fall handelt es sich jedoch wahrscheinlich eher um abhängige Sentimentalität als um Liebe.[...]
Liebe [...] ist bedingungslos, gleich bleibend und beständig. Sie schwankt nicht – ihre Quelle hängt nicht von äußeren Faktoren ab. Lieben ist ein Seinszustand.
- Alle Liebe kommt von GOTT. Das All-sehende Auge, S. 206
- Wenn das Herz sich zuerst öffnet, folgt der Geist/das Gemüt. Wenn der Geist/das Gemüt sich zuerst öffnet, folgt das Herz. Die Wahl hat mit karmischer Bestimmung und Neigung zu tun. Licht des Alls, S. 442
- Der Nutzen des Herzenspfades oder der bedingungslosen Liebe besteht darin, dass dieser viele der Fallen und Sümpfe des so genannten Geist/Gemütes umgeht. FU Das All-sehende Auge, S. 153
- Herzensliebe trat als geschätzte menschliche Fähigkeit erst vor wenigen Jahrhunderten in Erscheinung.
- Zunächst wurde Liebe als Leidenschaft und Besitz betrachtet,
- entwickelte sich aber dann zum großen Gefühl, und "Opfer aus Liebe" stellte sich als edles Ideal vor Augen.
Die Blüte der Weiblichkeit hob ihr Ansehen vom Arbeitstier → Sexobjekt → Kindermädchen hin zur geschätzten Freundin, Partnerin und Liebenden. Das kennzeichnete die wirkliche tagtägliche Anerkennung des menschlichen Geists/Gemüts als ein Wesensmerkmal, das Liebe anzog und unterstützte.
- Die Zuneigung erweiterte Liebe zum entscheidenden Motiv für dauerhafte Langzeitpartnerschaften, und Treue erschien sowohl als Tugend als auch als Hauptstütze für Beständigkeit. FU Licht des Alls, S. 536
- Die Umstände von Liebe und leidenschaftlicher Begierde werden häufig durcheinander gebracht, […] die unterscheidende Diagnose […] kann Beteiligten und Beobachtern häufig Rätsel aufgeben. […] Der Gegensatz besteht zwischen der Verstrickung als des kleinen Selbstes und der beiderseitigen Übereinstimmung mit dem SELBST, die bei beiden Beteiligten die höhere Absicht anzeigt, gemeinsam der Beziehung zu dienen statt nur die Wünsche und Begierden des eigenen Egos zu befriedigen. FU Erleuchtung ist möglich, mit Hinweis auf die Tabelle Unterschiede zwischen Verliebtheit versus Liebe, S. 270
Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema Liebe (love)
- Love is not a quality of 'God' – it is God's very Essence. It is the ALL-encompassing Reality of the Never-Ending Present. It is the Core of Your Existence.
- Love is misunderstood to be an emotion; actually, it is a state of awareness, a way of being in the world, a way of seeing oneself and others.
- That which is love you can't get rid of, and that which is not love you cannot obtain.
- The inability to love is at the root of most human problems. Power vs. Force, S. ?
- One individual who lives and vibrates to the energy of pure love and reverence for all of life will counterbalance the negativity of 750,000 individuals who calibrate at the lower weakening levels. Power vs. Force, S ?
- Love is transformative. Its power sweeps away all obstacles. It is both the means and the end. It brings forth willingness and the capacity to surrender. It brings forth compassion and the desire to understand. With understanding, forgiveness ensues. With the relinquishment of positionality, one then realizes there is nothing to forgive. Judgment dissolves and condemnation and hatred are no longer possible. Ignorance born of innocence is seen to be the only 'defect' that needs to be transcended. It is seen that the nature of Creation is as it is and not in need of correction. Interview The Path of Simplicity, US-Zeitschrift In Light Times, März 2005
- Love as depicted in the massmedia is not what this level is about.
Loving is a state of being. It is forgiving, nurturing and a supportive way of relating to the world. Love isn't intellectual and doesn't proceed from the mind. Love emanates from the heart. It has the capacity to lift others and to accomplish great feats because of its purity of motive. Love takes no position and thus is global, rising above separation. Love is therefore inclusive and expands the sense of self progressively. Love focusses on the goodness of life and augments that which is positive – it dissolves negativity by recontextualizing it, rather than by attacking it. Power vs. Force, S. 90-91
- There then appears the capacity to suspend judgment, relinquish positionalities, and resolve conflict through surrender so as to be able to intuit and apprehend rather than logically comprehend. I. Subjectivity and Reality, S. 218
- Only love has the power to overcome beliefs. At this point, historically, the seeker is counseled to "Throw away all the books and just be. Surrender all to God without reservation. Stop struggling and allow the realization of that which you already are." I. Subjectivity and Reality, S. 219
- In reality, the love of God, like the sun, shines equally on all. The Eye of the I, S. 235
- Lovingness is a way of relating to the world. It is a generosity of attitude that expresses itself in seemingly small but powerful ways. It is a wish to bring happiness to others, to brighten their day and lighten their load. To merely be friendly and complimentary to everyone one meets in the course of a day is revealing. That this is not a commonplace attitude is revealed by people’s response when they encounter it. Often, they respond with surprise or even a pleased state of shock. “Nobody ever compliments what I do; they only complain,” is a remark that will be heart. Most people, because they are focused on their own wants, and critical attitudes, apparently do not even see the positive aspects of life and cannot respond to them. They take others’ service for granted with the explanation, “Well, they’re getting paid for it, aren’t they?” […]
Major segments of society operate on the level of lovelessness. Giant corporations and government agencies can only be described as dourly functioning. Gratitude does not appear nor is it even considered to be socially appropriate. Love is belittled as ‘touchy-feely’. Love is therefore socially restricted to romance, mothers and their children, or one’s dog. Expressed elsewhere, it becomes an embarrassment. There are a few masculine areas where love is okay, such as for family, sports, one’s country, or a car.
[…] Once one becomes willing to give love, the discovery quickly follows that one is surrounded by love and merely didn’t know how to access it. Love is actually present everywhere and its presence only needs to be realized. The Eye of the I, S. 227
- A prolonged, open visual gaze […] induces a state of love and peace. Transcending The Levels of Consciousness, S. ?
- Question: What blocks love itself?
Answer: It is all these negative emotions. It is all of them. However, these negative emotions come from a certain perception. It is really coming from the spiritual "third eye." The problem is really one of context. It is because of how you see, how you contextualize the experience of life. If you contextualize it differently, there is nothing to be angry about.
The first big trap for spiritual evolution is right and wrong, and the idea of fairness. This is kindergarten. In kindergarten, on the playground, they talk about "this is fair, that is fair." Sometimes I see something on television that is absolutely absurd. There is a woman whose three children have been killed in an automobile accident or a bus crash, and this woman appears on television and sobs, getting into all kinds of self-pity, and says, "It's not fair." Not fair! It is so absurd to say, under the circumstances, that it is "not fair". Dialogues on Consciousness and Spirituality, Veritaspublishing.com
- Beyond 500, love is no longer an emotion. Before 500, love is dualistic - the source of happiness are "out there". Therefore, before 500 love is vulnerable, can be lost. At 500 love becomes a way of BEING, the way we ARE with the world and with ourselves. Tagesseminar in Houston, Texas, The Realization of the Presence of God, Samstag, 11. Oktober 2003
- Because the conditions of Love and passionate desire are frequently confused, […] the differential diagnosis […] is often puzzling to the participants and observers. As becomes evident, the contrast is between ego involvement (the self) versus consensual alignment of Self that indicates mutuality of the higher intention of serving the relationship rather than just the personal ego's wantingness or cravings. Transcending the Levels of Consciousness, S. 248; respective table S. 249
- In highly motivated, spiritually-disciplined groups, approximately fifty to fifty-five percent of the people in the group reach the goal of Unconditional Love (e.g. twelve-step groups, spiritual / religious ashram devotees, monastic renunciates, members of spiritual communities, such as Zen monasteries, etc.). Transcending the Levels of Consciousness
- Love appears in the wagging tail of the dog and the purring of the cat, and it also expresses as maternal love in its self-sacrificial nature. Transcending the Levels of Consciousness, S. ?
- By consciousness level 500, approximately 90 % of the people experience happiness as a basic quality of life. The barriers to Love that arise from animal instincts no longer pressure for dominance […] Transcending the Levels of Consciousness, S. 246
- The story gets less and less. I think the real knife that cuts through it is the heart. People like to separate the way of the head and the way of the heart, but it's only because of the heart that you’re willing to die for Jesus or die for Truth or surrender your mind for Truth. It's really only coming from the heart. Sedona Seminar Causality. The Ego's Foundation – Enlightenment and Surrender, Januar 2002
- Question: How do we move into unconditional love?
Answer: To be accepting of all of life. To want nothing from life. To see the beauty of all of life. To let go of wanting to make anything different than it is. I never get exited about changing the world, because the world is perfect as it is. This is a great place for spiritual growth. Even if you are not at 540, that is perfect too and just let it go. Sedona Q&A Satsang, 13. September 2006
- Oprah Winfrey (BW 510): I remember you saying that you were in love with everyone.
David Hawkins: Oh yes, I still am. (both chuckling) For years. It took me years to learn how to handle it because to even interact with anybody who is loving I would break out in tears. […] There's a period you go through where anything beautiful and love makes you cry. I mean just speaking to you, because your energy is so loving, that I could feel (chokes up) that same (chokes up) tearfulness beginning to emerge.
Oprah Winfrey: Well thank you, thank you for saying that. Interview mit Oprah Winfrey, Oprah Winfrey Radio Show, "Soul Series'' in XM Satelliten-Webradio Kanal 156, Donnerstag, 31. Mai 2007
Zitate von anderen Quellen zum Thema (echte) Liebe
Wir wollen lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 1. Johannes 4, 19
- Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird. Antoine de Saint-Exupèry
- Die Liebe allein ist das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden. Clemens Brentano
- Liebe, und dann tu, was du willst. Augustinus von Hippo, Kirchenvater
- Liebe tut nicht, Liebe ist. Liebe ist das Heiligste des Heiligen, so wie die Sonne alle Schatten tilgt, so tilgt die Liebe alles Lieblose. Liebe weiß nichts von Lieblosigkeit, die Sonne nichts von Schatten. Mario Mantese, Nahtodüberlebender, Interview "Einfügen und Realisation", Zeitschrift Lichtfokus, 25. November 2005
- Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe oder zu lieben darin, selbst geliebt zu werden anstatt zu lieben und lieben zu können. Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, 1956
- Bezüglich der Kunst des Liebens bedeutet das, daß jeder, der ein Meister in dieser Kunst werden möchte, in jeder Phase seines Lebens Disziplin, Konzentration und Geduld praktisch üben muß.
Sich zu konzentrieren ist in unserer Kultur noch weit schwieriger, wo alles der Konzentrationsfähigkeit entgegenzuwirken scheint. [...] Tatsächlich bedeutet sich konzentrieren zu können dasselbe, wie mit sich allein sein zu können - und eben diese Fähigkeit ist eine Vorbedingung für die Fähigkeit zu lieben.
Auf andere Form konzentriert zu sein, heißt vor allem zuhören zu können.
Man kann Konzentration nicht erlernen, wenn man sich kein Gespür für sich selbst erwirbt.
Nach allem, was ich über das Wesen der Liebe gesagt habe, ist die Hauptvoraussetzung für die Fähigkeit, lieben zu können, dass man seinen Narzissmus überwindet.
Da die Fähigkeit zu lieben davon abhängt, dass unser Narzissmus relativ gering ist, verlangt diese Kunst die Entwicklung von Demut, Objektivität und Vernunft. Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, 1956
- Wenn Liebe eine Fähigkeit des reifen, produktiven Charakters ist, so folgt daraus, dass die Liebesfähigkeit eines in einer bestimmten Kultur lebenden Menschen von dem Einfluss abhängt, den diese Kultur auf den Charakter des Durchschnittsbürgers ausübt. Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, S. 95, Verlag Ullstein, 1956
- Es gibt keine Rezepte, wie man das Leben lieben kann, und doch kann man viel lernen. Wer Illusionen aufgeben kann, wer andere und sich so sehen kann, wie sie sind und wie er ist, wer lernen kann, zu sich zu kommen, statt andauernd auszugehen, wer den Unterschied zwischen Leben und Dingen, zwischen Glück und Erregung, zwischen Mittel und Zweck und insbesondere zwischen Liebe und Gewalt spüren kann, der hat schon die ersten Schritte hin zu einer Liebe zum Leben getan […] Glücklich zu sein, ist nicht das Wichtigste im Leben, sondern lebendig zu sein. Erich Fromm, Das lebendige Lieben
- Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als getrennte Dinge erscheinen. Albert Einstein
- Ich stelle immer wieder fest, dass die Mehrzahl der Menschen in der Entfaltung ihrer Liebesfähigkeit gehemmt und blockiert ist. S. 11
- Das Geheimnis der Liebe ist seelische Wachheit und Freiheit, das Geheimnis von Wachheit und Freiheit aber ist der Mut. Es ist viel Mut erforderlich, die eigenen Gefühle wach und vorurteilslos genau zu betrachten. S. 12, Peter Lauster, Die Liebe. Psychologie eines Phänomens, Taschenbuch-Auszüge von Ausgabe 86-115. Tausend, Januar 1984
- Was ist die Hilfe der Arznei anderes als Liebe? Paracelsus
- Gibt es im gesamten Universum eine einzige Sache von Wert?
Ja, die Macht der Liebe. [...] Sie sind die Liebe selbst, wenn Sie keine Angst haben. Nisargadatta Maharaj, Ich bin, Gespräche mit Sri Nisargadatta Maharaj, Teil 1, J.Kamphausen Verlag, 6. Auflage, 2004
- Liebe ist die stärkste Macht der Welt und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann. Mahatma Gandhi
- Ich habe immer an Zahlen geglaubt. An die Gleichungen, die Gesetze der Logik, die zur Vernunft führen. Aber nach lebenslangen Bestrebungen dieser Art frage ich: Was ist die Logik in Wahrheit? Wer entscheidet, was Vernunft ist? Meine Sinnsuche führte mich durch das Physische, das Metaphysische, das Wahnhafte und wieder zurück. Und ich habe die wichtigste Entdeckung meiner beruflichen Laufbahn gemacht. Die wichtigste Entdeckung meines Lebens: Nur in den rätselhaften Gleichungen der Liebe kann man irgendwelche logischen Gründe finden. John Forbes Nash Jr., an Schizophrenie erkrankter Mathematiker, Filmzitat des Kinofilms A Beautiful Mind. Genie und Wahnsinn bei der Übergabe des Nobelpreises in Stockholm (Schlussszene), 1994
- Liebe ist ein Willensakt, bei dem man liebevoll handelt, auch wenn man nicht immer liebevolle Gefühle hat. Wir halten Liebe oft für ein Gefühl, aber das ist sie nicht. Liebe ist Handeln. Desmond Tutu, ehemals kath. Erzbischof von Südafrika
- Ist Liebe ein Gefühl?
Ich glaube nein. Liebe ist eine Ekstase. Robert Musil, österreichischer Schriftsteller (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften, S. 1130, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2002
Anm: Im Altgriechischen hat der Begriff ekstasis zwei Bedeutungen: 1) aus sich herauszutreten; 2) Verrücktheit. Liebe ist die Hingabe des begrenzten Selbst an das Unbegrenzte SELBST.
- Wenn man einmal ganz in das Reich der Liebe eingetreten ist, dann wird die Welt, so mangelhaft sie auch ist, dennoch schön und reich; denn sie besteht aus lauter Gelegenheiten zur Liebe. Søren Aabye Kierkegaard
- Die Liebe BW500+ beginnt da, wo das Denken BW 499 aufhört. Wir brauchen aber die Liebe von Gott nicht zu erbitten, sondern wir müssen uns für sie nur bereit halten. Dietmar Mieth, Meister Eckhart, S. 299, Walter Verlag, Freiburg im Breisgau, 1979
- Liebe ist Verantwortung eines Ich für ein Du. Martin Buber
- Liebe ist ein Bewusstseinszustand, der zur Erkenntnis der Wahrheit führt – nach innen, in das tiefste, wahre Selbst. Indem wir dieses Selbst erkennen und realisieren, können wir dazu beitragen, eine neue Wirklichkeit zu erschaffen; eine Wirklichkeit, die auf dem starken Fundament einer Kultur des Herzens ruht. Der Weg dorthin ist vorgezeichnet, schwingt unser innerster Kern doch stets in dieser Liebe. Wenn wir uns der Liebe öffnen, erfahren wir den Zusammenhang, und wenn wir den Zusammenhang erkennen, erfahren wir die Liebe. Ich liebe, also bin ich: Amo ergo sum.
Descartes’ Motto cogito ergo sum (Ich denke, also bin ich) wurzelt demgegenüber im Prinzip der Trennung, des Entweder-oder. Gegenwärtig verabschieden wir uns zunehmend von dieser Perspektive. Im Zusammenwirken von Wissenschaft und Spiritualität formiert sich ein neues Weltbild – konzentriert auf den „großen Zusammenhang“. Damit löst sich die Menschheit aus der Vorherrschaft der Ratio und erhebt sich auf eine neue – integrale – Bewusstseinsstufe. Amo ergo sum: Aus Entweder-oder wird Sowohl-als-auch. Dr. Christina Kessler, AMO ERGO SUM. Ich liebe, also bin ich: Selbstrealisation. Der Weg in eine neue Wirklichkeit, Arbor-Verlag, 10. Januar 2002
Zitate aus Bibel / heiligen Schriften zum Thema Liebe
- Er [Jesus] antwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst. Lukas 10, 27 (5. Mose 6, 5; 3. Mose 19, 18).
- Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Jesus, Lukas 6, 27-28
- Grüßt einander mit dem heiligen Kuss. Paulus in Römer 16,16
- Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Lukas 4, 38c
Definitionen der Liebe – 1. Korintherbrief 13 (Bergpredigt, NT)
Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüsste alle Geheimnisse Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts. Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst.
Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht,
sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht,
sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.
Einmal werden keine Propheten mehr zu uns sprechen, das Beten in anderen Sprachen wird aufhören, die Erkenntnis der Absichten Gottes mit uns wird nicht mehr nötig sein. Nur eines wird bleiben: die Liebe. Denn unsere Erkenntnis ist bruchstückhaft ebenso wie unser prophetisches Reden. Wenn aber das Vollkommene - das Reich Gottes da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein. Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind. Jetzt bin ich ein Mann und habe das kindliche Wesen abgelegt. Noch ist uns bei aller prophetischen Schau vieles unklar und rätselhaft. Einmal aber werden wir Gott sehen, wie er ist. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.
Was bleibt sind:
Glaube, Hoffnung und Liebe.
Die Liebe aber ist das Größte.
Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema Liebe
He [Jesus] answered,
* "You shall love the Lord your God with all your heart, with all your soul, with all your strength, and with all your mind.
* And you shall love your neighbor as yourself."
Luke 10, 27 (NT)
- People who love each other fully and truly are the happiest people in the world. They may have little, they may have nothing, but they are happy people. Everything depends on how we love one another. Mother Teresa
- The power of love to change bodies is legendary, built into folklore, common sense, and everyday experience. Love moves the flesh, it pushes matter around. [...] Throughout history, "tender loving care" has uniformly been recognized as a valuable element in healing. Dr. Larry Dossey
- Love consists in this: that two solitudes protect and touch and greet each other. Rainer Maria Rilke
- Love Is All You Need. The Beatles, Songtitel
- Isn't the secret intent of this great Earth, when it forces lovers together, that inside their boundless emotion all things may shudder with joy? Rainer Maria Rilke
- Love is the joy of the good, the wonder of the wise, the amazement of the Gods. Plato
- Question: What Do You Believe Is True Even Though You Cannot Prove It?
Answer – David Buss: True love.
I've spent two decades of my professional life studying human mating. [...] throughout this exploration of the dark dimensions of human mating, I've remained unwavering in my belief in true love.
While love is common, true love is rare, and I believe that few people are fortunate enough to experience it.
The roads of regular love are well traveled and their markers are well understood by many—the mesmerizing attraction, the ideational obsession, the sexual afterglow, profound self-sacrifice, and the desire to combine DNA.
But true love takes its own course through uncharted territory. It knows no fences, has no barriers or boundaries. It's difficult to define, eludes modern measurement, and seems scientifically wooly. But I know true love exists. I just can't prove it. David Buss, psychologist, University of Texas, Austin, Author, The Evolution of Desire, Edge – The World Question Center
- I have always believed in numbers, equations, and logics that lead to reason. But after a lifetime of such pursuit I ask, what is logic? Who decides reason? My quest has taken me through the physical, the metaphysical, the delusional, and back, and I have made the most important discovery in my career, the most important discovery of my life. That it is only in the mysterious equations of love that any logical reason can be found. John Forbes Nash, mathematician, suffering paraonoid schizophrenia, quote from the end of the movie A Beautiful Mind, at his speech in Stockholm when he received the Nobel Prize
- Immature love says: I love you because I need you. Mature love says: I need you because I love you. Erich Fromm (1900-1980), German social psychologist, psychoanalyst, and humanistic philosopher
- To love is to value. Only a rationally selfish man, a man of self-esteem. Ayn Rand, interviewed by Alvin Toffler
- Love is not a dependency, not a feeling, not a mental thought, not a behavior role, not a biochemical response, not romance, not a relationship, not sex, and not something we can earn or learn. […] Love is a real energy in us, below us and above us that enhances life. And and sex can be a part of it. Dr. Brenda Schaeffer, addiction therapist, doctor in spiritual psychology, audio interview in webradio Personal Life Media program Sex, love, and intimacy, episode 13, Is it love or addiction?, host Chip August, 48:22 minutes length
Gedichte zum Thema Liebe
Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein;
hangen und bangen in schwebender Pein;
himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt;
glücklich allein ist die Seele, die liebt.
Johann Wolfgang v. Goethe
ES IST WAS ES IST
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Erich Fried
Index: Liebe (nicht-dualistische)
Englische Werke
- Buch 2E, Wahrnehmung = Hindernisse der Liebe, S. 222
- Buch 3E, Liebe, eine Qualität der Realität, jenseits von Dualität, S. 41-42
- der Weg des Herzens, S. 325-330
- Weiterentwicklung zur nichtdualisitischen Liebe S. 335-336
- Buch 5E, Tabelle Diagnostic Differential: Infatuation vs. Love, S. 249
- Umfassende Erleuchtung: Qualitäten der Gottheit/Gott, Göttlichkeit als unendliche Liebe, S. 302
- das Verhaftetsein zurückweisen, nicht die Liebe, S. 306
Audio-/Video-Medien
Literatur (engl.)
- Dr. Allan Hunter, professor of literature, counselor and personal development workshop leader, The Six Archetypes of Love. From Innocent to Magician, Findhorn Press, 2008
1 Innocent, 2 Orphan, 3 Pilgrim, 4 Warrior-Lover, 5 Monarch, 6 Magician
Externe Weblinks zum Thema Liebe
Externe Weblinks zum Thema Liebe
Audio- und Videolinks
Audio- und Videolinks (engl.)
Literatur
Interne Links
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