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Hawkins / Nahtod

Nahtoderfahrung (NTE) BW 500+


Der Flug zum Himmel, Hieronymus Bosch

Mitte der siebziger Jahre erschienen die bahnbrechenden Bücher der Schweizer Ärztin und Sterbeforscherin Dr. Elisabeth Kübler-Ross, des Psychiaters Raymond R. Moody und von George Ritchie. Sie hatten Nahtod-Überlebende und Sterbende interviewt und die Einheitlichkeit der standardmäßig zu Tage tretenden Elemente des Sterbevorgangs dokumentiert, dessen Stationen und Bilder in Folklore, Mythos und Religionen einen Niederschlag gefunden haben.

Ein Tunnel taucht auf, Lichter und Geistwesen erscheinen, ein Geborgenheitsgefühl stellt sich ein, ein Film spult das eigene Leben rasend schnell ab. Entscheidend für eine Nahtoderfahrung ist nicht die körperliche, sondern die «geistige Todesnähe», die Überzeugung, jetzt zu sterben.

Den Nahtodforschern ist es gelungen, ein Klima zu schaffen, das NTE-Überlebenden Gelegenheit bot, über ihre oft jahrelang verdrängten Erfahrungen zu sprechen.

Einer repräsentativen Befragung an 2000 Deutschen zufolge haben knapp 5% aller Menschen in Deutschland eine NTE erlebt, von denen 69% kein Vorwissen davon hatten, was sie erwartet.

Der deutsche Sterbeforscher und Autor Bernard Jakoby (1957) gelangte durch den Krebstod seiner beiden Eltern zur Gewissheit, dass wir ewig leben und Liebe unsterblich ist.

Gerhard Roth, Nahtod-Überlebender

Bewusstssein existiert und funktioniert Gehirn-unabhängig

Für die Mehrheit der Neurologen gilt die Hypothese, dass Bewusstsein nicht unabhängig vom Gehirn existiert. Der niederländische Nahtod-Forscher Dr. Pim van Lommel sieht es anders: Man kann es mit einer Fernsehsendung vergleichen. Wenn man den Fernsehapparat zerlegt, wird man keine Sendung finden. Das Gerät ist nur ein Empfänger. Auch wenn man es ausschaltet, existiert die Sendung weiter.

Péter Nádas, Nahtod-Überlebender

Im renommierten britischen medizinischen Fachmagazin The Lancet hat der niederländische Kardiologe van Lommel 2001 über seine vier Jahre dauernde Aufsehen erregende NTE-Studie berichtet. Um dem Phänomen von Na(c)htoderfahrungen auf die Spur zu kommen, hatten er und sein ehrenamtlich und unbezahlt arbeitendes Forscherteam an zehn niederländischen Kliniken eine prospektive empirisch-medizinische Befragung durchgeführt an insgesamt 344 Patienten, die durch einen Herzstillstand klinisch tot gewesen waren. Kurz nach der erfolgreichen Wiederbelebung wurden sie gebeten, über ihre Erfahrungen im Zwischenreich zu berichten. In retrospektiven Studien hingegen machten Überlebende viele Jahren nach ihrem NTE Angaben, deren medizinische Indikation schwieriger zu belegen war und die keine Vergleiche mit ähnlich gelagerten Fällen erlaubten, nicht so in der niederländischen Studie.

  • Nur 61 (18%) von insgesamt 344 wiederbelebten Patienten mit Herzstillstand, die zeitweilig "bewusstlos" gewesen waren, berichteten auf Befragung von einer Nahtodeserfahrung, die klassische NTE-Elemente beinhaltete.
  • 41 (12%) von insgesamt 344 hatten eine nachhaltige Nahtodeserfahrung überstanden, die weit mehr klassische NTE-Elemente beinhaltete.
  • 43% des Personenkreises mit tiefgreifender NTE starben innerhalb eines Monats nach ihrer Reanimation.
  • Alle langfristig Überlebenden änderten nach ihrem NTE ihren Lebensstil, etwa 80% ließen sich danach scheiden, andere verließen ihren bisherigen Berufsalltag.

Bis auf einen erhöhten Sauerstoffumsatz bei den NTElern gab es zwischen den beiden Gruppen von klinisch Toten (18% mit NTE und 82% ohne NTE) keine physiologischen Unterschiede in der Phase der Wiederbelebung.

Pim van Lommel schlussfolgert:
Physiologische und psychologische Ursachen für NTEs (Sauerstoffmangel, Endorphinausschüttung, Einbildung), wie bislang von den meisten Neurowissenschaftlern angenommen, scheiden als Auslöser für Nahtoderlebnisse wahrscheinlich aus. Sie hätten sonst bei allen befragten Reanimierten signifikanter, durchgehender, auftreten müssen.


9 Standardelemente von NTEs

  1. Gefühl, gestorben zu sein
  2. Schmerzfreiheit und Gefühl des Friedens
  3. Außerkörperliche Erfahrung - OBE
  4. Tunnelerlebnis (zeitloser nichtlokaler Übergang von HIER nach DRÜBEN)
  5. Begegnung mit Verstorbenen oder Lichtwesen
  6. Lichterscheinung (transformierendes Element der NTE)
  7. Lebensrückschau (als rasend schneller Film)
  8. Widerwillige Rückkehr ins irdische Leben
  9. Persönlichkeitsveränderung (über einen 7-Jahres-Zeitraum)



Häufigkeit verschiedener NDE-Elemente (Mehrfachnennungen)

Prozent Häufigkeit NTE-begleitendes Erleben
89%Gefühl von Ruhe, Friede oder Wohlbefinden
80%Gefühl von Freude oder Glück
77%Lichtwahrnehmung
75%Gesteigerte Lebendigkeit der Wahrnehmung
63%Eintritt in eine überirdische, jenseitige Welt
61%Außerkörperliche Erfahrung (OBE)
59%Beschleunigter Zeitablauf/Zeitlosigkeit
48%Wahrnehmung der Realität
47%Beschleunigung der Gedanken
47%Tunnelphänomen
38%Einheitserleben
33%Allverstehen/Allwissenheit
32%Begegnung mit mystischen Wesen
30%Ablauf von Ereignissen der eigenen Vergangenheit
29%Erreichen einer Grenzzone
27%Begegnung mit Verstorbenen/religiösen Figuren
24%Wahrnehmung von Musik
.3%Präkognition

Quelle: Sinnfindung durch NTE Zusammenfassung von NTE-Studien

Die Überlebenden einer Nahtoderfahrung haben alle einen BW über 500 verkündete Hawkins im Tageseminar in Chicago am 10. April 2004.


Zitate von D. Hawkins über Nahtoderfahrung

Persönliche Bekenntnisse zu Hawkins' NTE

  • Das Zittern hörte auf und ging in eine köstliche Wärme über. Diese war begleitet einem Lichtschauer, der mich erfüllte und einer Anwesenheit von unendlicher Liebe, die keinen Anfang und kein Ende hatte und von meiner eigenen Essenz nicht zu unterscheiden war. So durchtränkt war mein Gewahrsein mit dem allgegenwärtigen illuminierten Zustand, dass ich dabei meinen physischen Körper und die Umgebung ganz vergaß. Der Verstand verstummte, der Gedankenfluss kam zum Stillstand. Eine unendliche Gegenwart war alles, was da war und da sein konnte, und diese war unbeschreiblich und außerhalb des Zeitgefüges. FUEbenen des Bewusstseins
  • Es gab kein persönliches Selbst oder Ego mehr – nur eine unendliche Gegenwart von solch grenzenloser Macht, die alles umfasst, was ist.
    Anmerkung: Hawkins trat im Schneesturm mit 12 Jahren aus seinen Körper heraus und spürte die Essenz von Liebe und einen tiefen Frieden. (BW 970) Es war keine Nahtoderfahrung im klassischen Sinne; die Anwesenheit Gottes hatte Hawkins individuelles Ich-Bewusstsein aufgehoben.

  • Weisheit zu erwerben ist ein schrittweiser und schmerzlicher Prozess. Nur wenige sind bereit, ihre geläufigen Ansichten, aufzugeben, selbst wenn sie unzutreffend sind. Der Widerstand gegen Veränderung oder Wachstum ist beträchtlich. Die meisten würden lieber sterben als die Glaubensüberzeugungen umzustellen, die sie an geringere Bewusstseinsebenen binden. FU Power vs. Force, S. 235
  • Eine Nahtoderfahrung ist nicht örtlich festgelegt. Man betritt einen viel großartigeren und strahlenderen Bereich [als bei AKEs]. Eine unendliche, leuchtende Liebe ist immer gegenwärtig. Es gibt ein klares Gewahrsein davon, dass man eine Offenbarung erlebt, und die Messwerte der Bewusstseinsebene zeigen einen starken Anstieg. Ein Kennzeichen dieser Erfahrung besteht darin, dass die Persönlichkeit sich verändert und Transformation eintritt. […] Häufig nimmt der Mensch danach eine ganz andere Haltung ein. Er zeigt ein geringeres Interesse an Weltlichkeit. Die Angst vor dem Tod verschwindet. Es kann sogar zu einer Verschiebung der Berufung kommen. Im Allgemeinen erlebt man eine Hinwendung zu spirituellen Themen sowie auch eine ganz deutliche Verminderung der allgemeinen Ängste überhaupt. Dies schlägt in einer größeren Friedlichkeit und Anmut zu Buche und in der Ersetzung von negativen Haltungen durch positive. Die Transformation der Persönlichkeit kann in manchen Fällen sehr tief gehen, in anderen kann man sie treffend nur als Heiligkeit beschreiben. Manche Menschen, die solche Erfahrungen hatten, werden Heiler und fühlen sich zu heilenden oder priesterlichen Berufen hingezogen. Das All-sehende Auge, S. 240
  • […] schließen Nahtod-Erfahrungen oft die Wanderung des "Selbst" durch einen Lichttunnel ein, wo man Menschen trifft, verschiedene Farben sieht und schließlich widerwillig zurückkehrt, um den physischen Körper wieder zu bewohnen. So können wir sagen, dass wir in einem physischen Körper wohnen, aber nicht ein physischer Körper sind. Es ist klar, dass der Geist, die Seele oder Energie selbst ein Bewohner dieses Körpers ist und die Tendenz hat, hineinzuschlüpfen und sich mit ihm zu verbinden und auf diese Weise seine einzigartige Identität zu verlieren. Einige Menschen machen diese Erfahrung, ihren Körper zu verlassen, zufällig oder willentlich [...]. Das All-sehende Auge, S. 326-327



Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema Nahtoderfahrungen / NDE

Personal avowal regarding Hawkins' NDE

  • The shivering stopped and was replaced by a delicious warmth. This was accompanied by a suffusion of light and a presence of infinite love, which had no beginning and no end, and which was indistinguishable from my own essence. I became oblivious of the physical body and surroundings as my awareness fused with the all present illuminated state. The mind grew silent; all thought stopped. An infinite presence was all that was or could be, and it was beyond time or description. Power vs. Force, Hay House Version, S. 10

  • Question: Can you help me to re-contextualize a near death experience when I was 12. I was in the hospital and saw myself lying in the hospital bed. I was floating above my body. I was drawn to a light. The light was loving. I went with it. It was love. I had the sense of re-experiencing my whole life, my pain and anguish, or all life times. I saw all the pain I had caused other people, for example by thinking unkind thoughts when passing them on the street. Also, I saw all the people I had loved or hurt all saying "welcome". The Love was overwhelming. A being came in front of me, but it was within me and like it was me, telling me to go back to this life. What is the meaning of it?
    Answer: What you are describing is a classic near death experience. You were the witness of a beautiful Love to the reality of Divinity you experienced. To return to that state that you are describing is why people seek enlightenment – to return to that state as a constant reality. It was a wonderful and miraculous experience. It’s life-transformative. Life will never be the same again and you become the witness to it. In Power vs. Force, there is a section where I give testimony to the reality of Divinity. All who share this and similar experiences support and transform other people. There was a book by Dr. Bernie Siegel about the near-death experience which transforms other peoples' lives. So your testimony today clarifies and verifies my own personal experience in the snow bank as a teenager. This reality is subjective. Q&A Satsang in Sedona, 10. Januar 2007
  • Near-death experiencers are all over LoC 500. Tageseminar in Chicago, 10. April 2004



Zitate aus anderen Quellen über Nahtoderfahrung

  • Hinab und Hinein in dein eigenes Inneres musst du steigen; denn dort ist der Garten, der wahre, wirkliche, von dem die Welt nur Abbild und Abglanz ist. Ihr aber rennt euch selber davon; und wenn ihr erwacht, ist es zu spät, und bleibt ihr allein und verzweifelt. Glaub mir, nur der findet Seligkeit, der vor dem Sterben schon stirbt. Dschelaleddin Rumi, Sufi-Weiser
  • Wir werden aufeinander zugehen, uns bei den Händen halten und gemeinsam aus der Hölle marschieren. Durch das Licht, Mellen-Thomas Benedict, Nahtodüberlebender
  • Was wir (nun) wissen, ist, dass die üblichen Erklärungen für Nahtodeserfahrungen nicht stimmen. […] Wenn man eine Nahtodeserfahrung macht, weiß man plötzlich – man glaubt nicht mehr –, dass es keinen Tod gibt. […] Die Patienten ohne Nahtodeserfahrung (aus der Kontrollgruppe) haben zum Beispiel eine große Angst vor dem Tod. Pim van Lommel, NTE-Forscher und Kardiologe, NL
  • [Die einzelnen Elemente einer NTE sind] eher eine universelle Erfahrung, das heißt, viele Leute haben dieselbe Erfahrung. Und alle Leute haben auch dieselben Nachwirkungen. Es handelt sich also nicht um eine […] Halluzination. Pim van Lommel, NTE-Forscher und Kardiologe, NL
  • Ich erlebe große Vorurteile und das ist äußerst schwierig, wenn jemand das [Nahtodforschung] mit Wissenschaft kombiniert. Für mich bedeutet Wissenschaft, Fragen zu stellen. Diese Leute [seine Kritiker-Kollegen] stellen jedoch keine Fragen, sondern setzen Antworten voraus. Es ist einfach nicht möglich, dass die Nahtodeserfahrung auf einer Einbildung besteht. Aber diese Erfahrung ist natürlich subjektiv. Fällt in der Wissenschaft jedoch der Begriff der Subjektivität, dann hat man ein Problem. Denn wie soll man beweisen, dass ein Gemälde schön ist? […] Für den, der die Erfahrung macht, ist es eine subjektive Realität. Pim van Lommel, NTE-Forscher und Kardiologe, NL
  • Das, was ich sehe, ist das, was ich bin. Und das, was ich bin, ist das, was ich sehe; denn es gibt nirgends Grenzen, nirgends Trennung, nirgends ein Innen und nirgends ein Außen! Was ich sehe, geschieht, und was geschieht, bin ich.

    Menschen [Mann und Frau] kommen nicht zusammen, um sich zu binden, sondern um sich gemeinsam zu erlösen! Aus zwei wird eins in Gott.

    Die mythologischen Götter und Göttinnen sind Projektionen, Spiegelungen des Kollektivs, Entsprechungen, die in Resonanz mit den Menschen sind, die sie anrufen und anbeten! Es gibt sie, weil man will, dass es sie gibt. Mario Mantese, nachhaltig verändert durch eine Nahtoderfahrung, Interview Licht der reinen Liebe, Zeitschrift Lichtfokus Nr. 9, 14. Februar 2005
  • Das, was ich sehe, ist das, was ich bin. Und das, was ich bin, ist das, was ich sehe; denn es gibt nirgends Grenzen, nirgends Trennung, nirgends ein Innen und nirgends ein Außen! Was ich sehe, geschieht, und was geschieht, bin ich. Mario Mantese, Interview Licht der reinen Liebe, Zeitschrift Lichtfokus Nr. 9 14. Februar 2005
  • Ich habe das Licht gesehen, das meine Patienten erblicken, wenn sie an die Schwelle des Todes kommen, und ich war umgeben von der unglaublichen bedingungslosen Liebe, die wir alle erleben, wenn wir uns zu dem Übergang anschicken, den wir Tod nennen. Elisabeth Kübler-Ross; sh. Link unten
  • Die verschiedenen Formen der Todes-Verleugnung haben eine gemeinsame Struktur. Das Paradoxon des Leben-im-Tod wird umgedreht in ein Leben-nach-dem-Leben, eine insgesamt bequemere und widerspruchsfreiere Behauptung. Charles Hampden-Turner, Modelle des Menschen, Beltz Verlag, Basel 1983, S. 67
  • Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind. […] Die meisten Menschen sterben, ohne je gelebt zu haben. Erich Fromm
  • Der Tod ist die Macht, über die wir keine Macht haben. Mary Chadwick, Psychoanalytikerin
  • Nichts auf dieser Welt existiert getrennt vom anderen. Von Tod zu Tod schreitet derjenige, der die Dinge getrennt sieht. Upanishaden
  • Sterben und doch weiterleben, bedeutet Unsterblichkeit. Laotse
  • Ich bin weder geboren, noch werde ich sterben. Nisargadatta Maharaj
  • Die Menschwerdung ist der Tod Gottes (Weihnachten), der Tod des Menschen ist Gottes Auferstehung (Ostern). Die Ichbildung ist der Tod des Selbstes, die Selbstfindung ist der Tod des Ichs. Thorwald Detlefsen


Index: Nahtod-Erfahrung

Englische Werke

Audio-/Video-Medien

  • Chicago Seminar, 10. April 2004


Externe Weblinks

Netzwerke, Foren, Vereine zum Thema Nahtoderfahrung



Externe Weblinks (engl.) zum Thema Nahtoderfahrung


Externe Audio-Links zum Thema Nahtoderfahrung (deutsch)


Interne Links

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