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Hawkins / SELBST

SELBST BW 600+
versus unerlöstes Selbst

Unter [BW] 600 wird das Selbst als Ego erfahren.
Über [BW] 600 wird das kleine Selbst zum SELBST der Liebe Gottes.

OU David Hawkins, Licht des Alls, S. 491

Das biblische "Ich Bin, der ich bin"-Bewusstsein schwingt auf der BW-Ebene BW 650. Das omnipräsente SELBST tritt in Aktion, nachdem sich das persönliche Ego und das persönliche Karma aufgelöst haben ab BW 600. Auf der Bewusstseinsebene 700, wo Erleuchtung erfüllt ist, tritt sichtbar nach außen.

Hawkins empfiehlt, sich fortwährend zu fragen: WAS bin ich? Hinter dem Ego- und dem Ich-Komplex, der Wahrnehmungen, Gefühlen und Gedanken verhaftet ist, enthüllt sich das Selbst und schließlich das SELBST / ICH.

Das kleine "Ich", das Paracelsus Suppenrührer nannte, schwingt vergleichsweise hohl, während das "ICH" klar und erfüllt ist. Letzteres bezeichnete Emanuel Swedenborg als Homo Maximus.

Ich-Komplex: graphische Darstellung von Freuds Modell des Es ("Id"), Ichs und Über-Ichs


Zitate von D. Hawkins zum Thema SELBST

  • Das SELBST geht über Existenz hinaus. Es ist weder Existenz noch Nicht-Existenz zugeordnet, weder Raum noch Zeit und hat weder Anfang noch Ende. Es kann nicht einmal in die Konzepte von Sein und Nichtsein eingeordnet werden. Das SELBST ist weder manifest noch nicht-manifest und außerhalb aller Dimensionen, die von solch einer Einteilung von Konzepten erfasst werden. FU Das All-sehende Auge
  • Das, was das SELBST ausmacht, ist all-seiend und vollständig, es ist überall gleichermaßen gegenwärtig. Es gibt keine Bedürfnisse, Wünsche oder Mängel, weder Unvollkommenheit noch Unstimmigkeit ist möglich und jedes Objekt steht da wie ein Kunstwerk, eine vollkommene Skulptur von Schönheit und Harmonie. Die Heiligkeit der ganzen Schöpfung bewirkt die Huldigung von jedem Ding für jedes andere. Alles ist durchtränkt von großer strahlender Pracht, und alles verharrt in Schweigen, in Ehrfurcht und Anbetung (BW 570). Die Offenbarung macht alles still in unendlichen Frieden und unendlicher Ruhe. OU Das All-sehende Auge, Prolog, Kapitel 1, S. 22
  • Das SELBST ist ALLES, WAS IST, und nichts ist unvollständig. Es gibt nichts, das man wissen müsste, und es bleiben keinerlei Fragen. Alle Ziele sind vollkommen erreicht und alle Wünsche befriedigt. Das SELBST ist frei von Wünschen und Wollen oder Streben. Es hat bereits alles aufgrund der Tatsache, dass es alles ist. ALLES, WAS IST, zu sein, schließt jeden möglichen Mangel aus, und da bleibt auch nichts zu tun übrig. Es gibt keine Gedanken, die man denken müsste. Es gibt keinen Geist, um den man sich sorgen müsste. Das SELBST-GOTT-ATMAN hat keine Bedürfnisse, es wird nicht erfreut oder enttäuscht. Es hat keine Gefühle oder Emotionen, es hat keine Glaubenssätze oder Haltungen. Die Existenz des SELBST ist mühelos. Die Quelle der Existenz selbst ist für immer frei und bedingungslos. Die strahlende Kraft GOTTES leuchtet aus dem inneren Licht von Bewusstsein selbst hervor. Dafür gibt es keine Notwendigkeit für einen Körper oder irgendeine materielle Form. Das Formlose ist der Nährboden der Form. Das SELBST ist nicht urteilend, es ist unparteilich, stets und ganz erreichbar, allgegenwärtig und alles annehmend. Das All-sehende Auge, S. 141
  • Das Selbst, das den spirituellen Willen aktiviert, ist die Heimat unbegrenzter Kraft, gegen die das Kartenhaus des Egos nicht standhalten kann. Das Selbst gleicht einem unendlich starken Magneten, der die Fähigkeit hat, die Struktur des Egos aufzulösen, wenn und sobald der spirituelle Wille seine Zustimmung dazu gegeben hat. OU Das All-sehende Auge, Kapitel 9, S. 200
  • Es gibt keine Trennung zwischen dem, was sich zu ereignen scheint, und dem SELBST. "Ursachen" werden nicht im Außen gesucht, und so genannte "Ereignisse" treten als Ergebnis dessen auf, was sich im Geist befindet. Es gibt keine Ursachen, die der Welt selbst zugeschrieben werden könnten, sondern nur solche im Bewusstsein. Das All-sehende Auge, S. 329
  • "Etwas" ist in unsere Existenz verliebt und an diese Existenz gebunden. Und man bemerkt, dass das Ego (Geist/Gemüt/Körper/Selbst) das Objekt der Liebe ist. [...] Durch Kontemplation, Nachdenken und Meditation kommt das innere Wesen unserer Identifikation nach und nach an die Oberfläche. Dann stellt man fest, dass die wirkliche Liebe zu sich selbst aus etwas hervorgeht, das größer ist als das kleine menschliche Selbst und in der Lage, dieses Selbst in seiner Ganzheit zu umfassen. Das vollständige SELBST wird in einem größeren, darunter liegenden, nicht-linearen Gewahrseinsfeld gehalten, das ständig anwesend ist. Anstatt des Inhaltes ["Etwas", "Dies" und "Das", kleines Selbst] bildet dieses bildet den Kontext. FU Licht des Alls, S. 88
  • Sobald die Hindernisse des menschlichen Denkens, der Gefühlsbestimmtheit sowie der Ego-Strukturen, aus denen diese sich ableiten, überwunden sind, strahlt das SELBST als der innewohnende GOTT aus solch einem Menschen hervor, gerade so, wie die Sonne hervorleuchtet, wenn die Wolken verschwunden sind. Licht des Alls, S. 236
  • Es ist völlig gefahrlos, das kleine Selbst dem SELBST zu überantworten. Die bedingungslose Liebe des SELBST für das Selbst ist die Garantie für Gnade. Das All-sehende Auge, S. 142
  • Das Gefühl von "Ich" wird vom höheren SELBST als eigenes übernommen. Das vollzieht sich jenseits von Willensentscheidung und strahlt aus seinem eigenen Wesen aus. Die An-Wesenheit ist die Offenbarung dessen, was das Gefühl von SELBST als das ursprüngliche ICH ermöglicht. Sie ist die Grundlage für alle Subjektivität. Auf der reflektierenden Oberfläche gibt es weder Subjekt noch Objekt. Die Wirklichkeit, welche die eigentliche Quelle von Existenz ist, unterliegt dieser Existenz nicht als Objekt. Ihr eigener Kern ist das Nicht-Manifeste, aus welchem Existenz und Leben hervorgehen. Licht des Alls, S. 404f
  • Beide, sowohl der Heilige (BW 580+) als auch der Weise (BW 700+), haben kein Interesse an Überleben, weil das SELBST ewig und jenseits aller Formen ist. Diese "göttliche Gleichgültigkeit" erscheint anderen als verwirrend. OU Licht des Alls, S. 445
  • Das "ICH" des SELBST ist das Auge GOTTES, das die sich als Jetzt entfaltende Schöpfung beobachtet. Das All-sehende Auge, S. 31


Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema SELBST – SELF/Infinite I

  • What the people in the world actually want is the recognition of who they really are on the highest level, to see that the same Self radiates forth within everyone, heals their feeling of separation, and brings about a feeling of peace. To bring peace and joy to others is the gift of the benevolence of the Presence. Eye of the I, S. 91
  • Question: What is the 'I'?
    Answer: The "Infinite I" is that subjective reality which underlies the individual "I" and allows for the experience of 'I-ness" as one's existence. It is the 'absolute' that enables the statement "I". It might be said that Descartes had it backwards. The truth is not "I think therefore I am" but it's corollary, "I am therefore I think". Eye of the I, S. 177
  • The Self can be pictured as a space which is essentially clear of form. Eye of the I, S. 123
  • Illumination refers to those spiritual states [...] experienced as inner light. This is the light of awareness, the radiance of the Self which emanates as a profound lovingness. Eye of the I, S. 30 (half way down)
  • Question: Why the word "Self"?
    Answer: The experience of the Presence is radically and profoundly subjective. It is commonly presumed by the mind that God is 'elsewhere', namely, above, beyond, transcendent, in heaven, or somewhere back in history or in the future. Traditionally, however, God is described as both transcendent and immanent. The term "Self" emphasizes that God is discovered within as the ultimate reality that underlies one's actual existence in the 'here and now' (e.g., "Heaven is within you.").
    The Buddha is said to have avoided using the term "God" because of the prevalence of misconceptions surrounding it. He wanted to avoid all the limitations that that conceptualization confounds. The Self as Awareness is often referred to in literature as Light. As recounted in Genesis, the Unmanifest became Manifest first as Light, which was the radiance of the energy of God that took form as the universe.
    The term "Self" also overcomes the dualistic notion that one is separated from God. Historically, the picture that there is a sinner down here on Earth and there is a God up there somewhere in heaven is the viewpoint of the ego. Thus, to most people, the term "God" implies "otherness." However, there is no separation in the Allness of Creation, so it is impossible for the created to be separate from the Creator. Enlightenment is therefore the revelation of the Self when the illusion of the reality of a separate self is removed.
    The constant awareness of one's existence as 'I' is the ever present expression of the innate divinity of the Self. This is a universal, constant experience that is purely subjective and of which no proof is possible or necessary. The 'I' of the Self is the expression of Divinity as Awareness which is therefore beyond time and form. The truth of this identity is obscured by the duality created by perception and disappears when all positionalities are relinquished. I. Reality and Subjectivity, S. 128-129
  • Question: Reality is self-revealing when the ego is removed. How can that be accomplished?
    Answer: There are several simple things. First, accept the fact that the real you is not the mind or anything it believes in or feels. Disengage by seeing that it is an impressive mechanism but not your real Self. Refer to the mind as an 'it' instead of as 'me'. The real 'you' is a priori to the mind. The real Self is context. |. Reality and Subjectivity, S. 309
  • Ask "How am I aware or even know that I exist?" That question is the best that can be acted upon for it leads directly and nonverbally to the ever present Reality. Identify with that quality, capacity, or condition of ever present subjectivity which is experienced as an underlying awareness. It is consciousness itself. Identify with that consciousness instead of with the 'what' it is consicous about. That is the direct route to the Self. It is actually the only practice that leads directly through the doorway. There is nothing to know, to learn, or to remember. It is merely necessary to focus, fixate, meditate, contemplate, look at, and realize that the substrate and source of existence is the radical subjectivity of the Presence of God as the Light of Consciousness. I. Reality and Subjectivity
  • While consciousness level 600 formally denotes the onset of the states classically known as Illumination/Enlightenment, Realization of the Self is characteristic of the consciousness level of the 700s. In the mid 800s, there is the obstacle of the illusion of the Void to be bypassed, and then, with the actual death of the limitations of context the splendor of full enlightenment bursts forth. Transcending Levels of Consciousness, Teil 3, Übersicht, S. 243
  • Humor bridges the gap between res interna (cogitans) and res externa (the world the way it is). Therefore, it forms a striking contrast between what the mind perceives or believes and the essence of the underlying reality. Humor thus exposes the ego's self-serving deceptions. [...] It unmasks the ego, thereby decreasing its dominance. It leads away from the self to the Self. Transcending Levels of Consciousness, S. 361-364


Zitate von anderen Quellen zum Thema SELBST

  • Denn ich habe nicht von mir selbst aus geredet, sondern der Vater [SELBST], der mich gesandt hat, der hat mir Auftrag gegeben, was ich sagen und was ich reden soll, und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben bedeutet. Was ich also rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat. Jesus BW 1000, Johannes 12, 49 (NT)
  • Lebe in der Welt und stütze dich allein auf das Selbst als Grund; stütze dich nicht auf Dinge, sei frei von allen Dingen. Buddha Shakyamuni
  • Die Frage "Wer bin ich?" ist die einzige Methode, allem Elend ein Ende zu setzen und höchste Glückseligkeit einzuleiten. Ramana Maharishi (BW 720)
    • Nur durch die Frage, Wer bin ich?" gibt der Verstand das Intellektualisieren auf. Wie der Stock, mit dem man ein Feuer schürt, selbst verbrennt, so löst sich am Ende die Frage Wer bin ich?" auf und führt zurück zu der Quelle des SELBST. Ramana Maharshi, Hinweis auf den spontanen SELBST-Findungsprozess
  • Gib alle Fragen auf, außer der einen: Wer bin ich? Nisargadatta Maharaj [BW 720]
  • Das biblische "Ich bin" hat eigentlich ein Fragezeichen hinter sich. "Ich bin - was bin ich?" Also ist die Schöpfung Gottes das Unternehmen, sein Selbst auf alle erdenkliche Weise zu erforschen, wobei er jeden von uns bei dieser SELBSTerforschung auf ewige Zeit einsetzt. Mellen-Thomas Benedict, Durch das Licht
  • Alle diese Eigenschaften wie Lächerlichkeit, Gemeinheit, Dummheit, Lügenhaftigkeit und diese abscheuliche Eigenliebe kannte ich nur zu gut aus mir selbst, das heißt aus jener Persönlichkeit Nr. 1, dem Schuljungen von 1890.
    Daneben gab es jedoch einen Bereich, wie einen Tempel, in dem jeder Eintretende gewandelt wurde. Von der Anschauung des Weltganzen überwältigt und seiner selbst vergessend konnte er nur noch wundern und bewundern. Hier lebte “der Andere”, der Gott als ein heimliches, persönliches und zugleich überpersönliches Geheimnis kannte. Hier trennte nichts den Menschen von Gott. Ja, es war, wie wenn der menschliche Geist zugleich mit Gott auf die Schöpfung blickte. Carl Gustav Jung und Aniela Jaffe, Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung, Autobiografie von C. G. Jung, Juni 2006
  • Die Frage "Wer bin ich?" kann nicht von dem beantwortet werden, der sie stellt. Om C. Parkin
  • Das SELBST ist das Leben und die einzige Wirklichkeit, und wer in das Selbst eingeweiht ist, was soviel bedeutet, dass er-sie-es sich selbst vollkommen erkannt hat, liebt alles und alle gleich, denn er-sie-es ist eins mit ihnen. Elisabeth Haich, Einweihung
  • Das kleine Ich sucht sich durch äußere Bestätigung, äußere Besitztümer und äußere Liebe zu erhöhen. Das SELBST, das GOTT erschaffen hat, braucht nichts. Es ist auf ewig vollständig, sicher, geliebt und liebend. Es sucht mit anderen zu teilen, statt zu bekommen; sich auszudehnen, statt zu projizieren. Es hat keine Bedürfnisse und will sich nur aus dem gegenseitigen Bewusstsein der Fülle heraus mit anderen verbinden. Ein Kurs in Wundern, Vorwort zu Ein Kurs in Wundern
  • Wenn du heilst, dann ist es genau dies, was du lernst. Du erfasst den unveränderbaren Geist in deinem Bruder, indem dir klar wird, dass er nicht anderen Geistes geworden sein kann. Auf diese Weise nimmst du den HEILIGEN GEIST in ihm wahr. Es ist allein der HEILIGE GEIST in ihm, DER niemals anderen GEISTES wird. Er selbst mag meinen, er könne es, sonst würde er sich nicht als krank wahrnehmen. Daher erkennt er nicht, was sein SELBST ist. Wenn du nur das Unveränderbare in ihm siehst, hast du ihn nicht wirklich verändert. Dadurch, dass du dein Denken über seinen Geist für ihn änderst, hilfst du ihm die Änderung aufzuheben, die sein Ego in ihm herbeigeführt zu haben glaubt. Ein Kurs in Wundern, Textbuch, S.121
  • Das Selbst muss gebrochen werden, damit ein Selbst werden kann. Soeren Kierkegaard
  • Das Selbst ist das Leben und die einzige Wirklichkeit, und wer in das Selbst eingeweiht ist, was soviel bedeutet, dass er-sie-es sich selbst vollkommen erkannt hat, liebt alles und alle gleich, denn er-sie-es ist eins mit ihnen. Elisabeth Haich, Einweihung
  • Das falsche Ich können wir erfahren. Wir suchen es in den fünf Skandhas. Wenn wir es durchschauen, verschwindet es einfach. Und die Kraft, die darin gebunden war, fließt in positive Bereiche. Das wahre Ich ist das Selbst, die Natur des Geistes. Es ist jenseits von Gedanken und Vorstellungen, selig, rein und unwandelbar. Wir können es nie erfahren und beobachten. Dieses Selbst kann man nicht sehen. Es ist das einzige Selbst, aber es ist nicht „ich“. Rigdzin Shikpo, Meditationen, S. 20, edition tara libre, Berlin-Jütchendorf, 2002

Die kartesianische Formel Ich denke, also bin ich.

  • Nein, nicht ich denke, sondern ES denkt in mir, und dem, was wir 'ich' nennen, wird nur das Resultat bewusst, ein winziger Bruchteil dessen, was 'es' wahrgenommen und verarbeitet hat. Tor Noerretranders, Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins, Rowohlt Verlag, 1997
    Noerretranders sieht ES als SELBST.
  • Wir haben die besten 'Auftritte', wenn wir unserem Selbst freien Lauf lassen, wenn wir gerade nicht versuchen, es durch das Ich zu kontrollieren. Tor Noerretranders, Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins, Rowohlt Verlag, 1997


Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema SELBST / SELF


Externe Weblinks zum Thema SELBST

  • Wikipedia-Einträge Seele, Selbst
  • Ich Bin-Gegenwart (Stichwort)


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