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Hawkins / Selbst

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Selbst – Persönlichkeitsstruktur
BW 1 bis BW 599+


 


 

1.   Selbst – Das persönliche Ich


Santa Cecilia (1615-20) Künstler Matteo Rosselli

Das Selbst umfasst die Idee des persönlichen Ichs und die Vorstellung, man sei der Eigentümer und Erschaffende der Persönlichkeit. Hingegen befindet sich das SELBST im nichtdualistischen Bereich ab BW 600; eine seiner Ausdrucksweisen ist das "Ich-Bin"-Bewusstsein [BW 650].

 

Ich-Komplex: graphische Darstellung von Freuds Modell des Es ("Id" ), Ichs und Über-Ichs

2.   Zitate zum Thema Selbst und Persona / Self

2.1   Zitate von D. Hawkins

Persönliches Zeugnis

  • Anmerkung eines Seminarteilnehmers: Sie sind der großherzigste Lehrer, der mir begegnet ist.
    David Hawkins Antwort: Es gibt kein Ich, nur einen Zustand, der fortbesteht. Ginge es nach mir, so wäre ich geizig. Sedona Seminar Thought and Ideation, 28. Februar 2004

 

  • Was ist für die scheinbare Verzögerung dieses unausweichlichen Schicksals verantwortlich? Das scheint die Anziehungskraft derjenigen Energiefelder zu sein, die wir als "Macht" oder Illusion und Falschheit herausgearbeitet haben. Im Mittelpunkt dieser Anziehung stehen die Identifikation des Selbst mit dem Körper und die daraus folgenden Überlebensängste. Der Tod wird dann als das Ende des Lebens gefürchtet und als wirklich existierende, mögliche Realität wahrgenommen, die eine vorgestellte, Furcht einflößende Existenz besitzt. Das All-sehende Auge, S. 105

 

  • Einzig und allein notwendig ist es darum, sich von der Idee zu verabschieden, man sei Eigentümer und Urheber, und die Enttäuschung zu ertragen, dass man dieses Selbst erfunden oder erschaffen hat und jetzt feststellt, dass es ein Fehler war. Es ist auch offensichtlich, dass dies ein sehr natürlicher und unvermeidbarer Fehler war. Jedermann macht ihn, und nur wenige entdecken den Irrtum und sind willens oder fähig, ihn zu korrigieren. Das All-sehende Auge, S. 138

 

  • Durch innere Beobachtung kann man unterscheiden, dass die Persönlichkeit ein System von angelernten Antworten darstellt und die Persona nicht das wirkliche "ICH" ist. Das wirkliche "ICH" liegt dahinter und geht darüber hinaus. Man ist Zeuge dieser Persönlichkeit, und es gibt überhaupt keinen Grund, warum man sich mit ihr identifizieren sollte. Sobald das wirkliche SELBST als das wahre "ICH" auftaucht, geht die Persönlichkeit nach einer gewissen Anpassungszeit sofort in die Interaktion mit der Welt, welche keinen Unterschied zu bemerken scheint. Die Persönlichkeit ist weiterhin eine Art Unterhaltung und oft komisch und wird, wie auch der Körper, irgendwie etwas Neues. Statt "Ich" sein zu wollen, wird die Persona zu einem "Es", das sozusagen von seinem eigenen Generator betrieben wird. Dieses Es hat seine Angewohnheiten, seinen Lebensstil, seine Vorlieben und Abneigungen, aber diese haben nicht länger irgendeine reale Bedeutung oder Wichtigkeit, und sie haben insbesondere keine Folgen in Bezug auf Glücklich- oder Unglücklich-Sein. Gleichermaßen bleibt ein Anflug von gewöhnlichen menschlichen Emotionen, die kommen und gehen, aber keinerlei Kraft oder Einfluss mehr haben, da sie nicht länger als "meine" der Identifikation oder Besitzeranspruch unterliegen. FU Das All-sehende Auge, S. 144

 

  • Hilfreich ist die Erkenntnis, dass Geist/Gemüt nicht "Ich" ist. Er ist eine Unverschämtheit. Er ist verführerisch, er versucht, dich davon zu überzeugen, dass du er bist. Die Identifikation mit dem Körper überwindet man nicht, indem man den Körper zerstört. Ebenso wird die Identifikation mit dem Geist nicht durch Zerstörung des Geist/Gemütes überwunden. Wenn weder der Körper, noch der Geist, das wirkliche Selbst sind, braucht man sie auch weder zu zerstören noch zu besiegen oder gegen sie zu kämpfen. Gedanken steigen aus sich selbst auf und nicht, weil sie von irgendwem oder irgendetwas hervorgerufen werden. Das All-sehende Auge, S. 185

 

  • Wenn wir die täglichen Aktivitäten der meisten Erwachsenen beobachten, stellen wir fest, dass nichts wirklich verändert wurde. Diese Feststellung ist hilfreich für mitfühlendes Verständnis und nicht für Verurteilung. Dickköpfigkeit und Opposition, die charakteristische Eigenschaften des Zweijährigen sind, beherrschen die Persönlichkeiten bis weit ins hohe Alter. Gelegentlich gelingt es den Menschen, in ihrer Persönlichkeit von der Kindheit in die Jugend vorzuschreiten und eine endlose Suche nach Nervenkitzel und Herausforderung des Schicksals zu inszenieren. Sie beschäftigen sich mit dem Körper, Muskeln, Flirt, Beliebtheit, romantischen und sexuellen Eroberungen. Sie haben eine Tendenz, niedlich, schüchtern, verführerisch, glänzend, heroisch, tragisch, theatralisch, dramatisch und schauspielernd zu werden. Wiederum ist dies der Eindruck des Kindes von Jugend, was hier ausagiert wird. Das innere Kind ist naiv und beeindruckbar, leicht programmierbar, leicht zu verführen und zu manipulieren. Das All-sehende Auge, S. 209f

3.   Zitate (engl.) von D. Hawkins

Personal avowals

  • Self is my reality; self is only my temporary expression in this domain. Prescott Seminar Happiness, 25. April 2009
  • The fear of loss of self-identity brings up resistance. As we get closer to the discovery of the source of the ego's tenacity, we make the amazing critical discovery that we are enamored with our self. I. Reality and Subjectivity, S. 40

 

  • It is a hinderance to consider that there is a personal self or an 'I' or an ego that is doing the striving or seeking or which will become enlightened. It is much easier to realize there is no such thing as the ego or an 'I' identity that is doing any seeking, but instead, it is an impersonal aspect  of consciousness that is doing the exploring and seeking. The Eye of the I, S. 36

 

  • Throughout eons, consciousness has evolved as the 'soul'. It reincarnates in a successive series of lifetimes, physical or otherwise, which are recorded in the awareness level of consciousness as karma. The interaction of the karmic patterns with the totality of the universe is expressed as the details of an identified lifetime. Once the nonlinear Reality becomes manifested as existence, consciousness identifies with the form as the locus of 'I" of a seemingly separate individual.This self claims authorship and believes it is the source of its own existence. As the consciousness of the soul evolves, it eventually seeks to identify and reunite with its true source. Like an orphan who searches for its parents, the orphaned ego/self longs to return to a home but has lost the way. I. Reality and Subjectivity, S. 273

 

  • While the self may occasionally feel confused or discordant, the Self always knows exactly where 'you' are because the reality is always within the Province of God. It is not possible to be lost, although on occasion a devotee may feel lost. The problem is not the condition itself but the fear of losing control and familiarity. Discovery of the Presence of God, S. 241

 

  • Question: Wouldn't that leave one without a personal identity?
    Answer: Yes, that would leave one with a question of "Who or what am I, really?" The old dictum "Know thyself" is misleading because, to most people, it means to simply know the contents of the ego in greater detail. I. Subjectivity and Reality, S. 309

 

  • By internal observation, one can differentiate that the personality is a system of learned responses and the persona is not the real "I". The real "I" lies behind and beyond it. One is the witness of that personality, and there is no reason one has to identify with it at all. The Eye of the I, S. 90

3.1   Zitate von anderen Quellen

  • Seit meiner frühesten Kindheit verdanke ich den Frauen, was ich mein »Selbst« nenne. Die Frauen haben mir die Augen geöffnet und meine Seele entsiegelt. Ohne die Frau-Mutter, die Frau-Schwester und die Frau-Freundin hätte ich wie manch anderer nur die Bequemlichkeit gesucht und dabei mein Leben verschlafen. Khalil Gibran

 

  • Hinter deinen Gedanken und Gefühlen steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser – der heißt Selbst. In deinem Leibe wohnt er, dein Leib ist er. Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph

 

  • Das Selbst muss gebrochen werden, damit ein Selbst werden kann. Soeren Kierkegaard, dänischer Philosoph

 

  • In seiner Suche nach Sein strebt der Gemeine oder das falsche Selbst nach den Freuden des wahren Selbst, aber es irrt sich, was die Quelle dieser Freuden angeht. Es glaubt, Freude selbst erschaffen zu können, und um sein Begehren zu erfüllen, stürmt es ehrgeizig nach vorn und opfert dabei seine Würde und Selbstachtung. Carol K. Anthony, Meditationen zum I Ging, S. 142, Diederichs Verlag, München, 1993

3.2   Zitate (engl.) von anderen Quellen

  • There once was a man who said though,
    It seems that I know that I know,
    What I'd like to see,
    Is the I that knows me,
    When I know that I know that I know.
    Alan Watts (1915-1973) [LoC 485] British religious philosopher, minister, Zen expert

 

  • The happiness of solitude is not found in retreats. It may be had even in busy centres. Happiness is not to be sought in solitude or in busy centres. It is in the Self. Sri Ramana Maharshi

 

  • All that we do now must be done in a sacred manner and in celebration because we are the ones we have been waiting for. The Elders Oraibi, Arizona Hopi Nation

4.   Englische Texte – English section on Self

4.1   Research

Kaipeng Peng, associate professor of psychology, UC Berkeley, concludes that there's really no stable self. Human identities are a product of situations, and multiple truths, even contradictory ones that seem plausible.

5.   Index: Selbst – Verstand/Gemüt, Ego / Self – Bücher von D. Hawkins

Englische Werke

5.1   Index: Audio- und Videomedien (engl.) von und mit D. Hawkins

  • Sedona Seminar The Ego and The Self, 6 Teile, Dezember 2004
  • Sedona Seminar Causality. The Ego’s Foundation, 6 Teile, Januar 2002

 

6.   Links zum Thema Selbst und Persona / Self

6.1   Externe Weblinks


6.2   Externe Weblinks (engl.)


6.3   Audio- und Videolinks

6.4   Audio- und Videolinks (engl.)

  • TV documentary by Adam Curtis, The Century Of The Self, part 1 of 4, presented by BBB.Co.UK, Google video, 58:25 minutes, 14. August 2006
    • part 2 of 4,
    • part 3 of 4,
    • part 4 of 4,
      Adam Curtis: "This series is about how those in power have used Freud's theories to try and control the dangerous crowd in an age of mass democracy."
  • Alan Watts and Michael Tsarion, Teachings On The True Nature Of Self, YouTube film, 10 minutes duration, posted August 2008

 

6.5   Interne Links

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