Es gibt kein "Sterben".
Sterben und Tod sind Illusionen.
Das Leben hat – ebenso wie Wahrheit – kein Gegenteil.
David R. Hawkins
Die Menschen schlafen solange sie leben.
Erst in ihrer Todesstunde erwachen sie.
Anfangszeilen eines Gedichts zu 1001 Nacht (15. Nacht)
Schwarzes Loch, Entwurf von NASA
Thema Tod in Deutschland – Statistik
Gut zwei Drittel Deutsche fliehen den Tod, drei Fünftel der Deutschen glauben, dass es kein Weiterleben nach dem Tod gibt.
Der Pressemitteilung zur Studie Spiritualität in Deutschland der Identity Foundation in Düsseldorf, April 2007, ist zu entnehmen, wie Deutsche mit dem Tod umgehen. Im März 2006 wurden 1.000 Interviewpartner auch zu ihrem Verhältnis zum Tod befragt:
- 68,4 % sagen: Über den Tod soll man nicht nachdenken.
- 60,7 % glauben: Mit dem Tod ist alles aus.
- 31,1 % denken öfters über den Tod nach.
- 26,6 % hilft ihr Glauben, den Tod nicht zu fürchten.

Was man im alltäglichen Sprachgebrauch mit "Sterben" bezeichnet, ist in Wirklichkeit - aus der Sicht des erweiterten Bewusstseins gesehen - eine Veränderung der Form. Wir verlassen den aktuellen physischen Körper und wechseln in eine andere Daseinsform über.
Wenn Hawkins sagt, dass Sterben und Tod nicht existiert bzw. keine Realität ist, spricht er aus der Schau eines Weisen. Für die überwiegende Mehrheit der Menschheit, die sich auf Ebenen unterhalb von BW 600 bewegt, existiert Sterben und Tod sehr wohl, da das Ego als "Ich-Instanz" und damit zwangsläufig verbunden dualisitische Denkschemata des Opfer-Täter-Denkmodells und der Kausalität noch nicht überwunden sind.
Tod des Egos
Der einzig wirkliche Tod ist der Moment, wo das Ego stirbt und sich in der göttlichen An-Wesenheit auflöst. Dies geschieht laut Hawkins bei der Überschreitung bestimmter Schwellen.
- Die erste wichtige Schwelle ist der Übergang in den 600er Bereich, wobei das "grobe" Ego stirbt.
- Ungeachtet dessen bleiben Reste und "Erinnerungsmuster" des Egos noch bestehen. Zum Vorschein kommt dann die perfidere Form des Egos, das spirituelle Ego. Das Spirituelle Ego ist das Gefährlichste, was es gibt auf dem Planeten. Als zweite wesentliche Schwelle gibt Hawkins den Bereich um 850 an, wo das „Zerplatzens des Egos” stattfindet. Die jeweiligen Auflösungsstufen des Egos sind offensichtlich mit starken Verlust-/Todesängsten verbunden. Auch bei diesen Ängsten kontert er: Die Angst ist unbegründet, man braucht keine Angst haben, auch nicht vor dem Egotod.
- Zur dritten Schwelle der Egoauflösung sagt Hawkins: Das Ego stirbt endgültig bei einem Bewusstseinswert von 975. Sedona Seminar Perception vs. Essence, 22. April 2006
Drei Arten von Ego-Tod nach D. Hawkins
| No. | BW- Ebene | AUFLÖSUNG des | Quellen |
| I | 600 | Gewöhnlichen 'persönlichen' Egos Hierbei vergeht die Identifikation mit dem eigenen Körper / Verstand / Ego / Karma. | mehrere Quellen bzgl. des Sprungs in die Erleuchtung |
| II | 850 | Spirituellen Egos sowie der Bande des kollektiven Unbewussten Auflösung der Identifikation mit dem Menschsein an sich und mit dem menschlichen sowie dem kollektiv unbewussten Kontext des Lebens. | Buch 5E, Kapitel 18 BW 700-850, S. 298 |
| III | 975 | Endgültiger Ego-Tod, wobei das Leben selbst hingegeben wird Das Leben selbst ist der Egokern als Realität. | Sedona Seminar Perception vs. Essence, 22. April 2006 |
Todeszeitpunkt
Der exakte Zeitpunkt des körperlichen Todes
liegt bereits bei der Geburt fest. The Eye of the I, S. 387
Diese ungewöhnlich anmutende Aussage hat Hawkins bei vielen Gelegenheiten vor Publikum kinesiologisch bestätigt gefunden - jedesmal mit dem gleichen Ergebnis. Er merkt an, dass die Menschen sehr wohl beeinflussen, in welcher Verfassung sie diesen Zeitpunkt erreichen. Es ist nicht festgelegt, WIE wir die Zeit davor verbringen (ggf. krank, gesund, arm usw.). Hawkins gibt in einem Vortrag bei IONS das Beispiel eines Selbstmordversuchs an: Der festgelegte Todeszeitpunkt war noch nicht gekommen, der Selbstmörder hat seinen Tötungsversuch überlebt und starb dann zu "seinem" festgesetzten Zeitpunkt 14 Tage später an den Folgen des Versuchs.
Dein Überleben hängt vom Feld ab; und das Feld signalisiert 'Beschaff' dir einen Radarempfänger'.
Diese Empfehlung spricht Hawkins auf einem CD-Vortrag aus. Wer sich von gefährlichen Sportarten fernhält, ist gut beraten, denn so steigen die Chancen, nicht aus Unachtsamkeit vor dem gesetzten Todeszeitpunkt zu sterben. Hawkins erfuhr durch kinesiologische Muskeltests, dass der Mensch in den wach-bewussten Phasen nur etwa 3/4 der Zeit "voll da" ist, denn zu 24 % schwenkt das Bewusstsein auf einen Stand-by-Zustand. In solchen Phasen können Unfälle geschehen, das heißt, man stirbt vor der Zeit. Dennoch sagt Hawkins auch:
Es gibt keine Zufälle.
D. Hawkins zu Tötungen und zur Todesstrafe
Alle Staaten Europas haben sich gegen die Todesstrafe ausgesprochen. Die Reflektion, dass Kapitalverbrecher, ein Recht auf Weiterleben haben, ist Ausdruck des Herangehens an Grundfragen des Homo Spiritus.
In einer Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren 2000/2001 sprachen sich 79 % der Befragten für die Todesstrafe aus. Dies ist so, obwohl es allen spirituellen Lehren direkt ins Gesicht schlägt. Zusätzlich zeigen jetzt veröffentlichte Studien, dass die Selbstmordraten in den Staaten, die noch immer Todesstrafen vollstrecken, am höchsten sind und am niedrigsten in den Staaten, die sie eingestellt haben. Diese Auffassung [Pro-Haltung für Todesstrafe] findet sich in einer Gesellschaft, die in zunehmenden Maß über die Häufigkeit aufgeklärt wurde, mit der unschuldige Menschen in solcher Zahl hingerichtet wurden, dass Gouverneure [in manchen Bundesländern der USA] eine Aussetzung der Todesstrafe verhängten.
- Obwohl die historische Tendenz besteht, bestimmte Führer für [...] Katastrophen verantwortlich zu machen, können sie in Wirklichkeit keinen Erfolg haben, ohne die Unterstützung der Massen, die, wenn ihre Messwerte unter 200 liegen, für verzerrte Konzepte, Slogans, Propaganda und Massenprogrammierung durch Hass, Rachsucht, Stolz, Ärger und Habgier anfällig sind.
- Eine Gesellschaft, die die Todesstrafe duldet, wird stets ein Problem mit Mord haben. Beide (Vollzugsbeamte der Todesstrafe und Mörder) sind das Ergebnis derselben Wahrnehmungsebene. Auch der Mörder betrachtet die Tötung des Opfers als berechtigte Ausnahme.
- A society which condones capital punishment will always have a problem with murder. Both are products of the same level of perception. To the murderer, the killing of the victim is also a justifiable exception.
- Eine Gesellschaft, die das Töten unterstützt, sei es im Krieg, durch die Polizei oder im Strafvollzug ist außerstande, zur gleichen Zeit das "kriminelle" Töten (Morden) zu beenden. Töten ist töten ist töten; dieser Tatsache entkommt man nicht. Die Entscheidung, ob man tötet oder nicht, ist eine grundlegende Frage auf dem Weg zu echter göttlicher Wirkmacht.
- A society which supports killing, whether in war, by the police or by the penal system, cannot at the same time effectively stop "criminal" killing. To kill is to kill is to kill; there is no escaping the fact. The decision to kill or not is a basic issue on the path to real power.
- Wenn es falsch ist, einen anderen Menschen umzubringen, darf es von diesem Prinzip keine Ausnahme geben, ganz gleich [...] wie die Ausnahme gerechtfertigt wird. So wird in einer Gesellschaft, die die Todesstrafe zulässt, Mord immer ein Problem sein. Töten bedeutet töten bedeutet töten und von dieser Tatsache gibt es kein Entrinnen. OU Das All-sehende Auge, S. 251
- Die Bewusstseinsebene von US-Amerika liegt derzeit [2000/2001] bei 425 [um 2003 fiel der BW der USA auf 421]. Die Bewusstseinsebene, welche die Todesstrafe unterstützt, ist historisch gesehen mit der Milz verbunden, die als Sitz von Hass, Rachsucht, Grausamkeit und Vergeltung angesehen wird, welche interessanterweise auf der derselben Ebene liegen wie Mord selbst. Somit sind die Konsequenzen/Eindrücke von Mord im Bewusstseinsfeld offensichtlich dieselben, einerlei, ob der Angeklagte für unschuldig oder schuldig befunden wird. Das All-sehende Auge, S. 428/429
Zitate von D. Hawkins zum Thema Tod, Todesstrafe und Leben nach dem Tod
Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema
Tod, Todesstrafe und Leben nach dem Tod
- When 'life' leaves the physical body, we can still track its presence and state and ascertain that the life of the life energy goes right on, uninterrupted. Life itself is not subject to death. If we track the life energy as it leaves the body, we note that it continues on at its calibratable level, the same as before. The human imagination assumes, of course, that it goes 'elsewhere'. In Reality, there is no 'elsewhere'. Outside time, location, and temporality, there is neither 'now' or 'then'. If the ego still predominates, the soul will think it is 'located' in a specific realm in accordance with its calibratable level of consciousness. It will therefore 'find' and experience its own definition of reality in a nonphysical realm. I. Reality and Subjectivity, S. ?
- If the ego still predominates, the soul will think it is 'located' in a specific realm in accordance with its calibratable level of consciousness. It will therefore 'find' and experience its own definition of reality in a nonphysical realm. I. Reality and Subjectivity, S. 266
- The innate qualities of Divinity are mercy and compassion. There are no favors to be sought. It is only necessary to accept that which already exists as a given. Grace can be accepted or denied. An individual soul may deny acceptance because it does not feel it deserves it. I. Reality and Subjectivity, S. 268
- Survival fear is eliminated by the knowledge that one's ongoing survival is already determined and guaranteed by the Self and one's karmic inheritance. The exact time of death was already set at birth. (This statements tests "true" with kinesiology.) Realize also that no 'accidents' are possible in the universe. I. Reality and Subjectivity, S. 200
- There is already a calibratable level of consciousness at the time of one's birth, and at the same time of birth, the exact time of bodily death is already preset. Although the time of bodily death is already set at birth, the means is not predetermined. Truth vs. Falsehood, S. 51
- The consciousness level which supports the death penalty is below 200 and is historically associated with the "spleen", considered the seed of hatred, vindictiveness, cruelty and revenge. The Eye of the I, S. 311
- Our unforgiving American society, for instance, scorns its victims in the press and metes out punishments [death penalty] that have never been demonstrated to have any deterrent or corrective value. Power vs. Force, S. 77
- Death is actually only the leaving of the body. The sense of identity is, however, unbroken. The state of 'me' (self) is constant and continues after it separates from the physical expiration, that is there has to be a 'who' that goes on to heaven or other realms or chooses to reincarnate. (This statement also calibrates at 1,000). Reality, Spirituality and Modern Man, S. 283-284
- One of the quickest ways to God is to face sudden death. Survivors of catastrophes will almost always say that they prayed. Sedona Seminar Transcending Obstacles, September 2005
- Death is not a possibility. For it to be a possibility, God would have to be subject to the possibility of death. Sedona Seminar Transcending Obstacles, September 2005
- Surrender the fear of death to God and the whole stack of fears collapse. When you have no fear of death, you are fearless. Sedona Seminar Transcending Obstacles, September 2005
- The time of our death is already determined at the time of our birth (not the means, but the moment). Seminar in Houston, Texas, The Realization of the Presence of God, Samstag, 11. Oktober 2003
- If we ever experience ourselves as dying, let it happen. There is only one death possible – the death of that which you believe is you. This is the last thing we surrender – our lives. Commitment to God must be absolute, extreme. Then all eternity stands forth in all its radiance. Houston, Texas, Seminar The Realization of the Presence of God, Samstag, 11. Oktober 2003
- Most fears are subtle or hidden fears about physical death. Sedona Satsang Q&A, 15. März 2006
- Either you live by the sword of truth or you die by the sword of steel. Sedona Seminar Vision, bereit gestellt von Consciousnessproject.org, 25. Februar 2005
Zitate von anderen Quellen zum Thema Tod / Töten, Todesstrafe und Leben nach dem Tod
- „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90, 12 (AT)
- Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Hebräerbrief 9, 27 (NT)
- Tod ist sicher, und sein Zeitpunkt ist ungewiss. Alles, was geboren wird, stirbt. Jede Begegnung endet mit Trennung. Es gibt keine letztendliche Sicherheit und Zufriedenheit in dem, was vergeht. Auf Aufstieg folgt Abstieg. Tibetische Weisheit
- Wenn einer stirbt, nicht das allein ist Tod, wenn einer lebt und es nicht weiß, auch das ist Tod! Rainer Maria Rilke, deutscher Lyriker
- Ich tausche nur die Räume, ich bin in euch und geh' durch eure Träume. Michelangelo
- Was heißt Sterben anderes, als nackt im Wind zu stehen und in der Sonne zu schmelzen? Und was heißt "nicht mehr atmen" anderes, als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien, damit er emporsteigt und ungehindert Gott suchen kann? Khalil Gibran, Der Prophet
Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema Tod / Töten und Leben nach dem Tod
- If you look into the living process closely, you will find cruelty everywhere, for life feeds on life. This is a fact, but it does not make you feel guilty of being alive. You began a life of cruelty by giving your mother endless trouble. To the last day of your life you will compete for food clothing, shelter, holding on to your body, fighting for its needs, wanting it to be secure, in a world of insecurity and death. From the animal's point of view being killed is not the worst form of dying; surely preferable to sickness and senile decay. The cruelty lies in the motive not in the fact. Killing hurts the killer, not the killed. Nisargadatta Maharaj, I Am That
- It is a state of pure awareness, beyond the limitations of space and time. Once the illusion that the body-mind is oneself is abandoned, death loses its terror, it becomes a part of living. Nisargadatta Maharaj
Gedichte / Inspirationen zum Thema Tod / Töten und Leben nach dem Tod
* * *
Ein Schüler fragt den chinesischer Meister:
Wie begegne ich der Bedrohung durch Leiden, Schmerz und Tod?
Wie verhalte ich mich angesichts (m)eines Mörders, des Todes?
Der Meister antwortet:
Wenn ich entgehen kann, entgehe ich.
Wenn ich nicht entgehen kann, dann erleide ich es.
Wenn ich es ertragen kann, dann ertrage ich es.
Und wenn ich es nicht ertragen kann,
dann tue ich meinen Mund auf und weine.
* * *
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel
im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot.
Penelope Smith, Gespräche mit Tieren
* * *
Als es klar wurde, dass der Meister sterben würde,
waren seine Schüler sehr traurig.
Der Meister lächelte:
Seht ihr denn nicht,
dass erst der Tod dem Leben die Schönheit gibt?
Nein. Wir wollen nicht, dass du jemals stirbst.
Alles Lebendige muss sterben.
Schaut die Blumen an!
Nur Plastikblumen sterben nie.
Anthony de Mello
Index: Tod / Sterben
Englische Werke
Audio- / Video-Medien (engl.)
Index: Tod / Sterben (engl.)
- Audio-CD-Set Death and Dying, Office Visit Serie, Ende 70er/frühe 80er Jahre
Literatur
Externe Weblinks zum Thema Tod
Interne Links
Wiki-Ebene