Würden die Tore der Wahrnehmung gereinigt,
erschiene uns alles, wie es ist: unendlich.
William Blake, englischer Dichter, Die Hochzeit von Himmel und Hölle, 1793
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Willst Du etwas schmaler machen,
musst du es sich zuvor ausweiten lassen.
Willst du etwas loswerden,
musst du es zuvor aufblühen lassen.
Willst du etwas nehmen,
musst du zuvor erlauben, dass es gegeben wird.
Das nennt man
die subtile Wahrnehmung des Soseins der Dinge.
Laotse
Zitate von D. Hawkins zum Thema Wahrnehmung
- "Chaos" ist eine Bezeichnung, die Beschränkungen beschreibt. Sie stützt sich auf die Annahme, dass die Wirklichkeit auf das begrenzt ist, was man wahrnehmen kann. Ein besseres Wort für Chaos ist "unergründlich", "unvorhersagbar" oder jenseits von logischem Begreifen, statistischer Analyse oder logischer Wahrscheinlichkeit. Licht des Alls, S. 140
- Wahrnehmung ist wie Gewahrsein eine unpersönliche Eigenschaft von Bewusstsein. Die absolute Wirklichkeit ist die Grundlage von Bewusstsein. Bewusstsein ist eine unpersönliche Eigenschaft des Göttlichen, ausgedrückt als Gewahrsein. OU Licht des Alls, S. 193
- [...] können wir die Verbindung zwischen Wahl und Handlung sowohl im mentalen als auch im physischen Bereich, sowie ihre Auswirkungen betrachten. In Wirklichkeit sind diese nicht auf einander folgend, sondern tatsächlich zusammenhängend und nur durch die Wahrnehmung scheinbar getrennt. Betrachtet von außerhalb der Dualität der Wahrnehmung, sind ein "Ereignis" und seine "Auswirkungen" ein und dasselbe. Das All-sehende Auge, S. 246
- Tatsächlich kann kein Ding und keine Person in Wirklichkeit ein Adjektiv sein. Sie können tatsächlich nicht einmal Substantive sein. Es ist eine Tatsache, dass sie auch keineswegs etwas tun können. Die Grenze der radikalen Wirklichkeit zeigt an, dass sie lediglich "sein" können. Und nicht nur das, sie können nur ganz speziell das sein, was sie genau sind, ohne dass irgendwelche beschreibenden Bezeichnungen hinzugefügt werden.
Abstraktionen haben keine Existenz oder Wirklichkeit. Sie haben nicht die Fähigkeit zu "sein". Alle Eigenschaftsangaben sind künstliche Konstrukte der Wahrnehmung. Keine davon existiert wirklich. Die Wirklichkeit wird selbstverständlich, wenn die Hindernisse von Wahrnehmung und Denkgebäuden einschließlich aller Glaubenssysteme weggeräumt sind. Das All-sehende Auge, S. 301
- Gottergebenheit erschließt einem die Vision, die anstelle von Wahrnehmungen tritt. Einzig durch Hingabe, die mit Gottergebenheit einhergeht, erweist sich das beabsichtigte Handeln als spontane Entfaltung der sich entwickelnden Schöpfung an sich. Gottergebenheit ersetzt den hingebungsvollen Einsatz des Egos zum Selbstzweck, und man bezeugt die Auswirkungen beziehungsweise Folgewirkungen im allumfassenden Energiefeld. FU Discovery of the Presence of God, S. 36
- Die Irrtümer der modernen Gesellschaft haben den spirituellen Weg mehr beschwert. Heute lässt sich feststellen, dass die Wahrnehmung zur Alltagswahrheit erhoben wird entgegen der absoluten Wahrheit des Göttlichen. Dies ist die Wahrheit des Göttlichen vermittelt über das unendliche Bewusstseinfeld (Gott) anhand der Einsatzes von höheren Bewusstseinsebenen und Kinesiologie. Dies hat dazu geführt, dass das Bewusstseinsniveau der westlichen Zivilization in Richtung Nicht-Integrität fällt. per Muskeltest von Hawkins auf der Bühne bestätigt. Sedona Seminar, Samstag, 14. April 2007
Sh. auch Mywizard, 17. April 2007
Zitate (engl.) von D. Hawkins zum Thema Wahrnehmung / Perception
- The constant awareness of one's existence as "I" is the ever present expression of the innate divinity of the Self. [...] The truth of this identity is obscured by the duality created by perception and disappears when all positionalities are relinquished. I. Reality and Subjectivity, S. 129
- It is the ultimate human paradox that man’s dependence on perception precludes his being able to know his own identity. The Eye of the I, S. 220
- When perception ceases, the world of wonder reveals itself. Consciousness is in all that exists. It recognizes itself manifesting as the Allness of Creation. The Eye of the I, S. 228
- Never discredit the experiential reality of anyone. [paraphrased] Sedona Seminar Practical Spirituality, 25. Oktober 2008
Zitate zum Thema Wahrnehmung
Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben.
Paulus, Römerbrief 1, 19-20 (NT)
- All unser Wissen gründet sich auf Wahrnehmung. Leonardo da Vinci, Italienisches Universalgenie
- Wahrnehmung hängt von der Erwartung ab.
Wahrnehmung ist Unterscheidung. Thesen zur Wahrnehmung, Paul Watzlawick
- Jedes Kind lernt in der Schule, dass Bewegung etwas Relatives ist und nur in Relation auf einen Bezugspunkt wahrgenommen werden kann. Was man dagegen leicht übersieht, ist, dass dasselbe Prinzip für alle Wahrnehmungen gilt und daher letzthin unser Erleben der äußeren Wirklichkeit bestimmt. Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson, Menschliche Kommunikation, Text Pragmatische Axiome – ein Definitionsversuch, S. 28, 1967
- Wahrnehmung ist stets ein aktiver Prozess, keineswegs bloßes Aufnehmen von Sinneseindrücken. Unsere Wahrnehmungssysteme sind in hohem Maße interpretativ. Wolf Singer, Hirnforscher und Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, Spiegel, Januar 2001
- Meditation ist die Auflösung der Gedanken in reiner Wahrnehmung oder ewigem Bewusstsein ohne Objektivierung, Wissen ohne Denken, die Verschmelzung des Endlichen im Unendlichen. François Marie Voltaire, Vordenker der Französischen Revolution
- Wir können Kausalität als eine Art der Wahrnehmung auffassen, mit deren Hilfe wir unsere Sinneseindrücke ordnen. Niels Bohr, dänischer Quantenphysiker, Nobelpreis für Physik 1922 (1885-1962)
- Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als getrennte Dinge erscheinen. Albert Einstein
- Jeder Mensch hält die Grenzen seiner eigenen Wahrnehmungsfähigkeit für die Grenzen der Welt. Arthur Schopenhauer
- Im allgemeinen wird ein urteilend [judging] eingestellter Beobachter eher den bewussten Charakter erfassen, während ein wahrnehmender [perceiving] eingestellter Beobachter mehr durch den unbewussten Charakter beeinflusst wird; denn das Urteil interessiert sich mehr für die bewusste Motivierung des psychischen Geschehens, während die Wahrnehmung mehr das bloße Geschehen registriert. Carl Gustav Jung, Gesammelte Werke, Band 6
- Alle Menschen beobachten Dinge, die ihnen ungewohnt sind, schlecht. […] Die menschliche Beobachtung leistet nur dann etwas, wenn sie für ein bestimmtes Gebiet geübt ist. Carl Gustav Jung, Synchronisation, Akausalität und Okkultismus
- Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt. Ein Kurs in Wundern, T-13.V.3:5
- Die Krise unserer Gesellschaft, ist eine Krise unserer Wahrnehmung. Ken Wilber
- Die Wahrnehmung ist eine Funktion des Körpers, und deshalb stellt sie eine Begrenzung des Bewusstseins dar. Die Wahrnehmung sieht durch die Augen des Körpers und hört durch die Ohren des Körpers. Sie ruft die beschränkten Reaktionen hervor, die der Körper hat. […] Wenn wir die Wahrnehmung dazu verwenden, unsere eigenen Fehler – unseren Ärger, unsere Angriffsimpulse, unseren Mangel an Liebe in welcher Form auch immer – zu rechtfertigen, so werden wir eine Welt des Bösen, der Zerstörung, der Böswilligkeit, des Neides und der Verzweiflung sehen. Das alles müssen wir vergeben lernen, und zwar nicht deshalb, weil wir "gut" und "barmherzig" sind, sondern weil das, was wir sehen, nicht wahr ist. Ein Kurs in Wundern, Vorwort, Miraclestudies.net
- Wenn ihr Schüler des Weges durch Sehen, Hören, Fühlen und Erkennen Fortschritte zu erreichen sucht, der Wahrnehmungen aber entbehrt, dann werdet ihr nirgends Eintritt finden. Ihr müsst gewahr bleiben, dass der reine Geist, auch wenn er sich in diesen Wahrnehmungen ausdrückt, weder Teil von ihnen, noch von ihnen getrennt ist. Ihr dürft aus diesen Wahrnehmungen keine Schlüsse ziehen, noch begriffliche Gedanken entstehen lassen. Aber ebenso wenig solltet ihr den Einen Geist außerhalb dieser Wahrnehmungen suchen, oder sie auf eurer Suche nach dem Dharma aufgeben. Behaltet sie nicht, gebt sie auch nicht auf, wohnt nicht in ihnen und haftet nicht an ihnen. Huang Po, chinesischer Zen-Meister (770-850)
- Schüler des Weges sollten überzeugt sein, dass die vier Elemente, die den Körper aufbauen, nicht das "Selbst" sind und dieses eine Einheit bildet, folglich auch weder der Körper noch die fünf Faktoren, die den Geist ausmachen — im gewöhnlichen Sinn — ein "Selbst" oder eine Einheit sind. Hieraus folgt, dass auch der so genannte individuelle Geist weder "Selbst" noch eine Einheit ist. Die sechs Sinnesorgane (einschließlich des Gehirns), die zusammen mit ihren sechs typischen Arten von Wahrnehmungen und ihren sechs Arten von Gegenständen der Wahrnehmung die Welt der Sinne ausmachen, müssen in gleicher Weise verstanden werden. Diese achtzehn Aspekte der Sinne sind gesondert wie zusammen leer. Es gibt nur die Geist-Quelle, die in ihrem Umfang unbegrenzt und von vollkommener Reinheit ist. Huang Po, chinesischer Zen-Meister (770-850)
- Der Vorgang des Wahrnehmens ist ein ungeheuer mutiger. Denn die Wahrheit, das Richtige, erscheint blitzartig, und zwar ganz kurz. Wenn ich irgendeinen Zweifel daran äußere, wenn ich mich frage, darf ich das?, verschwindet die Wahrnehmung. Manchmal möchte ich bestimmte Einsichten nicht wahrhaben, ich weiß, dass das auf Ablehnung stoßen wird, wenn ich sie äußere. Ich kann aber nicht davon abweichen. Wenn ich davon abweichen würde, könnte ich nur noch denken und nicht mehr wahrnehmen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Die Wahrnehmung, nach der ich mich im Augenblick richte, dient nicht einer Theorie, sondern sie dient einer Lösung. Wenn ich die Lösung habe, vergesse ich, was ich vorher darüber gesagt habe. Also für mich ist die Wahrheit immer etwas Augenblickliches, aus dem Dunkel taucht plötzlich eine Einsicht auf, auf die gehe zu, und sie taucht wieder unter. Und dann taucht später vielleicht etwas anderes, etwas ganz Entgegengesetztes auf. Das nehme ich genauso ernst wie das erste, ganz im Sinne von Heraklit, der sagt: "Alles fließt." Die Wahrheit ist nichts Festes. Wer sich an die Wahrheit klammert, der will etwas Vergängliches festhalten. Eine Theorie will etwas Vergängliches festhalten, sehr häufig.
Diese Sicherheit, die ich spüre, ist nur die Wahrheit für diesen einen Augenblick. Ich teste aber gleichzeitig meine Wahrnehmung. Ich behaupte nicht nur. Ich sehe es an den Wirkungen, ob es stimmt oder nicht. Wenn es stimmt, dann für diese Lösung, mehr nicht. Ich habe da überhaupt keine weitergehenden Ansprüche. Bert Hellinger in Artikel: Das Phänomen Bert Hellinger, Ursula Nuber, Interview, Psychologie heute, S. 20, Juni 1995
- Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft. Sri Aurobindo, Die Bhagavadgita, S. 69, Kapitel IV, S. 18, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 1998
Zitate (engl.) von anderen Quellen zum Thema Wahrnehmung / Perception
- All you need to remember are the following injunctions:
- First, learn how to be entirely enreceptive to sensations arising from external forms, thereby purging your bodies of receptivity to externals.
- Second, learn not to pay attention to any distinctions between this and that, arising from your sensations, thereby purging your bodies of useless distinctions between one phenomenon and another.
- Third, take great care to avoid discrimination in terms of pleasant and unpleasant sensations, thereby purging your bodies of vain discriminations.
- Fourth, avoid pondering things in your mind, thereby purging your bodies of discriminatory cognition. Huang Po, Zen-Lehrer
- The range of what we think and do is limited by what we fail to notice. And because we fail to notice that we fail to notice there is little we can do to change until we notice how failing to notice shapes our thoughts and deeds. R. D. Laing
- Every man takes the limits of his own field of vision for the limits of the world. Arthur Schopenhauer
- There are three sources of life-controlling perceptions.
- Source number one is genetics, which provides for instincts common to all humans, basic things such as automatically pulling your hand out of the fire.
- A second set of perceptions is derived from the subconscious mind, the part that controls all the functions we don't have to think about. Once you learn how to walk, the program to control walking becomes part of the subconscious mind. You just have to have the intention of walking and the brain will coordinate the behavior.
- The third source of perceptions is from the conscious mind. The conscious mind can rewrite any of the subconscious programs you acquired and you can even go back and change the genetic activity. The conscious mind is unique because it can change an entire history of perceptions in order to engage in different behaviors and life styles. Bruce Lipton, The Biology of Belief, The Wisdom of Your Cells, Part 3
- Our perception is: other people are stuck. That's our problem. [...] As long as we don't get to that we are stuck. [...] We are in fact preventing other people from experiencing who they are: God. Dr, `ĪALEAKALĀ Hew Len, Ph.D., webradio station News for the Soul, August 2007
But men may construe things after their fashion
clean from the purpose of the things themselves.
William Shakespeare
Literatur
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