Hawkins / Weisheit
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Statue der Weisheitsgöttin Sophia,
Ephesus, Türkei Celsus-Bücherei
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Vertraut nicht den Lehrern, |
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In einer Zeit des stets veralteten aktuellen Wissens wird die Nachfrage nach Weisheit, für die es keine einheitlich wissenschaftliche Definition gibt, wieder lauter. |
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Anfang der neunziger Jahre entstand die so genannte Weisheitsforschung als ein Zweig in der Psychologie. Der US-amerikanischer Psychologe und Forscher Robert Sternberg meinte 1990:
sagt der Psychologe und Alterns- und Weisheitsforscher Professor Paul Baltes. Baltes, der Direktor des Berliner Max-Planck-Instituts (MPI) für Bildungsforschung, und seine Kollegin Professorin Ursula Staudinger von der TU Dresden haben im Rahmen ihres Projektes "Weisheit und lebenslange Entwicklung" die Kriterien für Weisheit ausgearbeitet.
Die Basiskriterien für Weisheit sind:
Die Metakriterien für Weisheit sind:
Baltes und Staudinger haben einen Testfragen-Katalog für die Einstufung in einer Weisheitsskala von ein bis sieben Graden entwickelt.
Diese beiden Weisheitsforscher definieren Weisheit als "Wissen ÜBER..." und als Expertise (Expertentum) im Umgang mit schwerwiegenden Lebensfragen in planender, gestalterischer und deutender Hinsicht. Im Verlauf des Weisheitsprojekts am MPI zeigte sich, dass
Als Beispiel hierfür kann Sokrates dienen, der zu Lebzeiten als der weiseste Mann Griechenlands galt. Er hatte bei der weisen Frau Diotima gelernt und wurde in seinen Siebzigern von einem Gremium der Stadt Athen zum Tode verurteilt. Diesem Urteil stellte er sich in Würde, dem Kontext seiner Zeit gehorchend.
Das Fundament für Weisheit wird bereits zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr angelegt. Ab dann erwirbt man sich im Zuge von Lebenserfahrungen und der Art des abstrahierenden Umgangs mit ihnen fortlaufend Perlen der Weisheit. |
Eine der Fragen aus dem Katalog zur Ermittlung des Weisheitsgrads der Testperson lautet:
Die Denkprotokolle der Testpersonen zur möglichen Lösung von schwierigen fiktiv gestellten Lebenssituationen wurden sowohl von geschulten Beurteilern als auch Laienbeurteilern ausgewertet – mit weitestgehend gleichlautenden Ergebnissen.
Es ist weise, das Optimum an Gutem im persönlichen Leben und in der Welt anzustreben, ohne andere dabei zu schädigen.
In Klabunds und später Bertholt Brechts Kaukasischem Kreidekreis streiten sich zwei Frauen um die Mutterschaft an einem Kind. Der Richter stellt das Kind in den Kreidekeis und fordert die beiden möglichen Mütter auf, das Streitobjekt an sich zu ziehen. Die Frau, die dem Kind nicht wehtun will, lässt es los, während die Rivalin es zu sich zieht. Später bekommt die Frau, die verzichtete und deshalb als die wahre Mutter erkannt wurde, vom Richter das Kind als ihres zugesprochen.
Er hat weise gehandelt und entschieden – wie einst der als maßlos und unbeherrscht geltende König Salomo von Israel und Juda, der im Begriff war das umstrittene Kind vor den Augen der vermeintlichen Mütter mit dem Schwert zu zerteilen.
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Vor König Salomon traten zwei Brüder und baten um seine Entscheidung bei einem Erbzwist. Einer besaß 99 Schafe, der andere nur ein Schaf. Letzterer bat König Salomon, gerecht zu urteilen und schlug vor, sein Bruder solle ihm 49 Schafe abtreten. Nach kurzer Überlegung nahm König Solomon dem verblüfften Mann sein Schaf ab und übergab es dessen Bruder mit den vielen Schafen. Seine Erklärung dazu war: Schau, was willst Du mit einem Schaf, das du nicht vermehren kannst. Als Schafzüchter bist Du offensichtlich nicht geeignet. Mach' was anderes in deinem Leben! Mein Urteil wäre ungerechter, wenn ich deinem Bruder 49 Schafe wegnähme, als wenn ich dir nur ein Schaf nähme!
Mit diesen Worten entließ er die beiden Brüder.
Ursula M. Staudinger (*1959) deutsche Professorin für Psychologie, Alternsforscherin, Jacobs University Bremen,
Wochenendmagazin der Nürnberger Nachrichten, 17./18. Januar 2004
Anthony de Mello SJ (1931-1987) indischer Jesuitenprieser, Psychotherapeut, spiritueller Lehrer, |
Ursula M. Staudinger (*1959) deutsche Professorin für Psychologie, Alternsforscherin, Jacobs University Bremen |
Wise men talk because they have something to say.
Fools talk because they have to say something.
Plato
Attributed to one or more of the Seven Sages of Greece |
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Worldly wisdom does not provide divine wisdom. For that ones need to become foolhardy first. |
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Personal avowals
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Practical wisdom – mastering of virtue |
After having interviewed 235 people who "had found happiness and meaning" from age 59 to 105 Dr. John B. Izzo and his colleagues had found five adages reinforced by these elders.
Links zum Thema Weisheit / WisdomLiteratur
Literatur (engl.)
Externe Weblinks
Externe Weblinks (engl.)
Audio- und Videolinks
Audio- und Videolinks (engl.)
Audio- und Videolinks (engl.) – Barry Schwartz
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Wiki-Ebene
1 Audio presentation Celebrate Your Life Conference, sponsored by Mishka Productions, Phoenix, AZ, 7. November 2010 – The Quest for Spiritual Truth (2010), YouTube film, 1:31:05 duration, posted 23. October 2011 ⇑