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2·2012


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Beziehungsebenen – Bindungen – Beziehungskonflikte

 

 

Inhaltsverzeichnis (verbergen)

  1. 1. Liebe als Pflichtübung ⇔ Kür-Wagnis
  2. 2. Kurzfassung der Beziehungsebenen (Übersicht)
  3. 3.  ***Pflichtprogramm***
    1. 3.1 A. INNEN
    2. 3.2 B. MITTE
  4. 4.  ***Kürprogramm***
    1. 4.1 C. AUSSEN
    2. 4.2 D. VERBUNDENER KREIS
  5. 5. Die spirituelle Paarbeziehung
  6. 6. Ich-Du-Selbst – Thou oh Lord
  7. 7. AbhängigkeitUnabhängigkeitInterdependenz
  8. 8. Hören – Hinhören – Zuhören – Lauschen
  9. 9. Mögliche Fallen in der Phase des Kennenlernens
  10. 10. Statistische Erkenntnisse – Frauen zum Thema Küssen und Beischlaf
  11. 11. Statistische Erkenntniss – zum Thema Liebeserklärungen
  12. 12. Statistische Erkenntnisse – zum Thema Bindungsfähigkeit und -beständigkeit
  13. 13. Statistische Erkenntnisse – zum Thema Single-Trend
  14. 14. Statistische Erkenntnisse – zum Thema Lebenserwartung Verheiratete – Alleinstehende
  15. 15. Gedichte – zum Thema menschliche Beziehungen
  16. 16. Begegnung von Mensch zu Mensch – Virginia Satir
  17. 17. Poem – Virginia Satir
  18. 18. Liebesgeflüster einer Seele
  19. 19. Zitate zum Thema Bindung, Beziehungsgeflechte und -konflikte / Friendly and troubled Relationships
    1. 19.1 Zitate allgemein
    2. 19.2 Zitate allgemein (engl.)
    3. 19.3 Zitate (engl.) – Beziehungskonflikte / Troubled Relationships
  20. 20. Englische Texte – English section on Relationship nets
    1. 20.1 Involuntary connection between couples
    2. 20.2 Sechs Archetypen der Liebe nach Dr. Allan Hunter – Six Archetypes of Love
    3. 20.3 Gender Related Behavioral Stereotypes / Geschlechtsrelevante Verhaltensmuster
  21. 21. Beziehungsparadoxa – Pro und Kontra
  22. 22. Links zum Thema Bindung, Beziehungsgeflechte und -konflikte / Relationships
    1. 22.1 Literatur
    2. 22.2 Literatur (engl.)
    3. 22.3 Externe Weblinks
    4. 22.4 Externe Weblinks (engl.)
    5. 22.5 Audio- und Videolinks
    6. 22.6 Audio- und Videolinks (engl.)
    7. 22.7 Audio- und Videolinks (engl.) – Barry and Janae Weinhold
    8. 22.8 Interne Links

Wer die Seele eines anderen Menschen berührt, betritt geheiligten Boden.
Novalis, deutscher Dichter

Die Unfähigkeit zu lieben, ist die Wurzel der meisten menschlichen Probleme.
Dr. David Hawkins, Bewusstseinsforscher, Mystiker

Gesunde Liebe basiert auf der Bereitschaft, verletzlich zu sein und den Partner tief in die Seele hereinzulassen, auf großer Achtsamkeit und dem Wunsch, den Partner zu beglücken.
Robert Epstein, Psychologe und Redakteur der US-amerikanischen Zeitschrift Psychology Today

 





 

Kuss
Auf die Hände küsst die Achtung,
Freundschaft auf die offne Stirne,
Auf die Wange Wohlgefallen,
Sel'ge Liebe auf den Mund;
Aufs geschlossne Aug die Sehnsucht,
In die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde,
Überall sonst hin Raserei.

Franz Grillparzer (1791-1872)


 

1.   Liebe als Pflichtübung ⇔ Kür-Wagnis


Tarotkarte 6 – DIE LIEBENDEN

Die noch mehrheitlich gelebte postmoderne Konsumkultur mit dem Oben ↓ Unten-Machtgefälle schätzt gering

  1. Körper, Leiblichkeit und Materie,
  2. Gefühle, Intuition und Inspiration,
  3. Kontextuelle und spirituelle Zusammenhänge.

 

Sie strebt nach Inhalt(en) und Form(en)/Personen, Kontext und Spiritualität leugnet sie im Wesentlichen.
Jahrtausende lang hat sie Sexualität, Weib und Weiblichkeit und vor Allem Spirituell-Hintergründiges gefürchtet und abgewertet. Dieses Denk- und Wertemodell bietet seinen Erben Gespaltenheit und mangelndes Vertrauen in sich, den (möglichen) Partner, die Gemeinschaft und Gott. Der inkulturierte Mangel an (Ur)vertrauen und Verbundenheit drückt sich aus als die Unfähigkeit zu lieben.

 

Die Liebe ist eine Himmelsmacht. Sie wird geübt, erlebt und gewagt als

  • Pflichtübung und als
  • Kür-Wagnis.

 

Die nachfolgend vorgestellten vier Erfahrungsstationen beschreiben konzentrisch erweiterte Beziehungsebenen.


 

2.   Kurzfassung der Beziehungsebenen (Übersicht)

Dem Pflichtprogramm (1+2) folgt unter günstigen Bedingungen
das Kürprogramm (3+4).



 

  1. A. INNEN
    persönlichgrobstofflichPflichtprogramm A
    KÖRPEREBENE – KOPF
    Einzel- und Paarebene
    exzessiver Körperkonsum – Haben-Wollen

 

  1. B. MITTE
    interpersönlich – zwischenmenschlichsubtil - Pflichtprogramm B
    GEFÜHLSEBENE – HERZ
    Familien- und Sippenebene
    leib- und nähemeidende ambivalente Verweigerungshaltung

 

  1. C. AUSSEN
    unpersönlich – kollektivkausalKürprogramm A
    VERSTANDESEBENE – HÄNDE
    Gemeinschaftsebene
    Ablösung vom Wiederholungssog der morphogenetischen Feldwirkung des Sippen- bzw. Massenbewusstseins

 

  1. D. VERBUNDENER KREIS
    transpersonalgottergebenKürprogramm B
    GEIST- / WELTEBENE – Ganzwerdung / HEILUNG
    spirituelle Beziehungsebene (Alles ist mit allem verbunden.)
    Herausbildung des authentischen Selbstes, das (sich) dem  ICH-DU (an)vertraut – Sein-Lassen-Können

 

3.    ***Pflichtprogramm***

3.1   A. INNEN

persönlich – (Pflichtprogramm)
KÖRPEREBENE – KOPF
Einzel- und Paarebene

Der Versuch, geil und unverbindlich mit möglichst vielen Geschlechtspartnern zu schlafen reduziert die Sexualität, den körperlichen Ausdruck von Bindung, auf den Körperverbrauch (Bumsen). Körperbenutzer legen Wert auf Orgasmus, Befriedigung und physiologische Druckentlastung. Sie können sich daran zeitweilig erfreuen und diese Phase, die für manche ein Leben lang dauert, kann eine wertvolle Lebenserfahrung sein.
Für diejenigen, die eine bewusst gelebte und erfüllte Partnerschaft anstreben, ist die Grundlage des nur Körperlichen nicht tragfähig. Sie erscheint ihnenwenig gehaltvoll und unidimensional.
Wer sich für die Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen des Herzens geöffnet hat, ist mit dieser Art von Wenig-Liebe, die sich auf den sexuellen Vollzug beschränkt, auf Dauer unzufrieden.

 

Für jene, die das Leibliche, das Weibliche, die Gefühle und Sehnsüchte, die über das Haben- und Besitzen-Wollen hinausgehen, innerlich wertzuschätzen gelernt haben, sieht die Erfahrung des Bindungsspiels ganz anders aus.

 

3.2   B. MITTE

zwischenmenschlich – (Pflichtprogramm)
GEFÜHLSEBENE – HERZ
Familienebene

Mangelndes Vertrauen in sich und den Partner drückt sich durch ab- und ausgrenzende Streitereien bis hin zur sexuellen, leiblichen Verweigerung aus, wie beispielsweise durch (vorgetäuschte) Kopfschmerzen, körperliches Unwohlsein (vorwiegend bei Frauen) oder Impotenz (bei Männern).
Häufig zeigt sich Abweisung und Angst vor Nähe viel subtiler als eine tiefgreifende energetische Verweigerung, das Wort DU in körperlicher Verbundenheit auszudrücken. DU wird nicht nur mit der Stimme, sondern auch mit den Augen, der Berührung und manchmal auf rein feinstofflich-energetische Weise ausgedrückt.
Viele Frauen (weniger Männer) bekennen sich im therapeutischen Raum zu ihrem Bedürfnis, sich in die Weite und die Tiefe zu öffnen. Sie ringen darum, doch oftmals versagen sie.

 

In ungelöster Form tendiert
das Verhaltensmuster a) zur Sexsucht und
das Verhaltensmuster b) zur Romanzen- und Beziehungssucht (das indianische Ureinwohner als marriage basket syndrome bezeichnen), das sich bei Männern auch als Frauenverstehertum oder Stalken bei der "Falschen" ausdrückt.
(Die Literatur von Lynn Andrews, Robin Norwood)

 

4.    ***Kürprogramm***

4.1   C. AUSSEN

kollektiv – Kürprogramm
VERSTANDESEBENE – HÄNDE
Sippen- und Gemeinschaftsebene

Ein schwerwiegendes Hindernis zur seelisch bedeutsamen Paarbeziehung ist die morphogenetische Verstrickung, der Sog der Sippe, des Kollektivs:
Einer der Partner oder beide verhalten sich janusköpfig gespalten – hui am Arbeitsplatz und pfui in der Paarbeziehung.

 

Fallbeispiel
Ein fremdgehender Ehemann klagt über seine unüberwindbare Hemmung, seiner Frau, die er liebt, das Bestehen seiner Zweitbeziehung zu gestehen. Er leidet sehr darunter, dass er das Wort DU weder sprechen noch hören kann.
Er projiziert auf seine Ehefrau und gestaltet sie als Frau, die nicht hören mag.
Sie wollte wahrscheinlich(!) nicht wirklich wissen, was mit ihm los ist, aus Angst, dadurch die Sicherheit der Familie (b) zu gefährden.
Sie projiziert auf ihren Mann und gestaltet ihn als Mann, der nicht sprechen mag über das, was ihn bewegt (a).

Das unbelebte und unbewegte Paar befindet sich in einem System der Verstrickung (c), das beide prägt und kaum zu überwinden scheint.

 

  • Auch wenn der Seitensprung nicht herausgekommen ist, kann die Partnerschaft stark darunter leiden. Für den untreuen Partner lassen sich die vielfältigen möglichen Folgen kaum absehen, die das Vertuschen des Geschehenen, ein schlechtes Gewissen, Zweifel an der Beziehung oder ungewollt eine neue Liebe nach sich ziehen. Der Seitensprung zählt zu den schlimmsten Ereignissen, die eine Partnerschaft treffen können. Dr. Ulrich Beer, Göttinger Psychologe

 

Literatur: Warren Farrell, Mythos Männermacht. Frauen können nicht hören, was Männer nicht sagen können (engl.)


 

Lösungsweg: Ein verhaktes Zweieck wird über das Dreieck bewusst und beginnt, sich mit dem Viereck zu lösen.

Wer zwei ungelöste Möglichkeiten, Ehefrau und Geliebte, hat, wähle als dritte den Vermittler, und gewähre viertens die allmähliche Entladung durch das bekennende Aussprechen von Tabus, von Scham und Schuldgefühlen und dessen, was ist – vor Ohren, die hinhören können.

 

Menschen neigen dazu, ihre Gegenwarts-Beziehungen so zu gestalten, dass sie den in der Kindheit erlebten Frust angesichts der elterlichen Paarbeziehung erneut inszenieren. Wenn ein Paar das verstrickte Beispiel der Elterngeneration nachahmt, ist es in seinem Verhalten gefangen und blockiert.
Konfliktscheue Partner möchten nett und entgegenkommend zueinander sein und passen sich einander an. Auf Dauer etabliert die Anpassung Verhaltensmuster und Gewohnheiten, die das Paar weiter voneinander entfernen, was wiederum eine leiblich-intime Distanz zum Partner nach sich zieht. Will einer seinen Gefährten in einer bestimmten Weise verändern, ist die Gefahr groß, dass er/sie sich genau zu dem entwickelt, was er vermeiden will. Das frustriert.

 

 

Die Seele hat ihre eigene Logik. Sie nutzt Katastrophen zur wesentlichen Erkenntnis und Wandlung. Wenn die Liebe trägt, können massive Krisen nach Jahren als sinnvoll, wenn auch bitter, anerkannt werden.

 

4.2   D. VERBUNDENER KREIS

transpersonal – Kürprogramm
GEIST- / WELTEBENE – Ganzwerdung / HEILUNG
spirituelle Paarbeziehung

Das Wort DU im SELBST kann erst wahrhaft gesprochen werden, wenn sich  Mangelgefühle gelöst haben und sich Vertrauen in sich selbst und den Anderen entwickelt hat. Dabei ist schmerzhafte und allzu menschliche seelische Wandlungs- und Beziehungsarbeit zu leisten, um Schicht für Schicht jene Tendenzen zu neutralisieren, die verhindern, dass das authentische Selbst gelebt wird:

  1. die Neigung zu exzessivem Körperkonsum,
  2. die Neigung, sich leibfeindlich und nähefliehend zu verweigern,
  3. der Sog des morphogenetischen Feldes (Sippen- und Massenbewusstsein), negative Beziehungsmuster zu wiederholen

 

Hinweis: Die Konfliktforschung berichtet, dass ausgerechnet das "Du" der konfliktbeladenste Begriff überhaupt ist.

 

Viele Paare nähern sich der Umwandlung ihrer kulturellen Prägung sehr, sehr ungeschickt. Trotz vieler Ausreißer, die mit Tränen, Schweiß und Blut getränkt sind, trägt sie ihre Bindung und ihre Liebe füreinander. Wo Respekt und Feingefühl fehlen und Verletzungen überhand nehmen, kommt es zum Bruch.

 

Die Tatsache anzuerkennen, dass man selbst so häufig und geradezu zwanghaft seinen Liebsten, seinen wesentlichen Bezugspersonen, am heftigsten weh tut und sich selbst und andere dadurch sabotiert und beschämt, schmerzt zutiefst. Dieses Verhalten ist ein Versuch, die vererbte innere Wunde (engl. the sacred wound) zu leugnen und sie dem Partner / Nahestehenden aufzuladen.

 

Wenn ungereifte Partner im Nähevollzug bewegt und belebt werden und unweigerlich an ihren Schmerz und ihre Ge-Schichten er-innert werden, die sie noch nicht eigenständig austragen können oder wollen, neigen sie dazu, erneut abzuspalten: den Anderen direkt oder durch schweigenden Rückzug indirekt zu verletzen. Die Verweigerung des heilenden DU behindert beide.

 

Love hurts, love heals. Hall & Oates

 

Liebe ist.

 

 

5.   Die spirituelle Paarbeziehung

Die Liebe ist eine Funktion mit drei Gliedern:
der Mann, die Frau und Gott.
Ihre ganze Vollkommenheit und ihr ganzes Gelingen sind an den harmonischen Ausgleich dieser drei Elemente gebunden.

Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955)

 

Ich bin Du. Buddha

 

Einsichten in einer wachstumsoffenen Paarbeziehung

  • Ich bin (nicht) du und ich kenne dich (fast) (nicht).
  • Wir fangen an, uns als zwei Pole in einer Beziehung in Gott anzuerkennen.
  • Ich bin für meine durch dich ausgelösten Gefühle verantwortlich.
  • Miteinander zu reden, lässt uns Mensch sein.
  • Es bringt (uns) einander näher, mehr in Bildern und weniger in Begriffen zu sprechen.

 

Eine Faustregel besagt:

Erst nach drei gescheiterten Paarbeziehungen genügt das durch Leiden entwickelte Maß an Achtsamkeit für eine tragfähige Partnerschaft.

 

Einem beziehungsgestörten Paar in Therapie, das sich der umfassenderen Bewegung des Zueinanderfindens angeschlossen hat, helfen kontextuelle Fragen wie:

  • Was steckt hinter unserer Krise?
  • Was woll(t)en wir WIRKLICH?
  • Was bin ich? Was bist du?
  • Wer bin ich? Wer bist du?

Im Gegensatz zu Paaren, denen diese rekontextualisierende Orientierung fehlt, stehen dem spirituell erwachenden Paar erweiterte Wachstumsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Bindungsförderlich sind:

  • aufmerksame Zuwendung,
  • intensive Gespräche,
  • das Aussprechen von Tabus und
  • engagiertes Zuhören.

Paare, die den ganzheitlich-spirituellen Kontext bewahren können, sind bereit, den nicht zu umgehenden schmerzlichen Phasen stand zu halten. Es ist sehr hilfreich, die Umwandlung gesamtperspektivisch anzugehen.

 

Ein spiritueller Vollzug in der Paarbeziehung fügt (das) ehemals Getrennte zusammen. Wenn man die Aussagen von Paaren sorgfältig hört und die Schichten ihrer Klagen sichtet, hört man die Sehnsucht, den unbedingten Willen heraus, zueinander zu finden. Nicht um zu regredieren, um wieder Kind bei der Mutter zu werden, sondern um eine Ahnung davon zu bekommen, dass man Mann und Frau erst ihr menschlich-geistiges Potential erfüllen werden, wenn es ihnen gelingt, das Wort DU in der Fülle zu sprechen.
Es schmerzt, wenn es misslingt, das Wort DU vor Eintritt des Todes (d) zu sprechen und zu hören.

 

Menschen, auch die, die es nie selbst erfahren haben, zeigen ein Gespür dafür, wie es sich anfühlt, wirklich gesehen zu werden, das Wort DU auszusprechen und auch zu hören.

  • Es vermittelt Entspannung, Öffnung und gereifte Liebe.
  • Gefühlsduselei oder romantisches Schwärmen sind vergangen,
  • sich anzustrengen und Leistungsdruck entfallen.

 

Wenn zwei Menschen zueinander finden und das Wort DU in der Tiefe und Fülle und mit Nachhall sprechen können, so dass das Einzigartige und Persönliche im anderen angesprochen und anerkannt wird und sich gleichzeitig zwischen beiden Partnern Verbundenheit einstellt, tut sich folgendes Paradox (c) auf:

  1. Ein Mensch KANN er selbst und völlig persönlich (a) sein UND
  2. zugleich ein Teil des Großen Ganzen (d) sein.

Diese Verschränkung vom Kleinsten zum Größten kann in der Partnerschaft offenbar werden. Und wenn es geschieht, erscheint es den Liebenden als der größte spirituelle Vollzug (d) von Allem.

 

6.   Ich-Du-Selbst – Thou oh Lord

Durch Hingabe und das schichtweise Aufgeben des Ego-Ichs nähert man sich seinem Potential, dem "Ich-Du" im Selbst.

 

"Ich-Du" ist ein philosophischer Begriff, den der jüdische Religionsforscher und -philosoph Martin Buber (1878-1965) geprägt hat.

 

Ich-Du entspricht dem englischen Thou, das sich auf das griechische theos, "Gott" bedeutet.

 

Frage: Welche Instanz spricht das Wort DU?
Antwort: Es ist das Ich-Selbst, das völlig anders als das Ego-Ich ist. Was/wer das Wort DU hört und spricht, ist identisch. Das Wort ICH ist untrennbar in dem Wort DU enthalten.

 

Von und über Martin Buber (1878-1965) jüdischer Religionsforscher und -philosoph, zum Thema ICH-DU

  • Der Mensch wird am Du zum Ich.   Werke I. Schriften zur Philosophie, S. 97
  • Ohne Du ist das Ich unmöglich.
  • Wer Du spricht, hat kein Etwas, hat nichts. Aber er steht in der
  • Kein Reden wird je wiederholen, was das Stammeln mitzuteilen weiß.
    Quelle: Das dialogische Prinzip, "Ich und Du", Verlag Lambert Schneider, 1923, 4. Aufl. Heidelberg 1979
    Siehe auch: Martin Buber, Ich und Du – Auszüge
  • Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit. Weisheiten der Welt
  • Es gibt etwas, was man an einem einzigen Ort in der Welt finden kann. Es ist ein großer Schatz, man kann ihn die Erfüllung des Daseins nennen. Und der Ort, an dem dieser Schatz zu finden ist, ist der Ort, wo man steht.

  • 'Ohne Du ist das Ich unmöglich.' (Martin Buber) Nur wenige begreifen, dass jedes Ich beziehungsgeboren ist. [...] Unsere narzisstische Schädigung kann als Ergebnis eines Mangels an bestätigenden Spiegeln in der Kindheit angesehen werden. Zwiegespräche sind "nachholende Sozialisation". Der Partner "validiert meine Selbstdarstellung". So verstehe ich, wer ich bin. S. 273, Michael Lukas Moeller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, rororo Sachbuch 60379, 1988

 

  • Schon vor Jahren schrieb der berühmte jüdische Theologe Martin Buber ein Buch über Beziehungen mit dem Titel Ich und Du. Er beschrieb die allgemein üblichen Beziehungen als Ich-Es-Beziehungen, in der wir den anderen als lebloses, zu kontrollierendes und manipulierendes Objekt behandeln, damit »unsere Bedürfnisse befriedigt« werden. Ich glaube, er redete von Suchtbeziehungen und deren Funktionsweise. (Obwohl diese in seiner Terminologie etwas genauer als Es-Es-Beziehungen bezeichnet werden könnten.) Die Ich-Du-Beziehung ist eine bindende Beziehung; sie lässt sich am ehesten durch die Bindung veranschaulichen, die wir mit unserem Gottesprozess haben. In diesem Prozess haben die beiden oder alle in sie verstrickten Personen eine sich ständig erweiternde, im Prozess befindliche Beziehung; sie wird mit Respekt behandelt, einem Prozess, der die Spiritualität fördert und lebend und lebendig ist. Niemand wird mehr wie ein Objekt behandelt, weder das Selbst noch der andere. Tatsächlich erlebt man ein Gefühl der Einheit.

    Das Selbst und andere Menschen werden wie ein zu ehrendes und respektierendes »Du« behandelt. Meiner Ansicht nach ist dieses Ich-Du-Konzept eine Umschreibung für Nüchternheit. Sobald wir aus unserer Nüchternheit heraus agieren (Prozess der Spiritualität), wird jedes Leben – unser eigenes eingeschlossen – wie ein Du behandelt, und Beziehungen sind eine Wiederspiegelung des Heiligen. Jedem von uns steht diese Möglichkeit offen, wenn wir nur bereit sind, unseren Süchten ins Gesicht zu sehen und zu genesen. Paradoxerweise hat uns unsere Flucht vor der Nähe vielleicht in dieses Du-Verhältnis mit uns selbst und dem gesamten Universum geführt. Wir brauchen nur unserem Genesungsprozess zu folgen, dann ist alles ganz einfach – auch wenn es nicht immer leicht ist. Anne Wilson Schaef, Die Flucht vor Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist, S. 163, dtv Verlag, Ungekürzte Ausgabe, 2002

 

7.   AbhängigkeitUnabhängigkeitInterdependenz

Sex, Leidenschaft, HingabeErleuchtung

 


Drei Entwicklungsstufen der Mann-Frau-Beziehung

Satyen Raja, ein spiritueller Lehrer aus Kanada und Schüler des Sexualpsychologen David Deida, der seinerseits zusammen mit Ken Wilber einer der Mitbegründer des Integral Instituts ist, unterscheidet drei Entwicklungstufen (Kategorien) von Männern und Frauen und deren jeweiligen Beziehungsausdruck, die seit den 50er Jahren erkennbar sind:


KategorieMannFrauHistorie
Ausdrucksform
Kategorie I

Körper

grob-
stofflich

Sex

KONSERVATIV
Abhängigkeit

Sprichwörtlicher Machomann, der seine Begierden und sein Dominations-
gebaren innerhalb des Machtgefälles auslebt
Abhängigkeit

Heimchen am Herd; passive, nachgiebige, bedürftige Frau/Dienerin mit auf den Mann zugeschnittener Sozialisation; sie begnügt sich mit gebrochener Liebe.
Stichworte: Küche – Kinder – Kirche
Sterotypen bis in die 50er Jahre
Schwächen: Triebbe-
friedigung
, Druck und Bedürftigkeit
Kategorie II

Gemüt

subtil

Leiden-
schaft

MODERN
Unabhängigkeit

Typischer Softie, Frauenversteher, der seine weibliche Seite leben lernt, der sich weder vor Hausarbeit scheut noch vor der Kinderziehung
Unabhängigkeit

Typische Emanze, das Mannweib, die streitbare Frau, die lernt, Grenzen zu setzen und ihre männliche Seite zu leben, für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgt; ihre Sozialisation ist zweiteilig auf beide Genderrollen ausgerichtet.
Stichworte: Heilige – Hure – Hexe
entstand aus der Emanzipations-
bewegung der 60er Jahre
Schwächen: Erotizismus, Romantik, Sentimentalität,
Endlosdis-
kussionen, Schweigen
,
Verweichlichung und Verhärtung
Kategorie III

Geist

kausal

Hingabe

INTEGRALITÄT
Interdependenz

Spirituell orientierter Krieger mit innerer Mission und Lebensvision, die seine eigene Befriedigung bei Weitem übersteigt, tritt entschieden auf, ist stabil und gelassen, folgt ethisch-geistigen Prinzipien, sorgt für den äußeren Rahmen
Interdependenz

die spirituell orientierte Göttin öffnet sich dem Partner und den Inspirationen aus dem Reich des Göttlichen für beide
Ebenbürtige Spirituelle Partnerschaften in Gemeinschaft mit Gott kommen seit Ende der 90er zum Vorschein, werden jedoch auf gesellschaftlicher Ebene selten notiert.
Stärken: Geübte Liebe,
Verletzliche Demut und Anmut in Gott

 

  1. stage guy: 'Do it my way or the highway.' – He forces her into what's best for him only.
    95% of the men on earth are 1st stage guys.
  2. stage guy [embodies both masculine / feminine]: 'Whatever you want to do dear.' – He attracts highly advanced women who will rather have him as a friend than as a lover.
  3. stage guy [given the balanced man chooses the masculine side]: 'I give direction in a way that is best for you.' – He lives his purpose first, being consistently present. He [as the river banks] knows what's best for her and forces her [the flowing river] into it. David Deida, live presentation The Deida Experience (audio sample)

 

Deida's persistence rule of thumb when the going gets tough in a relationship:

  • Men need to stay at least for half a year to give it a decent try.
  • Women need NOT to give it a try for longer than three years.
    David Deida, live presentation The Deida Experience (audio sample)

 

Quellen

Quellen (engl.)

  • David Deida / Ken Wilber (Vorwort), Finding God Through Sex. Awakening the One of Spirit Through the Two of Flesh, Sounds True Inc., U.S., TB, Juni 2005
  • David Deida, Function, Flow and Glow. The Art of Sexual Yoga, DVD (engl.), J.Kamphausen Verlag, 2006
  • Ken Wilber mit Tammi Simon, Sex in drei Körpern (grobstofflich – feinstofflich – kausal), Sounds True, Frühjahr 2006

Audios

 

8.   Hören – Hinhören – Zuhören – Lauschen

Lauschen lernen
Ein verheirateter Mann, der viel Streit mit seiner Frau hatte, suchte Rat bei einem Meister. Er klagte:

Wenn einer von uns den Mund auf, unterbricht ihn der Andere. Und im Nu bricht der Streit wieder aus, was unser beider Stimmung drückt.
Dabei lieben wir uns doch. Wie soll es weitergehen? Ich weiß nicht mehr weiter!

Der Meister riet ihm:

Verpflichte dich dazu, deiner Frau zuzuhören. Sobald du das gründlich gelernt hast, kannst du dich wieder bei mir melden.

Ein halbes Jahr später trat der Mann erneut vor den Meister und berichtete ihm:

Inzwischen habe ich gelernt, jedes Wort, das meine Frau spricht, gründlich zu hören.

Lächelnd sprach der Meister:

Erfreulich. Willst du in deiner Ehe glücklich werden, so lerne nun, auf ihre unausgesprochenen Worte zu lauschen.

 

Siehe auch Zuhören

 

9.   Mögliche Fallen in der Phase des Kennenlernens

  • Anspruchs-Falle
    Ersetze überzogene Ansprüche durch realistische. Akzeptiere deinen neuen Partner so, wie er ist.
  • Taktik-Spielchen-Falle
    Verzichte auf verletzende, hinhaltende Machtspielchen! Vergegenwärtige dir, wie du es findest, demütigend behandelt zu werden.
  • Verlustangst-Falle
    Mach dir klar, woher Trennungsängste rühren! Haben sie eine reale Grundlage oder treibt dich 'Gewohnheits'angst?
  • Klammer-Falle
    Finde ein angemessenes Maß von Nähe und Distanz. Lebe dein eigenes Leben weiter, ohne deine Freunde und Familie zu vernachlässigen.
  • Idealisierungs-Falle
    Achte auf Zeichen. Wenn Freunde wiederholt zu dir sagen: "Der/die passt nicht zu dir!", bedenke das ernsthaft.
  • Eifersuchts- und Misstrauens-Falle
    Sprich deine Ängste offen aus, ohne ihn anzuklagen oder dem Partner etwas zu unterstellen. Wenn im Zweifel und verunsichert, frage ihn: Wie meinst du das? Was ist  der Auslöer für dein Verhalten?
  • Vortäuschungs-Falle
    Bleib' authentisch und verbiege dich nicht. Wenn du einen Partner liebst, hüte dich davor, aus Gefallsucht einer Meinung mit ihm sein oder alle seine Interessen teilen.
  • "Zu-schnell-zu-viel"-Falle
    Besprich Heiratspläne und Kinderwunsch lieber erst mit Freunden. Genieße die gemeinsame Zeit in der Verliebtheitsphase. Wenn die Probezeit möglichst lange anhält, hat die Bindung Chancen.

 

10.   Statistische Erkenntnisse – Frauen zum Thema Küssen und Beischlaf

Das Institut für rationelle Psychologie in Stuttgart hat für das Männermagazin Men's Health eine repräsentative Umfrage mit ca. 1 300 Frauen zwischen 18 und 60 Jahren durchgeführt. Das Ergebnis lautet:

  • 91 Prozent der Frauen möchten bereits beim ersten Rendevous vom Mann geküsst werden.
  • 6 Prozent lassen sich beim zweiten und dritten Rendezvous aufs Küssen ein.
  • 3 Prozent warten etwas länger damit.

  • Die wenigsten Frauen sind beim ersten Treffen mit einem Mann bereit zum Beischlaf.
  • 45 Prozent warten mit intimem Austausch bis zum vierten beziehungsweise fünften Rendezvous.
  • 40 Prozent lassen sich nach dem sechsten oder siebten Rendezvous auf  Geschlechtsverkehr ein.

Quelle: Meldung, N-TV, 11. Februar 2008

 

11.  Statistische Erkenntniss – zum Thema Liebeserklärungen

Die Erklärung Ich liebe dich geht 39 % der deutschen Männer nur schwer über die Lippen. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Gewis im Auftrag der Zeitschrift "Petra" 05/2007 bei einer repräsentativen Umfrage an 1.051 Frauen und Männern im Alter von 25 bis 39 Jahren herausgefunden. 58 % der deutschen Frauen leiden unter der Unfähigkeit / Unwilligkeit der Männer; ihr Inneres zu äußern.  
dpa-Meldung, 19. April 2007


 

  • Die Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt. Sie fängt an, wenn einer sagt: Ich liebe dich: Du gehörst mir! Erich Fried, Einleitung des Gedichts Die Gewalt

 

  • Ich liebe dich sollte nicht am Beginn der Beziehung und als Ausdruck der Erwartungen und Wünsche gesagt werden. Erst wenn man so miteinander umgegangen ist, dass man weiß, ob man einander das Leben sinnvoller macht, ob sich die Liebe als eine Produktion erweist und jeder weniger wäre ohne den anderen – dann sollte man sagen: Ich liebe dich. Heinz Kalau

 

12.   Statistische Erkenntnisse – zum Thema Bindungsfähigkeit und -beständigkeit

  • Jeder fünfte Deutsche lebt ohne Partner. Statistisches Bundesamt, Ergebnis des "Mikrozensus 2005"; Leben in Deutschland
  • Jede sechste Beziehung ist eine Fernbeziehung, die von gleicher Dauer sind wie Nahbeziehungen.
  • Etwa 40 % der Mann-Frau-Beziehungen brechen innerhalb der ersten 5 Jahren auseinander.
  • In Industrieländern wird auf dem Land jede dritte Ehe, in der Stadt jede zweite Ehe geschieden.

 

13.   Statistische Erkenntnisse – zum Thema Single-Trend

Die Statistik des Office of National Statistics weist aus, dass acht Prozent der weiblichen Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 44 Jahren in USA leben allein. Das betrifft zahlenmäßig etwa 690.480 Frauen. Damit hat sich im Lauf von zwanzig Jahren der Anteil der Single-Frauen seit 1988 (etwa 345.000) verdoppelt.

 

Der sich fortsetzende Trend zum Singletum unter Frauen entspricht der geringen Eheschließungsrate und dem Anstieg der Scheidungsrate. Jüngste Forschung ergab, dass etwa zwei Drittel der Single-Frauen bestätigen, dass sie auch ohne Partner ein erfülltes, glückliches Leben füllen können.

 

Der Anstieg der Single-Haushalte zählt zu den entscheidenden gesellschaftlichen Trends in den kommenden Jahrzehnten. (Wahrscheinlichkeit: 70% der neuen Haushalte 2026 werden Single-Haushalte sein.)


 

14.   Statistische Erkenntnisse – zum Thema Lebenserwartung Verheiratete – Alleinstehende

Laut den Forschungen des Office of National Statistics im Sommer 2006 haben 45-jährige alleinstehende Männer ein um 23% höheres Risiko eines frühen Todes im Vergleich zu verheirateten Männern.  Ein Bericht im Journal of Epidemiology and Community Health stellte fest, dass Single-Männer in USA im Vergleich zu verheirateten Männern eine 58% höhere Wahrscheinlichkeit haben vor Erreichen ihres 50. Lebensjahrs zu sterben.  

 

Alleinstehend zu sein ist gefährlich, sagt der Ökonomie-Professor Andrew Oswald von der Warwick Universität in GB, der Glücksforschung betreibt hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Glück und Gesundheit.


 

Forscher der Universität Magdeburg haben Daten von 100'000 verstorbenen Schweizern gesammelt und nach Geschlecht, Alter und Familienstand ausgewertet. Ihre Studie von 2006 bestätigt, dass die Ehe für Männer lohnenswert ist.  Verheiratete Frauen hingegen sterben 1,5 Jahre früher als alleinstehende Frauen.
Der Gesundheitsökonom Stefan Felder kommentiert: Männer profitieren eindeutig von der Ehe. Sie werden verpflegt und umsorgt, ihre Lebenswerwartung steigt.
Frauen müssen viel Kraft aufwenden, um die «zerbrechlichen» Männer mitzuziehen. Resultat: Verheiratete Frauen sterben anderthalb Jahre früher als Single-Frauen.

 

 

15.   Gedichte – zum Thema menschliche Beziehungen

"Ich bin der Weg zum Horizont", sagte das Glück.
"Ich bin der Weg zum Abgrund", sagte der Schmerz.
"Ich bin Licht und Schatten", sagte das Leben.
"Ich bin Erlösung und Ende", sagte der Tod ...
"Ich bin Glück und Schmerz, Leben und Tod", dachte die Liebe

... und schwieg.

Unbekannt

 

Doch bin ich, wie ich bin,
und nimm mich nur hin!
Willst du bess're besitzen,
so lass dir sie schnitzen.

Johann Wolfgang Goethe

 

Wenn man in Märchen und Gedichten
erkennt die ew'gen Weltgeschichten,
dann fliegt vor einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.

Novalis

 

Wenn Worte überflüssig werden,
weil der Augenblick bis an den Rand mit Sinn gefüllt ist,
beginnt das Leben unwiderstehlich von sich zu erzählen
und führt uns mitten hinein in faszinierende Geschichten
– wenn wir nur lauschen.

Friedrich von Schiller

 

16.   Begegnung von Mensch zu Mensch – Virginia Satir

Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen.
Ich möchte dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten.
Ich möchte dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen.
Ich möchte zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen.
Ich möchte dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen.
Ich möchte dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen.
Ich möchte von dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben.
Ich möchte dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen.
Ich möchte dich informieren, ohne dich zu belehren.
Ich möchte dir helfen, ohne dich zu beleidigen.
Ich möchte mich um dich kümmern, ohne dich ändern zu wollen.
Ich möchte mich an dir freuen, so wie du bist.
Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.

 

Dr. Virginia Satir,  Übersetzung: Mathias Güldenstein

 

17.   Poem – Virginia Satir

* * *
I want to love you ... without clutching.
I want to appreciate you ... without judging.
I want to invite you ... without demanding.
I want to ask you ... without pleading.
I want to leave you ... without guilt feelings.
I want to join you ... without invading.
I want to criticize you ... without blaming.
I want to help you ... without insulting.
If I can have the same from you,
we can meet and truly enrich each other.

Dr. Virginia Satir

 

18.   Liebesgeflüster einer Seele

Wie ich dir begegnen möchte
Liebesgeflüster einer Seele

Ich möchte
dich lieben, ohne dich einzuengen;
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten;
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen;
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen;
zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen;
dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
von dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben;
dir meine Gefühle mitzuteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen;
dich informiert haben, ohne dich zu belehren;
dir geholfen haben, ohne dich zu beleidigen;
mich um dich kümmern, ohne dich verändern zu wollen;
mich an dir zu erfreuen – so wie du bist.
Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.

 

Wandspruch in einem englischen Souvenirladen

 

19.   Zitate zum Thema Bindung, Beziehungsgeflechte und -konflikte / Friendly and troubled Relationships

19.1   Zitate allgemein

  • Die Umstände von Liebe und leidenschaftlicher Begierde werden häufig durcheinander gebracht, […] die unterscheidende Diagnose […] kann Beteiligten und Beobachtern häufig Rätsel aufgeben. […] Der Gegensatz besteht zwischen der Verstrickung als des kleinen Selbstes und der beiderseitigen Übereinstimmung mit dem SELBST, die bei beiden Beteiligten die höhere Absicht anzeigt, gemeinsam der Beziehung zu dienen statt nur die Wünsche und Begierden des eigenen Egos zu befriedigen. Dr. David R. Hawkins, FU Erleuchtung ist möglich

 

  • Herzensliebe trat als geschätzte menschliche Fähigkeit erst vor wenigen Jahrhunderten in Erscheinung.
    - Zunächst wurde Liebe als Leidenschaft und Besitz betrachtet,
    - entwickelte sich aber dann zum großen Gefühl, und "Opfer aus Liebe" stellte sich als edles Ideal vor Augen.
    Die Blüte der Weiblichkeit hob ihr Ansehen vom Arbeitstier → Sexobjekt → Kindermädchen hin zur geschätzten Freundin, Partnerin und Liebenden. Das kennzeichnete die wirkliche tagtägliche Anerkennung des menschlichen Geists/Gemüts als ein Wesensmerkmal, das Liebe anzog und unterstützte.
    - Die Zuneigung erweiterte Liebe zum entscheidenden Motiv für dauerhafte Langzeitpartnerschaften, und Treue erschien sowohl als Tugend als auch als Hauptstütze für Beständigkeit. Dr. David R. Hawkins, FU Licht des Alls, S. 536

 

  • Liebe ist schwer. Liebhaben von Mensch zu Mensch, das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist. Rainer Maria Rilke

 

  • Nicht weil du bist, wie du bist, sondern weil ich bin wie ich bin, wenn ich bei dir bin. Erich Fried

 

  • In einem sehr realen Sinne ist alles Leben verbunden. Alle Menschen gehören unvermeidlich einem Netzwerk an, dessen Elemente allesamt zueinander in einer Wechselbeziehung stehen und in einem einzigen Gewand des Schicksals verknüpft sind. Was auch immer einen bestimmten Menschen direkt betrifft, betrifft indirekt alle seine Mitmenschen. Ich kann niemals das sein, was ich sein sollte, bis du das bist, was du sein solltest, und du kannst niemals das sein, was du sein solltest, bis ich bin, was ich sein sollte. Das ist das Charakteristikum der Realität. Rev. Martin Luther King jun.

 

  • Verständnis für sich selbst und Disziplin sind der Königsweg zum richtigen Verhalten in der Gesellschaft. Verständnis für andere und Hilfsbereitschaft sind die Grundlage für gute Beziehungen zu anderen Menschen. Buddha

 

  • Liebe kümmert sich nicht um künstliche Moral, sie erzeugt Glückseligkeit durch achtsame Aufmerksamkeit und daraus sich ergebender Annäherung zweier Fremder. Peter Lauster, deutscher Psychologe und Autor, *1940,  Die Liebe. Psychologie eines Phänomens, Taschenbuch-Auszüge von Ausgabe 86-115. Tausend, Januar 1984

 

  • Warum eigentlich sollten die Beziehungen zwischen den Menschen reibungslos funktionieren? Reibung erzeugt Wärme. Hans Derendinger

 

  • So scheint die Liebe Liebenden ein Halt. Bertold Brecht

 

  • HEUTZUTAGE werden: [...] Bekanntschaften gesucht, Kontakte geknüpft, Frauen aufgerissen, Männer angemacht, Gefühle investiert, Partnerschaften aufgebaut, Beziehungen unterhalten, Verhältnisse eingegangen, Ehen geschlossen und Scheidungen ausgesprochen. Und die Sehnsucht nach Liebe bleibt. Bertram Münker

 

  • Eine Ehe entwickelt sich selten oder vielleicht nie reibungslos und ohne Krisen zu einer persönlichen Beziehung; es gibt keine Bewusstwerdung ohne Schmerzen. Carl Gustav Jung

 

  • "Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?"
    "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge dafür, dass er ihm ähnlich wird."
    "Wer? Der Entwurf?"
    "Nein", sagte Herr K., "der Mensch." Bertolt Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner

 

  • Diese Mann-Frau-Beziehungen sind angefüllt mit Schmerz und Herrlichkeit und Wärme und wunderlichen Dingen. Aber in jedem Fall ist es wert, sich darauf einzulassen. Charles Bukowski, Briefzeile, August 1972

 

  • Es gibt so viele gescheiterte Beziehungen, weil die Frauen zwar gelernt haben, Netze zu knüpfen, aber nicht gelernt haben, Käfige zu bauen. Jonathan Swift (1667-1745)

 

Die "Paarregel" nach Hildegard von Bingen um 1200

  • Der Körper des Mannes gehört der Frau, der Körper der Frau gehört dem Mann.  

 

  • Ich bin erstens voll verantwortlich für alles,
    zweitens bin ich dennoch ganz abhängig vom anderen. [...]
    Beide Einsichten zusammen möchte man am liebsten abtun: als Widerspruch in sich. Unerträglich scheint vielen die Gleichzeitigkeit von ungeschmälerter Verantwortlichkeit, auch für Handlungen, die ihre Partner gegen sie richten, und gänzlicher Abhängigkeit selbst da, wo sie sich privatissime fühlen: in ihren Träumen, ihren Gedanken, ihren Entscheidungen. [...] Das bedeutet, Unbewusstes bewusst werden zu lassen, genauer: das Verflochtensein durch unser unbewusstes Handeln anzunehmen. Michael Lukas Moeller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, S. 178/179, rororo, 1988

 


Aschenputtel (Zeichnung) von Adrian Ludwig Richter
  • [...] jede Frau glaubt tatsächlich, dass es da draußen einen besonderen Prinzen gibt, nur für sie, und dass eine seiner vielen wundervollen Eigenschaften die ist, dass er nicht ein Macho-Heini ist wie all' die anderen Männer, die sie kennt. […] Fast alle Frauen, die ich kenne, gestalten ihr Leben aus einer Mischung von Aschenputtel, Schneewittchen und dem Froschkönig. Ron Smothermon, Das Mann/Frau Buch. Die Transformation der Liebe, ISBN 3-926257-01-6

 

  • Wenn man jemanden liebt, liebt man ihn nicht unentwegt, nicht Stunde um Stunde in ganz gleicher Weise. Das ist unmöglich. Es wäre ohnedies eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und dennoch verlangen die meisten Menschen genau das von uns. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Begeistert bejubeln wir die Flutzeiten und weichen entsetzt vor der Ebbe zurück mit der Befürchtung, dass die Flut nie wiederkehren wird. Wir drängen auf Beständigkeit und Dauer, wo doch die einzig mögliche Kontinuität im Leben wie in der Liebe Wachsen, Fließen, Freiheit ist. Die einzig wirkliche Sicherheit liegt nicht im Besitz, nicht im Fordern oder Erwarten, nicht einmal im Hoffen. Die Sicherheit in einer Beziehung liegt nicht im Blick zurück auf das, was sein könnte, sondern im Leben, in der Gegenwart und im Akzeptieren dessen, was ist. Anne Morrow Lindbergh, Muscheln in meiner Hand

 

  • Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie erst durch die kleinen Verschiedenheiten. Konfuzius

 

  • Mache die Familie zur Konstante deines Lebens und ermutige Kinder zu dauerhaften Bindungen. Horst Opaschowski, Zukunftsforscher, nach 20-jähriger Forschung

 

3 Ebenen von Sprache und Beziehung (Buber)

  • Drei sind die Sphären, in denen sich die Welt der Beziehung baut:
I. Die erste: das Leben mit der Natur,
darin die Beziehung an der Schwelle der Sprache haftet.
II. Die zweite: das Leben mit den Menschen,
darin sie sprachgestaltig wird.
III. Die dritte: das Leben mit den geistigen Wesenheiten,
darin sie sprachlos, aber sprachzeugend sind.
In jeder Sphäre, in jedem Beziehungsakt, durch jedes uns gegenwärtig Werdende blicken wir an den Saum des ewigen Du hin, aus jedem vernehmen wir ein Wehen von ihm,  in jedem Du reden wir das Ewige an, in jeder Sphäre nach ihrer Weise. Alle Sphären sind in ihm beschlossen, es in keiner.
Durch alle strahlt die eine Gegenwart. Martin Buber, Das dialogische Prinzip, Ich und Du, Verlag Lambert Schneider, 1923, 4. Aufl. Heidelberg, 1979

 

  • Menschen [Mann und Frau] kommen nicht zusammen, um sich zu binden, sondern um sich gemeinsam zu erlösen! Aus zwei wird eins in Gott. Interview mit Mario Mantese, Meister M, nachhaltig durch eine Nahtoderfahrung verändert, Licht der reinen Liebe, PDF, 13. Dezember 2004, München, präsentiert von Zeitschrift Lichtfokus Nr. 9, erschienen 14. Februar 2005

 

  • Bedenke, dass die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner den anderen mehr liebt als braucht. Dalai Lama XIV.

 

  • Im Bereich des Geistes ist das, was man als wahr erachtet, entweder wahr oder wird, innerhalb gewisser Grenzen, wahr. Diese Grenzen müssen durch Erfahrungen und Experimente gefunden werden. Einmal entdeckt, sind diese Grenzen weitere Anschauungen, die transzendiert werden müssen.
    Im gegenwärtigen Geist schafft der Körper klar umrissene Grenzen. Diese Grenzen müssen mit Hilfe körperlicher Ertüchtigung erweitert werden. Sind sie einmal erweitert, findet man heraus, dass die ursprünglichen Grenzen transzendiert und neue Grenzen errichtet wurden. Die neu erweiterten körperlichen Grenzen helfen, die Begrenzung des Geistes zu erweitern. [...]
    Die Begrenzungen, die der Kommunikation über diese neuen Bereiche des Geistes mit anderen Geistern auferlegt, sind, wurde ebenfalls festgestellt: Ist man erst einmal tief in seinem tiefen und tieferen Selbst gewesen (es vertieft sich mit jedem Mal, wo man der Isolation ausgesetzt ist), muss auch die Fähigkeit, Daten weiterzuleiten, zunehmen. Ich stellte fest, dass die meisten (nicht alle) anderen Köpfe nicht bereit sind, zu hören, zu verstehen, zu begreifen, was es bedeutet, innerhalb solcher Forschungsarbeiten zu entdecken, zu experimentieren, in ihnen aufzugehen. Gewisse Bereiche des Geistes, gewisse Seinszustände, gewisse Zustände des eigenen Bewusstseins sind für die meisten anderen Geister so fremd, so unheimlich, so sonderbar, so ungewohnt, dass sie weder zuhören können, was man sagt, noch lesen können, was man schreibt, ohne aus der Fassung zu geraten beziehungsweise, nicht voreingenommen gegenüber dem Forscher zu sein, womit sie das ganze Bemühen, darüber zu sprechen, als negativ einstufen oder für null und nichtig erklären. Ich habe einige wenige gefunden, die das nicht tun. John C. Lilly und seine Frau Antonietta Lena Lilly, Der Dyadische Zyklon. Innere und Äussere Entwicklungen zweier Zentren – eines Paares, später Ein Paar Werden, Sphinx Verlag, 1983

 

19.2   Zitate allgemein (engl.)

 

  • A perfect relationship, I think, is one that delivers the lessons we have chosen to learn. Likely it won't always meet our definition of "bliss." Likely it will include the toughest, most difficult lessons two people can teach other, lessons they would never abide from any other soul. But we humans are brilliant at choosing, with unerring precision, exactly the partners we need to learn what we must. Richard Bach, Personal website

 

  • It's been extremely important to me to interact with a woman [Riane Eisler] who is able to love me as I'm able to love her on some basis of equality. It takes up so many marriages, and so many affairs [...] to work through the dominator-dominated patterning that's built into us. [...] Women are making this breakthrough and they've begun to see out beyond this cage that every male is still encased in, almost without exception. David Loye, partnership researcher (USA)

 

  • In marriage you are neither the husband nor the wife; you are the love between the two. Nisargadatta Maharaj

 

  • The value of marriage is not that adults produce children, but that children produce adults. Peter De Vries

 

  • Question – Mary Hynes, host: Is marriage a particularly fertile place for dark nights of the soul to come about?
    Answer – Thomas Moore: Marriage is a great mystery. [...] It is mysterious how you meet the person, what attracted one person to the other. [...] After you have lived together for a while it gets even worse, more entangled. Marriage is a great example of the life of a soul. [...] When you marry someone else you are really getting linked up with their soul which is largely unconscious to them. [...] The marriage often contradicts your conscious desires and wishes for it. [...] You got into something that is full of soul and heart. [...] The families are very much part of the married, the families get married, too. [...] It is an illusion that is only about two people trying to be compatible. [...] You may not be compatible at all, but still you want to be together. Audio interview with Thomas Moore, theologian, psychotherapist, Marrying God. Diary of a Poet-Priest, Dark Nights of the Soul, presented by CBC Radio Tapestry, host Mary Hynes, 21:26-26:22 minutes, 24. July 2005

 

  • I believe that women are evolutionary ahead of men, and have been for maybe forty, fifty years. [...] Women have grown ahead of men. Social conditions have been changed by women. Women learned to cultivate their internal masculine – maybe even better than men. David Deida, live presentation The Deida Experience (audio sample)

 

  • Women are taking the lead right now. Most men are idiots compared to most women these days because women are ahead of men. [...] Women are suffering [regarding men] what men have always suffered [regarding women]. 'Where are the good men? Where are the good men?' The good women are going to be fairly lonely. [...] Let's say there is one good man for ten good women. David Deida, live presentation The Deida Experience (audio sample)

 

 

  • I always tell couples, the good news is when you are about 65 you guys are gonna be well matched. The relationship issues will always exist, but there is always hope.   Dr. Louann Brizendine, Professor in Neurobiology, Neuropsychiatrist at UC Berkeley, founder of the first US clinic to study and treat women's brain functions, video presentation The female brain, ForaTV Book Passage, Corte Madera, CA, mentioned at minute 37:08, 1:06:24 duration, 17. November 2006

 

Jane Fonda on her divorce

  • And then, you know, when I hit 60, I didn't want to live laterally. I wanted to live vertically and go deep and slow down. I know it's hard for you to understand this. Before we went on air, Larry said he doesn't know how to relax, neither does Ted [Turner]. But I wanted – I wanted to go deep into life. And I wanted to really – he was a man that I wanted to show up for. I had been afraid of intimacy all my life. And I worked real hard on myself to get over that, and to get over the disease to please. And I wanted to bring my whole self to the table with this man that I wanted to spend the rest of my life with. And he couldn't take it. Jane Fonda, LARRY KING LIVE Interview with Jane Fonda, talkshow host Larry King, CNN, 6. April 2005, 21:00 ET
    "He can't go back to the past and heal himself. […] He's too afraid that it will all come in and drown him." Jane Fonda,  NY Daily News.com/gossip, 10. November 2008

 

  • The things that allow certain people to become super-achievers are the exact opposite qualities that allow them to have successful relationships. Jane Fonda, quoted in Just call me Ted by Ted Turner, her ex-husband, and Bill Burke, 2008
    Ted Turner lived by the motto
    "Early to bed, early to rise, work like hell and advertise!". His oldest son experienced his father as a "dictator".
    On their first date with Fonda he confided to her:
    "I want you to know I was brought up a male chauvinist."
    • I wanted to be the world’s greatest sailor, businessman and lover, all at the same time. I had to settle for two out of the three. Number one businessman and number one sailor. Ted Turner (* 1938) media-mogul, founder of CNN, philanthropist, Just call me Ted, co-authored by Bill Burke, 2008

 

  • In the province of connected minds, what the network believes to be true, either is true or becomes true within certain limits to be found experientially and experimentally. These limits are further beliefs to be transcended. In the network's mind there are no limits. John C. Lilly and his wife Antonietta Lena Lilly, The dyadic cyclone: The autobiography of a couple, Paladin, 1978

 

  • The ultimate aim of all love affairs is actually more important than all other aims in life [...]. What is decided by it is nothing less than the composition of the next generation. Arthur Schopenhauer, German philosopher; cited in: Walter Moore, Erwin Schrödinger, Schrödinger: Life and Thought, biography
    '-Schrödinger admits that his love life [esp. with a lover in a Swiss chalet] influenced his discovery of the quantum theory.

 

  • Who ever loves, if he do not propose the right true end of love, he's one that goes to sea for nothing but to make him sick. John Donne (1572-1631) English preacher, poet

 

  • The intelligence [that] arises out of sex and beauty is intuition. D. H. Lawrence, Lady Chatterley's Lover

 

 

19.3   Zitate (engl.) – Beziehungskonflikte / Troubled Relationships

  • Every form of marital therapy or couple therapy [based on deficit theories] practiced in the world today has been shown in controlled outcome studies to be hardly effective at all. Audio interview with David D. Burns, MD, adjunct clinical professor of psychiatry and behavioral sciences at the Stanford University School of Medicine, psychiatrist, early proponent of Cognitive Psychology and Positive Psychology, author of "Feeling Good Together", on Healing Troubled Relationships, presented by web radio station Shrink Rap Radio, #205, host Dr. Dave aka David Van Nuys, Ph.D., minutes 24:48 minutes out of 1:08:10 minutes duration, 9.53 MB, aired 24. April 2009

 

Three fundamental insights of changing one's lifeDr. David D. Burns

  1. I am triggering the very behavior in the person/s I am not getting along with.
  2. I fail to see my self-deception / self-denial in pushing the person/s away.
    I am responsible for experiencing a lack of intimacy.
  3. I focus my energy on taking self-responsibility for my relationships so they may be transformed into to loving ones.

 

Five skills of effective communication / conflict resolveDr. David D. Burns
E-A-R principle

E Empathy (YOU) expressed as Disarming skills (item 1.-3.) based on the law of opposites
Paradox: Defending oneself from false criticism proves it true.
A Assertiveness (ME)
R Respect (US)

 

  1. Thought empathyParaphrase what your partner says. – (YOU)
    Find truth in critical comments.
  2. Feeling empathyAcknowledge what your partner feels. – (YOU)
  3. InquiryAsk your partner general probing questions to get to know them better. – (YOU)
  4. Assertiveness skillShare your own feelings with your partner ("I feel xxx..."). – (ME)
  5. Conveying respectStroke your partner even in the heat of the argument. – (US)

 

All is fair in love and war.
Edward Smedley

 

20.   Englische Texte – English section on Relationship nets

20.1   Involuntary connection between couples

Three dozen double blind randomized studies on couples have been performed by the Institute of Noetic Sciences, California (Dean Radin and Marilyn Schlitz) and universities of Washington and Edinburgh showed an involuntary connection between couples.

 

When one partner focused on the other with loving intention his or her blood flow and perspiration level raised within 2 seconds. Chances for this to happen are 1 : 11.000.
Source: Web radio report Can Positive Thoughts Help Heal Another Person?, presented by NPR, Barbara Bradley Hagerty, minute 4:14+, 8:26 minutes duration, 21. May 2009

 

20.2   Sechs Archetypen der Liebe nach Dr. Allan Hunter – Six Archetypes of Love

  1. Innocent – Life begins with innocence. Infant's mind, and beginner's mind is innocent and idealistic. Whoever begins new things is unsuspecting, until he is hurt and heartbroken. This shatters the naive idealism.

 

  1. Orphan – Knowing that the world and people are not perfect the orphan archetype longs to belong to community. Being the outsider of the clique he wants to be 'adopted', have friendships, and love relationships. So the orphan 'settles' for broken love.

 

  1. Pilgrim – The Pilgrim archetype leaves behind the safety net of mainstream society, gives up his safe job, and the prospect of an accountable life, in order to follow a vision quest to discover who he is.
    Moses, Mohamed, Jesus, Buddha, King Lear, Hamlet went out into the wilderness to find the truth of their being.

 

  1. Warrior-Lover – The balance of the twin-archetypes of Warrior and Lover is crucial when it comes to fighting for the things he loves, declaring, 'This is who I am. This is what I believe, and for which I stand up.' The truly loving Lover aspect is prepared to risk his life as a warrior standing up for his convictions.

 

  1. Monarch-Pair / King and Queen – Once the Warrior-Lover achieved the equilibrium between action and compassion, outwards and inwards, the larger world will call him to the Monarch archetype who does not engage in battling anymore. The skilled and delicate Monarch respects that people are at different levels. King and Queen envelop others with trust, faith, love, and occasionally with corrective measurements. Hence the kingdom gets empowered and nurtured by the field of the winning couple.

 

  1. Magician – Unexpected miracles happen around the magician who says the right thing and allows others freedom and creativity as a way to claim one's soul. People take charge of their own lives, make a difference and perform extraordinary deeds. The Magician is a crust buster and knows how and when to pick players and how to place them. This leader coaches and guides others with ease from behind, on the sidelines.

 

Source: Dr. Allan Hunter, professor of literature, counselor and personal development workshop leader,
The Six Archetypes of Love. From Innocent to Magician, Findhorn Press, 2008

 

Deutsch: Archetypen – 1. Unschuldiger, 2. Waise, 3. Pilger, 4. Krieger-Liebender, 5. Monarch (König und Königin), 6. Magier

 

20.3   Gender Related Behavioral Stereotypes / Geschlechtsrelevante Verhaltensmuster

* * *

Men lie.     –     Women cry.
Men Don't Listen.      –   Women Never Stop Talking.
Men Can Only Do One Thing at a Time.     –     Women Can't Read Maps.
Men hate to be wrong.     –     Women are radar detectors.


Allan and Barbara Pease

 

 

21.   Beziehungsparadoxa – Pro und Kontra

 

* * *

 

– PRO –
Answers

 

He: Yes. At last. It was so hard to wait.
She: Do you want me to leave?
He: No! Don't even think about it.
She: Do you love me?
He: Of course! Over and over!
She: Have you ever cheated on me?
He: No! Why are you even asking?
She: Will you kiss me?
He: Every chance I get.
She: Will you hit me?
He: Are you crazy! I'm not that kind of person!
She: Can I trust you?
He: Yes.
She: Darling!

 

– CONTRA –
Questions

 

Hint: Read from bottom to the top – in reverse order.

 

 

22.   Links zum Thema Bindung, Beziehungsgeflechte und -konflikte / Relationships

22.1   Literatur

  • Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, Ullstein, Berlin (1956), 2003
  • Peter Lauster, Die Liebe. Psychologie eines Phänomens, Januar 1984
  • Robin Norwood, Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1986
  • Michael Lukas Moeller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, rororo Sachbuch 60379, 1988
  • Sam Keen, Königreiche der Liebe. Die sieben Stufen der Ekstase
    1. Besitz 2. Spiel 3. Macht 4. Herz 5. Reinigung 6. Licht 7. Gnade, Frankfurt/M; Berlin, Ullstein, 1992
  • Anne Wilson Schaef, Die Flucht vor Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist, dtv Verlag, Ungekürzte Ausgabe, 2002
  • Chuck Spezzano, Wenn es verletzt, ist es keine Liebe. Die Gesetzmäßigkeiten erfüllter Partnerschaft, Goldmann Arkana, München, 2005
  • Hermann Meyer, Jeder bekommt den Partner, den er verdient, ob er will oder nicht!, Trigon Verlag, 6. Auflage, August 1997

22.2   Literatur (engl.)

22.3   Externe Weblinks


22.4   Externe Weblinks (engl.)


  • Blog entry by Robert Fuller, former president of Oberlin College, rankism and dignity researcher, Must Love End?, presented by PsychologyToday.com, 20. September 2009

22.5   Audio- und Videolinks

22.6   Audio- und Videolinks (engl.)

1. Biology, 2. Sensuality, 3. Desire / Mating, 4. Heart Love / Commitment, 5. Intimacy / Trust / Truth, 6. Appreciation / Revealing Radiance 7. Ecstasy / God Union

22.7   Audio- und Videolinks (engl.) – Barry and Janae Weinhold

 

22.8   Interne Links

Englisch

Hawkins