Wiki-Menu: 2·
A·
B·
C·
D·
E·
F·
G·
H·
I·
J·
K·
L·
M·
N·
O·
P·
R·
S·
T·
U·
V·
W·
Y·
Z
Hawkins-Menu: A·
B·
C·
D·
E·
F·
G·
H·
I·
J·
K·
L·
M·
N·
O·
P·
Q·
R·
S·
T·
U·
V·
W·
Z
Der dankbare Dichter
1. Die siebte Kammer des Himmels
|
Eines Nachts kam ein Engel zu vier Rabbinern auf Besuch. Er weckte sie auf und trug sie auf seinen Schwingen in die siebte Kammer des Siebten Himmels. Dort erblickten die vier Neuankömmlinge mit eigenen Augen das Heilige Rad von Hesekiel.
Irre werden
- Schon auf dem Rückweg zu ihrem Heimatplaneten Erde verlor der erste Rabbiner seinen Verstand, denn sein Geist war so stark vom göttlichen Glanz geblendet worden, dass er fortan nur noch brabbelnd durch die Lande irrte.
Verleugnung
- Der zweite Rabbiner zeigte sich unbeeindruckt und verleugnete schlicht, was er im Siebten Himmel gesehen hatte. Er winkte ab und gab zum Besten: Ach was, das haben wir doch bloß geträumt!
Fanatisch werden
- Der dritte Rabbiner entpuppte sich als fanatischer Eiferer. Sein Terminkalender war voll. Er hielt Vorträge und Seminare über die Bedeutung und die Hintergründe seines Erlebnisses und argumentierte mit anderen Gelehrten.
Herzenspoesie
- Und der vierte Rabbiner wurde ein Dichter, der am Fenster seines Zimmers saß und ein Danklied nach dem anderen verfasste über die Tauben im Kirschbaum, seine kleine Tochter in der Wiege und den mit Sternen übersäten Nachthimmel.
Er war der Einzige unter den vier Himmelsgästen, die Gott geschaut hatten, der es vermochte, sein Glück zu ertragen.
nachempfunden Clarissa Pinkola Estes, Die Wolfsfrau
|
↑
1.1 Interne Links
Hawkins