SpiritualWiki

Wiki / Geldwirtschaft

Wiki-Menu:  

2·2012


Hawkins-Menu:


 

Geldwirtschaft

 

 

 

 

 


 

Zinswirtschaft

Die Zinswirtschaft des Geldes und der persönliche Besitz an Grund und Boden sind problematisch, da sie zur Folge haben, dass die Gruppe der Grund- und Kapitalbesitzer ihren finanziellen Reichtum immer mehr vergrößern, ohne eine Leistung zu erbringen, während jene, die weder Kapital noch Immobilien besitzen, mit jeder finanziellen Transaktion einen Anteil an Zins bezahlen, der den Besitzenden zugute kommt.

Biblisches Zinsverbot

Diese Mechanismen wurden schon früh erkannt; so findet sich eines der ersten überlieferten Zinsverbote überhaupt in der Bibel, unter anderem in 5. Mose 23, 20 ff:
Du sollst von deinem Volksgenossen keinen Zins nehmen, weder Zins für Geld noch Zins für Speise, noch Zins für irgend etwas, was man leihen kann. Von dem Ausländer magst du Zins nehmen, von deinem Bruder aber sollst du nicht Zins nehmen, auf dass der Herr, dein Gott, in allem,
was du unternimmst, dich segne in dem Lande, dahin du ziehen wirst, es zu besetzen.

 

Zu biblischen Zeiten galt das Zinsverbot nur für die "Volksgenossen", und es gab keine so bedeutenden Wirtschaften wie heute, so dass die schädlichen Wirkungen des Zinses in Grenzen gehalten wurden, wenn er gegenüber Fremden verlangt wurde. Heute allerdings, in unserer globalisierten Welt, ist es sinnvoll, alle anderen Menschen als "Volksgenossen" zu definieren und den Zins vollständig abzuschaffen, womit eine große Quelle der Ungerechtigkeit aus der Welt entfernt würde.

 

Ebenfalls finden sich in der Bibel schon Beschränkungen für Grundbesitz in 3. Mose 25, 23 ff:
Wenn dein Volksgenosse neben dir verarmt und sich nicht mehr zu halten vermag, so sollst du ihn aufrechthalten, dass er wie ein Fremdling oder Beisasse neben dir leben kann. Du sollst keinen Zins und keine Zulage von ihm nehmen, sondern du sollst dich vor deinem Gott, fürchten, so dass dein Volksgenosse neben dir leben kann. Du sollst ihm dein Geld nicht auf Zins geben, noch deine Speise mit der Verpflichtung zu einer Zulage [bei der Rückerstattung].
Grund und Boden darf nicht für immer verkauft werden, denn das Land ist Gottes, und die Menschen sind Fremdlinge und Beisassen auf ihr.

Freigeld-Experiment von Wörgl

Im Jahr 1932 litt die österreichische Gemeinde Wörgl an einer schwierigen finanziellen Situation und hoher Arbeitslosigkeit. Darauf hin startete die Gemeinde ein vielfach beachtetes und erfolgreiches Experiment mit Freigeld nach der Lehre von Silvio Gesell, das die Wirtschaft wieder in Schwung brachte und innerhalb der Gemeinde soviel Wohlstand schuf, dass das Experiment unter dem Namen "das Wunder von Wörgl" weithin bekannt wurde. Die Österreichische Nationalbank klagte daraufhin vor Gericht gegen die Gemeinde Wörgl, weil ihr allein das Recht zustünde, Geld auszugeben. 14 Monate später im September 1933 wurde das Experiment nach Androhung eines Armeeeinsatzes abgebrochen.

 


Pfirsiche
  • Es gibt in der Volkswirtschaft keine kleinen Fehler. Der geringste Missgriff zieht unberechenbare Folgen nach sich. Wer von einer irrigen Theorie geleitet seinen Weg fortsetzt, gelangt unfehlbar auch zu irrigen Resultaten. Silvio Gesell (1862-1930) deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Die Verstaatlichung des Geldes, 1892, zitiert in: ''Gesammelte Werke Band 1", S. 167, 1891-1894

 

  • Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt. [...] Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen. Silvio Gesell (1862-1930) deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Geld oder Krieg, 1912, zitiert in: ''Gesammelte Werke Band 7", S. 170, 1891-1894

 

  • Reichtum und Armut sind gleichmäßig verkehrte Zustände. Sie gehören nicht in einen geordneten Staat. Sie sind mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar. [...] Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen. Silvio Gesell (1862-1930) deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, 1920, zitiert in: ''Gesammelte Werke Band 11", S. 226, 1891-1894

 

  • Das Fundament des Zukunftsstaates kann nur die Liebe sein, die aus dem Glauben an Gott erwächst, die unendliche Liebe zum Menschen aller Sprachen, aller Staaten, aller Farben – die große Liebe, die keinen Sinn hat für Macht, Militär, Gewalt, Zölle, Monopole, Monarchie und Parteistandpunkte. Silvio Gesell (1862-1930) deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Der abgebaute Staat, 1927, zitiert in: "Gesammelte Werke Band 16", S. 282, 1891-1894

 

  • Wenn wir unfähig bleiben, die Aufgabe, die uns gestellt wurde, zu lösen [...], wird die Regierung von links nach rechts und von rechts nach links pendeln. Und jeder Pendelschlag wird die Verwirrung, die Hilf- und Ratlosigkeit vermehren. Silvio Gesell (1862-1930) deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Winter 1929/30, zitiert in: "Gesammelte Werke Band 11", S. 402, 1891-1894

 

(↓)

Marx' Gesellschaftstheorie ist gescheitert, Gesells Freiwirtschaftstheorie wurde noch nicht langzeitig geprüft.

  • Gesells Hauptwerk in kühler, wissenschaftlicher Sprache geschrieben, obschon es durchweg von einer leidenschaftlicheren, einer erregteren Hingebung für gesellschaftliche Gerechtigkeit durchströmt ist, als manche für einen Gelehrten schicklich finden. […] Der Zweck des Buches als Ganzes kann als die Aufstellung eines anti-marxistischen Sozialismus beschrieben werden […] Ich glaube, dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird. Das Vorwort zu Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld wird dem Leser, wenn er es nachschlägt, die moralische Höhe Gesells zeigen. Die Antwort auf den Marxismus ist nach meiner Ansicht auf den Zeilen dieses Vorwortes zu finden. John Maynard Keynes (1883-1946) englischer Wirtschaftswissenschaftler spezialisiert auf moderne Makroökonomie, King's College, Universität von Cambridge, Fritz Waeger (Übersetzung), Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, S. 298ff, Duncker & Humblot, Berlin, 1936, 7. unveränderte Auflage 1994

Silvio Gesells Freigeld-Modell

Missverständnis Nr. 1Es gibt nur eine Art von Wachstum.
Missverständnis Nr. 2Zinsen zahlen wir nur dann, wenn wir uns Geld leihen.
Missverständnis Nr. 3Das gegenwärtige Geldsystem dient allen gleichermaßen.
Missverständnis Nr. 4Inflation ist ein integraler Bestandteil eines jeden Geldsystems.

 

EINE UMLAUFGEBÜHR ERSETZT DIE ZINSEN
1916 formulierte Silvio Gesell (1862-1930) seine Idee einer "natürlichen Wirtschaftsordnung", die den Geldfluss sichert, indem Geld zu einer staatlichen Dienstleistung wird, für die Menschen eine Nutzungsgebühr entrichten. Statt denjenigen Zinsen zu zahlen, die mehr Geld haben, als sie benötigen, damit sie das Geld zurück in den Umlauf geben, sollen diese eine geringe Gebühr zahlen, wenn sie ihr Geld vom Umlauf zurückhalten. Diese Gebühr kommt nicht Einzelnen zugute, sondern den aktiv am Marktgeschehen Beteiligten, die miteinander Austausch betreiben und die Akzeptanz des Zahlungsmittels gewährleisten.

 

Um diesen Gedanken besser zu verstehen, ist es hilfreich, das Geld mit einem Eisenbahnwaggon zu vergleichen, der ebenso wie Geld den Austausch von Gütern erleichtert. Natürlich zahlt niemand demjenigen, der einen Waggon benutzt, eine Prämie (= Zins), damit er ihn entlädt, um ihn zurück in den Umlauf zu bringen, sondern der Nutzer zahlt eine geringe Gebühr, "Standgeld" genannt, wenn er den Waggon nicht entlädt. Das wäre im Grundsatz alles, was wir mit dem Geld tun müssten, um den Zins und seine negativen Folgen abzuschaffen. Der jeweilige Benutzer bezahlt eine geringe "Parkgebühr" , wenn er das neue Geld länger behält, als für den Zweck des Austausches erforderlich ist.

 

Während heutzutage Zinsen einen privaten Gewinn darstellen, würde die Benutzungsgebühr für das Geld einen öffentlichen Gewinn darstellen. Die Gebühr müsste wiederum in den Geldkreislauf zurückgebracht werden, damit das Gleichgewicht zwischen dem Geldvolumen und Volumen der wirtschaftlichen Aktivität bestehen bleibt. Sie würde eine öffentliche Einnahmequelle darstellen, mit der die Kosten der Notenbank und des Geldumtauschs abgedeckt werden. Überschüsse gingen – wie heute auch – in die Bundeskasse und könnten für Schuldentilgungen zweckgebunden werden. Diese Änderung – so einfach sie auch scheinen mag – ist eine Lösung für die vielen Probleme, die durch den Zins und Zinseszins in der Vergangenheit und Gegenwart hervorgerufen wurden.

 

Silvio Gesell nannte diese Form von Geld "Freigeld", weil es zinsfrei war.
Dieter Suhr hat dafür den Begriff "Neutrales Geld" geprägt, weil es allen dient und keinem einseitige Vorteile einräumt wie das heutige Geldsystem. Dieser Bezeichnung schließe ich mich an. Wenn ich über zinsfreie Tauschmittel spreche, die einer Nutzungsgebühr unterliegen, verwende ich den Begriff Neutrales Geld.

 

Buch – Referenz: Prof. Dr. Margrit Kennedy macht-geld-sinn.de Freiwirtschafts-Befürworterin (1939-2013) deutsche Architektin, Ökologin, Kapitalismus-Kritikerin, Freiwirtschafts-Befürworterin, Schriftstellerin, Geld ohne Zinsen und Inflation. Ein Tauschmittel, das jedem dient, Wilhelm Goldmann Verlag, München, bearbeitete und ergänzte 1. Auflage 1. September 1991, 1994
Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht.

Liste von neuerfundenen Firmen und Organisationen – Frederic Laloux

Die Neuerfindung von Organisationen
༺༻Firma
Organisation
KurzbeschreibungOrtMitarbeiterStatus
1.RHDSoziale DienstleistungenUSA4.000Nonprofit
2.Sounds TrueMedienUSA90Profit
3.Sun HydraulicsHydraulikkomponentenGlobal900Profit
4.AESEnergieversorgungGlobal40.000Profit
5.BSO/OriginIT ConsultingGlobal10.000Profit
6.BuurtzorgGesundheit, HauspflegeNiederlande7.000Nonprofit
7.ESBZSchulenDeutschland1.500 MA, Schüler, ElternNonprofit
8.FAV IMetallverarbeitung, GangschaltungenFrankreich500Profit
9.Kliniken HeiligenfeldPsychische GesundheitDeutschland600Profit
10.HolacracyOrganisationsentwicklungsberatungUSAKeine / Nur Partner 
11.Morning StarNahrungsmittelUSA400-2.400Profit
12.PatagoniaOutdoorausrüstungUSA1.350Profit
Sources featuring Frederic Laloux, Belgian US American adviser, coach, facilitator with corporate leaders, visionary author
Book: Reinventing Organizations. A Guide to Creating Organizations Inspired by the Next Stage in Human Consciousness, Nelson Parker, 20. February 2014
Article: Reinventing Organizations. Three Breakthroughs You Can Use to Make Organizations More Integral – Frederic Laloux and Ken Wilber, 10. February 2014
Quelle: Artikel: ► Frederic Laloux, belgisch-US-amerikanischer Firmenberater, visionärer Autor, B) Die Neuerfindung von Organisationen [Reinventing Organisations]. Ken Wilber im Gespräch mit Frederic Laloux, präsentiert von der deutschen online-Zeitschrift Integrales Forum, integral informiert, zusammengefasst von Michael Habecker, Seite 7, Nr. 47, Mai/Juni 2014

Zitate zum Thema Alternative Geldmodelle / Alternative monetary economy and money models

Zitate allgemein

Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen vernachlässigen und den anderen bevorzugen. Er wird dem einen treu sein und den anderen hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Geld [Mammon]. Matthäus 6, 24 (NT)

 

Persönliche Bekenntnisse

  • Ich bin vollkommen für ein Grundeinkommen und glaube deshalb, dass wenn Christen das durchdenken würden, sie auch für ein Grundeinkommen wären und das würde ich sehr hoffen. […] Im Kloster sehen wir, obwohl die Gelegenheit gegeben ist, nichts zu tun, dass die Sicherheit bei den meisten Mönchen, eine freudige Betätigung auf ihrem Gebiet auslöst. Video TV-Gespräch mit Bruder David Steindl-Rast, M.A., Ph.D. (*1926) österreichisch-US-amerikanischer katholischer Benediktinermönch, Psychologe, Anthropologe, Vertreter des interreligiösen Dialogs zwischen Christentum und Buddhismus, Spiritualität und Wissenschaft, Ansichten eines Mönchs zum Grundeinkommen, präsentiert von Grundeinkommen.TV, Basel, CH, Gastgeber Enno Schmidt (*1958) deutscher Künstler, Maler, Filmemacher, Initiator der Initiative Grundeinkommen, YouTube Film, 11:55 Minuten Dauer, eingestellt 5. November 2012

 

(↓)

mit dem Druck als Anreiz ist ein Denkfehler.

  • Das [Druck als Anreiz] ist ein Denkfehler.
    Im Leben braucht man keinen Druck, sondern Sog.
    ⚑ Wer fliegen möchte, braucht Thermik. Flugzeuge fliegen, weil Sog aufgebaut wird.
    ⚑ Ich selbst bin Vater von sieben Kindern – die reagierten alle nur auf Sog.
    ⚑ Kunden, die bei uns kaufen [in dm-Märkten], kommen, weil sie den Sog verspüren, nicht weil man ihnen in den Hintern tritt.
    Philosophisch gesehen ist die Sache mit dem Druck ist ein Irrtum, den der Teufel erfand.
    Interview mit Götz Werner (*1944) deutscher Gründer, Gesellschafter und Aufsichtsratmitglied des dm-Drogeriemarkt-Konzerns mit 34.000 Mitarbeitern, 2200 Filialen und 5,2 Milliarden Euro Umsatz, Vertreter der Idee des bedingungsloses Grundeinkommens, Grundeinkommen stellt Gesellschaft vom Kopf auf die Füße, präsentiert von der österreichischen Tageszeitung Der Standard, Verena Kainrath, 21. Januar 2017

Blick durch ein Kaleidoskop

 

(↓)

Grundeinkommen: eine kopernikanische Bewusstseinswende

  • Business Insider: Die Schweizer haben in der weltweit ersten Volksabstimmung über die Einführung eines Grundeinkommens mit 78 Prozent gegen ein solches gestimmt.
    Götz Werner: Die Einführung des Grundeinkommens bedeutete eine kopernikanische Wende unseres Bewusstseins. Ein utopisches Thema also, und Utopien brauchen immer länger. Die Schweizer haben drei Volksabstimmungen gebraucht, um das Wahlrecht für Frauen einzuführen. Ich hoffe, dass es beim Grundeinkommen nicht so lange dauert. Die Sache ist ja nicht vom Tisch. In einer Befragung nach der Wahl gaben 66 Prozent der Schweizer an: 'Jetzt fängt die Diskussion erst richtig an'. Interview mit Götz Werner (*1944) deutscher Gründer, Gesellschafter und Aufsichtsratmitglied des dm-Drogeriemarkt-Konzerns, Vertreter der Idee des bedingungsloses Grundeinkommens, dm-Gründer fordert 1.000 Euro monatlich für jeden — seine Begründung ist verdammt gut., präsentiert von der Online Wirtschaftszeitung Business Insider Deutschland, Felix Mescoli, 10. Juni 2016

 

  • Wir haben immer weniger Arbeit, die bezahlt wird, und immer mehr, die nicht bezahlt wird.
    Wenn wir es ernst meinen mit der Selbstbestimmung des Menschen, dann müssen wir ihm auch etwas zutrauen.
    Wir brauchen die Fantasie und Kreativität dieser neuen Generationen, weil wir sonst die ökologischen und sozialen Probleme nicht lösen können.
    Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wäre ein Element eines völlig neuen, sinnvollen Wirtschaftssystems. Man muss die Wirtschaft neu denken. Sonst fahren wir den Planeten gegen die Wand.
    Es ist eine Chance, dass sich das Individuum verantwortlich verhalten kann, weil ihm durch das BGE wirtschaftliche Freiheit gegeben wird.
    Interview mit Adolf Muschg (*1934) Schweizer Literaturwissenschaftler, Dichter, Schriftsteller, Mit dem Grundeinkommen kommen wir aus dem Buchhalterwesen heraus, präsentiert von ref.ch, Portal der Schweizer reformierten Kirche, Gastgeber Matthias Böhni, 23. November 2015

General quotes

Future prospect

(↓)

Basic income for all

  • I have the audacity to believe that peoples everywhere can have:
Rev. Martin Luther King, Jr. (1929-1968) US American Baptist minister, activist, leader of the African American civil rights movement, Nobel Peace Prize laureate, Acceptance Speech, Oslo, Norway, 10. December 1964

 

(↓)

Basic income right: an idea over 500 years old

  • The philosopher Sir Thomas More (1478-1535) first hinted at it in his book, "Utopia," more than 500 years ago. And its proponents have spanned the spectrum from the left to the right, from the civil rights campaigner, Martin Luther King, to the economist Milton Friedman. And it's an incredibly simple idea: basic income guarantee. It's a monthly grant, enough to pay for your basic needs: food, shelter, education. It's completely unconditional, so no one's going to tell you what you have to do for it, and no one's going to tell you what you have to do with it. The basic income is not a favor, but a right. There's absolutely no stigma attached.   Video presentation by Rutger Bregman (*1988) Dutch historian, author, Poverty isn't a lack of character; it's a lack of cash, transcript, presented by TED Talks 2017, Vancouver BC, Canada, 24.-28. April 2017, minute 6:42, 14:58 minutes duration, posted May 2017

 

(↓)

Poverty mistaken for character defect


Quotes by Frederic Laloux

Frederic Laloux, Belgian US American adviser, coach, facilitator with corporate leaders, visionary author, Reinventing Organizations. A Guide to Creating Organizations Inspired by the Next Stage in Human Consciousness, Nelson Parker, 20. February 2014

 

SELF-MANAGEMENT ❄ Trust

  • We relate to one another with an assumption of positive intent. Until we are proven wrong, trusting co-workers is our default means of engagement. Freedom and accountability are two sides of the same coin.
    See also: ► Prisoner's dilemma: Four strategies to solve the cooperation ↔ competition conflict
  • When trust is extended, it breeds responsibility in return. Emulation and peer pressure regulates the system better than hierarchy ever could.
  • Culture in self-managing structures is both less necessary and more impactful than in traditional organizations.
    Less necessary because culture is not needed to overcome the troubles brought about by hierarchy.
    ➤ And more impactful, for the same reason – no energy is gobbled up fighting the structure, and all energy and attention brought to organizational culture can bear fruit.
    From a Teal perspective, organizational culture and organizational systems go hand in hand, and are facets of the same reality – both are equally deserving of conscious attention.
  • In self-managing organizations, people can choose to set themselves targets when they find it useful – rather like a hobby runner who spurs herself on by extending her goals.
  • After our IPO in January 1997, we had to get better at predicting our numbers. … The market penalized us when we missed one quarter in '99 after we adopted a new manufacturing system. We said, "Look, we can’t predict what's going on in the economy, and we have no idea what our orders will look like a year from now. […] We don't run this business by the numbers. The numbers will be doing what the numbers will be doing; we can just give you a good picture of what the next quarter will bring. So, we got away from making annual projections and started just doing quarterly forecasts. […] We know our performance in the long run will be a result of just doing the right things every day." Footnote 115

 

Planning the futuredecision-making

  • Trying to predict and control the future is futile. We make forecasts only when a specific decision requires us to do so. Everything will unfold with more grace if we stop trying to control and instead choose to simply sense and respond. Profit In the long run, there are no trade-offs between purpose and profits. If we focus on purpose, profits will follow.
  • The pioneers researched for this book take a simpler approach: Budgets are established only if some forecast is needed to inform an important decision.

 

Information ❄ transparency ❄ decision-making

  • All business information is open to all. Every one of us is able to handle difficult and sensitive news. We believe in collective intelligence. Nobody is as smart as everybody. Therefore all decisions will be made with the advice process.

 

Responsibility ❄ accountability

  • We each have full responsibility for the organization. If we sense that something needs to happen, we have a duty to address it. It's not acceptable to limit our concern to the remit of our roles. Everyone must be comfortable with holding others accountable to their commitments through feedback and respectful confrontation.
  • Consensus comes with another flaw. It dilutes responsibility.

 

WHOLENESSEqual worth

  • We are all of fundamental equal worth. At the same time, our community will be richest if we let all members contribute in their distinctive way, appreciating the differences in roles, education, backgrounds, interests, skills, characters, points of view, and so on.

 

Safe and caring workplace

  • Any situation can be approached from fear and separation, or from love and connection. We choose love and connection. We strive to create emotionally and spiritually safe environments, where each of us can behave authentically. We honor the moods of […] [love, care, recognition, gratitude, curiosity, fun, playfulness …]. We are comfortable with vocabulary like care, love, service, purpose, soul […] in the workplace.
  • Can we create soulful workplaces – schools, hospitals, businesses, and nonprofits – where our talents can blossom and our callings can be honored?

 

Overcoming separateness

  • We aim to have a workplace where we can honor all parts of us:
    ➤ the cognitive, physical, emotional, and spiritual;
    ➤ the rational and the intuitive;
    ➤ the feminine and the masculine.
    We recognize that we are all deeply interconnected, part of a bigger whole that includes nature and all forms of life.
  • In a forest, there is no master tree that plans and dictates change when rain fails to fall or when the spring comes early. The whole ecosystem reacts creatively, in the moment.

 

Lifelong learning

  • Every problem is an invitation to learn and grow. We will always be learners. We have never arrived. Failure is always a possibility if we strive boldly for our purpose. We discuss our failures openly and learn from them. Hiding or neglecting to learn from failure is unacceptable. Feedback and respectful confrontation are gifts we share to help one another grow. We focus on strengths more than weaknesses, on opportunities more than problems.

 

Humane relationships

  • We relate to one another with an assumption of positive intent. Until we are proven wrong, trusting co-workers is our default means of engagement. Freedom and accountability are two sides of the same coin.
    See also: ► Prisoner's dilemma: Four strategies to solve the cooperation ↔ competition conflict
  • We also tend to focus less on what is wrong or missing in people and situations around us and move our attention instead to what is there, to the beauty and the potential. We trade in judgment for compassion and appreciation.

 

Relationshipsconflict

  • It's impossible to change other people. We can only change ourselves. We take ownership for our thoughts, beliefs, words, and actions. We don't spread rumors. We don’t talk behind someone's back. We resolve disagreements one-on-one and don't drag other people into the problem. We don't blame problems on others. When we feel like blaming, we take it as an invitation to reflect on how we might be part of the problem (and the solution).

 

PURPOSE ❄ Collective purpose

  • We view the organization as having a soul and purpose of its own. We try to listen in to where the organization wants to go and beware of forcing a direction onto it.
  • As with purpose itself, we should be careful not to project our individual wishes onto the organization.

 

Individual purpose

  • We have a duty to ourselves and to the organization to inquire into our personal sense of calling to see if and how it resonates with the organization’s purpose. We try to imbue our roles with our souls, not our egos.

 

Taming the fears of the ego

  • Each shift occurs when we are able to reach a higher vantage point from which we see the world in broader perspective. Like a fish that can see water for the first time when it jumps above the surface, gaining a new perspective requires that we disidentify from something we were previously engulfed”

 

Authentic selfhood

  • The ultimate goal in life is not to be successful or loved, but to become the truest expression of ourselves, to live into authentic selfhood, to honor our birthright gifts and callings, and be of service to humanity and our world.
  • But it's turned out that the more honest and open and candid we are with what’s going on, the more our customers are wanting to engage with us in our efforts to be a better global citizen.
  • When we see our life as a journey of unfolding toward our true nature, we can look more gently and realistically at our limitations and be at peace with what we see. Life is not asking us to become anything that isn't already seeded in us.

 

Embracing complexity wisely

  • According to the research, the trigger for vertical growth always comes in the form of a major life challenge that cannot be resolved from the current worldview. When we face such a challenge, we can take one of two approaches:
    ➤ we can grow into a more complex perspective that offers a solution to our problem, or
    ➤ we can try to ignore the problem, sometimes clinging more strongly to our existing worldview (or even shifting back to the reassuring simplicity of an earlier worldview).
    See also: ► Funneling the complexity of modernity in view of the Internet – Peter Kruse

 

  • A radical inner transformation and rise to a new level of consciousness might be the only real hope we have in the current global crisis brought on by the dominance of the Western mechanistic paradigm.

 

Spiral dynamics – Pathology of First Tier evolution

  • We have reached a stage where we often pursue growth for growth's sake, a condition that in medical terminology would simply be called cancer.

 

Spiral dynamics – Unfolding the second tier evolution

  • The next step – the Evolutionary-Teal perspective – views
    ➤ the organization [is] no longer as property, not even shared property in service of its different stakeholders.
    ➤ The organization is viewed as an energy field, emerging potential, a form of life that transcends its stakeholders, pursuing its own unique evolutionary purpose.
    In that paradigm,
    ➤ we don't "run" the organization, not even if we are the founder or legal owner.
    ➤ Instead, we are stewards of the organization;
    ➤ we are the vehicle that listens in to the organization's deep creative potential to help it do its work in the world.
  • Because these are early days for Teal, most of the organizational practices you choose will be deeply countercultural. Expect people to question your choices and tell you that your choices are foolish!
  • From a Teal perspective, organizational culture and organizational systems go hand in hand, and are facets of the same reality – both are equally deserving of conscious attention.

 

Leadership in the Teal domain

  • Leadership by blog post requires a degree of candor and vulnerability that few CEOs in traditional organizations would feel comfortable with.

 

Ken Wilber's framework on shaping organisations

  • Wilber's framework provides a simple answer:
    to shape the culture (the lower-left quadrant), you can pursue three avenues in parallel:
    1. Put supportive structures, practices, and processes in place (lower-right quadrant).
    2. Ensure that people with moral authority in the company role-model the behavior associated with the culture (upper-right quadrant).
    3. Invite people to explore how their personal belief system supports or undermines the new culture (upper-left quadrant).

Related cited quotes

  • Success, like happiness, cannot be pursued; it must ensue, and it only does so as the unintended side-effect of one’s personal dedication to a cause greater than oneself. Viktor Frankl (1905-1997) Austrian psychiatrist, psychotherapist, neurologist, Nazi death camp survivor, meaning researcher, founder of logotherapy

 

  • The most exciting breakthroughs of the twenty-first century will not occur because of technology, but because of an expanding concept of what it means to be human. Conclusion by John Naisbitt (*1929) US American futurologist, China expert, living in Europe and China, author of Megatrends, 1982

Englische Texte – English section on Money economy

Patriarchal ⇔ matrifocal money systems – Bernard Lietaer

Paradigms of money – Central banking, blind spots and structural monetary solutions
༺༻IssueLeft/right brainEconomic modelLegend
1a.HistoryPatriarchal societiesScarcety model
Efficiency
Centralizing monopolizing currency, interest rates, concentration on the top, efficiency availing the Industrial Revolution, concentration of wealth, boom and bust cycles, short-term thinking, unsustainable behavior
1b.AntidoteMatrifocal societiesSufficiency model
Sustainability
Honoring feminine values, entertaining dual money systems, availing sustainability, local non-interest based currencies
2.Ideological polarizationPatriarchalCold war:
Communism fighting capitalism
Commonly untouched theme:
Bank debt money system
3.Academic tabooPatriarchalFlawed status quoSecuring the central banking money system
4.(Hidden) Lobby systemPatriarchalBank for International SettlementsKeeping the flawed debt money system in place
Unwillingness to reform or improve the existing money system.
Source ► Video keynote lecture by Bernard Lietaer Lietaer.com (*1942) solution oriented Belgian economist, co-designer of the European € currency, Central Bank of Belgium, professor of International Finance, University, Louvain, Belgium, research fellow Center for Sustainable Resources, UCB, co-founder of ACCESS Foundation, author, website Transaction.net/money, location Interface Conference (focussing on the role of media in the financial crisis), Covering the Crisis, Brussels 9.-10. November 2009, sponsored by EJC European Journalism Centre, YouTube film, posted 13. November 2009
♦◊♦ The New Paradigm of Money, part 1 of 5, 9:58 minutes duration
♦◊♦ The New Paradigm of Money, part 2 of 5, 9:57 minutes duration
♦◊♦ The New Paradigm of Money, part 3 of 5, 9:57 minutes duration
♦◊♦ The New Paradigm of Money, part 4 of 5, 5:20 minutes duration
♦◊♦ The New Paradigm of Money, part 5 of 5, 5:24 minutes duration
♦◊♦ Q&A section: The New Paradigm of Money, part 1 of 2, 9:57 minutes duration
♦◊♦ Q&A section: The New Paradigm of Money, part 2 of 2, 8:12 minutes duration

Results of the Mincome experiment in Canada

In the period 1974-1979 the Canadian town of Dauphin, Manitoba, tested the social policy called Mincome for a short period of time. Canadian health economist Evelyn Forget, Ph.D. at the University of Manitoba, drew following conclusions from it:
    ⚑ Poverty disappeared,
    ⚑ High-school completion rates went up,
    ⚑ Hospitalization rates went down,
    ⚑ Community values themselves began to change.
Source: ► Article Switzerland’s Proposal to Pay People for Being Alive, page 2 of 2, presented by US American daily newspaper The New York Times, Annie Lowrey, 12. November 2013
Video references:
► Vimeo video presentation by Evelyn Forget, Ph.D., Canadian health economist,  faculty of medicine, University of Manitoba, The Promise that Guaranteed Livable Income hold for Women's Freedom, part 1, sponsored by Vancouver Rape Relief and Women's Shelter, presented by Vancouver Public Library, Vancouver, BC, 1. December 2012, 22:17 minute duration, posted February 2013
► Video presentation by initiative basicincome2013, Basic Income, a new human right, YouTube film, 3:07 minutes duration, posted 28. March 2013

 

༺༻Advantages of basic income
1.Basic income will help us rethink how and why we work.
2.Basic income will contribute to better working conditions.
3.Basic income will contribute to less working hours and better distribution of jobs.
4.Basic income will downsize bureaucracy.
5.Basic income will make benefit fraud obsolete.
6.Basic income will help reducing inequalities.
7.Basic income will provide a more secure and substantial safety net for all people.
8.Basic income will reward unpaid contributions.
9.Basic income will strengthen democracy.
10.Basic income is a fair redistribution of technological advancement.
11.Basic income will end extreme financial poverty.
Source: ► Article Ten Reasons to Support Basic Income, presented by Basic Income UK, undated

 

Links zum Thema Alternative Geldmodelle / Alternative monetary economy and money models

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks


External web links (engl.)


Utrecht takes step towards paying people a salary whether they work or not.

Audio- und Videolinks

Kostenlos her­un­ter­la­den

Audio- und Videolinks – Bernd Senf

Zinsloses Geld und staatliche Geldschöpfung, 100%-Geld, Vollgeld, Umlaufsicherungsgebühr, Brakteaten, Regionalwährungen – Tobin-Steuer, Firewall, Neues Bretton Woods?

Audio and video links (engl.)

Hitler's Nazi Germany and communism alike were financed by the invisible government (globalists).

Up until 2008 Martinez has helped to eliminate $700 million in credit card debt for those not feint of heart.

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 
Letzte Bearbeitung:
07.08.2017 um 22:18 Uhr

Page generated in 1,158 seconds.