Genderforschung
Geschlechtsspezifische Differenzen
Wenn ihr aus zwei eins macht, wenn ihr das Innere wie das Äußere macht, und das Obere wie das Untere macht, und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einer Einheit macht, so dass das Männliche nicht mehr männlich und das Weibliche nicht mehr weiblich ist, dann werdet ihr in das Reich Gottes eintreten.
Jesus, Thomasevangelium, Logion 022
Evolutions-Diskussion:
Gene vs. Sozialisierung – Nature vs. Nurture
In welchem Verhältnis sind geschlechts- und genderspezifische Unterschiede zwischen Mann und Frau – angeboren beziehungsweise anerzogen?
Sind Frauen von der Venus und Männer vom Mars? [wie der ähnlich lautende Bestseller von John Gray suggeriert]
Sind sie in erster Linie Mensch und damit im gleichen Boot (Evolutionslinie)?
- These: Menschliche Geschlechtsrollen sind anlagebedingt und werden durch genetische Anlagen und stammesgeschichtliche Programmierung vorgegeben. Durch Lernen und Willenseinsatz lassen sie sich nur in geringem Maß verändern. (STATISCH)
- These: Genderunterschiede werden über Sozialisierung, Sozialisation und Ontogenese gelernt.
- Fazit: Angeborene biologisch und verhaltensbiologisch festgelegte Programmierungen sind mit Lernbereitschaft und Willenseinsatz engstens verschränkt und mal mehr mal weniger veränderlich.
Autoren und Genforscher
- Dean Hamer Was die Evolution uns in die Gene geschrieben hat, bleibt auch unter dem Mantel von Kultur und Zivilisation lebendig.
Autoren und Forscher der (vergleichenden) Verhaltensbiologie:
Biologische und Verhaltensunterschiede der Geschlechter
Frauen haben/sind im Vergleich zu Männern
- Frauen haben durchschnittlich zehnmal weniger Testosteron (fördert räumliches Vorstellungsvermögen) im Körper wie Männer.
- Frauen haben ein kleineres und leichteres (etwa 100 Gramm zu einem gleich großen Mann) Gehirn.
- Frauen haben nutzen beide Hirnhälften gleichzeitig, ihr Gehirn funktioniert symmetrischer, während Männer verarbeiten Sprache und räumliche Aufgaben eher separat in der rechten und der linken Hirnhälfte.
- Frauen haben schneiden bei Intelligenztests genauso gut ab wie Männer.
- Frauen haben ein Gehirn, das durchschnittlich etwa elf Prozent mehr Nervenzellen im Bereich der Sprachverarbeitung und ein größeres Areal des räumlichen Gedächtnis (mit der Neigung, sich an Landmarken wie Häusern, Bäumen oder Ampeln zu orientieren, während Männer Richtungshinweise bevorzugen).
- 60,1 Prozent der Frauen glauben von sich, gut in Mathematik zu sein – im Vergleich zu 77,1 Prozent der Männer. laut Emnid-Umfrage im Auftrag von ZEIT Wissen
- 51,7 Prozent der Frauen glauben von sich, gut einparken zu können – im Vergleich zu 79,2 Prozent der Männer. laut Emnid-Umfrage im Auftrag von ZEIT Wissen
Mädchen verhalten sich im Vergleich zu Jungen so:
- Mädchen spielen lieber mit Plüschtieren, Jungen (schon mit einem Jahr) lieber mit Autos.
- Mädchen betrachten lieber Gesichter, Jungen sehr früh Gegenstände.
- Das Gehirn von Mädchen agiert eher mitfühlend, das von Jungen eher systematisch. Simon Baron-Cohen, britischer Psychologe
Genderstudie von Dr. Annica Dahlström (Jahrg. 1942), Schweden
Liste von angeborenen weiblichen Talenten
- Frauen sind sauber und ordentlich und sorgen für Geborgenheit.
- Frauen können sich besser um Kinder kümmern, und sie sind vorsichtig.
- Frauen sind sozial, sie kümmern sich um die Schwachen und um die Alten.
- Frauen kommunizieren effektiver als Männer.
- Frauen unterrichten.
- Frauen sind die besseren Chefs, weil sie den ganzen Menschen sehen.
Liste von angeborenen männlichen Talenten
- Männer sind technisch begabt.
- Männer können sich konzentrieren und Dinge bis zum Ende bringen.
- Männer haben einen angeborenen Wettbewerbsinstinkt.
- Männer sind waghalsiger und haben (aufgrund des höheren Testosteronspiegels) eine geringere Schmerzempfindlichkeit als Frauen.
- Frauen können sich besser um Kinder kümmern, und haben mehr Fantasie. Sie können Gefahren deshalb besser erkennen, während Männer sogar zur direkten Gefahr für kleine Kinder werden können. Sie schätzen Gefahren falsch ein. Dr. Annica Dahlström
Quelle: Putzen und Kinderhüten ist den Frauen angeboren, Schwedische Studie, Hamburger Abendblatt, 13. April 2007
Das neue Männerbild
Der spirituelle Autor und Sexualexperte David Deida definiert den wahren Mann der dritten Kategorie mit folgenden Attributen:
- Lebendigkeit, Tiefe und inspiriertes Energiefeld
- Sensibilität, Spontaneität, nachhaltig mit der tiefsten Wahrheit verbunden
- lenkt das Leben mit Klarheit, Zielgerichtetheit, Integrität und Weisheit
- Durchsetzungskraft, Beharrlichkeit und Klarheit
- Maskulines erfährt Ekstase im Augenblick der Befreiung aus Zwängen
Es ist an der Zeit, sich über das Macho-Ideal – nur Rückgrat und kein Herz – hinauszuentwickeln. Es ist aber auch an der Zeit, sich über das sensible Softie-Ideal – nur Herz und kein Rückgrat – hinauszuentwickeln.
David Deida, Der Weg des wahren Mannes, J.Kamphausen Verlag, 2006
Zitate zum Thema Genderforschung und Geschlechterdifferenz
- Aus der Neurowissenschaft weiß man, dass das Gehirn immer ein Ergebnis dessen ist, was man gelernt und erfahren hat – warum sollte diese Plastizität des Gehirns bei Geschlechterfragen keine Rolle spielen und alles vorbestimmt sein? Sigrid Schmitz, Biologin im Kompetenzforum für Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaften, Universität Freiburg
- Fazit: Männer und Frauen unterscheiden sich zwangsläufig voneinander, weil ihre Gehirne so unterschiedlich sind. Louann Brizendine, US-amerikanische Psychiaterin, The Female Brain (Bestseller) 2006
- Innerhalb der Geschlechter gibt es weit größere Unterschiede als zwischen den Geschlechtern. Die Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern sind viel größer als die Differenzen. Markus Hausmann, Biopsychologe und Genderforscher, Universität Bochum
- Das Verhältnis der Geschlechter ist der unsichtbare Mittelpunkt aller Handlungen. Arthur Schopenhauer, Metaphysik der Geschlechtsliebe
- Die ewige Liebe dauert zwei Jahre. Sizilianisches Sprichwort
- Nicht alle Frauen fühlen sich unterdrückt. Aber wir wissen, dass sie es sind. Niemand fühlt sich unterdrückt, solange er nicht einen Traum hat – eine Vision von etwas anderem. Diese Vision haben wir heute. Und es wäre schön, wenn auch die Männer begreifen würden, aber sie begnügen sich stattdessen damit, mit halbem Ohr zuzuhören und weiterzumachen wie bisher. Natürlich müssen die Männer ein paar Privilegien aufgeben. Sie verlieren ihre alte Identität im selben Tempo, wie wir uns eine neue erkämpfen, denn ihre Identität war mit unserer vielfältig und unlösbar verbunden. Jetzt sind die Männer an der Reihe, Verteidigungsmechanismen zu mobilisieren, um sich nicht eingestehen zu müssen, welche Lüge sie gelebt hatten. Deshalb bekommen sie Angst oder werden aggressiv oder beides, deshalb versuchen sie, uns lächerlich zu machen, und erzählen uns zum soundsovielten Male, dass es ihnen soviel schlechter gehe oder dass wir soviel feinfühlender seien – und vor allem ganz anders als sie – und dass wir uns doch alle darin einig sein könnten, dass uns die alte Art im Grunde am liebsten wäre. Dadurch entsteht im Augenblick eine noch größere Kluft zwischen den Geschlechtern, und es ist heute für Frauen außerordentlich schwer, eine gute und ausgewogene Beziehung zu einem Mann herzustellen. [...] Es ist ein Übergang trotz allem. Viele 'neue Männer' merken inzwischen, dass wir uns nicht befreien wollen, um sie zu unterdrücken, sondern um unter allen Bedingungen gleich sein zu können, und viele begreifen, dass diese Alternative auch Vorteile für sie haben wird. Maria Marcus, Die furchtbare Wahrheit, S. 308, Rowohlt Verlag, 1. Aufl., 1982
- Das Geschlechtsrollen-Klischee definiert den Mann als die Norm, die Frau als das Andere. Eine Frau wird zu einer »richtigen« Frau, weil sie »anders« ist (und gewöhnlich weniger wert) als ein »richtiger« Mann. Bonnie Kreps, Abschied vom Märchenprinzen. Eine Abrechnung mit der romantischen Liebe, S. 27, Wolfgang Krüger Verlag, 1991
- Das Ergebnis über Geschlechtsrollen-Stereotypen der Studie von Inge K. Broverman ergab: Eine gesunde Frau ist eine feminine Frau; eine Frau, die versucht, ein gesunder Mensch zu sein, ist nicht feminin; daher ist eine autonome Frau weder feminin noch gesund. ebd., S. 89
- Dass es nur einen Gott gibt, bekunden alle drei Buchreligionen. Angeblich aber hat dieser Gott kein Geschlecht und repräsentiert folglich Weibliches und Männliches zugleich. Dagegen sprechen allerdings: seine Bevorzugung des männlichen Geschlechts sowie seine Frauenfeindlichkeit, seine einseitig männliche Sprache und Symbolik sowie die Vorstellung seiner Propheten, er sei der Ehemann oder Bräutigam seines Volkes. Alles verweist auf seine Männlichkeit, die zu leugnen etwas Groteskes an sich hat. Hinzu kommt, dass er tausende von Malen als HERR bezeichnet wird und damit wohl kaum seine Androgynität oder gar Geschlechtsneutralität unter Beweis stellen kann. Christa Mulack, Religion ist zu wichtig, um sie den Männern zu überlassen. Die Göttin kehrt zurück, S. 121, Kreuz Verlag, 1998
- Frauen messen die Qualität der Partnerschaft daran, ob sie mit ihrem Partner über alles sprechen können, für Männer hingegen ist Spaß und Sex erstrangig. Professor Manfred Hassebrauck, Sozialpsychologe, Universität Wuppertal
- Der Mann ist wortkarg und wird oft erst durch Alkohol gesprächiger. Daran kriseln über 50 Prozent der Beziehungen. Dr. Mathias Jung, Psychotherapeut und Philosoph, Lahnstein
Zitate von Deborah Tannen zum Thema Genderforschung und Geschlechterdifferenz
Deborah Tannen, Du kannst mich einfach nicht verstehen. Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden, Mosaik Verlag, 1991
- Trotz dieser Gefahren beteilige ich mich an der wachsenden Diskussion über Sprache und Geschlecht, weil es gefährlicher ist, Unterschiede zu ignorieren als sie zu benennen. Wenn man etwas unter den Teppich kehrt, verschwindet es nicht; es wird zur Stolperfalle. S. 15
- Frauen erwarten, dass Entscheidungen zunächst besprochen und dann übereinstimmend beschlossen werden. Aber viele Männer fühlen sich unterdrückt und eingeengt, wenn sie langwierige Debatten über etwas führen sollen, was sie als unwesentlich erachten. S. 23
- Kommunikation ist ein dauernder Drahtseilakt, bei dem wir mit den widersprüchlichen Bedürfnissen nach Intimität und Unabhängigkeit jonglieren müssen. S. 23
- Wenn Intimität heißt »Wir sind uns nah, und wir sind uns gleich« und Unabhängigkeit bedeutet »Wir sind getrennt und anders«, ist es leicht verständlich, dass Unabhängigkeit mit Bindung [Merkmal: Symmetrie, heterarchisch] und Status [Merkmal: Assymmetrie, hierarchisch] zusammenhängen. S. 24
- Gemeinschaft entsteht durch eine Symmetrie von persönlichen Beziehungen. S. 25
- Ein Mann, der nicht das Gefühl haben will, Anordnungen zu befolgen, zögert die Erfüllung der Bitte vielleicht instinktiv hinaus, um sich selbst zu überzeugen, dass er nur aus freien Stücken handelt. S. 28
- Das Angebot oder die Gewährung von Hilfe hat ähnlich wie die Sympathiebekundung immer etwas Paradoxes. [...] großzügiger Zug, der von Anteilnahme zeugt und persönliche Beziehungen festigt (offene Mitteilung: »Dies ist gut für dich«) [...] der Hilfegewährende nimmt eine überlegene Position ein (Metamitteilung: Ich bin kompetenter als du – Hilfe ist vor allem gut für den Helfenden.) S. 28
- Wer Privilegien gewährt, kann sie auch wieder entziehen.
(Gentlemangesten: höflich auf Bindungsebene, chauvinistisch auf Statusebene) S. 31
- Mit dem Privileg des Beschütztwerdens gehen der Verlust von Rechten einher und ein Mangel an Respekt. S. 320
Beschützer = kompetent und tüchtig, respektiert, stark
Beschützter = inkompetent und untüchtig, wenig respektiert, schwach
- Jungen spielen eher im Freien, in großen Gruppen, die hierarchisch strukturiert sind. [mit Anführer und Statusaushandlung, erteilen Befehle ohne Begründung]
Mädchen hingegen spielen in kleinen Gruppen oder zu zweit, im Mittelpunkt des sozialen Lebens eines Mädchens steht die beste Freundin. [Intimität, keine Verlierer / Gewinner, "Wir-"/"Lasst uns"-Sätze, Diskussionen mit Erklärungen] S. 41
- Geschlechtsspezifisch unterschiedliche Sprechweisen sind von Wissenschaftlern schon bei dreijährigen Kindern beobachtet worden. S. 42
- Mädchen schwächten den Konflikt größtenteils ab und wahrten Harmonie, indem sie Kompromisse eingingen und sich ausweichend verhielten.
Bei den Jungen, die stärker auf ihrem Standpunkt beharrten, an Regeln appellierten und mit körperlicher Gewalt drohten, weitete sich der Konflikt stärker aus. S. 43
- Mädchen (offen kooperativ) und Jungen (offen konkurrierend) möchten beide ihren Willen durchsetzen, wenden aber unterschiedliche Methoden an, um ihr Ziel zu erreichen. S. 44
- Mädchen wissen, wie man Befehle erteilt und sich in einer hierarchischen Ordnung verhält, aber sie finden dieses Verhalten unpassend, wenn sie gemeinsam mit ihren Spielgefährtinnen einer zielgerichteten Aktivität nachgehen. [...] Das wichtigste Gut, um das in einer Mädchengemeinschaft gefeilscht wird, ist Intimität. Mädchen untersuchen ihre Freundschaften auf subtile Bündnisverschiebungen. S. 45
- Donna Eders Feldforschungen zeigen, "dass die beliebten Mädchen paradoxerweise – und unvermeidlich – nicht besonders gemocht werden. S. 46
- Das, wonach wir in Wahrheit suchen, ist ein Mensch, der uns hören kann. (Alice Walker, Im Tempel meines Herzens, Roman)
Wir alle möchten – mehr als alles andere – gehört werden – aber nicht nur gehört werden. Wir möchten verstanden werden – gehört werden für das, was wir zu sagen glauben, für das, von dem wir wissen, dass wir es gemeint haben. S. 47
- Frauen nehmen es übel, wenn Männer für jedes Problem eine Lösung parat haben, und Männer werfen den Frauen vor, dass sie sich weigern, die Probleme aus der Welt zu schaffen, über die sie sich beklagen. S. 50
- Männer sind frustriert, wenn ihre ehrlichen Versuche, einer Frau bei der Lösung eines Problems [das sie gar nicht hat] zu helfen, nicht auf Dankbarkeit, sondern auf Ablehnung stoßen. S. 51
- Frauen wälzen Probleme, reden ewig darüber – Männer schaffen Probleme aus der Welt, oder ziehen sie ins Lächerliche. S. 51
- [Lange] Problemgespräche zielen darauf ab, eine Bindung zu festigen. [...] Frauen sind enttäuscht, wenn die Bestätigung dafür ausbleibt, sondern sie den Eindruck gewinnen, dass man durch [kurze] Ratschläge [auf Status statt auf Bindung pocht]. S. 52
- Frauen wahren das Gleichgewicht in dem feinen [heterarchischen] System, nach dessen Regeln Problemgespräche benutzt werden, um Verständnis zu zeigen und ein Gefühl von Gemeinschaft zu schaffen. S. 59
- Männer versuchen, den Kummer des anderen indirekt zu beschwichtigen, indem sie die Ursache des Problems angreifen. Weil Frauen aber erwarten, in ihren Gefühlen bestätigt zu werden, gibt die männliche Herangehensweise ihnen das Gefühl, selbst angegriffen zu werden. S. 62
- Weil Metamitteilungen [symbolisch-paradoxe Ebene] ist es schwer, darüber zu reden. S. 63
Eine Art von Gesellschaftsvertrag:
- Viele Frauen lassen sich nicht nur gern helfen, sondern fühlen sich moralisch verpflichtet, um Hilfe zu bitten, sie zu akzeptieren und im Gegenzug Dankbarkeit zu demonstrieren. S. 66
- Männer drücken sich unverständlich aus, führen dadurch in die Irre, um nicht angegriffen, kritisiert zu werden. S. 70
- Wenn Frauen auf Zugehörigkeit statt auf Unabhängigkeit und Selbstvertrauen konzentriert sind, gibt ihnen eine starke Gemeinschaft das Gefühl, selbst stärker zu sein. S. 70
- Frauen beteiligen sich mehr bei – Beziehungssprache (Rapport-Gespräch) S. 79
- Frauenrunden unterhalten sich am häufigsten
- über Menschen – und zwar nicht in erster Linie über Arbeitskollegen, sondern eher über Freunde, Kinder und Partner.
- folgt: das Thema Arbeit;
- das Thema Gesundheit. S. 261
- Männer beteiligen sich mehr bei – Berichtsprache (Report-Gespräch) S. 79
- Männerrunden unterhalten sich hauptsächlich über Geschäftliches, Sport, Freizeit und nie über Leute, nicht einmal Kollegen. S. 261
- Männer fühlen sich wohler, wenn sie in [vor] großen Gruppen sprechen, im weitesten Sinne »öffentlich reden«. S. 79
Reaktion von MÄNNERN, die in Beziehungen unglücklich sind:
- Sie reden nicht darüber, drücken ihre Niedergeschlagenheit in kühler Distanz aus.
Genau vor dieser abweisenden Reaktion fürchten sich Frauen. (zusammengefasst, ohne Referenz)
Reaktion von FRAUEN, die in Beziehungen unglücklich sind:
- Sie reden über ihren Ärger und Zweifel, um Isolation und Distanz zu vermeiden, wenn man alles für sich behält. (zusammengefasst, ohne Referenz)
- Für Mädchen [Frauen] ist das Gespräch der Kitt der Beziehungen. Die Beziehungen von Jungen [Männern] werden in erster Linie durch Aktivitäten zusammengehalten. S. 88
- Klatsch kann eine wichtige Funktion bei der Begründung von Intimität einnehmen – vor allem, wenn es darum geht, »über jemanden zu reden« und nicht einfach nur »schlecht über jemanden zu reden«. S. 101
- Wenn Leute sich über private Details und Alltagserlebnisse unterhalten, gilt es als Klatsch, wenn sie darüber schreiben, ist es Literatur. S. 102
- Der Besitz eines Geheimnisses löst positive Gefühle aus, [es zu erzählen, heißt etwas wegzugeben, Sicherheit zu verlieren]. S. 103
- Freunde über wichtige Ereignisse des eigenen Lebens auf dem neuesten Stand zu halten, ist kein reines Privileg; für viele Frauen ist es eine reine Verpflichtung. S. 103
- Die Klageform als Beziehungssprache: Laut der Volkskundlerin Anna Caraveli werden Klagen von mehreren Frauen rezitiert. Noch bemerkenswerter ist, dass die Frauen das Gefühl haben, für eine erfolgreiche Klage sei die Teilnahme anderer Frauen notwendig. S. 105
- Der Ausdruck des Leids, das sie über den Verlust geliebter Menschen empfinden, bindet diese Frauen aneinander, und ihre Verbundenheit legt sich wie Balsam auf die Wunde. S. 105
- Über Probleme zu sprechen, hat etwas Verbindendes. Es ist unter Frauen weit verbreitete Praxis und auch zwischen Männern und Frauen nichts Ungewöhnliches. Unter Männern scheint es dagegen weit weniger üblich zu sein. S. 106
- Männern [männlich-orientierten Frauen] ist es ein Rätsel, warum Frauen so gern über Probleme sprechen; sie missverstehen die rituelle Klage als Ratsuche. Das Problemgespräch bildet [demnach] eine Variante des altbekannten vertraulichen Gesprächs, das man als Klatsch bezeichnen könnte. S. 107
- Jemanden zu haben, dem man seine Geheimnisse anvertrauen kann, heißt, dass man nicht allein auf der Welt steht. Aber Geheimnisse zu erzählen, ist nicht ungefährlich. S. 110
- Das Bedürfnis, gemocht und anerkannt zu werden, kann mit dem Bedürfnis, Geheimnisse zu erzählen, in Konflikt zu geraten, weil Geheimnisse Schwächen offenbaren. S. 115
- Viele Männer nehmen es ihren Frauen und Partnerinnen übel, dass sie mit Freundinnen über Beziehung reden. Für diese Männer ist es ein Zeichen fehlender Loyalität [Vertrauensbruch], wenn man mit anderen über seine Partnerschaft spricht. S. 116
- Wenn das Gespräch über Dritte die abwesende Person mit in den Raum holt, hat es einen verbindenden Zweck [Problemerörterung ohne unmittelbare Lösung]. Aber wenn man diese Person in den Raum holt, um sie herabzusetzen, geht es um Status [Sündenbock-Keule als scheinbare Not-Lösung]. S. 128
- Frauen [im Gegensatz zu Männern], die ihr überlegenes Wissen zeigen, lösen Ablehnung und nicht Respekt aus. S. 136
- Wenn ein Mann durchsetzungsfähig, logisch, direkt, kompetent und mächtig erscheint, erhöht er seinen Wert als Mann. Wenn eine Frau durchsetzungsfähig, logisch, direkt, kompetent und mächtig erscheint, riskiert sie, ihren Wert als Frau zu untergraben. S. 266-267
- Das Spiel der Frauen heißt: »Magst du mich?",
das der Männer »Hast du Respekt vor mir?« S. 138
- Die Weitergabe von Informationen ist ein Vorgang, bei dem der Sprecher per definitionem einen höheren Statusrahmen besitzt als der Zuhörer. [gilt für Kinder/ Männer] [...] Wenn Frauen jedoch Männern zuhören, denken sie nicht in Statusbegriffen. S. 149
- Zuhören kann eine Metapher für Verständnis und Anerkennung sein. S. 152
- Frauen benutzen »Ja« als Ausdruck von »Ich bin bei dir, ich kann dir folgen«, während Männer nur »Ja« sagen, wenn sie dem Sprecher zustimmen. S. 153
- Kämpft ein Mann darum, [persönlich] stark zu sein [sein eigenes Projekt zu haben], so kämpft eine Frau um eine starke Gemeinschaft. S. 164
- Jemanden herauszufordern, kann auch eine Form von Respekt sein. S. 184
- Betrachten Männer das Leben als Wettstreit, als Kampf gegen die Natur und andere Männer, so sehen Frauen das Leben als Kampf gegen die Gefahr, von einer Gemeinschaft abgeschnitten zu werden. S. 195
- Komplexität von Jungen: komplexe Regeln und Aktivitäten
Komplexität von Mädchen: komplexe Netzwerke von Beziehungen, komplexe sprachliche Ausdrucksformen zur Vermittlung dieser Beziehungen
- Wer immer auf Konfrontationskurs ist, verpasst unter Umständen viel, was er wirklich genießen würde. Und wer sich immer gefällig zeigt, akzeptiert vielleicht viel, auf das er lieber verzichten würde. S. 201
- Wenn die Vorgehensweisen verschieden sind, löst eine Intensivierung des einen Verhaltens die Intensivierung des anderen Verhaltens aus. Das führt letztlich dazu, dass unsere Bemühungen nicht lösen, sondern es im Gegenteil verschlimmern. S. 204
- Der Versuch, einen Konflikt zu vermeiden, kann bei Leuten, die Konflikte als Ausdruck von Verbundenheit schätzen, das Gegenteil bewirken. S. 204
- Schweigen ist Gold – oder Blei
Männer sagen eher: Wenn es mir schlecht geht, mach' ich das mit mir selbst ab und belaste sie nicht damit. Schweigen kann durchaus ein Machtinstrument sein. S. 252
- Tatsächlich ist es so, dass Frauen und Männer in unterschiedlichen Bereichen zu einem indirekten Verhalten neigen. In Körperhaltung und bei Gesprächen über persönliche Probleme tendieren eher die Männer dazu. S. 272
- Frauen indirekt – gemeinsame Vorlieben und Entscheidungen aushandeln
Männer indirekt – persönliche Gefühle und Beziehungen andeuten S. 307
- die Unterhand gewinnen - paradoxes hierarchisches Verhalten zur Erhaltung des allgemeinen Gleichgewichts S. 305
- Der größte Fehler ist zu glauben, es gäbe eine richtige Art des Zuhörens, Redens, Sich-Unterhaltens – oder eine richtige Art, eine Beziehung zu führen. S. 331
- Wer die Stil-/Verhaltensunterschiede als solche erkannt hat, kann Verhaltensänderungen verlangen oder vornehmen, ohne dem anderen die Schuld zuzuschieben oder die Schuld auf sich zu nehmen. S. 332
- Wenn man seinen Willen mit einer Forderung durchsetzt, so [Deborah] Tannen in Du kannst mich einfach nicht verstehen, erringt man einen Statuserfolg. Man ist überlegen, weil andere tun, was man ihnen gesagt hat. Aber wenn man etwas erreicht, weil andere zufällig dasselbe wollen oder es von sich aus vorschlagen, ist das ein Beziehungserfolg. Man ist weder über- noch unterlegen, sondern befindet sich in glücklicher Übereinstimmung mit anderen, die dasselbe Ziel haben. Status ist eine Frage von Eigenständigkeit: ›Hier bin ich der Boss!‹ Persönliche Beziehungen hingegen bauen etwas Verbindendes auf. Judith Viorst, Mut zur Schwäche. Der Weg zur inneren Balance, S. 127, Heyne Verlag, 1998
- Tannen bemerkt, dass sich viele Männer "des ungleichen Machtverhältnisses, das aus dem Erzählen von Geheimnissen resultieren kann, genauestens bewusst (sind). Zum einen kann man durch die Offenbarung von Schwächen zum Unterlegenen werden. Zum anderen gibt man Informationen preis, die gegen einen verwendet werden könnten." ebd. S. 131/132
Zitate der Autoren Alan und Barbara Pease – Genderforschung
Allan und Barbara Pease, Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwäche, Ullstein Verlag, 2000, 15. Aufl., ISBN 3-548-35969-8, 2002
- Der Gegensatz [zwischen Mann und Frau] ist so groß, dass es an ein wahres Wunder grenzt, dass sich Frauen und Männer überhaupt daran wagen, ein gemeinsames Leben zu versuchen. S. ?
- Die Gleichheit von Männern und Frauen ist eine politische beziehungsweise ethische Angelegenheit, die Frage nach dem grundlegenden Unterschied zwischen ihnen eine wissenschaftliche. S. 30
- In einem Raum voller Menschen sind die Männer im Durchschnitt sieben Prozent größer und acht Prozent kräftiger als die Frauen. […] Im Guinessbuch der Rekorde sind die größten und kräftigsten Menschen fast ausschließlich Männer. […] Die Geschichtsbücher sind voll von großen Männern und kleinen Frauen. Das hat nichts mit Sexismus zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend eine Tatsache. S. 32
- Der Neuropsychologe Professor Ruben Gur von der University of Pennylvania bewies mit Hilfe von Gehirn-Scans, dass im Gehirn eines Mannes, das sich im Ruhezustand befindet, die elektrischen Gehirnströme um mindestens 70 Prozent heruntergefahren werden.
Gehirn-Scans bei Frauen, deren Gehirne sich ebenfalls im Ruhezustand befanden, ergaben dagegen 90 Prozent Aktivität. Damit wurde die Annahme bestätigt, dass Frauen ständig Informationen aus der Umgebung empfangen und analysieren. S. 49
- Frauen haben ein weiteres peripheres Blickfeld, Männer ein engeres, tunnelartiges. Als Jäger musste der Mann in der Lage sein, eine Beute in der Ferne anzuvisieren und sie dann zu verfolgen. Er entwickelte beinahe so etwas wie Scheuklappen, damit er nicht von einem Ziel abgelenkt wurde. Die Frau benötigte ein weites Blickfeld, damit sie mögliche Raubtiere, die um ihr Nest herumstrichen, erspähen und beobachten konnte. S. 51
- Sexforscher auf der ganzen Welt berichten, dass Frauen Männern genauso viel – wenn nicht häufiger – hinterhergucken wie Männer Frauen. Nur werden Frauen mit ihrem höher entwickelten peripheren Sehvermögen dabei selten ertappt. S. 55
- Von Geburt an reagieren Mädchen deutlich stärker auf Berührungen als Jungen, und im Erwachsenenalter ist die Haut einer Frau mindestens zehnmal so berührungs- und druckempfindlich wie die eines Mannes. In einer aufschlussreichen Studie fand man heraus, dass Jungen, die am berührungsunempfindlichsten reagierten, immer noch deutlich weniger fühlten als das unempfindlichste Mädchen. Die weibliche Haut ist dünner als die männliche und hat direkt unter der Hautoberfläche eine zusätzliche Fettschicht, die im Winter Wärme spendet und den Frauen im Vergleich zu Männern ein größeres Durchhaltevermögen verleiht. S. 71
- Es ist vier- bis sechsmal wahrscheinlicher, dass eine Frau während einer normalen Unterhaltung eine Frau berührt, als dass ein Mann einen Mann berührt.
Um bei Frauen Punkte zu sammeln, muss man sie oft und angemessen berühren, das Grapschen aber unter allen Umständen vermeiden. Und um geistig gesunde Kinder zu haben, muss man viel und oft mit ihnen schmusen. S. 73
- Was man häufig als Hexerei, übernatürliche Kräfte oder weibliche Intuition bezeichnete, wird seit den achtziger Jahren mit wissenschaftlichen Methoden untersucht und gemessen und lässt sich in den meisten Fällen auf die besser entwickelten Sinnesorgane der Frauen zurückführen. ›Hexen‹ waren selten etwas anderes als ganz normale Frauen, die von Männern zum Tode verurteilt wurden, denen die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht einleuchten wollten. Frauen sind schlicht und ergreifend besser darin, die feinen Nuancen zu erspüren, die über Körpersprache, Lautäußerungen, Tonfall und andere, mit den Sinnesorganen wahrnehmbare Veränderungen ausgesendet werden. S. 78
- Im zarten Alter von 17 Jahren haben die meisten Mädchen bereits Erwachsenenreife erlangt. S. 77
- Linkshänder sind stärker auf die rechte Hemisphäre, also die kreative Seite des Gehirns, ausgerichtet. Aus diesem Grund gibt es auch eine überproportional hohe Anzahl an linkshändigen künstlerischen Genies wie beispielsweise Albert Einstein, Leonardo da Vinci, Picasso, Lewis Carroll, Greta Garbo, Robert de Niro und Paul McCartney. Neunzig Prozent aller Männer sind Rechtshänder. Es gibt mehr linkshändige Frauen als Männer. S. 86
- Das weibliche Gehirn ist unwesentlich kleiner als das männliche. Studien haben allerdings ergeben, dass das keinerlei Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit hat. Im Jahre 1997 wies der dänische Forscher Berte Pakkenberg von der Neurologie-Abteilung des Städtischen Krankenhauses in Kopenhagen nach, dass ein Mann durchschnittlich vier Milliarden mehr Gehirnzellen hat als eine Frau, eine Frau bei allgemeinen Intelligenzfragen dennoch um drei Prozent besser abschneidet. S. 86
- Linke Gehirnhälfte........................Rechte Gehirnhälfte
Rechte Körperseite..........................Linke Körperseite
Mathematik.......................................Kreativität
Verbale Äußerungen........................Künstlerische Anlagen
Logik...............................................Visuelle Wahrnehmungen
Fakten..............................................Intuition
Deduktionen.....................................Ideen
Analysen..........................................Vorstellungsvermögen
Praktisches......................................Holistisches Denken
Ordnung...........................................Liedmelodien
Liedtexte...........................................Wahrnehmung des "Großen Ganzen"
Geradliniges Denken.......................Räumliche Wahrnehmung
Detailwahr-......................................Gleichzeitige Bearbeitung
nehmung..........................................mehrerer Vorgänge S. 87
- Männer sind in gewisser Hinsicht 'beschränkt', was Sprache und Unterhaltung anbelangt. S. 90
- Natur versus soziales Umfeld? Die Natur hatte von Anfang an einen Riesenvorsprung. Wir wissen nun, dass Erziehung und Kinderpflege ein erlerntes Verhalten ist. S. 98
- Die Grundschablone für des menschlichen Körpers und Gehirn ist weiblich – anfangs sind wir alle Mädchen – und das ist auch der Grund dafür, dass Männer einige weibliche Eigenheiten aufweisen, wie zum Beispiel Brustwarzen und Brustdrüsen. Die Wissenschaft beweist es: Eva war vor Adam da! Zum entscheidenden Zeitpunkt, etwa sechs bis acht Wochen nach der Empfängnis, ist der Embryo mehr oder weniger geschlechtslos und kann genausogut weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane ausbilden. S. 99
- Man schätzt, dass zwischen 80 und 85 Prozent aller Männer hauptsächlich ›männliche‹ Verbindungen im Gehirn aufweisen und dass 15 bis 20 Prozent aller Männer mehr oder weniger weibliche Gehirne haben. Viele aus dieser zweiten Gruppe werden im Erwachsenenalter homosexuell.
15 bis 20 Prozent aller Männer haben ein feminisiertes Gehirn, etwa zehn Prozent aller Frauen ein maskulinisiertes.
Das Gehirn von neunzig Prozent aller Frauen und Mädchen ist überwiegend auf weibliches Verhalten programmiert. Etwa zehn Prozent aller Frauen haben ein Gehirn, das in mehr oder weniger starkem Ausmaß über einige männliche Fähigkeiten verfügt, weil es in dem Zeitraum von sechs bis acht Wochen nach der Empfängnis eine Dosis männlicher Geschlechtshormone erhalten hat. S. 101
- Eine Grußkarte zu kaufen, ist für einen Mann nie das Problem. Seine Schwierigkeiten fangen erst an, wenn es darum geht, etwas darauf zu schreiben. - Während der Jagd waren nur wenige nonverbale Signale erforderlich, und die meiste Zeit saßen die Jäger schweigend nebeneinander und beobachteten die Beute. S. 123
- Wenn Männer besser mit Frauen auskommen wollen, müssen sie lernen, mehr zu reden. S. 133
- Männer müssen lernen, dass eine Frau nicht unbedingt Problemlösungen von ihm erwartet, wenn sie ihm etwas erzählt. Und Frauen müssen lernen, dass durchaus alles in Ordnung sein kann, wenn ein Mann nicht den Mund aufmacht. S. 135
- Eine Frau kann mühelos zwischen 6 000 und 8 000 Wörter am Tag von sich geben. Außerdem setzt sie zwischen 2 000 und 3 000 Tongeräusche zur Kommunikation ein sowie 8 000 bis 10 000 Gesten, Gesichtsausdrücke, Kopfbewegungen oder andere Körpersignale. Zusammengerechnet sind das im Durchschnitt mehr als 20 000 ›Kommunikationsträger‹ pro Tag, mit denen sie ihre Botschaften übermittelt.
Nun der Vergleich zum Mann: Er gibt gerade mal zwischen 2 000 und 4 000 Wörter und 1 000 bis 2 000 Tongeräusche von sich und die Signale seines Körpers beschränken sich auf 2 000 bis 3 000 pro Tag. Zusammengerechnet sind das im Durchschnitt nur etwa 7 000 ›Kommunikationsträger‹ – etwas mehr als ein Drittel von dem, was eine Frau täglich von sich gibt. S. 136
- Wenn eine Frau am Ende eines Tages ihre ganzen unausgesprochenen Wörter endlich von sich gibt, will sie nicht mit Lösungsvorschlägen zu ihren Problemen unterbrochen werden.
Die gute Neuigkeit für die Männer: Sie müssen nicht antworten, sie sollen nur zuhören. S. 139
- Die erste Regel im Gespräch mit einem Mann lautet: Halten Sie es möglichst einfach! Man sollte einem Mann gegenüber nie mehr als eine Sache gleichzeitig ansprechen. S. 141
- Wenn eine Frau jemanden mag, ihm abkauft, was er sagt, oder seine Freundin/Vertraute sein will, wird sie viel mit ihm reden. Der umgekehrte Fall gilt natürlich genauso. Manchmal redet sie nicht mit einer Person, die sie bestrafen oder wissen lassen will, dass sie sie nicht mag. S. 148
- Die Ausdrucksweise einer Frau ist indirekt, das heißt, sie deutet das, was sie will, nur an oder redet eben um den heißen Brei herum. Sie hilft Beziehungen zu festigen, indem Aggressionen, Konfrontationen und Unstimmigkeiten vermieden werden. Sie passt perfekt zum allgemeinen Wesen der ›Nesthüterin‹, deren Harmoniebestreben gemeinschaftsfördernd ist.
Zwischen Frauen schafft die indirekte Ausdrucksweise Harmonie. Meistens funktioniert sie jedoch nicht bei Männern, denn die verstehen die Spielregeln nicht.
Das Gehirn der Frau ist ›vorgangsorientiert‹. Frauen lieben den Vorgang des miteinander Redens. Männer finden diesen Mangel an Struktur und Zielstrebigkeit äußerst verwirrend und werfen Frauen vor, sie wüssten nicht, wovon sie sprächen. Im Arbeitsleben kann sich die indirekte Ausdrucksweise katastrophal für Frauen auswirken, weil Männer keiner auf mehreren Ebenen ablaufenden, indirekten Unterhaltung folgen können. S. 150
- Indirekt ausgedrückt hätte sich Winstons Churchills Mobilisierungserklärung an die Allierten im Zweiten Weltkrieg ungefähr so angehört: "Wir werden sie mal an den Stränden bekämpfen, oder so, wir werden sie ein bisschen auf dem Land bekämpfen, wir werden uns, also, na ja, nie ergeben, sozusagen." S. 151
- Die Sätze eines Mannes sind kurz, direkt, problemorientiert und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Männer verwenden ein größeres Vokabular, und im Zentrum ihrer Sätze stehen Fakten. Sie verwenden Quantoren wie ›kein/e‹, ›nie‹ und ›absolut‹. Mit dieser Ausdrucksweise kann man gut und schnell einen Deal aushandeln, sie ist ein Mittel, um anderen gegenüber Autorität zu demonstrieren. S. 151
- Frauen muss klar sein, dass Männer, wenn sie einmal beim Zeitungslesen sind, nicht viel hören bzw. sich auch nicht an viel erinnern, folglich ist es schwierig, sich in dem Moment mit ihnen zu unterhalten. Machen Sie lieber einen festen Termin aus, und sagen sie ihm, worüber Sie dann mit ihm reden wollen. S. 227
- Einige Männer zucken bei dem Gedanken zusammen, eine detaillierte Antwort geben zu sollen. Wenn sie sich aber endlich dazu aufraffen, wird das bei den meisten Frauen irrsinnig gut ankommen. S. 236
- Eine Untersuchung der University of Sydney zeigte, dass 74 Prozent der Jungen, wenn sie mit einem Konflikt wie beispielsweise einer Rauferei auf dem Schulhof konfrontiert wurden, verbale oder körperliche Gewalt anwenden, um das Problem zu lösen, während 78 Prozent der Mädchen dem Konflikt aus dem Weg zu gehen oder die Situation durch Worte zu entschärfen versuchen. Wenn an einer Ampel gehupt wird, ist es in 92 Prozent der Fälle ein Mann. Männer sind für 96 Prozent aller Einbrüche und 88 Prozent aller Morde verantwortlich. Praktisch alle sexuellen Deviationen treten bei Männern auf, und Untersuchungen von devianten Frauen haben hohe Konzentrationen von männlichen Hormonen in ihrem Blut ergeben. S. 254
- Professor James Dabbs von der Georgia State University hat unzähligen Männern Speichelproben, von Geschäftsführern und Politikern, bis hin zu Sportlern, Pfarrern und Sträflingen. Er stellte fest, dass in allen Sparten jeweils die Spitzenleute einen höheren Testosteronspiegel hatten als die eher mittelmäßigen Kräfte und dass Geistliche den niedrigsten Testosteronspiegel von allen Testpersonen aufwiesen, ein Hinweis auf ihr weniger dominantes und sexuell nicht so aktives Leben. Professor Dabbs fand ebenfalls heraus, dass Karrierefrauen wie Anwältinnen und Vertriebsleiterinnen einen höheren Testosteronspiegel haben als andere Frauen. Außerdem kam er zu dem Schluss, dass einerseits Testosteron leistungssteigernd ist, andererseits Leistungen ihrerseits die Testosteronproduktion steigen. S. 256
- Im Königreich der Tiere herrschen die Lebewesen mit dem höchsten Testosteronspiegel. S. 256
- Zu den Zeiten der alten Römer bezeichnete man Julius Cäsar als jeder Frau Mann und jedes Mannes Frau. S. 270
- Im Viktorianischen Zeitalter leugnete man die Existenz der Homosexualität; sollte es sie dennoch geben; dann musste sie das Werk Satans sein und wurde dementsprechend hart bestraft. Selbst jetzt, wo wir auf das 21. Jahrhundert zusteuern, glauben die meisten Mitglieder der älteren Generation, dass die Homosexualität ein modernes Phänomen und ein 'unnatürliches Treiben' sei.
In Wirklichkeit gibt es sie, seit es männliche Embryonen gibt, die – aus welchem Grund auch immer – nicht die erforderliche Menge an männlichen Geschlechtshormonen während ihrer Entwicklung im Mutterleib erhielten. S. 270
- Die Träger des 'Schwulengens' (engl. 'Gay Genes') haben eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 70 Prozent homosexuell zu werden; das erklärt, warum nicht alle eineiigen Zwillingsgeschwister homosexuell werden. Schätzungsweise tragen etwa zehn Prozent aller Männer das 'Schwulengen' in sich, und grob die Hälfte wird aufgrund des Penetranzfaktors von fünfzig bis siebzig Prozent des betreffenden Gens homosexuell werden.
Laborexperimente mit Ratten und Affen haben bestätigt, dass dieses Phänomen auch bei anderen Spezies auftritt. S. 278
- Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die meisten Männer einen starken Geschlechtstrieb besitzen, die meisten Frauen einen weniger starken. Eine Studie des Kinsey Instituts hat ergeben, dass 37 Prozent der Männer alle dreißig Minuten an Sex denken, während das bei nur elf Prozent der Frauen der Fall ist. S. 301/302
- Wenn es um Sex geht, brauchen Frauen einen Grund, Männer brauchen einen geeigneten Ort. S. 302
- Monogamie bedeutet, dass ein Männchen eine dauerhafte Partnerbeziehung mit einem Weibchen hat, was der natürliche Zustand für mehrere Tierarten ist, so zum Beispiel für Füchse, Gänse und Adler. Monogame Männchen und Weibchen sind in der Regel gleich groß, und die elterlichen Pflichten werden genau gleich aufgeteilt. Bei den polygamen Tierarten sind die Männchen meistens größer, bunter und aggressiver und tragen nur selten zur Aufzucht der Jungen bei. S. 308
- Die Wirklichkeit sieht so aus, dass Männer, wie auch die meisten anderen Primaten und Säugetiere, biologisch gesehen nicht auf totale Monogamie ausgerichtet sind. S. 309
- Die meisten Frauen wünschen sich eine Beziehung oder doch zumindest die Möglichkeit einer emotionalen Bindung, bevor sie das Verlangen nach Sex verspüren. Den wenigsten Männern ist klar, dass eine Frau, die das Gefühl hat, dass eine emotionale Brücke geschlagen wurde, nur allzu bereitwillig mit dem Betreffenden für die nächsten drei bis sechs Monate ausdauernde Bettgymnastik betreiben würde. Die meisten Frauen verspüren den stärksten Drang nach Sex während der Zeit des Eisprungs, die sich über mehrere Stunden oder Tage hinziehen kann. S. 311
Polemische Zitate – Witziges
- Männer geben ihrem Penis einen Namen, weil sie nicht wollen, dass ein völlig Fremder 99 Prozent ihrer Entscheidungen für sie trifft. S. 313
- Du bist ein lausiger Liebhaber!; schimpfte sie. Wie kannst du das in zwei Minuten beurteilen?, fragte er. S. 315
- Ray spielt das Hochzeitsvideo rückwärts ab. Er sagt, er sieht gern, wie er aus der Kirche tritt – als freier Mann. S.?
- Männer ziehen gutes Aussehen einem schlauen Köpfchen vor. Die meisten Männer können nämlich besser sehen als denken. S. ?
- Für das Problem der männlichen Untreue gibt es nur eine Lösung mit absoluter Erfolgsgarantie: die Kastration. Ein Mann würde dann nicht nur monogam, er müsste sich auch kaum noch rasieren, bekäme keine Glatze und würde länger leben. S. 317
- Männer werden über ihre Augen stimuliert, Frauen über ihre Ohren. Das Gehirn eines Mannes ist darauf programmiert, auf die körperlichen Rundungen einer Frau zu reagieren, und aus diesem Grund üben erotische Bilder eine so große Wirkung auf ihn aus. Frauen [...] wollen zärtliche Worte hören. S. 319
- Studien haben interessanterweise auch gezeigt, dass an einem öffentlichen Platz wie dem Strand oder dem Schwimmbad Frauen viel mehr 'spannen' als Männer. S. 321
Was Frauen (von einem Mann) erwarten
- Persönlichkeit
- Humor
- Einfühlungsvermögen
- Köpfchen
- Guter Körperbau
Was Männer glauben, was Frauen (von ihnen) erwarten
- Persönlichkeit
- Köpfchen
- Humor
- Einfühlungsvermögen
- Gutes Aussehen S. 322
Was Frauen anmacht
- Romantik
- Bereitschaft, Verpflichtungen
- Miteinander kommunizieren
- Intimität (Vertrautheit)
- Zärtlichkeiten ohne sexuellen Hintergrund
Was Männer anmacht
- Pornographie
- Weibliche Nacktheit
- Abwechslung beim Sex
- Reizwäsche
- Verfügbarkeit der Frau S. 335
- Mit ein bisschen Übung, seine gefühlvolle Seite schon vor dem Sex herauszulassen, wird es einem Mann gelingen, eine Frau anzumachen, noch bevor sie gemeinsam zur Tat schreiten. Eine Frau muss andererseits verstehen, wie wichtig es ist, einem Mann guten Sex zu bieten, damit sie auch diese weichere Seite seiner Persönlichkeit kennenlernen und ihm erklären kann, wie bezaubernd sie sie findet. S. 326
- Wie man eine Frau immer und überall zufriedenstellt: Man muss sie liebkosen, loben, verhätscheln, massieren, ihr Sachen reparieren, sich in sie hineinversetzen, ihr ein Ständchen bringen, ihr Komplimente machen, sie unterstützen, ernähren, beruhigen, reizen, ihr ihren Willen lassen, sie beschwichtigen, anregen, streicheln, trösten, in den Arm nehmen, überflüssige Pfunde ignorieren, mit ihr kuscheln, sie erregen, ihr beruhigende Worte zuflüstern, sie beschützen, sie anrufen, ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen, mit ihr rumknutschen, sich an sie schmiegen, ihr verzeihen, ihr nette Kleinigkeiten mitbringen, sie unterhalten, bezaubern, ihr die Einkaufstasche tragen, gefällig sein, sie faszinieren, sich um sie kümmern, ihr vertrauen, sie verteidigen, sie einkleiden, mit ihr angeben, sie heiligen, anerkennen, verwöhnen, umarmen, für sie sterben, von ihr träumen, sie necken, ihr Befriedigung verschaffen, sie drücken, mit ihr nachsichtig sein, sie zum Idol erheben, den Boden unter ihren Füßen verehren.
Wie man einen Mann immer und überall zufriedenstellt: Erscheinen Sie nackt. S. 327
- Männer stellen sich vor, wie Sex mit zwei Frauen wäre. Frauen stellen sich das auch vor – damit sie dann jemanden haben, mit dem sie reden können, wenn der Mann eingeschlafen ist. S. 329
- Ein Mann empfindet Sex nur dann als befriedigend, wenn Spannungen abgebaut werden. Eine Frau hat genau das umgekehrte Bedürfnis – sie braucht das langsame Aufbauen von Spannung über einen längeren Zeitraum hinweg. Voraussetzung hierfür ist, dass der Mann ihr viel Aufmerksamkeit und Gehör schenkt. Er will sich entleeren, sie sucht Erfüllung. Wenn der Mann diesen Unterschied versteht, kann er einfühlsamer Liebhaber werden. Die meisten Frauen brauchen mindestens dreißig Minuten Vorspiel, bevor sie bereit zum Sex sind. Männer brauchen ungefähr dreißig Sekunden, und die meisten betrachten die Fahrt zu ihrer Wohnung bereits als Vorspiel. S. 329
- Männer können sich nicht auf mehrere Tätigkeiten gleichzeitig konzentrieren. Wenn ein Mann eine Erektion hat, dann hat er Schwierigkeiten mit dem Reden, Zuhören und Fahren, und das ist auch der Grund, warum Männer während des Geschlechtsverkehrs selten reden. Männer lieben es, wenn eine Frau ihnen erzählt, was sie alles mit ihm anstellen will und wird, je ordinärer, desto besser – allerdings nur vor dem Geschlechtsverkehr, nicht währenddessen. S. 330 / S. 331
- Wie soll eine Frau befriedigt sein, wenn sie keinen Orgasmus hatte, fragt sich der Mann ratlos. Ein Mann kann sich dergleichen unmöglich vorstellen, und deswegen ist für ihn der Orgasmus einer Frau das Maß, an dem er seinen Erfolg als Liebhaber misst. Diese Erwartungshaltung setzt eine Frau enorm unter Leistungsdruck und reduziert sie sogar für die Wahrscheinlichkeit, einen Orgasmus zu bekommen. Eine Frau braucht Nähe, Wärme und den Aufbau von Spannung, um im Bett Spaß zu haben, und der Orgasmus ist für sie meistens nur ein Extra, nicht aber das eigentliche Ziel. Ein Mann muss jedesmal einen Orgasmus haben, eine Frau nicht. Eine Frau ist für einen Mann sexuell eine Art Spiegel und so stößt er sich stundenlang die Seele aus dem Leib in der Überzeugung, dass es eben das ist, was sie will. S. 333
- Eine weit verbreitete Phantasie vieler Männer ist, dass eine sinnliche und ihnen unbekannte Frau auf sie zukommt und sie einfach unwiderstehlich findet. Und dann befriedigt er jeden ihrer Wünsche – jeden ihrer Wünsche. S. 333
- Die meisten Männer begreifen nicht, dass der Pflichtorgasmus nur ein männliches Erfolgskriterium ist – nicht aber notgedrungenermaßen auch ein weibliches. Für eine Frau ist ein Orgasmus ein zusätzlicher Bonus, nicht das Maß aller Dinge. S. 334
- Männer sind visuell veranlagt und wollen Sex. Frauen sind auditiv und emotional veranlagt und wollen Zärtlichkeit und Romantik. Die biologische Aufgabe eines Mannes ist es, so viele gesunde Frauen wie möglich aufzutreiben und zu schwängern. Die biologische Aufgabe einer Frau ist es, Kinder zu bekommen und einen Partner zu finden, der ihr bleibt, bis die Kinder selbständig sind. S. 335
- Die Ehe hat auch ihre guten Seiten: Sie lehrt Loyalität, Nachsicht, Toleranz, Zurückhaltung und andere nützliche Charaktereigenschaften – die man nicht gebraucht hätte, wenn man nicht geheiratet hätte. S. 346
- Welchen Vorteil bietet die Ehe einem Mann? Wenn man es einmal unter dem Gesichtspunkt der Evolution sieht: keinen! Ein Mann ist wie ein Hahn, der den natürlichen Drang verspürt, seine Erbmasse so oft und so weit gestreut wie möglich an die Frau zu bringen. S. 346
- Der Sex ist der Preis, den Frauen für die Ehe zahlen. Die Ehe ist der Preis, den Männer für den Sex zahlen. S. 346
- Umfragen haben ergeben, dass verheiratete Männer häufiger Sex haben als unverheiratete. Der Durchschnitt liegt bei verheirateten Männern bei zwischen 25 und 50 Jahren bei dreimal pro Woche, während nur die Hälfte der unverheirateten Männer auf diesen Durchschnitt kommt. Durchschnittlich hat ein unverheirateter Mann weniger als einmal pro Woche Sex. S. 347
- In der Phase der Verliebtheit werden mehrere hochwirksame chemische Substanzen ausgeschüttet, die eine wahre Hochstimmung hervorrufen. Dopamin verleiht einem das Gefühl des Wohlbefindens, Phenylethylamin hebt den Grad der Erregung. Serotonin bewirkt ein Gefühl der emotionalen Stabilität, und Noradrenalin versetzt einen in den Glauben, dass man einfach zu alles in der Lage wäre. Ein Sexsüchtiger ist ein Mensch, der von dem Hormoncocktail abhängig geworden ist, welcher während der Phase der Verliebtheit ausgeschüttet wird, und ständig high sein will. Verliebtheit ist nur ein vorübergehendes Gefühl, das im Durchschnitt zwischen drei und zwölf Monate dauert und das die meisten irrtümlicherweise als 'Liebe' bezeichnen. In Wirklichkeit ist es nichts anderes als ein biologischer Trick der Natur, mit dem gewährleistet werden soll, dass eine Frau und ein Mann lange genug zusammenbleiben, um Nachwuchs zu zeugen [...] Die eigentlichen Unterschiede zwischen sich [z.B. Geschlechtstrieb] zeigen sich erst, wenn die Phase der Verliebtheit zu Ende geht bzw. die Phase der Verbundenheit begonnen hat. S. 351/352
- Eine Frau erkennt es, wenn es sich nicht um Liebe handelt. Aus diesem Grund setzt auch meistens sie den Schlussstrich unter eine Beziehung und nicht er. S. 354
- Die glücklich verheiratete Frau, die eine Affäre hat, ist selten, doch der glücklich verheiratete Mann, der einen Seitensprung wagt, keine Rarität. Über neunzig Prozent aller Affären werden von Männern begonnen, über achtzig Prozent von Frauen beendet. Der Grund dafür ist, dass eine Frau, sobald sie erkennt, dass die Affäre keine dauerhafte emotionale Verbindung verspricht und stets nur auf rein körperlicher Ebene ablaufen wird, aussteigen will. Das Gehirn eines Mannes ist aufgrund seiner Aufteilung in verschiedene Fächer in der Lage, Liebe von Sex zu unterscheiden und sich mit beidem getrennt zu beschäftigen. Ein Mann sieht nicht beides im Zusammenhang, sondern eines getrennt vom anderen. [...] Es ist noch nicht bekannt, wo genau sich der Sitz der Liebe im Gehirn befindet, doch Untersuchungen deuten darauf hin, dass das weibliche Gehirn über ein ganzes Netz an Verbindungen zwischen Liebeszentrum und Sexzentrum (Hypothalamus) verfügt, und dass das Liebeszentrum aktiviert sein muss, bevor das Sexzentrum eingeschaltet werden kann. Bei Männern scheint es keine derartigen Verbindungen zu geben, deswegen können sie problemlos Sex und Liebe unterscheiden. Für einen Mann ist Sex Sex und Liebe Liebe, und in einigen glücklichen Fällen treten beide gemeinsam auf. S. 354/355
- Eine Frau, die sich auf eine neue Beziehung einlässt, erwartet Romantik und Liebe, Sex ist für sie nur eine Folgeerscheinung. Bei Männern dagegen beginnt eine Beziehung häufig mit Sex, und erst danach entscheiden sie, ob daraus eine Beziehung werden kann oder nicht. S. 363
- Wenn ein Mann erst einmal geheiratet hat, weiß er alles, was er über seine Partnerin wissen muss, und sieht keinen Sinn mehr darin, sich stundenlang mit ihr zu unterhalten. S. 367
- Für den Mann von heute hat sich über die Jahrhunderte hinweg wenig geändert. Die Arbeit ist für 87 Prozent der Männer immer noch das Wichtigste im Leben, und 99 Prozent wünschen sich ein erfülltes Sexualleben. S. 378
Allgemeine Zitate zum Thema Genderforschung
- Frauen sind gesprächsbegabter als Männer. Sie sind gefühlsnäher, angstoffener und situationsgebundener. [...] In der Regel teilen sich Frauen offener mit als Männer. Ihnen müsste mehr Sympathie im Leben entgegenkommen. [...] Männer wollen die Beziehung eher bewahren als Frauen. Sie lieben ihre Frauen mehr als diese sie. [...] Männer scheinen auf eine besondere Art zu klammern: Sie wollen die Frau im Haus behalten. Michael Lukas Moeller, Paartherapeut, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, S. 31, Rowohlt Taschenbuch, 1988, 26. Aufl. Januar 1997
- Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: Alle dummen Männer. Marie von Ebner-Eschenbach
Allgemeine Zitate (engl.) zum Thema Genderforschung
- The first thing that strikes the careless observer is that women are unlike men. They are ‘the opposite sex’ (though why ‘opposite’ I do not know; what is the ‘neighboring sex’?). But the fundamental thing is that women are more like men than anything else in the world. Dorothy Sayers, Christian essayist and mystery novelist
- There can be no resolution – only patient endurance – of the opposites which ultimately spring from your own nature. You yourself are a conflict that rages in itself and against itself in order to melt its incompatible substances, the male and the female, in the fire of suffering and thus create that form which is the goal of life. Everyone goes through this mill – consciously or unconsciously, voluntarily or forcibly. We are crucified between the opposites and delivered up to the torture until this reconciling third takes shape. [...]
Do not doubt the rightness of the two sides within you and let happen whatever may happen happen. The apparently unendurable conflict of your life is proof of the rightness of your life. A life without inner contradiction is either only half a life or a life in the beyond which is destined only for the angels. But God loves human beings more than the angels. Carl Gustav Jung, psychotherapist, CH, extract of an extraordinary letter to his friend Mrs. Fröbe, written at age 70 in 1945. As an organizer of conferences she had asked Jung to comment on her great inner struggle between the demands of her career and the demands of her family. Jung pleaded to reconcile the struggle between the male [solar, selfbased, personal approach] and the female [lunar, SELF-based, impersonal approach] via patient endurance in the fire of the crucible until transformation has come about.
Externe Weblinks
- Gender-Schreibregeln bei der Textgestaltung
- MÄNNER UND FRAUEN Ein Zwist, der nie zu Ende geht STERN, Wolfgang Röhl, 12. September 2001
- Männer sind anders. Frauen auch STERN, Stefanie Rosenkranz und Sven Michaelsen, Interview mit A. & B. Pease, 9. Oktober 2002
- G. Baumann, Zeitschrift Intensivmedizin und Notfallmedizin Nr. 40, 2003
Aussage: Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist erheblich größer als angenommen, was auch von Jahoda 1975, G. Carnaq 1990 und Wellersdorfer 2000 bestätigt wurde.
- Artikel Frauen sind auch nur Männer, Eva-Maria Schnurr, ZEIT Wissen, Januar 2007
Externe Audio- / Videolinks (engl.)
- The difference between men and women's brains, First Science TV, Unterschiede zwischen dem männlichen und weiblichen Gehirn, YouTube Film, 1:45 Minuten Dauer, eingestellt 17. Oktober 2007
- Humor A Tale of Two Brains, Mark Gungor, Humorist, Über die unterschiedliche Funktionsweise des männlichen und des weiblichen Gehirns, YouTube Film, 5:27 Minuten Dauer, eingestellt 10. Januar 2008
Interne Links
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