Wiki / Geschichtensammlung
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Königin Scheherazade erzählt König Shahryār
ihre Geschichten
Ein missgünstiger Prinz und ein weiser Mann
Vor langer Zeit lebte in einem Königreich ein weiser Mann, der vom Volk geliebt und respektiert wurde, und ein Prinz, dem die Zuneigung des Volkes nicht zuteil wurde. Der Prinz hasste den weisen Mann, den er als seinen Rivalen bezüglich der Zuteilung von Volksgunst sah, und sann darauf, ihn öffentlich in Misskredit zu bringen.
Morgen, dachte der Prinz, werde ich mich als Händler verkleidet auf den Markt stellen, um die Wahrsage-Prüfung mit dem Weisen zu machen. Wenn er auf dem Marktplatz mit den Volksangehörigen spricht, werde ich eine Taube in meiner Hand halten und sagen:
Wenn er sagt, die Taube sei tot, so werde ich meine Hand öffnen und sie davonfliegen lassen. Sagt er allerdings, die Taube sei lebendig, so werde ich sie in meiner Hand zerquetschen und tot zur Erde fallen lassen.
Als der weise Mann am nächsten Tag auf dem Marktplatz erschien und mit den dort Anwesenden zu sprechen begann, nahm der Prinz die Taube aus dem Käfig, erhob seine Stimme und fragte ihn:
Plötzlich wurde es ganz still auf dem Platz. Die Augen aller richteten sich auf den weisen Mann. Der hielt inne, sah erst in die Menge und dann zu dem verkleideten Prinzen und antworte schließlich:
Das, was du in deiner Hand hältst, ist das, was du daraus machst!
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Eines Nachts kam ein Engel zu vier Rabbinern auf Besuch. Er weckte sie auf und trug sie auf seinen Schwingen in die siebte Kammer des Siebten Himmels. Dort erblickten die vier Neuankömmlinge mit eigenen Augen das Heilige Rad von Hesekiel.
Verleugnung
Fanatisch werden
Er war der Einzige unter den vier Himmelsgästen, die Gott geschaut hatten, der es vermochte, sein Glück zu ertragen.
Nachempfunden Clarissa Pinkola Estes (*1945) US-amerikanische Jungsche Psychoanalytikerin, Posttraumaspezialistin, Dichterin, |
In einer alten Hindu-Schrift heißt es, dass Gott und ein Weiser namens Narada eines Tages durch eine gewaltige Wüste wandern. Narada fragt Gott:
Gott lächelt und schweigt. Sie marschieren weiter.
sagt Gott schließlich,
Narada macht sich auf den Weg. Er kommt in das Dorf und klopft an die Tür des ersten Hauses. Eine wunderschöne Frau öffnet die Tür. In dem Augenblick, als Narada in ihre Augen blickt, vergisst er Gottes Befehl und den Grund, warum er in das Dorf gehen sollte. Die Frau bittet Narada in das Haus, wo er von ihrer Familie auf das herzlichste begrüßt wird. Es ist, als ob jeder in diesem freundlichen Haushalt ihn erwartet hätte. Narada wird eingeladen, mit der Familie zu speisen und die Nacht über zu bleiben. Er nimmt freudig an, genießt die Gastfreundschaft der Familie und bewundert insgeheim die Schönheit der jungen Frau.
Es vergeht eine Woche, dann zwei. Narada beschließt zu bleiben, und schon bald übernimmt er einen Teil der Haushaltspflichten. Nach einem angemessenen Zeitraum bittet er um die Hand der jungen Frau. Die Familie hat nichts anderes erwartet. Alle sind höchst erfreut. Narada und sein junges Weib bleiben im Haus der Familie, wo sie ihm schon bald drei Kinder gebärt, zwei Söhne und eine Tochter. Jahre vergehen. Die Eltern seiner Frau sterben. Narada wird zum Hausherrn. Er eröffnet einen kleinen Laden im Dorf, der sehr gut läuft. Schon bald ist er ein angesehener Bürger der Gemeinde und ein geachtetes Mitglied des Gemeinderats. Narada geht auf diese Weise in den uralten Freuden und Sorgen des Dorfes auf und lebt viele Jahre in Zufriedenheit.
Eines Abends mitten in der Regenzeit bricht ein gewaltiger Sturm aus, und der Fluss steigt durch die plötzlichen Fluten so sehr an, dass er das Dorf überschwemmt. Narada sammelt seine Familie um sich und führt sie durch die dunkle Nacht auf eine Anhöhe. Aber der Wind bläst mit solcher Gewalt, und die Regenschauer sind so heftig, dass einer von Naradas Söhnen weggerissen wird. Narada will nach dem Jungen greifen und lässt dabei seinen anderen Sohn los. Kurz darauf reißt ihm ein Windstoß seine Tochter aus den Armen, dann verschwindet auch noch sein geliebtes Weib in der donnernden Dunkelheit. Narada jammert hilflos und richtet seine geballte Faust gegen den Himmel. Aber seine Schreie werden von einer haushohen Welle übertönt, die aus den Tiefen der Nacht aufsteigt und ihn kopfüber in den Fluss stürzt. Ihm wird schwarz vor Augen.
Viele Stunden, vielleicht Tage vergehen. Langsam und unter Schmerzen kommt Narada wieder zu sich. Er muss entdecken, dass er weit flussabwärts auf einer Sandbank gestrandet ist, fast nackt und halbtot. Es ist ein helllichter Tag und der Sturm ist vorüber. Doch nirgends entdeckt er ein Lebenszeichen von seiner Familie oder einem anderen Lebewesen. Lange Zeit liegt Narada einfach nur auf dem Sand, fast verrückt vor Kummer und Einsamkeit. Trümmer treiben auf dem Fluss an ihm vorüber, und der Wind trägt den Geruch des Todes mit sich. Alles wurde ihm genommen; alle lebensspendenden und kostbaren Dinge sind in den wirbelnden Fluten versunken. Es scheint, dass er nichts tun kann, außer zu weinen.
Plötzlich hört Narada hinter sich eine Stimme, die ihm das Blut in den Adern stocken lässt.
fragt diese Stimme,
Narada dreht sich um und sieht Gott vor sich stehen. Der Fluss verschwindet, und er ist wieder mit Gott allein in der leeren Wüste. Wo ist mein Wasser? fragt Gott erneut:
Narada wirft sich dem Herrn zu Füßen und fleht um Vergebung.
ruft Narada immer wieder.
Gott lächelt und sagt:
Harry R. Moody, Ph.D., US-amerikanischer Professor für Philosophie,
Sinnkrisen in der Mitte des Lebens, S. 569 ff., Droemersche Verlagsanstalt, München, 1997
Ein junger Fisch schwamm irgendwo im Meer. Als er einem anderen Fisch begegnete, fragte er ihn:
sagte der ältere Fisch,
rief der junge Fisch enttäuscht und schwamm davon, um anderswo weiterzusuchen.
Anthony de Mello SJ (1931-1987) indischer katholischer Jesuitenpriester, Psychotherapeut, geistiger Lehrer, Gib Deiner Seele Zeit
Man hatte einen Elefanten zur Ausstellung bei Nacht in einen dunklen Raum gebracht. Die Menschen strömten in Scharen herbei. Da es dunkel war, konnten die Besucher den Elefanten nicht sehen und so versuchten sie, seine Gestalt durch Betasten zu erfassen. Da der Elefant groß war, konnte jeder Besucher nur einen Teil des Tieres greifen und es nach seinem Tastbefund beschreiben.
Hamid Molana, iranisch-US-amerikanischer Dichter, Berater des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad
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Ein Theoretiker, der ES schwer merkt und
Ein Derwisch spazierte an einem See entlang und hörte, wie jemand den Ruf der Derwische falsch rezitierte. Er sah es als seine Pflicht an, den Unglücklichen, der die Silben derart unstimmig betonte, zu berichtigen. Also mietete er sich ein Boot und fuhr zu der Insel hinüber, von der die lauten Misstöne kamen. Es könnte sich um ja einen Derwisch handeln, der keinen Lehrer gehabt hatte, und wahrscheinlich sein Bestes tat, um sich mit der Sinngehalt hinter den Tönen in Einklang zu bringen.
Auf der Insel angekommen unterrichtete und berichtigte er seinen Mitbruder in der Kunst des Derwischrufs. Dieser bedankte sich dafür. Der Hilfreiche, ganz zufrieden mit seiner guten Tat, machte sich auf den Heimweg und dachte bei sich: "Immerhin heißt es, dass ein Mensch, der die heiligen Formeln richtig rezitiert, sogar auf dem Wasser zu gehen vermag."
Während er so dachte, tauchte plötzlich eine seltsame Erscheinung vor ihm auf. Sein Derwischkollege von der Insel kam über das Wasser auf ihn zugelaufen. "Bruder",
sagte jener zu ihm, als er nahe genug bei ihm war, "verzeih mir, dass ich dich störe. Ich bin dir eigens nachgegangen, um dich zu bitten, mir nochmals zu erklären, wie man den Spruch richtig aufsagt. Leider kann ich mir die Wiederholungen nur schwer merken."
Sufi-Geschichte, orientiert an der Erzählung von |
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Ein Professor wanderte weit hinauf in die Berge, um einen bekannten Zenmönch aufzusuchen. Als der Professor bei ihm eintraf, stellte er sich höflich vor, nannte seine akademischen Titel und bat den Gottesdiener um Unterweisung. Möchten Sie Tee?,
fragte der Mönch. Ja, gern,
sagte der Professor.
Genug!,
rief der Professor. Sehen Sie nicht, dass die Tasse schon voll ist? Es passt nicht mehr in sie hinein.
Der Mönch antwortete: Genau so voll wie diese Tasse sind auch Sie mit Wissen und Vorurteilen angefüllt. Um Neues zu lernen, müssen Sie Ihre Tasse erst einmal leeren. |
Die Geschichte
vom Vater, seinem Sohn und dem Esel
Eines Tages wollten ein Vater und sein Sohn ihren Esel zum Markt bringen.
Der Vater ritt auf dem Esel, den der Sohn führte.
Sie waren noch nicht weit gekommen, als ihnen ein Bauer begegnete
und dem Vater zurief:
Der arme Junge! Wie kannst du als Erwachsener dieses Kind mit seinen kurzen Beinen
so quälen! Hast du kein Herz, du Egoist!,
Eigentlich hat er recht,
dachte der Vater, stieg ab und ließ den Jungen auf dem Tier sitzen.
Nun schritt der Vater voran und führte den Esel.
Nach kurzer Zeit trafen sie ein altes Mütterchen, das seine Stimme erhob:
So eine Unverfrorenheit!
Da sitzt der junge Bengel auf dem Esel und lässt seinen alten Vater nebenher laufen!
Der Junge nahm sich den Vorwurf sehr zu Herzen und bat seinen Vater,
ebenfalls auf den Esel zu steigen.
So ritten sie eine Weile gemeinsam auf dem Tier, bis ein Fußgänger zu kreischen begann:
Was für eine Tierquälerei! Da reiten zwei Nichtsnutze dem armen Tier den Rücken durch!
Der Esel wird bald eingehen, wenn ihr ihn nicht schont!
Nun war guter Rat teuer!
Vater und Sohn beschlossen, den Esel zu tragen,
damit er sich nach der großen Anstrengung wieder erholen konnte.
Nachdem sie ihn einige Meilen weit getragen hatten, gelangten sie endlich zum Markt.
Dort brach ein lautes Gelächter aus.
So etwas Dummes haben wir noch nicht gesehen!
Wozu tragt ihr den Esel spazieren, wenn er nichts leistet und keinen von euch trägt?,
wollten die Leute wissen.
Führt den Esel doch am Halfter hinter euch!,
rieten die Einen,
Sie können doch auch beide darauf reiten!,
riefen die Anderen.
Nein, das hält der Esel nicht durch,
aber den Vater allein wird er wohl tragen können.
Und das arme Kind soll sich wohl die Beine aus dem Leib laufen?
Nein, das Kind muss reiten, der Vater ist doch viel kräftiger.
Das lautstarke Debattieren auf dem Marktplatz nahm kein Ende
und führte zu keinem brauchbaren Ergebnis.
Viele glaubten zu wissen, wie dieses Dilemma am Besten zu lösen sei.
Schließlich blickte der Vater nachdenklich auf seinen Sohn und sprach:
Es ist offensichtlich belanglos, wie wir es anstellen.
Es wird wohl immer jemanden geben, dem es nicht gefällt
und der deswegen Anstoß daran nimmt.
Wir machen ab nun genau das, was wir aus tiefstem Herzen
und bestem Wissen und Gewissen für angemessen halten.
Autor unbekannt
Ein alter Mann und sein Hund spazierten einen schmutzigen Weg entlang, der auf beiden Seiten eingezäunt war. Sie kamen zu einer Türe im Zaun und betrachteten das Grundstück dahinter. Dort gab es schöne Wiesen und Waldflecken, ein Paradies für einen Jagdhund mit Jäger.
Auf dem Schild stand zu lesen "Durchgang verboten". Daher setzten Hund und Herr ihren Weg fort.
Sie kamen an ein schönes Tor, unter dem ein Wesen in weißer Robe stand.
Der alte Mann war glücklich und wollte geradewegs mit seinem Hund eintreten, doch der Türwächter hielt ihn auf.
Der alte Mann ging weiter mit seinem Hund.
Sie kamen an einen ramponierten Zaun ohne Tor, es gab lediglich ein Loch im Zaun. Ein alter Mann stand dahinter.
Der Mann lächelte und sagte:
Inspiriert durch Katzenseite, aus dem Englischen, Autor unbekannt
Ein Rabbi wurde gebeten, in einem Streitfall schlichtend zu entscheiden.
Der eine der beiden Streitenden kam also zum Rabbi und schilderte ihm seine Sicht der Dinge.
Der Rabbi hörte aufmerksam zu, dachte eine Weile nach und sagte:
Dann kam der zweite Mann und beschrieb dem Rabbi seine Lage. Auch ihm hörte der Rabbi aufmerksam zu, überlegte wieder etwas und sagte:
An dieser Stelle meldete sich die Frau des Rabbis zu Wort und fragte ihren Mann:
Wieder dachte der Rabbi einen Augenblick nach und antwortete dann:
Quelle: Orientiert an Gregory M. Corrigan (1923-2009) US-amerikanischer Autor, Die Spiritualität der Unvollkommenheit, Lüchow, 1998
Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt.
Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten und eine Kutsche neben ihm anhielt.
Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief:
Till Eulenspiegel antwortete:
schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick.
Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche wieder zu reparieren.
Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte:
Quelle: Lothar J. Seiwert (*1952) deutscher Ratgeberautor, Wenn du es eilig hast, gehe langsam,
Campus Fachbuch Verlag, Amazon.de Sonderausgabe, S. 21, 17. April 2003
Einst fragte ein Schüler den arabischen Weisen Abd es Salam:
Dieser antwortete ihm:
Der Schüler zog leichten Herzens von dannen,
erlaubte sich einige Husarenstücken. Leider hat er so oft gefehlt,
so dass er schließlich zum Tode verurteilt wurde.
Als er auf dem Schafott stand, kam Abd es Salam des Weges.
rief der Verurteilte.
Der Weise fragte:
Der Verurteilte gab ungern zu, dass er es nicht geglaubt,
sondern es sich gewünscht hatte. Er habe es jedoch
im Innersten gar nicht für möglich gehalten.
rief er.
Abd es Salam antwortete:
Die Moral von der Geschicht':
Nicht, was der Mensch sich wünscht, trifft eines Tages ein,
sondern das, was er im Innersten glaubt.
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Ein Wanderer ist auf Zimmersuche in einer neuen Stadt. Er befragt den örtlichen Weisen:
Der Meister stellt ihm eine Gegenfrage:
Der Weise rät dem Fremden:
Stunden später erscheint ein anderer Wohnungssuchender bei dem Weisen, um ihn zu fragen:
Entgegnet der Weise:
Antwortete der Wanderer:
Rät ihm der Meister:
Ein König schickte seinen Feldherrn mit einem Trupp Soldaten
auf ein Schlachtfeld außer Landes. Sein Befehl an ihn lautete:
Feldherr und Heer waren ausgezogen. Doch niemand im Reich hatte erfahren, was sie in der Ferne ausgerichtet hatten. Als der König nach vielen Monaten noch immer ohne Nachricht geblieben war, schickte er einen Kundschafter aus, um die Lage im Kriegsgebiet zu überprüfen und ihm Bericht zu erstatten.
Im Feindesland stieß der Bote auf ein Lager, aus dem schon von Weitem das fröhliche Stimmengewirr eines Festes zu hören war. Der Feldherr und seine Soldaten saßen gemeinsam mit den Feinden des Königs an einem Tisch und feierten.
Der Kundschafter stellte den Feldherrn seines Königs zur Rede:
Gelassen erwiderte der so gescholtene Feldherr:
Inspiriert durch den Beitrag Der Befehl des Königs, Zeitzuleben.de, 1. Juni 2007
Um deine Feinde auszumerzen, befreunde dich mit ihnen. Chinesische Weisheit
Ein weiser Mann hatte den Rand seines Dorfes erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und sagte:
fragte der weise Mann.
sagte der Dörfler,
Der weise Mann durchwühlte seinen Sack und zog einen Stein heraus.
sagte der Weise, als er dem Dörfler den Stein gab.
Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant. Wahrscheinlich der größte Diamant der Welt, denn er war fast so groß wie ein menschlicher Kopf.
Er nahm schnell den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag weckte er den weisen Mann bei Anbruch der Dämmerung und sagte:
Günther Hager, österreichischer Dichter, Facebook-Eintrag, 20. August 2010
Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen.
Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.
Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel ihn fragte,
antwortete der ältere Engel:
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen.
Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?
meinte er anklagend.
Der ältere Engel sagte:
Die schwarze Tür zur Freiheit
Ein Minister hatte seinem König lange Jahre treu gedient. Eines Tages wurde er wegen Hochverrats angezeigt und überführt, ihn erwartete die Todesstrafe. Der König gewährte ihm wegen seiner langjährigen Dienste die Gnade, seine Todesart zu wählen. Er führte ihn in einen Saal, wo die Hinrichtungswaffen lagen. Dort zeigte er ihm auch eine schwarze Tür. Der Minister wählte eine der Todesarten.
Die Königin fragte:
Der König antwortete:
Der Adler wird normalerweise dreißig bis fünfzig Jahre alt. Der Legende nach kann er auch siebzig Jahre alt werden, wenn er in seinem vierzigsten Lebensjahr eine schwere, äußerst wichtige Entscheidung trifft.

Als der Adler vierzig Jahre alt war, began die Schärfe seiner Krallen nachzulassen, weswegen er nicht mehr so gut Tiere erbeuten konnte. Sein Schnabel sah aus wie eine Sichel. Lang und krumm geworden, berührte er beim Fressen beinahe seine Brust und störte. Sein Federkleid war dicht geworden, so dass seine Flügel schwer wogen und das Fliegen ihm Mühe machte.
Der Adler konnte entweder auf den Tod warten oder sich entscheiden, eine schmerzliche Phase der Erneuerung zu durchlaufen.
Um sich zu verjüngen, musste er mühsam zu einem überhängenden Felsen fliegen, wo sich keine anderen Vögel oder Tiere aufhielten. Dort sollte er etwa 150 Tage lang bleiben.
Zuerst musste er seinen Schnabel am Felsen abwetzen, bis er mit Haut und Horn vollständig abfiel. Dann wartete er, bis ihm ein neuer Schnabel nachgewachsen war. Diesen benutzte er als Meißel, um sich damit die Krallen von seinen Zehen auszuklopfen. Nachdem ihm neue Krallen nachgewachsen waren, rupfte er seine alten Federn aus. Nach fünf Monaten war ihm ein neues Federkleid gewachsen.
Nun konnte er wieder unbehindert fliegen, jagen und fresen. Er lebte noch weitere dreißig Jahre.
Seine Vergangenheit und überalterte Dinge und Gewohnheiten abzulegen, ist ein schmerzhafter Vorgang von Tod und Geburt, Erneuerung und Wiederbelebung.
Die Geschichte ist eine Internet-Ente; sh. Rebirth Of The Eagle Hoax (engl.)
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Vier Kollegen namens JEDER, JEMAND, IRGENDJEMAND und NIEMAND waren beauftragt,
Quelle unbekannt |
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Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel:
Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und da bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht's mir wirklich.
Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er «Guten Tag» sagen kann, schreit ihn unser Mann an:
Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!
Paul Watzlawick (1921-2007) österreichisch-US-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Soziologe, Philosoph, Autor, Anleitung zum Unglücklichsein, S. 37 f., Piper Verlag, München, 1984 |
Ein reicher und angesehener Kalif schickte einen seiner Knechte auf den Markt zum Einkaufen. Kurze Zeit später stand der Knecht mit leeren Händen, bleich und am ganzen Leib zitternd vor ihm. Er warf sich vor seinem Herrn auf die Knie und flehte ihn an:
entgegnete ihm der Kalif.
Der Kalif empfand großes Mitleid mit seinem verstörten Diener. Er lieh ihm sein schnellstes Pferd. Sein Diener jagte davon. Noch vor Einbruch der Dunkelheit wollte er Ashdod, die ferne Hafenstadt, erreichen. Dort konnte er vor dem Tod sicher sein.
Der Kalif aber war neugierig geworden. Ihn wunderte die Beschreibung des Todes, mehr aber noch die Vorstellung, dass der Tod seinen Diener absichtlich erschreckt habe. So entschloss er sich, zum Markt zu gehen, um den Tod zu treffen. Das bunte und geschäftige Treiben des Marktes nahm ihn augenblicklich gefangen. Es dauerte nicht lange, bis ihm Zweifel an der Schilderung seines Knechtes kamen.
Was sollte der Tod wohl mitten in der Hektik des alltäglichen Marktgeschreis?
Doch dann sah er die Gestalt. Wie beschrieben, groß und schwarz, mit einem breiten schwarzen Hut. Er folgte der Gestalt. Bald standen sie sich gegenüber. Es gab keinen Zweifel mehr, das war der TOD.
Der Kalif sah ihn an und fragte:
Der Tod sah den Kalifen an, zuckte kurz mit den Achseln und sprach mit ruhiger Stimme:
The Creator gathered all of creation and said,
The Creator said,
The salmon said,
The buffalo said,
Then Grandmother Mole, who lives in the breast of Mother Earth, and who has no physical eyes but sees with spiritual eyes, said,
To which the Creator replied,
One day Till Eulenspiegel was leisurely strolling to town.
All over sudden he heard the noise of a nearing vehicle on a road behind him. Soon after a coach came to a halt next to him on a road with pot-holes here and there. The coachman, in a hurry, asked Till:
Till replied:
scolded the coachman churning the horses to a fast gallop. Not long after that the coach was out of sight.
About an hour later Till turned around a corner where he saw a coach lying in the ditch. Its leading axle was broken. Sure enough it was the hurried coachman from before bitching while trying to repair his coach. Addressed with a scornful glance the easygoing passenger repeated to the driver:
A Village and a Circus burn down
A circus proprietor discovered that the big tent was on fire, and he called one of his employees and said
The man went, but in a little while he came back saying
said the proprietor,
But again he returned, saying
Because the man whom the circus proprietor had sent was the clown; and no-one took the clown seriously.
Soren Kierkegaard (1813-1855) Danish philosopher, theologist, author
a coal-mouse asked a wild dove.
was the answer.
the coal-mouse said.
Having said that the coal-mouse flew away.
The dove, since Noah's time, an authority on the matter, thought about the story for a while and finally said to herself,
Kurt Kauter (1913-2002) German author
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A tale from the Native Americans
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In a hidden cave an old woman is weaving a garment up to the trim. Bitten and chewed on porcupine quills are to hold the hem. She removes into the back of the cave to the ever burning fire to stir the seeds of life in the cauldron above the fire.
The beautiful new design had become necessary because the black dog had unraveled both nature and culture.
We are living in the black dog times, in the times of unraveling – and we can choose to weave the loose threads again – back into the world. We are invited to reweave of ourselves and the world. (by the wise one in us)
Audio interview with Michael Meade, US American storyteller, mythologist, author of the book The world behind the world. Living at the ends of time on Mythic storytelling and the ends of time, presented by web radio station New Dimensions, Program #3243, host Michael Toms, minute 28:35-32:55, aired 25. February 2008 |
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The name Sheherazade means "born of noble people".
![]() Sultan Schahrayar pardons Scheherazade One Thousand and One Nights A maddened sultan is broken to pieces due to the betrayal by his wife.
Sheherazade offers herself to be the next bride of death. And she takes her sister along as a witness and as a safe guard. At dawn Sheherazade starts to tell one of 1001 stories about other people who had been betrayed. However, she does not finish telling them.
* * *
The story plays in ancient Iraq. In modern Iraq the "Arabian Nights" have been banned and burned for being evil (i.e. pornographic). The book is filled with love stories. People think it was in a harem where the old timeless folk tales were being told among the women.
The only way to love the world is to love the eternity in it.
Audio interview with Michael Meade, US American storyteller, mythologist, |
When Alexander the Great came to conquer India, he met a master whose name was Dandamis. Alexander questioned the master,
The master laughed.
He took Alexander by the hand and walked down the beach. Alexander followed – maybe Dandamis was taking him where he could show him God.
A small boy was flying a kite at the seashore. His kite had gone so far away that it was impossible to see it with bare eyes. The sage smiled secretly and stopped there while Alexander waited impatiently.
The master asked the little boy,
The boy laughed merrily and looked pityingly at the master for asking such an absurd question. He said,
And the master smiled and said to Alexander,
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Dallas. As the doctor walked into the small hospital room of Diana Blessing, she was still groggy from surgery. Her husband, David, held her hand as they braced themselves for the latest news. "I don't think she's going to make it,"
he said, as kindly as he could. "There's only a 10-percent chance she will live through the night, and even then, if by some slim chance she does make it, her future could be a very cruel one."
Numb with disbelief, David and Diana listened as the doctor described the devastating problems Dana would likely face if she survived. She would never walk, she would never talk, she would probably be blind, and she would certainly be prone to other catastrophic conditions from cerebral palsy to complete mental retardation, and on and on. "No! No!"
was all Diana could say. She and David, with their 5-year-old son Dustin, had long dreamed of the day they would have a daughter to become a family of four. Now, within a matter of hours, that dream was slipping away.
One blistering afternoon in the summer of 1996 near her home in Irving, Texas, Dana was sitting in her mother's lap in the bleachers of a local ball park where her brother Dustin's baseball team was practicing. "Do you smell that?"
Smelling the air and detecting the approach of a thunderstorm, Diana replied, "Yes, it smells like rain."
Dana closed her eyes and again asked, "Do you smell that?"
Once again, her mother replied, "Yes, I think we're about to get wet. It smells like rain."
Still caught in the moment, Dana shook her head, patted her thin shoulders with her small hands and loudly announced, "No, it smells like Him. It smells like God when you lay your head on His chest."
Tears blurred Diana's eyes as Dana happily hopped down to play with the other children. |
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A devoted meditator, after years concentrating on a particular mantra, had attained enough insight to begin teaching. The student's humility was far from perfect, but the teachers at the monastery were not worried.
A few years of successful teaching left the meditator with no thoughts about learning from anyone; but upon hearing about a famous hermit living nearby, the opportunity was too exciting to be passed up.
The hermit lived alone on an island at the middle of a lake, so the meditator hired a man with a boat to row across to the island. The meditator was very respectful of the old hermit. As they shared some tea made with herbs the meditator asked him about his spiritual practice. The old man said he had no spiritual practice, except for a mantra which he repeated all the time to himself. The meditator was pleased: the hermit was using the same mantra he used himself -- but when the hermit spoke the mantra aloud, the meditator was horrified!
"What's wrong?" asked the hermit.
"I don't know what to say. I'm afraid you've wasted your whole life! You are pronouncing the mantra incorrectly!"
"Oh, Dear! That is terrible. How should I say it?"
The meditator gave the correct pronunciation, and the old hermit was very grateful, asking to be left alone so he could get started right away. On the way back across the lake the meditator, now confirmed as an accomplished teacher, was pondering the sad fate of the hermit.
"It's so fortunate that I came along. At least he will have a little time to practice correctly before he dies." Just then, the meditator noticed that the boatman was looking quite shocked, and turned to see the hermit standing respectfully on the water, next to the boat.
"Excuse me, please. I hate to bother you, but I've forgotten the correct pronunciation again. Would you please repeat it for me?"
"You obviously don't need it," stammered the meditator; but the old man persisted in his polite request until the meditator relented and told him again the way he thought the mantra should be pronounced.
The old hermit was saying the mantra very carefully, slowly, over and over, as he walked across the surface of the water back to the island. |
An African farmer found out that his cows gave less milk than they used to.
As it turned out a woman from the sky who came down from a bright star admitted that she and her sisters had taken from it as they liked the milk so much.
He fell in love with the starry woman and proposed to marry her who had come from the sky.
He suggested to her that she might look after his cows and get plenty of milk that way.
Under one condition she was willing to agree to his proposition. He was never to take a look into her basket.
He, eager to have her as a companion at his side, accepted her condition.
They got married and things went well with them.
One day, after half a year had passed, his wife was out tending the cows.
The farmer decided to open her basket and take a look inside.
He started to laugh and kept on laughing, stating:
She came home following his commotion. Without hesitation she told him that he had broken their agreement:
He begged her not to go.
She said:
And she was gone.
Millennia of years ago, when God was creating life, He inquired with the angels,
The angels thought for awhile.
The first one said,
Another angel suggested,
A third one offered,
Finally God concluded,
A man found an eagle's egg and put it in a nest of a barnyard hen.
The eaglet hatched with the brood of chicks and grew up with them.
All his life the eagle did what the barnyard chicks did, thinking he was a barnyard chicken.
He scratched the earth for worms and insects. He clucked and cackled.
And he would thrash his wings and fly a few feet into the air.
Years passed and the eagle grew very old. One day he saw a magnificent bird above him in the cloudless sky.
It glided in graceful majesty among the powerful wind currents, with scarcely a beat of its strong golden wings.
The old eagle looked up in awe.
So the eagle lived and died a chicken, for that's what he thought he was.
Source: Anthony de Mello SJ (1931-1987) Indian Catholic Jesuit priest, psychotherapist, spiritual leader,
Awareness, Center for Spiritual Exchange, published by Doubleday, 1990
I must tell you this story. [...]
There was a farmer. The farmer had chickens in his back yard. But he had a strange looking chicken.
And the farmer wondered, I mean, this strange looking chicken, it does behave like the other chickens, it pecks away, but it doesn't – it doesn't look quite like the others.
And then a traveler comes along who knows about this and he says to the farmer,
And the traveler says,
And the farmer gives him this strange looking chicken. And he takes this chicken and he goes, up, up, up, to the top of the mountain. And he waits for the sun to rise. And as the sun glides through, this man says,
And this strange looking chicken spreads out its pinions, shakes itself, and lifts off.
And it soars and disappears way, way into the rising sun.
And God says to us,
And God expects you, us, to spread out our pinions, shake ourselves, and lift off and soar, and soar towards goodness, soar towards transcendence, towards beauty, towards laughter, towards caring, towards sharing.
Source: Audio presentation by Desmond Tutu (*1931) South African anti-apartheid activist, first black now retired Anglican Archbishop of the Anglican Church of Southern Africa, Soar toward goodness, Raoul Wallenberg Lecture, Hill Auditorium, 10:00 minutes duration, posted 29. October 2008
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An American businessman was at the pier of a Mexican fishing village when a small boat with just one fisherman docked.
Inside the small boat were several large yellow fin tuna. The American complimented the Mexican on the quality of his fish and asked how long it took to catch them.
The Mexican replied,
The American then asked why he didn't stay out longer and catch more fish.
The Mexican said he had enough to support his family's immediate needs.
The American then asked,
The Mexican fisherman said,
The American scoffed,
The fisherman asked,
To which the American replied,
The American laughed and said,
The American said,
Animated movie by Dr. Mark Albion, author, More Than Money – What Is "The Good Life" Parable,
presented by Berrett Koehler, 3:06 minutes duration, posted 8. August 2008
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A king sent out his commander with a troop of soldiers to a foreign battle field.
His command to the general was:
After the general and the army had left the kingdom the regent had not received any news about what had resulted on the battle ground. After many months had passed the king, disquieted, sent out a scout to search for the commander and to report back.
On assumed war territory the scout came across a camp, out of which one could hear gay babble of voices. Coming closer he found the commander and his soldiers sitting together with the king's foes at a table and having a good time.
The scout took the commander in charge to task:
The chided commander serenely replied:
To vanquish your enemies, make friends with them. Chinese proverb
One day a rich father took his son on a trip to the country with the firm purpose to show him how poor people can be. They spent a day and a night on the farm of a very poor family.
When they got back from their trip the father asked his son,
The father asked again:
The son answered,
- We have a pool that reaches to the middle of the garden, they have a creek that has no end.
- We have imported lamps in the garden, they have the stars.
- Our patio reaches to the front yard, they have a whole horizon."
When the little boy was finishing, his father was speechless. His son added,
Source: Author Unknown, Rich Or Poor – How Rich Are You?
A group of alumni, highly established in their careers, got together to visit their old university professor. Conversation soon turned into complaints about stress in work and life.
Offering his guests coffee, the professor went to the kitchen and returned with a large pot of coffee and an assortment of cups – porcelain, plastic, glass, crystal, some plain looking, some expensive, some exquisite – telling them to help themselves to the coffee.
When all the students had a cup of coffee in hand, the professor said:
Inspirational video movie Life Is Like A Cup of Coffee, YouTube film, 3:31 minutes duration, posted 6. February 2009
Chocolate Wisdom, YouTube film, 4:15 minutes duration, posted 27. December 2009
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One night four rabbinim were visited by an angel who awakened them and carried them to the Seventh Vault of the Seventh Heaven. There they beheld the Sacred Wheel of Ezekiel.
Denial
"Oh i just dreamed of Ezekiel's Wheel, that was all. Nothing really happened."
Fanaticism
Heartfilled poetry
Clarissa Pinkola Estés (*1945) US American Jungian psychoanalyst, post-trauma specialist, poet, Women Who Run With the Wolves. Myths and Stories of the Wild Woman Archetype, Ballantine Books, 1st edition November 1992, updated with new material 1996 |
The father of a poor family is reborn as a swan with golden feathers. He invites his former family members to pluck and sell a single feather from his wings to support themselves, returning occasionally to allow them another. The greedy mother of the family eventually plucks all the feathers at once. However, they turn to ordinary feathers. When the swan recovers its feathers they too are no longer gold. The moral drawn there is:
Suvannahamsa Jataka, 4th section of the Buddhist book Vinaya
The devil and a friend of his were walking down the street, when they saw ahead of them a man stoop down and pick up something from the ground, look at it, and put it away in his pocket.
The friend said to the devil,
said the devil.
said his friend.
the devil replied,
Jiddu Krishnamurti [Fallen LoC 175] (1895-1986) Indian spiritual teacher, philosopher, author, theosophist,
Lecture on the dissolution of The Order of the Star of the East, Ommen, Holland, 2. August 1929, Krishnamurti Foundation of America
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