Wiki / Intuition
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Die Empfindung stellt fest, was tatsächlich vorhanden ist.
Das Denken ermöglicht uns zu erkennen, was das Vorhandene bedeutet,
das Gefühl, was es wert ist,
und die Intuition schließlich weist auf die Möglichkeiten des Woher und Wohin, die im gegenwärtig Vorhandenen liegen.
Carl Gustav Jung, Gesammelte Werke Band 6
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Ei, Du mein Gott, wie ängstlich ist mir‘s heute zumut', und bin sonst so gern bei der Großmutter.
Mit diesem Gedanken schiebt die Märchenfigur Rotkäppchen ihre unterschwellige warnende Ahnung bei Seite, als sie vor der Schwelle des Hauses ihrer Großmutter steht, das der Wolf kurz zuvor in Besitz genommen hat. Trotz ihres Unbehagens handelt Rotkäppchen nicht im Sinne ihrer Ahnung. Rotkäppchen, Projekt Gutenberg Maler: George Frederic Watts Da das Vertrauen der Heldin in ihre Metasinne, die ihr entlang ihres Evolutionsweges immer wieder vorhandene Dissonanzen gemeldet haben, ziemlich ungenügend entwickelt ist, beeinflussen sie den Verlauf des archetypischen Dramas wenig.
Das Vorgehen des Waidmanns, der gelernt hat, seiner Intuition zu folgen, ist innen-orientiert. Er erkennt das Schnarchen des Wolfs, der vierten Figur im Märchen, als Misston im Haus der Großmutter. Als quintessentielle Figur im Märchen begeht er bewusst Hausfriedensbruch, um nach dem Rechten zu sehen. Den als Großmutter verkleideten Wolf erkennt der Jäger, der Ohren hat zu hören und Augen hat zu sehen als betrügerischen Besetzer und als alten Sünder. Statt seinem jägertypischen anfänglichen Tötungsimpuls nachzugeben, hält er inne, um auf seine innere Stimme zu hören, die sich an zweiter Stelle meldet. Sie rät ihm, die Schere – ein Symbol für Verstand vereint mit Geistimpuls in Aktion – zu nehmen, um dem scheinschwangeren Wolf den Bauch aufzuschneiden und das darin vermutete noch Lebende zu befreien.
Während das instinktive Verhalten (Wolf = Ego) auf uralten genetisch vorprogrammierten Anlagen und angeborenen Fertigkeiten beruht, ist Intuition (Waidmann = Selbst) eher ein Talent, das sich dynamisch weiter entwickelt, so man seinen Eingebungen und wachsamen Ahn(ung)en Vertrauen schenkt und ihnen wertschätzend Raum und Überprüfung gewährt.
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Intuitionen, Vorahnungen und Geistesblitze gelten als unergründliche, geheimnisvolle innere Kräfte, die sich ‚einfach so‘ und zur rechten Zeit einstellen. Mark Jung-Beeman und sein Team von der Northwestern Universität in Illinois stellten die kurzzeitige Ausschaltung des optischen Hinterhirnareals fest, ehe eine Drittelsekunde vor dem ‚Einfall‘ eine signifikant vermehrte Aktivität im rechten Schläfenlappen stattfindet. Im Gegensatz zu bewusst gesteuerten Yang-Aktivitäten und dem wesentlich aufwendigeren und anstrengenderen logischen Denken ist eine intuitive Eingebung eine Yin-Erfahrung, ein ‚Klassiker‘ des angewandten Nichtwissens. Intuition ist die Fähigkeit, eine Situation unmittelbar zu erfassen, ohne auf das bedeutend langsamere folgerichtige Denken – die vorgeblich bewusst gesteuerte Zeichen- und Datenverarbeitung – zurückzugreifen. Ein intuitiv Handelnder entscheidet auf der Grundlage nicht objektivierbarer Begriffe und Einstellungen, die jedoch nicht beliebig sind. Seine Kreativität erweist sich als Zusammenspiel von Gefühlen, Vernunft und Intuition. Emotionale Intelligenz und emotionale Kompetenz voneinander zu unterscheiden, scheint schwierig zu sein. Eine verlässlich funktionierende Intuition setzt offenkundig ein gerüttelt Maß an Einfühlsamkeit und Reife im Umgang mit Emotionen und Intelligenz voraus.
90 Prozent der menschlichen Entscheidungen verlaufen emotional, während nur 10 Prozent kognitiv-logisch geschehen, erklärt der klinische Psychologe Dr. Burkhard Busch in seinem Buch Denken mit dem Bauch. Intuitiv das Richtige tun. Das Bauchgehirn, das so genannte enterische Nervensystem, ist ein Erinnerungsspeicher. Es nutzt die gleichen Botenstoffe wie das Kopfhirn und steht mit diesem in dauernder Verbindung.
Forscher der Tiermedizinischen Hochschule Hannover fanden heraus, dass die Empfindungen des Bauchhirns auf einer Art Standleitung fortwährend zu 90 Prozent an das Kopfhirn gemeldet werden und dort in einem bestimmten Areal gespeichert und ausgewertet werden. Der reziproke Informationsaustausch vom Kopfhirn zum Bauchhirn geschieht hingegen nur zu zehn Prozent.
Wer im Hochgefühl der seltener erfüllten Möglichkeit lebt, neigt dazu, den statistisch nachgewiesenen Sog der Wahrscheinlichkeitsverteilung in der allgemeinen Entwicklung außer Acht zu lassen und sich davon auszunehmen.

Der französische Mathematiker Henri Poincaré beschrieb bereits 1910 den Vorgang der Inkubation, wobei Gedanken ins Unbewusste absinken. Nach einer gewissen Einwirkzeit ist durch implizite Kognition "Illumination" möglich. Es stellt sich ein Heureka ein, die intuitiv zugefallene erfreuliche Lösung eines Problems. Nach dieser Methode erträumte der Chemiker Friedrich Auguste Kekulé die Ringformel des Benzols, als er eines Abends vor dem Kamin eingeschlafen war. Im Traum erschien ihm ein Ouroboros, eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Sein Problem, das er ausgiebig bedacht und gelassen losgelassen hatte, war gelöst worden: Benzol hat eine Ringstruktur, eine für die Chemiker seiner Zeit ungewohnte Vorstellung.
Kekulé, Archimedes und Einstein und mit ihnen zahlreiche gewährend agierende wissenschaftliche und künstlerische Erfinder profitierten von der Intuition, auf die man willentlich keinen Zugriff hat. Das entscheidende Moment auf dem Weg zur Lösung ist, das eingespeichelte Problem an die Weisheit des Unbewussten abzugeben. Dadurch kann sich die selbstorganisierende Intelligenz entfalten und auf den Plan treten. Sie reicht weit über das bewusste menschliche Wissensspektrum hinaus, das ein vom zielgerichteten Eigenwillen bestimmtes Ich zu steuern glaubt, das wiederum der es umgebenden Feldenergie unterliegt.
Intuitive Eingebungen können nicht bestellt werden. Allerdings stellen sie sich leichter ein in einem fruchtbaren Feld. Hilfreich sind alle repetitiven körperlichen Tätigkeiten wie
Alte illustrierte Märchenbücher zeigen die erzählende Großmutter, den Archetyp der alten, weisen Frau, vielfach mit einer Strickarbeit auf ihrem Schoß. So wie sie Masche für Masche strickt und das Muster ihrer Arbeit allmählich offenbar wird, so strickt sie Wort für Wort an ihrer Geschichte, und mit jedem weiteren Satz treten die Verhaltensmuster und Zusammenhänge der Geschichte hervor. Gleichzeitig stricken die Neuronen im Gehirn der ZuhörerInnen und erschaffen neue Bahnen und Vernetzungen. Dieser Zusammenhang zwischen Textilien und Texten aus Worten hat sich bis heute in der Sprache erhalten: ein "Text" ist ein Gewebtes oder Gestricktes. In der Seemannssprache bedeutet die Redewendung ein Garn zu spinnen, eine Geschichte zu erzählen. Wer sich erlaubt, auf der konkreten, irdischen Ebene zum Weben und Stricken zurück zu kehren, wird auch seine Fähigkeiten damit aktivieren, Gewebe aus Worten zu erschaffen, Masche für Masche, Wort für Wort, aus der Tiefe des kollektiven Unbewussten.
Die Stadt Serendip liegt auf der Insel Ceylon, die heute Sri Lanka heißt. Der König von Serendip hatte drei Söhne. Eines Tages schickte er sie hinaus in die Ferne, um den Schlüssel zum Glück zu finden. Jeder der drei Brüder geriet unterwegs wie im Vorübergehen, in Situationen, die ihn dazu bewegten, seine Vorstellung über das wertvollste Gut im Leben zu ändern. Den begehrten Schlüssel hatte keiner der Prinzen gefunden, doch sind sie wiederkehrend auf Dinge von hohem Wert gestoßen, die sie ursprünglich außer Acht gelassen hatten.

Als die drei Brüder schließlich in ihr Elternhaus zurückkehrten, berichteten sie ihrem Vater, dass ihre Suche nach dem Inbegriff des Glücks ihnen eine Reise voller unerwarteter Glücksfälle beschert hatte. Der König, der gern auf Nebenwegen ging, um dort die Geheimnisse des Lebens zu würdigen, die sich vor dem offenen, aufmerksamen Blick auftun, teilte ihnen mit, dass er das Kostbarste auf der Welt bereits vor den Mauern des Palastes gefunden habe. Gesegnet damit, jene Freude in sich zu spüren, die ihn in ganz alltäglichen Dingen etwas Neues entdecken ließ, schloss er damit:
Die Kunst ist, deine Sinne zu erweitern.
So kannst du immer wieder unerwartet auf Erfreuliches stoßen.
Serendipität bedeutet die Gabe, zufällig (absichtslos) Dingen zu begegnen, die freudige Aufmerksamkeit erwecken und den Geist mit kreativen Ideen beflügeln.
Nach der Entdeckung des IQs (Intelligenzquotient) hat Daniel Goleman Ende 90er Jahre den Begriff EQ, die emotionale Intelligenz, eingeführt. Nachdem auch die Geisteswissenschaften Bauchentscheidungen beziehungsweise die Beweggründe des Herzens Jahrhunderte lang links liegen gelassen haben, ist mittlerweile der SQ (spiritueller Quotient) eines der führenden Themen in der angewandten Psychologie geworden, der offiziell als intuitive Intelligenz bezeichnet wird.
Der Psychologe und Intuitionsforscher
Gerd Gigerenzer bestätigt, dass "Irrationale" Gefühle mehr als impulsive Launen des Geistes sind und ihrer eigenen Logik unterliegen, deren Mechanismen er in einfachen Faustregeln in seinem Buch Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition beschrieben hat.
Intuition funktioniert schnell und einfach.,
sagt Gerd Gigerenzer, der aktuell führende deutsche Intuitionsforscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Das Unbewusste urteilt rascher und kompetenter als rationales Überlegen es vermag; oft erweist sich der intuitiv gewonnene erste Eindruck von einer Person oder einem Sachverhalt als zutreffender als eine Meinung, die man über längere Zeit erarbeitet und rational geprüft hat. Sobald man den Verstand benutzt, schaltet sich das Ego dazu, das Gegebenes allzu oft nicht so wahrnehmen kann und will, wie es ist, sondern so, wie es ihm ziemte – und das Ego ist höchst kreativ darin, mit allerlei 'rationalen' Begründungen aufzuwarten, um seine Sichtweise gegenüber der intuitiven, direkten Wahrnehmung durchzusetzen.
In einem Flughafen steht ein unauffällig gekleideter Mann, der wie viele andere auf sein Gepäck zu warten scheint. Niemandem fällt die Dienstpistole auf, die er diskret unterm Hemd trägt. Sein Blick wandert umher und bleibt an einer Frau im Hosenanzug hängen, anscheinend eine Geschäftsfrau, die einen Aktenkoffer trägt. Er verspürt den Impuls, sie zu kontrollieren, und bittet sie, mitzukommen – und findet mehrere hunderttausend Dollar Drogengeld bei ihr. Er lässt sich bei seiner Tätigkeit von seiner Intuition führen. Und obendrein hat er mehr Erfolg als seine Kollegen, die in Sachen Drogen- und Zollfahndung in erster Linie äußere Merkmale wie Kleidung, Staatsangehörigkeit oder Hautfarbe in Betracht ziehen.
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Folgendes Experiment bestätigte, dass eine intuitive Entscheidung häufig die bessere Wahl ist:
Versuchspersonen wurden gebeten, aus einer großen Menge von Postern eines auszuwählen, das sie mit nach Hause nehmen durften, um es dort aufzuhängen. Einige Wochen später fragten die ForscherInnen diese Probanden, ob sie das Poster noch sichtbar platziert hätten. Diejenigen, die sich schnell, spontan und intuitiv entschlossen hatten, hatten das ausgewählte Motiv signifikanterweise offenkundig in ihrer Wohnung behalten im Gegensatz zu jenen, die erst nach einer reiflicher Bedenkzeit ihre Wahl getroffen hatten. Jene, die für ihre Entscheidung nur sehr wenig Zeit zur Verfügung hatten, hatten demnach ihren eigenen Geschmack besser getroffen, stimmten klarer mit ihren Wünschen und ihrer Wesensart überein, als jene, die ausreichend Bedenkzeit hatten. |
Lange Zeit ist die Intuitionsforschung von gestandenen Wissenschaftlern sehr stiefmütterlich behandelt worden. Den Forschern, die die Fahne der Vernunft hochhielten, war das Metawissen (Ge-Wissen, das Wissen um das Göttliche) im Wesentlichen suspekt, es erschien unwissenschaftlich und vage, unwägbar und unfassbar, und es rührte an tiefsitzende Ängste, die mit dem Ansatz der Ratio übertüncht worden sind.
Das Außer- und Metabewusste und die Intuition als Stimme des Unbewussten entziehen sich der äußeren Kontrolle; es ist nicht möglich, Intuitionen im Voraus zu planen und zu bestimmen, sie lassen sich nicht erzwingen. Die “Alles-im-Griff”-Mentalität der linkshirnig Orientierten, die eines der vorherrschenden Merkmale der naturwissenschaftlichen Forschung war und weitgehend immer noch ist, wird durch intuitive Wissendheit anscheinend ausgehebelt. Naturwissenschaftler erheben den Anspruch, dass die Dinge objektiv, geordnet und für den Verstand nachvollziehbar sind; Intuition hingegen ist subjektiv, basiert auf Vertrauen in die eigenen Wahrnehmungen, Empfindungen und inneren Impulse und kann selten in allen Aspekten rational nachvollzogen werden.
Seit der Jahrtausendwende hat sich der Trend grundlegend geändert, denn heutzutage erlebt die Intuitionsforschung einen regelrechten Boom. Es wird immer deutlicher, dass Regelmechanismen und automatische Reflexe, ob diese nun angeboren oder anerzogen sind, für das menschliche Leben viel bestimmender sind als das, was wir bewusst wahrnehmen: In jeder Sekunde gelangen 11.000.000 (elf Millionen) Sinneseindrücke über die Nervenzellen in unser Gehirn und werden dort verarbeitet; sie steuern unsere Bewegungen, beeinflussen unsere Emotionen, unser Denken und unser Wohlbefinden. Bewusst nehmen wir jedoch höchstens 40 Eindrücke aufs Mal wahr, also noch nicht einmal ein Promille aller Informationen, die zu uns gelangen. Gerald Traufetter, Die Stimme aus dem Nichts, Der Spiegel Ausgabe 15/2006
Wer sich erlaubt – dem Mainstream-Trend nicht folgend – auf seine Intution, die Stimme des Un- und Metabewussten, zu hören, hat die Aussicht auf den Einblick in nicht rational erfassbares Wissen und den Zugang zu einem enormen Weisheitsreservoir. Dieser Umstand entgeht demjenigen, der Intuition gering schätzt und sich darauf beschränkt, nur mit dem Verstand entscheiden zu wollen (was sich ohnehin als ein Irrtum herausgestellt hat).
Der Niederländer Professor Ap Dijksterhuis bekleidet den Lehrstuhl Psychologie des Unbewussten an der Radboud Universität in Nimwegen. Die favorisierte linkshirnig gesteuerte Vernunft eignet sich, um Fakten zu recherchieren, zu sammeln und Situationen analytisch auszuwerten. Sie kann Dijksterhuis' Forschungsergebnissen nicht standhalten, denn bei komplexeren kontextuellen Fragestellungen versagt das Prinzip reinen Vernunft.
empfiehlt Dijksterhuis für solche Fälle.
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In den neunziger Jahren führte der Neurologe und Bewusstseinsforscher Antonio Damasio folgendes Experiment an der Universität von Iowa in den USA durch. Es zeigte, dass die menschliche Intuition beziehungsweise das Unbewusste schneller über unbekannte Daten Bescheid weiß als die tagesbewusste Wahrnehmung:
Verführbarkeit versus Ein-Sicht beim Glücksspiel (Lebensspiel)
Die Versuchspersonen, deren Hautwiderstand gemessen wurden, während sie Karten spielten. Sie hatten die Aussicht auf Geldgewinne, indem sie von zwei Stapeln mit je blauen und grünen Karten 100 mal welche ziehen konnten. Auf den Karten war entweder ein Gewinn- oder ein Verlustbetrag vermerkt.
Es stellte sich heraus, dass die Probanden nach ungefähr fünfzig Versuchen ausschließlich grüne Karten wählten, da bei ihnen – wie die Erfahrung/Intuition gelehrt hatte – die Chance auf einen Gewinn deutlich höher lag.
Signifikant war jedoch, dass der Körper gesunder Probanden schon nach zehn bis zwanzig Ziehungen jedes Mal Stressymptome wie Schwitzen und leichte Temperaturveränderungen der Haut zeigte, wenn die Testspieler eine Karte vom blauen Stapel zogen; das Metabewusste war also schon deutlich früher informiert, welcher Stapel Verlust und welcher Gewinn versprach; doch dieses Wissen wurde erst fünfzig Runden später auch vom Tagesbewusstsein der ProbandInnen registriert und umgesetzt.
Assoziativer Hinweis:
Quelle: Video interview/presentation/Q&A with Antonio Damasio, neurologist, University of Iowa, USA, This Time With Feeling, 11. The Gambling Task Experiment, 4:43 duration, starting minute 40:00, sponsored by the Aspen Institute, presented by Fora.TV, 1:05:35 duration, aired 4. July 2009 |
Es gibt Krankheiten und Schädigungen des Gehirns, welche die Kommunikation zwischen unbewusst gespeicherten Informationen und dem Tagesbewusstsein verhindern. Der Glückspieltest wurde auch mit Probanden durchgeführt, deren Gehirn teilweise geschädigt war: Der so genannte ventromediale präfrontale Cortex, der Stirnlappen, der sich auf Höhe des Stirnchakras beziehungsweise des Dritten Auges befindet, funktionierte bei diesen Menschen nicht oder nur vermindert.
Als die präfrontal Geschädigten das Spiel mit den blauen und grünen Karten spielten, zeigten sie deutlich andere Reaktionsmuster als die unversehrten Probanden: Ihr Körper meldete überhaupt keine Stressymptome, auch nicht nach über hundert Spielverläufen – und im Gegensatz zu den gesunden Versuchspersonen wählten sie auch über längere Zeit gleichmäßig grüne und blaue Karten, und nicht etwa nur grüne Karten wie die Gesunden.
Das Fazit von Damasios Untersuchung ist: Alle Entscheidungen, die wir Menschen treffen, beruhen auf Gefühlen, und wo kein Gefühlsinput vorhanden ist, da ist es nicht möglich, sich angemessen zu entscheiden oder überhaupt Entscheidungen zu treffen. Rationale Erklärungen fügen wir, wenn überhaupt, erst in zweiter Linie hinzu; oft ist der Grund, dass Menschen überhaupt Vernunftgründe liefern, dass es vor sich selbst und anderen Menschen 'seriöser' und 'erwachsener' wirkt, sich auf eine wohl überlegte Entscheidung zu berufen, anstatt zu sagen, dass man einfach einem Gefühl gefolgt sei.
Dean Radin und Karl Pribram, zwei angesehene Naturwissenschaftler in den USA, führten 24.000 Tests mit Probbanden durch, die mit Elektroden verkabelt waren. Sie saßen vor dem Bildschirm, der nach dem Zufallsprinzip eines von insgesamt 50 Bildern zeigte, das ein Zufallsgenerator ausgewählt hatte.
Das Bildmaterial bestand zu 20 % aus Schockbildern (Beispiel: Schlange frisst Kaninchen).
Die jeweilige Testperson drückte eigenhändig auf den Bildauslöseknopf – und 10 Sekunden später erschien das Bild.
Studienergebnis
Bereits 4-7 Sekunden ehe das zufällig gewählte Bild auf dem Bildschirm auftauchte hatte das Herz über konstant gleiche Signale das Gehirn des Probanden informiert, dass es sich nun auf ein negatives Bild einstellen solle. Herz und Hirn wussten mehr als der nachhinkende bewusste Verstand.
Der Verstand, der sich mit dem Ego identifiziert, nimmt die Realität stets eine 1/10.000-stel Sekunde
zu spät wahr in der irrigen Annahme, er bewege den Körper.
Dr. David R. Hawkins
In den Experimenten des US-amerikanischen Physiologen Benjamin Libet im Jahr 1979 und 1983 wurde Versuchspersonen aufgetragen, spontan den Entschluss fassen, einen Finger der rechten Hand oder die ganze Hand zu beugen. Sie waren mit einem EMG-Gerät verkabelt, das die elektrischen Impulse (Aktionspotentiale) der erfassten Muskeln am Bildschirm notierte. Im Normalzustand zeigt ein gesunder, bewusst ruhig gehaltener Muskel keine Aktivität. Bei Libets Experimenten konnte jedoch ein so genanntes 'Bereitschaftspotenzial' im noch ruhenden Muskel gemessen werden – und zwar durchschnittlich ca. eine halbe Sekunde vor dem bewussten Willensentschluss des Probanden, seine Gliedmaße zu bewegen. Es ist Bestandteil eines normal funktionierenden Gehirns.
Ebenfalls äußerten ForscherInnen die Vermutung, dass wir unbewusst alle erhaltenen Informationen speichern, dass unsere Intuition unter anderem eine Art 'innerer Buchhalter' sei, der jede einzelne Wahrnehmung sorgfältig registriert und einordnet. Auch wenn wir nur einen Bruchteil aller Informationen bewusst aufnehmen und reproduzieren können, steht dem Unbewussten die gesamte Datenmenge zur Verfügung.
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Henning Plessner, ein Intuitionsforscher an der Universität von Heidelberg, zeigte seinen Versuchspersonen bei einem Experiment einige schrille Werbespots im Fernsehen und kündigte an, dass er sie anschließend über diese Werbespots befragen würde. Am unteren Rand des Bildschirmes lief währenddessen ein Laufband, das fiktive Firmen und deren Aktienkurse anzeigte. Es war den Probanden nicht möglich, sich alle Aktienkurse des schnell laufenden Bandes zu merken. Als sie darüber befragt wurden, welche Aktien sie kaufen würden – wählten sie allesamt bevorzugt jene Aktien, die in der Laufzeile eine positive Kursentwicklung notiert hatten – ihr Unterbewusstsein hatte alle diese Aktienkurse gespeichert, ohne dass die Versuchpersonen bewusst ihre Aufmerksamkeit auf diese Zahlen gerichtet hatten. Diese Fähigkeit des Unbewussten nennt man “Priming”. Es bedeutet, Daten aufzunehmen, die man später wieder (ebenfalls unbewusst) abruft und als Grundlage für Entscheidungen nutzt.
Diese Fähigkeit wurde sogar bei Patienten mit Gedächtnisausfällen festgestellt – sie lernen, ohne bewusst etwas davon zu merken. Der Psychologe Daniel Schacter unterhielt mit einem Menschen, der unter Amnesie litt, und erwähnte dabei beiläufig, dass "Theodor Roosevelt den Weltrekord im Händeschütteln halte". Der Arzt entfernte sich für eine kurze Zeit und gesellte sich wieder zu dem Patienten, um ihn zu fragen, wer den Weltrekord im Händeschütteln halte, worauf der dieser prompt mit "Theodor Roosevelt" antwortete. Allerdings konnte sich der Amnesie-Kranke nicht daran erinnen, woher er diese Information bezogen hatte, und er war nicht einmal fähig, sich daran zu erinnern, dass er diesen Arzt wenige Minuten zuvor schon kennen gelernt hatte – er schien ihm ein Unbekannter zu sein. Dennoch stand ihm die kurz davor gelernte Auskunft zur Verfügung und konnte abgerufen werden.
Bei Menschen, die unter Vollnarkose operiert wurden, wurde ein anderes Experiment gemacht. Während der Operation wurde den Patienten reihenweise Wörter vorgelesen. Nach dem Aufwachen bat man sie, willkürlich auf einer Liste von Wörtern einige Begriffe auszuwählen. Das Resultat war, dass sie bevorzugt jene Worte auswählten, die sie soeben unter Narkose unbewusst gehört hatten. |
Menschen zeigen sich als Spezialisten in der nonverbalen Kommunikation, die hilfreich ist, um Mimik und Gesten zu deuten. Wenn wir uns mit jemandem unterhalten, interpretiert das menschliche Un- und Parabewusste ständig die dedektiblen subtilen Zeichen, die vom Gegenüber ausgehen; das Muskelspiel des Gesichtes, der Tonfall der Stimme, die Gesten und die Art, wie jemand steht, geht und seinen Raum ausfüllt werden gescannt und unbewusst beurteilt. Unsere Bewegungsmuster sind eine Art ‘beweglicher Fingerabdruck‘, sie bleiben in der Regel im Laufe des ganzen Lebens sehr ähnlich, sie sind individuell und auch äußerst schwer nachzuahmen durch andere Personen.
Die Frage, ob der Mann, den die US-Amerikaner als Saddam Hussein aus einer Höhle geholt und gefangen genommen hatten, tatsächlich der Nämliche sei, wurde durch eine Analyse der Bewegungsmuster geklärt: Wenn Saddam Hussein unter Druck war, rieb er sich bezeichnender Weise häufig mit der linken Hand das Augenlid, ganz sanft, dann schnellte sein Zeigefinger plötzlich nach oben in die Luft. Das war sein Stress-Signal, sehr persönlich und kaum nachzuahmen. Eben dieses Bewegungsmuster fand sich bei dem Gefangenen wieder.
Die Bewegungsforscherin Brenda Connors, die am Naval War College in Newport arbeitet – einem wichtigen Zentrum der US-amerikanischen Sicherheitspolitik – analyisert die Bewegungen von Spitzenpolitikern und schließt daraufhin auf ihren Charakter. Ihre Ergebnisse vermittelt sie DiplomatInnen und PolitikerInnen, die die Information nutzen, um sich auf Verhandlungen vorzubereiten und einzuschätzen, wie ihre Diskussionspartner wohl reagieren werden. Akribisch analysiert sie die Körpersprache nach über dreißig Kriterien – die sorgfältige Analyse eines halbstündigen Videobandes dauert ungefähr 150 Stunden. So zeige Hitlers Körper einen "Krieg mit sich selbst” und eine "unbewusste, selbstzerstörerische Tendenz”, während Saddam Husseins Winken wirke, "als ob die Hände ferngesteuert wären", was auf eine mangelnde Verbindung von Denken, Fühlen und Handeln zurückzuführen sei. Gute Noten bekommt Michail Gorbatschow von ihr, der bei öffentlichen Veranstaltungen locker und gelassen auftrete, nicht so verkrampft wie die Meisten.
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Es ist leicht, mit Worten zu lügen, doch es ist schwer, mit dem Körper zu lügen, und über längere Zeit ist es unmöglich, dies zu tun; unbewusst verraten Gesten, Körperhaltung, Tonfall und Mimik die Absichten, die man hegt. Wer genügend sensibel ist, kann das auch erfühlen – wie jener Fahnder, der bei einem Blickkontakt unterbewusst widersprüchliche Signale wahrnahm, seiner Intuition folgte und die Geldkurierin kontrollierte.
Nicht nur die Wissenschaft, auch die Wirtschaft hat die Macht der Intuition entdeckt und untersucht im so genannten “Neuromarketing”, wie man über das Unbewusste die KonsumentInnen erreichen kann und sie durch die Gestaltung von Werbung dazu bewegen kann, bestimmte Produkte zu kaufen. KundInnen sollen kaufen, ohne dass ihnen bewusst wird, was sie dazu veranlasst, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Ihre tagesbewusste Kontrolle soll unterlaufen werden. Diese manipulative Form der Werbung wird von vielen als höchst problematisch erachtet.
Das Verhalten von Konsumenten ist in vielen Bereichen erstaunlich vorhersehbar; wenn die Gefühle angesprochen werden – beispielsweise das angenehme Gefühl, belohnt zu werden – neigen die Menschen unwillkürlich dazu, rationale, bewusste Überlegungen auszuschalten, und das Produkt zu kaufen, um sich selbst zu belohnen. Marketingexperten setzen auf den Geiz als Motivator. Dies zeigt ein Experiment des Bonner Neuropsychologen Bernhard Weber: Menschen neigen dazu, ein Produkt zu kaufen, das mit einem auffälligen und leuchtenden Rabattschild versehen ist – sogar dann, wenn dieses Produkt teurer ist als das gleiche Produkt ohne Rabattaufkleber. Allein der Anblick eines Schildes unterdrückt die Aktivität des anterioren Cingulums, eines Gehirnareals, das dafür zuständig ist, impulsives Verhalten zu unterdrücken.
John Bargh, ein Psychologe der Yale Universität in den USA, hält Neuromarketing für so problematisch, dass er eine UN-Charta gegen die neurologische Manipulation fordert. Anderer Ansicht ist Dr. Elger, der Leiter der Bonner Universitätsklinik für Epileptologie: Er setzt auf Aufklärung und geht davon aus, dass nicht nur die Werbeindustrie, sondern auch die KundInnen Zugang zum Wissen und den Finten der Neuromarketing-Forschung haben und sich aufgrund dessen auch vor immer subtileren Verführungen wappnen können.
Die fünf bekannten Sinne sind die "Haupteingänge der Seele unserer Zeit". Durch die "Nebeneingänge" [Metasinne] sind wir unter bestimmten Bedingungen imstande, sensitiv wahrzunehmen, also beispielsweise über die Intuition.
Sensitivität ist ein Sammelbegriff für Begabungen wie Intuition, Vorahnungen, Hellfühligkeit, Hellsichtigkeit, Hellhörigkeit, Hellschmecken, Hellfühlen.
Mediziner und Psychiater mit einem mechanistisch-materialistischen Weltverständnis definieren die Wahrnehmungen durch Metasinne, die ohne äußere Reize erfolgen, als pathogene Halluzinationen und als Schizophrenie.
Wer Stimmen hört oder Geistwesen sehen kann, gilt im Allgemeinen NOCH als Spinner. Noch in den sechziger Jahren beschrieben die Autoren von psychiatrischer Fachliteratur Menschen wie Jesus Christus, alttestamentliche Propheten, die Apostel Petrus und Paulus und Heiligmäßige oder Mystiker als Schizophrene. Mutter Marias Erscheinung des Erzengels Gabriel galt als Einbildung, die Hirten auf dem Feld, die gemeinsam Engel sahen, hatten demnach eine kollektive Psychose.
Das Prekäre an dieser Sachlage ist die Tatsache:
Dr. Judith Orloff, Assistenz-Professorin für Psychiatrie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) stammt aus einer kalifornischen Ärztedynastie.
Sie ahnte schon als Kind, nahende Tode und Katastrophen voraus, die jeweils eintrafen. Ihre Eltern, beide Mediziner, verboten ihr, solches im Familienkreis mitzuteilen. Als Professorin für Psychiatrie nimmt sie die Schmerzen und Krankheiten von Menschen, die sie nicht näher kennt, unwillkürlich und empathisch wahr. Sie hatte jahrzehntelang vergeblich versucht, ihre mediale Begabung zu verdrängen und zu verleugnen, da das geltende Berufsethos ihrer Zunft bis etwa zur Jahrtausendwende intuitive Interventionen ausschloss.
sagt sie.
Ihr Wahrtraum als junge Frau im Traumlabor von Dr. Thelma Moss an der UCLA erfüllte sich nach über 20 Jahren. Darin hatte sie von ihrer Bestimmung erfahren:
Nach dem überstandenen Drama eines missglückten Selbstmordversuchs einer Patientin, deren Suizidabsichten sie erahnt, jedoch professionell korrekt nicht zu thematisieren gewagt hatte, beschloss sie im Lauf der drei Wochen, in denen sie die Sterbewillige im Koma begleitete, das Tabu ihres Berufsstands zu brechen und ihn zu revolutionieren.
In ihrem Buch Jenseits der Angst (Heyne-Verlag, München, 1997) beschreibt sie, dass sie ein ganzes Jahrsiebt gezögert hatte, um es fertigzustellen – aus Angst vor Repressalien und beruflicher Disqualifizierung. Erst durch eigene innere Transformationsarbeit fand sie den Mut, damit beruflich zu arbeiten und vor ihren Kollegen zu ihrer medialen Begabung zu stehen.
Seit Erscheinen ihres ersten Buchs spricht sie als gefragte Brückenreferentin auf Fachkongressen u. a. der American Psychiatric Association, um sie Psychiatern, Ärzten und Interessierten die Grundlagen der Sensitivität zu vermitteln. Sie plädiert offen für die Nutzung der unbestreitbar vorhandenen metasinnlichen Fähigkeiten – sowohl bei Patienten als auch Heilberuflern.
Als Sterbebegleiterin bestätigt sie die Allverbundenheit folgendermaßen:
Quellen: PD Dr. Jakob Bösch, Basler Psi-Verein, CH
Auf der Grundlage intensiver Studien über Denk- und Problemlösungsprozesse entwickelte der Amerikaner William Gordon 1944 die Synektik-Methode. Synektik ist eine wenig bekannte Kreativitätsmethode, welche die unbewussten Denkprozesse nutzt und zusammenfügt. Der Name der Methode leitet sich von dem griechischen Wort synechein (Dinge miteinander in Verbindung bringen; verknüpfen) ab. Gordon wandte das paradoxe Prinzip an:
Die oben angeführten wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Mensch, der aus irgend einem Anlass von seiner Intuition abgeschnitten ist, große Mühe hat, sein Leben zu bewältigen. Entscheidungen ausschließlich auf der rationalen Ebene zu treffen, ist praktisch unmöglich, sofern nicht noch gefühlte, intuitive Elemente hinzu kommen. Den meisten Menschen steht diese Fähigkeit auch zur Verfügung, auch wenn die postmoderne westliche Kultur und Sozialisation viel dazu beigetragen hat, sie gering zu schätzen, zu unterdrücken und vergessen zu lassen.
Der von Äußerlichkeiten vor-eingenommene Prinz hat Aschenputtel in unscheinbarem Auftritt erst beim dritten Anlauf wieder erkannt, als er sich bereit gezeigt hatte, auf den wiederholten Zuruf der Boten des Himmels zu hören und der ihm aufgezeigten Spur nachzugehen.
Ein rumorendes Bauchgefühl warnt davor, einen bestimmten Park zu meiden, nicht mit einer seltsam finster wirkenden Person in den Aufzug einzusteigen, und drängt uns auf halbem Weg umzukehren oder aus heiterem Himmel etwas scheinbar Ungewöhnliches zu machen.
Es steigert die Lebensqualität und vor allem den Sinn für das Leben und den Sinn des Lebens erheblich, wenn mensch sich erlaubt, sich bewusst auf die Botschaften des Metabewussten einzustimmen, sie zu vernehmen und zu befolgen. Intuitionen können dem, der sie schätzt, Ärger und Leid ersparen und im Extremfall sogar Leben retten. Sie können auch geniale Einfälle oder gar eine Wendung im Lebensverlauf bescheren.
Vier Arten der Erkenntnis
Empfehlung an Führungskräfte: Innere Stimme = Klarheit nutzen
Kareem Zaghloul and his colleagues at the University of Pennsylvania in Philadelphia performed an experiment on patients with Parkinson’s disease undergoing deep brain stimulation surgery. Once the patient’s brains were exposed, electrodes were inserted to record from the substantia nigra, while the patients played a card game on a computer screen for five minutes. They could pick a card from either a red or a blue deck and were informed that cards from one deck were more likely to yield a virtual financial reward (a stack of gold coins appears on the screen with an audible ring and a counter showing accumulated earnings). Scientists rigged the game so that 65 percent of the cards from one deck and 35 percent of the cards from the other deck yielded a financial reward. (If drawing a card did not yield a virtual reward, the screen turned blank with an audible buzz.)
After several rounds, the 65/35 ratio allowed patients to figure out which deck was more likely to yield a reward, but still allowed patients’ expectations to be thrown off occasionally. If patients expected the chosen deck to yield a reward and it did (an expected gain) or if patients expected the chosen deck to yield no reward and it did (an expected loss), neurons in the substantia nigra fired at similar rates. But when patients expected a deck to yield nothing but instead received a reward (an unexpected gain), neurons fired more frequently than in the opposite situation (an unexpected loss).
For the first time higher firing rates after unexpected gains have been demonstrated in humans.
It validates similar results from studies in nonhuman primates – reinforcing the value of animal models. Zaghloul’s study is also a proof-of-principle, showing that it’s possible to record neural activity directly while subjects are performing complicated tasks that can’t be performed by chimpanzees. Zaghloul and his colleagues’ results are improving our understanding of how humans learn from rewarding experiences.
Sources:
Daniel Gorelick, How do we learn from the unexpected? Ask the substantia nigra, 13. July 2009
Kareem A. Zaghloul, Justin A. Blanco, Christoph T. Weidemann, Kathryn McGill, Jurg L. Jaggi, Gordon H. Baltuch and Michael J. Kahana,
Human Substania Nigra Neurons Encode Unexpected Financial Rewards, Science, 13. March 2009
26. Links zum Thema Intuition und Sensitivität / Intuition and Sensitivity26.1 Literatur
26.2 Literatur (engl.)
26.3 Externe Weblinks
26.4 Externe Weblinks (engl.)
26.5 Audio- und Videolinks
26.6 Audio- und Videolinks (engl.)
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