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2·2012


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IntuitionDie innere Stimme

 

Inhaltsverzeichnis (verbergen)

  1. 1. Wortherkunft – Intuition und Inspiration
  2. 2. Rotkäppchens unterdrückte Ahnung
  3. 3. Zusammenspiel von Bauch–Herz–Kopf
  4. 4. Möglichkeit ⇔ Wahrscheinlichkeit
  5. 5. Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf.
  6. 6. Aktivierung der Intuition
    1. 6.1 Praktische intuitonsfördernde Anwendungen
  7. 7. Die drei Prinzen von Serendip
  8. 8. Intuitive Intelligenz – IQ ⇔ EQ ⇔ SQ
  9. 9. Intuitionsforschung
    1. 9.1 Zollfahndung – mit dem ahnungsvollen Blick
    2. 9.2 Intuitionsexperiment – Spontanentscheidung war passgerecht
  10. 10. Forscher ergründen Aschenputtels Geheimnis
  11. 11. Spielend intuitiv lernen
  12. 12. Stirnlappenfunktion und intuitive Fähigkeit
  13. 13. Zufallsgenerator ausgetrickst
  14. 14. Libet-Experiment zur Willensfreiheit
  15. 15. Unbewusst lernen
  16. 16. Intuitionsforschung
  17. 17. Körpersprache
  18. 18. Analyse und Körpersprache
  19. 19. Neuromarketing
  20. 20. Wiederentdeckung von Intuition und Sensitivität in Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie
  21. 21. Jenseits der Angst vor Ausschluss – Judith Orloff
  22. 22. Synektik – Paradoxes Prinzip
  23. 23. Ausblick
  24. 24. Zitate zum Thema Intuition und Sensitivität / Intuition and sensitivity
    1. 24.1 Zitate allgemein
    2. 24.2 General quotes
    3. 24.3 Quotes by David R. Hawkins
  25. 25. Englische Texte – English section on Intuition
    1. 25.1 Insights derived from brain surgery
    2. 25.2 Precognition – future memory
  26. 26. Links zum Thema Intuition und Sensitivität / Intuition and sensitivity
    1. 26.1 Literatur
    2. 26.2 Literature (engl.)
    3. 26.3 Externe Weblinks
    4. 26.4 External web links (engl.)
    5. 26.5 Audio- und Videolinks
    6. 26.6 Audio and video links (engl.)
    7. 26.7 Audio and video links (engl.) – Gerd Gigerenzer
    8. 26.8 Audio and video links (engl.) – Larry Dossey
    9. 26.9 Audio and video links (engl.) – Daniel Kahneman
    10. 26.10 Interne Links

 

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Die Empfindung stellt fest, was tatsächlich vorhanden ist.
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Das Denken ermöglicht uns zu erkennen, was das Vorhandene bedeutet,
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das Gefühl, was es wert ist,
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und die Intuition schließlich weist auf die Möglichkeiten des Woher und Wohin, die
im gegenwärtig Vorhandenen liegen.

 

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Carl Gustav Jung (1875-1961) Schweizer Psychiater, Psychoanalytiker, Gründer einer neuen Denkschule der Tiefenpsychologie, Autor, Gesammelte Werke,
Band 6. Psychologische Typen
, Rascher,
10. revidierte Auflage 1967

 

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Wortherkunft – Intuition und Inspiration

Kluge's Etymologisches Lexikon beschreibt Intuition als "Erkennen eines Sachverhaltes ohne bewusste Reflektion [...] Erscheinen des Bildes auf der Oberfläche eines Spiegels".
Der deutsche Begriff Intuition leitet sich ab von dem lateinischen Wort intueri, das betrachten und erwägen bedeutet.
Der Begriff Inspiration stammt von dem lateinischen Wort inspiratio und bedeutet die Beseelung, das Einhauchen von spiritus = Leben, Seele, Geist, die einen kreativen kreatürlichen Schub auslösen.
Wahrnehmungen, Emotionen, Gedanken und Intuitionen sind Wegweiser im linearen Lebensraum. Sie unterliegen dem Irrtum.
Intuition entsteigt der Region des Bauchhirns, spiegelt somit unbewusste und unterbewusste Inhalte.
Inspiration, Ein-sicht, Gewahrsein tauchen im nichtlinearen Raum auf.
Die Ahnung, Eingebung der Ahnen, die Inspiration, entstammt dem nichtlokalen Raum der Seele.

Rotkäppchens unterdrückte Ahnung

Ei, Du mein Gott, wie ängstlich ist mir's heute zumut', und bin sonst so gern bei der Großmutter.

 

Mit diesem Gedanken schiebt die Märchenfigur Rotkäppchen ihre unterschwellige warnende Ahnung bei Seite, als sie vor der Schwelle des Hauses ihrer Großmutter steht, das der Wolf kurz zuvor in Besitz genommen hat. Trotz ihres Unbehagens handelt Rotkäppchen nicht im Sinne ihrer Ahnung.


Rotkäppchen, Projekt Gutenberg
George Frederic Watts (1817-1904)
englischer Maler und Bildhauer

Da das Vertrauen der Heldin in ihre Metasinne, die ihr entlang ihres Evolutionswegs vorhandene Dissonanzen zugeraunt haben, ungenügend entwickelt ist, beeinflussen sie den Verlauf des archetypischen Dramas wenig.

 

Die Orientierung des Waidmanns, der gelernt hat, seiner Intuition zu folgen, beinhaltet die Metasinne. Er erkennt das Schnarchen des Wolfs, der vierten Figur im Märchen, als Misston im Haus der Großmutter. Als quintessentielle Figur im Märchen begeht er bewusst Hausfriedensbruch, um nach dem Rechten zu sehen. Den als Großmutter verkleideten Wolf erkennt der Jäger, der Ohren hat zu hören und Augen hat zu sehen als betrügerischen Besetzer und als alten Sünder. Statt seinem jägertypischen anfänglichen Tötungsimpuls nachzugeben, hält er inne, um auf seine innere Stimme zu hören, die sich an zweiter Stelle meldet. Sie rät ihm, die Schere – ein Symbol für Verstand vereint mit Geistimpuls in Aktion – zu nehmen, um dem scheinschwangeren Wolf den Bauch aufzuschneiden und das darin vermutete noch Lebende zu befreien.

 

Während das instinkt-gesteuerte Verhalten (Wolf = Ego) auf uralten genetisch vorprogrammierten Anlagen und angeborenen Fertigkeiten beruht, ist Intuition (Waidmann = Selbst) eher ein Talent, das sich dynamisch weiter entwickelt, so man seinen Eingebungen und wachsamen Ahn(ung)en Vertrauen schenkt und ihnen wertschätzend Raum und Überprüfung gewährt.

Referenzen: de.Wikipedia-Einträge Rotkäppchen und ► Unterschwelligkeit und ► Quintessenz und ► Hausfriedensbruch
Instinktverhalten und ► Verstand und ► Geistimpuls und ► Intuition und ► Innere Stimme
Siehe auch: ► Wölfe und ► Vertrauen und ► Heldenreise

 

Mir ist dieses von meiner Kindheit an geschehen, eine Stimme nämlich, welche jedes Mal, wenn sie sich hören lässt, mir von etwas abredet, was ich tun soll, zugeredet aber hat sie mir nie.
Sokrates (469-399 v. Chr.) altgriechischer vorchristlicher Philosoph,
Apologie des Sokrates, Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag, 1986

Zusammenspiel von Bauch–Herz–Kopf

Intuition ist die Fähigkeit, eine Situation unmittelbar zu erfassen, ohne auf das bedeutend langsamere folgerichtige Denken – die vorgeblich bewusst gesteuerte Zeichen- und Datenverarbeitung – zurückzugreifen. Ein intuitiv Handelnder entscheidet auf der Grundlage nicht objektivierbarer Begriffe und Einstellungen, die jedoch nicht beliebig sind. Seine Kreativität erweist sich als Zusammenspiel von Instinkt, Gefühlen, Vernunft und Intuition/Eingebung. Emotionale Intelligenz und Emotionale Kompetenz voneinander zu unterscheiden, scheint schwierig zu sein. Eine verlässlich funktionierende Intuition setzt offenkundig ein gerüttelt Maß an Einfühlsamkeit und Reife im Umgang mit Emotionen und Intelligenz voraus.

 


Klassische Architektur, Indien

Vorahnungen, Eingebungen und Geistesblitze gelten als unergründliche, geheimnisvolle innere Kräfte, die sich 'einfach so' und zur rechten Zeit einstellen. Der Neurowissenschaftler Prof. Mark Beeman und sein Team von der Northwestern Universität in Illinois stellten die kurzzeitige Ausschaltung des optischen Hinterhirnareals fest, ehe eine Drittelsekunde vor dem 'Einfall' eine signifikant vermehrte Aktivität im rechten Schläfenlappen stattfindet.

Im Gegensatz zu bewusst gesteuerten Yang-Aktivitäten und dem wesentlich aufwendigeren und anstrengenderen logischen Denken ist eine intuitive Eingebung eine Yin-Erfahrung, ein 'Klassiker' des angewandten Nichtwissens.

 

Das kalifornische HeartMathForschungsinstitut widmet sich der grenzwissenschaftlichen verhaltensbiologischen Erforschung der Herzintelligenz. Seit über 20 Jahren erforscht es den Zustand der Herzkohärenz, "ein optimierter Zustand, in dem Herz, Verstand und Gefühle geordnet und im Gleichklang sind. Körperlich agieren Immun-, Hormon- und Nervensystem in einem Zustand energetischer Koordination". Die Herzkohärenz-Verhaltensweise ist in allen Situationen des Alltagslebens anwendbar, insbesondere auch unter belastenden Stresssituationen.

 

Die Bereiche Kopf-Herz-Bauch sind Wege des Wissens und Lernens.
Beim Zeichnen bedarf es der Hand-Augen-Koordination und der Willensimpulse. Bei einer Zeichenübung sind menschliche Gliedmaße und somit die älteren limbischen und reflexartigen Hirnfunktionen mitbeteiligt.

IQ – IntelligenzquotientWir erkennen Gegenstände und Kausalitäten mit dem Verstand (Kopf).
EQ – Emotionaler QuotientWir fühlen Zustände und Beziehungsgeflechte mit dem Herzen.
WQ – WillensquotientWir erleben und begreifen die Welt, indem wir aus dem Bauch heraus handeln.

 

(↓)

90% Emotion ⇔ 10% Kognition

Das Bauchgehirn (enterisches Nervensystem) im Randbereich des Darmgewebes mit rund 100 Millionen Nervenzellen, ist ein Erinnerungsspeicher. Es nutzt die gleichen Botenstoffe wie das Kopfhirn und steht mit diesem in dauernder subbewusster Verbindung.
Forscher der Tiermedizinischen Hochschule Hannover fanden heraus, dass die Empfindungen des Bauchhirns fortwährend zu 90% auf einer Art Standleitung an das Kopfhirn gemeldet werden und dort in einem bestimmten Areal gespeichert und ausgewertet werden. Der reziproke Informationsaustausch (Funkverkehr) vom Kopfhirn zum Bauchhirn geschieht hingegen nur zu 10%.

 

90 Prozent der menschlichen Entscheidungen verlaufen emotional, während nur 10 Prozent kognitiv-logisch geschehen. Dr. Burkhard Busch (*1952) deutscher klinischer Psychologe, Autor, Denken mit dem Bauch. Intuitiv das Richtige tun, Kösel, 2002

 

Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter.
Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker.
Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler.

Franz von Assisi (1181-1226) italienischer katholischer Heiliger, Ordensbruder, Prediger, Gründer des Franziskanischen Ordens, Sozialreformer, Spruch #10149

 

Der Zufall [ Synchronizität ]  [bezeichnet] heute in freiem Vorkommen das unberechenbare Geschehen, das sich unserer Vernunft und Absicht entzieht. Gebrüder Grimm (Jacob, 1785-1863) (Wilhelm, 1786-1859) deutsche Sprachwissenschaftler, Sammler von Märchen, "Gründungsväter" der Deutschen Philologie bzw. Germanistik, Deutsches Wörterbuch. Band 32, Sp. 345, S. Hirzel, Leipzig, 1854-1960

 

Der Zufall trifft nur einen vorbereiteten Geist. Louis Pasteur ['Vater der Mikrobiologie'] (1822-1895) französischer Arzt, Chemiker, Mikrobiologe, zitiert in: Pasteur Vallery-Radot, Herausgeber: Œuvres de Pasteur. Band 6. Maladies virulentes, virus-vaccins et prophylaxie de la rage, S. 348, Masson, Paris, 1933

 

Zukunftsaussicht: Es wird eine Erweiterung der Verstandesebene geben durch die Öffnung des Herzens. Die Erweiterung der Wahrnehmung wird auf intuitiver Ebene stattfinden. Es wird weniger mit Denkprozessen einhergehen als vielmehr mit emotionalen Handlungen. Interview mit Dr. Dieter Broers (*1951) deutscher Biophysiker, interdisziplinärer Forscher, Autor, Ist die Sonne unser Schicksal?, PDF, präsentiert von der ersten deutschen Programmzeitschrift Hörzu, Martin Häusler, Januar 2009

 

Referenzartikel:
Kunst: Das Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand, präsentiert von Waldorf Ressourcen, Van James, November 2015
Drei Tipps für mehr Herzkohärenz, präsentiert von HeartMath Deutschland, Reiner Krutti, 23. September 2016
Referenzen: de.Wikipedia-Einträge Herzensgüte/Herzintelligenz und ► Eingebung und ► Geistesblitz und Rechter Schläfenlappen und ► Enterisches Nervensystem / Bauchgehirn und ► Yang-Aktivitäten und ► Zufall und ► Synchronizität
Siehe auch: ► Vier Arten der Intelligenz – Robert Sternberg und
Denken und ► Lernen und ► Wissen und ► Verstand und ► Synchronizität und ► Ziele und ► Absicht und ► Gesetz 3:1

Möglichkeit ⇔ Wahrscheinlichkeit

Wer im Hochgefühl der seltener erfüllten Möglichkeit lebt, neigt dazu, den statistisch nachgewiesenen Sog der Wahrscheinlichkeitsverteilung in der allgemeinen Entwicklung außer Acht zu lassen und sich davon auszunehmen.

 

130 frisch getraute Brautpaare, die im Rahmen einer psychologischen Studie auf dem Standesamt nach ihrer Einschätzung der aktuellen Scheidungsrate befragt wurden, antworteten auf diese Frage in den meisten Fällen faktisch präzise. Das Scheitern ihrer soeben geschlossenen Ehe schätzten fast alle Paare auf Null Prozent, wiewohl sie Kenntnis von der Scheidungsstatistik hatten.

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf.

  

Ouroboros, Symbol der
"ewigen Lebenskraft" oder "prima materia"

Der französische Mathematiker Henri Poincaré beschrieb bereits 1910 den Vorgang der Inkubation, wobei Gedanken ins Unbewusste absinken. Nach einer gewissen Einwirkzeit ist durch implizite Kognition "Illumination" möglich. Es stellt sich ein Heureka ein, die intuitiv zugefallene erfreuliche Lösung eines Problems. Nach dieser Methode erträumte der Chemiker Friedrich Auguste Kekulé die Ringformel des Benzols, als er eines Abends vor dem Kamin eingeschlafen war. Im Traum erschien ihm ein Ouroboros, eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Sein Problem, das er ausgiebig bedacht und gelassen losgelassen hatte, war gelöst worden: Benzol hat eine Ringstruktur, eine für die Chemiker seiner Zeit ungewohnte Vorstellung.

 

Kekulé, Archimedes und Einstein und mit ihnen zahlreiche gewährend agierende wissenschaftliche und künstlerische Erfinder profitierten von der Intuition, auf die man willentlich keinen Zugriff hat. Das entscheidende Moment auf dem Weg zur Lösung ist, das eingespeichelte Problem an die Weisheit des Unbewussten abzugeben. Dadurch kann sich die selbstorganisierende Intelligenz entfalten und auf den Plan treten. Sie reicht weit über das bewusste menschliche Wissensspektrum hinaus, das ein vom zielgerichteten Eigenwillen bestimmtes Ich zu steuern glaubt, das wiederum der es umgebenden Feldenergie unterliegt.

Aktivierung der Intuition

Intuitive Eingebungen können nicht bestellt werden. Allerdings stellen sie sich leichter ein in einem fruchtbaren Feld. Hilfreich sind alle repetitiven körperlichen Tätigkeiten wie

  • zu Fuß gehen,
  • Auto fahren,
  • Musizieren
  • Schwimmen, Duschen, Baden
  • Hausarbeiten wie Putzen und (von Hand) Geschirr spülen und
  • Handarbeiten wie Stricken, Häkeln, Flechten, Spinnen und Nähen.

 

Alte illustrierte Märchenbücher zeigen die erzählende Großmutter, den Archetyp der alten, weisen Frau, vielfach mit einer Strickarbeit auf ihrem Schoß. So wie sie Masche für Masche strickt und das Muster ihrer Arbeit allmählich offenbar wird, so strickt sie Wort für Wort an ihrer Geschichte, und mit jedem weiteren Satz treten die Verhaltensmuster und Zusammenhänge der Geschichte hervor. Gleichzeitig stricken die Neuronen im Gehirn der ZuhörerInnen und erschaffen neue Bahnen und Vernetzungen. Dieser Zusammenhang zwischen Textilien und Texten aus Worten hat sich bis heute in der Sprache erhalten:

ein "Text" ist ein Gewebtes oder Gestricktes.

In der Seemannssprache bedeutet die Redewendung ein Garn zu spinnen, eine Geschichte zu erzählen. Wer sich erlaubt, auf der konkreten, irdischen Ebene zum Weben und Stricken zurück zu kehren, wird auch seine Fähigkeiten damit aktivieren, Gewebe aus Worten zu erschaffen, Masche für Masche, Wort für Wort, aus der Tiefe des kollektiven Unbewussten.

Praktische intuitonsfördernde Anwendungen

  • Reinigungsarbeiten schenken einen etwas anderen Zugang: Sie entfernen das Unwesentliche und lassen das Wesentliche immer klarer hervortreten. Wer Fenster putzt und damit erlaubt, dass das Licht in voller Klarheit das Innere des Hauses beleuchtet, putzt damit gleichzeitig seine Wahrnehmung und erlaubt sich, klar zu sehen, was im eigenen Inneren statt findet. Wer Schränke entrümpelt, besinnt sich auch auf sein innerliches Gerümpel und räumt es weg und schafft damit Platz für Neues. Altes zu verschenken oder wegzuwerfen ist eine konkrete Einladung an die Intuition, den geschaffenen Raum mit neuen, spannenden Inhalten zu füllen.

 

  • Einen anderen Zugang vermitteln die verschiedenen Arten des Reisens und der Fortbewegung. Bei einem gemütlichen Spaziergang schwingen die Arme locker auf der Seite, während die Füße einen Schritt vor den anderen setzen: Durch die Überkreuzbewegung werden die beiden Gehirnhälften enger miteinander verbunden und können dadurch besser kommunizieren. Auf dem Weg sieht man viele kleine Dinge und lässt sie an sich vorbeiströmen, bleibt vielleicht vor einer Blume stehen, begrüßt eine Katze, freut sich mit einem Baum […] So wird das Metabewusste mit einer Vielzahl von Bildern angeregt, die verschiedene Prozesse in Gang setzen können.

 

  • Ähnliches passiert beim Autofahren: Unwillkürlich führt der Körper die diversen Steuerbewegungen aus. Die Füße geben abwechselnd Gas, bremsen und kuppeln viele Überkreuzbewegungen, die Hände bedienen das Steuerrad und die Gangschaltung, der Geist ist damit beschäftigt, die passende Spur zu finden, Hindernissen auszuweichen, sich dem Fluss des Verkehrs anzupassen […] und unbewusst werden bei dieser Tätigkeit auch unsere Lebensprobleme bearbeitet und gelöst, und können in Form von Geistesblitzen in das Bewusstsein treten, sobald sie reif dafür sind.

 

  • Fließendes Wasser oder das Rauschen der Baumkronen im Wind hat offenbar einen ähnlichen Effekt auf uns. Indem wir loslassen und uns diesen Geräuschen hingeben, die regelmäßig und sich wiederholend, jedoch nicht starr oder monoton sind, werden unsere Neuronen angeregt, sich ähnlichen freien und heiteren Bewegungen hinzugeben.
    Ein halb scherzhafter, halb verzweifelter Albert Einstein soll mal geseufzt haben:
Warum habe ich meine besten Ideen bloß immer unter der Dusche?

Die drei Prinzen von Serendip

Zusammenfassung eines 700 Jahre alten persischen Märchens

 


Freude, Tacuinum sanitatis 14. Jh.

Die Stadt Serendip liegt auf der Insel Ceylon, die heute Sri Lanka heißt. Der König von Serendip hatte drei Söhne. Eines Tages schickte er sie hinaus in die Ferne, um den Schlüssel zum Glück zu finden.
Jeder der drei Brüder geriet unterwegs wie im Vorübergehen, in Situationen, die ihn dazu bewegten, seine Vorstellung über das wertvollste Gut im Leben zu ändern. Den begehrten Schlüssel hatte keiner der Prinzen gefunden, doch sind sie wiederkehrend auf Dinge von hohem Wert gestoßen, die sie ursprünglich außer Acht gelassen hatten.

Als die drei Brüder schließlich in ihr Elternhaus zurückkehrten, berichteten sie ihrem Vater, dass ihre Suche nach dem Inbegriff des Glücks ihnen eine Reise voller unerwarteter Glücksfälle beschert hatte. Der König, der gern auf Nebenwegen ging, um dort die Geheimnisse des Lebens zu würdigen, die sich vor dem offenen, aufmerksamen Blick auftun, teilte ihnen mit, dass er das Kostbarste auf der Welt bereits vor den Mauern des Palastes gefunden habe. Gesegnet damit, jene Freude in sich zu spüren, die ihn in ganz alltäglichen Dingen etwas Neues entdecken ließ, gelangte er zu der Einsicht:

 

Die Kunst ist, deine Sinne zu erweitern.
So kannst du immer wieder unerwartet auf Erfreuliches stoßen.

 

Serendipität bedeutet die Gabe,
zufällig (d.h. absichtslos) jenen Dingen zu begegnen,
die freudige Aufmerksamkeit erwecken und den Geist mit kreativen Ideen beflügeln.
Source: ► Summary of a 700 year old Persian fairy tale The Three Princes of Serendip, presented by the British
national "quality" Sunday newspaper The Sunday Times, Richard Boyle, 30. July/6. August 2000
Reference: ► Royston M. Roberts (1918-1996) US American organic chemist, author,
Serendipity. Accidental Discoveries in Science, S. ix, Wiley, 1st edition 28. June 1989
Siehe auch: ► Gluecksforschung

Intuitive Intelligenz – IQ ⇔ EQ ⇔ SQ

Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal (1623-1662) französischer Mathematiker, Physiker, Erfinder, Religionsphilosoph, Literat, Sammlung philosophischer und theologischer Texte Les Pensées IV, S. 277, 1670

 

Nach der Entdeckung des IQs (Intelligenzquotient) hat Daniel Goleman Ende 90er Jahre den Begriff EQ, die emotionale Intelligenz, eingeführt. Nachdem auch die Geisteswissenschaften Bauchentscheidungen beziehungsweise die Beweggründe des Herzens Jahrhunderte lang links liegen gelassen haben, ist mittlerweile der SQ (spiritueller Quotient) eines der führenden Themen in der angewandten Psychologie geworden, der offiziell als intuitive Intelligenz bezeichnet wird.
Der deutsche Psychologe und Intuitionsforscher Prof. Dr. Gerd Gigerenzer bestätigt, dass "irrationale" Gefühle mehr als impulsive Launen des Geistes sind und ihrer eigenen Logik unterliegen, deren Mechanismen er in einfachen Faustregeln in seinem Buch Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition beschrieben hat.

Intuitionsforschung

Intuition funktioniert schnell und einfach,

 

sagt Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, der aktuell führende deutsche Intuitionsforscher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Das Unbewusste urteilt rascher und kompetenter als rationales Überlegen es vermag; oft erweist sich der intuitiv gewonnene erste Eindruck von einer Person oder einem Sachverhalt als zutreffender als eine Meinung, die man über längere Zeit erarbeitet und rational geprüft hat. Sobald man den Verstand benutzt, schaltet sich das Ego dazu, das Gegebenes allzu oft nicht so wahrnehmen kann und will, wie es ist, sondern so, wie es ihm ziemte – und das Ego ist höchst kreativ darin, mit allerlei 'rationalen' Begründungen aufzuwarten, um seine Sichtweise gegenüber der intuitiven, direkten Wahrnehmung durchzusetzen.

Zollfahndung – mit dem ahnungsvollen Blick

In einem Flughafen steht ein unauffällig gekleideter Mann, der wie viele andere auf sein Gepäck zu warten scheint. Niemandem fällt die Dienstpistole auf, die er diskret unterm Hemd trägt. Sein Blick wandert umher und bleibt an einer Frau im Hosenanzug hängen, anscheinend eine Geschäftsfrau, die einen Aktenkoffer trägt. Er verspürt den Impuls, sie zu kontrollieren, und bittet sie, mitzukommen – und findet mehrere hunderttausend Dollar Drogengeld bei ihr. Er lässt sich bei seiner Tätigkeit von seiner Intuition führen. Und obendrein hat er mehr Erfolg als seine Kollegen, die in Sachen Drogen- und Zollfahndung in erster Linie äußere Merkmale wie Kleidung, Staatsangehörigkeit oder Hautfarbe in Betracht ziehen.

Intuitionsexperiment – Spontanentscheidung war passgerecht

Folgendes Experiment bestätigte, dass eine intuitive Entscheidung häufig die bessere Wahl ist:

Versuchspersonen wurden gebeten, aus einer großen Menge von Postern eines auszuwählen, das sie mit nach Hause nehmen durften, um es dort aufzuhängen. Einige Wochen später fragten die ForscherInnen diese Probanden, ob sie das Poster noch sichtbar platziert hätten. Diejenigen, die sich schnell, spontan und intuitiv entschlossen hatten, hatten das ausgewählte Motiv signifikanterweise offenkundig in ihrer Wohnung behalten im Gegensatz zu jenen, die erst nach einer reiflicher Bedenkzeit ihre Wahl getroffen hatten. Jene, die für ihre Entscheidung nur sehr wenig Zeit zur Verfügung hatten, hatten demnach ihren eigenen Geschmack besser getroffen, stimmten klarer mit ihren Wünschen und ihrer Wesensart überein, als jene, die ausreichend Bedenkzeit hatten.

Forscher ergründen Aschenputtels Geheimnis

Lange Zeit ist die Intuitionsforschung von gestandenen Wissenschaftlern sehr stiefmütterlich behandelt worden. Den Forschern, die die Fahne der Vernunft hochhielten, war das Metawissen (Ge-Wissen, das Wissen um das Göttliche) im Wesentlichen suspekt, es erschien unwissenschaftlich und vage, unwägbar und unfassbar, und es rührte an tiefsitzende Ängste, die mit dem Ansatz der Ratio übertüncht worden sind.

 


Aschenputtel
Alexander Zick (1845-1907) deutscher Zeichner

Das Außer- und Metabewusste und die Intuition als Stimme des Unbewussten entziehen sich der äußeren Kontrolle; es ist nicht möglich, Intuitionen im Voraus zu planen und zu bestimmen, sie lassen sich nicht erzwingen. Die "Alles-im-Griff"-Mentalität1 der linkshirnig Orientierten, die eines der vorherrschenden Merkmale der naturwissenschaftlichen Forschung war und weitgehend immer noch ist, wird durch intuitive Wissendheit anscheinend ausgehebelt. Naturwissenschaftler erheben den Anspruch, dass die Dinge objektiv, geordnet und für den Verstand nachvollziehbar sind; Intuition hingegen ist subjektiv, basiert auf Vertrauen in die eigenen Wahrnehmungen, Empfindungen und inneren Impulse und kann selten in allen Aspekten rational nachvollzogen werden.

 

Seit der Jahrtausendwende hat sich der Trend grundlegend geändert, denn heutzutage erlebt die Intuitionsforschung einen regelrechten Boom. Es wird immer deutlicher, dass Regelmechanismen und automatische Reflexe, ob diese nun angeboren oder anerzogen sind, für das menschliche Leben viel bestimmender sind als das, was wir bewusst wahrnehmen: In jeder Sekunde gelangen 11.000.000 (elf Millionen) Sinneseindrücke über die Nervenzellen in unser Gehirn und werden dort verarbeitet; sie steuern unsere Bewegungen, beeinflussen unsere Emotionen, unser Denken und unser Wohlbefinden. Bewusst nehmen wir jedoch höchstens 40 Eindrücke aufs Mal wahr, also noch nicht einmal ein Promille aller Informationen, die zu uns gelangen. Artikel Die Stimme aus dem Nichts, präsentiert von dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, Gerald Traufetter, Heft 15, 2006

 

Wer sich erlaubt – dem Mainstream-Trend nicht folgend – auf seine Intution, die Stimme des Un- und Metabewussten, zu hören, hat die Aussicht auf den Einblick in nicht rational erfassbares Wissen und den Zugang zu einem enormen Weisheitsreservoir. Dieser Umstand entgeht demjenigen, der Intuition gering schätzt und sich darauf beschränkt, nur mit dem Verstand entscheiden zu wollen (was sich ohnehin als ein Irrtum herausgestellt hat).

Der niederländische Professor für Sozialwissenschaft Ap Dijksterhuis (*1968) bekleidet den Lehrstuhl Psychologie des Unbewussten an der Radboud Universität in Nimwegen. Die favorisierte linkshirnig gesteuerte Vernunft eignet sich, um Fakten zu recherchieren, zu sammeln und Situationen analytisch auszuwerten. Sie kann Dijksterhuis' Forschungsergebnissen nicht standhalten, denn bei komplexeren kontextuellen Fragestellungen versagt das Prinzip reinen Vernunft. Bei solchen Fällen empfiehlt Dijksterhuis

"Das Unbewusste trifft nachweisbar die besten Entscheidungen."

Spielend intuitiv lernen

In den neunziger Jahren führte der portugiesische Neurowissenschaftler und Bewusstseinsforscher Antonio Damasio folgendes Experiment an der Universität von Iowa in den Vereinigten Staaten durch. Es zeigte, dass die menschliche Intuition beziehungsweise das Unbewusste schneller über unbekannte Daten Bescheid weiß als die tagesbewusste Wahrnehmung.

 

Verführbarkeit versus Ein-Sicht beim Glücksspiel (Lebensspiel)

 

Die Versuchspersonen, deren Hautwiderstand gemessen wurden, während sie Karten spielten. Sie hatten die Aussicht auf Geldgewinne, indem sie von zwei Stapeln mit je blauen und grünen Karten 100 mal welche ziehen konnten. Auf den Karten war entweder ein Gewinn- oder ein Verlustbetrag vermerkt.

  • Die blauen Karten boten wenige, dafür jedoch sehr hohe Gewinne und des Öfteren auch große Verluste,
  • während die grünen Karten eine Menge bescheidener Gewinnsummen bereit hielten und nur geringe Verluste einbrachten.

 

Es stellte sich heraus, dass die Probanden nach ungefähr fünfzig Versuchen[*] ausschließlich grüne Karten wählten, da bei ihnen – wie die Erfahrung/Intuition gelehrt hatte – die Chance auf einen Gewinn deutlich höher lag.

 

Signifikant war jedoch, dass der Körper gesunder Probanden schon nach zehn bis zwanzig Ziehungen jedes Mal Stressymptome wie Schwitzen und leichte Temperaturveränderungen der Haut zeigte, wenn die Testspieler eine Karte vom blauen Stapel zogen; das Metabewusste war also schon deutlich früher informiert, welcher Stapel Verlust und welcher Gewinn versprach; doch dieses Wissen wurde erst fünfzig Runden später auch vom Tagesbewusstsein der ProbandInnen registriert und umgesetzt.

Source: ► Video interview/presentation/Q&A with Antonio R. Damasio, Ph.D. (*1944) Portugese US American Dornsife professor of neuroscience, University of Iowa, consciousness researcher, author, This Time With Feeling, 11. The Gambling Task Experiment,
4:43 duration, starting minute 40:00, sponsored by The Aspen Institute, Aspen, Colorado,
recorded by the event video production company Fora.tv, 1:05:35 duration, aired 4. July 2009
[*]Assoziativer Hinweis: Nach der Lehre des jüdisch-chassidischen Erzählers Friedrich Weinreb (1910-1988) symbolisiert die Zahl 40 die
"erfüllte Zeit". Sie ist das Tor in eine neue Ära. Nach 4 beziehungsweise 40/400 Einheiten ist das Unbewusste hinreichend mit Daten gesättigt, so dass
auch das Tagesbewusstsein anhand der empfangenen Signalpallette eine angemessene Kursänderung beschließt und stringent durchhält.

Stirnlappenfunktion und intuitive Fähigkeit

Es gibt Krankheiten und Schädigungen des Gehirns, welche die Kommunikation zwischen unbewusst gespeicherten Informationen und dem Tagesbewusstsein verhindern. Der Glückspieltest wurde auch mit Probanden durchgeführt, deren Gehirn teilweise geschädigt war: Der so genannte ventromediale präfrontale Cortex, der Stirnlappen, der sich auf Höhe des Stirnchakras beziehungsweise des Dritten Auges befindet, funktionierte bei diesen Menschen nicht oder nur vermindert.

 

Die gehirngeschädigten Probanden verfügen über eine normale Intelligenz – das heißt, sie schneiden in IQ-Tests mit durchschnittlichen Werten ab, genauso wie Menschen ohne diese Gehirnpathologie – allerdings ist ihnen der Zugang zu Emotionen, Gefühlen und intuitiven Eingebungen versperrt. Dadurch haben sie die größte Mühe, selbst einfache Entscheidungen zu treffen. Sie fühlen sich überfordert durch die leichte Aufgabe, sich im Restaurant ein Getränk zu bestellen. Mitunter listen sie lange Zeit alle Argumente auf, die für oder gegen ein bestimmtes Getränk sprechen, ohne dabei zu einer Entscheidung zu gelangen. Es fehlt ihnen das Gefühl, welcher Drink sich in dem Moment gerade 'richtig anfühlt' für sie.

 

Als die präfrontal Geschädigten das Spiel mit den blauen und grünen Karten spielten, zeigten sie deutlich andere Reaktionsmuster als die unversehrten Probanden: Ihr Körper meldete überhaupt keine Stressymptome, auch nicht nach über hundert Spielverläufen – und im Gegensatz zu den gesunden Versuchspersonen wählten sie auch über längere Zeit gleichmäßig grüne und blaue Karten, und nicht etwa nur grüne Karten wie die Gesunden.

Das Fazit von Damasios Untersuchung ist: Alle Entscheidungen, die wir Menschen treffen, beruhen auf Gefühlen, und wo kein Gefühlsinput vorhanden ist, ist es nicht möglich, sich angemessen zu entscheiden oder überhaupt Entscheidungen zu treffen. Rationale Erklärungen fügen wir, wenn überhaupt, erst in zweiter Linie hinzu; oft ist der Grund, dass Menschen überhaupt Vernunftgründe liefern, dass es vor sich selbst und anderen Menschen 'seriöser' und 'erwachsener' wirkt, sich auf eine wohl überlegte Entscheidung zu berufen, anstatt zu sagen, dass man einfach einem Gefühl gefolgt sei.

Zufallsgenerator ausgetrickst

Dean Radin und Karl H. Pribram, Ph.D., zwei angesehene Para- und Neurowissenschaftler in den Vereinigten Staaten von Amerika führten 24.000 Tests mit Probbanden durch, die mit Elektroden verkabelt waren. Sie saßen vor dem Bildschirm, der nach dem Zufallsprinzip eines von insgesamt 50 Bildern zeigte, das ein Zufallsgenerator ausgewählt hatte.
Das Bildmaterial bestand zu 20% aus Schockbildern (Beispiel: Schlange frisst Kaninchen).
Die jeweilige Testperson drückte eigenhändig auf den Bildauslöseknopf – und 10 Sekunden später erschien das Bild.

 

Studienergebnis: Bereits 4-7 Sekunden ehe das zufällig gewählte Bild auf dem Bildschirm auftauchte hatte das Herz über konstant gleiche Signale das Gehirn des Probanden informiert, dass es sich nun auf ein negatives Bild einstellen solle. Herz und Hirn wussten mehr als der nachhinkende bewusste Verstand.

Libet-Experiment zur Willensfreiheit

In den Experimenten zur menschlichen Willensfreiheit des US-amerikanischen Physiologen Benjamin Libet im Jahr 1979 und 1983 wurde Versuchspersonen aufgetragen, spontan den Entschluss fassen, einen Finger der rechten Hand oder die ganze Hand zu beugen. Sie waren mit einem EMG-Gerät verkabelt, das die elektrischen Impulse (Aktionspotentiale) der erfassten Muskeln am Bildschirm notierte. Im Normalzustand zeigt ein gesunder, bewusst ruhig gehaltener Muskel keine Aktivität. Bei Libets Experimenten konnte jedoch ein so genanntes 'Bereitschaftspotenzial' im noch ruhenden Muskel gemessen werden – und zwar durchschnittlich ca. eine halbe Sekunde vor dem bewussten Willensentschluss des Probanden, seine Gliedmaße zu bewegen. Es ist Bestandteil eines normal funktionierenden Gehirns.

 

Der Verstand, der sich mit dem Ego identifiziert, nimmt die Realität stets eine 1/10.000-stel Sekunde
zu spät wahr in der irrigen Annahme, er bewege den Körper.

Dr. David R. Hawkins (1927-2012) US-amerikanischer Arzt, Psychiater, Bewusstseinsforscher, spiritueller Lehrer, Autor, Quelle unbekannt

Unbewusst lernen

Ebenfalls äußerten ForscherInnen die Vermutung, dass wir unbewusst alle erhaltenen Informationen speichern, dass unsere Intuition unter anderem eine Art 'innerer Buchhalter' sei, der jede einzelne Wahrnehmung sorgfältig registriert und einordnet. Auch wenn wir nur einen Bruchteil aller Informationen bewusst aufnehmen und reproduzieren können, steht dem Unbewussten die gesamte Datenmenge zur Verfügung.

Intuitionsforschung

Henning Plessner, ein Intuitionsforscher an der Universität von Heidelberg, zeigte seinen Versuchspersonen bei einem Experiment einige schrille Werbespots im Fernsehen und kündigte an, dass er sie anschließend über diese Werbespots befragen würde. Am unteren Rand des Bildschirmes lief währenddessen ein Laufband, das fiktive Firmen und deren Aktienkurse anzeigte. Es war den Probanden nicht möglich, sich alle Aktienkurse des schnell laufenden Bandes zu merken. Als sie darüber befragt wurden, welche Aktien sie kaufen würden – wählten sie allesamt bevorzugt jene Aktien, die in der Laufzeile eine positive Kursentwicklung notiert hatten – ihr Unterbewusstsein hatte alle diese Aktienkurse gespeichert, ohne dass die Versuchpersonen bewusst ihre Aufmerksamkeit auf diese Zahlen gerichtet hatten. Diese Fähigkeit des Unbewussten nennt man "Priming". Es bedeutet, Daten aufzunehmen, die man später wieder (ebenfalls unbewusst) abruft und als Grundlage für Entscheidungen nutzt.

 

Diese Fähigkeit wurde sogar bei Patienten mit Gedächtnisausfällen festgestellt – sie lernen, ohne bewusst etwas davon zu merken. Der US-amerikanische Psychologe Daniel Schacter (*1952) unterhielt mit einem Menschen, der unter Amnesie (Gedächtnisverlust) litt, und erwähnte dabei beiläufig, dass "Theodor Roosevelt den Weltrekord im Händeschütteln halte". Der Arzt entfernte sich für eine kurze Zeit und gesellte sich wieder zu dem Patienten, um ihn zu fragen, wer den Weltrekord im Händeschütteln halte, worauf der dieser prompt mit "Theodor Roosevelt" antwortete. Allerdings konnte sich der Amnesie-Kranke nicht daran erinnen, woher er diese Information bezogen hatte, und er war nicht einmal fähig, sich daran zu erinnern, dass er diesen Arzt wenige Minuten zuvor schon kennen gelernt hatte – er schien ihm ein Unbekannter zu sein. Dennoch stand ihm die kurz vorher gelernte Auskunft zur Verfügung und konnte abgerufen werden.

 

Mit Patienten, die unter Vollnarkose operiert wurden, wurde ein anderes Experiment durchgeführt. Während der Operation wurde den Probanden reihenweise Wörter vorgelesen. Nach dem Aufwachen bat man sie, willkürlich auf einer Liste von Wörtern einige Begriffe auszuwählen. Das Resultat war, dass sie bevorzugt jene Worte auswählten, die sie kurz davor unter Narkose unbewusst gehört hatten.

Körpersprache

Menschen zeigen sich als Spezialisten in der nonverbalen Kommunikation, die hilfreich ist, um Mimik und Gesten zu deuten. Wenn wir uns mit jemandem unterhalten, interpretiert das menschliche Un- und Parabewusste ständig die dedektiblen subtilen Zeichen, die vom Gegenüber ausgehen; das Muskelspiel des Gesichtes, der Tonfall der Stimme, die Gesten und die Art, wie jemand steht, geht und seinen Raum ausfüllt werden gescannt und unbewusst beurteilt. Unsere Bewegungsmuster sind eine Art ‘beweglicher Fingerabdruck‘, sie bleiben in der Regel im Laufe des ganzen Lebens sehr ähnlich, sie sind individuell und auch äußerst schwer nachzuahmen durch andere Personen.

 

Die Frage, ob der Mann, den amerikanische Soldaten als Saddam Hussein aus einer Höhle geholt und gefangen genommen hatten, tatsächlich der Nämliche sei, wurde durch eine Analyse der Bewegungsmuster geklärt:

Wann immer Saddam Hussein unter Druck stand, rieb er sich bezeichnender Weise häufig mit der linken Hand das Augenlid, ganz sanft, dann schnellte sein Zeigefinger plötzlich nach oben in die Luft. Das war sein sehr persönliches und kaum nachzuahmendes Stress-Signal. Eben dieses Bewegungsmuster fand sich bei dem Gefangenen wieder.

Analyse und Körpersprache

Die Bewegungsforscherin Brenda Connors, die am Naval War College in Newport, einem wichtigen Zentrum der US-amerikanischen Sicherheitspolitik, arbeitet, analyisert die Bewegungen von Spitzenpolitikern und schlussfolgert aus diesen Daten ihre Charakterstruktur. Ihre Ergebnisse vermittelt sie DiplomatInnen und PolitikerInnen, welche die Information nutzen, um sich auf Verhandlungen vorzubereiten und einzuschätzen, wie ihre Diskussionspartner wohl reagieren werden. Akribisch analysiert Connors die Körpersprache nach über dreißig Kriterien – die sorgfältige Analyse eines halbstündigen Videobandes dauert ungefähr 150 Stunden.

➢ So zeige Adolf Hitlers Körper einen "Krieg mit sich selbst" und eine "unbewusste, selbstzerstörerische Tendenz",
➢ während Saddam Husseins Winken wirke, "als ob die Hände ferngesteuert wären", was auf eine mangelnde Verbindung von Denken, Fühlen und Handeln zurückzuführen sei.
➢ Gute Noten bekommt Michail Gorbatschow von ihr, der bei öffentlichen Veranstaltungen locker und gelassen auftrete, nicht so verkrampft wie die Meisten.2

* * *

 

Es ist leicht, mit Worten zu lügen, doch es ist schwer, mit dem Körper zu lügen, und über längere Zeit ist es unmöglich, dies zu tun; unbewusst verraten Gesten, Körperhaltung, Tonfall und Mimik die Absichten, die man hegt. Wer genügend sensibel ist, kann das auch erfühlen – wie jener Fahnder, der bei einem Blickkontakt unterbewusst widersprüchliche Signale wahrnahm, seiner Intuition folgte und die Geldkurierin kontrollierte.

Neuromarketing

Nicht nur die Wissenschaft, auch die Wirtschaft hat die Macht der Intuition entdeckt und untersucht im so genannten "Neuromarketing", wie man über das Unbewusste die KonsumentInnen erreichen kann und sie durch die Gestaltung von Werbung dazu bewegen kann, bestimmte Produkte zu kaufen. KundInnen sollen kaufen, ohne dass ihnen bewusst wird, was sie dazu veranlasst, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Ihre tagesbewusste Kontrolle soll unterlaufen werden. Diese manipulative Form der Werbung wird von vielen als höchst problematisch erachtet.

 

Das Verhalten von Konsumenten ist in vielen Bereichen erstaunlich vorhersehbar; wenn die Gefühle angesprochen werden – beispielsweise das angenehme Gefühl, belohnt zu werden – neigen die Menschen unwillkürlich dazu, rationale, bewusste Überlegungen auszuschalten, und das Produkt zu kaufen, um sich selbst zu belohnen. Marketingexperten setzen auf den Geiz als Motivator.
Dies zeigt ein Experiment des Bonner Neuropsychologen Bernhard Weber:
➢ Menschen neigen dazu, ein Produkt zu kaufen, das mit einem auffälligen und leuchtenden Rabattschild versehen ist – sogar dann, wenn dieses Produkt teurer ist als das gleiche Produkt ohne Rabattaufkleber. Allein der Anblick eines Schildes unterdrückt die Aktivität des anterioren Cingulums, eines Gehirnareals, das dafür zuständig ist, impulsives Verhalten zu unterdrücken.

John Bargh, ein Psychologe der Yale Universität, New Haven, Connecticut, hält Neuromarketing für so problematisch, dass er eine UN-Charta gegen die neurologische Manipulation fordert. Anderer Ansicht ist Dr. Elger, der Leiter der Bonner Universitätsklinik für Epileptologie: Er setzt auf Aufklärung und geht davon aus, dass nicht nur die Werbeindustrie, sondern auch die KundInnen Zugang zum Wissen und den Finten der Neuromarketing-Forschung haben und sich aufgrund dessen auch vor immer subtileren Verführungen wappnen können.

Wiederentdeckung von Intuition und Sensitivität in Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie

Die fünf bekannten Sinne sind die "Haupteingänge der Seele unserer Zeit".
Durch die "Nebeneingänge" [Metasinne] sind wir unter bestimmten Bedingungen imstande, sensitiv wahrzunehmen, also beispielsweise mittels   Intuition.

 

Sensitivität ist ein Sammelbegriff für Begabungen wie Intuition, Vorahnungen, Hellfühligkeit, Hellsichtigkeit, Hellhörigkeit, Hellfühlen und Hellschmecken.

 

Mediziner und Psychiater mit einem mechanistisch-materialistischen Weltverständnis definieren die Wahrnehmungen durch Metasinne, die ohne äußere Reize erfolgen, als pathogene Halluzinationen und als Schizophrenie. Wer Stimmen hört oder Geistwesen sehen kann, gilt im Allgemeinen NOCH als Spinner. Noch in den sechziger Jahren beschrieben die Autoren von psychiatrischer Fachliteratur Menschen wie Jesus Christus, alttestamentliche Propheten, die Apostel Petrus und Paulus und Heiligmäßige oder Mystiker als Schizophrene. Mutter Marias Erscheinung des Erzengels Gabriel galt als Einbildung. Die Hirten auf dem Feld, die gemeinsam Engel sahen, hatten demnach eine kollektive Psychose. Das Prekäre an dieser Sachlage ist die Tatsache:
Ein bedeutender Anteil von Medizinern, Pflegenden, Psychotherapeutinnen
und PsychiaterInnen sind selbst außerordentlich sensitiv begabt.

Jenseits der Angst vor Ausschluss – Judith Orloff

Die kalifornische Assistenzprofessorin für Psychiatrie und Sterbebegleiterin Prof. Dr. Judith Orloff, tätig an der Universität von Los Angeles (UCLA) in Kalifornien, stammt aus einer Ärztedynastie.
Als außersinnlich begabtes Kind ahnte sie nahende Tode und Katastrophen voraus, die einige Zeit später jeweils eintrafen. Ihre Eltern, beide Mediziner, verboten ihr, ihre Vorahnungen im Familienkreis mitzuteilen. Als Professorin für Psychiatrie nimmt sie die Schmerzen und Krankheiten von Menschen, die sie nicht näher kennt, unwillkürlich und empathisch wahr. Jahrzehntelang hatte sie vergeblich versucht, ihre mediale Begabung zu verdrängen und zu verleugnen, da das geltende Berufsethos ihrer Zunft bis etwa zur Jahrtausendwende intuitive Interventionen ausschloss. Sie kam zu dem Schluss:

Die konventionelle Psychiatrie betrachtet Visionen oder auch
eine außergewöhnlich starke innere Stimme als Psychose.

 

Ihr Wahrtraum als junge Frau im Traumlabor von Dr. Thelma Moss an der UCLA erfüllte sich nach über zwanzig Jahren. Darin hatte sie von ihrer Bestimmung erfahren:

In ihrer Funktion als Ärztin und Psychiaterin sollte sie Intuition und sensitive Veranlagung – so vorhanden – erneut als anerkannte Disziplin im medizinischen und psychiatrischen Establishment verankern.

 

Nach dem überstandenen Drama eines missglückten Selbstmordversuchs einer Patientin, deren Suizidabsichten sie erahnt, jedoch professionell korrekt nicht zu thematisieren gewagt hatte, beschloss sie im Lauf der drei Wochen, in denen sie die Sterbewillige im Koma begleitete, das Tabu ihres Berufsstands zu brechen und ihn zu revolutionieren.

 

In ihrem Buch Jenseits der Angst, Heyne-Verlag, München (1997) beschreibt sie, dass sie ein ganzes Jahrsiebt gezögert hatte, um es fertigzustellen – aus Angst vor Repressalien und beruflicher Disqualifizierung. Erst durch eigene innere Transformationsarbeit fand sie den Mut, damit beruflich zu arbeiten und vor ihren Kollegen zu ihrer medialen Begabung zu stehen.
Seit Erscheinen ihres ersten Buchs spricht sie als gefragte Brückenreferentin auf Fachkongressen unter anderem vor den Mitgliedern der American Psychiatric Association, um sie Psychiatern, Ärzten und Interessierten die Grundlagen der Sensitivität zu vermitteln. Sie plädiert offen für die Nutzung der unbestreitbar vorhandenen metasinnlichen Fähigkeiten – sowohl bei Patienten als auch Heilberuflern.

Als Sterbebegleiterin bestätigt sie die Allverbundenheit folgendermaßen:

Angesichts des größtmöglichsten Verlusts kann der Glauben an den kosmischen Lebenszusammenhang
bedeutsamer sein als das Leben eines einzelnen [verstorbenen] Menschen, ungeachtet dessen,
wie sehr man ihn wertschätzt.

 

Quellen übermittelt von PD Dr. Jakob Bösch (*1942) emeritierter Schweizer Psychiater, Chefarzt der Externen Psychiatrischen Dienste Baselland, Privatdozent für Psychiatrie und Psychosoziale Medizin, Universität Basel, Autor
Artikel Waren die biblischen Propheten schizophren?, präsentiert von der Schweizerischen Basler Zeitung, 21. Mai 1999
Artikel Sensitivität, undatiert
Video reference: ► Video interview (DVD excerpt) with Judith Orloff, M.D., Ph.D.  DrJudithOrloff.com (*1951) US American assistant professor of psychiatry, UCLA, empath, dying companion, lecturer, author, Judith Orloff: Psychiatry and the Psychic (excerpt), episode #H260, presented by the weekly public television series Thinking Allowed (PBS) (1988-2002), host Jeffrey Mishlove, Ph.D., US American director of the Intuition Network, program dean of the University of Philosophical Research, TV host, ~1996, YouTube film, 6:39 minutes duration, posted 28. August 2010
Siehe auch:
Mediale Psychiater und ► Wiederentdeckung der Sensitivität und Intuition in Medizin, Psychotherapie und Psychiatrie
Tabu und ► Sensitivität und ► Transformation und ► Sterben und ► Glauben und ► Ganzheit

Synektik – Paradoxes Prinzip

Auf der Grundlage intensiver Studien über Denk- und Problemlösungsprozesse entwickelte der Amerikaner William Gordon 1944 die Synektik-Methode. Synektik ist eine wenig bekannte Kreativitätsmethode, welche die unbewussten Denkprozesse nutzt und zusammenfügt. Der Name der Methode leitet sich von dem griechischen Wort synechein (Dinge miteinander in Verbindung bringen; verknüpfen) ab. Gordon wandte das paradoxe Prinzip an:

Entfremde das Vertraute und mache dir das Fremde vertraut.

Phasenverlauf des Schöpfungsvorgangs aus synektischer Sicht

1. Problemanalyse und Definition
2. Spontane Lösungen
3. Neuformulierung des Problems
4. Bildung direkter Analogien – (z.B. aus der Natur entnommen)
5. Persönliche Analogien – (Identifikation)
6. Symbolische Analogien – (Kontradiktionen)
7. Direkte Analogien – (z.B. aus der Technik entnommen)
8. Analyse der direkten Analogien
9. Übertragung auf das Problem
10. Entwicklung von Lösungsansätzen

Ausblick

Die oben angeführten wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Mensch, der aus irgend einem Anlass von seiner Intuition abgeschnitten ist, große Mühe hat, sein Leben zu bewältigen.

Entscheidungen ausschließlich auf der rationalen Ebene zu treffen, ist praktisch unmöglich,
sofern nicht noch gefühlte, intuitive Elemente hinzu kommen.

Aschenputtels Schuh, Burgruine in Polle, Deutschland

Den meisten Menschen steht diese Fähigkeit auch zur Verfügung, auch wenn die postmoderne westliche Kultur und Sozialisation viel dazu beigetragen hat, sie gering zu schätzen, zu unterdrücken und vergessen zu lassen.

 

Der von Äußerlichkeiten (vor)eingenommene Prinz hat Aschenputtel, die unscheinbar aufgetreten ist, erst beim dritten Anlauf wieder erkannt, als er sich bereit gezeigt hatte, auf den wiederholten Zuruf der Boten des Himmels zu hören und der ihm aufgezeigten Spur nachzugehen.

 

Ein rumorendes Bauchgefühl warnt davor,
⚑ einen bestimmten Park zu meiden,
⚑ nicht mit einer seltsam finster wirkenden Person in den Aufzug einzusteigen, und
⚑ drängt uns auf halbem Weg umzukehren oder
⚑ aus heiterem Himmel etwas scheinbar Ungewöhnliches zu machen.

 

Es steigert die Lebensqualität und vor allem den Sinn für das Leben und den Sinn des Lebens erheblich, wenn mensch sich erlaubt, sich bewusst auf die Botschaften des Metabewussten einzustimmen, sie zu vernehmen und zu befolgen. Intuitionen können dem, der sie schätzt, Ärger und Leid ersparen und in Extremfällen auch Leben retten. Sie können auch geniale Einfälle oder gar eine Wendung im Lebensverlauf bescheren.

Zitate zum Thema Intuition und Sensitivität / Intuition and sensitivity

Zitate allgemein

Persönliche Bekenntnisse

 

Fachliche Einsichten

  • Ich glaube, dass wir in der Wissenschaft im Moment dazu tendieren, die künstliche Trennung von Vernunft und Emotion aufzuheben und zu verstehen versuchen, wie Vernunft und Emotion zusammen arbeiten. Vielleicht sollten wir diese Begriffe ganz und gar vergessen, sondern einfach verstehen, wie das Gehirn arbei­tet. Ein Teil davon sind halt Emotionen. […] Eine Lehre aus der Intuitionsforschung ist vielleicht, dass wir lernen müssen, uns mit der Idee wohl zu fühlen, dass wir manchmal einfach nicht wissen, weshalb wir bestimmte Sachen machen. Prof. Arvid Kappas arvidkappas.com deutscher Professor für Emotionspsychologie, Jacobs Universität Bremen, Intuitionsforscher, Quelle unbekannt

 

Schlussfolgerung

 

  • Intuitives Denken ist wahrnehmungsähnlich, schnell und mühelos. Dr. Daniel Kahneman (*1934) israelisch US-amerikanischer Professor für Psychologie, Kognitionswissenschaftler zu Urteilsheuristiken und kognitiven Verzerrungen, Universität Princeton, New Jersey, Nobelpreisträger für Wirtschaft, 2002, präsentiert von der deutschen Monatszeitschrift Psychologie Heute, März 2003

 

Einsichten

  • Was wirklich zählt, ist Intuition. Albert Einstein (1879-1955) deutschstämmiger US-amerikanischer theoretischer Physiker, Entwickler der Allgemeinen Relativitätstheorie, Physik-Nobelpreisträger, 1921, Quelle unbekannt
  • Eure wahre Persönlichkeit beginnt sich zu entfalten, wenn ihr durch eure eigene tiefe Intuition fühlt, dass ihr nicht dieser feste Körper, sondern der göttliche, ewig währende Strom von Leben und Bewusstsein seid, der durch den Körper fließt.
    Aus dieser Erkenntnis heraus konnte Jesus auf dem Wasser wandeln. Er hatte erkannt, dass alles nur aus Gottes Bewusstsein besteht. Paramahansa Yogananda Mukunda Lal Ghosh (1893-1952) bengalisch-indischer hinduistischer Weiser, Yogi, Philosoph, Schriftsteller, Die ewige Suche des Menschen. Gesammelte Vorträge und Essays 1, S. 180, Self-Realization Fellowship, September 2001

 

  • Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir den Diener verehren und die göttliche Gabe entweihen. Albert Einstein (1879-1955) deutschstämmiger US-amerikanischer theoretischer Physiker, Entwickler der Allgemeinen Relativitätstheorie, Physik-Nobelpreisträger, 1921, Quelle unbekannt

 

  • Wenn man gar nicht gegen die Vernunft sündigt, kommt man zu überhaupt nichts. Albert Einstein (1879-1955) deutschstämmiger US-amerikanischer theoretischer Physiker, Entwickler der Allgemeinen Relativitätstheorie, Physik-Nobelpreisträger, 1921, Quelle unbekannt

 

  • Die ursprüngliche Weisheit ist Intuition, während alles spätere Wissen angelernt ist. Ralph Waldo Emerson (1803-1882) US-amerikanischer Philosoph, Unitarier, Redner, Dichter, Essayist, Quelle unbekannt

 

 

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Vier Ebenen der Erkenntnis

  • Vier Arten der Erkenntnis
1. Materielle Erkenntnis
2. Imaginative Erkenntnis
3. Inspirierte (»willensartige«) Erkenntnis
4. Intuitive Erkenntnis
Rudolf Steiner (1861-1925) kroatisch-österreichischer Stifter der Anthroposophie, Mystiker, Kulturphilosoph, Architekt, Literaturkritiker, Sozialreformer, Autor, Die Stufen der höheren Erkenntnis. Kosmologie, Religion und Philosophie. Vom Seelenleben, Schriften und Aufsätze 1905, 1912/23, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 17.-19. Tausend Auflage 1. Februar 2010

 

  
Minas Tirith – Stadt der Könige
Roger Garland, amerikanischer Künstler, 2001

 

 

 

  • Der Willensakt tritt auf, nachdem das Gehirn bereits entschieden hat, welche Bewegung es ausführen wird. Prof. Gerhard Roth (*1942) deutscher Professor für Verhaltensphysiologie, Biologe, Universität Bremen, Hirnforscher, Autor, Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert, S. 523, Suhrkamp 2003

 

  • Mit Logik kann man Beweise führen, aber keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Dazu gehört Intuition. Henri Poincaré (1854-1912) französischer Mathematiker, theoretischer Physiker, Ingenieur, Philosoph, Science and Method, Teil II, Kapitel 2 "Mathematical Definitions and Education", S. 129, 1908, Thomas Nelson and Sons, London und New York, 1914

 

  • Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, dass er nicht danach handelt. Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) Schweizer Maler, Dramatiker, Schriftsteller, Quelle unbekannt

 

  • Die rechte Gehirnhälfte wirkt eher 'im Hintergrund' und funktioniert komplex, integrativ, ganzheit­lich, gefühlsbezogen und assoziativ. Anders ausgedrückt: Sie ist intuitiv. Mit dem rechten Gehirn filtern wir ständig Wichtiges aus einer Flut von auf uns einströ­men­den Informationen und scannen unsere Umwelt. Dieses intuitive Radar spürt auf, ob uns etwas jenseits der bewussten Aufmerksamkeit betrifft, ob beispiels­weise Gefahr droht. Artikel Intelligenz des Unbewussten, präsentiert von der deutschen Monatszeitschrift Psychologie Heute, Heiko Ernst (*1948) deutscher Diplom-Psychologe, Chefredakteur der Zeitschrift Psychologie Heute, März 2003

 

  • Emotionen sind keineswegs ein Luxus. Unglücklicherweise werden sie in der Wissenschaft und im Allgemeinen in der Kultur als eine Art Luxus angesehen oder als etwas Hinderliches: manchmal gut, wenn sie positiv sind, aber sehr lästig, wenn sie negativ sind. Natürlich können Gefühle extrem hinderlich sein, wenn man etwas durchdenken will und innerlich aufgewühlt und sehr verstört ist. Dann kann man in der Tat nicht gut denken. Wir wissen, dass Gefühle vertrackt sein können. Und es stimmt ebenfalls, dass wir ohne Emotionen sehr, sehr dumm dastehen würden in Bezug auf unsere Entschei­dungen. Antonio R. Damasio, Ph.D. (*1944) portugiesisch-US-amerikanischer Professor für Neurowissenschaft, Universität von Iowa, Bewusstseinsforscher, Autor, Descartes' Error. Emotion, Reason, and the Human Brain, PDF, Putnam Publishing, 1994, Penguin Books, 27. September 2005

 

 

  • Der Vorgang des Wahrnehmens ist ein ungeheuer mutiger. Denn die Wahrheit, das Richtige, erscheint blitzartig, und zwar ganz kurz. Wenn ich irgendeinen Zweifel daran äußere, wenn ich mich frage, Darf ich das?, verschwindet die Wahrnehmung. Manchmal möchte ich bestimmte Einsichten nicht wahrhaben, ich weiß, dass das auf Ablehnung stoßen wird, wenn ich sie äußere. Ich kann aber nicht davon abweichen. Wenn ich davon abweichen würde, könnte ich nur noch denken und nicht mehr wahrnehmen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
    Die Wahrnehmung, nach der ich mich im Augenblick richte, dient nicht einer Theorie, sondern sie dient einer Lösung. Wenn ich die Lösung habe, vergesse ich, was ich vorher darüber gesagt habe. Also für mich ist die Wahrheit immer etwas Augenblickliches, aus dem Dunkel taucht plötzlich eine Einsicht auf, auf die gehe zu, und sie taucht wieder unter. Und dann taucht später vielleicht etwas anderes, etwas ganz Entgegengesetztes auf. Das nehme ich genauso ernst wie das erste, ganz im Sinne von Heraklit, der sagt: Alles fließt. Die Wahrheit ist nichts Festes. Wer sich an die Wahrheit klammert, der will etwas Vergängliches festhalten. Eine Theorie will etwas Vergängliches festhalten, sehr häufig.
    Diese Sicherheit, die ich spüre, ist nur die Wahrheit für diesen einen Augenblick. Ich teste aber gleichzeitig meine Wahrnehmung. Ich behaupte nicht nur. Ich sehe es an den Wirkungen, ob es stimmt oder nicht. Wenn es stimmt, dann für diese Lösung, mehr nicht. Ich habe da überhaupt keine weitergehenden Ansprüche. Bert Hellinger (*1925) deutscher Familientherapeut nach abgewandelter systemischer Familienaufstellung, ehemals Ordensmitglied der Kongregation der Mariannhiller Missionare, Leiter einer südafrikanischen Missionsschule, Autor, Interview Das Phänomen Bert Hellinger, präsentiert von der deutschen Monatsfachzeitschrift Psychologie Heute, Ursula Nuber (*1954) deutsche Diplompsychologin, Psychotherapeutin, stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift Psychologie Heute, Autorin, S. 20, Juni 1995

 

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Innere Stimme = Klarheit nutzen:

Empfehlung an Führungskräfte

➢ Klarheit braucht Urvertrauen und die tiefe Gelassenheit: Was auch immer passiert.
➢ Lamentieren und Klagen nutzt niemanden, sondern raubt Energie. Love it – Change it – or Leave it: Es gibt nur drei Möglichkeiten, um mit unbefriedigenden Situationen umzugehen. Klarheit richtet nur etwas aus, wenn die Entscheidung in einem Umfeld getroffen wird, mit dem sich der Einzelne aus vollem Herzen identifiziert.
➢ Handeln aus der Klarheit heisst, das eigene Gespür wertzuschätzen. Wer im Stillen immer noch dem Primat der Daten und Fakten zustimmt und die Innere Stimme gering schätzend in den Bereich der Esoterik verbannt, braucht sich nicht zu wundern, wenn auf seine Klarheit kein Verlass ist.
➢ Klarheit muss sich bewähren. Der Einzelne darf keinen Konflikt scheuen. Er muss das, was er spürt, ausdrücken und im Zweifel umsetzen. Diesen Mut bringt nur auf, wer seinen Perfektionismus überwindet und lebenslanges Lernen als Leitidee akzeptiert.
➢ Klarheit bringt nur demjenigen Impulse zu eigenem Wachstum und Lernen, der sich Fehler erlaubt. Wer das nicht tut, mobilisiert beim geringsten Lapsus eigene ungeheure Rechtfertigungsenergie, die spontane Eingebungen im Keim erstickt. Exzerpt aus Artikel: A l l t ä g l i c h k e i t e n im Umgang miteinander, präsentiert vom deutschen Wirtschaftsmagazin Capital, Heft 4, 2002

 

Literaturzitate

General quotes

Personal avowals

  • The only tyrant I accept in this world is the 'still small voice' within me. And even though I have to face the prospect of being a minority of one, I humbly believe I have the courage to be in such a hopeless minority. Mohandas Karamchand Mahatma Gandhi (1869-1948) Indian Hindu sage, spiritual activist leader, humanitarian, lawyer, nonviolent freedom fighter, source unknown

 

  • I am enough of an artist to draw freely upon my imagination. Imagination is more important than knowledge. Knowledge is limited. Imagination encircles the world. Albert Einstein (1879-1955) German-born US American theoretical physicist, developer of the theory of general relativity, Nobel Prize laureate, 1921, source unknown

 

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Intuition research – both intuitive and rational

  • In my scientific work, I have hunches. I can’t explain always why I think a certain path is the right way, but I need to trust it and go ahead. I also have the ability to check these hunches and find out what they are about. That’s the science part. Now, in private life, I rely on instinct. For instance, when I first met my wife, I didn’t do computations. Nor did she. Gerd Gigerenzer, Ph.D., M.D. (*1947) German psychologist specialized in the use of bounded rationality and heuristics in decision making, director at the Max Planck Institute for Human Development, director of the Harding Center for Risk Literacy in Berlin, author, cited in: Article Intuition Is The Highest Form Of Intelligence, presented by US American business magazine Forbes, Bruce Kasanoff, 21. Februar 2017

 

Recommendations

  • Love is the ark appointed for the righteous,
    Which annuls the danger and provides a way of escape.
    Sell your cleverness and buy bewilderment.
    Cleverness is mere opinion, bewilderment is intuition.
    Jalal ad-Din Muḥammad Rumi (1207-1273) Persian Muslim Sufi mystic, jurist, theologian, poet, Edward Henry Whinfield, translator, Masnavi, Book 4, Story 2, Masnavi I Ma'navi: "The Spiritual Couplets of Maulána Jalálu-'d-Dín Muhammad Rúmí", 1898, 2000

 

  • Your time is limited, so don't waste it living someone else's life.
    Don't be trapped by dogma — which is living with the results of other people's thinking.
    Don't let the noise of others' opinions drown out your own inner voice.
    And most important, have the courage to follow your heart and intuition.
    They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. Stanford Commencement Speech and video presentation by Steve Jobs, US American computer inventor, chief executive officer and co-founder of Apple Computer and of Pixar Animation Studios, diagnosed with pancreatic cancer, 114th Stanford Commencement Address, sponsored by Stanford University, 12. June 2005, YouTube film, 15:04 minutes duration, posted 7. March 2008

 

  • When you get an insight or an inspiration, do something about it within the first 24 hours – or the odds are against your EVER doing it. Bill Gates (*1955) US American multibillionaire, co-founder and owner of the company Microsoft, source unknown

 

Future prospects

  • Intuition becomes increasingly valuable in the new information society precisely because there is so much data. John Naisbitt (*1929) US American futurologist, China expert living in Europe and China, author of Megatrends, 1982, source unknown

 

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Historical error of deregulated trickle-down economics

  • Interviewer: How a scientist would measure love or intuition?
    Why is the scientific world so critical about intuitive, much less mystical, experiences?
    CM: It has to do with the management of truth. The scientific world is most comfortable with a right or wrong paradigm, a simple reality in which truth is controllable as opposed to truth controlling the observer. In the mystical experience, truth controls the observer, presenting an antinomian domain of thought – that is, a level of perception in which two opposing truths co-exist. (Light as a wave and a particle is one example of such a truth.) It is a challenge to contain opposing truths within your psyche and soul and to honor their pulsating power in the physical world. The majority of people can reside only within the world of opposites, in which one side is right and one is wrong, making their choices easier and the illusions much stronger. For this reason the journey into the soul is so intimidating: It is the journey of illumination and revelation into the domain of truth, melting the polarity of opposites and ascending into the truth that All is indeed One. Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, Newsletter, 11. January 2008

 

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Intuition vs. Divine revelation

  • Intuition is not a spiritual force; it is a practical skill of the ego, not of the soul. […]
    Intuitive gut force: Should I eat this? No/yes. Do I trust this person? No/yes. It's very basic. It's almost reptilian.
    A Divine revelation: will knock you to your knees; it's God in the walls of your soul. Interview with Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, Entering the Castle of the Soul, presented by Randy Peyser, 2007

 

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The end of the age of reason

  • The earth is conscious. Nature is conscious. All life is conscious. […] In keeping with the paradox of the Divine, our Enlightenment [the age of reason] turned the light off. The Enlightenment that began in the late 1400s, in fact, was the beginning of turning off our inner light. We began to take a reason[able] look at the universe. Everything had to have a reason. The end result was: everything that couldn't reason ceased to have value. Trees can't reason. Nature can't reason. Women don't reason very well. They are very emotional. […]
    Intuition, the mystical sense, started to frighten people. […] Women don't trust their own mystical sense. They deny their own. [They]'ve bought into the system that reason governs the soul. Video DVD presentation by Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, The Sacred Spaces in Morocco, minutes ~35:39, ~36:43, 61:41 minutes duration, Morocco, recorded 15.-26. October 2011

 

  • Your intuitive senses are not meant to eclipse your five sensory skills. They are meant to work in harmony. They are built to work as a team.  Minute 25:42
    Intuition is about getting a quick gut response [without the need to reshape it] and being able to say that is absolutely the truth. Instead of saying, "That's too fast for me."  Minute 32:57
    We are wired to make ordinary [balanced] choices. Intuition is about the ordinary, not the extraordinary. The extraordinary comes through prayer, meditation, exceptional moments.  Minute 42:16
    Intuition requires a comfort zone with truth. If you can't bear the truth you can't handle intuition. Intuition is always about truth. [...] Truth is the cornerstone of intuition. Minute 58:30
    Video teleseminar with Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, How to Understand Your Intuitive Nature – Reflections Seminar, part 1 of a 6-part series, presented by CMED Reflections Online Institute, YouTube film, minute 1:30:17 duration, posted 11. August 2014

 

  • Intuition is not a gift. It is a part of your "air wiring." But it is up to you to decide to listen and trust the uncertain and often intimidating nature of intuitive data. Intuition does not offer proof or guarantees and often an intuitive "hit" arrives just in the nick of time. Trusting "air data" does require a leap of faith and it also requires a strong sense of self-esteem. You have to believe in the integrity of your intuitive guidance especially if you find yourself in that terrifying initiation experience of being the only one standing in your own corner. Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, teleseminar Reflections: Initiations by Air, Session 4, announced 17. May 2017

 

  • [I]ntuition I take as perception by way of the unconscious, or perception of unconscious events. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychiatrist, psychoanalytist, founder of a new school of depth psychology, author, Psychological Types, S. 518, Rascher Verlag, 1921

 

  • The intuitive mind is a sacred gift and the rational mind is a faithful servant. But we have created a society that honours the servant and has forgotten the gift. Albert Einstein (1879-1955) German-born US American theoretical physicist, developer of the theory of general relativity, Nobel Prize laureate, 1921, source unknown

 

  • The intellect has little to do on the road to discovery. There comes a leap in consciousness, call it intuition or what you will, and the solution comes to you, and you don't know how or why. Albert Einstein (1879-1955) German-born US American theoretical physicist, developer of the theory of general relativity, Nobel Prize laureate, 1921, source unknown

 

  • [T]he Latin meaning of "intuit," which is where the word "intuition" comes from, means immediate apprehension of everything there is to know. Intuit means apprehension – instantaneous knowledge. You could think about that as part of the ground of being. Audio interview with Sharon Franquemont, US American intuition expert, trainer, coach, author, Intuition Travels on Love MP3, Transcript, presented by the US American multimedia publishing company Sounds True, Insights at the Edge, host Tami Simon (*1963) US American founder and director of Sounds True, 51:29 minutes duration, aired 30. July 2013

 

  • As we become a global community, we need instantaneous interaction and it doesn't always have to be through our cell phones or our internet. I think there's an "innernet" where knowledge is bare. Audio interview with Sharon Franquemont, US American intuition expert, trainer, coach, author, Intuition Travels on Love MP3, Transcript, presented by the US American multimedia publishing company Sounds True, Insights at the Edge, host Tami Simon (*1963) US American founder and director of Sounds True, 51:29 minutes duration, aired 30. July 2013

 

  • The human family has gone from instinct to intellect. Now, it's really important that we incorporate the higher wisdoms of intuition. Just like intellect did not replace our instincts, I don't think intuition is going to replace instinct or intellect, but it's going to be an added dimension in our aliveness. Certainly in our global community, it's essential. Audio interview with Sharon Franquemont, US American intuition expert, trainer, coach, author, Intuition Travels on Love MP3, Transcript, presented by the US American multimedia publishing company Sounds True, Insights at the Edge, host Tami Simon (*1963) US American founder and director of Sounds True, minute 49:53, 51:29 minutes duration, aired 30. July 2013

 

  • It is by logic that we prove, but by intuition that we discover. To know how to criticize is good, to know how to create is better. Henri Poincaré (1854-1912) French polymath, mathematician, theoretical physicist, engineer, philosopher of science, Science and Method, Part II, chapter 2 "Mathematical Definitions and Education", S. 129, 1908, Thomas Nelson and Sons, London and New York, 1914

 

  • Fortunately, some are born with spiritual immune systems that sooner or later give rejection to the illusory worldview grafted upon them from birth through social conditioning. They begin sensing that something is amiss, and start looking for answers. Inner knowledge and anomalous outer experiences show them a side of reality others are oblivious to, and so begins their journey of awakening. Each step of the journey is made by following the heart instead of following the crowd and by choosing knowledge over the veils of ignorance. Henri Bergson (1859-1941) influential French philosopher, Nobel laureate in literature, 1927, Creative Evolution ['L'Évolution créatrice', French edition 1907], Arthur Mitchell, translator, chapter "On Intuition vs. Intellect", Henry Holt and Company, English edition 1911

 

  • Reason is a harmonising, controlling force rather than a creative one. Even in the most purely logical realms, it is insight that first arrives at what is new.   Bertrand Russell (1872-1970) British philosopher, social critic, logician, mathematician, historian, social reformist, "pacifist", member of the Royal Society, Nobel laureate in literature, 1950, Mysticism and Logic and Other Essays, George Allen & Unwin Ltd., London, 1917

 

  • When every woman learns to listen without fear to the voice inside her instead of smothering it, it may lead – perhaps even more surely than rockets into space – to the next step in human evolution. Betty Friedan (1921-2006) US American feminist, population control activist, writer, 1960

Quotes by David R. Hawkins

⚠ Caveat See Power vs. Truth, January 2013

  • At this level of development [calibration level 500], the capacity to discern essence becomes predominant; the core of an issue becomes the center of focus. As reason is bypassed, there arises the capacity for instantaneous recognition of the total it of a problem and a major expansion of context. Reason deals with particulars, whereas love deals with wholes. This ability, often ascribed to intuition, is the capacity for instantaneous understanding without resorting to sequential symbol processing. Dr. David R. Hawkins, Transcending Levels of Consciousness. The Stairway to Enlightenment, S. 245, 2006

 

  • It is permissible in our culture for women to be intuitive, to call upon the nonlinear side of their awareness. It is not so OK for men to do that. A man has to be somewhat more evolved to give himself permission to call upon his intuitive side. In our culture the woman is more free to be intuitive. And therefore she perfects that side before the man does. (Calibrated as true.)
    The man who is mature and not challenged by the feminine begins to then look at her as a teacher of the intuitive side of life. Just as she looks to him to the doingness side of success in the world.
    So she learns traits that were once considered masculine. And he learns traits that were once considered feminine. Video presentation by Dr. David R. Hawkins, Sedona Seminar Realization of the Self: Final Moments, 3 DVD set, 14. December 2002

 

(↓)

Third eye = spiritual intuition

  • The crown chakra is the last one correlated with physicality. Above the physical body, there are other chakras that are not correlated with the physical. The "third eye" is one of these. It has to do with discernment. It’s a spiritual intuition. Dr. David R. Hawkins, Sedona Seminar The Ego and The Self, 3 DVD set, 11. December 2004

Englische Texte – English section on Intuition

Insights derived from brain surgery

Kareem Zaghloul and his colleagues at the University of Pennsylvania in Philadelphia performed an experiment on patients with Parkinson's disease undergoing deep brain stimulation surgery. Once the patient's brains were exposed, electrodes were inserted to record from the substantia nigra, while the patients played a card game on a computer screen for five minutes. They could pick a card from either a red or a blue deck and were informed that cards from one deck were more likely to yield a virtual financial reward (a stack of gold coins appears on the screen with an audible ring and a counter showing accumulated earnings). Scientists rigged the game so that 65 percent of the cards from one deck and 35% of the cards from the other deck yielded a financial reward. (If drawing a card did not yield a virtual reward, the screen turned blank with an audible buzz.)

 


Modern Austrian-style 40-card or 54-card Tarock cards

After several rounds, the 65/35 ratio allowed patients to figure out which deck was more likely to yield a reward, but still allowed patients’ expectations to be thrown off occasionally. If patients expected the chosen deck to yield a reward and it did (an expected gain) or if patients expected the chosen deck to yield no reward and it did (an expected loss), neurons in the substantia nigra fired at similar rates. But when patients expected a deck to yield nothing but instead received a reward (an unexpected gain), neurons fired more frequently than in the opposite situation (an unexpected loss).

 

For the first time higher firing rates after unexpected gains have been demonstrated in humans.
It validates similar results from studies in nonhuman primates – reinforcing the value of animal models. Zaghloul's study is also a proof-of-principle, showing that it's possible to record neural activity directly while subjects are performing complicated tasks that can't be performed by chimpanzees. Zaghloul and his colleagues' results are improving our understanding of how humans learn from rewarding experiences.

 

Sources:
Daniel Gorelick, US American embryologist, Carnegie Institution for Science, Department of Embryology, Human substantia nigra neurons encode unexpected financial rewards, archived in , presented by the free MEDLINE database PubMed, published in US American science magazine Science, S. 323, 13. March 2009
► Kareem A. Zaghloul, Justin A. Blanco, Christoph T. Weidemann, Kathryn McGill, Jurg L. Jaggi, Gordon H. Baltuch and Michael J. Kahana, Human Substania Nigra Neurons Encode Unexpected Financial Rewards, presented by US American science magazine Science, 13. March 2009

Precognition – future memory

The White Queenexplains to Alice that the citizens of her country have precognitive ability,
their "memory works both ways" in her land.
Alice in Wonderland: "Which things do you remember best?"
The White Queen
[careless tone]:
"Oh, things that happened the week after next."
Alice in Wonderland: "I’m sure mine only works one way […] I can't remember things before they happen."
The White Queen [disparagingly]: "It's a poor sort of memory that only works backwards."
Source: ► Lewis Carroll (1832-1898) English mathematician, logician, Anglican deacon, photographer, writer,
Through the Looking-Glass, and What Alice Found There, Macmillan, 1871, S.164, 2006

 

Links zum Thema Intuition und Sensitivität / Intuition and sensitivity

Literatur

Literature (engl.)

Externe Weblinks




Vgl.: Schneewittchen aß den schön anzusehenden vergifteten Apfel und verfiel in Todesstarre.


Linklose Artikel

  • Dr. Andreas Zeuch, Intuition als selbstorganisierende Intelligenz, präsentiert von a-zeuch.de, undatiert
  • Artikel von PD Dr. Jakob Bösch (*1942) emeritierter Schweizer Psychiater, Chefarzt der Externen Psychiatrischen Dienste Baselland, Privatdozent für Psychiatrie und Psychosoziale Medizin, Universität Basel, Autor, Waren die biblischen Propheten schizophren?, präsentiert von der Schweizer Tageszeitung Basler Zeitung, Forum, 21. Mai 1999
  • Christine Schüren, deutsche Diplom-Sozialpädagogin, Schwerpunkt Rehabilitation und Gesundheit, Sensitivität. Chancen und Risiken eines wenig erforschten Themas, Diplomarbeit des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit, Fachhochschule Kiel, Februar 2001
    • Vortrag von Christine Schüren, Sensitivität, präsentiert von Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, FH Kiel, 27. November 2001
  • Artikel Vor einem Geistesblitz herrscht Dunkelheit im Hirn, präsentiert von der deutschen Monatszeitschrift Spektrum der Wissenschaft, Mark Jung-Beeman, 14. April 2004

Hirnphysiologische Erkenntnisse über Geistesblitze, Northwestern Universität Illinois

External web links (engl.)


Audio- und Videolinks

Gefühlte Intelligenz und Erforschung der Intuition

Audio and video links (engl.)

Audio and video links (engl.) – Gerd Gigerenzer

  • Video explanation by Gerd Gigerenzer, Ph.D., M.D. (*1947) German psychologist specialized in the use of bounded rationality and heuristics in decision making, director at the Max Planck Institute for Human Development, director of the Harding Center for Risk Literacy in Berlin, author, gerd gigerenzer - heuristics, presented by gocognitive, YouTube film, 5:26 minutes duration, posted 17. May 2011
  • Video presentation by Gerd Gigerenzer, Ph.D., M.D. (*1947) German psychologist specialized in the use of bounded rationality and heuristics in decision making, director at the Max Planck Institute for Human Development, director of the Harding Center for Risk Literacy in Berlin, author, Risk literacy: Gerd Gigerenzer at TEDxZurich, presented by TEDx Talks, Zürich, Switzerland, YouTube film, 16:13 minutes duration, posted 9. December 2013

Everyone can learn to deal with risk and uncertainty. Experts can be part of the problem rather than the solution. A democracy needs risk-savvy citizens who cannot be easily frightened into surrendering their money, welfare, and liberty.

  • Video lecture by Gerd Gigerenzer, Ph.D., M.D. (*1947) German psychologist specialized in the use of bounded rationality and heuristics in decision making, director at the Max Planck Institute for Human Development, director of the Harding Center for Risk Literacy in Berlin, author, Gerd GIGERENZER: Rationality for Mortals, sponsored by Center for Logic, Language, and Cognition (LLC), University of Turin, Italy, recorded 15. December 2016, YouTube film, 1:10:25 duration, posted 31. March 2016


Audio and video links (engl.) – Larry Dossey

Audio and video links (engl.) – Daniel Kahneman

Topics: research on intuition and decision making

  • Video presentation/lecture Intuition: Marvels and Flaws by Daniel Kahnemann, Ph.D. (*1934) Israeli-American professor of psychology, Princeton University, New Jersey, founder of behavioral economics, Nobel laureate in economic sciences, 2002, The Seymour Fox Memorial Lecture presented at Seymour Fox, Jewish educational agency for Israel, Hebrew University of Jerusalem, recorded 7. December 2009, YouTube film, 1:29:21 duration, posted 20. December 2009

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 

1 Pirschen ⇔ Träumen – Aufhebung der Dualität

2 Gehen wie ein Diktator, präsentiert von Zeit Online, Till Hein, 23 November 2006

Letzte Bearbeitung:
14.12.2017 um 18:32 Uhr

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