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Laotse Bewusstseinswert 610
(604-531 v.Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph

 

Steinskulptur von Laotse in Quanzhou
am Fuß des Berges Qingyuan, China

Der Sinn, den man ersinnen kann, ist nicht der ewige Sinn;
der Name, den man nennen kann, ist nicht der ewige Name.

Laotse


 

Lebensdaten von Laotse

Der große chinesische Weise und Philosoph Laotse lebte voraussichtlich im 6. Jahrhundert vor Christus. Als der Begründer des Taoismus lehrte er das Tao, das Unbenennbare, den Sinn.

 

 

Die subtile Wahrnehmung des Soseins der Dinge

Willst Du etwas schmaler machen,
musst du es sich zuvor ausweiten lassen.
Willst du etwas loswerden,
musst du es zuvor aufbauen.
Willst du etwas stürzen,
musst du es zuvor aufblühen lassen haben.
Das nennt man das verborgene Licht des Soseins der Dinge.
Das Weiche überwindet das Harte.
Das Langsame überwindet das Schnelle.
Lass Dein Wirken ein Geheimnis bleiben.
Zeig den Menschen bloß das Ergebnis.

 

Laotse [BW 610] (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus, Tao Te King, Vers 36

Gedichte von Laotse

Wer andere [er]kennt, ist gelehrt. [BW 400+)
Wer sich selbst erkennt, ist weise. [BW 500+]
Wer andere besiegt, hat [Muskel]kraft. [Erleben von Zwang], Überleben]
Wer sich selbst besiegt, ist stark. [Erleben von Macht]
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer genügen lässt, ist reich. [600+]
Wer seinen Platz [seine Mitte] nicht verliert, überdauert.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt. [bis 1000]
Laotse, Tao te king, Übers. Richard Wilhelm, S. 73, Diederichs Verlag, München, 1998

 

Zufrieden sein heißt, reich zu sein.
Mit Nachdruck etwas durchführen bedeutet Wille.
Seinen Platz nicht zu verlieren, heißt Bestand zu haben.
Sterben und doch weiterleben, bedeutet Unsterblichkeit.

 

Andere zu kennen, bedeutet Weisheit,
sich selbst zu kennen, bedeutet Einsicht.
Andere zu bezwingen, erfordert Kraft,
sich selbst zu bezwingen, erfordert Stärke.

 

Macht der Liebe
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.

 

Was noch ruhig ist, lässt sich leicht ergreifen.
was noch nicht hervortritt, lässt sich leicht bedenken.
Was noch zart ist, lässt sich leicht zerbrechen.
Was noch klein ist, lässt sich leicht zerstreuen.
Man muss wirken auf das, was noch nicht da ist.
Man muss ordnen, was noch nicht in Verwirrung ist.
Tao Te King

 

Ton knetend formt man Gefäße.
Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung.
Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Doch erst sein Leerraum, das Nichts, gibt ihm den Wert.
Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form.
Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.

Zitate zum Thema Laotse / Lao Tsu

Zitate von Laotse

Exzerpte: Laotse [BW 610] (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus, Tao te King [BW 610]

 

  • "Nichtsein" [O] nenne ich den Anfang von Himmel und Erde,
    "Sein" [1] nenne ich die Mutter der Einzelwesen [Welt].
    Darum führt die Richtung auf das Nichtsein zum Schauen des wunderbaren Wesens,
    die Richtung auf das Sein zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.
    Beides ist eins dem Ursprung nach und nur verschieden durch den Namen.
    In seiner Einheit heißt es das Geheimnis.
    Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.
    Tao te King, Kapitel 1, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander. Lang und Kurz gestalten einander. Stimme und Ton vermählen einander. Vorher und Nachher folgen einander. Tao te King, Kapitel 2, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • [D]ie reifen Menschen:
    Sie behaupten ihre Stellung ohne Mühe.
    Verwirklichen ihre Lehre ohne Worte.
    Sind ein Teil von allen Dingen und übersehen keines.
    Sie erzeugen, ohne jedoch zu besitzen.
    Sie handeln ohne Erwartung.
    Sie vollbringen ohne Anspruch auf Verdienst.
    Fürwahr, weil sie kein Verdienst beanspruchen, wächst es ihnen zu. Tao Te King, Chinesisch-English R.L. Wing, 1986; Englisch-Deutsch Peter Kobbe, 1987, Kapitel 2

 

 

 

  • Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn. Tao te King, Kapitel 11

 

  • Farbenpracht blendet das Auge. Tao te King, Kapitel 12, Übersetzer Ernst Schwarz, 1978

 

  • Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird,
    der zweitbeste der, welcher geehrt und gepriesen wird,
    der nächstbeste der, den man fürchtet und
    der schlechteste der, den man hasst.
    Wenn die Arbeit des besten Führers getan ist, sagen die Leute: »Das haben wir selbst getan«. Tao te King, Kapitel 17

 

 

  • So sind die guten Menschen die Lehrer der Nichtguten,
    und die nichtguten Menschen sind der Stoff für die Guten.
    Wer seine Lehrer nicht werthielte und seinen Stoff nicht liebte,
    der wäre bei allem Wissen in schwerem Irrtum.
    Das ist das große Geheimnis. Tao te King, Kapitel 27, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Gut geht, wer ohne Spuren geht. Tao te King, Kapitel 27, Übersetzer Ernst Schwarz
    Ein guter Wanderer hinterlässt keine Spuren!

 

  • Wisse um das Weiße, doch bewahre das Schwarze. Tao te King, Kapitel 28

 

  • Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es. Tao te King, Kapitel 29

 

 

  • Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist erleuchtet. Tao te King, Kapitel 33, Übersetzer Victor von Strauss, 1870

 

  • Was du zusammendrücken willst, das musst du sich erst richtig ausdehnen lassen.
    Was du schwächen willst, das musst du erst richtig stark werden lassen.
    Was du vernichten willst, das musst du erst richtig aufblühen lassen.
    Wem du nehmen willst, dem musst du erst richtig geben.
    Das heißt Klarheit über das Unsichtbare.
    Das Weiche siegt über das Harte. Das Schwache siegt über das Starke.
    Den Fisch darf man nicht der Tiefe entnehmen.
    Des Reiches Förderungsmittel darf man nicht den Leuten zeigen.
    Tao te King, Kapitel 36, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Wo man nehmen will, muss man geben. Tao te King, Kapitel 36, Übersetzer Ernst Schwarz, 1978

 

  • Wer das LEBEN [BW 600+] hochhält, handelt nicht und hat keine Absichten.
    Wer das LEBEN nicht hochhält, handelt und hat Absichten.
    Wer die Liebe [BW 500+] hochhält, handelt, aber hat keine Absichten.
    Wer die Gerechtigkeit [BW 365-380 / 405-415] hochhält, handelt und hat Absichten.
    Wer die Sitte [BW 310-350] hochhält, handelt,
    und wenn ihm jemand nicht erwidert, so fuchtelt er mit den Armen und holt ihn heran [BW unter 200].
    Darum:
    Ist des SINN [BW 1000+] verloren, dann das LEBEN [BW 600+].
    Ist das LEBEN verloren, dann die Liebe [BW 500+].
    Ist die Liebe verloren, dann die Gerechtigkeit.
    Ist die Gerechtigkeit verloren, dann die Sitte.
    Die Sitte ist Treu und Glaubens Dürftigkeit und der Verwirrung Anfang.
    Tao te King, Kapitel 38, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Die Wiederkehr ist der Weg des Sinns.
    Die Sanftheit ist die Wirkung des Sinns.
    Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein.
    Das Sein entsteht aus dem Nichtsein. Tao te King, Kapitel 40

 

 

  • Es gibt ein Ding, das ist unterschiedslos vollendet.
    Bevor der Himmel und die Erde waren, ist es schon da, so still, so einsam.
    Allein steht es und ändert sich nicht. Im Kreis läuft es und gefährdet sich nicht.
    Man kann es nennen die Mutter der Welt. Ich weiß nicht seinen Namen. Ich bezeichne es als SINN.
    Tao te King, Kapitel 25, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

Prinzipien – Gesetzmäßigkeit 1:3 3:1

So ist der SINN groß, der Himmel groß, die Erde groß, und auch des Mensch ist groß.
Vier Große gibt es im Raume, und der Mensch ist auch darunter.
3210
Der Mensch richtet sich nach der Erde.Die Erde richtet sich nach dem Himmel.Der Himmel richtet sich nach dem SINN.Der SINN richtet sich nach sich selber [ist, was Er ist].
Laotse, Tao te King, Kapitel 25, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

Evolution – Schöpfung

O-1-11-22-33-5
Der SINN erzeugt die Eins.Die Eins erzeugt die Zwei.Die Zwei erzeugt die Drei.Die Drei erzeugt alle Dinge
[die ganze Schöpfung].
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle und streben nach dem Licht, und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.
Laotse, Tao te King, Kapitel 42, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • 0 – Das Tao gebar die Eins.
    1 – Die Eins gebar die Zwei.
    2 – Die Zwei gebar die Drei.
    3 – Die Drei gebar die ganze Schöpfung.
    Laotse, Tao te King, Kapitel 42

 

 

  • Die Belehrung ohne Worte, den Wert des Nicht-Handelns erreichen nur wenige auf Erden. Tao te King, Kapitel 43 Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Wer das Lernen übt, vermehrt täglich. Wer den Sinn [= Tao] übt, vermindert täglich. Er vermindert und vermindert, bis er schließlich ankommt beim Nichtsmachen. Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht. Tao te King, Kapitel 48, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911, S. 61, Diederichs Verlag, München, 1998

 

  • Nach Wissen suchen, heißt Tag für Tag dazu gewinnen. Tao te King, Kapitel 48, zitiert in: "365 Tage Harmonie", Verlag DuMont

 

  • Die Welt [2] hat einen Anfang [O], das ist die Mutter der Welt [1].
    Wer die Mutter findet, um ihre Söhne [3] zu kennen,
    wer ihre Söhne kennt und sich wieder der Mutter zuwendet,
    der kommt sein Leben lang nicht in Gefahr.
    Tao te King, Kapitel 52, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Wenn niemand unsere Grenzen kennt, können wir die Welt [2] besitzen.
    Besitzt man die Mutter der Welt [1], so gewinnt man ewige Dauer [O].
    Das ist der SINN der tiefen Wurzel, des festen Grundes, des ewigen Daseins und des dauernden Schauens.
    Tao te King, Kapitel 59, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Ein Land regiert man nach Regel und Maß,
    Krieg führt man ohne Regel mit List. Tao te King, Kapitel 57

 

  • Je geschickter die Menschen, umso mehr seltene Waren. Tao te King, Kapitel 57, Übersetzer Ernst Schwarz, 1978

 

  • Je mehr scharfe Waffen im Volk, umso wirrer der Staat. Tao te King, Kapitel 57

 

  • Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk. Tao te King, Kapitel 57

 

  • Der Weise ist gerecht ohne zu richten.
    Er lenkt ohne zu regeln.
    Er ist Vorbild ohne zu verbilden.
    Er leuchtet ohne zu blenden. Tao te King, Kapitel 57

 

  • Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.
    [The journey of ten thousand miles begins with the first step.]
    Tao te King, Kapitel 64

 

  • Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut.
    Durch Liebe kann man mutig sein, durch Genügsamkeit kann man weitherzig sein. Wenn man nicht wagt, in der Welt voranzustehen, kann man das Haupt der fertigen Menschen sein. Tao te King, Kapitel 67, Übersetzer Richard Wilhelm, 1911

 

  • Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke. Tao te King, Kapitel 78
    Das Allerweichste im Universum durchdringt das Allerhärteste. Das, was nicht stofflich ist, kann auch dort eindringen, wo kein Raum ist.

 

 

  • Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. Tao te King

 

 

  • Wer mir schmeichelt, ist mein Feind. Wer mich tadelt, ist mein Lehrer.

 

  • Die Wahrheit, die man benennen kann, ist nicht die wirkliche Wahrheit.

 

  • Nur der Liebende ist mutig.
    Nur der Genügsame ist großzügig.
    Nur der Demütige ist fähig, zu herrschen.

 

  • Alle sind sich immer so sicher [...] und mir selbst scheint es, als wandele ich auf dünnem Eis.

 

  • Beginnen können ist Stärke. Vollenden können ist Kraft.

 

  • Wenn man sich immer nur in einer Ecke aufhält und die zahlreichen Aspekte der Gesamtheit vernachlässigt, wenn man immer nur eins nimmt und den Rest weglegt, dann wird der Erfolg nur klein und der Sieg nur oberflächlich sein.

 

  • Ohne herumzukommen, kann man die ganze Welt kennen;
    Ohne aus dem Fenster zu schauen, kann man die Wege des Himmels sehen.
    Je weiter man geht, desto weniger weiß man.

 

  • Was ist ein wahres Geheimnis? Etwas, das für jeden offen da liegt – und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.  

 

  • Weniger und weniger wird getan, bis nichts mehr getan wird. [...]
    Wenn nichts mehr getan wird, bleibt nichts ungetan.

 

  • Nichtstun ist besser als mit aller Mühe nichts zu schaffen.
  • Beim Nichtstun bleibt nichts ungetan.
  • Der Weise tut nichts, doch bleibt nichts ungetan.

 

  • Ich betrachte Untätigkeit als das wahre Glück, während die Welt sie als großes Unglück ansieht. Es ist gesagt worden: "Vollkommenes Glück ist das Nichtvorhandensein des Strebens nach Glück; vollkommenes Ansehen ist das Nichtvorhandensein des Strebens nach Ansehen.

 

  • Das Elend ist nur der Schatten des Glücks, das Glück nur der Mantel des Elends.

 

  • Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.

 

  • Der Weg ist wichtiger als das Ziel.
  • Auch ein langer Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

 

  • Wenn ich auch nur ein bisschen Verstand habe, will ich den großen Weg gehen, und meine einzige Furcht wäre abzuweichen. Der große Weg ist schlicht. Die Menschen ziehen Ablenkungen vor.

 

  • Das Weiche überwindet das Harte.
    Das Langsame überwindet das Schnelle.
    Lass dein Wirken ein Geheimnis bleiben.
    Zeig den Menschen bloß das Ergebnis.
    Laotse

 

  • Was ist ein wahres Geheimnis?
    Etwas, das für jeden offen da liegt – [Kontext]
    und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.
    Laotse

 

  • Der Wissende redet nicht. Der Redende weiß nicht. Tao te King, S. 99, Übersetzer Richard Wilhelm, Diederichs Verlag, München 1998

 

  • Das Tao, von dem man sprechen kann, ist nicht das wahre Tao.

 

  • Das Namenlose ist der Anfang von Himmel und Erde.
    Das Namen-Habende ist die Mutter der abertausend Wesen.
    Darum: Beständiges Nichtbegehren schaut das Geheimste.
    Beständiges Begehren schaut nur das Begrenzte.
    Diese beiden sind desselben Ursprungs und nur durch Namen verschieden.
    In ihrem Ineinssein sind sie ein Geheimnis. Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist aller Geheimnisse Pforte. Tao te King, Neu übertragen von Zensho W. Kopp, Kapitel 1, Schirner Verlag, Darmstadt, 2005

 

  • Die Nichtwissenheit wissen, ist das Höchste. Nicht wissen, was Wissen ist, ist ein Leiden. Nur wenn man unter diesem Wissen leidet, wird man frei von Leiden. Dass der Berufene nicht leidet, kommt daher, dass er an diesem Leiden leidet; darum leidet er nicht. Tao te King, Übersetzer Richard Wilhelm, S. 114, Diederichs Verlag, München 1998

 

  • Wenn man sein Ziel kennt, so gibt das Festigkeit. Festigkeit allein führt zur Ruhe. Die Ruhe allein führt zum inneren Frieden. Der innere Friede allein ermöglicht ernstes und besonnenes Nachdenken, ernstes und besonnenes Nachdenken allein führt zum Gelingen.

 

  • Namenlose Einfalt bewirkt Wunschlosigkeit,
    Wunschlosigkeit macht still,
    und die Welt wird von selber recht.
    Laotse [BW 610] (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus, Tao te King [BW 610]

 

  • Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.

 

  • Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man unterlässt.

 

  • Der Weise kennt keine unumstößlichen Grundsätze: Er passt sich anderen an.

 

  • Der Weise erfüllt seinen Teil, verlangt das aber nicht von anderen.

 

  • Wen der Himmel bewahren will, den erfüllt er mit Güte.

 

  • Je mehr du es versteckst, desto deutlicher wird es zum Vorschein kommen.

Wenn man sich immer nur in einer Ecke aufhält und die zahlreichen Aspekte der Gesamtheit vernachlässigt, wenn man immer nur eins nimmt und den Rest weglegt, dann wird der Wiki.Erfolg nur klein und der Sieg nur oberflächlich sein.
Laotse [BW 610] (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus

Zitate – Laotse über Heilige Sexualität, Huahu jing um 300 v.Chr.

  • Obwohl die meisten Menschen ihr gesamtes Leben damit verbringen, ihrem biologischen Impuls zu folgen, ist dies nur ein winziger Teil unseres Wesens. Wenn wir von Samen und Eiern besessen bleiben, sind wir zwar mit dem fruchtbaren Tal der Fortpflanzung der Mysteriösen Mutter verbunden, doch nicht mit ihrem unermesslichen Herzen und allwissenden Geist.
    Wenn wir uns mit ihrem Herzen und Geist vereinigen wollen, müssen wir Yin und Yang in uns selbst integrieren und ihr Feuer nach oben lenken. Dann haben wir die Macht, mit dem gesamten Wesen der Mysteriösen Mutter zu verschmelzen. Das bedeutet wahre Evolution. Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, Paragraph 65, 1. Auflage, 10. September 2003

 

Die drei Arten der Integration von Yin und Yang sind:

  1. Die erste Integration von Yin und Yang ist die Vereinigung von Samen und Ei im Mutterleib.
  2. Die zweite Integration von Yin und Yang ist die sexuelle Verbindung des reifen Mannes mit der reifen Frau.
    Beide [1. und 2.] haben mit Fleisch und Blut zu tun, und alles, was in diesem Reich empfangen wird, muss sich eines Tages wieder auflösen und vergehen.
  3. Erst die dritte Integration bringt etwas Unsterbliches hervor […] Das neue Leben, das von dieser letzten Integration erschaffen wird, ist sich seiner selbst bewusst, doch ohne Ego ist es fähig, in einem Körper zu leben ohne anzuhaften. Es wird von Weisheit statt von Emotionen geleitet. Es ist vollständig und tugendhaft und kann niemals sterben. Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer des Originals Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, Paragraph 66, 1. Auflage, 10. September 2003

 

  • Weil immer höhere Vereinigungen von Yin und Yang für die Empfängnis immer höheren Lebens notwendig sind, können einige Lernende in der Kunst der gegenseitigen Kultivierung unterwiesen werden, in der Yin und Yang unmittelbar in das Tai Chi [die disziplinierte Übung] des Geschlechtsverkehrs integriert werden […] Wenn wahre Tugend und wahre Meisterschaft zusammen kommen, […] kann die Übung zu einem profunden Gleichgewicht der grob- und feinstofflichen Energien des Lernenden führen [andernfalls kann sie eine zerstörerische Wirkung haben]. Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer des Originals Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, Paragraph 67, 1. Auflage, 10. September 2003

 

 

  • Der Zugang eines Menschen zur Sexualität ist ein Kennzeichen seine Entwicklungsebene. Wenig entwickelte Menschen praktizieren gewöhnlichen Geschlechtsverkehr. Sie überbetonen die Geschlechtsorgane und vernachlässigen dabei die übrigen Organe und Systeme des Körpers.
    Die gesamte angesammelte Körperenergie wird auf einen Schlag entladen, und auch die feinstofflichen Energien werden gleichermaßen vergeudet und zerstreut. Dies ist ein großer Rückschritt.
    Für diejenigen, die nach den höheren Regionen des Lebens streben, gibt es die engelsgleiche gegenseitige Kultivierung. Weil jeder Teil des Körpers, des Verstandes und des Geistes sich nach der Integration von Yin und Yang sehnt, wird der engelsgleiche Geschlechtsverkehr mehr vom Geist und weniger von den Geschlechtsorganen gelenkt.
    Während gewöhnlicher Geschlechtsverkehr anstrengend ist, ist engelsgleiche Kultivierung ruhig, entspannt und natürlich. Wo gewöhnlicher Geschlechtsverkehr nur die Geschlechtsorgane miteinander verbindet, verbindet die engelsgleiche Kultivierung Geist mit Geist, Verstand mit Verstand und jede Zelle des einen Körpers mit jeder Zelle des anderen Körpers. Der Höhepunkt liegt nicht in der Auflösung, sondern in der Integration [„nicht in der Trennung, sondern in der Verschmelzung“?] und ist eine Gelegenheit für einen Mann und eine Frau, einander zu transformieren und in das Reich von Glückseligkeit und Ganzheit zu erheben. Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer des Originals Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, Paragraph 69, 1. Auflage, 10. September 2003

 

  • Die Fesseln der Leidenschaft und des Begehrens weben ein festes Netz um uns […] Die Falle der Dualität ist hartnäckig. Gebunden, starr und gefangen kann man keine Befreiung erlangen. Durch gegenseitige Kultivierung ist es möglich, das Netz zu entwirren, die Starrheit aufzuweichen und die Falle zu öffnen. Indem wir unsere Yin-Energie in der Quelle des universellen Lebens aufgehen lassen und aus der gleichen Quelle die Yang-Energie beziehen, lassen wir die Individualität hinter uns, und unser Leben wird rein und natürlich. Frei von Ego leben wir natürlich, arbeiten rechtschaffen, werden von unerschöpflicher Vitalität erfüllt und sind für immer vom Rad der Geburt und des Todes befreit.
    Wir müssen eines verstehen: Spirituelle Freiheit und Einheit mit dem Tao (Dao) sind keine zufälligen Geschenke, sondern der Lohn für die bewusste Wandlung und Entwicklung des Selbstes. Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer des Originals Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, Paragraph 70, 1. Auflage, 10. September 2003

 

Zitiert von Marnia Robinson,  Into the Realm of Bliss and Wholeness, 11. Mai 2005
Marnia Robinson, Das Gift an Amors Pfeil. Von der Gewohnheit zum Gleichgewicht in sexuellen Beziehungen, Arbor Verlag, 20. April 2010

Zitate (engl.) – Quotes from Lao Tzu

  • The Tao that can be described is not the enduring and unchanging Tao.
    The name that can be named is not the enduring and unchanging name.
    Tao Te Ching, verse 1

 

 


'The Heavenly Lord of Dao and its Virtue',
deified Laozi, one of the supreme divinities of Daoism
Painting of the Daode Tianzun
  • (The Tao) produces (all things) and nourishes them; it produces them and does not claim them as its own; it does all, and yet does not boast of it; it presides over all, and yet does not control them. This is what is called 'The mysterious Quality' (of the Tao). Tao Te Ching, verse 10

 

  • We look at it, and we do not see it, and we name it 'the Equable.' We listen to it, and we do not hear it, and we name it 'the Inaudible.' We try to grasp it, and do not get hold of it, and we name it 'the Subtle.' Tao Te Ching, verse 14

 

  • When the Master governs, the people are hardly aware [...] that he exists.
    Next best is a leader who is loved.
    Next, one who is feared.
    The worst is one who is despised.
    If you don't trust the people, you make them untrustworthy.
    The Master doesn't talk, he acts. When his work is done, the people say, "Amazing: we did it, all by ourselves!"
    Lao Tzu, Tao Te Ching, verse 17, translated by Stephen Mitchell, 1988

 

 

  • Do not rejoice over victory.
    With the loss of others weep with sorrow and grief.
    After winning a battle, do not celebrate, observe the rites of a funeral.
    One who is bound to action, proud of victory, and delights in the misfortune of others will never gain a thing from this world below Heaven.
    Lao Tzu, Tao Te Ching, verse 31

 

  • When one is about to take an inspiration, he is sure to make a (previous) expiration;
    when he is going to weaken another, he will first strengthen him;
    when he is going to overthrow another, he will first have raised him up;
    when he is going to despoil another, he will first have made gifts to him:
    this is called 'Hiding the light (of his procedure).'
    The soft overcomes the hard; and the weak the strong. Tao Te Ching, verse 36

 

  • Simplicity without a name Is free from all external aim. With no desire, at rest and still, All things go right as of their will. Tao Te Ching, verse 37

 

  • The highest virtue is to act without a sense of self.
    The highest kindness is to give without condition.
    The highest justice is to see without preference.
    When the Tao [LoC 1000-Infinite] is forgotten, there is righteousness.
    When righteousness is forgotten, there is morality [BW 405-415].
    When morality is forgotten, there is law and ritual.
    Law and ritual are the husk of true faith, and the beginning of chaos.
    Therefore the Master follows his own nature and not the trappings of life.
    The Master concerns himself with the depths and not the surface, with the fruit and not the flower.
    He has no will of his own. He dwells in reality, and lets all illusions go.
    Lao Tzu, Tao Te Ching,

 

Law 1:3 3:1

3210
Man takes his law from the Earth;the Earth takes its law from Heaven;Heaven takes its law from the Tao.The law of the Tao is its being what it is.
Lao Tzu, Tao Te Ching, verse 25

 

Evolution – Creation

O-1-1
The Tao gave birth to One.
1-2
The One gave birth to Two.
2-3
The Two gave birth to Three.
3-5
The Three gave birth to all of creation.
Lao Tzu, Tao te Ching, verse 42

 

  • 0 – The Tao gave birth to One.
    1 – The One gave birth to Two.
    2 – The Two gave birth to Three.
    3 – The Three gave birth to all of creation.
    Lao Tzu, Tao te Ching, 42

 

 

(↓)

Women and Motherhood:

Laozi believed that females are the mothers of all things and all human beings. In accordance with Dao (Tao), which generates everything, females are those that produce all things. Without females i.e. mothers, there would be no creation and world.

 

  • The perception of what is small is (the secret of) clear-sightedness; the guarding of what is soft and tender is (the secret of) strength. Tao Te Ching, verse 52

 

  • When things have become strong, they (then) become old, which may be said to be contrary to the Tao. Whatever is contrary to the Tao soon ends. Tao Te Ching, verse 55

 

  • [T]he female always overcomes the male by her stillness. Stillness may be considered (a sort of) abasement. Tao Te Ching, verse 61

 

  • That whereby the rivers and seas are able to receive the homage and tribute of all the valley streams, is their skill in being lower than they;--it is thus that they are the kings of them all. So it is that the sage (ruler), wishing to be above men, puts himself by his words below them, and, wishing to be before them, places his person behind them. Tao Te Ching, verse 66

 

(↓)

The Three Treasures

Love, moderation, humility

  • When people hear about the Great Integrity, they say it is useless folly. Because it is not like anything in the world we know, they also find it inconceivable.
    On the contrary! The Great Integrity has given us three treasures to cherish:
    The first is love.
    The second is moderation.
    The third is humility.

    If you love, you will be fearless.
    If you are moderate, you might always sense abundance in life.
    If you live in humility, you will be widely trusted.
    But you will not have the capacity to love if you are fearful.
    Even worse, if you are fearless and without love, you will always be courting disaster.
    If you live in insufficiency, you have no opportunity to be moderate.
    If you live in overabundance, you not only live immoderately,
    but are always courting disaster.
    If no one trusts you, then compensatory ego will preclude humility.
    If everyone trusts you, and you lack humility, you will always court disaster.
    The three treasures are practical guides to the Great Integrity.
    The greatest foolishness is to live without them.
    Tao Te Ching, verse 67, translated by Ralph Alan Dale

 

  • There is no calamity greater than lightly engaging in war. To do that is near losing (the gentleness) which is so precious. Thus it is that when opposing weapons are (actually) crossed, he who deplores (the situation) conquers. Tao Te Ching, verse 69

 

  • It is the way of Heaven not to strive, and yet it skilfully overcomes; not to speak, and yet it is skillful (in obtaining a reply); does not call, and yet men come to it of themselves. Its demonstrations are quiet, and yet its plans are skillful and effective. The meshes of the net of Heaven are large; far apart, but letting nothing escape. Tao Te Ching, verse 73

 

  • There is nothing in the world more soft and weak than water, and yet for attacking things that are firm and strong there is nothing that can take precedence of it.
    Every one in the world knows that the soft overcomes the hard, and the weak the strong, but no one is able to carry it out in practice.
    Words that are strictly true seem to be paradoxical. Tao Te Ching,  verse 78

 

  • True perfection seems imperfect, but is perfectly itself. Lao-Tzu [LoC 610] (604-531 BC) Chinese sage, philosopher, founder of Daoism, author of Tao Te Ching [The Book of the Way]

 

  • Because clarity and enlightenment are within your own nature, they are regained without moving an inch. Lao Tzu

 

  • In pursuit of knowledge, every day something is acquired. In pursuit of wisdom, every day something is dropped. Lao Tzu

 

  • If you want to awaken all of humanity, then awaken all of yourself, if you want to eliminate the suffering in the world, then eliminate all that is dark and negative in yourself. Truly, the greatest gift you have to give is that of your own self-transformation. Lao Tzu

 

  • Those who know do not talk. Those who talk do not know. Lao Tzu

 

  • The Tao which can be named is not the Absolute Tao. Lao Tzu

 

  • Conquering others requires force. Conquering oneself requires strength. Lao Tzu

 

  • The myriad creatures in the world are born from Something, and Something from Nothing. Lao Tzu

 

  • A good traveler has no fixed plans, and is not intent on arriving. Lao Tzu

 

  • At the center of your being you have the answer; you know who you are and you know what you want. Lao Tzu (604-531 BCE) Chinese taoist philosopher, founder of Taoism, author of Tao Te Ching (also The Book of the Way)

 

  • He who knows others is wise; He who knows himself is enlightened.
    He who conquers others is strong; he who conquers himself is mighty.
    He who knows he has enough is rich.
    He who knows that enough is enough will always have enough.
    He who knows does not speak. He who speaks does not know.
    He who knows enough is enough will always have enough.
    He who knows that enough is enough will have enough.
    He who loves the world as his body may be entrusted with the empire.
    He who obtains has little. He who scatters has much.
    He who gains a victory over other men is strong, but he who gains a victory over himself is all powerful.
    He who tip-toes cannot stand; he who strides cannot walk.
    Lao Tzu [LoC 610] (604-531 BC) Chinese sage, philosopher, founder of Daoism, cited in: Wing-tsit Chan (1901-1994) Chinese professor of philosophy and religion, active in the United States, The Way of Lao Tzu, Prentice Hall, 11. January 1963

Zitate (engl.) – Lao Tzu on three types of Yin ∞ Yang integration and sacred sexuality around 300 CE

  • Although most people spend their entire lives following the biological impulse, it is only a tiny portion of our beings. If we remain obsessed with seeds and eggs, we are married to the fertile reproductive valley of the Mysterious Mother but not to her immeasurable heart and all-knowing mind.
    If you wish to unite with her heart and mind, you must integrate yin and yang within and refine their fire upward. Then you have the power to merge with the whole being of the Mysterious Mother. Lao Tzu, Hua Hu Ching, paragraph 65, translated by Brian Walker

 

  • Three types of integration of Yin and Yang
    1. The first integration of yin and yang is the union of seed and egg within the womb.
    2. The second integration of yin and yang is the sexual union of the mature male and female.
      Both of these are concerned with flesh and blood, and all that is conceived in this realm must one day disintegrate and pass away.
    3. It is only the third integration which gives birth to something immortal.
      In this integration, a highly evolved individual joins the subtle inner energies of yin and yang under the light of spiritual understanding. Through the practices of the Integral Way he refines his gross, heavy energy into something ethereal and light. This divine light has the capability of penetrating into the mighty ocean of spiritual energy and complete wisdom that is the Tao. The new life created by the final integration is self-aware yet without ego, capable of inhabiting a body yet not attached to it, and guided by wisdom rather than emotion. Whole and virtuous, it can never die. Lao Tzu, Hua Hu Ching, paragraph 66, translated by Brian Walker

 

 

  • Because higher and higher unions of yin and yang are necessary for the conception of higher life, some students may be instructed in the art of dual cultivation, in which yin and yang are directly integrated in the tai chi of sexual intercourse. […] If genuine virtue and true mastery come together […] the practice can bring about a profound balancing of the student's gross and subtle energies [otherwise it can have a destructive effect]. Lao Tzu, Hua Hu Ching, paragraph 67, translated by Brian Walker

 

(↓)

Note: Peak orgasm:

"The peak orgasm" – It is the goal of conventional sex. One applies force and effort to rush to the summit and collapses into a prolonged phase of recovery. Dopamine levels peak and crash accordingly.

  • A person's approach to sexuality is a sign of his level of evolution. Unevolved persons practice ordinary sexual intercourse. Placing all emphasis upon the sexual organs, they neglect the body's other organs and systems. Whatever physical energy is accumulated is summarily discharged, and the subtle energies are similarly dissipated and disordered. It is a great backward leap.1
    Where ordinary intercourse is effortful, angelic cultivation is calm, relaxed, quiet, and natural.
    Where ordinary intercourse unites sex organs with sex organs, angelic cultivation unites spirit with spirit, mind with mind, and every cell of one body with every cell of the other body.
    Culminating not in dissolution but in integration, it is an opportunity for a man and woman to mutually transform and uplift each other into the realm of bliss and wholeness. Lao Tzu, Hua Hu Ching, paragraph 69, translated by Brian Walker

 

(↓)

Note: Valley orgasm:

"The valley orgasm" – Taoists taught a non-orgasmic practice. Unconventional sex is very peaceful, ecstatic, extended, merging experience. One reaches a state of non-attachment and deep union while exchanging Divine power. It cannot be forced. It does not trigger high-dopamine spurts.

  • The cords of passion and desire weave a binding net around you. [...] The trap of duality is tenacious. Bound, rigid, and trapped, you cannot experience liberation.
    Through dual cultivation [bonding subtle sexual intercourse] it is possible to unravel the net, soften the rigidity, dismantle the trap.
    Dissolving your yin energy into the source of universal life, attracting the yang energy from that same source, you leave behind individuality and your life becomes pure nature. Free of ego, living naturally, working virtuously, you become filled with inexhaustible vitality and are liberated forever from the cycle of death and rebirth.
    Lao Tzu, Hua Hu Ching, paragraph 70, translated by Brian Walker

 

 

See: Hua Hu Ching
Quoted from Into the Realm of Bliss and Wholeness by Marnia Robinson, 11. May 2005

Zitate von anderen Quellen

  • Je weniger man über das I-Ging nachdenkt, desto ruhiger kann man schlafen.
    Die Wissenschaft des I-Ging beruht nämlich nicht auf dem Kausalprinzip, sondern auf einem bisher nicht benannten – weil bei uns nicht vorkommenden – Prinzip, das ich versuchsweise als synchronistisches Prinzip bezeichnet habe. Carl Gustav Jung

 

  • Warum Laotse die Moral verurteilt, das ist zunächst ihr formales Prinzip. Die Moral befiehlt. Sie kennt kein Sollen. Sie will Gesetze und Maßstäbe. Aber durch Gesetze und Maßstäbe wird gerade das Gegenteil von dem erreicht, was man will. Je mehr die Gesetze prangen, je lästiger das Sollen sich breit macht, desto mehr gibt es Diebe und Räuber; denn es ist ein Gesetz der Menschennatur, jedem Zwang zu widerstreben. Und der moralische Zwang ist der schlimmste. Darum ist die Moral das Dürftigste und Äußerlichste von allem, was den Menschen als Motiv vorgehalten wird. Sie kämpft mit stumpfem Schwert und bewirkt das Gegenteil von dem, was sie will. Richard Wilhelm, Laotse, Tao te king, S. 151 f., Diederichs Verlag, München, 1998

 

  • Dialektik resultiert aus der Erfahrung, dass nichts ist und alles wird. Zu den größten Dialektikern der Philosophiegeschichte zählen Heraklit, Laotse und Hegel. Andreas Tenzer, Therapeut, Köln

Zitate (engl.) von anderen Quellen

Binary chunks ∞ analog flow

  • The ancient Chinese I Ching [expressing binary numbers counting from 0 through 63] provides an astoundingly complete model […] in a clever shorthand that uses binary/digital sequencing plus analog flow. Katya Walter Ph.D., multi-disciplinary scientist, physicist, I Ching scholar, Jungian scholar, A New (and very Old) Model for Nonlinear Computation, presented at Sixth International Conference on Human-Computer Interaction, Tokyo, July 1995

 

  • Chaos theory developed an odd vocabulary where fractals, the Julia and Mandelbrot sets, the butterfly effect and the strange attractor suddenly opened up a new "nonlinear" reality. This fractal development can be found in the DNA structure which Watson and Crick discovered in the 1950s. Amazingly, this phenomenal use of number also exists in the I Ching, developed according to apocryphal Chinese history, in 3322 BCE. Katya Walter Ph.D., multi-disciplinary scientist, physicist, I Ching scholar, Jungian scholar, A New (and very Old) Model for Nonlinear Computation, presented at Sixth International Conference on Human-Computer Interaction, Tokyo, July 1995

 

  • [E]ach system – genetic code or I Ching – gives a microcosmic rendition of a larger principle of cochaos theory. Fortunately, these two models, ancient and modern, provide a means to observe a mathematical paradigm that is perhaps inherent in the fabric of the universe itself. Numbers create the patterns of the universe. Analogs form the networks of qualitative resonance in the timing and spacing of matter and energy, while linears develop the discrete sums that quantify units of whatever is being spaced or timed. Together – as analinear number – they give a flowing, connective quality to the universe's discrete quantities. To merge the analog with the linear in cochaos patterning provides a truly universal computation method. Katya Walter Ph.D., multi-disciplinary scientist, physicist, I Ching scholar, Jungian scholar, A New (and very Old) Model for Nonlinear Computation, presented at Sixth International Conference on Human-Computer Interaction, Tokyo, July 1995

 

  • Chaos patterning can predict an overall pattern, but it cannot specify any exact detail of its next manifestation. A mathematician can determine its general form but not the exact contents. Patterned chaos has its own special signature:
  • Order in the midst of apparent disorder
  • Cycling that repeats with continual slight variation
  • Scaling that fits one level into another like nesting boxes
  • Universal applicability.
Katya Walter Ph.D., multi-disciplinary scientist, physicist, I Ching scholar, Jungian scholar, A New (and very Old) Model for Nonlinear Computation, presented at Sixth International Conference on Human-Computer Interaction, Tokyo, July 1995

 

  • To balance and harmonize the analog and linear functions of number is the special gift of analinear computation. It is evident in the ancient I Ching and in modern DNA. By combining unitized counting with flowing proportions, this paradigm creates nonlinear equations, or more appropriately, analinear equations. Katya Walter Ph.D., multi-disciplinary scientist, physicist, I Ching scholar, Jungian scholar, A New (and very Old) Model for Nonlinear Computation, presented at Sixth International Conference on Human-Computer Interaction, Tokyo, July 1995

Englische Texte – English section on Lao Tsu

On Pride

Pride attaches undue importance to the superiority of one's
status in the eyes of others.
And shame is fear of humiliation
at one's inferior status in the estimation of others.
When one sets his heart on being highly esteemed,
and achieves such rating, then he is automatically involved
in fear of losing his status.


Lao-Tzu [LoC 610] (604-531 BC) Chinese sage, philosopher, founder of Daoism, author of Tao Te Ching [The Book of the Way]

Developmental stages of sexual union – Lao Tzu


Three types of integrating Yin and Yang

Stage
_____
Quality
Expressing Divinity
Divine Mother
Location
__________
Quality of union
Type of integration of
Yin and Yang

__________
Action
Biblical commandment
__________
Results
Status
1.
_____
Nonin-
tegrous
Fertile reproductive valleyMother's womb
__________
Ordinary intercourse

INSIDE – UNCONSCIOUS
Biological impulse
Union of
sperm and egg

__________
Effortful
Diffusing
Be fruitful!Mortality

Transitory
2.
_____
Integrous
Fertile reproductive valleyMale sex organ and
female sex organ

__________
Ordinary intercourse

OUTSIDE – CONSCIOUS
Biological impulse
Sexual union
of mature male and female partners

__________
Effortful
Diffusing
Multiply!Mortality

Transitory
3.
_____
Nonlinear
Immeasurable heart
Allknowing
mind
__________
Allness
Inner being of the refined individual
Yin and Yang fired upward

__________
Union of
spirit with spirit,
mind with mind,
every cell with every cell of both bodies
__________
Angelic mutual cultivation
2
Practice of the integral way
Selfawareness without ego
Refining of gross energy
to subtle light energy
In the body, not attached to it

__________
Calm, relaxed,
quiet, natural
Integrating
Be(come) stewards of the Earth!
––––––––––
Improved health,
Harmonized emotions,
Healing of addictions
Appeasing of negative impulses
Transcendent integration of the entire energy body
Mastery, Whole, virtuous
__________
Mutually uplifting, sharing transformation and bliss
Immortality

Imperishable

Timelessness

Field for the
conception of higher life

 

Source: Lao Tzu On sacred sexuality, Hua Hu Ching around 300 CE
Quotes on Karezza

Three mating drives Helen Fisher ∞ Three types of integration of Yin and Yang Lao Tzu


Biology of the human mating drives ∞
Energy of the human melting embrace

Neuroanthropologist and brain researcher Dr. Helen Fisher points out three very strong circuits/drives which have evolved in the brain of animals and humans. These drives of mating and bonding may lead one to act self sacrificially (dying for the other) as well as to killing oneself or the other when being rejected.
When these three compartmentalized brain systems are not synchronized with each other trouble may well arise.

1.Mating drives
Bonding pull
Sex driveRomantic loveLongterm attachmentMutual angelic cultivation3
Spiritual bonding
2.Brain circuitReptilian brain
Reptilian complex

Triune brain
Limbic system
Paleomammalian complex
Triune brain
Neocortex
Neomammalian complex
Triune brain
Prefrontal cortex
Etheric brain

Nonlinear immortal brain
3.TimeframeOldest brain
Less older brain
Younger brain
Youngest brain
Spiritual maturity
4 5 6 7
4.Chronos / KairosLinear timeLinear timeLinear timeQuantum time
5.Brain hemisphereLeft brainLeft brainLeft brainRight brain
6.Driving
hormones

Biological sources
Testosterone
Estrogen
Adrenaline
Dopamine
Norephenephrine
Oxytocin
Vasopressine
Oxytocin
Endorphines
7.DriveRandom
Id driven
Deliberate
Ego driven
Committed
Self chosen
Love induced
True love
Inner calling
Spirit induced
8.Sexual ExchangeHumpingMatingLove makingMelting embrace
9.Location of unionMother's womb
Sperm and egg
Male and female genitalsMale and female genitalsInner being of the refined individual
Yin and Yang fired upward

Union of spirit with spirit, mind with mind, every cell with every cell of both bodies
10.Attributes of
union
Ordinary intercourseOrdinary intercourseOrdinary intercoursePractice of the integral way
Selfawareness without ego

Refining of gross energy to subtle light energy; within and around the body, not attached to it
11.Nature
Health
Biological impulseBiological impulseBiological impulseTranscendent pull
Integration of the entire energy body

Improved health, harmonized emotions, healing of addictions, appeasing of negative impulses, mastery, wholeness, virtues
12.Action
Integration of
Yin and Yang
Effortful diffusingEffortful diffusingEffortful diffusingCalm relaxed quiet natural integrating
Mutually uplifting, sharing transformation and bliss
13.OrgasmOrgasm-focused sex
Peak big O
Orgasm-focused sex
Peak big O
Orgasm-focused sex
Peak big O
Non-orgasmic intercourse
Valley Orgasm
14.PurposePleasure
Pressure release
Pleasure
Reproduction
Raising children
Reproduction
Healing the psyche
Mutually exchanging subtle fluids
15.Expressing Divinity
Divine Mother
Fertile reproductive valleyFertile reproductive valleyFertile reproductive valleyAllness
Immeasurable heart, Allknowing mind
16.PartneringMany partners
Polygamy
Chosen partner(s)
Serial monogamy
Committed relationship
Serial monogamy

Marriage
Long-term devotion
Loyal Bonding
17.MaturityImmature
man and woman
Maturing
man and woman
Mature
man and woman
Spiritualized
man and woman
18.Generational potency8ChildrenParentsGrandparentsGreatgrandparents
19.NeedBasic survivalBreeding / NurturingLower Mind
Morals
Higher Mind
Ethics, "Dignity for all"
20.Rank expressionTribalMoralLovingCompassionate
21.Capacity statusMortality
Transitory
Mortality
Transitory
Mortality
Transitory
Immortality
Imperishable timeless field for
the conception of higher life
22.Biblical
assignment
Be fruitful!9Multiply!Be the stewards
of the Earth!
Be perfect, therefore,
as your Heavenly Father is.
10
23.Birth processConceptionExpulsionBirthingCordcutting
24.Evolution in
consciousness
Unconscious INSIDE
Horizontally conceived
Unconscious OUTSIDE
Horizontally expulsed
Conscious OUTSIDE
Horizontally-Vertically birthed
Conscious INSIDE
Vertically-Horizontally new-born
25.LevelLinearity
1st Tier Separated
Nonintegrous
Linearity
1st Tier
Integrous
Linearity
1st Tier
Integrous
Nonlinearity
2nd Tier
Uniting

 

Sources: Dr. Helen Fisher's thesis on Sex drive, Romantic love, Longterm attachment:
Video presentations by Dr. Helen Fisher, research professor, department biological anthropology, Center for Human Evolutionary Studies, Rutgers University, chief scientific adviser to Chemistry.com
- Why We Love: The Nature and Chemistry of Romantic Love, location The Book Works, Del Mar, California, presented by The Science Network (TSN), host Roger Bingham, 43:00 minutes duration, 8. June 2006
- Why we love and cheat, presented by TED Talks 2006, 23:21 minutes duration, filmed February 2006, posted September 2006
- The brain in love, presented by TED Talks 2006, 15:56 minutes duration, filmed February 2008, posted July 2008
See also Three mating circuits (drives) in the brains of humans and animals

 

Sources for Spiritual bonding:
- Lao Tzu (604-531 BCE) Chinese taoist philosopher, founder of Taoism,
On sacred sexuality, Hua Hu Ching around 300 CE
- Quotes on Karezza

 


Three stages of integration of Yin and Yang – outlined by Lao Tzu
Stage 1Sex driveThe first integration of yin and yang is the union of seed and egg within the womb.
Stage 2Romantic love
and
Longterm attachment
The second integration of yin and yang is the sexual union of the mature male and female.
Both of these are concerned with flesh and blood, and all that is conceived in this realm must one day disintegrate and pass away.
Stage 3Spiritual bonding
via
Mutual angelic cultivation
It is only the third integration which gives birth to something immortal.
In this integration, a highly evolved individual joins the subtle inner energies of yin and yang under the light of spiritual understanding. Through the practices of the Integral Way he refines his gross, heavy energy into something ethereal and light. This divine light has the capability of penetrating into the mighty ocean of spiritual energy and complete wisdom that is the Tao. The new life created by the final integration is self-aware yet without ego, capable of inhabiting a body yet not attached to it, and guided by wisdom rather than emotion. Whole and virtuous, it can never die.
Lao Tzu (604-531 BCE) Chinese taoist philosopher, founder of Taoism, Hua Hu Ching, paragraph 66, translated by Brian Walker

Links zum Thema Laotse / Lao Tsu

Literatur

  • Tao te King, Laotse, Das Buch vom Sinn und Leben, übersetzt von Richard Wilhelm, HTML Herausgabe von Dan Baruth, e-book
  • Tao te king engl. / deutsch, online, übersetzt von Dr. Hilmar Klaus, Aachen, Deutschland, 2002-2007
  • Laotse, Laotses unbekannte Lehren. Das Hua-Hu Ching, Übersetzer Brian Walker, Aurum im Kamphausen Verlag, 1. Auflage, 10. September 2003


Literatur (engl.)


Externe Weblinks


Externe Weblinks (engl.)


Audio- und Videolinks

Audio- und Videolinks (engl.)

  • Video interview of historical interest with Katya Walter Ph.D., US American physicist, Jungian scholar, multi-disciplinarian scientist, Test the I Ching, host Paul O'Brien, 1997, YouTube film, 3:42 minutes duration, posted 2. November 2008
  • Video interview of historical interest with Katya Walter Ph.D., US American physicist, Jungian scholar, multi-disciplinarian scientist, The Fractal Universe, host Paul O'Brien, 1997, YouTube film, 9:09 minutes duration, posted 14. November 2008
    DNA and I Ching link in a master code that shapes the fractal universe,
  • Video interview with Katya Walter Ph.D., US American physicist, Jungian scholar, multi-disciplinarian scientist, The Double Bubble Universe, presented by Whatifitreallyworks.com, hosts Chuck and Karen Robison, filmed 15. October 2010, Vimeo film, 58:00 minutes duration, posted mid December 2010
  • Audio presentation by Alan Watts [LoC 485] (1915-1973) British philosopher, writer, speaker, Analyzing Lao Tzu's Tao Te Ching, YouTube film, 52:12 minutes duration, posted 3. June 2011

Interne Links

Hawkins

 

 

1 Marnia Robinson, Your Brain on Sex, reuniting.info, 25. June 2005

2 Quotes on Karezza

3 Quotes on Karezza

4 This spiritual-energery etheric brain identifies with context rather than content. Dr. David R. Hawkins, Discovery of the Presence of God. Devotional Nonduality, S. 115

5 The etheric brain activates the energy within the neurons. Consciousness creates neuronal activity. Dr. David R. Hawkins, Sedona seminar unnamed, date unknown

6 Spiritual intention changes the brain's physiology – spiritually oriented people experience things differently than "ordinary” people. The change occurs in the prefrontal cortex, creating an "etheric brain." (Calibrated as a fact.) [The etheric brain does not exist in individuals below 200 LoC.] The shift above LoC 200 speeds up karma. […] Rapid pathway bypasses the emotional centers of the brain. The majority of Homo sapiens do not have an etheric brain. The new species of individuals calibrating over 200 is "homo spiritus." Under 200, the left brain is dominant and individuals are more prone to disease, depression, addiction, and rage. Sedona Seminar Realization of the Self and the "I", 1. November 2003

7 One profound consequence of the emergence of an etheric brain is its survival of a physical death and the accumulation of karmic patterns. Truth vs. Falsehood, S. 68

8 Four-stroke cycles of generations

9 Genesis 1, 22 (AT)

10 Matthew 5, 48 (NT)