Wiki / Laotse
Der große chinesische Weise und Philosoph Laotse lebte voraussichtlich im 6. Jahrhundert vor Christus. Als der Begründer des Taoismus lehrte er das Tao, das Unbenennbare, den Sinn.
Wer andere [er]kennt, ist gelehrt. [BW 400+)
Wer sich selbst erkennt, ist weise. [BW 500+]
Wer andere besiegt, hat [Muskel]kraft. [Erleben von Zwang], Überleben]
Wer sich selbst besiegt, ist stark. [Erleben von Macht]
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer genügen lässt, ist reich. [600+]
Wer seinen Platz [seine Mitte] nicht verliert, überdauert.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt. [bis 1000]
Laotse, Tao te king, Übers. Richard Wilhelm, S. 73, Diederichs Verlag, München, 1998
Zufrieden sein heißt, reich zu sein.
Mit Nachdruck etwas durchführen bedeutet Wille.
Seinen Platz nicht zu verlieren, heißt Bestand zu haben.
Sterben und doch weiterleben, bedeutet Unsterblichkeit.
Andere zu kennen, bedeutet Weisheit,
sich selbst zu kennen, bedeutet Einsicht.
Andere zu bezwingen, erfordert Kraft,
sich selbst zu bezwingen, erfordert Stärke.
Macht der Liebe
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Willst Du etwas schmaler machen,
musst Du es sich zuvor ausweiten lassen.
Willst Du etwas loswerden,
musst Du es zuvor aufblühen lassen.
Willst Du etwas nehmen,
musst Du zuvor erlauben, dass es gegeben wird.
Das nennt man die subtile Wahrnehmung des Soseins der Dinge.
Das Weiche überwindet das Harte.
Das Langsame überwindet das Schnelle.
Lass Dein Wirken ein Geheimnis bleiben.
Zeig den Menschen bloß das Ergebnis.
Was noch ruhig ist, lässt sich leicht ergreifen.
was noch nicht hervortritt, lässt sich leicht bedenken.
Was noch zart ist, lässt sich leicht zerbrechen.
Was noch klein ist, lässt sich leicht zerstreuen.
Man muss wirken auf das, was noch nicht da ist.
Man muss ordnen, was noch nicht in Verwirrung ist. Tao Te King
Ton knetend formt man Gefäße.
Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung.
Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Doch erst sein Leerraum, das Nichts, gibt ihm den Wert.
Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form.
Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.
Hawkins