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2·2012


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Lernen

 

"Bildung", Bleiglasfenster, Künstler: Charles Louis Tiffany und Tiffany Studios, 1890
Linsley-Chittenden Hall, Yale University

 

Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.
Sokrates, griechischer Philosoph im Dialog mit seinem Kollegen Platon


 

Den Willen des Himmels erlauschen

Mit 15 Jahren fasste ich den Entschluss, mich dem Lernen zu widmen.
Mit 30 Jahren stand ich fest auf dem Boden.
Mit 40 Jahren ließ ich mich nicht mehr von meinem Ziel abbringen.
Mit 50 Jahren erfuhr ich den Willen des Himmels.
Mit 60 Jahren schenkte ich den Geboten des Himmels ein gelehriges Ohr.
Mit 70 Jahren konnte ich nach Herzenslaune handeln,
denn meine Absichten durchkreuzten nicht mehr den Willen des Himmels.

Konfuzius [BW 590] (551-479 v. Chr.) chinesischer Weiser, Sozialphilosoph, Stifter der chinesischen Staatsreligion

Fünf Lernstationen

 

1. Ich gehe die Straße hinab.
Im Bürgersteig ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Ich bin am Ende. [...] Ich bin hilflos.
Aber ich kann nichts dafür.
Es dauert ewig, hier wieder herauszukommen.

 

2. Ich gehe die gleiche Straße hinab.
Im Bürgersteig ein tiefes Loch.
Ich tue, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, dass ich wieder drin stecke.
Aber ich kann nichts dafür.
Und wieder dauert es lange, bis ich herauskomme.

 

3. Ich gehe die gleiche Straße hinab.
Im Bürgersteig ein tiefes Loch.
Ich sehe, dass es da ist.
Und ich falle wieder hinein. […] Es ist schon Gewohnheit.
Meine Augen sind auf.
Ich weiß, wo ich bin.
Ich kann sehr wohl etwas dafür.
Ich steige sofort aus.

 

4. Ich gehe die gleiche Straße hinab.
Im Bürgersteig ein tiefes Loch.
Ich gehe drum herum.

 

5. Ich gehe eine andere Straße hinab.

 

Portia Nelson (1920-2001) Schriftstellerin,
There's a Hole in My Sidewalk. The Romance of Self-Discovery,
Autobiography in five short chapters, 1970iger

Das Umfeld des Lernens

Da das menschliche Gehirn […] nicht wie ein Feststoff-Computer, sondern wie ein elektrisch-kolloidaler Computer arbeitet, folgt es auch den gleichen Gesetzen wie andere tierische Gehirne. Das heißt, die Programme gelangen […] als elektrisch-chemische Verbindungen ins Gehirn.
Jeder Programmsatz besteht aus drei grundlegenden Teilen:

  1. Prägungen: Dies sind mehr oder weniger eingeschweißte Programme, die das Gehirn von seiner Anlage her nur in bestimmten Stadien seiner Entwicklung verarbeiten kann. Diese Stadien werden in der Ethologie als Zeiten besonderer Prägungs-Empfindlichkeit bezeichnet.
  2. Konditionierungen: Diese Programme bauen sich auf den Prägungen auf. Sie sitzen loser und lassen sich mit Hilfe von Gegen-Konditionierungen ziemlich leicht verändern.
  3. Lernen: Dies ist noch lockerer und durchlässiger als die Konditionierungen.

Robert Anton Wilson (1932-2007) US-amerikanischer Universalgelehrter, Philosoph, Psychologe, Futurist, Anarchist, Bestsellerautor, Romanschriftsteller, Der neue Prometheus, Kapitel 2 Hardware und Software: Das Gehirn und seine Programme, Hugendubel, 1983, Neuauflage, August 2003

Theorie der multiplen Intelligenzen nach Prof. Howard Gardner

Howard Gardner ist ein US-amerikanischer Professor für Erziehungswissenschaften an der Harvard Graduate School of Education. In seinem Buch Changing Minds. The Art and Science of Changing Our Own and Other People's Minds, Harvard Business School Press, 1st edition, 1. March 2004  stellt er die klassischen psychometrischen Intelligenztests in Frage. Gardner spricht von neun verschiedenen Intelligenzen:

 

Verschiedene Intelligenzen
No.Intelligenz-TypLegendeBerufsgruppenBerühmte Persönlichkeiten
1.Sprachlich-linguistische IntelligenzSensibilität für die gesprochene und die geschriebene Sprache, Fähigkeit, Sprachen zu lernen und Sprache in bestimmter Weise zu gebrauchenRechtsanwälte, Redner, Schriftsteller, DichterWilliam Shakespeare [BW 465], Johann Wolfgang von Goethe [BW 465], Homer [BW 455]
2.Logisch-mathematische IntelligenzFähigkeit, Probleme logisch zu analysieren, mathematische Operationen durchzuführen und wissenschaftliche Fragen zu untersuchenMathematiker, Logiker, NaturwissenschaftlerAristoteles [BW 498], Blaise Pascal [BW 465], Euklid [BW 440], Al-Chwarizmi, Leonhard Euler, Carl Friedrich Gauß, Gottfried Wilhelm Leibniz
3.Musikalisch-rhythmische IntelligenzBegabung zum Musizieren, zum Komponieren, Sinn für musikalische PrinzipienMusikerWolfgang Amadeus Mozart [Werk 540], Johann Sebastian Bach [Werk BW 530], Ludwig van Beethoven [Werk BW 510]
4.Bildlich-räumliche IntelligenzTheoretischer und praktischer Sinn für die Strukturen großer Räume, Erfassen enger, begrenzten RaumfelderSeeleute, Piloten, Bildhauer, Chirurgen, Schachspieler, Ingenieure, Graphiker, ArchitektenLeonardo da Vinci [BW 565], Michelangelo Buonarroti [Werk BW 590], Vincent van Gogh [Werk BW 480], Pablo Picasso, Raffael
5.Körperlich-kinästhetische IntelligenzFähigkeit, den Körper / Körperteile (Hand oder Mund) zur Problemlösung oder Gestaltung von Produkten einzusetzenTänzer, Schauspieler, Sportler, Handwerker, Chirurgen, experimentell arbeitende Wissenschaftler, Mechaniker, technische BerufsangehörigeMary Wigman, Anna Pawlowna Pawlowa
6.Naturalistische IntelligenzH. Gardner: Mein kritischer Durchgang lässt klar erkennen, dass die Erweiterung der ursprünglichen Siebenerliste um den Begriff der naturalistischen Intelligenz gerechtfertigt ist. Isaak Newton [BW 499], Albert Einstein [BW 499], Charles Darwin [BW 450/460]
7.Interpersonale Intelligenz / soziale KompetenzFähigkeit, Absichten, Motive und Wünsche anderer Menschen zu verstehen und erfolgreich mit ihnen zu kooperierenVerkäufer, Lehrer, Ärzte, führende Vertreter von Kirche und Staat, SchauspielerMahatma Gandhi [BW 760], Mutter Teresa [BW 710], Nelson Mandela [Einfluss BW 505], Kofi Annan
8.Intrapersonelle IntelligenzFähigkeit, sich selbst zu verstehen, lebensgerechtes Bild der eigenen Persönlichkeit  
9.Existenzielle Intelligenz / Spirituelle IntelligenzFokus auf grundlegende ExistenzfragenReligiöse und geistige Führer, PhilosophenDalai Lama [BW 570], Jean-Paul Sartre [BW 200]

 

Howard Gardner, Five Minds for the Future, Google Buch Ausgabe, first edition 30. April 2007, Harvard Business School Press, 1. February 2009

 

Five types of mind

  1. Disciplined mind (cognitive)
  2. Synthesizing mind (cognitive)
  3. Creative mind (cognitive)
  4. Respectful mind
  5. Ethical mind

 

Vier Lernstufen – Neurolinguistische Programmierung – NLP

  1. Lernschritt – Unbewusste InkompetenzVor dem Unterricht (z.B. Autofahren lernen)
  2. Lernschritt – Bewusste InkompetenzZu Beginn des Unterrichts
  3. Lernschritt – Bewusste KompetenzGegen Ende des Unterrichts
  4. Lernschritt – Unbewusste KompetenzNach dem Unterricht

Lernphasen – Aufnehmen, Verdauen und Loslassen


E n t w i c k l u n g s s t u f e n
Anhand von Nahrungs- und Verdauungsmetaphern

StufeAusdruckBiblische
Metapher
Prozessorte
Wirkstoffe
NahrungQualitätEmpfänger-StatusAufnahmeartVerdauungs-
art, -dauer
1.Unbewusst"Im Munde süß"Mund
Körpereingang
Speichel
Milchbrei-
nahrung
Leicht-
verdaulich
Zahn-
losigkeit
Eingelöffelt bekommen
Schlucken
Passiv
Rasch
2.Halbbewusst"Im Magen bitter"Magen
Körpermitte oben
Magensäure
MischkostNormal-
verdaulich
MilchzähneTischmanieren
Selbständig essen
Mittel
3.Unterschwellig Bewusst"Scheidung der Geister"Darm
Körpermitte unten
Enzyme
Verfleischlichung
FleischnahrungSchwer-
verdaulich
Zähne – BissInnerliches Verarbeiten
Ausgiebig
kauen
Aktiv
Langsam
4.Gelebtes
Bewusstsein
"Vertreibung aus dem Paradies"
"Nicht vom Brot allein"
After
Körperausgang
Ausscheidung
Ausstrahlung
Wort Gottes
Aura, Prana
Wesenbildend
Essenziell
Eigener FleischkörperSich hingeben
Sich umwandeln (verdauen)
lassen
Integriert

 

* Und die ihr solltet längst Meister sein, bedürft wiederum, dass man euch die ersten Buchstaben
der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Hebräer 5, 13
* Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht Speise; denn ihr konntet noch nicht.
Auch könnt ihr jetzt noch nicht, dieweil ihr noch fleischlich seid. 1. Korinther 3, 2-3
* Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht. Matthäus 4, 4

Zitate zum Thema Lernen / Learning

Zitate allgemein

  • Nichtlineares Lernen geschieht eher durch die Anlagerung an Vertrautes als durch den logisch fortschreitenden prozessorientierten Einsatz des Intellekts. Das Bewusstsein neigt dazu, sich als automatische Folge des Erwerbs neuer Informationen weiter zu entwickeln. Rückblickend kann es dann Informationen einordnen, die womöglich gefehlt haben oder nicht verstanden worden sind. Jede Enthüllung bringt die Integration voran und führt demnach weiter zu neuen Einsichten. Dr. David R. Hawkins, FU Das All-sehende Auge. S. ?, 2005

 

  • Das Lernen niemals erschöpft den Verstand. Leonardo da Vinci [BW 565] (1452-1519) italienischer Maler, Universalgelehrter, Genie, Erfinder, Bildhauer, Architekt, Anatom, Geologe, Botaniker, Künstler, Ingenieur, Naturphilosoph

 

  • Anfänger-Geist ist unser ursprünglicher Geist, ein wirklich leerer und unvollkommener Geist.
    Wenn unser Geist leer ist, ist er für alles bereit, ist er für alles offen.
    Im Anfänger-Geist liegen viele Möglichkeiten, in dem des Experten wenige. Shunryu Suzuki Roshi [Werk BW 565] (1904-1971) japanischer US-amerikanischer Sōtō-Zen-Meister

 

  • Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. Sokrates [BW 540] (469-399 v. Chr.) altgriechischer vorchristlicher Philosoph

 

 

 

  • Niemand kann euch etwas offenbaren, das nicht schon im Dämmern eures Wissens schlummert. Der Lehrer, der zwischen seinen Jüngern im Schatten des Tempels umhergeht, gibt nicht von seiner Weisheit, sondern eher von seinem Glauben und seiner Liebe. Wenn er wirklich weise ist, fordert er euch nicht auf, ins Haus seiner Weisheit einzutreten, sondern führt euch an die Schwelle eures eigenen Geistes. Khalil Gibran (1883-1931) libanesisch-US-amerikanischer Maler, Philosoph, Dichter

 

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Galieo Galilei wurde 1992 von der Katholischen Kirche rehabilitiert.

  • Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm aber helfen, es in sich selbst zu finden. Galileo Galilei [BW 455] (1564-1642) italienischer Physiker, Mathematiker, Astronom, Philosoph, widerrief vor dem römisch-katholischen Inquisitionstribunal

 

  • Bewältigbarer Stress funktioniert, wenn man Menschen bis an die Grenze ihrer Fähigkeiten belastet, aber nicht darüber hinaus. Dann kommt Neues zum Vorschein. […] komme ich auf den Gedanken zurück, dass es das Umfeld ist, das einen dazu bringt, sich zu entwickeln. Wir brauchen ein Umfeld, das uns wirklich fordert, jedoch auf handhabbare, langfristige Art. Problematisch war an vielen der Experimente der Sechziger- und Siebzigerjahre, dass es hingepfuschte ‚Urknall'-Experimente waren. Aber eine wirkliche Veränderung gibt es nur, wenn man gewillt ist, auf dem, was ich „Plateau” nenne, zu verharren. […] Das nenne ich die „Meisterschaftskurve”, und das heißt, dass man, wenn man eine neue Fähigkeit erwirbt, lange Zeit auf einem Plateau verweilt, wobei es dann immer wieder mal einen kleinen Aufschwung gibt. Selbstverständlich verläuft biologische Evolution nach demselben Muster. Steven J. Gould sagt in seiner Theorie des interpunktierten Gleichgewichts dasselbe. Die Entwicklung einer Gattung verläuft eine Weile mit wenig Veränderung, und dann gibt es einen Sprung. Wenn das jemandem passiert, der eine neue Fertigkeit erwirbt, dann heißt es oft: „OK, jetzt lerne ich etwas.” Was wir den Leuten beibringen müssen, ist, dass sie gerade dann nicht lernen. Auf dem Plateau lernen sie. Und das braucht geduldiges, hingebungsvolles, langfristiges Üben. Dort erfolgt die Programmierung. Und wenn schließlich alles greift, dann haben sie diesen Aufschwung, den sie für das Lernen halten. Aber das ist es nicht. Wir lernen auf dem Plateau. Interview mit George Leonard (1923-2010) US-amerikanischer Autor, Herausgeber, Lehrer zum Thema Human Potential, Ehrenpräsident des Esalen Instituts, Kalifornien, Wenn Sie sich nicht verändern, haben Sie nichts gelernt, WIE-Magazin, Craig Hamilton, Ausgabe 9

 


Kerzenflamme
  • Lernen heißt, neue Fähigkeiten verinnerlichen, mit denen man Ziele erreichen kann, die bisher unerreichbar waren. Fred Kofman, Ph.D., US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, UCB, Hilfsprofessor für Metamanagement und Systemkontrolle, Sloan School of Management, MIT

 

  • Es gibt ein Lernen, das uns verstehen lässt, was wir sind. Aus diesem Verständnis entsteht eine völlig neue Art des Handelns WU WEI. Das heisst handeln durch Nichteingreifen, durch Geschehen lassen. Es ist die Fähigkeit, das Steuer des Lebens jener Macht zu überlassen, die eine Dimension von uns selbst ist und die Laotse einst das Tao genannt hat. Fred Kofman, deutscher Autor, WU WEI. Die Lebenskunst des TAO, 1996, S. 1, Rororo Verlag, Reinbek bei Hamburg, 9. Auflage, 3. Januar 2005

 

 

  • Der Manager der Zukunft sollte
    1. Systeme organisieren können im optimierenden Sinne.
    2. Er muss Menschen coachen können im Sinne der Teamführung.
    3. Er sollte in der Lage sein, Menschen zu faszinieren im Sinne der gemeinsamen Sinnstiftung.
    4. Und er sollte in der Lage sein, die Vernetzung zwischen Menschen zu fördern im Sinne einer übersummativen Intelligenz. [...]
Dann können wir optimieren, genauso gut wie Prozessmuster wechseln. Dann haben wir die reife Balance zwischen Assimilation und Akkumulation. [...] Die erwachsenen Lernwege sind immer eine Balance zwischen Stabilität und Instabilität. Videointerview mit Prof. Dr. Peter Kruse (*1955) deutscher Psychologe, Netzwerkforscher zur Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken und kohärenter Musterbildung, Geschäftsführer von Nextpractice,  Unternehmensberater, Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie, Universität Bremen, Old school, new school. Führung, YouTube Film, Minute 1:21, 2:42 Minuten Dauer, eingestellt 7. Dezember 2007

 

  • Lerne zu scheitern oder scheitere darin zu lernen. Tal Ben-Shahar, Ph.D., US-amerikanischer Verhaltenspsychologe, Dozent in Positiver Psychologie, Harvard Universität, IDC, Herzliya, Israel, Autor, Video-Interview, präsentiert von Big Think, 23. September 2009

 

  • Wir verstehen nicht Verstehen, es entzieht sich uns, entschlüpft uns, denn wir merken nicht das Unglaubliche, das Rätselhafte, das Erstaunliche, das Wunderbare, das in alltäglichem Gespräch und Reflexion vor sich geht. Erst wenn dieser Strom von Selbstverständlichkeit gestört wird, stehen wir staunend vor diesem Wunder. Heinz von Foerster (1911-2002) österreichischer Professor für Biophysik, Physiker, Direktor des Biological Computer Laboratory, Universität von Illinois, Philosoph des Radikalen Konstruktivismus, Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft

 

  • Die zentrale Soziale Frage der Zukunft wird die Bildung. Matthias Horx (*1955) deutscher Publizist, Zukunfts- und Trendforscher, Es geht uns besser, aber wir fürchten uns mehr, Zukunftsaussichten der Deutschen/Europäer, T-Online.de, 2009

 

  • In der Wissensgesellschaft ist nicht das Wissen das Problem, sondern das Ent-Lernen alter Gewiss- und Gewohnheiten. Matthias Horx (*1955) deutscher Publizist, Zukunfts- und Trendforscher

 

  • Das menschliche Hirn wurde von der Evolution als Lernmaschine konstruiert. Aber Lernen ist ein körperlicher, emotionaler, KOMMUNIKATIVER Akt. Unsere Pädagogik hingegen übt Lernprozesse immer noch als militärische Exerzier-Logik. Vorne steht einer und sagt den Kindern, was „wahr” ist. Die Kinder müssen stillhalten und auswendig lernen. Matthias Horx (*1955) deutscher Publizist, Zukunfts- und Trendforscher

 


Schule von Athen, Maler: Raffaello Sanzio, 1509

Zitate (engl.) allgemein

Personal avowals

  • I've learned that I still have a lot to learn. Maya Angelou (*1928) best-selling US American author, poet, educator, historian, actress, playwright, civil-rights activist, producer, director

 

  • I've learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel. Maya Angelou (*1928) best-selling US American author, poet, educator, historian, actress, playwright, civil-rights activist, producer, director

 

  • I've learned that you can tell a lot about a person by the way he/she handles these three things:
    • a rainy day,
    • lost luggage, and
    • tangled Christmas tree lights.
Maya Angelou (*1928) best-selling US American author, poet, educator, historian, actress, playwright, civil-rights activist, producer, director
  • No one can educate no one. Who believes, "I teach", destroys everything. Following Vedanta, a human possesses all abilities, including children. The task of the teacher is to wake up the abilities. Learning is implementation of the perfection, sleeping in every human. The removal of barriers and dangers on the way to development are the duty of the teacher. Swami Vivekananda [LoC 610] (1863-1902) Indian Hindu saint, monk, scholar

 

  • At 15, I set my heart on learning.
    At 30, I had planted my feet firmly on the ground.
    At 40, I was never led astray from my goal.
    At 50, I knew the will of heaven.
    At 60, I heard the bidding of heaven with a docile ear.
    At 70, I could do as my heart pleased, for what I desired no longer conflicted with the will of heaven.
    Confucius [LoC 590] (551-479 BC) Chinese sage, social philosopher, sponsor of Confucianism, the Chinese state religion

 

  • Learning never exhausts the mind. Leonardo Da Vinci [LoC 565] (1452-1519) Italian polymath: painter, sculptor, architect, musician, scientist, mathematician, engineer, inventor, anatomist, geologist, cartographer, botanist, writer

 

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Divine edification

  • The knowledge of men of external sense is a muzzle to stop them sucking milk of that sublime knowledge. But God drops into the heart a single pearl-drop which is not bestowed on oceans or skies! Jalal ad-Din Muḥammad Rumi [LoC 550] (1207-1273) Persian Muslim poet, Sufi mystic, jurist, theologian, Masnavi, book 1, story 5, as translated by Edward Henry Whinfield, 2000

 

  • Learning is remembering. Socrates [LoC 540] (469-399 BC) ancient Greek pre-Christian philosopher

 

  • The most important part of life is the relationship with others. The analogy of the chrysalis and the butterfly teaches us to meet others and to hold our ground when we meet them. And I think the important, the essential, word there is 'teaches'. It takes a lifetime to learn how to be able to hold your own ground, to go out to the others, to be open to them without losing your ground. And to hold your ground without shutting others out. Martin Buber [LoC 530] (1878-1965) Austrian-born Jewish religious researcher and philosopher

 

  • Those of us who attempt to act and do things for others or for the world without deepening our own self-understanding, freedom, integrity, and capacity to love, will not have anything to give others. We will communicate to them nothing but the contagion of our own obsessions, our agressivity, our ego-centered ambitions, our delusions about ends and means. Thomas Merton [LoC 515/520] (1915-1968) Anglo-American Catholic writer, Trappist monk, poet, social activist, mystic student of comparative religion

 

  • In times of profound change, the learners inherit the earth, while the learned find themselves beautifully equipped to deal with a world that no longer exists. Eric Hoffer [LoC 505] (1902-1983) US American social writer, philosopher

 

  • Education is the most powerful weapon which you can use to change the world. Nelson Mandela [Influence LoC 505] (*1918) leading South African anti-apartheid activist, prisoner for 27 years during apartheid, first black president of South Africa (1994-1999)

 

  • I always like to learn, but I don't always like being taught. Winston Churchill [LoC 510, influence LoC 500] (1874-1965) British prime minister

 

  • He does not learn in order to accumulate learning as his own treasure of knowledge, but in order to placee this learning in the service of the world. [...] All the knowledge you pursue merely for the enrichment of your own leaning and to accumulate treasure of your own leads you away from your path, but all knowledge you pursue in order to grow more mature on the path of human ennoblement and world-progress brings you a step forward. Rudolf Steiner [LoC 475] (1861-1925) Croation-born Austrian cultural philosopher, literary critic, social reformer, architect, mystic esotericist, founder of anthroposophy, Knowledge of the Higher Worlds And Its Attainment. An Esoteric Spiritualism Initiation, pp. 30-31, CreateSpace, 23. January 2011

 

  • Reason and learning are like body and soul.
    Without the body, the soul is nothing but empty wind.
    Without the soul, the body is but a senseless frame. Khalil Gibran (1883-1931) Lebanese US American painter, philosopher, writer, poet

 

  • In times of rapid change it is the learners who will flourish, while the learned find themselves well equipped to deal with a world that no longer exists. Abram Hoffer, M.D. (1917-2009) Canadian psychiatrist

 

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Dyslexia

predominantly male (9:1)

  • Johnny couldn't read and a previously unrecognized affliction called dyslexia (nonexistent in ideographic China) broke out at alarming rates in classrooms all across Eurocentric TV-land. Dyslexic children, predominantly male (9:1), have difficulty deciphering the alphabet. One credible theory proposes that it is due to a failure of hemispheric dominance. Ninety percent of the language centers traditionally reside in the left hemisphere of right-handed people. In the right-handed dyslexic, the distribution of language centers may be more on the order of 80/20 or 70/30. Although we cannot be sure that dyslexia was not always among us, it seems to have erupted at the very moment that an entire generation was devaluing the left hemispheric mode of knowing. Perhaps television is the agent equilibrating the human brain's two differing modes of perception.
    The very concept of "brain dominance" is presently under scrutiny, as many dyslexics are talented artists, architects, musicians, composers, dancers, and surgeons. The idea that logical, linear thinking is better than intuition and holistic perception was a script written by left-brainers in the first place. Our culture has classified dyslexia as a disability. But as culture becomes more comfortable with its reliance on images, it may turn out that dyslexia will be reassessed as another of the many harbingers that announced the arrival of the Iconic Revolution. Leonard Shlain, M.D. sextimeandpower.com (1937-2009) US American writer, researcher, chairman of laparoscopic surgery, associate professor for surgery, UC San Francisco, The Alphabet Versus The Goddess. The Conflict Between World and Image, chapter 35, alphabetvsgoddess.com, Penguin (Non-Classics), 1. September 1999

 

  • Man is an imitative animal. This quality is the germ of all education in him. From his cradle to his grave he is learning to do what he sees others do. Thomas Jefferson (1743-1826) third US president (1801-1809), principal author of the Declaration of Independence [LoC 705], 4. July 1776

 

  • Learn to fail or fail to learn. Tal Ben-Shahar, Ph.D., US American organizational behaviorist, writer, lecturer on Positive Psychology, Harvard University, USA, IDC, Herzliya, Israel, Big Think Interview

 

  • There is no education like adversity. Benjamin Disraeli [LoC 405] (1804-1881) British prime minister, parliamentarian, conservative statesman, literary

 

  • We do what we do until we know better. When we know better, we do better. Maya Angelou (*1928) best-selling black US American author, poet, educator, historian, actress, playwright, civil-rights activist, producer, director

 

  • Those who cannot learn from the past are doomed to repeat it. George Santayana (1863-1952) Spanish US American philosopher, essayist, poet, novelist, literature critic

 

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Old school mentality

  • Don't look and don't copy because that's cheating.
    Outside of school that's called collaboration. Video RSA Animate presentation by Sir Ken Robinson (*1950) British professor of arts education, University of Warwick (1989-2001), international advisor on education, director of The Arts in Schools Project (1985-1989), author, speaker, Changing education paradigms, presented by TED Talks, minute 10:11, 11:40 minutes duration, recorded October 2010, posted December 2010

 

  • Man's most human characteristic is not his ability to learn, which he shares with many other species, but his ability to teach and store what others have developed and taught him. Margaret Mead (1901-1978) US American cultural anthropologist, sociologist, biologist, popular writer, lecturer

 

  • Our humanity rests upon a series of learned behaviors, woven together into patterns that are infinitely fragile and never directly inherited. Margaret Mead (1901-1978) US American cultural anthropologist, sociologist, biologist, popular writer, lecturer

 

  • All learning, real learning, takes seven years. It takes seven years to change approximately all of the cells in the body. We live in a seven year cycle.
    The moment that you begin to come to your own nature, the moment that you allow your body to live its life without resistance, you begin a deep process of deconditioning. Seven years later, you emerge, quite literally, as a new being: yourself. It's one of the great jokes that human beings don't get to live out their own lives. It is because of that, that they don't get to live out their own lives; that life seems to be such a difficult experience for them. We know that there is a lot of stuff around about being yourself. It is all fine and good for somebody to stand up and tell you to be yourself, but you have to know who that self is. Ra Uru Hu (1948-2011) Canadian founder of the Human Design System, spiritual teacher, artist, poet, storyteller, musician, composer, performer, Design is Your Genetic Code

 

  • Most college students go to college and get a degree, but not an education. Anthony J. D'Angelo, US American chief visionary officer of Collegiate EmPowerment, Take Higher Education Deeper

 

  • That's what learning is, after all; not whether we lose the game, but how we lose and how we've changed because of it and what we take away from it that we never had before, to apply to other games. Losing, in a curious way, is winning. Richard Bach (*1936) US American writer, The Bridge Across Forever

 

  • Folks don’t like to have somebody around knowin’ more than they do. It aggravates ‘em. You’re not gonna change any of them by talkin’ right, they’ve got to want to learn themselves, and when they don’t want to learn there’s nothing you can do but keep your mouth shut or talk their language. Harper Lee (*1926) US American author, character Calpurnia, To Kill a Mockingbird, part 2, chapter 12, 1960

 

  • If you educate a boy, he will have a good life.
    If you educate a girl, she will have a good family, will have a good community and will go for a good nation as well! Jane Fonda (*1937) Academy Award-winning US American actress, writer, political activist, philanthropist

 

  • We shall not cease from exploration, and the end of all our exploring, will be to arrive where we started and know the place for the first time. T. S. Eliot (1888-1965) US American British poet, playwright, literary critic, Four Quartets, 1944

 

  • The educated person is one who knows how to find out what he does not know. Georg Simmel (1858-1918) German sociologist, philosopher, critic

 

  • The aim of public education is not to spread enlightenment at all; it is simply to reduce as many individuals as possible to the same safe level, to breed a standard citizenry, to put down dissent and originality. H. L. Mencken (1880-1956) US American journalist, essayist, magazine editor, satirist, critic of American life and culture

 

  • In order to learn one must change one’s mind. Orson Scott Card (*1951) US American author, critic, public speaker, essayist, columnist, political activist

 

  • Tell me and I'll forget; show me and I may remember; involve me and I'll understand. Chinese proverb

 

  • Those who can, do;
    those who can't, teach.
    those who can't teach teach teachers.
    American saying

Zitate (engl.) von David R. Hawkins

  • By observation, one will see that the good / bad dichotomy is merely the reflection of an overall contextualization based on unexamined presumptions. With deep humility, one realizes that unaided, the mind is really unauthorized, unequipped, and incapable of making such judgmental discernment. By what authority would it even be able to discern good from bad? It can make this discovery by just beginning to ask, for whom is it good, for whom is it bad, when, and under what circumstances. This eventually leads to examining one's overall contextualization of the significance and meaning of human life itself as a transitional learning experience. Dr. David R. Hawkins, Transcending Levels of Consciousness, S. 337, 2006

 

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Learning curves of mankind

differentiating political progress from social disaster

  • As tectonic plates of traditional ethics, morality and common decency are crumbling, society overall seems to be in a ‘free fall’ transition. This fluctuation is recurrent throughout human history and reflects the varieties of the overall learning curves of human evolution. Without a compass, human society cannot even differentiate political progress from social disaster. Dr. David R. Hawkins, Reality, Spirituality and Modern Man, S. ?, Veritas Publishing, Kindle edition, 2008

 

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Acceptance of inevitable human error is more beneficial than denunciation.

 

 

Englische Texte – English section on Learning

Slow learners – Edison and Einstein

When the US American business man, scientist, inventor of electricity Thomas Edison was seven years old he left school after his teacher told his mother that, as a student, Edison was dull, confused and couldn't learn. During the eighty-four years of his life, he patented 1,093 inventions!

 

The parents of the later genius Albert Einstein's were worried because he was so slow to learn to speak. During his early school years, he did not excel and hated having to attend classes regularly and take the prerequisite exams.

Without the pain

Without the pain
there'd be no learning,
without the hurting
we'd never change.

Kate Bush (*1958) britische Sängerin, Pianistin, Songwriterin

The Awful Grace of God

He who learns must suffer
And even in our sleep pain that cannot forget
Falls drop by drop upon the heart,
And in our own despair, against our will,
Comes wisdom to us by the awful grace of God.

Aeschylus (525/524-455/456 BC) Ancient Greek tragedian, Agamemnon

Engage me and I learn

Tell me and I forget,
Teach me and I remember,
Engage me and I learn.

Chinese Proverb

There's a Hole in My Sidewalk

* * *

Autobiography in Five Chapters


1) I walk down the street.
There is a deep hole in the sidewalk
I fall in.
I am lost — I am helpless.
It isn't my fault.
It takes forever to find a way out.

2) I walk down the same street.
There is a deep hole in the sidewalk.
I pretend I don't see it.
I fall in again.
I can't believe I'm in the same place.
But it isn't my fault.
It still takes a long time to get out.

3) I walk down the same street.
There is a deep hole in the sidewalk
I see it is there.
I still fall in — it's a habit
My eyes are open
I know where I am
It is MY RESPONSIBILITY.
I get out immediately.

4) I walk down the same street.
There is a deep hole in the sidewalk
I walk around it.

5) I walk down a D I F F E R E N T street.

 

Portia Nelson (1920-2001) author, singer, composer, lyricist, painter, photographer, and actress,
excerpted from her autobiography There's a Hole in My Sidewalk. The Romance of Self-Discovery,
originally published in the 1970's

 

This poem is used in numerous 12-step substance-abuse programs.

 

Links zum Thema Lernen / Learning

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks


Externe Weblinks (engl.)


Audio und Videolinks

  • Videointerview mit Prof. Peter Kruse (*1955) deutscher Psychologe; Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken, über das Verstehen von Musterbildung und Zusammenhängen, 04 Lernen zwischen Störung und übersummativer Erfahrung, YouTube Film, 2:39 Minuten Dauer, eingestellt 25. März 2008
    Störungen versus Wertemuster als Kooperationsbasis, Erzeugung mentaler Welten. Eine gemeinsame Kultur ist die notwendige Grundlage eines erfolgreichen Lernprozesses in Unternehmen
    Corporate Learning erfordert eine Professionalisierung von Lernstrukturen, die normalerweise von allein passieren.
  • Videointerview mit Prof. Peter Kruse (*1955) deutscher Psychologe; Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken, über das Verstehen von Musterbildung und Zusammenhängen, 05 Wie reagieren Menschen auf wachsende Komplexität?, YouTube Film, 5:13 Minuten Dauer, eingestellt 25. März 2008
    Trial and error, Ausblenden, Trivialisieren, Rationale Reduktion, Basis der Intuition, Unterschiede zwischen komplizierten und komplexen Systemen, Musterbildung, notwendige lange Lerngeschichte am Rand der Überforderung, die zur verlässlichen Intuition führen
  • Videopräsentation von Prof. Dr. Gerald Hüther (*1951) deutscher Neurobiologe, Hirnforscher, Universität Göttingen, Gelassenheit hilft. Anregungen für Gehirnbenutzer, präsentiert von Sinnstiftung, 41:59 Minuten Dauer, eingestellt 12. September 2010
    Herkömmliche Resoucennutzungstrategien stehen dem natürlichen Lernen, der Potentialentfaltung, im Weg und vergrößern Probleme.
    BeGeisterung, GeSinnung und Ge(lassen)Haltung bilden Zukunft, indem sie in Kindern, Jugendlichen, Mitarbeitern SINNPotential entfalten.

Audio und Videolinks (engl.)

Humor – Audio und Videolinks (engl.)

  • School Answering Machine, YouTube audio, 1:49 minutes duration, posted 26. September 2009
    School in Queensland, Australia, informing parents on options regarding complaints

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