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Mitverantwortung – Vergebungswerk

Ab dem Augenblick, wo wir zu einer größeren Rundumschau erwachen, erkennen wir, dass das, was wir unsere Angelegenheit nennen, lediglich die Wellen eines größeren Meeres ist und nicht, wer wir wirklich sind. Unser ganzes Leben der Bearbeitung der persönlichen Angelegenheiten zu widmen, hieße tatsächlich, in einem recht kleinen Behälter zu hausen. Sich statt dessen tief in die Menschheit und alle empfindenden Geschöpfe einzufühlen, kann tiefere Erfüllung vermitteln als […] wenn man alle eigenen Angelegenheiten durchpflügt.
Chameli Gad Ardagh, Komm dir näher, J.Kamphausen Verlag, Februar 2008

HO'OPONOPONO
Bericht über eine nachhaltig wirksame schamanische Heilmethode

Im Jahr 2002 etwa erzählte mir (Joe Vitale) Mark Ryan von einem Therapeuten aus Hawaii, der eine ganze Krankenstation mit geisteskranken kriminellen Patienten geheilt hatte. Das geschah, ohne dass er je einen von ihnen gesehen hatte. Der Psychologe hatte die Patientenakten der Insassen studiert und dabei jeweils in sein Inneres geschaut, um so zu ermitteln, wie ER SELBST die Krankheit des Betreffenden hervorgebracht hatte. Nachdem er sich selbst "gebessert" hatte, verbesserte sich der Zustand des Patienten.

Als ich zum ersten Mal von dieser Geschichte gehört hatte, glaubte ich, es handelte sich um ein Gerücht, eine Stadtlegende.

  • Wie sollte jemand einen anderen Menschen heilen können, indem er sich selbst heilt?
  • Wie sollte selbst der beste Meister in Selbstfindung kriminelle Geisteskranke heilen können?

Mir erschien dies unsinnig und unlogisch. Deshalb vergaß ich die Angelegenheit.

Ein Jahr später stieß ich erneut auf sie und erfuhr, dass der Therapeut einen hawaiianisch-schamanischen Heilungsprozess ausgeführt hatte, der unter dem Namen Ho'oponopono bekannt ist. Davon hatte ich noch nie etwas gehört, doch es gelang mir nicht, mir die Sache aus dem Kopf zu schlagen. Sollte diese Geschichte wahr sein, so wollte ich mehr über sie erfahren.

Die volle Verantwortung zu übernehmen, hatte ich stets so verstanden, dass ich für das verantwortlich bin, was ich denke und tue. Darüber hinaus hätte ich keinen Einfluss, dachte ich. Ich glaube, dass die meisten Menschen es so auffassen. Wir sind für das verantwortlich, was wir tun, und nicht für das, was andere tun. Doch das stimmt nicht.

Der hawaiianische Therapeut namens Dr. Ihaleakala Hew Len, der geisteskranke Menschen heilt, war dazu vorgesehen, mir eine erweiterte, tiefere Perspektive darüber zu lehren, wie man vollständig Verantwortung übernimmt.

Bei unserem ersten Gespräch telefonierten wir eine Stunde lang. Ich bat ihn, mir die ganze Geschichte seiner vierjährigen schamanisch-therapeutischen Arbeit am Hawaii State Hospital [Kaneohe] zu erzählen.


Windrose der Zeit, Quilt

Dr. Len berichtete: Die Station, wo die geisteskranken Kriminellen untergebracht waren, war gefährlich. Die zuständigen Psychologen wechselten nahezu monatlich. Das Pflegepersonal meldete sich oft krank oder kündigte schlichtweg. Die Angestellten gingen mit dem Rücken zur Wand durch die Station, weil sie befürchteten, von den Patienten angegriffen zu werden. Es war kein angenehmer Ort, um dort zu leben, zu arbeiten oder ihn zu besuchen.

Dr. Len hat nie einen der Patienten persönlich empfangen. Er hatte vereinbart, die Akten der Insassen in einem Büro zu studieren. Und dabei arbeitete er an sich selbst, mit dem Effekt, dass die Patienten zu gesunden begannen.

Nach einigen Monaten wurde Patienten, die gewöhnlich fixiert werden mussten, gestattet, sich frei zu bewegen, erzählte er mir.
Andere, die zuvor starke Medikamente verabreicht bekommen hatten, konnten sie absetzen. Und diejenigen, für die keine Chance bestanden hatte, jemals frei zu sein, wurden entlassen. Und nicht nur das, fuhr er fort, die ganze Belegschaft ging nun allmählich gern zur Arbeit.

Das Krankfeiern und der häufige Stellenwechsel hörten auf. Auf einmal hatten wir mehr Personal als wir benötigten (da die Patienten ja entlassen worden waren), das nun stets vollzählig zum Dienst erschien. Mittlerweile ist die Station geschlossen.

Das war der Zeitpunkt, an dem ich darauf brannte, die Eine-Million-Dollar-Frage zu stellen: Wie haben Sie in sich gearbeitet, dass solch' eine Veränderung in diesen Menschen ausgelöst wurde?

Ich habe einfach den Teil in mir geheilt, der sie geschaffen hat, meinte er.

Das verstand ich nicht. Dr. Len erklärte mir, dass vollständige Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, bedeutet, dass alles in meinem Leben – einfach, weil es mein Leben ist – in meiner Verantwortung liegt. Die ganze Welt ist im wahrsten Sinn des Wortes meine Schöpfung.

Puh! Das war starker Tobak! Verantwortlich zu sein für das, was ich sage oder tue, ist eine Sache. Verantwortlich zu sein für das, was andere in meinem Leben sagen oder tun, ist etwas völlig Anderes. Doch, die Wahrheit ist: Wenn du die vollkommene Verantwortung für dein Leben übernimmst, dann ist alles, was du siehst, hörst, schmeckst, berührst oder sonst auf irgendeine Art erfährst, in deiner Verantwortung weil es in deinem Leben auftritt. Das bedeutet, dass Terrorismus, der Präsident, die Wirtschaft und alles, was du erfährst oder nicht magst – als deine Thematik da ist, um sie zu heilen. Im Grunde existiert nichts, außer als Projektion aus dem Inneren. Probleme sind nicht im Außen, sie sind dein Problem. Und um sie zu ändern, kommst du nicht umhin, dich selbst zu ändern.

Ich weiß,

  • das ist schwer zu begreifen,
  • geschweige denn, es zu akzeptieren
  • oder erst recht, es zu leben.

Einem anderen die Schuld zuzuweisen, ist viel einfacher als umfassende Verantwortung zu übernehmen.

Doch als ich mich mit Dr. Len unterhielt, begann es mir einzuleuchten, dass Heilung aus seiner Sicht und der von Ho'oponopono bedeutet, sich selbst zu lieben.

Wenn du dein Leben verbessern möchtest, kommt es darauf an, es zu heilen. Wenn du jemanden heilen möchtest, sogar einen geisteskranken Kriminellen, bist du dazu nur imstande, indem du dich selbst heilst.

Ich fragte Dr. Len, wie er sich selbst heilte, was er denn genau gemacht habe, als er sich die Krankenakten vorgenommen hatte?

Ich habe einfach immer wieder gesagt

  1. Es tut mir leid – in mir., gefolgt von
  2. Ich verzeihe dir – in mir.
  3. Ich liebe dich – in mir.,

und wiederholte das ständig, antwortete er.

Offensichtlich ist Selbstliebe der entscheidende Weg, sich selbst zu bessern und während man das tut, bessert man die Welt. Zusammenfassend sage ich:

Wann immer du etwas in deinem Leben verbessern möchtest,
gibt es nur einen einzigen Ort, wo das geschehen kann:
In dir.

verkürzter Bericht von Joe Vitale, USA, 2004


Hinweis an die LeserInnen:
Vitales Blog ist eine unvollständige Darstellung von
Dr. Lens Verzeihensarbeit. Siehe nachfolgenden Kasten.


Verzeihens- und Lösungsarbeit nach Dr. Len

Aus Rundfunkinterviews (sh. Audiolinks unten) mit Dr. Hew Len (USA) geht hervor, dass er von 1983 bis 1987 im Auftrag des Hawaii State Hospital in Kaneohe gearbeitet hat. Nach eineinhalb Jahren gab es keine separierten oder angebundenen Patienten mehr in der Abteilung für geistesgestörte Kriminelle. Nach vier Jahren waren alle Insassen aus der Haft und Psychiatrie entlassen. Die Einrichtung wurde aufgelöst. Ein erstaunliches Ergebnis, ein Wunder, das 30 Jahre lang vor den Augen der Welt unendeckt blieb!

Die innere Liebes- und Verzeihensarbeit nach Dr. H. Len umfasst vier Schritte. Die Übergabe an das Göttliche und die Antwort aus Allem-was-ist erfolgt im fünften und sechsten Schritt:

  1. die Situation des Hässlichen in sich bestätigen
    Es tut mir leid.
  2. das Hässliche in sich zu verzeihen
    Ich verzeihe mir.
  3. das Hässliche in sich zu lieben
    Ich liebe mich.
  4. für die ausstehende Umwandlung des Hässlichen in sich danken
    Ich danke dafür.
  5. die radikal-zärtlich-frei-geliebte Situation in sich der Gottheit zur Vollendung zu übergeben
    Ich übergebe es Gott.
  6. den Dingen nach Gottes Willen ihren Lauf zu lassen und gegebenenfalls zu bezeugen, wie sie sich wandeln
    Ich bin bereit, ein Wunder zu bezeugen.


Heidelbeeren


Die Sündenregister-Methode nach David Hawkins

Kugelsicherheit (Immunität) stellt sich ein, wenn man volle Verantwortung für die kollektive Negativität übernimmt, die möglicherweise auf einen selbst gerichtet wird. FU Dr. David R. Hawkins, Seminar The Highest Level of Enlightenment, Q&A-Teil, Teil 3 von 6, Min 33:27 (Mitte) (engl.)

100% Verantwortung übernehmen –
ein Sündenregister führen

Schreib' alle deine Fehler auf, die du dir selbst zuschreibst.
Schreib' alle jene Fehler auf, die andere dir zuweisen, auch dann, wenn du denkst, dass sie lügen.
Übernimm für alles die Verantwortung.
Sobald du dir alle Anklagepunkte zu eigen gemacht hast, kann dich keiner mehr in irgendeiner Weise angreifen.
Wenn dich andere angreifen, so liegt es daran, dass du dir etwas nicht zu eigen gemacht hast.
Außerdem ist nichts verkehrt daran, doof und hässlich zu sein. [lacht]
Bekenne deine Fehler und unterlasse es, sie als Fehler zu bezeichnen.
Wachse über deine narzisstische Überempfindlichkeit hinaus.
Keine einzige negative Reaktion wird von außen verursacht. Entscheidend ist deine Wahl, wie du damit umgehst.
Du wirst gegen Angriffe immun, wenn du dir all das zu eigen machst, was scheinbar deine Fehler (Unzulänglichkeiten) sind.
Die Widerstände deines Egos überwindest du, indem du sagst:
"Ich bin doof und hässlich? Das spielt keine Rolle, denn Gott liebt mich."

David R. Hawkins, Mitschrift des Seminars in Sedona
Emotions and Sensations, 17. April 2004


Zitronen


Drei Stadien der Bewusstseinsentwicklung – am Beispiel von Joe Vitale

Der Bestsellerautor und (Beyond) Marketing-Guru Joe Vitale beschreibt die Stationen seines Lebens folgendermaßen:

  1. Zehn Jahre lang war er obdachlos und erlebte Armut.
  2. Als Hypnosetherapeut und Erfolgstrainer und schließlich einer der Experten des Hype-Films The Secret war ihm wichtig, sich Ziele setzen. Er unterlag der Illusion von umfassender Kontrolle des Geschehens.
  3. Er vertraut dem Göttlichen Willen, indem er sich durch Inspiration führen lässt, und bewegt sich im Fluss auftauchender Ereignisse, ohne persönliche Ziele zu verfolgen.

Die drei Stadien seiner Lebens- und Bewusstseinsentwicklung beschreibt Vitale so:

  1. Opferhaltung – Sich der Unbill des Lebens ausgesetzt fühlen
  2. Seine eigene Realität erschaffen – Die Kraft des Inneren zu wecken und seine Intention einzusetzen
  3. Sich dem Geist des Vertrauens hingeben – Reinigung (Freibeten) des gemeinsam getragenen Programms mit Allem und Jedem, den Göttlichen Willen/Intention erkennen, annehmen und ihn hingebungsvoll ausführen
    Nun ist er in der Lage, die Gegebenheiten in einem neuen Kontext zu betrachten.

Wenn er ein Problem mit einem Mitmenschen hatte, ging er in jedem Stadium anders damit um.

Im Stadium 1 : klagte er an, jammerte und fühlte sich hilflos. Er grollte, war wütend und nachtragend.
Im Stadium 2 : reagierte er im Außen mit Beeinflussungsmethoden, um die Situation zu in seinem Sinn zu steuern.
Im Stadium 3 : übernimmt er die volle Verantwortung für das, was ist und reinigt sich innerlich mit der Ho'oponopono-Methode.
Dr. Hew Len: Du hast die Wahl, doch nicht die Kontrolle.
Joe Vitale: Bei der "Grenzenlosigkeit" hast du nicht einmal mehr die Wahl. Selbst die Wahl zu haben, ist ein Zeichen, dafür, dass es noch weiterer Reinigung bedarf.


Zitate aus dem Audio-Interview mit Dr. Ihaleakala Len, August 2007

  • Frage eines Zuhörers an Dr. Len: Sind Sie ein Schamane?
    Dr. Hew Len: Nein, ich bin lediglich ein Müllsammler.
    Bin ich ein Heiler?
    Nein, die Gottheit kann das tun.


Zitate (engl.) aus dem Audio-Interview mit Dr. Ihaleakala Len, August 2007

  • ALOHA = I am in the presence of GOD.
  • I am not here to fix people. They are perfect already. They are created in the exact likeness of the Divine. What is imperfect in me is the data that says, that they are not divine.
  • The problem always originates within the self and never outside.
  • Visitor to Dr. Len: Oh, you work in a psychiatric unit?
    Dr. Len: No, I work in a psychiatric world.

Gummibärchen
  • Our perception is: other people are stuck. That's our problem. [...] As long as we don't get to that we are stuck. [...] We are in fact preventing other people from experiencing who they are: God.
  • I am not cleaning you. [...] I am cleaning the [subconscious] data of my perception about you.
  • It is very important to know that we ourselves don't make decisions. […] when something inside us moves us we want to be clear that it is an inspiration from the Divine, not from data plane from the past.
  • Visitor to Dr. Len: Are you a Shaman?
    Dr. Len: No, I am just a garbage collector.
    Am I a healer?
    No, Divinity can do that.
  • I like nasty (stuff), it tells me | should look at something in myself.
    • Every cloud has a silver lining. Phineas T. Barnum, Struggles and Triumphs, 1869 [silver lining meaning inspiration]


Zitate zum Thema Mitverantwortung

  • Wenn wir Verantwortung übernehmen, der Urheber unserer Welt zu sein, kommen wir der Quelle nahe, wo wir sie korrigieren können. David R. Hawkins, I. Reality and Subjectivity, S. 22
  • Ich bin erstens voll verantwortlich für alles,
    zweitens bin ich dennoch ganz abhängig vom anderen. [...]
    Beide Einsichten zusammen möchte man am liebsten abtun: als Widerspruch in sich. Unerträglich scheint vielen die Gleichzeitigkeit von ungeschmälerter Verantwortlichkeit, auch für Handlungen, die ihre Partner gegen sie richten, und gänzlicher Abhängigkeit selbst da, wo sie sich privatissime fühlen: in ihren Träumen, ihren Gedanken, ihren Entscheidungen. [...] Das bedeutet, Unbewusstes bewusst werden zu lassen, genauer: das Verflochtensein durch unser unbewusstes Handeln anzunehmen. Michael Lukas Moeller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, S. 178/179, rororo, 1988
  • Die erste energetische Beziehungsarbeit ist, anzuerkennen, dass jeder seine Gefühle selbst macht – auch die, von denen er oder sie allzu gern annimmt, sie seien ihm oder ihr 'von außen' hervorgerufen. Michael Lukas Moeller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, S. 210, rororo, 1988


Zitate (engl.) zum Thema Mitverantwortung

  • When one realizes that one is the universe, complete and at one with All That Is, forever without end, no further suffering is possible. David R. Hawkins, |. Reality and Subjectivity, S. xxii
  • The way to become bulletproof is to own any negativity that you can even imagine about yourself might apply to yourself. David R. Hawkins, Sedona Seminar Emotions and Sensations, Part 1 of 4, minute 46:07, 17. April 2004


Veranstaltungshinweise

  • Dr. Hew Len gab im Herbst 2007 sein erstes Vergebungsseminar in Köln, Deutschland vor 60 Teilnehmern.
  • Am 20./21. September 2008 fand in Frankfurt a. M., Deutschland, ein zweites Seminar mit Dr. Hew Len und seiner Assistentin Mary Koehler mit ca. 100 Teilnehmern statt. Seminarbeschreibung und Seminardaten, Veranstalter: Uwe Hiltmann


Literatur


Literatur (engl.)

  • Dr. Ihaleakala Hew Len, Shamanic Wisdomkeepers
  • Dr. Ihaleakala Hew Len, The Lessons of Aloha. Stories of the Human Spirit
  • Joe Vitale und Dr. Ihaleakala Hew Len, Zero Limits, Leseprobe aus Zero Limits 30. Juni 2007


Externe Weblinks (deutsch)


Externe Weblinks (engl.)


Externe Audiolinks (engl.)


Externe Videolinks (engl.)

  • Ho'oponopono Simplified, YouTube Film, Whatishooponopono.com, Erzähler Saul Maranay, Über Dr. Hew Len, 6:50 Minuten Dauer, eingestellt 16. April 2008


Interne Links

Englisch

Hawkins