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2·2012


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Mystik

 

 

 

Teresa von Ávila, spanische Mystikerin
Flämischer Maler Peter Paul Rubens

 

 

One sip from the cup of that sweetness,
the world starts to spin.
Now I’m a drunk for life. Unsoberable.
Tell them it’s useless to try.

Mirabai (~1498-1547)
Indian poet-saint, Krishna devotee

 


 

Wortherkunft von Mystik

Das lateinische Wort mysticus bedeutet unbeschreiblich, unaussprechlich, geheimnisvoll. Die Wurzel des Wortes Mystik liegt im griechischen Verb myein (Adjektiv mystikos). Es bedeutet, Augen und Lippen zu schließen.
Von den griechischen Mysterienkulten ist in der modernen abendländischen Tradition nicht Vieles erhalten geblieben.
Nach einer Definition der mittelalterlichen Schultheologie ist Mystik cognitio Dei experimentalis, die Erkenntnis Gottes aus der Erfahrung. Mystiker erfahren das  wahre Selbst, haben das Gefühl, mit allem Lebenden eins zu sein. Ihr Ego ist vergangen, sie erleben intensive Freude und Glückseligkeit aus dem Inneren, gefolgt von Phasen tiefer Dunkelheit in der Seele und dem Eindruck der Leere und Verlassenheit.

 

Die theistischen ("gottgläubigen") Religionen bezeichnen den veränderten Bewusstseinszustand als unio mystica, wobei die Seele mit dem göttlichen Funken verschmilzt, der ein brennendes Feuer wird. Mystische Gotteserfahrungen kennen auch der Chassidismus (Judentum) und der Sufismus (Islam). Im Buddhismus, Jainismus und teilweise im Taoismus weiß man um die mystische Erfahrung von der endgültigen Wirklichkeit, ohne sich auf die Gottheit zu beziehen. Brahmanen sehen im mystischen Zustand die Vereinigung der atmenden Seele Atman (Sanskrit) mit Brahman, dem Urgrund allen Seins. Atman ist das göttliche Selbst des Menschen, das wesensgleich mit der Weltseele und fortdauert. Atman i s t brahman. Die berühmte Formel aus den Veden: Tat tvam asi. ("Das bist du") drückt die Grunderfahrung der Mystik aus.

 

"Instant-Zen-Buddhismus", ein von dem New World Order Architekten Aldous Huxley geprägter Begriff, oder "Mystik auf Bestellung" sind außer Frage für echte Mystiker. Mystiker, die zuvor eine ekstatische Gotteserfahrung auf ihrem geistigen Weg hatten, die sie zur totalen Hingabe ihrer Seele angespornt hat, berichten von der "Dunklen Nacht der Seele", der Pein der Gottferne und der täglichen Übungsarbeit.

Von Gott gerufen

Mystiker werden von Gott gerufen, um durch die göttliche Wirkkraft ihrer Seele Einfluss auf den Gang des Weltgeschehens zu nehmen, indem sie in vertrauter Einheit mit dem Göttlichen wirken. Wer gerufen wurde, ist gut beraten:

  1. den Ruf anzuerkennen,
  2. eine widerstandskräftige Seele zu bilden, die göttliche Gnade halten und senden kann und durch Gebet heilen kann und
  3. die Welt still und unsichtbar zu wandeln.

 

Eine Seele, die BEI IHREM NAMEN GERUFEN WURDE,

  1. kann den Ruf erfüllen, kann ihn "nicht" erfüllen,
  2. will den Ruf erfüllen, will ihn "nicht" erfüllen,
  3. kann/will den Aufgaben standhalten, kann/will den Aufgaben "nicht" standhalten
  4. wird ihren Beitrag leisten, um ein bleiernes Umfeld in Gold zu wandeln.

Fünf Phasen der mystischen Entwicklung – Evelyn Underhill

Die englische anglo-katholische theologische Autorin und Mystikerin Evelyn Underhill (1875-1941) beschrieb 1911 in ihrem Klassiker Mysticism. A Study in Nature and Development of Spiritual Consciousness die fünf Phasen oder Hauptbewusstseinszustände der mystischen Entwicklung: Erwachen, Reinigung, Erleuchtung, Dunkle Nacht und Vereinigung.

༺༻Mystisches·ErlebenErläuterungReferenz
1.Erwachen·des·SelbstEingeleitet durch eine existentielle Krise oder starkes Sehnen plötzliche, ziemlich dramatisches unmittelbares Gotteserlebnis, erste Ahnung einer absoluten / göttlichen Wirklichkeit, Herausbildung einer spirituellen Identität1
2.Läuterung des endlichen Selbstes
Vorbereitung des spirituellen Selbstes
Keine Vorstellung der Lebensaufgabe
Bewusstwerdung der göttlichen Realität und der unermesslichen Distanz
2
3.Illumination
Erleuchtung
Entbranntsein für Gott, intime Kenntnis der Wirklichkeit, Wahrnehmung des Absoluten, Bewusstheit einer transzendenten Ordnung, Vision eines Universums durchdrungen von göttlicher Liebe3
4.Dunkle·Nacht·der·Seele
Begriff von Johannes vom Kreuz
Vertiefung der Gottverbundenheit, Endgültige "Entselbstung", Zustand der vollständigen Reinigung, einhergehend mit Verwirrung, Hilflosigkeit, Willensstagnation, Gefühl des Rückzuges der göttlichen Gegenwärtigkeit, Hingabe an die verborgene Absicht des göttlichen Willens4
5.Vereinigung·mit·GottNichtduale Einheit mit Gott (zeitlose Absoluten Wirklichkeit), permanente Verwirklichung des spirituellen Selbstes, Erfüllung mit dem göttlichen Willen, Mittler zwischen der Menschheit und der Ewigkeit5

 

[Das Glaubensdrama] versinnbildlicht die notwendige abenteuerliche Reise des GEISTES. Seine verborgene und bescheidene Geburt, seine Erziehung in Armut, seine Versuchungen, Reue und Einsamkeit, sein ‚erleuchtetes Leben’ des Dienens und der Kontemplation, seine Verzweifelung in der ‚dunklen Nacht der Seele’, in der es vom Göttlichen verlassen zu sein scheint: der schmerzvolle Tod des Selbst, und die glorreiche Wiederauferstehung auf dem Weg zur Vereinigung, und schließlich das Aufgehen in der Quelle – all dies, so wird gesagt, nahm seinen Ausgang in einem Leben im Fleisch. Darüber hinaus wird die Übereinstimmung der individuellen Erfahrung mit diesem Muster als ein Zeichen von Gesundheit, Leidenschaft und als ein Erfolg der transzendenten Aktivitäten gesehen. Evelyn Underhill (1875-1941) britische anglo-katholische christliche Mystikerin, Theologin, Pazifistin, Dichterin, Romanschriftstellerin, Mystik. Entwicklung des religiösen Bewusstseins im Menschen (1911) Turmverlag, Bietigheim, 1928
Quelle: ► Evelyn Underhill (1875-1941) britische anglo-katholische christliche Mystikerin, Theologin, Pazifistin, Dichterin, Romanschriftstellerin, Mystik. Entwicklung des religiösen Bewusstseins im Menschen, 1911, Turmverlag, Bietigheim, 1928

Acht Tore der Mystik

Acht Tore der Mystik – erkannt durch VertreterInnen der Rheinischen Mystik
TorThemaAnmerkung
1. TorSchweigenIm Sinne von Nichtsprechen
2. TorNicht-TunIm Sinne von Nicht-Erzwingen
3. TorEinheitIm Sinne von Nicht-zwei-Sein
4. TorLiebeOhne Vorbehalte
5. TorEinsicht 
6. TorFreudeOhne Auslöser
7. TorTiefeWie sie nur in der Höhe zu finden ist
8. TorRaumes 

Auf der Suche nach der schwarzen Katze

༺༻'BerufenerVerhalten
1.PhilosophEr sucht in einem dunklen Raum nach einer schwarzen Katze.
2.PsychologeEr hilft anderen, in einem dunklen Raum eine womöglich nicht vorhandene schwarze Katze zu suchen.
3.TheologeEr spricht von einer schwarzen Katze in einem dunklen Raum. Ohne sie zuvor gesucht zu haben, behauptet er, sie gefunden zu haben.
4.MystikerEr schaltet das Licht ein, das den dunklen Raum erhellt.

Sieben Wohnungen der Seelenburg (inneren Burg) – Caroline Myss

UNFERTIG übersetzt

༺༻WohnungBeschreibung
1.SelbsterkenntnisJeder Mensch hat ein äußeres Selbst und ein inneres SELBST. Das äußere (bzw. "empirische Ego") ist "das Selbst, das gesehen werden kann," while the inner Self (or transcendental Self) can never be made an object or thing of any sort, but rather is, among other items, a sense of Freedom and a Great Liberation from the known, from the finite, and from the empirical ego.
2.Beharrliche FreiheitThe inner Self lives in a timeless, eternal Now. Eternity does not mean everlasting time, but a moment without time, which happens to be exactly this moment, when seen correctly as an endless Present encompassing all time. The true Self is aware of this ever-present, never-ending, eternal moment, through which all time passes – and, while never entering the stream of time itself, remains as its unmoved Witness.
3.TrockenheitDas innere SELBST ist ein großes Geheimnis oder reine Leerheit und Unwissenbarkeit. Precisely because it can never be known or made an object, the true Self ist Nicht-heit (kein-Ding-heit), reines Mysterium, an ongoing unknown Knowingness, or cognizing Emptiness, or simply, the great Mystery of your own being.
4. DemutThe inner Self is divine, or perfectly one with infinite Spirit in a Supreme Identity. As St. Thomas put it, if the eyeball were colored red, it couldn’t see red; but because it is clear or red-less or color-less, it can see colors. Just so, because the inner Self sees space, it is itself spaceless, or infinite; and because it sees time, it is itself timeless, or eternal. And this infinite and eternal Self is the home of Spirit in you and in each and every sentient being. The overall number of inner Selves is but one. Every person feels exactly the way you do when they feel into their own Witness or I AMness: since the true Self has no objects or qualities, it can’t be different in anybody: it is the same radiant Divine shining in you and me and all of Spirit’s creations.
5.LoslassenDie Hölle ist die Identifikation mit dem äußeren Selbst. Die Hölle ist kein Ort; die Hölle ist kein Ort, wo wir hingehen können, wenn wir tot sind, die Hölle ist keine Bestrafung, die uns von etwas oder von jemandem widerfährt. it is rather our own contracting, sinning, separating activity of choosing the wrong self to identify with. We identity with that which we are not, we identify merely and only with the empirical ego, the self-that-can-be-seen; and that puny, finite, temporal, limited and lacerating identity is nothing other than hell. Hell is a horrendous case of mistaken identity. We have forgotten who and what we are, a transcendental Self plugged straight into Spirit, speaking with the words of God and shining with the radiance of the Goddess. But we identify only with the finite self, the objective self, the self that can be seen, and not the Self that is the Seer, divine and infinite and eternal.
6.EkstaseDer Himmel ist die Entdeckung und Erkenntnis des inneren Göttlichen SELBST, der Höchsten Identität. Die Mystiker im Osten und Westen haben seit Langem gesagt "das Königreich Gottes ist in mir”. Die ICH BINheit ist Christus-Bewusstsein, Geist an sich, die Gottheit in mir und als mich. Das wahre Selbst in jedem Menschen ist das Wahre Selbst, das Jesus von Nazareth erkannte – "Ich und der Vater sind eins" – und diese Erkenntnis hat ihn umgewandelt vom zeitlichen Jesus in den ewigen Christus. Er bittet uns, diese Wandlung zu erinnern und sie selbst zu wiederholen.
Der transzendentale Zeuge des persönlichen Selbstes ist eins mit dem Geist aller Wesen. Dein transzendentales SELBST ist Christus, dein persönliches Selbst bist du.
7.Seelengrund Das Göttliche SELBST ist eins mit dem All. At some point, as one rests in the inward Witness, feeling the atmosphere of Freedom, the very sense of an inner self versus an outer self will often vanish, seen for the illusion it is, leaving only the sense of what the mystics call one taste. My transcendental Self gives way to nondual Suchness, or what Meister Eckhart called Is-ness. For Spirit is not only the Self of all beings, but the Suchness or Is-ness or Thusness of all things. To Freedom from any object is thus added the Fullness of being one with all objects. I no longer witness the mountains, I am the mountains; I no longer feel the earth, I am the earth; I no longer see the ocean, I am the ocean; I no longer pray to Spirit, I am Spirit. So seamlessly does the world, sacred and profane, arise in one piece, that I can find no boundary – not a single fundamentally real boundary – anywhere in the entire universe. There is only the radiant, all-pervading, deeply divine I AMness, within which all the worlds arise and fall.
Das Konzept der Seelenburg beschreibt sieben Wohnungen. Die ersten drei wirken im aktiven Bereich des Betens. Das passive Gebet, ausgedrückt als innere Sammlung, beginnt ab der vierten Wohnung. Es folgen das Ruhegebet, die Einheit mit Gott (Unio mystica) und das Verlöbnis, die »geistliche oder göttliche Hochzeit« in der siebten  7. Wohnung. Hier schaut die Seele Gott.
Quelle: ► Teresa von Ávila (1515-1582) spanische römisch-katholische Heilige, Karmelitin, Kirchenlehrerin,
zitiert in: Pfr. B. Dietrich, Dr. M. Schwarten, Die Beschauung ist Sache des Herzens, 1998/1999
See also: ► Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author,
Entering the Castle. An Inner Path to God and Your Soul, S. 66, Soul Free Press, 6. March 2007

  

Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal
Glasfenster, Kathedrale von Annecy


Liste von MystikerInnen, mystischen Bewegungen, Religionen und Begriffen

Vorchristliche MystikerInnen und FörderInnen der Mystik

UNFERTIG

Philosoph
Urheber
LebenszeitBeschreibung
Pythagoras von Samos580/570-510 v. Chr.Griechischer vorsokratischer Philosoph. Gründer einer größeren philosophisch/religiösen Schule und Bewegung, die die mystische Verbundenheit von Geist- und Körperwelt, von Zahlen und menschlichen Seelen betonte.
Parmenides von Elea515-450 v. Chr.Einer der bedeutendsten Vorsokratiker aus Elea in Süditalien, Schüler des Xenophanes, Gründer der Eleatischen Schule; ging über Pythagoras' Ansatz hinaus mit dem Postulat: Alles, was existiert, ist ein unveränderliches, ungeschaffenes, unzerstörbares Ganzes und eins. Veränderung ist illusionär. Er deckt die Alltags-Wahrnehmung der Welt ("doxa") als  Schein-Wahrheit auf, die wirkliche Welt ("aletheia") ist "Sein". Er schrieb ein Lehrgedicht mit dem Titel Über die Natur.Inspiriert durch
Pythagoras
BW 485 Platon427-347 v. Chr.Platon war ein antik-griechischer Philosoph und Sophist aus Athen, der bedeutendste der Geschichte. Seine Lehre bildet die Grundlage für die meisten späteren mystischen Ausprägungen.Inspiriert durch Pythagoras, Parmenides, Sokrates
BW 498 Aristoteles384-322 v. Chr.Gilt neben Sokrates und seinem Lehrer Platon als der bedeutendste griechische Philosoph, Naturforscher und einer der einflussreichsten Denker der abendländischen Geistesgeschichte. Metaphysik, De Anima, Nikomachische Ethik. Aristoteles war Frauenhasser, der nicht selbst als Mystiker galt, jedoch als starker Impulsgeber für spätere Mystiker, verbunden mit Platon und Plotin.Inspiriert durch
Platon
Philon von Alexandria
[Philo Iudaeus oder Philo Alexandrinus]
~20 v. Chr.-41 n. Chr.Bedeutendster Denker des hellenistischen Judentums, propagierte ein kontemplatives Leben. Der alexandrinische Jude bezog sich auf die platonische Tradition, Stoizismus und den Neo-Pythagoranismus.6
BW 730 Plotin205-270 n. Chr.Griechischer Philosoph, der als Hauptvertreter des Neuplatonismus gilt. Enneaden. Sein nichtchristlicher und neoplatonischer Ansatz bildet die Grundlage für christliche, jüdische und islamische Mystiker.Inspiriert durch
Plato, Aristoteles
Porphyrios
[Porphyrius]
234-304 n. Chr.Neuplatonischer Philosoph, Isagoge. Obwohl stark antichristlich eingestellt, war er ein wichtiger Impulsgeber für die Geschichte der christlichen Mystik. Er schrieb über Plotins Leben und fasste die Enneaden Plotins zusammen.
Proklos [Proclusthe Lycian]412-485 n. Chr.Spätantiker griechischer Philosoph, einer der bedeutendsten Vertreter des Neuplatonismus. Die Elemente der Theologie. Er beeinflusste Dionysius Aeropagita und einen Großteil der mystischen Tradition.Inspiriert durch
Plotin

Christliche Mystiker und mystische Bewegungen

UNFERTIG

Mystiker
Urheber
LebenszeitBeschreibung
Ignatius von Antiochien35-107 n. Chr.Christozentrischer Mystiker. For him Christ's death and resurrection take on mystical significance. Ignatius von Antiochien (†107-110) war wahrscheinlich seit 68 Bischof von Antiochia. Seine genauen Lebensdaten und -umstände sind nicht bekannt. Er führte den Beinamen Theophoros, "der Gott (oder, nach seiner eignen Erklärung, Christus) im Herzen trägt". Sieben seiner Briefe sind als echt anerkannt. Er ist ein früher Zeuge für frühe dogmatische Festlegungen.
Poykarp von Smyrna
[Griechisch: "Der viel Frucht Bringende"]
~69-~155 n. Chr.Der Märtyrer Polykarp von Smyrna war im 2. Jahrhundert Bischof von Smyrna (heute Izmir) in Kleinasien (heute Türkei). Er wird zu den apostolischen Vätern gezählt. Polykarps Lebensdaten sind nicht genau gesichert. Der Überlieferung zufolge soll er zum Zeitpunkt seines Todes 86 Jahre alt gewesen sein. Hatte eine mystische Vision, die ihm seinen Märtyrertod durch Feuer zeigte. Wahrscheinlich wurde er im Jahr 155 von den Römern umgebracht.
Justin der Märtyrer
[Lat. Justinus, griech. Justinos, genannt »der Märtyrer«, auch genannt »der Philosoph«]
~100-165 n. Chr.Gestorben in Rom; Justin war christlicher Märtyrer und Kirchenvater sowie Philosoph. Justin war ein Kirchenlehrer des 2. Jahrhunderts, der unter die Apologeten eingereiht wird. Seine Auffassung ist stark vom Platonismus beeinflusst und gilt daher als eigentlicher Beginn der Adaption griechischer Philosophie im Christentum, wenn auch schon das auf dem logos-Gedanken gegründete Evangelium des Johannes deutlich in diese Richtung weist.
Erste Apologie. Used Greek philosophy as the stepping-stone to Christian theology. The mystical conclusions that some Greeks arrived at, pointed to Christ.
Einflussgeber Pythagoras, Platon, Plotin, Aristoteles, Stoizismus
Irenäus von Lyon125-202 n. Chr.Revolution and Overthrow of False Knowledge (or Against Heresies). Irenaeus' work was directed against Gnosticism. He emphasized John's gospel, particularly the Logos, which became the voice of God that revealed itself to all people. Irenäus von Lyon (~135-202), ein Kirchenvater, war Bischof in Lugdunum in Gallien (heute Lyon/Frankreich). Er wird als Heiliger verehrt und gilt als erster systematischer Theologe, seine Schriften waren in der frühen Entwicklung der christlichen Theologie wegweisend. Er prägte den Begriff Regula fidei. Über das Leben des Irenäus ist sehr wenig bekannt. Vermutlich war er Grieche aus Smyrna in Kleinasien (heute Izmir/Türkei). Gemäß Selbstzeugnis war er ein Schüler von Polykarp von Smyrna, der, wie Irenäus berichtet, seinerseits ein Schüler des Apostels Johannes war. Irenäus war der Überlieferung zufolge der zweite Bischof von Lyon, es ist jedoch nicht erwiesen, dass er das Bischofsamt tatsächlich ausübte. Der erste Bischof, Potheinus erlitt 177, während der Christenverfolgungen unter Marcus Aurelius das Martyrium. Irenäus war zu dieser Zeit in Rom.
Tertullian~150-~230 n. Chr.To Martyrs, Apology, Against the Valentinians, Against Marcion, On the Soul. Emphasized a faith that was a contradiction to reason. "I believe because it is absurd." First to use trinitarian (three-in-one) formulation for God. Quintus Septimius Florens Tertullianus oder kurz Tertullian war ein bedeutender, aber auch umstrittener früher christlicher Schriftsteller. Er hieß eigentlich Quintus Septimius Florens. Sein Beiname Tertullianus bedeutet in etwa: "Dreimal im Käfig". "certum est, quia impossibile" ("Es ist sicher, weil es unmöglich ist.") – Über die Auferstehung. Gemeint ist: Etwas derart jeder Erfahrung Spottendes wie die Auferstehung wäre niemals von den ersten Jüngern geglaubt worden, wenn sie es nicht tatsächlich erlebt hätten. Daraus wurde im 17. Jahrhundert der oft zitierte Satz: "credo quia absurdum" [est] ("Ich glaube, weil es widersinnig ist")
BW 515 Origenes185 in Alexandria-254 n. Chr. in Tyros, heute im Libanon, oder 253 in Caesarea MaritimaKatholischer Kirchenvater On Principles, Against Celsus. Studied under Clemens von Alexandria, and probably also Ammonius Saccus (Plotins Lehrer). Er christianisierte und theologisierte Neoplatonismus. Each soul has individually fallen (emanation), and must find its way back to God (return) through the help of the Logos, Christ. Origen looks quite Gnostic at times. Origenes (in manchen älteren Quellen auch als Origines oder Horigenes bezeichnet) O. war ein umstrittener Kirchenschriftsteller, christlicher Gelehrter und Theologe. Über das Leben des Origenes berichtet unter anderen der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea.
Antonius
[Antonius Abbas oder Antonius Eremita]
251-356 n. Chr.The Letters of St. Antony the Great. Early hermit or solitary monk, and a model for later monasticism, particularly of his eremetical type. Antonius der Große war ein christlicher ägyptischer Mönch, Asket und Einsiedler. Er wird auch "Vater der Mönche" genannt.
Athanasius
[griech. Athanasios, der Unsterbliche]
[Athanasius der Große]
296/8-373 n. Chr. jeweils in AlexandriaAthanasius von Alexandria war Bischof von Alexandria in Ägypten (328-373), Kirchenvater und einer der herausragenden Gegner des Arianismus, der schon zu Lebzeiten Säule der Kirche und Vater der Orthodoxie genannt wurde.
Against the Gentiles, Apology Against the Arians, Life of Antony
Ausschlaggebend für den späterem östlich-orthodoxen Mystizismus
Gregor von Nazianz
[Gregor von Nazianzus]
329-390 n. Chr.Geboren in Arianzos bei Nazianz (östl. von Aksaray) in Kappadokien; Fünfundvierzig Predigten. Einer der Cappadocians, früher Kirchenväter. Gregor von Nazianz war Bischof von Sasima in Kappadokien, dem heutigen Çavdarlı, kurzzeitig Metropolit von Konstantinopel und mit Basilius dem Großen und dessen Bruder Gregor von Nyssa einer der drei kappadokischen Väter, die auch als das kappadokische Dreigestirn bezeichnet werden. Alle drei prägten die Theologie des 4. Jahrhunderts mit der Ausarbeitung der Lehre von der Trinität entscheidend. Er ist einer der vier großen griechischen Kirchenlehrer der Alten Kirche und einer von nur drei Kirchenvätern, denen offiziell der Titel der Theologe verliehen wurde (die beiden anderen sind der Apostel Johannes und Simeon der Neue Theologe.) Zusammen mit Basilius von Caesarea und Johannes Chrysostomos ist er einer der drei heiligen Hierarchen.
Basilius der Große
[Basilius von Caesarea]
~330-1. Januar 379 n. Chr.Geboren und gestorben in Cäsarea, Kappadokien Longer Rules, Liturgy of St. Basil. One of the Cappadocians, early church fathers. He gave a mystical orientation to the monastic movement. Basilius wurde schon zu Lebzeiten als Basilius der Große bezeichnet. Er war als Asket, Bischof und Kirchenlehrer eine der herausragenden Gestalten im Christentum des 4. Jahrhunderts. Er, sein Bruder Gregor von Nyssa und ihr gemeinsamer Freund Gregor von Nazianz werden als die drei kappadokischen Väter bezeichnet. Zusammen mit Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos ist er einer der drei heiligen Hierarchen.
Gregor von Nyssa~335-nach 398 n. Chr.Dialogue with his Sister Macrina concerning the Resurrection. Believed that the universe existed as a harmonious order emanating from God. One of the Cappadocians. Gregor von Nyssa, Heiliger und Kirchenvater, Mitte des 4. Jhd., nannte die Juden "Prophetenmörder, Streiter wider Gott, Gotthasser, Gesetzesübertreter, Feinde der Gnade, Advokaten des Teufels, Schlangenbrut, Denunzianten, Verleumder, umnachtet, Synedrium von Dämonen, Zerstörer, durch und durch böse, Steiniger, Hasser des Guten". Gregor(ius) von Nyssa war ein christlicher Bischof, Heiliger und Kirchenlehrer. Er war der jüngste Bruder des Basilius von Caesarea und ein guter Freund von Gregor von Nazianz. Diese drei werden als die drei Kappadokischen Väter bezeichnet. Seine Bedeutung hat er vor allem in der östlich-orthodoxen Kirche, weniger in der römisch-katholischen gewonnen.
BW 550/503 Augustinus
[Augustinus von Thagaste oder Augustin]
13. November 354-28. August 430 n. Chr.Geboren in Thagaste in Numidien, heute Souk Ahras in Algerien; gestorben in Hippo Regius in Numidien, heute Annaba in Algerien; Augustinus von Hippo ist einer der bedeutendsten christlichen Kirchenlehrer und der wichtigste Philosoph an der Zeitenwende zwischen Antike und Mittelalter. Er war zunächst Rhetor in Thagaste, Karthago, Rom und Mailand. Von 395 bis zu seinem Tod war er Bischof von Hippo Regius.
Important source for much mediaeval mysticism. Brings Platonism and Christianity together. He emphasizes the soul's search for God, made possible by the illumination of the mind of God.
Werk De Trinitate, Confessions

Einflussgeber Platon, Plotin

Christliche Mystiker – Mittelalterliche römisch-katholische und orthodox-christlichen Kirchen

UNFERTIG

Werk/Urheber
Mystiker
LebenszeitBeschreibung
Dionysius Areopagita
[Auch Pseudo-Dionysios]
Schriftgut von 500 n. Chr.Dionysius Areopagita ist das Pseudonym des unbekannten Autors einer Sammlung von Büchern, die wohl bald nach 500 (aber vor 532) entstanden sind, aber irrtümlich dem in Apostelgeschichte 17, 34 erwähnten, von Paulus angeblich durch seine Rede auf dem Athener Areopag bekehrten Dionysios zugeschrieben wurden.
The Celestial Hierarchy, the Mystical Theology, and The Divine Names. Originates the distinction between kataphatic and apophatic theology.
Einflussgeber
Plotin
Johannes Scotus Eriugena
[John Scotus Erigena]
(Scotus oder Scottus bedeutet im Mittelalter Ire, nicht Schotte.)
810-877 n. Chr.Johannes Scotus Eriugena war ein irischer Theologe und Philosoph. Als einer der wenigen in seiner Zeit beherrschte er die griechische Sprache. Kaiser Karl der Kahle beauftragte ihn 844 mit der Leitung einer Schule in Paris. Bedeutend waren seine Übersetzung des corpus areopagiticum aus dem Griechischen (das später dem Dionysius Areopagita zugeschrieben wurde), sowie sein Werk Über die Gliederung der Natur (De divisione naturae).
Periphyseon. Eriugena translated Pseudo-Dionysius from Greek into Latin. He holds that humans are a microcosm of the universe. That which is shared, the essence of all things, is God.
Einflussgeber
Plotin, Augustinus, Dionysius Aeropagita
Bernhard von Clairvaux
[franz. Bernard]
~1090-20. August 1153Geboren auf Burg Fontaines bei Dijon, gestorben in Clairvaux bei Troyes; Sermons, De diligendo Deo, On the Love of God. Cistercian mystic. Promoted a mystical vision of rhapsodic love, in which the Church is described in erotic terms as the bride of Christ. His love-mysticism had the tendency to be anti-intellectual, as in his disputes with Abelard. Der Heilige Bernhard von Clairvaux war ein mittelalterlicher Abt, Kreuzzugsprediger und Mystiker. Er war einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, für dessen Ausbreitung über ganz Europa er verantwortlich zeichnet.
Wilhelm von St. Thierry1085-1148A Cistercian contemporary of Bernard's, William also emphasized love-mysticism, but with subtle differences from Bernard in his use of Augustine.
Golden Letter, On the Contemplation of God, On the Nature and Dignity of Love.
Hildegard von Bingen~1098-17. September 1179Gestorben im Kloster Rupertsberg bei Bingen; Deutsche Äbtissin des Benediktiner-Ordens, katholische Heilige, Kirchenlehrerin, Gelehrte, Mystikerin, Heilkundige, Komponistin, Schriftstellerin, Early German speculative mystic, reminiscent of Isaiah or Ezekiel at times. She was greatly respected in her time, both for her writings as well as for her music and art.
Scivias, The Book of Divine Works, Letters
Einflussgeber
Augustinus, Bernhard von Clairvaux.
Viktoriner: Hugo von St. Viktor~1097-11. Februar 1141Richard von St. Viktor (1173): On Sacraments. Hugh is the more important of the two. He argues for a close tie between reason and mysticism. Hugo von Sankt Viktor war ein christlicher Theologe des Mittelalters. Er stammte möglicherweise aus Ypres in Flandern, erhielt seine Ausbildung aber bei den Regularkanonikern von Hamersleben und galt in der viktorinischen Überlieferung als Sachse. Um 1115 oder 1118 trat er in die Schule der Augustiner-Chorherren von Sankt Victor (bei Paris) ein, die 1108 von Wilhelm von Champeaux gegründet worden war. Um 1133 wurde er Vorsteher dieser Ausbildungsstätte und hatte dieses Amt bis zu seinem Tod inne. Als Abt von Sankt Viktor ist er, trotz späterer gegenteiliger Überlieferung, nicht nachweisbar. Besondere Ereignisse aus seinem Leben, das er ganz dem Glauben und der Lehre gewidmet zu haben scheint, sind nicht bekannt.
BW ~580 Franz von Assisi
[Giovanni Battista Bernardone]
[lat. Franciscus de Assisi oder Franciscus Assisiensis]
~1181/1182-3. Oktober 1226Geboren in Assisi, Italien, gestorben in der Portiuncula-Kapelle unterhalb von Assisi; |talienischer katholischer Ordensbruder, Prediger, Gründer des Franziskanischen Ordens, which emphasized self-renunciation and poverty. Francis approaches nature mysticism at times, particularly when he sees God in all living things. Franziskus [Franz von Assisi]  versuchte streng und bis ins Einzelne nach dem Vorbild des Jesus von Nazaret zu leben (sogenannte Imitatio Christi). Diese Lebensweise zog gleichgesinnte Gefährten und Nachahmer an. Franziskus gründete den Orden der Minderen Brüder (siehe auch Franziskaner OFM, lat. ordo fratrum minorum und Minoriten, lat. ordo fratrum minorum conventualium) und war Mitbegründer des Frauenordens der Klarissen. Er ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche.
Albertus Magnus
[Albert der Große, Albert der Deutsche, Albert von Lauingen, auch fälschlich Albert von Bollstädt]
~1200-15. November 1280Geboren in Lauingen an der Donau, gestorben in Köln; Deutscher Lehrer von Thomas von Aquin; stand in der Tradition von Pythagoras, betonte die essentielle Einheit von Wissenschaft und Mystik. Albertus Magnus war der erste große christliche Aristoteliker des Mittelalters. Am 15. Dezember 1931 wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt.Inspiriert durch
Augustinus, Dionysius Aeropagita
Beatrix von Nazareth1200-1268Beatrix, Tochter eines wohlhabenden Bürgers, wurde Nonne bei den Zisterziensern in Bloemendaal, dann in Magdendaal. 1236 wurde sie Äbtissin im von ihrem Vater gegründeten Kloster Nazareth bei Lier. Sie war mystisch begabt und verfasste die früheste mystische Selbstbiografie und die bis heute erhaltene Schrift "Von den sieben Weisen der Liebe". Sie war mit Ida von Nivelles befreundet und eine Vorläuferin der Herz-Jesu-Verehrung.
The Seven modes of Sacred Love. Belgian Cistercian mystic. Associated with the Beginen.
Inspiriert durch
Augustinus
BW 640 Mechthild von Magdeburg~1208/1210-1282Geboren im Erzbistum Magdeburg, gestorben im Kloster Helfta in Eisleben; Mechthild von Magdeburg ist eine der bedeutendsten Mystikerinnen Mitteleuropas. Deutlich weiblich geprägte Bilder im Mystizismus. Gottergebene Mystikerin, Zisterziensernonne. Assoziiert mit den Beginen.
The Flowing Light of the Godhead
Einflussgeber
Bernhard von Clairvaux, Hildegard von Bingen, Gregor der Große.
Bonaventura von Bagnoregio
[Bürgerlich: Giovanni (di) Fidanza]
[John Fidanza]
 
1217/1221-1274Geboren in Bagnoregio bei Viterbo, gestorben in Lyon; The Mind's Road to God, The Tree of Life, The Life of St. Francis. Franciscan monk, and the architect of the philosophical, theological, and mystical side of Francis' thought. Mysticism in the Augustinian tradition. Bonaventura war einer der bedeutendsten Theologen der Scholastik, Generalminister der Franziskaner, Kardinal von Albano; er wurde 1482 durch Sixtus IV. heiliggesprochen und 1588 durch Sixtus V. als doctor seraphicus zum Kirchenlehrer erklärt.Inspiriert durch
Augustinus, St. Franz von Assisi, Viktoriner
BW 570 [Werk BW 460] Thomas von Aquin
[Thomas Aquinas oder Tommaso d'Aquino]
~1225-7. März 1274Geboren auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien, gestorben in Fossanova; einer der wirkmächtigsten Philosophen und Theologen der Geschichte. Der Italiener war ein Hauptvertreter der Philosophie des hohen Mittelalters, der Scholastik. Er war als dominikanischer Mönch und wohl der bedeutendste katholische Theologe und Kirchenlehrer, der von der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt wird.
Gegen Ende seines Lebens hatte er mehrere mystische Erlebnisse, die ihn seine Vergangenheit als Scholastiker anzweifeln ließen.
Er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk, das im Neuthomismus und der Neuscholastik bis in die heutige Zeit nachwirkt.
Werke
Summa Theologica (1225-1274)
De Anima

Inspiriert durch
Aristoteles, Augustinus von Hippo, Dionysius Aeropagita, Johannes Scotus Eriugena (810-877)
Ramon Llull
[katalan. Ramon Llull, Lull]
1232/1235-Anfang 1315Geboren in Palma de Mallorca, gestorben auf der Fahrt von Tunis nach Mallorca; Raimundus Lullus war ein katalanischer Philosoph, Logiker und Theologe. Er lebte lange Zeit im mallorquinischen Kloster Santuario de Cura. Seine Grabstätte befindet sich in der Basilika Sant Francesco in Palma. Franciscan. Legend has it that Llull wrote 200 works, was an alchemist and a magician. He also worked on the logic of science.
The "Great Art" is the scientific and mystical calculation of the interrelations of all things. The Book of the Lover and the Beloved.
Einflussgeber
Bonaventure
Angela von Foligno1248-1309Angela, aus einer Adelsfamilie stammend, war verheiratet und Mutter mehrerer Kinder, bis sie nach der Begegnung mit Fra Arnaldo von Foligno, ihrem späteren geistlichen Führer, um 1285 beschloss, ihr Leben zu ändern. Nach dem Tod aller ihrer Angehörigen um 1288 wurde sie Franziskaner-Terziarin und gründete in ihrer Heimatstadt eine Niederlassung des Dritten Ordens der Franziskaner. Sie widmete sich caritativer Tätigkeit, besonders die Pflege von Aussätzigen war ihr wichtig. Immer mehr wurden Angela nun mystische Erlebnisse und Gnadenbeweise zuteil. Ihre Visionen wurden vom Franziskaner Arnaldo im "Liber de vera fidelium experientia", dem "Buch von der wahren Glaubenserfahrung" aufgezeichnet, von der Kirche geprüft und bestätigt. Angela schildert mystisches Erleben, das sich immer mehr Christus nähert, bis die Seele sich mit ihm in Liebe und Schmerz vereint und die Erfahrung Gottes als "Ognibene", als höchste Vollendung, ermöglicht.
The Book of Divine Consolations of the Blessed Angela of Foligno. Mysticism is based on the facts of Christ's life and death.
Einflussgeber
Franz von Assisi, Bonaventura
Margareta Porete1250/1260-1. Juni 1310Geboren im Hennegau, gestorben in Paris; französische theologische SchriftstellerinWerk Spiegel der einfachen Seelen
BW 705 Meister Eckhart
[Eckhart von Hochheim]
~1260-1327/1328Geboren in Tambach (südlich von Gotha) oder in Hochheim (nordöstlich von Gotha), gestorben in Köln oder Avignon; Meister Eckhart war einer der bedeutendsten Theologen, Mystiker und Philosophen des christlichen Mittelalters.
Dominican monk. One of the most important early German speculative mystics. Eckhart is the first of the so-called "Rhineland" mystics. The Sermons were in German, the academic works in Latin.
Sermons, Parisian Questions and Prologues.
Inspiriert durch
Dionysius Aeropagita
Hadewijch (Hadewych) von Antwerpen13. Jhdt.  ~1220-1260Belgische Begarde, Mystikerin. One of the greatest exponents of love mysticism.
Letters, Poems in Stanzas, Visions, Poems in Couplets
Einflussgeber
Platon, Plotin, Dionysius Aeropagita, Gregor von Nyssa, Richard von St. Viktor
Jan van Ruysbroek
[Johannes Rusbroek]
1293/1294-1381flämischer Mystiker, katholischer Theologe, Schriftsteller in mittelniederländischer Sprache, gelegentlich auch als Rheinlandmystiker angesehen. Outlines the stages of the mystical life. Der Weltpriester Jan van Ruysbroeck war Prior im Kloster Grünthai bei Brüssel. Er ist ein Mystiker aus der Schule von Eckhart. Er unterscheidet emanierende und hineinziehende Eigenschaften Gottes, der Einheit von Vater, Sohn (Wahrheit) und Liebe. In der Kontemplation wendet sich unser Geist dem göttlichen Licht zu, mit dem er sich vereinigt. Jan war Kaplan an der Domkirche von Brüssel. Im Alter von 50 Jahren zog er sich mit Freunden in den Wald bei Waterloo zurück, wo er schließlich das Augustinerchorherrenstift Groenendael gründete, dessen erster Prior er wurde. Jan schrieb mehrere mystische Werke, er gilt als größter belgischer Mystiker, schon zu Lebzeiten wurde er "der Wunderbare", "göttlicher Gelehrter" oder "der zweite Dionysius" genannt.
The Adornment of the Spiritual Marriage (Spiritual Espousals), The Sparkling Stone, The Book of Supreme Truth
Einflussgeber
Meister Eckhart, Hadewijch
Heinrich Seuse
[Heinrich (von) Suso, (weniger gebräuchlich) Heinrich von Berg]
21. März ~1295-25. Januar 1366Geboren in Konstanz oder Überlingen, gestorben in Ulm, mittelalterlicher Mystiker, Rheinlandmystiker, der in Konstanz und Ulm wirkte.
The Little Book of Truth, The Little Book of Wisdom (Horologium Sapientiae)
Einflussgeber
Meister Eckhart
Gregor Palamas1296-1359Östlich-orthodoxer Mystiker, einer der bedeutendsten Theologen und Heiligen der Orthodoxen Kirche. Viele Orthodoxe sehen in ihm den bedeutendsten Heiligen des 2. Jahrtausends. "Palamas" ist dabei kein Nachname im heutigen Sinne, sondern ein Beiname. Gregor war ein Mönch auf dem Berg Athos in Griechenland, und wurde später Erzbischof von Thessaloniki. Er war ein herausragender Theologe und Unterstützer des Hesychasmus. Zunächst wurde er von seinen Mitmönchen auf dem Athos gebeten, sie gegen die Vorwürfe des Barlaam von Kalabrien zu verteidigen. Barlam glaubte, die Philosophen hätten eine bessere Kenntnis Gottes als die Propheten, und schätzte Bildung und Gelehrsamkeit höher als kontemplative Gebete. Einflussgeber
Pseudo-Dionysius, Athanasius
BW 640
Johannes Tauler
~1300-15. Juni 1361Geboren und gestorben in Straßburg; Johannes Tauler war ein deutscher Theologe und Mystiker. Er trat um 1315 in Straßburg ins Dominikanerkloster ein und studierte dann sechs Jahre Logik, Naturwissenschaften und Theologie in Paris. Dort wandte er sich den Mystikern zu. Nach Straßburg zurückgekehrt, war er als Prediger tätig. Nach schweren Anfechtungen und körperlichen Leiden wurde er zu einem großen Volksprediger, er lehrte in der Sprache des Volkes ein prakisches Christentum in tätiger Liebe. 1339 wurden die Dominkaner aus Straßburg vertrieben, da sie sich im Streit zwischen Papst Johannes XXII. und Kaiser Ludwig von Bayern auf die Seite des Papstes gestellt hatten; Tauler kam mit seinem Konvent nach Basel. Ebenfalls 1339 reiste er nach Köln, der letzten Wirkungsstätte von Meister Eckhart, und befasste sich intensiv mit den Ansichten des Mystikers, den er wahrscheinlich vorher bereits in Straßburg kennengelernt hatte. Rheinlandmystiker und Dominikaner. Tauler emphasized the inner person rather than outer works, and because of this became popular in Protestant circles in the Reformation, and later Pietism and Romanticism. He was part of the same community that produced the Sermons. Theologia GermanicaEinflussgeber
Meister Eckhart, Mechthild von Magdeburg
Anonym1350-1400Theologia Deutsch Einflussreich in der deutschen mystischen Tradition. Luther rediscovered and popularized it. Die Theologia Deutsch (auch: Der Frankfurter) ist eine deutschsprachige mystische Schrift des 14. Jahrhunderts, die vermutlich von einem namentlich unbekannten Deutschordenspriester der Kommende im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen verfasst wurde.Einflussgeber
Augustinus, Meister Eckhart, Johannes Tauler
Richard Rolle von Hampole
[Richard Rolle of Hampole, Richard de Hampole]
1290-1349Englischer religiöser Schriftsteller, Bibelübersetzer, Einsiedler. In his final years he settled at Hampole, near the Cistercian nunnery, after years of wandering Schriftsteller: The Fire of Love, Part of the "English school" of late mediaeval mysticism. Emphasizes the "physicality" of the mystical experience (feeling heat, seeing colours, etc.).
Birgitta von Schweden
[Brigida Suecica]
1302-1373Asketische Mystikerin. Heavily involved in political activity.Einflussgeber
Franz von Assisi
Anonym1349-1395The Cloud of Unknowing, [as modernized, see also early text] The Book of Privy Council. Part of the "English school" of late mediaeval mysticism. The emphasis on "unknowing" God is part of Pseudo-Dionysius' apophatic theology.Einflussgeber
Pseudo-Dionysius. Birgitta Birgersdotter, Heilige Birgitta (1303-1373), auch Brigitta7
Walter Hilton1340/45-24. März 1396Englischer Augustiner-Mönch, Mystiker, Little is known of Walter Hilton's life. He was the head of a house of Augustinian Canons at Thurgarton Priory, near Newark, in Nottinghamshire. He was closely in touch with the Carthusians, though not a member of that order.
The Scale (Ladder) of Perfection, Epistle to a Devout Man
Juliana von Norwich
[engl. Julian of Norwich]
~1342-nach 1413Englische Mystikerin. Sie war wahrscheinlich eine Reklusin bei der Kirche St. Julian in Norwich und erlebte während einer schweren Erkrankung 1373 16 mystische Eröffnungen über das Leben Jesu Christi und die Heilige Dreifaltigkeit. Zwanzig Jahre später berichtete sie davon in ihrem Buch Die Offenbarungen der göttlichen Liebe [Revelations of Divine Love]. Showings or Revelations of Divine Love. Julian was part of the "English school" of late mediaeval mysticism. Mystical experience that came at the point of death. The experience came with healing, and she devoted her life to understanding her vision.Einflussgeber
Pseudo-Dionysius, Aquinas (?)
Margery Kempe~1373-nach 1438Englische Mystikerin und Visionärin, die für ihre Schrift The Book of Margery Kempe (1413) bekannt ist, ein Werk das von manchen als die erste Autobiographie in der englischen Sprache angesehen wird. In diesem Buch werden ihre ausgiebigen Pilgerreisen zu verschiedenen heiligen Stätten in Europa und Asien beschrieben. Mainly known as the biographer of Julian of Norwich.
Katharina von Siena25. März 1347-29. April 1380Geboren in Siena, gestorben in Rom, italienische Mystikerin und Kirchenlehrerin, Beraterin von Papst Gregor XI.
Dialogo
Einflussgeber
Augustinus
Thomas von Kempen
[Thomas Hemerken [Hämmerlein]
[Lat. Thomas a Kempis]
~1380-25. Juli 1471Geboren in Kempen, gestorben im Kloster Agnetenberg bei Zwolle, Niederlande; Augustiner-Mönch und Mystiker des 15. Jahrhunderts. Finest expression of devotio moderna, modern spirituality, which downplays the Rhineland mystics' concern with contemplation and speculative theology, and stresses the practice of simple piety and asceticism. Unter seinem Namen erschien das nach der Bibel meistverbreitete Buch des Spätmittelalters, die Nachfolge Christi (De imitatione Christi), wobei jedoch die Autorschaft lange umstritten war. Daneben verfasste er zahlreiche asketische, historiographische und biographische Werke. Seine Tätigkeit als Komponist und Dichter von Liedern wird bezweifelt. Seine Werke wurden erstmals im 15. Jh. als Opera omnia gedruckt, die erste vollständige Ausgabe ist die des Jesuiten Sommalius, die ab 1600 erschien, dann 1615 in der 3. Auflage komplett. Eine kritische Gesamtausgabe wurde von M.J. Pohl in 7 Bänden von 1902-1922 herausgegeben.
The Imitation of Christ
Einflussgeber
Meister Eckhart
Nikolaus von Kues
[Nicolaus Cusanus]
1401-11. August 1464Geboren in Cues an der Mosel (heute Bernkastel-Kues), gestorben in Todi, Umbrien; deutscher Mystiker, Kirchenmann, Kardinal und Universalgelehrter, gilt vielen als der bedeutendste Philosoph und einer der bedeutendsten Mathematiker des 15. Jahrhunderts
The Vision of God (1453), De Docta Ignorantia. Part of the revival of Platonism in the Renaissance. Cusanus was a speculative mystic who emphasized the incomprehensibility and paradoxicality of God.
Einflussgeber
Plotin, Pseudo-Dionysius, Meister Eckhart
Katharina von Genua1447-1510Mysticism spurred in part by the abuse and neglect by her husband. Her trauma becomes mystical as she argues that purgatory is a stage on the mystical path, the final purification of the effects of self-love. Katharina von Genua war die Tochter des Vizekönigs Fieschi von Neapel, trat nach dem Tod ihres Gemahls in den dritten Orden des heil. Franziskus und widmete sich der Pflege von Pestkranken. Sie wurde 1737 kanonisiert. Ihre Namenstage sind der 22. März und der 22. Juli. Ihr Leben beschrieb Maralotti (1551).
BW 715
Teresa von Ávila
[Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada]
28. März 1515-4. Oktober 1582Geboren in Ávila, Kastilien, Spanien, gestorben in Alba de Tormes, bei Salamanca;  Life, by Herself; The Way of Perfection; The Interior Castle. Spanische Karmelitin und Mystikerin. Formed the Discalced (Barefoot) Carmelites, with St. John of the Cross. Is very important for describing the stages of the mystical journey. Teresa von Ávila gilt in der katholischen Kirche als Kirchenlehrerin und Heilige.Werke
Life and Doctrines, Treatise on Purgatory

Einflussgeber
Augustinus
BW 605 Johannes vom Kreuz
[Juan de Yepes]
[Spanisch: Juan de la Cruz, eigentlich Juan de Yepes Álvarez]
24. Juni 1542-15. Dezember 1591Geboren in Fontiveros bei Ávila, Kastilien, Spanien, gestorben im Kloster in Úbeda; Spanischer Dichter, Mystiker und Kirchenlehrer, Dark Night of the Soul and Ascent of Mt. Carmel. Spanischer Mystiker. (Discalced Karmeliter) Both John and Teresa emphasize mysticism as union with God, attainable only in the denial of the self.Einflussgeber
Teresa von Ávila, Johannes vom Kreuz
Giordano BrunoJanuar 1548-17. Februar 1600Geboren in Nola, gestorben in Rom; Hermetischer Philosoph, one of the most important philosophers of the Renaissance. Bruno advocated a kind of nature mysticism which had a strong scientific component to it.   Giordano Bruno, eigentlich Filippo Bruno war ein italienischer Dichter und Philosoph. Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, die zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen. Überdies hatte Bruno sich äußerst abfällig über Jesus Christus und die Evangelien geäußert. Als Ketzer verurteilt, wurde er im Jahre 1600 in Rom auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Franz von Sales21. August 1567-28. Dezember 1622Geboren auf Schloss Sales bei Annecy, gestorben in Lyon; The Introduction to the Devout Life (Philothea), Treatise on the Love of God. French mystic. Devout Life is a classic of French spirituality. Der Heilige Franz von Sales war Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer. Er ist der Patron der Schriftsteller, Journalisten, der Gehörlosen und der Städte Genf, Annecy und Chambéry.
Louis Claude de Saint-Martin1743-1803Gestorben in Amboise; französischer Freimaurer, Philosoph, Mystiker; While technically Catholic, St. Martin's mysticism follows much closer in der Tradition von Jakob Böhme und anderen Naturmystiker.
Theosophic Correspondence
Einflussgeber
Jakob Böhme, Emanuel Swedenborg, Weigel, Law

Nichtkatholische christliche Mystiker (16.-18. Jahrhundert)

UNFERTIG

Werk/Urheber
Mystiker
LebenszeitBeschreibung
BW 580
Martin Luther
[Ursprünglicher Nachname Luder]
10. November 1483-18. Februar 1546Geboren und gestorben in Eisleben; Deutscher Reformator, While Luther had a well-known antipathy to mystics, it is also true that there is the foundation of mystical life in his theology of the heart, particularly in his early thought. Martin Luther war der theologische Urheber und Lehrer der Reformation. Als zu den Augustinermönchen gehörender Theologieprofessor wollte er Fehlentwicklungen in der Katholischen Kirche durch ausschließliche Orientierung an Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes beseitigen. Seine Neuentdeckung der Gnade Gottes, seine Predigten und Schriften, besonders seine Lutherbibel, entfalteten breite Wirkung. Sie wurden von den Fürstentümern des 16. Jahrhunderts dazu genutzt, die Zentralmächte von Papst und Kaiser zurückzudrängen und veränderten das mittelalterliche Gesellschaftsgefüge nachhaltig. Unter ihrem Einfluss kam es entgegen Luthers Absichten zu einer Kirchenspaltung, Bildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche und weiterer Konfessionen des Protestantismus.
Theologica Deutsch
Einflussgeber
Augustinus
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim
[Henricus]
14. September 1486-18. Februar 1535Geboren in Nettesheim bei Köln, gestorben in Grenoble, It is not clear whether to call Agrippa Catholic or not. He did not embrace the Reformation, yet many of his themes are much closer to Valentin Weigel und Jakob Böhme than to any Catholic mystic. His was a speculative mysticism, as much interested in magic und Alchemie as in spiritual life. Heinrich Agrippa von Nettesheim war ein humanistischer Gelehrter, Jurist, Theologe, Arzt, Astrologe, Alchemist, Okkultist und Autor. Er zählt wegen seiner Auseinandersetzung mit Magie, Kabbala oder Okkultismus zu den bedeutenden Theologen, so wie er sich selbst nennt. Die Gedankenwelt Agrippas erinnert in vielen Dingen an jene des niederländische Philologen und Philosophen Erasmus von Rotterdam (1466/1469-1536). Agrippa gilt als Neuplatoniker.Werk
De Occulta Philosophia
Paracelsus
Phillipus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim
11. November 1493-24. September 1541Geboren bei Einsiedeln, Schweiz, gestorben in Salzburg, Österreich; Spekulativer Mystiker, vorwiegend interessiert an medizinischer Alchemie, Astronomie und Naturhphilosophie. Das Wissen und Wirken des bedeutenden Arztes, Alchemisten, Mystikers, Laientheologen und Philosophen Paracelsus gilt als überaus umfassend. Seine Heilungserfolge waren legendär, trugen ihm aber auch erbitterte Gegnerschaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein. Verschärft wurden deren Anwürfe durch zusätzliche, oftmals beißende Kritik seitens des Paracelsus an der vorherrschenden Lehrmeinung der Viersäftelehre nach Galen und der bloßen Bücherweisheit damaliger medizinischer Gelehrter. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen und theologischen Inhalts, die größtenteils erst nach seinem Tode erschienen.
Valentin Weigel
[auch Weichel]
7. August 1533-10. Juni 1588Geboren in Großenhain, gestorben in Zschopau; Know Thyself (1572). Weigel beginnt die Tradition des Rheinlandmystizismus, and moves to the speculative nature mysticism of Paracelsus. Valentin Weigel war ein deutscher mystisch-theosophischer Schriftsteller. Weigel bekämpfte volksfeindliche Potentaten, Fürsten und Prediger. Er berief sich auf vor allem auf Meister Eckart und Johannes Tauler. Thomas Müntzer, Andreas Bodenstein, Kaspar Schwenckfeld und das Täuferreich von Münster galten ihm als Gleichgesinnte. Seine an den Neuplatonismus und die deutsche Mystik anknüpfenden Ideen, waren Bestandteil der deutschen Ketzerbewegung und hatten Auswirkungen auf Dichter wie Angelus Silesius und Czepko.Einflussgeber Meister Eckhart, Johannes Tauler, Theologica Germanica, Paracelsus
BW 558
Jakob Böhme
1575-1624Aurora (1612) [in German], Mysterium Pansophicum (1620), Signature Rerum (1622), Mysterium Magnum (1623). Lusatian Lutheran. A major figure in German mysticism. Als Lutheraner und Schuhmacher lebte er nach seinen Wanderjahren ab 1599 in Görlitz. In seinen Schriften, von Aurora bis Weg zu Christo, drückt er seine – von Paracelsus beeinflusste – christliche Überzeugung aus. Böhme gilt als wichtiger Exponent der Allversöhnungslehre (Apokatastasis panton). Böhme hatte mindestens drei mystische Erfahrungen. Er schwieg lange Zeit und bedachte das, was er erlebt hatte. 1612 schrieb er ohne akademische Vorkenntnisse Aurora – eine schwere Arbeit für einen einfachen Schuhmacher. Dementsprechend sind seine Texte dunkel und arm an Wortschatz. Doch findet man alle Keime seines späteren Denkens bereits in diesem Werk. Böhme selbst nannte es Morgenrot, aber einer seiner Freunde gab ihm den lateinischen Namen Aurora, unter dem es bis heute bekannt ist.Einflussgeber
Meister Eckhart, die jüdische Kabbalah, Valentin Weigel, Renaissance alchemy, Paracelsus
Christian Knorr von Rosenroth15./16. Juli 1636-4./8. Mai 1689Geboren in Alt-Raudten bei Wohlau (Schlesien), gestorben in Sulzbach (Oberpfalz); Kabbala Denudata: The Kabbalah Uncovered. A Christian Kabbalist. Beeinflusst von der Kabbalah, Jakob Böhme. Christian Knorr von Rosenroth war ein deutscher Polyhistor, Dichter und Schriftsteller. Er wird vielerorts mit seinem Neffen Christian Anton Philipp Knorr von Rosenroth (1653-1721) verwechselt.
Angelus Silesius
["Schlesischer Bote", Johannes Scheffler] 
Juli 1624-13. Januar 1677Deutscher mystisch-religiöser Lyriker des deutschen Barock, katholischer Theologe, Cherubinischer Wandersmann (ab 1657). Mysticism in epigrammatic couplets.
George Fox1624-1691Geboren in Drayton-in-the-Clay, heute Fenny Drayton; einer der Gründerväter der Quäker ("Religiöse Gesellschaft der Freunde") George Fox entstammt der Familie eines Wollhändlers und wird später Lehrling eines Schuhmachers. Von frühester Jugend an nach eigenem Zeugnis (G. Fox, Tagebuch) dem Grübeln über Religionsgegenstände zugewandt, überfielen ihn im Alter von 19 Jahren mystische Visionen und Offenbarungen , die ihn zunächst in eine tiefe spirituelle Krise stürzen.Inspiriert von
Jakob Böhme
Gottfried Wilhelm Leibnitz1. Juli 1646-14. November 1716Geboren in Leipzig, gestorben in Hannover; Monadology. Usually thought of as a rationalist philosopher rather than a mystic. However, while it may be too much to call him a mystic, it is certainly possible to see the affinities between his thought and that of Cusanus, Weigel, Jakob Böhme, und andere Naturmystiker. His most important contribution is to blend inner life with rationality; meisten Pietisten (und meisten Wissenschaftler) assumed them to be mutually exclusive. Gottfried Wilhelm Leibniz war ein deutscher Philosoph und Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker, Bibliothekar und Doktor des weltlichen und des Kirchenrechts. Er gilt als der universale Geist seiner Zeit und war einer der bedeutendsten Philosophen des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts.
William Law1686-1761Der Geist der LIebe (1752-9. April 1754). Englischer Mystiker. Law is most famous for his devotional works (like A Serious Call to a Devout and Holy Life), but later in his life he became interested in Jakob Böhme, and wrote several mystical treatises. William Law, an English divine, was born at Kings Cliffe, Northamptonshire. WILLIAM LAW - MINKER, KONRAD Die Stufenfolge des mystischen Erlebnisses bei William Law (1686-1761), Verlag Ernst Reinhardt, München, 1939. "Die Arbeit ist die bisher einzige in deutscher Sprache erschienene Monographie über William Law, den bedeutendsten englischen Mystiker des 18. Jahrhunderts. Durch die Darstellung der Stufenfolge des mystischen Erlebnisses bei William Law arbeitet sie seine geistige Entwicklung heraus. Law ist schon in seiner Frühperiode Mystiker. Von etwa 1733 an wird Laws Mystik von dem deutschen Mystiker Jakob Böhme entscheidend bestimmt. Für die Kenntnis der englischen Mystik im 187. Jahrh. ist die Arbeit, neben den Forschungen der englischen Gelehrten Underhill, Inge, Hobhouse u.a. von grundlegender Bedeutung. Da fast sämtliche Zitate übersetzt sind, ist die Schrift auch für den des Englischen unkundlichen Leser ohne Schwierigkeiten zu benutzen.Einflussgeber Malebranche, eine Reihe bekannter mystischer Persönlichkeiten (Dionysius Areopagita, Ruysbroeck, Tauler, Suso, Madame Guyon, Johannes vom Kreuz)
BW 480
Emanuel Swedenborg
[Swedberg]
29. Januar 1688-29. März 1772Geboren in Stockholm, gestorben in London; Many works, including Arcana Coelestia, Heaven and Hell, The Heavenly City, Divine Love and Wisdom, etc. Swedenborg worked out a detailed understanding of nature mysticism, applying it to everything from the animal world to the spiritual world. He is one of the few mystics to have an active following to the present. Emanuel (von) Swedenborg war ein schwedischer Wissenschaftler, Mystiker und Theologe. Seine zahlreichen Schriften verfasste er ausschließlich in lateinischer Sprache.
Friedrich Christoph Oetinger2. Mai 1702-10. Februar 1782Geboren in Göppingen, gestorben 1782 in Murrhardt; deutscher Theologe und führender Vertreter des württembergischen Pietismus, NaturmystikerEinflussgeber
Jakob Böhme, Weigel, Swedenborg
Johann Gottfried Herder25. August 1744-18. Dezember 1803Geboren in Mohrungen, Ostpreußen, gestorben in Weimar; Johann Gottfried Herder (später von Herder) war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe und Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker Deutschlands und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen "Viergestirn" von Weimar.
Another person who is often not counted as a mystic, but who followed Leibnitz in attempting to blend science and mysticism into a kind of vitalism.
Einflussgeber Cusanus, Jakob Böhme, Leibnitz
Hinweis: Nach dem 18. Jahrhundert ging die Mystik explosionsartig in der deutschen, englischen und
US-amerikanischen Romantik auf. Echte Mystiker traten jedoch nur selten auf.

Jüdische Mystik

Werk/Urheber
Mystiker
LebenszeitBeschreibung
BW 605 Kabbala Die Kabbala (auch Kabbalah) ist die mystische Traditon des Judentums. Sie wird seit Pico della Mirandola auch in mystischen nichtjüdischen Kreisen fortgeführt. Die Wurzeln der Kabbala finden sich in der Tora, der Heiligen Schrift des Judentums. Neben jahrhundertelanger mündlicher Überlieferung dokumentiert die reichhaltige schriftliche kabbalistische Überlieferung verschiedene Elemente, darunter gnostische, neuplatonische und christliche.
Abraham ben Samuel Abulafia1240-~1292Geboren in Saragossa; einer der Gründer der spanischen Kabbala. Abraham ben Samuel Abulafia war einer der bedeutendsten spanischen Kabbalisten, Schwärmer und Mystiker des 13. Jahrhunderts, ein jüdischer Exponent der sogenannten "ekstatischen" Strömung, die sich der herrschenden Meinung in der Theosophie entgegenstellte.
BW 720
Moshe ben Shem Tov de Leon
~1250-1305Geboren in León, gestorben in Arevalo; Zohar (The Book of Splendor). The most important writer of the most important Kabbalist document. Moshe ben Shem Tov de Leon war ursprünglich ein Anhänger des jüdischen Philosophen Moses Maimonides und wurde später Kabbalist. Er lebte unter anderem in Guadalajara und Ávila. Ihm wird der größte Teil des Werkes Sohar zugeschrieben. Obgleich dies das Hauptwerk der Kabbalah ist, weiß man über ihn recht wenig. Bekannt ist seine Freundschaft mit Josef Gikatilla; beide haben das Werk des jeweils anderen stark beeinflusst.
Moses Cordovero1522-
27. Mai 1570
Geboren in Jerusalem, gestorben in Safed in Galiläa; jüdisch-spanischer Kabbalist, Pardes Rimmonim, Elimah Rabbati, Palmtree of Deborah. Cordovero laid the groundwork for the Kabbalist ethical literature that proliferated in the 16th-18th centuries. Moses Cordovero war einer der wichtigsten jüdischen Mystiker und Kabbalisten. Cordovero, dessen vollständiger Name Rabbi Mose ben Jakob Cordovero (kurz: RaMaK) lautet, lehrte von 1540 bis zu seinem Tode im galiläischen Ort Safed (hebräisch "Zefat"), das als bedeutendstes Zentrum der spirituellen Tradition des Judentums gilt.
Isaak Luria1534-1572Gründer der lurianischen Lichtmystik [Interpretation der Kabbalah nach Luria]. Die meisten Kabbalisten der Neuzeit halten sich an Lurias Auslegung.
Forscher: ► Prof. Gershom Scholem (1897-1982) deutsch-jüdischer Religionshistoriker, Hebräische Universität Jerusalem, Wiederentdecker der jüdischen Mystik, Autor
Scholem is best known for his collection of lectures, Major Trends in Jewish Mysticism (1941) and for his biography Sabbatai Zevi, the Mystical Messiah (1957). His collected speeches and essays, published as On Kabbalah and its Symbolism (1965), helped to spread knowledge of Jewish mysticism among both Jews and non-Jews.  He thought that the 17th century messianic movement, known as Sabbatianism, was developed from the Lurianic Kabbalah. In order to neutralize Sabbatianism, Hasidism had emerged as a Hegelian synthesis. Many of those who joined the Hasidic movement, because they had seen in it an Orthodox congregation, considered it scandalous that their community should be associated with a heretical movement.  Scholem produced the hypothesis that the source of the 13th century Kabbalah was a Jewish gnosticism that preceded Christian gnosticism.
Siehe auch: ► Judentum-BW
See also: ► ⚡ Freud's shadow
Atheist Sigmund Freud believed that conventional morality is an unnatural repression of the sexual urges imposed during childhood. In his book Sigmund Freud and The Jewish Mystical Tradition, professor of psychology David Bakan, Ph.D. (1921-2004) has shown that Freud was a "crypto-Shabbatean". When he discovered the Lurianic Kabbalah he exclaimed "This is gold!" wondering why it had never previously been brought to his attention. Bakan describes Freudian psychoanalysis as a derivative of the Lurianic Kabbalah (a 2nd century Gnostic formulation founded and promoted by the Jewish heretic Sabbatai Zevi, who had declared himself as Messiah in 1666, taught sex magic, and then converted himself to Islam and the Zohar).

Chassidismus

MystikerLebenszeitBeschreibung
Rabbi Israel ben Elieser
[Genannt Ba'al Schem-Tov – BeSchT: Herr des guten Namens]
1700-1760Baal Schem Tov [abgekürzt Bescht] war der russische Begründer der chassidischen Bewegung innerhalb des religiösen Judentums, jener jüdischen Sekte, die während der letzten Stadien der Entwicklung der Kabbalah auftauchte. Der heutige Begriff "Chassidim"  bezieht sich ausschließlich auf den Gründer und die Mitglieder, die aus der von Israel ben Elieser begründeten Bewegung und derer Nachfolgerschaft entstammen.
Rabbi Nachman von Breslau1772-16. Oktober 1810Geboren in Medschybisch in der Ukraine gestorben in Uman
Martin Buber, der Autor von Das dialogische Prinzip und Ich und Du, bezeichnet Rabbi Nachman von Breslau, ein chassidischer Zaddik, als den letzten jüdischen Mystiker. Mütterlicherseits war er der Urgroßenkel von Baal Schem Tow, dem Begründer des Chassidismus. Väterlicherseits war er der Enkel von Rabbi Nachman von Horodenka, einem Schüler des Baal Schem Tow. Nachman wuchs in der chassidischen Atmosphäre seines Elternhauses auf, heiratete früh und lebte im Hause seines Schwiegervaters. Später ließ er sich in Mewedewka, einem Dorf in der Provinz Kiew nieder, wo er einen Kreis von Chassidim um sich versammelte.
Literatur: ► Martin Buber (1878-1965) österreichisch-jüdischer Religionsforscher und -philosoph, Pädagoge, Übersetzer, Autor, Das dialogische Prinzip. Ich und Du. Zwiesprache. Die Frage an den Einzelnen. Elemente des Zwischenmenschlichen. Zur Geschichte des dialogischen Prinzips Auszüge, Verlag Lambert Schneider, Heidelberg, 1923, Gütersloher Verlagshaus, Heidelberg, 4. September 2001, 10. Auflage 2006
Referenz: de.Wikipedia-Eintrag Chassidismus
Siehe auch: ► Judentum-BW

Islamische Mystik

UNFERTIG

Mystiker
Bewegung
LebenszeitBeschreibung
BW 700 Sufismus has sources in sacred texts, the remembrance of Allah, and respect for those who exemplify the straight path of Islam through and beyond explicit injunctions of the law. Der Sufismus veraltet auch Sufitum oder Sufik, gilt allgemein als die islamische Mystik. Die Anhänger des Sufismus sehen ihre Lehre nicht als ein spirituelles Produkt der islamischen Religion, sondern er offenbart lediglich die esoterische Wahrheit des Islam. Die sufische Lehre als solche zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte, aus der Sicht der Sufis ist und war diese zu jeder Zeit und in jeder Kultur in verschiedenen Aspekten allgegenwärtig.
Al-Hasan al-Basri642-728Geboren in Medina, gestorben in Basra; Early advocate of ascetic piety. Hasan emphasized the Koran oder Qur'an als Standard für Richtig und falsch, which in turn emphasized die Ehrfurcht vor Gott. al-Hasan al-Basri war ein muslimischer Theologe, Koranexeget und Asket (zahid). Er war der Sohn eines persischen Sklaven, der während der Eroberungskriege nach Medina gebracht worden war. Nach der Schlacht von Siffin ließ sich al-Hasan in Basra nieder, wo er wegen seiner Gelehrsamkeit und Frömmigkeit allgemein geschätzt wurde. In seinen jungen Jahren, zwischen 663 und 666, nahm er an mehreren Eroberungszügen muslimischer Truppen in den Iran teil. Er war ein politischer Gegner des zweiten Umayyadenkalifen Yazid I. (680-683), während dessen Herrschaft der zweite Bürgerkrieg (fitna) den gesamten Irak, Syrien und den Higaz erfasste.
Mansur al-Halladsch~858-26. März 922Geboren in al-Baida im heutigen Iran, hingerichtet; einer der bekanntesten persischen Sufis (islamischer Mystiker); Der Sohn eines persischen Zoroastriers, der allerdings ausschließlich in Arabisch schrieb, war zuerst Schüler des Mystikers Sahl at-Tustari. Mit diesem entzeite er sich jedoch, worauf er nach Bagdad, dem damaligen Zentrum des Sufismus, ging. Dort wurde er mit 18 Jahren Schüler von Amr al-Makki und Dschunaid Bagdadi. Es kam jedoch bald wieder zu Meinungsverschiedenheiten und zur Trennung von seinen Lehrern. The Ta wa-sin Tried and executed for claiming that God had come to dwell in him.
Abu Nasr Muhammad al-Farabi
[Alpharabius, auch Alfarabi, El Farati, Avenassar]
~873-950Geboren in Damaskus in Zentralasien; muslimischer Philosoph und Gelehrter; Important philosopher as well as a mystic.Inspiriert durch
Plotin
Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazali
[al-Gazzali, lateinisch Algazel]
1058-1111Geboren und gestorben in Tus bei Maschhad, heute Iran; persischer islamischer Theologe, kritischer Philosoph und sufistischer Mystiker; First-rate Aristotelean philosopher, who extended Aristoteles Theorie der Wahrnehmung to argue for a kind of mystical perception that goes beyond reason.Inspiriert durch
Aristoteles

Begriffe, Trends und Bewegungen in der Mystik

UNFERTIG

Mystische Disziplin
Bewegung
Lebenszeit
Alchimie
[Alchymie oder Alchimie]
Die Alchemie ist ein alter Zweig der Naturphilosophie und wurde im 17./18. Jahrhundert nach und nach von der modernen Chemie und Pharmakologie abgelöst. Die Alchemisten bezeichnen die Alchemie auch als Königliche Kunst. In der heutigen Zeit nennen sich manche Vertreter der Pseudowissenschaften ebenfalls "Alchemisten". Oft wird angenommen, die "Herstellung" von Gold (siehe Goldsynthese) und anderer Edelmetalle (siehe Edelmetallsynthese) sei das einzige Ziel der Alchemisten, die Adepten (großen Alchemisten) sehen diese Transmutationen jedoch eher als Nebenprodukt einer inneren Wandlung.
As often as not, assumes a Hermetic world view. Most people know alchemy as the search for the principle of transmutation of baser metals into higher (e.g., lead into gold). It is really broader, and represents the attempt to understand the connections in the world. Paracelsus practiced a medical alchemy, in which the body was a collection of balancing principles, and illness meant that the balance was off. If you take away the spiritual assumptions behind the alchemical forces, you have something remarkably close to Newtonian physics.
BegardenMännliche Pendants zu den Beginen. Fewer, and less of an issue for the church at the time. Beginen und Begarden heißen in den Quellen des 12. bis 14. Jahrhunderts die Mitglieder der Collegia Beguinarum, bzw. Beguinorum, religiöser Gemeinschaften, die zwischen Ordensgemeinschaften und Laien angesiedelt waren.
BeginenAlleinstehende Frauen und Witwen, ungeachtet des Vermögens oder des Standes, schlossen sich zu religiösen Gemeinschaften zusammen, ohne jedoch einer Ordensgemeinschaft anzugehören. Die Beginen legten nur ein Gelübde auf Zeit ab, das in der Regel jährlich erneuert wurde. Im Gegensatz zu den Ordensschwestern in den Klöstern war es den Beginen gestattet, wieder aus der Gemeinschaft auszuscheiden, ihr Vermögen mitzunehmen, zu heiraten und ein bürgerliches Leben zu führen. Gruppe von female contemplatives, some of whom were mystics. They were condemned as heretics because they represented a challenge to the church's authority. Many important female mystics were associated with the Beguines, although the group was not necessarily mystical (some thought that mystical visions got in the way of practical life).
BW 510 Gnostizismus
["Die [Er-]Kenntnis"; vergleiche Agnostizismus]
Der Gnostizismus bezeichnet eine religiöse Lehre des 2. und 3. Jahrhunderts. Der Begriff wird auch für moderne esoterische Bewegungen in der Tradition des Gnostizismus verwendet. Derived from Greek gnosis, knowledge. The Gnostic is one who claims esoteric knowledge about God and the metaphysical structure of the universe. There is a strong distinction between spirit and matter, God and the world. This position sometimes resulted in asceticism (the spirit must be liberated from the bonds of the flesh), and sometimes antinomianism (the material world is inconsequential, so there is no point in resisting carnal impulses). Some later mysticism (e.g. quietism) has the world-denying aspects of gnosticism.
HermetikHermetik bezeichnet die spätantike religiöse Offenbarungs- und Geheimlehre des Hermes Trismegistos, des dreimal größten Hermes, den die Griechen mit dem ägyptischen Gott Thot identifizierten. Sie ist von neuplatonischem Gedankengut geprägt. Ihre Basistexte heißen Corpus Hermeticum, Asklepios, Tabula Smaragdina, Picatrix und Kybalion.
Followers of the legendary figure Hermes Trismegistos, or thrice-great Hermes, reputed to be an Egyptian writer. Much nature mysticism of the Renaissance found hermetic thought useful, because both understood the world to be intrinsically interconnected, and only understandable once those connections were understood. Hermes mixed with Pseudo-Dionysius was common fare in Renaissance Italy, until Isaac Casaubon showed that Hermes was not who he said he was.
BW 700 KabbalaDie Kabbala (auch Kabbalah) ist die mystische Traditon des Judentums. Sie wird seit Pico della Mirandola auch in mystischen nichtjüdischen Kreisen fortgeführt. Die Wurzeln der Kabbala finden sich in der Tora, der Heiligen Schrift des Judentums. Neben jahrhundertelanger mündlicher Überlieferung dokumentiert die reichhaltige schriftliche kabbalistische Überlieferung verschiedene Elemente, darunter gnostische, neuplatonische und christliche.
Jewish mysticism that has its roots earlier than Christianity, but which flourishes in the Middle Ages and Renaissance. The Kabbalah struggles with the problem of how the human person can relate to a God who is totally other, and how that God relates to creation.
MonastikAlthough the tendency to live apart for spiritual devotion has a long history, it is closely tied to mysticism in the Middle Ages. The disciplines associated with mysticism have their most rigorous application there. The most famous orders are the Franciscans (St. Francis of Assisi, Bonaventure), the Dominicans (Thomas Aquinas, Meister Eckhart), the Carmelites (Teresa of Avila, St. John of the Cross), the Benedictines (St. Benedict), and the Jesuits (kryptojüdischer St. Ignatius of Loyola). The orders exist to this day, and continue to be places that encourage mysticism and contemplation (Thomas Feverel Merton (1915-1968) war beispielsweise ein französischer christlicher Mystiker und Trappistenmönch).
BW 600-700 Rheinische MystikDie rheinischen Mystiker waren deutsche Mystiker, die dem Einfluss von Meister Eckhart folgten. Sie widmen sich der Suche nach dem inneren Grund der Seele.
BW 700 SufismusDer Sufismus veraltet auch Sufitum oder Sufik, gilt allgemein als die islamische Mystik. Die Anhänger des Sufismus sehen ihre Lehre nicht als ein spirituelles Produkt der islamischen Religion, sondern er offenbart lediglich die esoterische Wahrheit des Islam. Die sufische Lehre als solche zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte, aus der Sicht der Sufis ist und war diese zu jeder Zeit und in jeder Kultur in verschiedenen Aspekten allgegenwärtig.
The mystical bent in Islam is supported by passages from the Koran (or Qur'an) and is represented by the Sufis. Because there is a dominant emphasis on prophetic activism and legalism in Islam, Muslim tradition may be misunderstood as entirely inhospitable to mysticism. But the Sufi way, mainly transmitted through "lay orders" that trace their origin to some influential spiritual teacher, preserve a distinctively Islamic mysticism. Among these Sufi subtraditions are the Naqshbandi and the Nimatullahi, but there are several others. A few modern organizations (such as the International Sufi Movement led by Hazrat Inayat Khan (1882-1927)) claim descent from traditional Sufis but do not require their followers to be Muslims. And recently the great Sufi poet Jalaluddin Rumi has been rediscovered as a source of inspiration by poets Robert Bly and Coleman Barks. However, most practicing Sufis affirm that they are Muslims.

Zitate zum Thema Mystik / Mysticism

Zitate von MystikerInnen und mystischen Quellen

Zukunftsaussichten

  • Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein oder er wird nicht sein. Karl Rahner (1904-1984) deutscher römisch-katholischer Theologe, Jesuit, revolutionärer Mystiker, Autor, mündliches Zitat, Vortrag, 1966
  • Die Gesellschaft reagiert anders auf einen Heiligen der unendlichen Glückseligkeit als auf den nicht feststellbaren Zustand des Weisen. Der Zustand der Glückseligkeit ist für andere erkennbar, die darauf mit Verehrung oder Hochachtung antworten mögen. Der Zustand des Weisen liegt jenseits der Erkennbarkeit. Um überhaupt in der Welt agieren zu können, mag der Weise einen Kommunikationsstil annehmen, der auf einem geheimnisvollen Sinn für Humor basiert Dr. David Hawkins Licht des Alls. Die Wirklichkeit des Göttlichen, S. 444, 2006

 


Schneeweisschen und Rosenrot
Zeichner Alexander Zick (1845-1907)

 

  • In diesem Lobpreis erschien meiner Seele ein großes Licht, und in dem Lichte zeigte sich Gott in großer Herrlichkeit und in unaussprechlicher Klarheit. Da hielt unser Herr zwei goldene Kelche in seinen Händen, die waren beide voll lebendigen Weines. In der linken Hand war der rote Wein der Pein und in der rechten Hand der weiße Wein des überhehren Trostes. Da sprach unser Herr: »Selig sind, die diesen roten Wein trinken; denn obwohl ich beide aus göttlicher Liebe schenke, so ist doch der weiße Wein edler in sich selbst. Und alleredelst sind jene, die beide trinken, den weißen und den roten.« Mechthild von Magdeburg (1207-1282) bedeutende deutsche Mystikerin des Mittelalters, Mitglied der Beginen, Visionärin, Schriftstellerin, Das fließende Licht der Gottheit, Buch II, ausgewählt von Sigmund Simon, Oesterheld & Co Verlag, Berlin 1907

 

  • Ein Tao, das man erklären könnte, wäre nicht das zeitlose Tao.
    Begriffe, die man begreifen kann, sind keine zeitlosen Begriffe.
    Unbegreiflich ist der Anfang der Welt,
    begreiflich nur als der abertausend Dinge Ursprung.

    Daher gilt:
    Frei von ständigem Begehren erblickt man somit das innere Geheimnis,
    mit ständigem Begehren erblickt man den äußeren Reiz.

    Dies beides geht aus einem hervor und wird nur unterschiedlich benannt,
    ihr gemeinsamer Ursprung aber bleibt unergründlich:
    unergründlich und immer unergründlicher – aller Geheimnisse Pforte.
    Laotse (604-531 v. Chr.) chinesischer Weiser, Philosoph, Begründer des Taoismus, Dr. phil. Hilmar Klaus (*1950) deutscher Psychologe, Philosoph, Übersetzer, Tao te king engl. / deutsch, online Ausgabe 2002-2007

 

  • Alle Männer sind Frauen vor dem Absoluten. Mirabai (um 1498-1547) aristokratische indische Hindu-Mystikerin, Dichterin, Krishna-Devotee der Sant-Tradition

Quotes by mystics / MystikerInnen

Personal avowals

  • As I thus praised, a great light appeared to my soul, and in this light God revealed himself in great majesty and indescribable brightness. Our Lord held two golden chalices in his hands that were both full of living wine. In his left hand was the red wine of suffering, and in his right hand the white wine of sublime consolation. Then our Lord spoke: "Blessed are those who drink this red wine. Although I give both out of divine love, the white wine is nobler in itself; but noblest of all are those who drink both the white and the red." Mechthild of Magdeburg (1207-1282) German medieval mystic, member of the Béguines, visionary, writer, The Flowing Light of the Godhead, translated and introduced by Frank Tobin, book II, 7., pg. 77, Paulist Press, New York and Mahwah, NJ 1998

 

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Hildegard's insight after a profound mystical experience at age 42

  • The heavens were opened and a blinding light of exceptional brilliance flowed through my entire brain. And it so kindled my whole heart and breast like a flame. Saint Hildegard of Bingen [Sybil of the Rhine] (1098-1179) German Christian mystic, Catholic saint, Doctor of the Church, Benedictine abbess, visionary, philosopher, polymath, composer, writer, source unknown

 

  • My deepest me is God! My deepest me is God! St. Catherine of Genoa (1447-1510) Italian mystic, while running through the streets of Genoa

Snow-White and Rose-Red
Jessie Willcox Smith, artist, 1911

 

  • A fireball [Chi] possesses the heart of this child [...] the fireball rules the entire body just as the firmament of heavens contains lowly things and covers celestial things and also touches the brain of the person [...] the fireball gives the greenness of the heart and veins and all the organs to the entire body as a tree gives sap and greenness to all the branches from its root. Saint Hildegard of Bingen ['Sybil of the Rhine'] (1098-1179) German Christian mystic, Catholic saint, Doctor of the Church, Benedictine abbess, visionary, philosopher, polymath, composer, writer, cited in: Matthew Fox (*1940) US American Episcopalian (formerly Roman Catholic) priest, author, Hildegard of Bingen. A Saint for Our Times. Unleashing Her Power in the 21st Century, Namaste Publishing, 16. October 2012

 

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See also:

Mirabai's Hagiography

  • All souls are feminine in the presence of the [decidedly male] Lord Kṛṣṇa. Mirabai [Meera] (~1498-1547) aristocratic Indian Hindu mystical singer, poet-saint, sahajiya devotee of Lord Krishna, influential in the Sant tradition of the Vaishnava bhakti movement

 

 

  • Mysticism is an eclectic mixture of various forms of self-discovery that's primarily experimental. Frederick Philip Lenz, III, Ph.D. [Rama] (1950-1998) US American Buddhist spiritual teacher

 

 

  • Mysticism has this beautiful quality of happiness and laughter, which I think is so necessary in our modern age. Frederick Philip Lenz, III, Ph.D. [Rama] (1950-1998) US American Buddhist spiritual teacher

 

Zitate allgemein

  • Die Gehirnwellen des Weisen arbeiten hauptsächlich auf der langsamen Theta-Frequenz von ungefähr 4-7 Zyklen pro Sekunde, d.h. bei 4-7 Hz oder sogar langsamer. Die Alpha-Wellen der normalen Meditation bewegen sich auf einer Frequenzbreite von 8-13 Hz und die Gehirnwellen eines normalen Menschen liegen im Wesentlichen bei den schnellen Beta-Frequenzen von 13+ Hz. Dr. David R. Hawkins, Licht des Alls. Die Wirklichkeit des Göttlichen, S. 210, 2006

 

  • Ein spiritueller Weg, der nicht in den Alltag führt, ist ein Irrweg. Willigis Jäger OSB (*1925) deutscher Benediktinermönch, Zen-Meister der Sanbo-Kyodan-Linie, Mystiker, Quelle unbekannt

 

  • Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind,
    ist das Erleben im Mystischen.
    Aus ihm allein keimt wahre Wissenschaft.
    Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern
    und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist bereits seelisch tot.
    Albert Einstein (1879-1955) deutschstämmiger US-amerikanischer theoretischer Physiker, Entwickler der Allgemeinen Relativitätstheorie, Nobelpreisträger in Physik, 1921, Quelle unbekannt

 


Der große Tag seines Zorns (Weltgericht), 1853
John Martin (1789-1854) englischer Maler
  • Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger (1887-1961) österreichischer Physiker, Wissenschaftstheoretiker, Brief datiert Alpbach, 17. September 1960, zitiert in: Mein Leben, meine Weltansicht, Diogenes, Zürich, 1989

 

 

  • Der Liebende, der gerecht und innerlich ist, den will Gott aus freien Stücken erwählen und erhöhen zu einem überwesentlichen Schauen im göttlichen Lichte. Mit Kenntnissen und Scharfsinn oder mit irgendwelchen Andachtsübungen kann dazu aber niemand gelangen, sondern wen Gott in seinem Geiste vereinigen und durch sich selbst erleuchten will, der kann Gott schauen und sonst keiner. Jan van Ruysbroek (1293/1294-1381) flämischer Mystiker, katholischer Theologe, Schriftsteller in mittelniederländischer Sprache, zitiert in: Gerhard Wehr, Die deutsche Mystik, S. 150, O. W. Barth Verlag, München 1988

 

  • Mystik ist die Erfahrung der Einheit und der Ganzheit des Lebens. Mystische Lebenswahrnehmung, mystische Schau ist dann auch die unerbittliche Wahrnehmung der Zersplitterung des Lebens. Leiden an der Zersplitterung und sie unerträglich finden, das gehört zur Mystik. Gott zersplittert zu finden in arm und reich, in oben und unten, in krank und gesund, in schwach und mächtig, das ist das Leiden der Mystiker. Der Widerstand von Franziskus oder Elisabeth von Thüringen oder von Martin Luther King wächst aus der Wahrnehmung der Schönheit. Und das ist der langfristigste und der ge fährlichste Widerstand, der aus der Schönheit geboren ist. Dorothee Sölle (1929-2003) deutsche evangelische feministische Theologin, Pazifistin, Referentin, Schriftstellerin, Mystik und Widerstand. Du stilles Geschrei, S. 16, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 1997

 

  • Gott ist das Nichts, das alles werden will, sagt Jakob Böhme. Meine Angst sagt mir, dass sich dieses Nichts in der globalisierten Welt immer weniger wahrnehmen lässt, sein Glanz ist immer versteckter, das stille Geschrei wird immer mehr übertönt. Aber das Nichts, das alles werden will, produziert seine eigene Unbeirrbarkeit, ja seinen eigenen mystischen Trotz. Böhme denkt das Göttliche als eine Bewegung, etwas Fließendes, Wachsendes, Treibendes, als einen Prozess. Wenn wir den Prozess mitvollziehen, werden wir ein Teil der Gottesbewegung und verbunden mit allen anderen. Dorothee Sölle (1929-2003) deutsche evangelische feministische Theologin, Pazifistin, Referentin, Schriftstellerin, Mystik und Widerstand. Du stilles Geschrei, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 1997

 

Reference: en.Wikiquote entry Mystik

General quotes

Personal avowals

  • The gate was opened to me [...] in one quarter of an hour I saw and knew more than if I had been many years together at a University [...]. I saw it as in a great deep in the internal; for I had a thorough view of the Universe, as a complex moving fullness wherein all things are couched and wrapped up. Jakob Böhme (1575-1624) German mystic, philosopher, theologian, Christian theosophist, source unknown

 

Recommendations

  • Don't date a mystic, if you want the life you have. If you are comfortable and cozy, stay away. Whatever you have built around yourself to create comfort: it cannot stand in the blazing fire of a mystical woman.
    ➤ She is no trophy.
    ➤ She is no bodily pleasure-maker.
    ➤ She is the seer of souls.
    ➤ She is the womb that births the divine into the flesh and bone of matter.
    ➤ She doesn’t mean to burn your village to the ground, but she has seen what you are meant to become.
You are not a peasant sheering sheep, as you have thought. You are a king dressed in rags who has amnesia. […]
Everybody wants the magic, but nobody wants the Mystery, the schooling: a thing that must be lived in a place where book knowledge has no meaning […] [T]he well-honed intellect — the masculine theory of reason — will not save you, cannot free you. […]
The Mystery, by its very nature, must show you what has never been seen, never been written, never been known, because before you were forged, it was impossible. Alison Nappi, US American catalyst, seminar leader, esoteric writing coach, author, 21. December 2014

 

Future outlook

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For Rahner mysticism does not mean some esoteric phenomenon but "a genuine experience of God emerging from the very heart of our existence.":

  • The Christian of the future will be a mystic or will not exist at all. Karl Rahner, SJ (1904-1984) German influential Roman Catholic theologian, revolutionary mystic, Jesuit, Theological Investigations, Vol. 7, translated by David Bourke, chapter XX, S. 149, Darton Longman & Todd, London, 1973, 1981
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Mother Teresa's grave crisis in faith – Dark Night of the Soul:

In October 1958, after the death of Pope Pius XII Mother Teresa prayed to the deceased Pope for a proof that God is pleased with the Society. And then and there, she rejoiced, disappeared the long darkness [...] that strange suffering of ten years. It lasted for five weeks.

  • Jesus has a very special love for you, she assured Van der Peet. [But] as for me, the silence and the emptiness is so great, that I look and do not see, – listen and do not hear – the tongue moves [in prayer] but does not speak [...].
    Lord, my God, who am I that You should forsake me? The Child of your Love — and now become as the most hated one — the one – You have thrown away as unwanted – unloved. I call, I cling, I want – and there is no One to answer – no One on Whom I can cling — no, No One. – Alone ... Where is my Faith – even deep down right in there is nothing, but emptiness and darkness — My God — how painful is this unknown pain – I have no Faith – I dare not utter the words and thoughts that crowd in my heart – and make me suffer untold agony.
    So many unanswered questions live within me afraid to uncover them – because of the blasphemy – If there be God – please forgive me – When I try to raise my thoughts to Heaven – there is such convicting emptiness that those very thoughts return like sharp knives and hurt my very soul. – I am told God loves me – and yet the reality of darkness and coldness and emptiness is so great that nothing touches my soul. Did I make a mistake in surrendering blindly to the Call of the Sacred Heart?
    Mother Teresa of Calcutta (1910-1997) Albanian-born Indian Catholic nun, "saint", missionary, humanitarian, founder of the Order of the Missionaries of Charity, Nobel Prize for Peace laureate, 1979, addressed to Jesus, at the suggestion of a confessor, undated; cited in: David van Biema, US American TIME journalist, religious author, Mother Teresa's Crisis of Faith, presented by ''Time" magazine, S. 3, 23. August 2007

 


Woman before the Rising Sun (Woman before the Setting Sun), ~1818
Caspar David Friedrich (1774-1840) German painter
  • The new mystic is not someone who retreats into the ashram or into the monasteries, but rather is someone who remains a very effective lay person in the field – a mother, a lawyer, a teacher, a functioning person in the field – while having a very animated soul. [...] The mystic actually experiences the power of God. Their soul becomes animated. They go from the theory of God, to the fact of God. They go from "I believe", to "I know." Interview with Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, Entering the Castle of the Soul, presented by Randy Peyser, 2007

 

  • In 1944 Oppenheimer ['Father of the atomic bomb'] split the atom. […] One of the governing laws of mysticism is that 'What is in one is in the whole.' What happens in one happens everywhere. So if he splits the [archetypal] atom it means all atoms are split simultaneously. […] All life went into a parallel dimension. All life slipped into the quantum dimension. […] We are living in this new psychic field, the quantum dimension, not just our science, not just our math. […] Now energy [consciousness] became before matter. Oppenheimer [...] turned the world upside down. He shattered reality. Video DVD presentation by Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, The Sacred Spaces of Morocco – 2011, part 1, lesson 1, archived by Myss Digital Media, Morocco, minute ~28:41, 65:01 minutes duration, recorded 15.-26. October 2011

 

  • To enter your Castle (soul) is not a journey that takes you away from the world; rather it brings you directly into the world. It brings you fully into your soul, and into your power in the world. [...] Mystics change the world around them more dramatically and more positively than can ever be measured. The mystic works on the invisible plane, relying on God, prayer and grace. Caroline Myss, Ph.D. Myss.com (*1952) US American spiritual teacher, mystic, medical intuitive, bestselling author, Entering the Castle. An Inner Path to God and Your Soul, S. 85, Simon & Schuster United Kingdom, 6. August 2007

 

  • Only the mystics bring what is creative to religion itself. Carl Gustav Jung (1875-1961) Swiss psychoanalytist, psychiatrist, founder of a school of analytical depth psychology, author, source unknown

 

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Mystics

  • Beyond the genius is the mystic.
    The mystic is one who has attained cosmic consciousness by a complete severance of the seats of consciousness and sensation. He is then almost totally unaware of his body and is totally aware of the Light of God centering him. Omniscience comes to him in that timeless blinding flash of light which is characteristic of a complete severance. This experience was described in the illumination of St. Paul. Every timeless flash of intense inspiration which comes to any man is a partial illumination, for inspiration is the manner in which new knowledge comes to man from the cosmos.
    Of all mystics, Jesus was the outstanding example of all time. He was the only One in all history to have known complete cosmic-conscious unity with God.
    The Bible refers to cosmic-conscious experience as "the illumination" or "being in the Light" or "in the Spirit."
    In all history less than forty cases of partial cosmic consciousness are known, and probably not more that three of these anywhere nearly approached the complete state of illumination experienced by the Nazarene.
    Cosmic Consciousness is the ultimate goal of all mankind. All will know it before the long journey of man is finished, but there are many in this new age just dawning who are ready for it in part, if not fully.
    Many desire it fully, but it is best that it come bit by bit for the complete severance is very dangerous. The ecstasy of this supreme experience is so great that one does not wish to come back. The power of severance of soul from body is within easy accomplishment, but to step back into the body is very difficult. Walter Russell (1871-1963) US American polymath, natural philosopher, mystic, architect, painter, sculptor, builder, author (unified theory in physics and cosmogony), The Secret of Light, S. 27-28, University of Science and Philosophy, 3rd edition 1994

 

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Insight on the destiny of Christianity published at age 86

  • If Christianity can't recover its mystical tradition and teach it, it should just fold up and go out of business. It has nothing to offer. Bede Griffiths (1906-1993) British-born Catholic Benedictine monk, mystic, ashramite in India for 50 years, source unknown

 

  • Mystics, contrary to religionists, are always saying that reality is not two things – God and the world – but one thing, consciousness. […] The problem with science has always been that most scientists believe that science must be done within a different monistic framework, one based on the primacy of matter. […] quantum physics showed us that we must change that myopic prejudice of scientists, otherwise we cannot comprehend quantum physics. So now we have science within consciousness, a new paradigm of science based on the primacy of consciousness that is gradually replacing the old materialist science. […] the new paradigm resolves many […] paradoxes of the old paradigm and explains much anomalous data. Interview mit Amit Goswami, Ph.D. (*1936) Indian US American professor emeritus of nuclear physics, University of Oregon (1968-1997), quantum cosmologist, author, Healing Journeys, Suzie Daggett, Insight, 2005

 


Peter Mel at Cortez Bank, North Pacific Ocean
  • True mystics simply open their souls to the oncoming wave. Sure of themselves, because they feel within them something better than themselves, they prove to be great men of action, to the surprise of those for whom mysticism is nothing but visions, and raptures and ecstasies. Henri Bergson (1859-1941) influential French philosopher, Nobel laureate in literature, 1927, Deux sources de la morale et de la religion, [The two sources of morality and religion], chapter 3 "Dynamic Religion", Félix Alcan, Paris, 1932, 1935

 

  • The great and rare mystics of the past (from Buddha to Christ, from al-Hallaj to Lady Tsogyal, from Hui-neng to Hildegard) were, in fact, ahead of their time, and are still ahead of ours. In other words, they are not figures of the past. They are figures of the future.   Ken Wilber (*1949) US American transpersonal philosopher, consciousness researcher, thought leader of the 3rd millennium, developer of Integral Theory, author, Sex, Ecology, Spirituality. The Spirit of Evolution, chapter "Magic, Mythic, and Beyond", S. 261, Shambhala, Boston, 1995, 2nd revised edition 2. January 2001

 

  • In the Christian context, we do not mean by a "mystery" merely that which is baffling and mysterious, an enigma or insoluble problem. A mystery is, on the contrary, something that is revealed for our understanding, but which we never understand exhaustively because it leads into the depth or the darkness of God. The eyes are closed – but they are also opened. Kallistos Ware (*1934) English metropolitan bishop within the Eastern Orthodox Church under the Ecumenical Patriarchate of Constantinople, author, The Orthodox Way, St Vladimirs Seminary Press, United States, 1979, revised edition 1. September 1995

 

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Male saints

  • Saints are people who are whole. They trust their masculine soul because they have met the Father. He (sic!) taught them about anger, passion, power and clarity. He told them to go all the way through and pay the price for it. He shared with them his own creative seed, his own decisive Word, his own illuminating Spirit. They are comfortable knowing and they are comfortable not knowing. They can care and not care without guilt. They can act without success because they have named their fear of failure. They do not need to affirm or deny, judge or ignore. But they are free to do all of them with impunity. The saints are invincible. They are men! Father Richard Rohr O.F.M. (*1943) US American Franciscan friar, Masculine Spirituality, PDF, published in Praying – Spirituality for Everyday Living, September-October 1988

 

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Self-destroying industrial civilization fails to acknowledge mystical experiences.

  • Inability to accept the mystic experience is more than an intellectual handicap. Lack of awareness of the basic unity of organism and environment is a serious and dangerous hallucination. For in a civilization equipped with immense technological power, the sense of alienation between man and nature leads to the use of technology in a hostile spirit – to the 'conquest' of nature instead of intelligent co-operation with nature. The result is that we are eroding and destroying our environment, spreading Los Angelization instead of civilization. This is the major threat overhanging Western, technological culture, and no amount of reasoning or doom-preaching seems to help. We simply do not respond to the prophetic and moralizing techniques of conversion upon which Jews and Christians have always relied. But people have an obscure sense of what is good for them-call it 'unconscious self-healing,' 'survival instinct,' 'positive growth potential,' or what you will. Among the educated young there is therefore a startling and unprecedented interest in the transformation of human consciousness. All over the Western world publishers are selling millions of books dealing with Yoga, Vedanta, Zen Buddhism, and the chemical mysticism of psychedelic drugs, and I have come to believe that the whole 'hip' subculture, however misguided in some of its manifestations, is the earnest and responsible effort of young people to correct the self-destroying course of industrial civilization. Alan Watts (1915-1973) British philosopher, speaker, writer, Psychedelics and Religious Experience, presented by California Law Review, S. 74-85, vol. 56, No. 1, January 1968

 

  • People everywhere not only have the potential of having mystical experience, but in fact they are having this experience, and they simply do not know it. This is matter of perception, not of qualification. We are all qualified, but few of us perceive ourselves to be so. Because we do not perceive ourselves to be worthy enough to receive divine inspiration, we assume that we are not. And when we do receive it, we look right past it, we look through it, look around it, or we look right at it and we call it something else. Neale Donald Walsch (*1943) US American spiritual teacher, bestselling author, cited in: Arjuna Ardagh (*1957) British US American awakening coach, author, The Translucent Revolution, New World Lib, 15. June 2005

 

  • [Frederic] Spiegelberg’s phrase "the religion of no religion" had deep existential roots. It was based on a mystical encounter with the natural world he experienced as a young theology student. He was walking in a wheat field on a bright day when, quite suddenly, his ego vanished and what he calls the Self appeared. Through this altered perspective, he began to see that God was shining through everything in the world, that everything was divine, that there was nothing but holiness. As he reveled in this revelation, he came around a corner and found himself confronting a gray church. He was horrified. How, he asked himself, could such a building claim to hold something more sacred, more divine, than what he had just experienced in the poppies, birds, and sky of the now divinized cosmos? It all seemed preposterous, utterly preposterous, to him. Jeffrey Kripal, Ph.D. (*1962) US American J. Newton Rayzor professor of religious studies, chair of the department of Religious Studies, Rice University, Houston, Texas, essay From Altered States To Altered Categories (And Back Again). Academic Method And The Human Potential Movement, April 2007

 

  • Silence for the ordinary people is with their tongues,
    silence or the mystics is with their hearts,
    and silence for the lovers is with restraining the stray thoughts that come to their most innermost being.
    Traditional saying

 

Referenz: de.Wikiquote-Eintrag Mysticism

Englische Texte – English section on Mysticism

Five phases of mystical development – Evelyn Underhill

The Anglo-Catholic theologian, author and mystic Evelyn Underhill (1875-1941) described in her
1911 classic Mysticism. A Study in Nature and Development of Spiritual Consciousness
five distinct phases of the development of mystics.
༺༻Mystical experienceLegendReference
1.Awakening of SelfDirect immediate God experienceHenry Suso [Heinrich Seuse], disciple of Meister Eckhart
2.Läuterung of Self
Transcendence of "little self"/ego
No introduction of one's life callingTheologia Germanica (14th century, anonymous)
3.IlluminationBurning for GodWilliam Law
4.Dark Night of the SoulDeepening of bonding with GodMechthild of Magdeburg8
5.Unitive lifeUnification with GodSum of the mystic way
Source: ► Evelyn Underhill (1875-1941) British Anglo-Catholic mystic, theologian, pacifist, writer on Christian mysticism, poet, novelist, Mysticism. A Study in Nature and Development of Spiritual Consciousness, 1911, New American Library, New York, 1974

 

Links zum Thema Mystik / Mysticism

Literatur

Englisches Original: Mysticism, 1911

Literature (engl.)

  • Bernard McGinn, "The Foundations of Mysticism"
  • ?, "Open Mind, Open Heart"
  • ?, "The Big Book on Christian Mysticism"

The mystic of the Inner Castle of the Spanish saint Teresa of Ávila (1515-1582) Spanish mystic, Catholic saint

Externe Weblinks

  • Wikipedia-Einträge Mystik, Joachim von Fiore (1135-1202)
  • Wikiversity-Einträge Philosophie und Philosophen des Glücks (Mystik von der Antike bis heute) Link gelöscht

External web links (engl.)


Audio- und Videolinks

Audio and video links (engl.)

On mystical experiences and the content of the book Defy Gravity

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 

1 Das was der Dienende sah, hatte weder eine Form noch irgendein Sein; und doch hatte er daran eine so große Freude, wie wenn er alle freudvollen Dinge in ihren Gestaltungen gesehen hätte. Sein Herz war hungrig, und doch erfüllt, seine Seele war voller Zufriedenheit und Freude; seine Gebete und Hoffnungen waren erfüllt worden. Heinrich Seuse (1295/1297-1366) deutscher mittelalterlicher Mystiker, Seelsorger, Theologe, Schüler von Meister Eckhart, Seliger der katholischen Kirche

2 Alles in der vergänglichen Natur entspringt aus dem, was ewig ist, als ein fühlbarer und sichtbarer Ausdruck davon, so dass, wenn wir das Grobstoffliche, den Tod und die Dunkelheit der Zeit davon unterschieden, wir darin dasjenige finden, was ewig ist [...]. In der Ewigen Natur, dem Himmelreich, steht die Materie im Leben und im Licht; es ist der glorreiche Körper des Lichts, das Gewand, in welches das Licht gekleidet ist, und es hat daher alle Eigenschaften des Lichtes in sich, unterschieden vom Licht nur dadurch, dass es das Gefäß ist für alle seine Farben, Kräfte und Eigenschaften. William Law (1686-1761) englischer Geistlicher, Theologe, Autor

3 Wir müssen alle Dinge lassen und uns ihrer entäußern, und davon Abstand nehmen irgendetwas als das unsere zu beanspruchen. Abhandlung Theologia Germanica, Meister Eckhart zugeschrieben, 14. Jht.

4 Herr, da du mir nun alles entzogen hast, was ich von dir habe, so laß mir doch aus Gnade dieselbe Gabe, die du von Natur einem Hunde gegeben hast, nämlich: daß ich dir treu sei in meiner Not ohne jeden Überdruß. Dies ersehne ich mit Sicherheit inniger als dein Himmelreich. Mechthild von Magdeburg (1207-1282) bedeutende deutsche Mystikerin des Mittelalters, Nonne des Zisterzienserordens, Mitglied der Beginen, Visionärin, Schriftstellerin

5 Wenn die Liebe uns über alle Dinge hinausgetragen hat in die göttliche Dunkelheit, dann sind wir dort verwandelt durch das Ewige Wort als ein Bild des Vaters; und so wie die Luft von der Sonne durchdrungen ist, so empfangen wir in Frieden das über alles Verstehen hinausreichende Licht, welches uns entfaltet und durchdringt. Jan van Ruysbroek (1293/1294-1381) flämischer Mystiker, katholischer Theologe, Schriftsteller in mittelniederländischer Sprache

6 Philon von Alexandria Bautz.de, Philo (Judaeus) Textlog.de; (engl.) The Works of Philo Judaeus The contemporary of Josephus, translated from the Greek by Charles Duke Yonge, London, H. G. Bohn, 1854-1890, Earlychristianwritings.com

7 Brigitta war die Ehefrau des Edlen Ulf Gudmarsson, Hofmeisterin am Hofe ihres Vetters Magnus Eriksson, Erzieherin seiner Frau Blanca von Namur und Gründerin des Erlöserordens.

8 [S]ince Thou hast taken from me all that I had of Thee, yet of Thy grace leave me the gift which every dog has by nature: that of being true to Thee in my distress, when I am deprived of all consolation. This I desire more fervently than Thy heavenly Kingdom. Mechthild of Magdeburg (1207-1282) German medieval mystic, member of the Béguines, visionary, writer

Letzte Bearbeitung:
21.10.2017 um 00:11 Uhr

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