Wiki / Mystik
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Teresa von Ávila, spanische Mystikerin
Maler: Peter Paul Rubens
One sip from the cup of that sweetness, the world starts to spin. Now I’m a drunk for life. Unsoberable. Tell them it’s useless to try.
Mirabai (ca. 1498-1547) Indian poet-saint, Krishna devotee
Das lateinische Wort mysticus bedeutet unbeschreiblich, unaussprechlich, geheimnisvoll. Die Wurzel des Wortes Mystik liegt im griechischen Verb myein (Adjektiv mystikos). Es bedeutet, Augen und Lippen zu schließen.
Von den griechischen Mysterienkulten ist in der modernen abendländischen Tradition nicht Vieles erhalten geblieben.
Nach einer Definition der mittelalterlichen Schultheologie ist Mystik cognitio Dei experimentalis, die Erkenntnis Gottes aus der Erfahrung. Mystiker erfahren das wahre Selbst, haben das Gefühl, mit allem Lebenden eins zu sein. Ihr Ego ist vergangen, sie erleben intensive Freude und Glückseligkeit aus dem Inneren, gefolgt von Phasen tiefer Dunkelheit in der Seele und dem Eindruck der Leere und Verlassenheit.
Die theistischen („gottgläubigen“) Religionen bezeichnen den veränderten Bewusstseinszustand als unio mystica, wobei die Seele mit dem göttlichen Funken verschmilzt, der ein brennendes Feuer wird. Mystische Gotteserfahrungen kennen auch der Chassidismus (Judentum) und der Sufismus (Islam). Im Buddhismus, Jainismus und teilweise im Taoismus weiß man um die mystische Erfahrung von der endgültigen Wirklichkeit, ohne sich auf die Gottheit zu beziehen. Brahmanen sehen im mystischen Zustand die Vereinigung der atmenden Seele Atman (Sanskrit) mit Brahman, dem Urgrund allen Seins. Atman ist das göttliche Selbst des Menschen, das wesensgleich mit der Weltseele und fortdauert. Atman i s t brahman. Die berühmte Formel aus den Veden: Tat tvam asi. („Das bist du“) drückt die Grunderfahrung der Mystik aus.
„Instant-Zen-Buddhismus“, ein von Aldous Huxley geprägter Begriff, oder Mystik auf Bestellung sind außer Frage angesichts der „dunklen Nacht der Seele“, der Pein der Gottferne und der täglichen Übungsarbeit, von der die Mystiker schreiben, die zuvor eine ekstatische Gotteserfahrung auf ihrem geistigen Weg hatten, die sie zur totalen Hingabe ihrer Seele anspornt.
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Mystiker werden von Gott gerufen, um durch die göttliche Wirkkraft ihrer Seele Einfluss auf den Gang des Weltgeschehens zu nehmen, indem sie in vertrauter Einheit mit dem Göttlichen wirken. Der klassische Archetyp des Mystikers taucht auch in der heutigen spirituellen Gemeinschaft auf. Inzwischen ist die Welt an sich das Kloster geworden, innerhalb dessen viele in den ”mystischen Dienst” gerufen werden. Wer gerufen wurde, ist gut beraten:
Eine Seele, die BEI IHREM NAMEN GERUFEN WURDE,
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Die englische anglo-katholische theologische Autorin und Mystikerin Evelyn Underhill (1875-1941) beschrieb 1911 in ihrem Klassiker Mysticism. A Study in Nature and Development of Spiritual Consciousness fünf Phasen der mystischen Entwicklung:
Evelyn Underhill [BW 460] (1875-1941) englische anglo-katholische theologische Autorin, Mystikerin, Mystik. Entwicklung des religiösen Bewusstseins im Menschen, Turmverlag, Bietigheim, 1928 |
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Die acht Tore der Mystik – erkannt durch Vertreterinnen der Rheinischen Mystik – sind:
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Das Konzept der Seelenburg beschreibt sieben Wohnungen. Die ersten drei wirken im aktiven Bereich des Betens. Das passive Gebet, ausgedrückt als innere Sammlung, beginnt ab der vierten Wohnung. Es folgen das Ruhegebet, die Einheit mit Gott (Unio mystica) und das Verlöbnis, die »geistliche oder göttliche Hochzeit« in der siebten 7. Wohnung. Hier schaut die Seele Gott.
Quelle: Teresa von Ávila [BW 715] (1515-1582) spanische römisch-katholische Heilige, Karmelitin, Kirchenlehrerin,
zitiert in: Pfr. B. Dietrich, Dr. M. Schwarten, Die Beschauung ist Sache des Herzens, 1998/1999
Frühkirche

Classical developmental stages of the Mystic David R. Hawkins, Sedona Seminar Experiential Reality: The Mystic, 8. December 2007
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Mother Teresa's grave crisis in faith / Mutter Teresas schwere Glaubenskrise
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Links zum Thema Mystik / MysticismLiteratur
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