Wiki-Menu: 2·
A·
B·
C·
D·
E·
F·
G·
H·
I·
J·
K·
L·
M·
N·
O·
P·
R·
S·
T·
U·
V·
W·
Y·
Z
Hawkins-Menu: A·
B·
C·
D·
E·
F·
G·
H·
I·
J·
K·
L·
M·
N·
O·
P·
Q·
R·
S·
T·
U·
V·
W·
Z
Sokrates
griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.)
|
Offenbar bin ich [...] um eine Kleinigkeit weiser, eben darum, dass ich, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube.
Sokrates, nach Platons Apologie des Sokrates
|

Büste des Sokrates, Louvre, Paris
1. Der griechische Menschenveredler
Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne
und nähme doch Schaden an seiner Seele? Matthäus 16, 26 (NT)

Sokrates-Büste, Universität von Westaustralien
Sokrates entstammte einer Handwerkerfamilie. Schon früh verließ er seinen erlernten Beruf als Steinmetz und betätigte sich als Marktplatz-Philosoph, der von den Spenden seiner Schüler lebte.
Das Orakel zu Delphi bezeichnete Sokrates als weisesten Mann Griechenlands. Infolge seiner konsequent-radikalen Lebensführung wurde ihm ein unnatürlicher Tod vorausgesagt.
Er wird als Vater der Philosophie (Liebe zur Weisheit) bezeichnet und als Anwender des nach ihm benannten Sokratischen Dialogs geschätzt.
Sokrates setzte sich engagiert für die Menschenveredelung ein, war ein praktischer Weisheitsliebender und ein Befürworter der gelebten Tugenden:
Seine zentralen Anliegen waren:
- für die Seele zu sorgen, damit sie aufs Beste gedeihe,
- seine Mitmenschen aufzuklären und ihnen
- ins Gewissen zu reden, damit sie sich um sittliches Urteil, um Wahrheit und Besserung ihrer Seele bemühten.
↑
2. Der gewissenhaft fragende Geburtshelfer
Sokrates berief sich auf das Gewissen, seine innere Stimme, das so genannte Daimonion. Er nannte es "der Gott in meiner Brust". Seine Verbundenheit mit dieser inneren Instanz (lat. consciencia = Bewusstsein) befreite ihn von dem Bedürfnis, sich nach außen, an Mehrheiten oder Autoritäten zu orientieren und vermittelte ihm innere Gewissheit über den Tod hinaus. Seine Strategie, die von ihm Befragten zu verunsichern, fußte auf seiner unerschütterlichen Sicherheit im Inneren. Der Philosoph wusste, dass Menschen aus ihrer Sicht stets das Gute tun, es ihnen jedoch an der Kunst des Unterscheidens gebricht, was wirklich dem Leben dienlich ist.
Sokrates:
Mir ist das von Kindheit an geschehen, dass nämlich eine Stimme, die jedes Mal, wenn sie sich hören lässt, mir von etwas, was ich tun soll, abredet. Zugeredet aber hat sie mir nie. Platon, Apologie des Sokrates, Reclam, Ditzingen, Januar 1986
Die Empfehlung zur Selbsterforschung (siehe Ramana Maharshis gleichen Rat) Mensch, erkenne dich selbst! [Gnothi se auton!], wie sie die Mysterienschule des Orakels von Delphi an spirituelle Aspiranten ausgab, soll Sokrates stets als Wegweiser gedient haben.
↑
a) Zeugung ist etwas Ewiges. Durch sie erhält sich das Sterbliche.
b) Menschen, für die es auf die Seele ankommt, nicht bloß auf den Körper, wollen
Weisheit und Tugend vermitteln.
c) Neben der Zweiteilung des körperlichen und seelischen EROS gibt es eine
Stufenleiter der erotischen Erkenntnis des
Schönen und endet in „Unsterblichkeit“.
Alkibiades, Sokrates' jüngerer Schüler, charakterisiert seinen Lehrer als Einzigartigen im Diesseits und Jenseits, weswegen man ihn nur in Gleichnissen fassen könne: als wahrhaft daimonischen Mann, als Prototyp des EROTikers, als wahren Philosophen.
↑
4. Der Sokratische Dialog – erlernt von Diotima
 Apfel
Sokrates nannte seine Art der Gesprächsführung Mäeutik, die so genannte Hebammenkunst, die er durch seine wenig bekannte Lehrerin Diotima übermittelt bekam. Diese Seherin aus Mantinäa, deren Name Hohepriesterin bedeutet, inspirierte ihn. Im Symposion schildert Platon, dass sie Sokrates über das Wesen des Eros belehrte und die Art und Weise, in der Liebende an der Unsterblichkeit Anteil haben.
- Sokrates richtete sein Augenmerk auf die vielen Verwicklungen der Welt,
- während Diotima ihre Schau der Ganzheit widmete. Sie anerkannte die Wandelbarkeit des Menschen und wusste:
Erst wenn man die Dynamik der Antriebe und Begierden versteht, versteht man auch die Wandelbarkeit des Selbst.
|
↑
5. Die Kunst des Fragenstellens
Fragen haben einen katalysatorischen Effekt und das Potenzial, bestehende beengende Glaubensüberzeugungen aufzubrechen. Davon ausgehend, dass alles Wissen grundsätzlich in jedem Menschen als Potenzial vorhanden sei, stellte der Philosoph ohne Zynismus unentwegt geeignete Fragen, um dabei mitzuwirken, es auf die Welt zu bringen. Sokrates verstand sich nicht als Erzeuger oder Vermittler von Wissen, sondern war überzeugt, dass es möglich ist, unbewusst Schlummerndes bewusster zu machen und Wege aufzuzeigen, wie sich diese finden lassen. Seine Methode war:
1. Verborgenes inneres Wissen durch abgestimmte Fragen 'gebären' zu helfen und
2. Durch fortgesetztes Hinterfragen zur Einsicht zu verhelfen, dass Wissensinhalte vorläufig, unvollständig, "nicht verlässlich" und "nicht für immer und nicht für alle gültig" sind.
Der Anwender des Sokratischen Dialogs ging auf den Marktplatz (ein Forum) und sprach arglos und absichtslos mit den Leuten über deren Konzepte und Auffassungen. Er liebte es, die Menschen mit Fragen in die Enge zu treiben, Unwesentliches ( Inhalte) herausfiltern, bis es sich auf wesentliche Aussagen ( Kontext) zuspitzte. Vorzugsweise beleuchtete Sokrates Konzepte, in denen sie sich besonders sicher waren und die sie besonders gut zu kennen meinten. Mit so genannter 'Hebammenkunst', der Kunst der dialogischen Befragung, machte er das bewusst, was anlagegemäß bereits vorhanden war, und setzte im Dialog das selbständige Denken in Gang.
Ein sokratischer Dialog ist ein philosophisches Gespräch, das auf methodisch streng geregelte Art das eigenständige Denken der Teilnehmenden fordert und fördert. Es ist deutlich erfahrungsbezogen, setzt keine besondere Ausbildung oder Bildung bei den Gesprächspartnern voraus und dient der Klärung von Problemstellungen aus verschiedensten Lebens- und Wissensbereichen.
|
↑
6. Ich weiß vieles nicht.
Die berühmte populistisch angepasste Redewendung Ich weiß, dass ich nichts weiß, die Sokrates zugeschrieben wird, klingt übertrieben bescheiden. Sie wurde unrichtig übertragen. Die Nachwelt hat sie Sokrates fälschlicherweise unterstellt.
2005 wurde diese Phrase als deutscher Untertitel des popspirituellen Erfolgsfilms What the Bleep Do We Know?! gewählt. Die Formulierungen Ich weiß vieles nicht oder Ich glaubte, etwas zu wissen, von dem ich inzwischen erkannt habe, dass es nicht zutraf erscheinen angemessener, denn im Laufe der Zeit kann Erkenntnistheoretisches tiefer, weiter und präziser gefasst werden.
Der chinesische Weise und Verfasser des Tao Te King Laotse meinte:
Alle sind sich immer so sicher [...] und mir selbst scheint es,
als wandele ich auf dünnem Eis.
Innerhalb der mehrheitlich getragenen konsensuellen Sicherheitszone der Gauß'schen Verteilerkurve besteht die Überzeugung, dass es gesichertes Wissen gäbe (sh. die britische Gelehrtengesellschaft Royal Society), hingegen befällt die Forscher im Neuland des Randständigen eine der Sache angemessene Unsicherheit, da es nur vereinzelte Weggefährten "da draußen" gibt.
↑
7. Der Störenfried von Athen
Nach Platos Apologie des Sokrates wurde sein Lehrer zur "Viehbremse von Athen", nachdem sein Freund Chairephon das Orakel von Delphi befragt hatte, ob es einen Weiseren im Staate gebe als Sokrates. Es entschied, dass keiner weiser als Sokrates sei.
Der Genannte ging von einem hintersinnigen Spruch aus, da das Orakel nicht dafür bekannt war, die Leistungen oder das Wissen eines Einzelnen hervorzuheben.
Folglich prüfte er das Rätsel, indem er Athener Männer, die als weise galten, auf die Probe stellte. Er befragte sie nach ihrem Kenntnisstand über das Gute, das Schöne und die Tugenden. Als sich herausstellte, dass sie nichts zu diesen Themen wussten, sich jedoch für wissend hielten, schlussfolgerte Sokrates, dass seine Weisheit darin bestand zu sagen:
Ich denke nicht, etwas zu wissen, das ich nicht weiß.
Die paradoxe Weisheit des Sokrates ließ die öffentlich von ihm vorgeführten prominenten Athener Bürger wie Narren aussehen. Deshalb nannten sie den Weisen eine "Viehbremse von Athen", der sich daneben benehme. Sokrates bestand bis zu seiner Todesstunde auf seiner Rolle als Gewissenswurm [Störenfried]. Als er bei seiner Gerichtsverhandlung gebeten wurde, deswegen ein Strafmaß für sich vorzuschlagen, empfahl er stattdessen, dass die Regierung ihm für die Zeit, die er als Athens Wohltäter verbringe, ein Gehalt zahlen möge.
Sokrates, der seiner inneren Stimme zufolge nicht Politiker wurde, wusste um die Zerbrechlichkeit des Lebens eines öffentlich agierenden Staatsmanns, dem Wahrheit und Gerechtigkeit Anliegen sind. Er hielt sich jedoch nicht an seine äußere Einsicht, ein zurückgezogenes Leben zu führen.
[…] eine [innere] Stimme […], welche […] mir von etwas abredet, was ich tun will […] Das ist es, was sich mir widersetzt, dass ich nicht soll Staatsgeschäfte betreiben. […] wenn ich [es] schon vor langer Zeit unternommen hätte, Staatsgeschäfte zu betreiben, so wäre ich auch schon längst umgekommen und hätte weder euch etwas genutzt noch auch mir selbst. Werdet mir nur nicht böse, wenn ich die Wahrheit rede! Denn kein Mensch kann sich erhalten, der sich – sei es nun euch oder einer anderen Volksmenge – tapfer widersetzt und viel Ungerechtes und Gesetzwidriges im Staate zu verhindern sucht, sondern notwendig muss, wer in der Tat für die Gerechtigkeit streiten will, […] wenn er sich nur kurze Zeit erhalten soll, ein zurückgezogenes Leben führen, kein öffentliches. Platon, Apologie des Sokrates
↑
8. Lebensfragen an gesellschaftliche Katalysatoren
|
Die erste Frage, welche die außergewöhnliche Romanfigur Möwe Jonathan ihrem Schüler Fletcher stellte, lautete:
"Möchtest du so sehr fliegen,
- dass du den Möwen im Schwarm vergeben wirst
- und lernen wirst
- und eines Tages zu ihnen zurückkehren wirst,
- um ihnen engagiert zu helfen zu erkennen?"
Richard Bach, Die Möwe Jonathan (Kultbuch der 60er Jahre)
|
↑
9. Skandalierer, Skandaliertes, Öffentlichkeit – Opferung (Transzendieren)
Sokrates' transformierendes Wesen ließ die Gemüter, die sich gespiegelt fühlten, nicht kalt. Um seine Person, seine gewählte Methodik und seine offenen indirekten Schlussfolgerungen gab es Aufruhr. Skandale entstehen durch die aktive Beteiligung bestimmter gesellschaftlicher Gruppierungen, die in mehr oder minder bestimmbaren sozialen Kontexten beheimatet sind.
Dabei kommt die Trias zum tragen:
- Skandalierer – WER (macht)
- Skandaliertes – WAS
- Öffentlichkeit – (vor) WEM (Resonanzboden)
und findet erst scheinbare Ruhe in der
- Opferung des anstößigen Auslösers. – WOFÜR? (Cui bono?)
Sokrates wurde öffentlich angeklagt,
- ein Gotteslästerer und
- ein Jugendverderber zu sein,
- der die Gemeinschaft schädige.
Ein Athener Gremium entschied, dass er SCHULDIG sei. Mehrheitlich wurde er zum Tod durch den giftigen Schierlingstrank verurteilt.
Bei der Abstimmung über "schuldig oder nicht schuldig" befanden 280 Richtende Sokrates für schuldig, 221 sahen ihn als unschuldig. Der Antrag auf die Todesstrafe wurde von einer Mehrheit von 360 gegen 141 Stimmen bestätigt.
↑
10. Gottesbilder ⇔ Gotteserfahrung
Sokrates und die griechischen Götter
Sokrates war ein Gottgläubiger (Theist), der seiner Berufung folgte und sich am Gewissen (Daimonion) orientierte. Er war kein vernunftwidriger Abergläubischer.
In der Komödie Die Wolken von Aristophanes tritt Sokrates als Skeptiker auf, der bekundet, dass er nicht an die Götter glaube und sich dem Aberglauben widersetze, der den Sinneswahrnehmungen und der Vernunft widerspreche.
Sokrates: Es sind die Wolken und nicht Zeus, die den Regen hervorbringen, andernfalls, wenn es nur von Zeus abhinge, würden wir es regnen sehen, auch wenn es heiter ist.
↑
11. Reife verlangt Verzicht
Der männerbewegende US-amerikanische Schriftsteller Robert Bly schreibt:
Ein Kind wird nicht erwachsen, bis es seine Harmoniesucht überwunden hat, sich für das, was es am liebsten hat, entscheidet und freudig an den Spannungen dieser Welt teilhat.
Die über Leben und Tod ihrer Botschafter richtende Menschheit hat ihre Ecksteine, die unbequeme Fragen stellten, die in Gleichnissen sprachen, die Weltbilder und damit Sicherheiten herausforderten, des Öfteren verworfen.
↑
- Jesus, der sich beispielsweise nicht an das Sabbatgebot gehalten hatte, ermahnte: Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist. Er wurde von den Sanhedrin als Gotteslästerer befunden.
Der römische Besatzungsrichter Pilatus, der keine Schuld an ihm gefunden hatte ("Ecce homo!"), ließ den anwesenden Straßenpöbel auf dem Marktplatz von Jerusalem über das Geschick zweier Menschen entscheiden: Der 'Unruhestifter' Jesus sollte sterben und der Verbrecher Barrabas begnadigt werden. Und so geschah es.
Ist es denn so schlimm, missverstanden zu werden? Pythagoras und Sokrates wurden missverstanden, Christus, Luther, Kopernikus, Galilei und Newton. Ralph Waldo Emerson
Antworten enden auf dem Sockel, Fragen am Strick. Michael Richter
↑
12. Der Tod – das Böse
399 v.Chr. stand Sokrates mit siebzig Jahren der Ketzerei beschuldigt vor einem Athener Volksgericht. Dem Tod ins Auge blickend hat Sokrates gelächelt. Er ist weder geflohen noch hat er sein Handeln widerrufen. Dem Gesetz verpflichtet, befand er es als das Beste für seine Seele den physischen Tod zu sterben. Die fabrizierten Anwürfe seiner Verfolger hatten ihn einst in ein Dilemma des Zweifels gebracht:
Ich bin durch meine Ankläger beinahe über mich selbst irre gemacht worden, so künstlich und schön haben sie gesprochen, obwohl sie nicht ein wahres Wort gesagt haben.
Den Vertretern des Volksgerichts erklärte er die Fruchtlosigkeit von Hinrichtungen:
Wenn ihr meint, durch Hinrichtungen dem Einhalt zu tun, dass euch niemand schelten soll, wenn ihr nicht recht lebt, so bedenkt ihr das sehr schlecht. Denn diese Entledigung ist weder recht ausführbar, noch ist sie edel. Sondern jene ist die edelste und leichteste: nicht anderen wehren, sondern sich selbst so einrichten, dass man möglichst gut sei.
Quelle: Weissagung an die Verurteilenden des Volksgerichts
Zum Tod durch den Giftbecher verurteilt, wurde er zu einem Schlusswort aufgefordert. Er bat nicht, wie erwartet, um Gnade, sondern erklärte:
Die Schwierigkeit im Leben ist nicht, wie man den Tod vermeidet, sondern, wie man das Böse meidet, denn es läuft schneller als der Tod [...] Bei der Verkündung Eures Urteils hat mir meine innere Stimme nicht gesagt, dass mir etwas Übles widerfahren werde. Daraus geht hervor, dass jene, die den Tod für ein Unglück halten, sich im Irrtum befinden [...] Für den Weisen ist der Tod nur die Fortsetzung des Lebens – in Gemeinschaft mit den Seelen der zur Wirklichkeit Erwachten.
Quelle: Sokrates, angeregt durch K.O. Schmidt, In Dir ist das Licht
↑
13. Ungeliebte Querdenker
- Der italienische Astrophysiker Galileo Galilei hat vor dem Inquisitionsprozess sein heliozentrisches Weltbild widerrufen um des Überlebens willen.
- Der Reformator Martin Luther, der seine 95 Thesen an die Kirchentür zu Wittenberg angeheftet hatte und damit Unmut unter den Amtsträgern heraufbeschworen hatte, beendete seine Verteidigungsrede auf dem Reichstag zu Worms mit den damals üblichen Worten: "Gott helfe mir. Amen". Diese Formel hatte ihm das Leben gerettet.
- Der Philosoph Baruch Spinoza hat sich unter Morddrohung ins Schweigen zurückgezogen.
↑
14. Das Seelenwohl geht vor
Weder Verbannung noch der Verlust der bürgerlichen Ehre, noch die Mehrheitsmeinung waren für Sokrates ausschlaggebend, sondern der vernunftorientierte philosophische Standpunkt unter dem Gesichtspunkt, was der Seele zum Besten gereiche. Von Übel war aus seiner Sicht nur der negative Effekt, der auf der Seele lasten bliebe.
Aus Sokrates' Sicht ist nur ein geprüftes Leben werthaltig.
↑
15. Der vergebliche Versuch, Sokrates' zur Flucht zu bewegen
Kriton, ein Vertreter der konventionellen Moral, der auf die öffentliche Meinung Wert legte, versuchte Sokrates vergeblich zur Flucht aus dem Gefängnis zu überreden, um seiner Hinrichtung zu entgehen. Die Athener hätten seine Flucht durchaus gebilligt. Kriton wollte sich vor dem möglichen Vorwurf entlasten, nichts unternommen zu haben, um seinen Lehrer Sokrates zu retten.
Kriton: Denn die Menge wird nicht glauben, dass du nicht von hier habest weggehen wollen, obwohl wir dich drängten.
Sokrates: Gesetzwidrig zu handeln aber und dem Besseren, Gott oder Mensch, ungehorsam zu sein, davon weiß ich, dass es übel und schädlich ist.
↑
Nach einer berührend-starken Rede an die Athener trank Sokrates, ohne um Gnade zu flehen, den Schierlingsbecher aus. Nach Platos Apologie des Sokrates lautete Sokrates' letzte öffentlich gestellte unbequeme Frage, ehe er den Schierlingsbecher austrank:
Jetzt ist es Zeit fortzugehen. Für mich zum Sterben, für euch zum Leben. Wer von uns dem besseren Los entgegengeht, ist allen unbekannt außer dem Gott?
Das Verbrechen dieses Philosophen war wohl, dass er, sich anfangs eher dümmlich stellend, seine Mitbürger ausgefragt, geprüft und ins Gebet genommen hat, nicht um ihnen Wahrheiten zu vermitteln, sondern, um ihnen Wege aufzuzeigen, wie sich diese finden lassen.
'''><<(°> *** <°)>><
Sokrates betrachtete sein Leben unter den Menschen seines Zeitalters als kranken Zustand. Als er das Gift getrunken hatte und seine Beine bereits anfingen zu erkalten, schlug er noch einmal das bereits über das Gesicht gezogene Tuch auf, um sich zum letzten Mal an seine Schüler zu wenden:
Kriton, wir schulden dem Asklepion noch einen Hahn. Entrichtet ihm den und versäumt es nicht. Letzte Worte zu Freund Kriton, nachdem er den Schierling getrunken hatte, zitiert in: Platon, Phaidon, 118a, 399 v.Chr.
Dem Gott der Medizin, Asklepion, entrichtete man ein Hahnenopfer zum Dank dafür, dass man nach einer langen Krankheit genesen ist.
↑
17. Die Reue nach dem Verbrechen
Sokrates' reine ethische Lebensauffassung, seine Tugend-Lehre, sein Glauben an einen obersten vollkommenen Gott rief Feinde und Ankläger auf den Plan. Kurz nach seiner Hinrichtung erstand der getötete Lehrer größer als die Lebenden, deren Gewissen sich meldete. Die Ratsmitglieder des Gremiums stimmten nun für Sokrates' Unschuld; sie anerkannten, dass die Hungernot, die Athen kurz nach seiner Hinrichtung befallen hatte, ein himmlisches Gericht für ihr Verbrechen an Sokrates sei. Miletus, der Hauptankläger des Philosophen wurde zum Tode verurteilt, seine Anhänger ins Exil geschickt. Zum Gedenken an Sokrates wurde eine Statue des Lehrers aufgestellt.
↑
18. Das Erbe
Der Welt sind keine Schriften von Sokrates hinterlassen worden. Die umfangreiche Buchreihe der Enzyklopädie Britannica Great Books of the Western World über die großen Denker der Geschichte enthält keinen Band über die Lehre, das Wirken und die Bedeutung von Sokrates.
↑
19. Sokrates' wesentliche These
|
Der Mensch ist seinem Wesen nach arglos, da er sich nur für Handlungen entscheiden kann, die er als gut einschätzt. Nur ist er außerstande, das wirklich Gute von den irrtümlichen weltlichen Illusionen zu unterscheiden.
|
↑
20. Der Test der drei Siebe – Wahrheit ⇔ Güte ⇔ Nützlichkeit
Aufgeregt kam ein Athener zum weisen Sokrates gelaufen und platzte heraus:
"Sokrates, hör' mich an, ich brenne darauf, dir zu erzählen, was ich soeben über einen deiner Schüler erfahren habe!"
"Halt' ein!"
unterbrach ihn der Weise.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?", fragte der Besucher verwundert.
"Ja, guter Freund! Lass' sehen, ob das, was du mir sagen willst, die drei Siebe passieren kann:
Das erste Sieb ist die Wahrheit. Ist das, was du mir erzählen willst, wahr?"
"Nein, ich hörte es erzählen und..."
"So!? Hast du es im zweiten Sieb geprüft? Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, gut?"
Zögernd sagte der Andere:
"Nein, im Gegenteil..."
"Hm, nun lass' uns auch noch das dritte Sieb der Nützlichkeit überprüfen. Ist das, was du mir erzählen willst, von allgemeinem Nutzen? Hat es das Potenzial, die Not zu wenden?",
unterbrach ihn der Weise.
"Nützlich? Notwendend? Nun, das gerade nicht..."
"Also",
sagte der Weise lächelnd,
"wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich, die anderen und mich nicht damit."
Sokrates liebte die Essenz, er interessierte sich
weder für den Nervenkitzel von Gerüchten noch für Trivialitäten.
↑
21. Liebeslehre und Beziehungsebenen – Priesterin Diotima of Mantinäa und Makrohistorikierin Riane Eisler
Von Diotima lernte Sokrates über Schönheit und Eros und die Evolution des Menschen anhand seines Verständnisses der Liebesleiter:
- Zuerst reizt uns die Schönheit eines jungen Körpers.
- Später beginnen wir die Schönheit in allen Körpern zu sehen.
- Ab dann halten wir Ausschau nach der Schönheit der Seele.
- Sobald der Mensch imstande ist, die Schönheit in allen Seelen zu erkennen,
- gelingt es ihm, die Schönheit in den Gesetzmäßigkeiten und der Beschaffenheit aller Dinge zu erfassen.
- Schließlich entdecken wir die Schönheit in allen Erscheinungsformen, in den göttlichen Ideen.
- Die Liebe ist wesentlich, denn unser Weg beginnt mit ihr und wird durch sie erhalten.
Quelle: Diotima of Mantinea. Greek Priestess and Teacher of Socrates (engl.)
↑
22. Partnerschaftsforscherin Riane Eisler
Schönheits- und Beziehungsleiter nach Diotima – R. Eisler |
| Stufe | Diotimas Tabelle Schönheit in/im | Stufe | Eisler Tabelle Beziehung zu |
| 1. | Jungen Körper | 1. | Sich selbst |
| 2. | Allen Körpern | 2. | Intimpartner / Familie |
| 3. | Der Seele | 3. | Arbeitskollegen / Gemeinwesen |
| 4. | Allen Seelen | 4. | Landespolitik |
| 5. | Prinzipien / Allen Dingen | 5. | Internationale Staatengemeinschaft |
| 6. | Göttlichen Ideen / Kontext | 6. | Natur / Gaia |
| 7. | Liebe allenthalben | 7. | Spiritualität |
↑
23. Zitate zum Thema Sokrates / Socrates
23.1 Zitate von Sokrates
Persönliche Zeugnisse eines öffentlich hingerichteten Philosophen
- Ich bin eine Hebamme für junge Männer, indem ich ihrer Seele zur Geburt verhelfe. Ich helfe ihrem inneren Wesen, dem inneren Mann, sich zum Ausdruck zu bringen.
- Erstaunlich viele Angreifer haben mich nun seit vielen Jahren angeklagt. Schwerer wiegt jedoch, dass sie euch in einem Alter angesprochen haben, als einige von euch noch Kinder oder Jugendliche wart und am leichtesten zu beeinflussen. Und sie gewannen ihre Sache buchstäblich kampflos, weil es niemanden gab, der mich verteidigt hat.
- Sei, was du scheinen willst.
- Unbewusst zu leben hat keinerlei Wert.
- Frauen, gleichgestellt, wären überlegen.
- Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche!
- Heirate auf alle Fälle. Wenn du eine gute Ehefrau bekommst, wirst du glücklich sein. Wenn du eine schlechte bekommst, wirst du ein Philosoph werden.
- Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.
- Keiner von uns beiden, so kann man wohl sagen, weiß etwas Schönes und Gutes. Aber dieser glaubt zu wissen und weiß nicht, ich aber, der ich ebensowenig weiß, glaube das nicht. Daher scheine ich um ein weniges weiser zu sein als dieser, da ich nicht glaube zu wissen, was ich nicht weiß. Platon, Apologie des Sokrates, Erste Rede, 21d
- Ich weiß, dass ich FAST nicht(s) weiß.
* [Korrekte Version] Ich bin mir jedenfalls bewusst, dass ich keine Weisheit besitze, weder groß noch klein. Verkürzte und entstellte Version von Platon, Apologie des Sokrates, Erste Rede, 21d
- Keiner von uns beiden, so kann man wohl sagen, weiß etwas Schönes und Gutes. Aber dieser glaubt zu wissen und weiß nicht, ich aber, der ich ebensowenig weiß, glaube das nicht. Daher scheine ich um ein weniges weiser zu sein als dieser, da ich nicht glaube zu wissen, was ich nicht weiß. [WQ] Platon, Apologie des Sokrates, Erste Rede, 21d
- Niemand tut wissentlich unrecht.
- Jeder Mensch macht aus seiner eigenen Sicht immer das Bestmögliche.
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
- Die Jugendlichen von heute lieben den Luxus, haben schlechte Manieren und missachten die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
- Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß schon alles besser.
- Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.
Ebenso lautet die Aussage von Antigone aus Sophokles' gleichnamiger Tragödie
- Sieh nur, wie viele Dinge die Athener zum Leben brauchen! […] Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf.
- Das Glück ist schon da, es ist in uns, wir haben es nur vergessen und brauchen uns lediglich daran zu erinnern.
- Philosophie ist die Vorbereitung auf den Tod.
- Alle, die sich auf die rechte Weise mit Philosophie befassen, betreiben [...] nichts anderes [...] als sterben und tot zu sein.
Der Philosophen-König-Satz
- Wenn nicht entweder die Philosophen Könige werden in den Städten, oder die Könige Philosophen werden, und wenn dies nicht in eins fällt: die Macht in der Stadt und die Philosophie, die Macht und das Wissen, so wird es mit dem Elend kein Ende haben, nicht für die Städte und nicht für das menschliche Geschlecht. Platon, Politeia 473c-d
- Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen. im Dialog mit seinem Kollegen Platon
- Nun aber ist es Zeit fortzugehen, für mich um zu sterben, für euch um zu leben: Wer aber von uns dem besseren Los entgegengeht, das ist allen verborgen, außer Gott. Platon, Apologie des Sokrates, Dritte Rede, 33
- Es ist besser, Unrecht zu leiden als Unrecht zu tun. Platon, Gorgias, 474b
Sokrates zugesprochene Zitate
- Wir haben die Wahrheit gesucht, wir haben sie nicht gefunden. Morgen reden wir weiter.
↑
23.2 Zitate (engl.) von Sokrates / Socrates
Personal awowals
- I am not an Athenian or a Greek, but a citizen of the world. Source unknown
- I am a midwife to young men, because I bring their souls to birth. I help the inner being, the inner man, to express himself. Source unknown
- There are a great many of these accusers, and they have been accusing me now for a great many years, and what is more, they approached you at the most impressionable age, when some of you were children or adolescents; and literally won their case by default, because there was no one to defend me. Source unknown
Socrates' dictum
- All humans choose only what they believe to be the good.
- You have heard me speak at sundry times and in diverse places of an oracle or sign which comes to me, and is the divinity which Meletus ridicules in the indictment. This sign, which is a kind of voice, first began to come to me when I was a child; it always forbids but never commands me to do anything which I am going to do. This is what deters me from being a politician. Plato, The Apology of Socrates, in The Dialogues of Plato, Volume 2, translated by Benjamin Jowett, 3rd Edition, Oxford University Press, pp. 109-135,1892
- If you think that by killing men you can prevent some one from censuring your evil lives, you are mistaken; that is not a way of escape which is either possible or honorable; the easiest and the noblest way is not to be disabling others, but to be improving yourselves. This is the prophecy which I utter before my departure to the judges who have condemned me. Plato, The Apology of Socrates, in The Dialogues of Plato
Philosopher king phrase
- Until philosophers rule as kings or those who are now called kings and leading men genuinely and adequately philosophise, that is, until political power and philosophy entirely coincide, while the many natures who at present pursue either one exclusively are forcibly prevented from doing so, cities will have no rest from evils, [...] nor, I think, will the human race. Plato, Republic 473c-d
Plato describes the "philosopher kings" as "those who love the sight of truth". Plato, Republic 475c
- Once made equal to man, woman becomes his superior.
- Be slow to fall into friendship; but when thou art in, continue firm and constant.
- As for me, all I know is that I know not much except of my ignorance.
- This one means to know anything, although he doesn't know it, but I, as I don't know it now, don't believe it either.
- True wisdom comes to each of us when we realize how little we understand about life, ourselves, and the world around us.
- By all means marry. If you get a good wife, you'll be happy. If you get a bad one, you'll become a philosopher and that is a good thing for any man.
- I decided that it was not wisdom that enabled poets to write their poetry, but a kind of instinct or inspiration, such as you find in seers and prophets who deliver all their sublime messages without knowing in the least what they mean.
- I was afraid that by observing objects with my eyes and trying to comprehend them with each of my other senses I might blind my soul altogether.
- One who is injured ought not to return the injury, for on no account can it be right to do an injustice; and it is not right to return an injury, or to do evil to any man, however much we have suffered from him.
- Ordinary people seem not to realize that those who really apply themselves in the right way to philosophy are directly and of their own accord preparing themselves for dying and death.
- To fear death, my friends, is only to think ourselves wise, without being wise: for it is to think that we know what we do not know. For anything that men can tell, death may be the greatest good that can happen to them: but they fear it as if they knew quite well that it was the greatest of evils. And what is this but that shameful ignorance of thinking that we know what we do not know?
- Death may be the greatest of all human blessings.
- The unexamined life is not worth living.
- The misuse of language induces evil in the soul.
- To harm another is to harm oneself.
- Our prayers should be for blessings in general, for God knows best what is good for us.
- Whenever, therefore, people are deceived and form opinions wide of the truth, it is clear that the error has slid into their minds through the medium of certain resemblances to that truth.
- I hold that to need nothing is divine, and the less a man needs the nearer does he approach divinity.
- Man must rise above the Earth [...] to the top of the atmosphere and beyond [...] for only thus will he understand the world in which he lives.
- The only good is knowledge and the only evil ignorance.
- The hottest love has the coldest end.
↑
23.3 Spruchweisheiten – nachdenkenswert
- Ich komme, ich weiß nicht woher,
Ich bin, ich weiß nicht wer, Ich sterb, ich weiß nicht wann, Ich geh, ich weiß nicht wohin, Mich wundert's, dass ich fröhlich bin. Mittelalterlicher Sinnspruch
- It hurts to be at the cutting edge. Don't get even, get odder.
Übersetzung: Es schmerzt, auf Messers Schneide zu gehen. Sinne nicht auf rächenden Ausgleich, sondern werde ungewöhnlicher.
- Don't go left, don't go right: go deeper.
Übersetzung: Geh' nicht links, geh' nicht rechts: geh' tiefer. Jim Wallis (*1948) evangelical Christian writer, political activist
|
↑
23.4 Zitate von anderen Quellen über Sokrates
Persönliche Aussagen
- Als Xanthippe, Sokrates' Frau, sich beklagte darüber, dass ihr Mann zu Unrecht dem Tod überantwortet werde, fragte er sie:
Wäre es dir lieber, ich ginge zu Recht in den Tod?
- Vergib' allem, was du erlebst und erfährst, wie dem auch immer sei. Bedenke, dass Christus, Buddha und Krishna gleichermaßen sagen, dass alle Irrtümer auf Grund von Unwissenheit geschehen. Sokrates sagte, dass sich alle Menschen nur für das entscheiden können, was sie für richtig halten. David R. Hawkins, Transcending the Levels of Consciousness, S. 333f
- Keiner hat den Mut, der Erste zu sein, der gemäß den Lehren von Christus und Sokrates lebt, weil er in einer Welt aus lauter Opportunisten zum Märtyrer werden müsste. Sylvia Plath
- Ein Schulmädchen schrieb einen Aufsatz über Sokrates: Sokrates war ein berühmter griechischer Philosoph, der überall, wo er hinkam, den Leuten Ratschläge erteilte. Sie vergifteten ihn. Charles Francis, IdeaBank, Chappaqua, New York
- Sokrates pflegte zu den Göttern nur schlechthin um das Gute zu beten, als wüssten sie am besten, was gut ist. Xenophon, Memorabilien I, 3
- Ich würde all meine Technologie für einen Nachmittag mit Sokrates eintauschen. Steve Jobs, Newsweek, 29. Oktober 2001
↑
23.5 Zitate (engl.) von anderen Quellen über Sokrates / Socrates
- All humans choose only what they believe to be the good.
- Socrates said, in effect, that without such capacity, youth (including the youth that continues to reside within every adult) is corrupted by low-energy attractor fields. Although Socrates was put to death for trying to teach this discernment, his entreaty remains: Obscurity is dispelled by augmenting the light of discernment, not by attacking the darkness. The final issue, then, is the problem of how we may best cultivate and preserve the power of moral discretion. Dr. David R. Hawkins, Afflicted by Forces Unseen? Exzerpt aus Power vs. Force
- I know nothing except the fact of my ignorance. Diogenes Laertius
- Having the fewest wants, I am nearest to the gods. Diogenes Laertius
- The only good is knowledge and the only evil is ignorance. Diogenes Laertius
- I am disposed to ask: Does teaching consist in putting questions? Indeed, the secret of your system has just this instant dawned upon me. I seem to see the principle in which you put your questions. You lead me through the field of my own knowledge, and then by pointing out analogies to what I know, persuade me that I really know some things which hitherto, as I believed, I had no knowledge of. Oeconomicus (The Economist) as translated by H.G. Dakyns
- I am seeking perhaps what Socrates asked for in the prayer from Phaedrus when he said, 'May the outward and inward man be one.' Anne Morrow Lindbergh, Gift from the Sea Study Guide S. 23
↑
24. Links zum Thema Sokrates / Socrates
24.1 Literatur
24.2 Literatur (engl.)
24.3 Externe Weblinks
- Wer war Sokrates?
- Warum musste Sokrates sterben?, Thur.de
- DER QUERDENKER, Webseite des Parlaments von Österreich
- Sokrates und die Pflicht zum Rechtsgehorsam. Eine Analyse von Platons "Kriton", Peter Unruh, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2000
- Sokrates und die Kunst, Fragen zu stellen, Über den Sokratischen Dialog, Philosophia.privat.t-online.de
- Vom Staunen und von der größeren Freiheit, Philosophie zum Leben, Philosophia.privat.t-online.de
- Platon. Des Sokrates Verteidigung, Übersetzung F.D.E. Schleiermacher, 1805, Textlog.de
- Sokrates, angeregt durch K.O. Schmidt, In Dir ist das Licht
Diotima von Mantinäa, Sokrates' Lehrerin
- Rede der Diotima über Eros, Schönheit und Philosophie, Platon, Symposion (201d-212c), Gottwein.de
24.4 Externe Weblinks (engl.)
- Plato, The Apology of Socrates, in The Dialogues of Plato, Volume 2, translated by Benjamin Jowett, 3rd Edition, Oxford University Press, 1892
- Socrates gesammelt auf Myswizards Blogseite
- Socrates – Greek philosopher, Biography, Age-of-the-sage.org
- Kenneth J. Maxwell Jr. A Socratic Perspective on The Nature of Human Evil, 2008
Diotima, Socrates's teacher
24.5 Audio- und Videolinks
24.6 Audio- und Videolinks (engl.)
↑
|
24.7 Interne Links
Hawkins