Wiki / Soziologie
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Phoenix illumination miniature, Aberdeen Bestiary
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Der britische Wirtschaftshistoriker Richard Wilkinson (ehemals Universität Nottingham) und seine Kollegin, die Sozialepidemiologen Kate Pickett (Universität York) fanden in jahrzehntelangen Vergleichsstudien in 21 Industrieländern (Nordamerika, Europa, Australien, Japan): Die Wurzel einer Vielzahl von sozialen Missständen in Industrieländern liegt nicht an der Höhe des Einkommens, sondern an der Einkommenskluft innerhalb einer Gesellschaft und dem damit einhergehenden Bewertungs- und Würdigunggefälle.
Ab einer Einkommens- und somit Chancenverteilung, die grundlegende Lebensbedürfnisse abdeckt – wie etwa in dem Land Kuba (BW 300) – ist nicht für das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität der Gesamtbevölkerung mehr die Höhe des Durchschnittseinkommens ausschlaggebend, sondern der Abstand im Gefälle von Einkommen und Status.
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Gallup Umfrage/Studie von Ed Diener, Daniel Kahneman et al., USA, 2009: |
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Income’s Differential Influence on Judgments of Life Versus Affective Well-Being, Artikel Geld. Ab einem Jahreseinkommen von 60.000 $ wird man nicht mehr glücklicher, man wähnt sich glücklicher. Der Unterschied zwischen dem erlebenden Selbst und dem Erinnerungsselbst verfälscht das Umfrageergebnis. |
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Anhand von öffentlich zugänglichen und von Fremdquellen erstellten Statistiken auf internationaler Ebene schlussfolgerte das Forscherpaar Wilkinson/Pickett, dass das rankistische Machtgefälle zwischen den 20% der ärmeren und den 20% der reicheren Bevölkerungsschichten in Industriegesellschaften deutlich mit einer Vielzahl der drängendsten sozialen Probleme korreliert. Während das Einkommensgefälle zwischen Ober- und Unterschicht in Japan und den skandinavischen Staaten bei 3,5+ liegt, ist es in Vereinigten Staaten, Großbritannien, Portugal, Australien und Neuseeland mehr als doppelt so groß.
Je gravierender das Einkommens- und Statusgefälle zwischen den Gesellschaftsschichten in einem Staat ist, desto verschärfter treten auch dessen Problemfelder auf, hervorgerufen durch Rangmissbrauch. Je ungleicher die Gesellschaftsschichten eines Volkes beschaffen sind, desto mehr wird es durch Herrschaftsansprüche (Überlegenheit/Unterlegenheit – Stolz/Scham), Statuskonkurrenz, Statusunsicherheit, Angst vor sozialer Geringschätzung herausgefordert. Durch diesen Umstand verschlechtert sich die Lage des ganzen Volkes in vierzehn verschiedenen sozialen Problemfeldern:
Körperliche und seelische Gesundheit
Fazit: Die Wurzel von (weitgehend) allen sozialen Übeln liegt im Einkommensgefälle |
Der Psychoanalytiker, Kinderpsychologe und KZ-Überlebende Jude Bruno Bettelheim, der im Alter Selbstmord begangen hat, bestätigt in einer psychologischen Analyse in seinem Buch Aufstand gegen die Masse. Die Chance des Individuums in der modernen Gesellschaft (1980) folgende verhältnismäßige soziologische Faustregel angesichts der Bewältigung von einschneidenden Lebenskrisen.
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Zwanghaft wachstumsorientierte Krebszellen tragen nicht wie gesunde Zellen zum Gesamtwohl des Organismus bei. Für ihr unmäßiges Wachstum verbrauchen sie das 32-fache an Energie. Sie geraten in einen energieraubenden Strudel des Eigennutzes. |
Gut zwei Drittel Deutsche fliehen den Tod, während drei Fünftel der Deutschen glauben, dass es kein Weiterleben nach dem Tod gibt.
Der Pressemitteilung zur Studie Spiritualität in Deutschland der Identity Foundation in Düsseldorf, April 2007, ist zu entnehmen, wie Deutsche mit dem Tod umgehen. Im März 2006 wurden 1.000 Interviewpartner auch zu ihrem Verhältnis zum Tod befragt:
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Wanderanekdote des Sozialgefälles |
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Dieser Ausspruch wurde bereits der ersten Frau von Ludwig XIV. vorgeworfen, später der französischen Königin Marie Antoinette. Er stammt nachweislich nicht von ihr. |
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Hinweis: |
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Bangladesch gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2007 von ungefähr 490 US Dollar zu den ärmeren Ländern der Welt. |
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Ethik des [Steuern] Ein-Nehmens und Gebens |
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These: Steuern zu entrichten, ist eine versäumte Chance thymotischer Genugtuung. |
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Fokus auf Geld oder Herz: |
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Peter Kruse: Wir haben seit dem Mittelalter keine Fiskalphilosophie. [Minute 0:27:44]
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Keeping one’s own counsel |
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Turningpoint 1987-2012-2026: |
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Leap from self-interest to altruism at the threshold of integrity |
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Shifting from things to persons |
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Speech delivered to the clergy and laymen concerned about the Vietnam war |
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The impact of the Internet on society |
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The end of economic growth is reached in wealthy countries. |
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Restoring the sense of pride: |
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Especially males act violently when faced with disrespect, shame, or threats to their social status. |
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Timing for the inequality issues is right. |
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Excess growth and sustainablity of economy are social issues. |
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References to the book Spirit level, compilation of 50 years of collected census data: |
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Biritish social epidemiologist Richard Wilkinson, Ph.D., Kate Pickett, Ph.D., The Spirit Level. Why More Equal Societies Almost Always Do Better, Bloomsbury Press, 22. December 2009 |
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The deadliest form of violence is poverty. Mahatma Gandhi |
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Population stability is one of the benefits of dignitarian (egalitarian) societies. |
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Not money (bribes), nor contraceptiva, nor the one-child policy, nor force, but equality between men and women, i.e. shared human dignity allows for sustainability and stable population rates. |
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The British social epidemiologists Richard Wilkinson (University of Nottingham) and Kate Pickett (University of York) found as a result of longterm comparative studies: The root of many a social evils is found in the amount of income but on the income gap and the sondern am Einkommens- und the associated estimation gap.
clusters of social failings are responses to felt status differentiation and social gradients. Indignifying inequality is divisive and socially corrosive.
Taking the same group of countries, the same measures of inequality, whether amongst the American states or internationally, we found one problem after another was more common in more unequal societies — and that was true comparing rich countries or the 50 states of the USA.
It’s probably sold about four times the numbers of copies in Britain (despite the much smaller population) as in the United States, and it’s been on the best-seller list several times. There are over 20 foreign editions either out or in preparation. It’s been — well, we feel rather like the dog being wagged by its tail. It’s really taken over our lives in a quite unexpected way. Kate and I have done over 500 talks on it in just over two years.
Those differences are so large because it’s not just the poor who are being affected by inequality: it’s the vast majority of the population. It affects the social fabric from top to bottom.
It’s very clear that the 1929 crash and the 2007-8 crashes were both peaks of inequality and – closely related to that – peaks of indebtedness.
But we found that in more unequal countries, children tend to have higher aspirations — but they’re completely unrealistic aspirations. They all want to be sports stars or celebrities or directors of large companies: the only thing that matters is being rich. In more equal societies, it may still be acceptable to be a skilled craftsman without being regarded as a loser. The culture shifts with inequality.
it isn’t about money, it’s about the monkey brain, the pecking order …
Ab einer Einkommens- und somit Chancenverteilung, die grundlegende Lebensbedürfnisse abdeckt (wie etwa in dem Land Kuba), ist nicht für das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität der Gesamtbevölkerung mehr die Höhe des Durchschnittseinkommens ausschlaggebend, sondern der Abstand im Gefälle von Einkommen und Status.
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US American Gallup survey / study by Ed Diener, Daniel Kahneman, et al., 2009: |
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Income’s Differential Influence on Judgments of Life Versus Affective Well-Being |
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Social Inequality is the biggest challenge in the coming decade. (2008-2018) |
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Anhand von öffentlich zugänglichen und von Fremdquellen erstellten Statistiken auf internationaler Ebene schlussfolgerte das Forscherpaar Wilkinson/Pickett, dass das rankistische Machtgefälle zwischen den 20% der ärmeren und den 20% der reicheren Bevölkerungsschichten in Industriegesellschaften deutlich mit einer Vielzahl der drängendsten sozialen Probleme korreliert. Während das Einkommensgefälle zwischen Ober- und Unterschicht in Japan und den skandinavischen Staaten bei 3,5+ liegt, ist es in Vereinigten Staaten, Großbritannien, Portugal, Australien und Neuseeland mehr als doppelt so groß.
DOPPEL
The bigger the income and status gap between the social classes in a state is the verschärfter treten auch dessen Probleme durch rang abuse auf. The more inequal the social strata in a people are the more it will be challenged by claim to power (superiority/inferiority – pride/shame), status , status insecurity, fear of social depreciation herausgefordert. Durch diesen Umstand verschlechtert sich die Lage des ganzen Volkes in vierzehn sozialen Bereichen wie beispielsweise:
bullying at school minute 4:40
prison 7:34
rich developed market democracies.
Valued or devalued?
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Peer reviewed studies on social inequality: |
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British socioepidemiologists Wilkinson and Pickett found in 30 years of research a unilateral pattern of (mainly) all social maladies in wealthy countries: the size of the income gap interrelated with psychosocial concordant dignity gradients.
Richard Wilkinson, Ph.D. (*1943) British professor Emeritus of social epidemiology, University of Nottingham, researcher of inequality data in health and social determinants, How economic inequality harms societies, presented by TED Talks, YouTube film, minute 2:58, 16:55 minutes duration, filmed July 2011, posted 24. October 2011
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Richard Wilkinson, Ph.D. (*1943) British professor Emeritus of social epidemiology, University of Nottingham, researcher of inequality data in health and social determinants, How economic inequality harms societies, presented by TED Talks, YouTube film, 16:55 minutes duration, filmed July 2011, posted 24. October 2011
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Viktor Frankl, the Austrian psychotherapist and Nazi death camp survivor, found meaning in his intense suffering. The spiritual / soul life strengthened the camp prisoners, helped them adapt, and so improved their chances of survival. It was a matter of the attitude of the prisoners who had a better chance to survive camp.
Psychoanalyst, child psychologist, Holocaust survivor Bruno Bettelheim found in The Informed Heart. Autonomy in a Mass Age (1979) the following sociological formula when faced with extreme crisis in life:
Bread and games keep the masses going. |
Bettelheim suggested:
Note: Bruno Bettelheim was a (spirit adverse) Freudian who survived the Nazi death camp. Later in his career he committed suicide. His writings and his actions were not congruent in the long run, as was found out later. | ||||||||||||||||||||||||
Links zum Thema Soziologie / SociologyLiteratur
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