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2·2012


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Progressive Stufenmodelle zur Bewusstseinsentwicklung

 

-- BAUSTELLE --

 


©  Stairway to Heaven, Jim Warren Studios

 

ALLE bedeutenden Stufenmodelle haben Aspekte der allgemeinen Bewusstseinsentwicklung (Linie, Tendenz) untersucht.

 

Jeder dieser Entwicklungsaspekte entfaltet sich stufenweise, er durchläuft Zustände und Ebenen.
Manche Modelle versehen diese Ebenen mit Nummern oder Symbolen und/oder Benennungen. Daher kann von einer moralischen Ebene 1, 2 und so weiter sprechen oder diese Ebenen 'präkonventionell', 'konventionell' und so weiter nennen. Ähnlich kann man auch von Ebene 1, 2 usw. des Selbst sprechen.


 

Inhaltsverzeichnis (verbergen)

  1. 1. Abraham Maslow  (1908-1970 ) humanistischer Psychologe
  2. 2. Dr. Caroline Myss – 3 Stufen-Modell der Anatomie des Bewusstseins
  3. 3. Vier-Stufen-Modell – Aufbau der altägyptischen Tempel / Modell der Mysterienschule
  4. 4. Vier Stufen der Entwicklung (interdisziplinär dargestellt)
  5. 5. Lawrence Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung
  6. 6. Carol Gilligan (*1936) – Entwicklungsstufen der Frauen (unter dem Fürsorgeaspekt)
  7. 7. James W. Fowler, Psychologe und Theologe, USA
  8. 8. Jane Loevinger Skala
  9. 9. Dr. Clare Graves – Spiral Dynamics Modell
  10. 10. Dr. Don Beck, Psychologe, USA – 8-Meme-Modell
  11. 11. Robert Kegan – Sieben Wandlungssprachen
  12. 12. Susan Cook-Greuter – Die neun Stufen der Aktions-Logik
  13. 13. Ayn Rand – Drei Axiome des Bewusstseins
  14. 14. Jean Piaget – Stufen des logischen Denkens
  15. 15. Erik H. Erikson (1902-1994) – Acht Phasen der psychosozialen Entwicklung
  16. 16. Jean Gebser, CH – Die sieben Entwicklungsstufen
  17. 17. C. O. Scharmer – Vier-Stufenmodell des Dialogs
  18. 18. M. Scott Peck – Die vier Phasen der Teamentwicklung
  19. 19. Mushin J. Schilling – Sieben Stufen zur authentischen Gemeinschaftsbildung
  20. 20. Scientologie – Tonskala
  21. 21. von Feilitzsch
  22. 22. Max Heindel, deutscher Theosoph und Rosenkreuzer – Sieben Schöpfungsstufen
  23. 23. Ken Wilbers KosmologieAQAL-Modell
  24. 24. Chakrasysteme
  25. 25. Deepak Chopra – Stufenmodell der Gewahrseinsebenen
  26. 26. Sylvia Wetzel, Autorin – Sieben Schritte zum Erwachen oder die Schule der Tauben
  27. 27. Werner Güntner, Autor – Sieben Bewusstseinsebenen
  28. 28. Die Zehn Welten des Buddhismus
  29. 29. Rudolf Steiner, Gründer der Anthroposophie – Sieben Bewusstseinszustände
  30. 30. Rudolf Steiner – Raum – Zeit – Dimensionen (Übersicht)
  31. 31. Gloria Karpinski, USA – Die sieben Stufen der Wandlung
  32. 32. Sam Keen – Die sieben Königreiche der Liebe
    1. 32.1 Stanislaf Grof
    2. 32.2 Die vier Hauptebenen der LSD-Erfahrung
    3. 32.3 Die vier Matrizen des Geburtsprozess
  33. 33. Richard Tarnas, Astrologe, USA – Vier Transitphasen
  34. 34. Dr. David R. Hawkins – Skala des Bewusstseins
    1. 34.1 Vier Entwicklungsstadien des Menschseins – David R. Davids
    2. 34.2 Entwicklungsstufen – Vom Zwang zur Wirkmacht – David R. Hawkins
  35. 35. Kondratjew-Zyklus – Ökonomische Zyklen nach Nikolai Dmitrijewitsch Kondratjew
  36. 36. Vier historische Zeitalter nach Daniel H. Pink
  37. 37. Stufenentwicklung – Beispiel aus AT ⇔ NT
  38. 38. Paradigmale Sprünge des Bewusstseins
  39. 39. Runden des Medizinrads
  40. 40. Bruder Thomas Keating, zisterziensischer Mönch
    1. 40.1 Evolutionsmodell
    2. 40.2 Der christlich sprituelle Weg
  41. 41. Professor Friedrich Glasl, österreichischer Ökonom – Konflikteskalation
    1. 41.1 Kuss-Ausdrucksarten
  42. 42. Englische Texte – English section on Developmental Step Models
    1. 42.1 Richard Heckler, Crossings: Everyday People, Unexpected Events, and Life-Affirming Change, Juni 1998
    2. 42.2 Ian Xel Lungold, Zeitforscher, USA und  Carl Johan Calleman, Biolloge, Sweden
    3. 42.3 Crucial Tipping Points of the Ages of Evolution
    4. 42.4 Carl Johan Calleman, biologist, time researcher, Sweden
    5. 42.5 Nine Cosmic Underworlds * Corresponding levels of Consciousness
    6. 42.6 The 13 divine forces of Evolution (Maya / Aztek)
    7. 42.7 13 Stages in the History of Writing
    8. 42.8 13 Stages of Telecommunications
    9. 42.9 The Mayan Time Concept of Evolution
    10. 42.10 Ian Xel Lungold, Zeitforscher, USA – Creation cycle / formula
    11. 42.11 Ian Xel Lungold, USA – Emotional Tone Scale – Emotional States
    12. 42.12 Lester Levenson, USA – Die Skala der Emotionen
    13. 42.13 Four stages of spiritual development according to M. Scott Peck
    14. 42.14 The four historical Ages according to Daniel H. Pink
  43. 43. Zitate zum Thema Stufenmodelle und Stufenentwicklung / Step models
    1. 43.1 Zitate allgemein
    2. 43.2 Zitate (engl.) allgemein
    3. 43.3 Das Stufen-Gedicht von Hermann Hesse
  44. 44. Links zum Thema Stufenmodelle und Stufenentwicklung / Step models
    1. 44.1 Literatur
    2. 44.2 Literatur (engl.)
    3. 44.3 Externe Weblinks
    4. 44.4 Externe Weblinks (engl.)
    5. 44.5 Interne Links

Engel klettern auf der Jakobsleiter,
Westseite der Abtei von Bath


 

1.   Abraham Maslow  (1908-1970 ) humanistischer Psychologe

Die Maslowsche Bedürfnispyramide umfasst drei Ebenen

  1. Defizit-Bedürfnisse
  2. Ästhetische Bedürfnisse
  3. Wachstumsbedürfnisse.

1954 schrieb Maslow zum ersten mal über seine Theorie der Stufenpyramide der Bedürfnisse in seinem Buch Motivation and Personality und später einen Kommentar in Toward A Psychology Of Being:


Sechs Stufen der Maslowschen Bedürfnispyramide
1954-1970

StufeBedürfnisebeneAusdruckBeschreibung
1.DefizitKörperliche GrundbedürfnisseAtmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlaf und Sexualität
2.DefizitSicherheitBehausung (Dach überm Kopf), fester Arbeitsplatz, Gesetze, Versicherungen, Gesundheit, Ordnung, (konfessionelle) Religion
3.DefizitSoziale BeziehungenFreundes- und Kollegenkreis, Partnerschaft, Zugehörigkeit, Familie, Liebe, Nächstenliebe, Kommunikation und Fürsorge
4.ÄsthetikSoziale AnerkennungWissensbefriedigung, Einblick nehmen, Status, Wohlstand, Machtpositionen, Karriere, Auszeichnungen, Siege, Rangerfolge, Statussymbole
5.WachstumSelbstverwirklichungIndividualität, Talententfaltung, Altruismus, Güte, Kunst, Philosophie und Glauben (Welterklärung und Leitlinien Ethik)
6.WachstumTranszendenzSuche nach Gott oder einem höheren Wesen, das außerhalb des Systems vermutet wird
Maslow fügte die sechste Stufe erst in seinem Sterbejahr 1970 hinzu.

 

Quellen – Weblinks

Quellen – Weblinks (engl.)

 

2.   Dr. Caroline Myss – 3 Stufen-Modell der Anatomie des Bewusstseins

1. Sippenbewusstsein
2. Individuation
3. Seelenkontrakt

 

3.  Vier-Stufen-Modell – Aufbau der altägyptischen Tempel / Modell der Mysterienschule


Vier Einweihungsstufen der Mysterienschule

#PotenzEbeneOrtBeschreibungAspiranten
1. IReal
materialis-
tisch
AUSSEN
Vor Kirche / Tempel
Der Treppenauf-
gang, bebilderte Tempelsäulen
Aufenthaltsort der Laien
2. I0Symbolisch
analog
INNEN
Eingangsbereich
Das KirchenschiffOrt der Gemeinde
Symbol-
kundige
, Schreib-/
Lesefähigen
3. I00Irrational
paradox
INNEN
Erhöhter Zeremonial-
raum
Hinter der Absperrung
Ort der WeiheGeweihter Priester
4. I000Neu-
schöpfung
INNEN
Im Tabernakel
Das Allerheiligste
Ort der Wandlung
Begegnung mit Gott
Heilige Wand-
lung – Kommunion
Roter Wein (Physis/weiblich)
Weiße Hostie (Hingabe /
männlich)

 

4.   Vier Stufen der Entwicklung (interdisziplinär dargestellt)


Vier Evolutionsstufen und Prüfungsstationen
von Wachstum und Genesung

Rang
Potenz
ThemaAufgabeEbeneAnsatzBe-
züge
1. – 1
Real extern
Geld
1. Chakra
(Ge)Wissen/
Überleben
creatio
KÖRPER
persönlich - unbewusst
Theorie / Produkt
ego-
zentrisch
Ich
2. – 10
Symbolisch
übertragen
Sex
2. Chakra
Prestige/
Vermehrung
procreatio
GEFÜHL
interpersönlich – halbbewusst
Methodik
sozio-
zentrisch
Ich <> Du
3. – 100
Paradox
verschrän-
kend
Macht
3. Chakra
Durchsetzung
Verant-
wortung

cocreatio
INTELLEKT
Unpersönlich – Indirekt bewusst
Praxis
welt-
zentrisch
Ich ∞ Du ∞ Wir
4. – 1000
Neoreal intus
(Ego)
Tod
4. Chakra
Wandlungs-
moment
Neugeburt
Einweihung
neocreatio
GEIST
transpersönlich – direkt bewusst
Erneuerung
kosmo-
zentrisch / integral
ES / WIR ∞ Ich

 

5.   Lawrence Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung

Das erste präkonventionelle Stadium besteht aus drei Stufen:

 

  1. Stufe 0 ist die Vorbereitung des moralischen Denkens
    „Recht ist, was ich will.“
  2. In der Stufe 1, dem Orientierungsschema „Bestrafung / Gehorsam“, setzt sich die Autorität des Erwachsenen/Machthabers durch.
    „Wer die Macht hat, hat das Sagen.“
  3. In der Stufe 2, dem Orientierungsschema „instrumental-relativistisch“, stehen die eigenen Ziele im Vordergrund.
    „Recht ist, was mir gut tut.“

    Das zweite konventionelle Stadium besteht aus zwei Stufen:

 

  1. In der Stufe 3 gilt das Orientierungsschema „interpersonelle Eintracht“. Der Einzelne steht in Beziehung zu anderen Individuen (Konformität).
    „Recht ist, was man sagt, was recht ist.“
    Kinder im Alter von ungefähr 13 Jahren erreichen diese Stufe.
  2. Der gesamtgesellschaftliche Aspekt wird in Stufe 4, dem Orientierungsschema „Autorität und Sozialordnung“, berücksichtigt.
    „Recht ist, was die Autoritäten sagen.“

    Auch das dritte und letzte postkonventionelle Stadium (autonom, prinzipientreu) besteht aus zwei Stufen:

 

  1. Das Orientierungsschema „Sozialkontrakt/Legalität?“ der 5. Stufe ist eine der Gesellschaft vorgeordnete Perspektive. Gesellschaftliche Standards sind zentral und der größtmögliche Nutzen für die größtmögliche Anzahl von Personen soll erreicht werden.
    „Was R(r)echt ist, muss kritisch geprüft werden.“
  2. Mit der Stufe 6, dem Orientierungsschema des „universell-ethischen Prinzips“, schließt die moralische Entwicklung mit dem höchsten moralischen Anspruch ab.
    „Gleiches Recht für alle.“
    Eine zentrales exemplarisches Maxime ist hierbei der Kategorische Imperativ nach dem Philosophen Immanuel Kant: Handle nur nach der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz wird. (Nach Skala des Bewusstseins von David Hawkins ist hier ein Bewusstseinswert von 460 erreicht, mit der Goldenen Regel ein BW von 405.)

     

weitgehend zitiert aus Kognition, Sprache, Persönlichkeit, IIM Uni Gießen

 

Siehe auch diesen Text  Zur Kohlberg-Theorie
Wikipedia-Einträge  Lawrence Kohlberg, Stufentheorie des moralischen Verhaltens
Wikipedia-Einträge (engl.) Lawrence Kohlberg, Lawrence Kohlberg's Stages of Moral Development

 

Zusammenfassung der Kohlberg-Skala

Präkonventionelle Ebene0-9 Jahre, einiger Jugendlicher und vieler jugendlicher und erwachsener Straftäter

  • 1. Stufe – Die Orientierung an Strafe und Gehorsam
    Machtpotenziale machen Eindruck, Betonung auf Strafvermeidung
  • 2. Stufe – Die instrumentell-relativistische Orientierung
    Beziehungen sind eine Art Handel und Austausch. Eine Hand wäscht die andere. Tit for tat – „Ich gebe, damit du (mir) gibst.“

     

Konventionelle EbeneGroßteil der Jugendlichen und Erwachsenen

  • 3. Stufe – Die interpersonale Konkordanz- oder „good boy/nice girl“-Orientierung
    Vorzugsweise wird hier argumentiert: „Er/ich hat es doch gut gemeint“.
  • 4. Stufe – Die Orientierung an Gesetz und Ordnung
    Allgemeine moralische Regeln der Gesellschaft werden anerkannt und befolgt, um die sozialen Ordnung aufrechterhalten.

 

Zwischen- bzw. Übergangsstufe 18-20-Jährige

  • 4 1/2. Stufe Eine Längsschnittstudie ergab, dass High-School-Absolventen auf die moralischen Werte der Stufe 2  zurückgefallen waren. Solange das ethische Prinzip noch nicht verinnerlicht und verankert ist, sind Rückfalle in die konventionelle Stufe leicht möglich. Daher wurde nachträglich die Zwischenstufe in das Kohlberg-Modell eingefügt.

 

Postkonventionelle Ebeneeine Minderheit 25% der Erwachsenen, meist erst nach dem 20. Lebensjahr

  • 5. Stufe – Die legalistische Orientierung am Sozialvertrag
    Hinterfragung moralischer Normen, Idee des Gesellschaftsvertrags
    Nach Kohlberg steht ca. ein Viertel der Menschheit auf dieser Stufe. Vgl. Skala des Bewusstseins (Übersicht), wonach 22% der Menschheit integer schwingen, über dem Bewusstseinswert 200 sind.
  • 6. Stufe – Die Orientierung am universal-ethischen Prinzipien
    Lavierende Begründungen der Hinterfragung der Normen des Gesellschaftsvertrags weichen der zwischenmenschlichen Achtung, vernunftbasierter Moral, universellen und durchwegs eingehaltenen ethisch-abstrakten Prinzipien. Diskussionen widmen sich nicht konkreten moralischen Regeln, sondern abstrakten Prinzipien. Konfliktlösung findet unter [zumindest gedanklicher] Einbeziehung aller [möglichen] Beteiligten statt. Es liegen Bezüge zur Normbegründungsform der Diskursethik vor.
    Eine kleine Minderheit von weniger als 5% der Erwachsenen der Menschheit erreichen die 6. Stufe – alle Altersstufen betreffend. Vgl. Skala des Bewusstseins (Übersicht), wonach ca. 5% der Menschheit echt lieben können und sich über dem Bewusstseinswert von 500 befinden.

 

  • Kohlberg hat auch noch eine 7. religiöse Stufe definiert.
    Kritiker seines Stufenmodells monieren, dass er sich bei seinen Forschungen nur an männlichen Probanden orientiert hat.

 

6.   Carol Gilligan (*1936) – Entwicklungsstufen der Frauen (unter dem Fürsorgeaspekt)

Carol Gilligan, eine Schülerin von Lawrence Kohlberg, fand heraus, dass die Begegnung mit einem Menschen in Not geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausfällt:

  • Frauen orientieren sich stärker am Beziehungs-, Interaktions- und Verantwortungsgefüge.
  • Männer orientieren sich eher an abstrakten Rechten und Pflichten.

Der männlichen Gerechtigkeitsmoral stellt Gilligan die weibliche Fürsorgemoral als strukturell gleichwertig gegenüber.


Vier moralische Entwicklungsstufen
von FrauenPhönixprozess

StufeFürsorgestufeEbenen
1.Selbstsüchtige FürsorgeEgozentrische Ebene
2.Sippenbezogene FürsorgeEthnozentrische Ebene
3.Universale FürsorgeWeltzentrische Ebene
4.Integrierte FürsorgeKosmozentrische integrale Ebene

 

Sowohl Frauen als auch Männer entwickeln sich hierarchisch.
Frauen agieren verbindend und verbindlich, während Männer dazu tendieren, autonom, tatorientiert und in Rangordnungen zu denken.
Frauen denken nicht per se hierarchisch, entwickeln sich jedoch hierarchisch.

 

  • Biografie der Feministin Carol Gilligan (engl.)

 

7.   James W. Fowler, Psychologe und Theologe, USA

Stufen des Glaubens
James W. Fowler, Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn, Gütersloher Verlagshaus. Originaltitel: Stages of Faith

 


Stufen des Glaubens und der Sinnsuche

StufeGlaubensausdruckLebensalterLegende
1.Intuitiv-projektiver GlaubeErste Lebensmonate Grundvertrauen
etwa 2-7 Jahre
Vorstellungskraft genügt für die Glaubensgrundlagen
2.Mythisch wörtlicher GlaubeKindheitBildhafte Glaubensbeschreibung; Beispiel: Gott ist oben, das Böse ist unten. Gott ein alter Mann mit Bart.
3.Synthetisch-
konventioneller Glaube
Zwischen 12 und 13 Jahren
viele Erwachsene
Eigene Glaubensidentität abhängig von Rückmeldung von Bezugspersonen / sozialen Umfeld
4.Individuierend-
reflektierender Glaube
ErwachsenerAbrücken von Konventionen, sich auch gegen sein Umfeld entwickeln und behaupten
5.Verbindender GlaubeWenige im reifen ErwachsenenalterAusweitung des Glaubens; Erkennen der Mehrschichtigkeit verschiedener Glaubensformen, Relativität des eigenen Glaubens
6.Universeller
Glaube
Ganz wenige Menschen jeden Alters
Beispiele: Mahatma Gandhi, Mutter Theresa, Martin Luther King oder Jesus Christus
Radikale, sterbensbereite Umsetzung des Glaubens; das christliche 'Reich Gottes' wird als Realität gelebt.

 

 

8.   Jane Loevinger Skala

 

9.   Dr. Clare GravesSpiral Dynamics Modell

 


Spiral Dynamics Modell nach Clare W. Graves

Graves Modell Spiral Dynamics ist eins von vielen Entwicklungsmodellen, das sich als nützlich erweist, um die menschlichen Wertesysteme zu verstehen. Es wurde bei mehr als fünfzigtausend Menschen weltweit getestet und im wesentlichen ohne Abweichungen bestätigt. Die moderne Entwicklungsforschung hat festgestellt, dass der Mensch eine Reihe von Ebenen, Stufen, Memen oder Entwicklungswellen durchläuft, die folgende Phasen enthalten:


#BewusstseinsstufeAuftritt seitVerbreitungBereich
1.Archaisch-instinktive Überlebensebene (beige)
Existierendes System
Attraktor: Sicherheit
Ein Menschenleben beginnt mit der reaktiven Stufe, den primären Bedürfnissen, dem nackten Überlebensdrang.
Erfüllung der körperlichen Hauptfunktionen: Nahrungsaufnahme, Rast, körperliche Sicherheit, Fortpflanzung
Ca. 100.000 v.Chr.
Nur beim Säugling
0 % weltweit1. Tier
2.Magisch-animistische Familienebene (violett)
Stammes-Menschen-System
Attraktor: Entwicklung
Im tribalistischen Erleben ist die Familienzugehörigkeit am wichtigsten.
Primitive Clanbildung, Gruppenzugehörigkeit, Animismus, Verehrung der Ahnen, Tabus, Rituale
Ca. 50.000 v.Chr.
Beim Kleinkind i.d.R. vor dem 3. Lebensjahr
10 % / 1 % weltweit1. Tier
3.Egozentrisch-dominierende Ebene der Selbstbestimmung (rot)
Einzelkämpfer-System
Attraktor: Stabilität
Die egozentrische Phase entspricht der Zeit der Pubertät, in der man sich selbst als Mittelpunkt der Welt sieht.
Stärke, Macht, "Ich gewinne", Rebellion, Heldentum, totalitäre Gesellschaftsstruktur, Diktatur, Monarchie
Ca. 7000 v.Chr.
Beim Kind um das 3.-4. Lebensjahr (Trotzphase)
20 % / 5 % weltweit1. Tier
4.Mythisch-traditionelle Ebene der gesellschaftlichen Ordnung (blau)
Loyalisten-System
Attraktor: Leistung
In der absolutistischen Phase wird polar gedacht und gehandelt (schwarz/weiß – „gut“/„böse“).
Klare Regeln, Hierarchie, Ordnung, Absolutismus, übergeordnete Macht, Dogmatismus, Starrheit
Ca. 3000 v.Chr.
Beim Kind bis zur Pubertät
40 % / 30 % weltweit1. Tier
5.Modern-rationale Ebene (orange)
Erfolgssucher-System
Attraktor: Synergie
Während der materialistischen Phase ist die Sicherung des materiellen Erfolgs wichtig.
Ebene der sozial verträglichen Entwicklung. Wissenschaft, Ambition, Leistung, Fortschritt, Vernunft, "Win-win"
Ca. 1700 / früher
Beim jungen Erwachsenen bis ca. zum 18.-25. Lebensjahr
30 % / 50 %  weltweit1. Tier
6.Postmoderne-pluralistische Ebene des gesellschaftlichen Konstruktivismus (grün)
Team-Menschen-System
Attraktor: Flexibilität
In der pluralistischen Phase beginnt man, sich sozial zu engagieren.
Gleichbehandlung, Gleichberechtigung, Akzeptanz, Ökologie, Relativismus. Typische Gesellschaftsform der Hilfsorganisationen
Ca. 1850
Beim Erwachsenen bis ca. zur Midlife-Crisis
10 % / 15 % weltweit1. Tier
7.Systemisch-Integrative Ebene (gelb)
Möglichkeiten-Sucher-System
Attraktor: Integration
In der systemischen Phase beginnt das zusammenhängende Denken, Zusammenhänge in allen Lebensbereichen werden erkannt.
Systeme in Systemen, Unsicherheitsprinzip, Chaostheorie, Intergration diverser Ansichten, Big Picture, flexibles Handeln
Ca. 1950
Beim Erwachsenen ca. ab dem 40. Lebensjahr
1 % / 5 % weltweit
Gesellschaftlich irrelevant
2. Tier
8.Holistische / Holonische Ebene (türkis)
Globalisten-System
Die holistische Phase belebt das ganzheitliche Denken unter Einbeziehung der Allverbundenheit.
Bewusste, universelle Ordnung, Gedanken und Gefühle verbunden, Verbundenheit aller Netzwerke, Spiritualität, "collective mind"
Ca. etwa 19700 % / 1 % weltweit
Gesellschaftlich irrelevant
2. Tier
9.Nicht näher beschriebene Stufe (koralle)
Die transpersonale Phase dreht sich nicht mehr um Individuen, sondern um Erkenntnisse jenseits von Erfahrungen.
Ca. etwa 19900 % weltweit 2. Tier
10....Ca. etwa 20000 % weltweit 2. Tier

 

Erst-Tier-Meme oder -Stadien von 1-6 zeichnen sich durch die Überzeugung aus, dass ihre Art des Weltverständnisses der einzige wahre korrekte oder wertvolle Weg ist.
Ab dem zweiten Tier treten zum ersten Mal integrale Impulse im Bewusstsein auf verbunden mit der Einsicht, dass alle Erst-Tier Stadien eine mitentscheidende, wenn auch begrenzte, Rolle in der Welt spielen.

 

  • Ich stelle zur Debatte, dass die Psychologie des reifen Menschen ein sich entfaltender, wachsender, oszillierender, spiralförmiger Prozess ist, gekennzeichnet durch die progressive Unterordnung älterer Verhaltenssysteme niederer Ordnung unter neuere Systeme höherer Ordnung und zwar in dem Maß, wie die existenziellen Probleme des Menschen sich verändern. Dr. Clare W. Graves

 

  • Die Psychologie des reifen menschlichen Wesens ist ein sich entfaltender, schwingender, spiralförmiger Prozess, gekennzeichnet durch die fortschreitende Unterordnung älterer Verhaltenssysteme niederer Ordnung unter neuere Systeme höherer Ordnung, während die existentiellen Probleme eines Individuums sich verändern. Jede der aufeinanderfolgenden Stufen, Wellen oder Seinsebenen ist ein Zustand, den Menschen auf ihrem Weg zu anderen Seinszuständen durchlaufen. Ist der Mensch auf einen bestimmten Seinszustand zentriert, dann besitzt er eine Psychologie, die für diesen Zustand spezifisch ist. Seine Gefühle, Motivationen, ethischen Vorstellungen und Werte, seine Biochemie, der Grad seiner neurologischen Aktivierung, sein Lernsystem, Glaubenssystem, seine Auffassung von geistiger Gesundheit, seine Ideen darüber, was Geisteskrankheit ist und wie sie behandelt werden sollte, seine Konzeptionen von und Vorlieben für Management, Erziehung, Wirtschaft sowie politische Theorie und Praxis sind alle diesem Zustand angemessen. Dr. Clare W. Graves, Anfang der 60er-Jahre, zitiert aus: Ralph Netzger, Einführung in das Graves Values System. Das System der psychosozialen Entwicklung nach Clare W. Graves Dosisnet.de, PDF

 

10.   Dr. Don Beck, Psychologe, USA – 8-Meme-Modell

Don Beck ist der Schöpfer der integralen Spiraldynamik (SDi). SDi ist eine Landkarte der menschlichen Entwicklungsstadien – auf der Grundlage der Pionierarbeit von Clare Graves in Verbindung mit der integralen Rahmenarbeit von Ken Wilber. Auch angesichts der Fülle von gültigen Bewusstseinsskalen zählt SDi zu den am häufigsten benutzten Skalen – aufgrund ihres einfachen, eleganten Aufbaus und der Leichtigkeit sich intuitiv einen Überblick zu verschaffen.

 

Das Spektrum der SDi besteht aus 3 Tiers (gefalteten Anteilen). Die Meme von Beige bis Grün umfassen das "erste Tier" (Drittel) des Mem-Spektrums, in dem andere Entwicklungsebenen nicht als unumgängliche Stadien des Wachstums geschätzt werden (können). Ab dem zweiten Tier (Drittel) beginnt die Bewusstwerdung von der Einheit der Schöpfung. Alles ist mit allem verbunden.

 

 

  1. Beiges Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Archaisch-instinktive Ebene
    Es geht ums Überleben. Essen, Trinken, Schutz, Sex und Wärme haben Priorität. Jedes Kind wird auf dieser Stufe geboren und startet von hier aus seinen Lauf durch die Spiraldynamik. Wichtig ist, dass alle Stufen und ihre Zuständigkeiten integriert und gewürdigt werden.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die BEIGE Ebene im nichtintegeren BW-Bereich etwa von 1 - 80.
    Entsprechung: 1. oder WurzelChakra – Überleben / Urkraft

 

  1. Violettes Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Magisch-animistische Ebene
    Die Welt ist von Geistern belebt, die beschworen und besänftigt werden müssen durch geeignete Opfer, Flüche, Beschwörungen und Rituale (inklusive Menschenopfer). Der Aberglaube ist prävalent. Das Violett-Mem ist bei Sportteams, Straßengangs, Familienritualen sowie auch in zahlreichen New-Age-Gruppen anzutreffen. Die magisch-animistische Ebene, die auf einer nichtintegeren Grundlage fußt, scheint äußerlich den sehr hoch entwickelten gelben und türkisen Bewusstseinsebenen des 2. Tiers zu gleichen. Das Violett-Mem wird vom Sippenbewusstsein gespeist. Menschen verstehen sich daher in erster Linie als Gruppenmitglieder, nicht als Individuen mit Eigenverantwortung.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die VIOLETTE Ebene im nichtintegeren BW-Bereich von 81 - 190.
    Entsprechung: 2. oder SakralChakra – Gefühl

 

  1. Rotes Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Egozentrisch-machtorientierte Ebene
    Erste Ausdrucksform des Individualismus, Heldensagen, Drachen, Archetypen (Götter), Monster, Feudalherrschaft, Gottkönige, Macht und Ruhm, Gewalt, Wut. Das Ego beginnt sich aus dem Gruppenverband zu lösen, und der Mensch übt sich als Individuum, oft in der Form, dass sich ein Führer oder König über die immer noch violelett geprägten Gruppenmitglieder erhebt, die sich ihrerseits wie Glieder im Leib ihres Führers verstehen und als 'ausführende Organe' agieren.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die ROTE Ebene im nichtintegeren BW-Bereich etwa zwischen 150 ≠ Wut und 175 ≠ Stolz bis maximal 199.
    Entsprechung: 3. oder Solarplexus Chakra – Verstand, Eigenwillen

 

  1. Blaues Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Mythisch-traditionelle Ebene
    Ordnung und Gehorsam gehen über alles. Geschätzt wird Sinn für Gemeinschaft und Regelbewusstsein innerhalb der Gemeinschaft, Struktur und Halt, Disziplin und Ehrenkodizes. Man ordnet sich nicht einem Führer unter, sondern einem (gottgewollten) System, das auf dem Konzept von Gut und Böse bzw. Law and Order (Gesetz und Strafe) beruht. Es gibt nur einen klar vorgeschriebenen Weg, richtig zu leben. Das Blau-Mem tritt bevorzugt bei Armeen, Militär und in der Gesetzgebung auf. Seine Schattenseiten sind absolutistischer Fundamentalismus; Angst, Starrheit und Einschränkung. Die Skrupel Was würden die Nachbarn sagen? drückt die Angst vor dem Tabubruch aus, sich aus der blauen Ordnung zu entfernen.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die BLAUE Ebene teils noch im nichtintegeren und im integer-dualistischen BW-Bereich von etwa 175 - maximal 399.
    Entsprechung: 4. oder HerzChakra (niederes Herz) – 2. umfassenderes Gefühl, Ahnenebene

 

  1. Oranges Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Modern-rationale Ebene
    Es zählen Rationalität, Wissenschaftliche Orientierung, Denken, Logik, Technik, Naturgesetze, Aufklärung und Fortschritt. Die Schattenseiten sind: Gottesferne (Gottesleugnung) und Isolation des Menschen von seiner Umgebung; die Klimax des Individualismus.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die ORANGENE Ebene im integer-dualistischen BW-Bereich von 400 - etwa 460.
    Entsprechung: 4. oder HerzChakra (höheres Herz) – 2. umfassenderes Gefühl, Integration der Ahnenebene

 

  1. Grünes Mem 1. Tier = 1. Drittel des Mem-Spektrums
    Postmodern-pluralistische Ebene
    Das sensibel-wachsame Selbst unterstützt, vertritt und ehrt ökologische Bewegungen, fairen Handel, politische Korrektheit, Sensibilität, Netzwerkarbeit, Multikulti, Pluralismus, Gaia, das Weibliche, die Natur, die Göttin, die Freiheit. Die Schattenseite: Es kann in Beliebigkeit und "alles ist irgendwie legitim" umschlagen. Kennzeichend ist eine starke Abneigung gegen hierarchische Systeme; Nicht-Hierarchien werden im hierarchischen Sinn höher bewertet als Hierarchien.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegt sich die GRÜNE Ebene ebenfalls im integer-dualistischen BW-Bereich der Ratio von etwa 460 - maximal 499.
    Entsprechung: 5. oder HalsChakra – Basis der Spiritualität über Stimme?, Einflussnahme

 

  1. Gelbes Mem und
  2. Türkises Mem 2. Tier = 2. Drittel des Mem-Spektrums
    Integrale Ebene (gelb) und
    Höherliegende Ebene (türkis)
    Das Leben ist ein Kaleidoskop aus den Memen des "zweiten Tiers". Interagierende, fließende Systeme atmen Flexibilität, Spontanität und bewirken die Auflösung von Differenzen. Die Teilaspekte setzen sich allmählich zusammen, so dass die Schöpfung als Einheit erkannt wird. Spirituelle Erlebnisse bereiten den Sprung in das dritte Drittel der post-türkisen Meme vor, worin Spirit nicht mehr als Theorie oder Konzept begriffen, sondern direkt als lebendige Realität erlebt wird.
    Nach der Skala des Bewusstseins von D. Hawkins bewegen sich die GELB/TÜRKISEN Ebenen im integeren-nichtdualistischen BW-Bereich von 500 - etwa 599. Ca. 4% der Bevölkerung bewegen sich dabei im Bereich 500 bis 540 und nur 0,4+% im Bereich 540 plus.
    Entsprechung: 6. oder StirnChakra – höheres Gefühl, Ein-Sicht, Schau, Weisheit

Quellen (engl.):

 

11.   Robert Kegan – Sieben Wandlungssprachen

Robert Kegan ist Therapeut, Entwicklungspsychologe und Professor an der Harvard-Universität für Erwachsenenbildung und berufliche Entwicklung. Er forscht an der Evolution der Subjekt-Objekt-Beziehung.

 


Evolution der Subjekt-Objekt-Beziehung
in sieben Sprachen der Transformation
nach Robert Kegan

#EvolutionsstufeSubjektObjekt
1.Inkorporative StufeReflexeNichts
2.Impulsive StufeImpulse, WahrnehmungenReflexe
3.Imperiale StufeBedürfnisse, Interessen, WünscheImpulse, Wahrnehmungen
4.Interpersönliche StufeInterpersönliche Beziehungungen, GegenseitigkeitBedürfnisse, Interessen, Wünsche
5.Institutionelle StufeUrheberschaft, Identität, IdeologieInterpersönliche Beziehungungen, Gegenseitigkeit
6.Inter-individuelle StufeInter-Durchdringbarkeit von selbstorganisierten SystemenInterpersönliche Beziehungen, Gegenseitigkeit

 

Das Subjekt (Ich) wird in der nächstgrößeren Stufe zum Objekt (Nicht-Ich). Das Wasser (Subjekt) als Lebenselement des Fisches wird zum Objekt der Betrachtung, sobald der Fisch zum Amphibium oder Vogel mutiert ist. Wasser als Stoff, der Leben ermöglicht, wird Gegenstand der Diskussion, wenn man nicht mehr zwingend auf es angewiesen ist.

 

Zitate aus einem Interview mit Robert Kegan, Erkenntnistheorie, das Bewusstsein vierten Grades und die Subjekt-Objekt-Beziehung oder ... die Entwicklungsstufen des Selbst, Elizabeth Debold, WIE-Magazin, Ausgabe 8

 

  • Die Transformation der Subjekt-Objekt- Beziehung ist in der Tat auch das Ziel vieler spiritueller Praktiken, ermöglicht sie uns doch, wirklich objektiv zu werden und zu erkennen, was wirklich wahr ist.

 

  • Wenn man […] daran interessiert ist, in sich selbst und in anderen eine Transformation zu bewirken, dann ist es sehr wichtig, die Rose und ihren Duft getrennt voneinander zu untersuchen.

 

  • Das […] sehr Peinliche [und] […] auch so Befreiende bei der Transformation ist unsere Erkenntnis, dass das, was wir für die Wirklichkeit hielten, in Wahrheit nur eine Konstruktion der Wirklichkeit ist.

 

  • Eine ganz dramatische Transformation findet […] in den ersten 21 Lebensmonaten statt. In nicht einmal zwei Jahren kommt es zu jenem ungeheuren Wandel vom Empfinden der Einheit von Subjekt und Objekt zur beginnenden Unterscheidung zwischen „Ich” und „Nicht-Ich”. Das Kind wird ein Mitglied seiner sozialen Umwelt! Das ist eine enorme Verwandlung. Die nächste Transformation jedoch dauert mindestens doppelt so lange, und die darauf folgende ist wiederum zweimal so lang, wie die vorhergehende und so weiter. Betrachten wir dann die Entwicklung eines Erwachsenen, könnten wir sagen: Meine Güte, das Ganze ist aber wirklich lahm geworden. In gewisser Hinsicht stimmt das auch, aber wenn man einmal einen großen Schritt zurücktritt und den Prozess von einem anderen Standpunkt aus betrachtet, dann wird verständlich, weshalb es immer länger dauert.

 

  • Die Untersuchungsergebnisse […] von Studien deuten darauf hin, dass selbst nicht einmal die Mehrheit der hochentwickelten, begünstigten Menschen das Bewusstsein vierten Grades, das selbstbestimmte Bewusstsein erreicht hat. Sie haben jene Fähigkeiten noch nicht entwickelt, die es ihnen ermöglichen würden, in der heutigen, zunehmend pluralistischen Gesellschaft, welche von jedem Einzelnen eine nie dagewesene Autorität verlangt, erfolgreich zu gedeihen.

 

  • Zunehmend sieht man ein, dass es bei dem „Projekt Leben” nicht darum geht, den Fortbestand einer bestimmten Form des Selbst zu verteidigen, sondern um die Fähigkeit, das Selbst an sich buchstäblich transformativ sein zu lassen. Das Selbst könnte man als eine Art Durchschreiten verschiedener Bewusstseinsformen beschreiben und nicht als die Identifizierung mit einer dieser Formen, die es dann zu verteidigen gilt.

 

  • Unsere eigene Transformation ist ein Ausdruck von Gottes Abhängigkeit von uns. Das ist, wozu wir berufen sind, was das Universum von uns benötigt. Alles Leben im Universum hat die Möglichkeit, sich durch den Prozess der Transformation zu immer komplexeren Formen zu entwickeln. Diese Möglichkeit gibt eine Zielrichtung vor, […] eine mentale Struktur, die immer komplexer wird, um uns schließlich zu einem Höchstmaß an Komplexität zu führen oder dem Gipfel dieser besonderen Einfachheit, welche die Ganzheit erkennt.

 

  • Wir liebten Jesus, Sokrates und Gandhi, nachdem wir sie ermordet hatten. Denn zu Lebzeiten gingen sie ihren Zeitgenossen furchtbar auf die Nerven. Jesus, Abraham Lincoln, Martin Luther King Jr., all diese Menschen, starben früh. Wer seiner Kultur weit voraus ist, muss damit rechnen, nicht alt zu werden.

 

12.   Susan Cook-Greuter – Die neun Stufen der Aktions-Logik

Die neun Aktions-Stufen, erarbeitet von Susan Cook-Greuter, stellen ein System dar, das dem Aufbau von Spiral Dynamics ähnelt.

 

 

13.   Ayn Rand – Drei Axiome des Bewusstseins

Axiome liegen jedwedem Konzept zugrund. Sie können nicht auf andere Tatsachen oder Komponenten heruntergebrochen werden. Sie bedürfen nicht der Beweise oder Erklärungen. Ayn Rands Objektivismus beinhaltet drei grundlegende philosophische Axiome:

  1. Existenz – existence,
  2. Bewusstsein – consciousness, and
  3. Identität – identity

 

14.   Jean Piaget – Stufen des logischen Denkens


Stadien der kognitiven Entwicklung
nach Jean Piaget

#StadiumLebensalterBeschreibung
1.Anfangsstadium0-2 JahreErwerb von sensomotorischer Koordination, praktischer Intelligenz und Objektpermanenz, jedoch noch ohne interne Repräsentation
2.Präoperationales Stadium2-7 JahreErwerb des Vorstellungs- und Sprechvermögens; gekennzeichnet durch Realismus, Animismus und Artifizialismus (zusammenfassend: Egozentrismus)
3.Konkretopera-
tionales Stadium
7-11 JahreErwerb von Dezentrierung, Reversibilität, Erhaltung,
Seriation, Klasseninklusion und Transitivität
4.Formalopera-
tionales Stadium
11-16 JahreErwerb der Fähigkeit zum logischen Denken und der Fähigkeit Operation auf Operation anzuwenden
5.Methoden-Kritiko/oDas Denken reflektiert sich selbst methoden-kritisch.

 

Stadien der kognitiven Entwicklung

 

1. Mensch ist / identifiziert sich mit seinen Reflexen.
2. Mensch hat / abstrahiert seine Reflexe.
3. Mensch ist / identifiziert sich mit seinen Wahrnehmungen.
4. Mensch hat / abstrahiert seine Wahrnehmungen.
5. Mensch ist / identifiziert sich mit Inhalten, ist eingebunden in Konkretes.
6. Mensch hat sich vom Konkreten gelöst / ist offen für Kontext.

 

Weblinks: - Piagets Modell (Überblick)
- Stadien der kognitiven Entwicklung nach Piaget

 

15.   Erik H. Erikson (1902-1994) – Acht Phasen der psychosozialen Entwicklung

Der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Erikson hat das achtstufige Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (von der Geburt bis zum Tod) entwickelt, als eine Erweiterung des freudschen Modells psychosexueller Entwicklung.
Der Entwicklungspsychologie Erikson verfasste psychoanalytische Biografien über Martin Luther und Mahatma Gandhi.

Achtstufiges Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung

StufeThemen – KrisenAlter – Phase
1. StufeUrvertrauen vs. Urmisstrauen1. Lebensjahr
2. StufeAutonomie vs. Scham und Zweifel2. bis 3. Lebensjahr
3. StufeInitiative vs. Schuldgefühl3. bis 6. Lebensjahr
4. StufeWerksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl6. Lebensjahr bis Pubertät
5. StufeIdentität vs. IdentitätsdiffusionJugendalter
6. StufeIntimität vs. IsolierungFrühes Erwachsenenalter
7. StufeGenerativität vs. StagnationMittleres Erwachsenenalter
8. StufeIch-Integrität vs. VerzweiflungHohes Erwachsenenalter

16.   Jean Gebser, CH – Die sieben Entwicklungsstufen

Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das bloße Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zu Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloß heutige Zeit. Jean Gebser, Ursprung und Gegenwart, Vorwort, DVA, 1949

 

Die sieben Entwicklungsstufen
nach Jean Gebser

StufenEntwicklungsstufen
1. StufeArchaische Stufe
2. StufeMagische Stufe
3. StufeMythische Stufe
4. StufeRationale Stufe
5. StufePluralistische Stufe
6. StufeIntegrale Stufe
7. StufeTranspersonale Stufe

Die drei europäischen Welten, Gebser Texte, IntegraleWeltsicht.de

  1. Die unperspektivische Welt
  2. Die perspektivische Welt
  3. Die aperspektivische Welt

 

Literatur: Kai Hellbusch, Das integrale Bewußtsein. Jean Gebsers Konzeption der Bewußtseinsentfaltung als prima philosophia unserer Zeit, TENEA Verlag, Berlin, 2003
Weblinks: Integrale Weltsicht, Integraleweltsicht.de zu J. Gebser (deutsch)

 

17.   C. O. Scharmer – Vier-Stufenmodell des Dialogs

Vier-Stufenmodell des Dialogs – C. O. Scharmer

StufenQualität des Dialogs
1. Stufe Nettes Gespräch
2. StufeHeftiges Gespräch
3. StufeReflektiver Dialog
4. StufeGenerativer Dialog

Quelle: C. O. Scharmer, Presencing. Learning From the Future As It Emerges. On the Tacit Dimension of Leading Revolutionary Change, präsentiert auf der Konferenz Wissen und Innovation, School of Economics, Helsinki, Finnland, 25.-26. Mai 2000 und MIT Sloan School of Management, OSG, USA, 20. Oktober 2000

 

18.   M. Scott PeckDie vier Phasen der Teamentwicklung

Die vier Phasen der TeamentwicklungM. Scott Peck

StufenTeam- und Gemeinschaftsbildungsphasen
1. StufePseudo-Team
2. StufeChaos-Phase
3. StufeLeere (Ernüchterung) – der Nullpunkt
4. StufeArbeitsfähiges Team

 

19.   Mushin J. Schilling – Sieben Stufen zur authentischen Gemeinschaftsbildung

Circle of the Heart – angelehnt an Scott Pecks Teambildungsstufen

PhasenGemeinschaftsbildung
1. PhasePseudo- oder Klischeephase
2. PhaseVerwirrungsphase
3. PhaseLoslassphase
4. PhaseAuthentisches WIR oder Selbst – Inspiration
Hieros Gamos (Holarchie; kohärentes, lebendiges Feld)
5. PhaseKristallisationsphase
6. PhaseRückmeldungsphase des Universums / Kontexts
7. PhaseManifestations- oder Realisierungsphase

angelehnt an Scott Pecks Teambildungsstufen
Quelle: Mushin J. Schilling, Pluralistische Spiritualität – Hieros Gamos, Mushin.eu

 

20.   Scientologie – Tonskala

  1. 4,0Enthusiasmus (Begeisterung) – Beschwingt und aufgeschlossen. Flexibilität. Ein Mensch auf der Siegerstraße.
  2. 3,5Interesse – Aktiv, interessiert an allem Positiven
  3. 3,0Konservatismus – Geht konform. Meidet das Außergewöhnliche. Scheut vor Veränderung. Kein allzu problematischer Mensch.
  4. 2,5Langeweile – Der Zuschauer, der die ganze Welt als (s)eine Bühne sieht. Weder zufrieden noch unzufrieden, nimmt die Dinge, wie sie sind. Ziellos und sorglos, weder gefährlich, noch hilfreich.
  5. 2,0Antagonismus – Jemand, der unbedingt debattieren muss. Unverblümt. Ehrlich, doch taktlos. Schlechter Verlierer.
  6. 1,8Schmerz – Empfindlich. Unkonzentriert. Reizbar. Wütet gegen Objekte/Personen, durch die (ihm) Schmerz 'verursacht' (zugefügt) wurde.
  7. 1,5Zorn – Chronisch aggressiv und aufbrausend. Beschuldigt alle Welt. Ständig nachtragend. Bedroht andere. Besteht auf unbedingtem Gehorsam.
  8. 1,2Gefühllosigkeit – Ein Eisberg. Unterdrückt heftigen Zorn. Grausam. Still. Findig. Von frostiger Höflichkeit.
  9. 1,1Versteckte Feindseligkeit – Der "freundliche" Heuchler. Schwätzer. Schauspieler. Witzelt gern und macht auf Kosten anderer Scherze. Bemüht, andere zu verstören. Jemand, der nervös lacht oder ständig grinst.
  10. 1,0Furcht – Feige. Ängstlich. Sorgenvoll. Argwöhnisch. In seiner Unentschlossenheit gefangen, der er zugleich zu entrinnen versucht.
  11. 0,9Mitleid – Hat das zwanghafte Bedürfnis, mit anderen gleichzuziehen. Besorgt, anderen wehzutun. Kümmert sich um jene, denen es "dreckig geht". Versucht, jedem zu helfen, auch dem, der keine Hilfe braucht. Mitunter hin- und hergerissen zwischen selbstgefälliger Fürsorglichkeit und Tränenfluten. Hilfloser Helfer. Koabhängiger.
  12. 0,8Sich um Gunst bemühen – Beschwichtigt gern. Jemand, der es jedem Recht machen möchte. Verteilt Gunstbeweise, um sich selbst vor schädlichen Folgen zu bewahren. Seine Neigung: die Leute zu "dämpfen".
  13. 0,5Gram – Traurigkeit – Der Jammerer. Klammert sich an alte Erinnerungen und sammelt gewissermaßen Kümmernisse. Fühlt sich betrogen. Alles verursacht ihm Pein.
  14. 0,375Wiedergutmachen Der Opportunist, der alles tun wird, um Mitgefühl oder Hilfe zu erlangen. Einer, der anderen blindling ergeben ist.
  15. 0,05Apathie – Mensch, der resigniert und abgeschaltet hat. Der sich zu nichts aufraffen kann.

frei zitiert nach Ruth Minshull, Emotionen, S. 257

 

21.  von Feilitzsch

 

22.   Max Heindel, deutscher Theosoph und Rosenkreuzer – Sieben Schöpfungsstufen

 

StufeWelt – BereichStruktur
1. StufeWelt GottesFeinstofflich
2. StufeWelt der jungfräulichen GeisterFeinstofflich
3. StufeWelt des göttlichen GeistesFeinstofflich
4. StufeWelt des LebensgeistesFeinstofflich
5. StufeWelt der GedankenweltFeinstofflich
6. StufeEmpfindungsweltFeinstofflich
7. StufePhysische WeltGrobstofflich

Quelle: Max Heindel, Die Rosenkreuzer-Weltanschauung oder Mystisches Christentum, Oceanside, CA, 92049, USA, The Rosicrucian Fellowship, Internetausgabe S. 29, Stand Dezember 1992, Rosicrucian.com

 

Max Heindel, Die Rosenkreuzer-Weltanschauung oder Mystisches Christentum, Oceanside, CA, 92049, USA, The Rosicrucian Fellowship, Internetausgabe, Stand Dezember 1992,
Rosicrucian.com

  • Die Materie dieser Welten variiert auch in den Graden ihrer Dichtigkeit. Die physische Welt ist unter allen sieben die Dichteste. Jede Welt teilt sich wieder in sieben Regionen oder Unterabteilungen. In der physischen Welt bilden die festen Körper, Flüssigkeiten und Gase die drei dichteren Unterabteilungen, die restlichen vier sind Äther verschiedener Dichte In anderen Welten sind ähnliche Unterabteilungen notwendig, Denn auch die Abteilungen, aus der sie bestehen, ist nicht von gleicher Dichte. S. 29f

 

  • Wenn wir von der Materie der Empfindungswelt sprechen, so müssen wir zugeben, dass sie einen Grad weniger dicht ist, als die Materie der physischen Welt. Aber es ist vollständig falsch, zu glauben, sie sei feinere Physische Materie. Das ist eine völlig irrige Antwort, obwohl sie von vielen vertreten wird, die sich mit okkulten Philosophien beschäftigt haben. S. 39f

 

23.   Ken Wilbers KosmologieAQAL-Modell

Der integrale Prozess beinhaltet:

  1. Drei Dimensionen,
  2. Drei Bewegungen,
  3. Sieben Stadien,
  4. Sechs Entwicklungen,
  5. Einen Prozess.

 

Kosmologie: das AQAL-Modell (übersetzt: alle Quadranten - alle Level) ist eine vollständige Landkarte der Wirklichkeit. Es besteht aus:

4 Quadranten

  1. subjektiv – "Ich" (persönlich; oben links)
  2. intersubjektiv – [d.h. kulturell] "Wir" (kulturell, unten links)
  3. interobjektiv – "Seines" (sozial; unten rechts) und
  4. objektiv – "Es" (verhaltensmäßig; oben rechts)
Sie beziehen sich auf relative Ganzheiten oder so genannte “Holons” (ein Begriff, den Arthur Koestler geprägt hat).

 

Zustände ist ein Kurzwort für “Bewusstseinszustände”.

  • Der Wachzustand,
  • der Traumzustand und
  • der Tiefschlaf sind natürlich und gewöhnlich, während
  • meditative und kontemplative Zustände ungewöhnlicher Art sind.

 

Typen sind unterschiedliche Ausdrucksweisen, in denen man existieren und auf jeder Ebene oder Entwicklungsstufe agieren kann (z.B. maskulin / feminin, 9 Enneagramm-Typen, Myers-Briggs-Typologie, usw.).

 

Linien (auch Ströme genannt) sind verschiedene Dimensionen und Fähigkeiten des Selbst, die inneren Wachstumsebenen zu überspannen.
There are two broad categories of lines: the self-related lines and what can be loosely referred to as talents or capacities. The self-related lines are self-sense (who am I?), morals (how shall I relate to others?), and needs (what do I need?). These lines travel in close proximity to each other through the many levels of being, and are intimately related to one's identity. Talents and capacities are lines such as musical, kinesthetic, and artistic, which can develop quite independently of the self-related lines, and each other.

 

8 Ebenen oder Wellen beziehen sich auf die zunehmenden Ordnungen der Kompetenz und Komplexität in jeder beliebigen Linie oder Strom.

 

24.   Chakrasysteme

Sieben Chakras (Energieräder) vom Schritt zum Scheitel des Menschen

 

ChakraBezeichnungBeschreibung
1. ChakraWurzel-ChakraÜberleben / Urkraft
2. ChakraSakral-ChakraGefühl
3. ChakraSolarplexus-ChakraVerstand, Eigenwillen
4. Chakra Herz-Chakra
Niederes Herz / Höheres Herz
2. umfassenderes Gefühl, Ahnenebene
5. ChakraHals-ChakraBasis der Spiritualität über Stimme, Einflussnahme
6. ChakraStirn-ChakraHöheres Gefühl, Ein-Sicht, Schau, Weisheit
7. ChakraScheitel-Chakra'Loslösen, Auflösung, Hingabe

Quelle: Mar-Isis Ghida Ferreira, klinische Psychologie, Universität Zürich, Tantra und Chakra-Lehre im Nebenfach, Gründerin der Schule für Chakral Dances in Zürich, Autorin Die chakralen Bewusstseinsebenen – Entwicklungsebenen unserer Ganzheit, Die chakralen Bewusstseinsebenen: ihr Entstehungsprozess, Phoenix Magazin, CH

 

25.   Deepak Chopra – Stufenmodell der Gewahrseinsebenen

Vorgestellt in: Deepak Chopra, How to Know God: The Soul's Journey Into the Mystery of Mysteries, Running Press Miniature Editions, September 2001


Die sieben Gewahrseinsstufen
nach Deepak Chopra

StufenBiologische
Reaktion
Biblische Entsprechungen
1. ChakraFlucht-Kampf-
Reflexe
Jehovas Wutanfälle (AT)
2. ChakraEmotionale ReaktivitätMoses Wut auf Pharao und die Ägypter
3. ChakraGelassenes WahrnehmenSei still und wisse, ich bin Gott.
Psalm 46, 10 (AT)
4. ChakraIntuitive
Reaktion
Gott wird euch Frieden schenken, der all Verstehen und unsere Vernunft übersteigt.
Brief an die Philipper 4, 7 (NT)
5. ChakraKreative
Reaktion
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so
werdet ihr finden; klopft an, so wird euch geöffnet.
Matthäus 7, 7 (NT)
6. ChakraVisionäre Reaktion35 Wunder im Neuen Testament
7. ChakraHeilige
Reaktion
Ehe Abraham war, bin ich.
Johannes 8, 58 (NT)

  1. STUFE God can obliterate one for seemingly no reason at all. Life is full of fear of annihilation and anger at the lack of meaning or reason behind everything. Prayers are sent to God to show an ounce of mercy to spare insignificant lives from the random chaos and destruction surrounding me. ||
  2. STUFE God might support men as long as they obey His/Her laws and commandments. Men learn that they are useful to God. Prayers are: God, help us to "fall in line" and locate my role within the system. If we do what's required of us, we are rewarded handsomely. If we commit a single sin, severe punishment for all eternity will follow. God's use for men and so-called love for me is 100% conditional. Cooperation with God is purely contractual. Even though men do no longer fear God like before, they sometimes find themselves hating Him, thinking God knows it. ||
  3. STUFE God can bring inner peace from the cold harsh material world of birth and death, consisting of only empty guilty pleasures and inevitable excruciating pains. Prayers to God are to help one escape all the trappings of the outer world. People try to hold onto the peaceful sanctuary of the inner world for as long as possible, but the outer world, continues to drag them back. The outer world keeps knocking on the door of the inner world, reminding one of karmic debts to be paid. Hopes and wishes are that God would somehow absolve one of the never-ending karmic debt and somehow permit one to live in this calm, safe, blissful inner world forever. ||
  4. STUFE God can bestow insight and clarity into the true nature of reality and help one to get a glimpse of the complex web of relationships between my vast inner world and the vast outer world. Prayers to God are to help men to bridge this wide and treacherous gap between these two very different worlds. At this stage, the outer world isn't seen as so cold and empty anymore. And the inner world is no longer seen as so pristine and utopian anymore. Things are no longer as "black and white” as they used to be. Concepts like "Morality”, "Justice”, "Good”, and "Evil” feel like oceans to drown in. Trusting one‘s intuition more than trusting rational analysis becomes imperative. Wishes that God would help one out of this ocean to find the shore are not fulfilled. God does not give definitive answers to any of the important questions that continue to bother humans. ||
  5. STUFE God and the individual are teammates, best of friends or even best of lovers. However the relationship is viewed, whether as teammates, friends, lovers, or a Jedi-like "Force”, it’s a highly personal and cooperative relationship. God needs one as much as one needs Him/Her. Prayer to God are for His/Her cooperation in manifesting a life full of unlimited adventure, love, creativity, and discovery. And God, surprisingly and for the first time, even starts praying to one (!), asking for the opportunity to see His/Her creations through my eyes and to feel them through my hands, and to experience everything in the world from one‘s limited and focused perspective. God shows the human how to align with and navigate the river of life with minimal effort and with minimal resistance. "Winning" and "losing", "peace" and "disturbance", "pain" and "pleasure" don't matter anymore, but are seen as necessary and inseparable dichotomies. They are a part of the game. It matters how one plays the game, and how one keeps the game going. ||
  6. STUFE   God and the individual are seen as complementary aspects and opposite polarities of the same infinite intelligent creative process. There’s no God without I. No I without God. In this stage, there is no longer a "need" for each other or "cooperation” between us, any more than one side of a coin "needs" the other side or "cooperates” with the other side. God and I co-arise simultaneously. One side doesn’t "create” the other. Prayer is no longer seen as all that necessary. God's thoughts and one’s thoughts are almost indistinguishable from each other now. I see what God sees, and God sees what I see. I truly want what God wants, and God truly wants what I want. When I suffer, God suffers. When God suffers, I suffer. Intention-Manifestation is almost seen as a redundant term. It comes almost as freely and as naturally as breathing. All objects/events/circumstances in both the inner and outer worlds are literally seen as abundant as air, water, or thoughts. ||
  7. STUFE I am God. God is I. God and I are "not two". Now, even terms like "dichotomies” and "polarities” are seen as inaccurate. We are no longer seen as two sides of the same coin. At this stage, there is no coin. Any aspect of this stage can't be put into words, because words are limiting and dualistic. Even the words "God” and "I” are meaningless now. There is neither God, nor I. Only Emptiness. Un-manifest. Unknown. Indescribable. Immeasurable. Infinite. Eternal. Boundless. Freedom. I AM THAT. Intention-manifestation has no meaning anymore. EVERYTHING is intention-manifestation. Thoughts and prayer have no meaning anymore. When one prays to God, one prays to oneself. All stages, including this one, are seen as exactly the same and perfect exactly where they are. The final stage, transcends, yet includes, all concepts of all stages. All my visions of God are seen as projections of oneself. The whole human existence was always, still is, and will forever continue to be ... a dream. However, calling ALL OF IT "a dream”, calling EVERYTHING "a dream”, is still using dualistic language and is therefore inaccurate. ||

 

26.   Sylvia Wetzel, Autorin – Sieben Schritte zum Erwachen oder die Schule der Tauben


Die Sieben Schritte zum Erwachen
nach Sylvia Wetzel

BewusstseinsstufeBeschreibung
AUSGANGDie Vorgeschichte:
Der Geschmack kindlicher Zufriedenheit
ERSTESamsara: Der Geschmack der Angst
ZWEITEDie Sehnsucht nach Freiheit
DRITTEErwachen: Der Geschmack der Freiheit
VIERTEDen Geist erziehen: Die Via negativa
FÜNFTEErwachen: Perspektivwechsel
SECHSTEDen Geist erziehen: Die Via positiva
SIEBTEErwachen: Menschen, Götter, Buddhas

 

27.   Werner Güntner, Autor – Sieben Bewusstseinsebenen


Die sieben Ebenen des Bewusstseins
nach Werner Güntner

BewusstseinsstufeBeschreibung
ERSTEDer Mensch lebt schicksalsbezogen / unbewusst.
ZWEITEDämmerungszustand –
Das Verhalten wird beginnend hinterfragt.
DRITTEBewusstwerdung im Gefühlsleben –
Der emotionale Aspekt tritt in den Vordergrund.
VIERTEBewusstwerdung auf der Mentalebene
FÜNFTEErwachen der metaphysischen, mystischen Kräfte
SECHSTEUniverselle Liebe
SIEBTEUnio Mystica

 

Nach Werner Günter ergibt die strukturelle Zuordnung zu diesen sieben Bewusstseinsebenen zum Zeitpunkt/Stand von 5,9 Milliarden Menschen auf dem Planeten Erde folgenden Zahlenspiegel:

  • 1-4. Knapp 95 Prozent befinden sich im Bereich von der ersten bis zur vierten Stufe, wobei die dritte Stufe mit knapp 2/3 Anteil der gesamten Menschheit, knapp vier Milliarden mit Abstand das Hauptgewicht ausmacht.
  • 4. So wie der viert-dimensionale Planet Erde schwingen nur 7,5 % der Erdbevölkerung, knapp 450 Millionen Menschen auf der vierten Bewusstseinsebene.
  • 5. 3,5 % der Erdbevölkerung, mehr als 200 Millionen Menschen, haben die fünfte Bewusstseinsstufe erreicht. (Arjuna Ardagh nennt sie in Die lautlose Revolution die Transluzenten, Lichtdurchlässigen.)
  • 6. Im prophetischen Bewusstsein der sechsten Bewusstseinsstufe bewegen sich bereits 1,8 % der Erdbevölkerung, 106 Millionen Menschen.
  • 7. Nur ein Promille der Erdbevölkerung bewegt sich in der siebten Bewusstseinsstufe.
Quelle: Werner Güntner, Menschheit im Dornröschenschlaf, Eigenverlag, Kirchstraße 34, D-93099 Haimbuch
Die sieben Bewusstseinsebenen, Johann Kössner, Maya.at

 

28.   Die Zehn Welten des Buddhismus


Zehn Welten des Buddhismus

#BewusstseinsstufeBeschreibung
 Die 6 niederen Welten(von Außen bestimmt)
1.HöllenwesenLeiden, Verzweiflung, Zerstörungsimpuls
2.Hungrige GeisterVon der Gier getrieben
3.TierischeVom Instinkt gesteuert, dem Gesetz
des Dschungels folgend
4.WütendeEgoismus, Anspruchsdenken,
Überlegenheitsgehabe
5.Menschen, RuhendeFlach, nett, human, sehr verletzbar durch Außenreize
6.Himmlische, TitanenIntensive Phasen von Verzückung und Freude, ansprechbar auf Außenreize
 Die zwei Gefährte zur Selbstbestimmung(von Innen geführt)
7.LernendeIm Dienst der Wahrheit mittels Lehren /
Erfahrungen von Anderen
8.ErkennendeIm Dienst der Wahrheit mittels eigenem direkten Erleben / Verkörperung der Erkenntnis
 Die Erfüllung der 9 Welten(von der Hölle bis zum Bodhisattva)
9.BodhisattvaErleuchtung, Allverbundenheit, altruistischer Dienst zum Wohl des Ganzen
 Vollendetes SELBST 
10.BuddhaschaftSeinszustand der vollkommenen Freiheit und umfassenden Wahrheit,
ausgedrückt mittels der körperlichen Eigenschaften eines Bodhisattvas

 

  • Hell -- This is a state of suffering and despair, in which we perceive we have no freedom of action. It is characterized by the impulse to destroy ourselves and everything around us.

 

  • Hunger -- Hunger is the state of being controlled by insatiable desire for money, power, status, or whatever. While desires are inherent in any of the ten worlds, in this state we are at the mercy of our cravings and cannot control them.

 

  • Animality -- In this state, we are ruled by instinct. We exhibit neither reason nor moral sense nor the ability to make long-range judgments. In the world of Animality, we operate by the law of the jungle, so to speak. We will not hesitate to take advantage of those weaker than ourselves and fawn on those who are stronger.

 

  • Anger -- In this next state, awareness of ego emerges, but it is a selfish, greedy, distorted ego, determined to best others at all costs and seeing everything as a potential threat to itself. In this state we value only ourselves and tend to hold others in contempt. We are strongly attached to the idea of our own superiority and cannot bear to admit that anyone exceeds us in anything.

 

  • Humanity (also called Tranquillity) -- This is a flat, passive state of life, from which we can easily shift into the lower four worlds. While we may generally behave in a humane fashion in this state, we are highly vulnerable to strong external influences.

 

  • Heaven (or Rapture) -- This is a state of intense joy stemming, for example, from the fulfillment of some desire, a sense of physical well-being, or inner contentment. Though intense, the joy experienced in this state is short-lived and also vulnerable to external influences.

 

The six states from Hell to Heaven are called the six paths or six lower worlds. They have in common the fact that their emergence or disappearance is governed by external circumstances. Take the example of a man obsessed by the desire to find someone to love him (Hunger). When he at last does meet that person, he feels ecstatic and fulfilled (Heaven). By and by, potential rivals appear on the scene, and he is seized by jealousy (Anger). Eventually, his possessiveness drives his loved one away. Crushed by despair (Hell), he feels life is no longer worth living. In this way, many of us spend time shuttling back and forth among the six paths without ever realizing we are being controlled by our reactions to the environment. Any happiness or satisfaction to be gained in these states depends totally upon circumstances and is therefore transient and subject to change.

 

In these six lower worlds, we base our entire happiness, indeed our whole identity, on externals.

 

The next two states, Learning and Realization, come about when we recognize that everything experienced in the six paths is impermanent, and we begin to seek some lasting truth. These two states plus the next two, Bodhisattva and Buddhahood, are together called the four noble worlds. Unlike the six paths, which are passive reactions to the environment, these four higher states are achieved through deliberate effort.

 

  • Learning -- In this state, we seek the truth through the teachings or experience of others.

 

  • Realization -- This state is similar to Learning, except that we seek the truth not through others' teachings but through our own direct perception of the world.

 

Learning and Realization are together called the "two vehicles." Having realized the impermanence of things, people in these states have won a measure of independence and are no longer prisoner to their own reactions as in the six paths. However, they often tend to be contemptuous of people in the six paths who have not yet reached this understanding. In addition, their search for truth is primarily self-oriented, so there is a great potential for egotism in these two states; and they may become satisfied with their progress without discovering the highest potential of human life in the ninth and tenth worlds.

 

  • Bodhisattva -- Bodhisattvas are those who aspire to achieve enlightenment and at the same time are equally determined to enable all other beings to do the same. Conscious of the bonds that link us to all others, in this state we realize that any happiness we alone enjoy is incomplete, and we devote ourselves to alleviating others' suffering. Those in this state find their greatest satisfaction in altruistic behavior.

 

The states from Hell to Bodhisattva are collectively termed "the nine worlds." This expression is often used in contrast to the tenth world, the enlightened state of Buddhahood.

 

  • Buddhahood -- Buddhahood is a dynamic state that is difficult to describe. We can partially describe it as a state of perfect freedom, in which we are enlightened to the ultimate truth of life. It is characterized by infinite compassion and boundless wisdom. In this state, we can resolve harmoniously what appear from the standpoint of the nine worlds to be insoluble contradictions. A Buddhist sutra describes the attributes of the Buddha's life as a true self, perfect freedom from karmic bonds throughout eternity, a life purified of illusion, and absolute happiness. Also, the state of Buddhahood is physically expressed in the Bodhisattva Way or actions of a Bodhisattva.

 

29.   Rudolf Steiner, Gründer der Anthroposophie – Sieben Bewusstseinszustände

...Stufen...BewusstseinsebeneBeschreibung
1. StufeMineralisches BewusstseinTieftrance- oder Todesbewusstsein, Allbewusstsein
2. StufeSchlaf-BewusstseinTiefschlafbewusstsein, traumloses Bewusstsein
3. StufeTraum-BewusstseinBilder-Bewusstsein
4. StufeGegenstands-BewusstseinSelbstbewusstsein, Ich-Bewusstsein, Wachbewusstsein
5. StufePsychisches BewusstseinBewusstes Bilderbewusstsein,
bewusste seelenbildende Imagination
6. StufeÜberpsychisches BewusstseinBewusstes Schlafbewusstsein, Tonbewusstsein, bewusste lebensschaffende Inspiration
7. StufeSpirituelles BewusstseinBewusstes Allbewusstsein, bewusste formgebende
wesenschaffende Intuition

Quelle:
Quelle: Rudolf Steiner, Gesamtausgabe, Aus der Akasha-Chronik, GA 11, Kapitel "Das Leben des Saturn",
Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz, 1904-1908, Beschreibungen von Bewusstseinszuständen

 

30.   Rudolf Steiner – Raum – Zeit – Dimensionen (Übersicht)  

aus dem geistigen Urgrund der Ewigkeit und Dreifaltigkeit


Raum – Zeit – Dimensionen Tabelle

SphäreRegionDimensionenWohnsitz
TierkreisAkasha-Region
4.-7. Region des Geisterlandes
Arupa-Plan
hlöheres Devachan
6. = Ewigkeit
5. Geschwindigkeit
Saturn  
Jupiter  
Mars  
Sonne  
Venus  
Merkur  
Mond  
Erde  

 

31.   Gloria Karpinski, USA – Die sieben Stufen der Wandlung

Die sieben Stufen der Wandlung, Knaur Verlag, TB (vergriffen)

BewusstseinsstufeAusdrucksform
1. StufeForm
2. StufeHerausforderung
3. StufeWiderstand
4. StufeErwachen
5. StufeEngagement
6. StufeLäuterung
7. StufeHingabe

 

32.   Sam Keen – Die sieben Königreiche der Liebe

nach seinem Buch Königreiche der Liebe. Die sieben Stufen der Ekstase Frankfurt/M; Berlin, Ullstein, 1992

KönigreicheOrientierung
1. Königreichdes Besitzes
2. Königreichdes Spiels
3. Königreichder Macht
4. Königreichdes Herzens
5. Königreichder Reinigung/Läuterung
6. Königreichdes Lichts
7. Königreichdes Gnade

 

32.1   Stanislaf Grof

32.2   Die vier Hauptebenen der LSD-Erfahrung

Holotropische Atemarbeit (engl. Webseite)

 

Dem transpersonalen Psychologen Stan Grof und seiner Frau Christina ist es zu verdanken, dass psychospirituelle und psychoreligiöse Probleme im Psychiatrie-Handbuch DSM IV differenziert aufgenommen wurden und nicht mehr als Schizophrenie eingestuft werden.

 


Die vier Erfahrungsebenen
der LSD-Erfahrung nach Stanislaf Grof

Grofs Artikel Topographie des Unbewussten enthüllt die vier Erfahrungsebenen der LSD-Erfahrung:

#ErfahrungsebeneBeschreibung
1.Abstrakt und ästhetischSehen von Farben und Formen
2.PsychodynamischVerdichtete persönliche
Erinnerungs-Komplexe
3.Vorgeburtlich / perinatal 
4.Transpersonal / kosmisch 

Grof erkennt eine Entwicklungsrichtung der menschlichen Psyche, die in vernetzter
Form von der individuellen Sicht / Situation über das Zwischenmenschliche zum Kollektiven Unbewussten verläuft und sich im historischen Weltgeschehen abzeichnet.

 

Quellen:

Stan Grof about his LSD experience, Teil 1 von 2, Stanislav Grof, Bewusstseinsforscher, YouTube Film Basel WPF, 10:13 Minuten Dauer, eingestellt 29. März 2008
Stanislav Grof and LSD, Teil 2 von 2, YouTube Film Basel WPF, 10:09 Minuten Dauer, eingestellt 29. März 2008

 

32.3   Die vier Matrizen des Geburtsprozess


Die vier Geburtsphasen
nach Stanislaf Grof

PhaseOrtErfahrungsebeneBeschreibung
1. ANFANGMutterleibPränatale ErfahrungUreinheit
2. MITTEMutterleibAustreibungsphaseSchock
3. ENDEGeburtskanalGeburtprozessKampfphase
4. NEUES
SEIN
Nabelschur
gekappt
Geburt erfülltAblösung

  1. Erste Phase – PRÄNATAL (vor der Geburt): Ureinheit mit der Mutter:
    Gefühle mystischer Vereinigung, libidinöse Befriedigung aller erogenen Zonen, Liebeserfüllung, Assoziationen schöner Natur und Kunst, Schwimmen im Meer, ozeanische Form der Ekstase, kosmische Einheit, Paradiesvisionen.
    Bei versuchten Abtreibungen: kosmische Verschlingungen, Begegnung mit bösen Mächten, schicksalhafte Erfahrungen, Ekel (bei Vergiftungen)
  2. Zweite Phase – AUSTREIBUNG (Kontraktionen im geschlossenen Uterus):
    Höllenqualen, Depressionen, Minderwertigkeits- und Schuldgefühle, Alkoholismus und Drogensucht. Durst, Hunger, Kälte, Schmerz. Assoziationen mit Unfällen, Operationen, Ersticken. Maßloses Leiden, Gefühl einer Falle (kein Ausgang), apokalyptische Weltvorstellungen, düstere Farben?.
  3. Dritte Phase – VORWÄRTSBEWEGUNG durch den engen Geburtskanal:
    Sadomasochismus, Selbstverstümmelung, männliche Homosexualität, Zwangsneurose, Asthma, Angsthysterie, Impotenz, Frigidität, Migräne. Verschlingen von Nahrung, Defäkation, Orgien und Karneval, Vergewaltigung und Orgasmus. Aggression und Vernichtung, Kämpfe und Kriege, Mord und Blutopfer. Intensivierung des Leidens, Grenzerfahrung zwischen Schmerz und Lust, vulkanische Form von Ekstase.
  4. Vierte Phase – ABLÖSUNG VON DER MUTTER:
    Erlebnisse von Tod und Wiedergeburt, messianische Wahnvorstellungen, Erlösung, weibliche Homosexualität, Exhibitionismus. Stillung von Hunger und Durst, lustvolles Saugen. Überwindung schwerer Hindernisse, Kampf mit erfolgreichem Ausgang. Visionen gigantischer Hallen, strahlenden Lichts, schöner Farben, humanitäre Neigungen. Bei Nabelkrise Kastrationsangst.

 

Quelle: Psychology of the Future, Teil 6 von 7, Stanislav Grof, Bewusstseinsforscher, Über den Geburtsvorgang, YouTube Film, 9:59 Minuten Dauer, eingestellt 6. März 2008

 

33.   Richard Tarnas, Astrologe, USA – Vier Transitphasen


Die vier archetypischen Transitphasen
nach Rick Tarnas, Astrologe

#StationPlanetErfahrungsebeneBeschreibung
1.ANFANGNEPTUNPränatale ErfahrungUreinheit
2.MITTESATURNAustreibungsphaseSchock
3.ENDEPLUTOGeburtprozessKampfphase
4.NEUES
SEIN
URANUSGeburt erfülltAblösung

 

34.   Dr. David R. HawkinsSkala des Bewusstseins

  • Die Skala der Bewusstseinsebenen stellt eine Abstufung des Bewusstseins dar; sie zeigt auf
    - die unterschiedlichen Stufen der Erfahrung von Realität,
    - der Erfahrung der Existenz Gottes und
    - den vorhandenen Grad an Liebesfähigkeit. David R. Hawkins

 


Bewusstseinsskala von 1-1000
Die Wesensmerkmale der Stationen

BewusstseinswertExistenzEbenen
Über BW 850Wirkliche
Existenz
REALITÄT, Existenz, Nichtdualität, Anfang der Auflösung des spirituellen Egos
Über BW 600Illusionäre ExistenzSPIRIT, SELBST, Erleuchtung, Anfang der Nichtdualität, Auflösung des persönlichen Egos
Über BW 500Illusionäre Existenz Wahre Liebe, nichtlokale Wahrheit, göttliche Wirkmacht, Anfang der Nichtlinearität
Über BW 400Illusionäre Existenzlineare Wahrheit, Anfang des eigenständigen Denkens, Übung des Liebens
Über BW 200Illusionäre ExistenzLineare Wahrheit (über Mentieren), göttliche Wirkmacht, Anfang der Liebe, persönliche Verantwortung mit eigenem Karmakonto, Beginn der Bildung des ätherischen Gehirns
Unter BW 200Illusionäre
Nichtexistenz
Nicht-Wirklichkeit, Abwesenheit von Liebe, Zwang (Überwältigung), Mentieren, Irrtum, Unwahrheit, Sippenbewusstsein, Gruppenkarma, Sünde
BW  0Illusionäre
Nichtexistenz
Körperlicher Tod, irdische Nicht-Anwesenheit

 

34.1   Vier Entwicklungsstadien des Menschseins – David R. Davids


Vier Entwicklungsstadien des Menschseins

Bewusstseins-
Ebene
(BW)
Skala von 1-1000
Entwicklungs-
zustand
Art des
Bewusstseins
%-Ratio
Unter 200
Nicht-Wahrheits-
grade
nicht wirklich
Sippen- und Mangelbewusstsein – nichtinteger, dem Ganzen Energie raubendREAL (fassbar) -
Inhalt / Dinglichkeit
78% von 100%
200-499
Zunehmende
lineare Wahrheitsgrade
Individuell verantwortliches und Übendes Bewusstsein – integer, beitragend, dem Ganzen Energie zuführend ÜBERTRAGEND – rekontextua-
lisierend
22% von 100%
500-599
Beginnende nichtlineare Wahrheitsgrade
Liebes- und Füllebewusstsein – beginnende Auflösung des Dualitätsmodells, zunehmende Verbundenheit mit Allem UMKEHREND – paradox4-5% von 100%
Über 600
Nichtlineare Wahrheitsgrade
Ganzheits- und Allbewusstsein – wirkt erlösend fürs Ganze
ab BW 600 in sich gekehrt, ab BW 700 wieder der Menschheit zugekehrt
NEUSCHÖPFEND – Kontext / Abstraktheitnur Wenige von 100%

 

34.2   Entwicklungsstufen – Vom Zwang zur Wirkmacht – David R. Hawkins

E n t w i c k l u n g s t u f e n
aus dem Zwang ⇔ zur Wirkmacht
von INHALTEN ⇔ zum KONTEXT

BW-Ebene Domäne Orientierung
BW unter 200?Zwangorientiert an Inhalten
BW 200-500Wirkmacht/Kraftorientiert auf
Inhalt plus Kontext
BW 500-600Wirkmacht / Kraft / Liebeorientiert am
Kontext plus Inhalt
BW 600 plusWirkmacht/Kraft / Liebe / Friedenorientiert am Kontext

 

Inspiriert durch David R. Hawkins Erleuchtung ist möglich

 

35.   Kondratjew-Zyklus – Ökonomische Zyklen nach Nikolai Dmitrijewitsch Kondratjew

Die so genannten Kondratieff-Zyklen sind langfristigen Wirtschaftskreisläufe mit einer Schwingungsdauer von je 40-60 Jahren, deren Hauptaussage jeweils eine ausgeprägte Basisinnovation darstellt.

 


Kondratjew-Zyklen – Langfristige Wirtschaftskreisläufe

ZyklusZeitraumWesentliche
Wirtschaftsmerkmale
1.1780 - 1850Dampfmaschinen in der Textilindustrie
2.1840 - 1880Transport durch Eisenbahn, Stahl
3.1880 - 1940Chemie-erzeugende Fabriken, Elektrotechnik
4.1940 - 1980Automobil, Petrochemie
5.1980 - 2005-2020Informatik, Information, Kommunikation
6.2005-2020 - ...?Kultur, Bildung, Unterhaltung und Gesundheitsmarkt

 

 

36.   Vier historische Zeitalter nach Daniel H. Pink

Daniel H. Pink schlussfolgert in seinem Bestseller A Whole New Mind: Why Right-Brainers Will Rule the Future (Riverhead Trade; Rep Upd edition, März 2006), dass die  Zukunft den rechtshirnig orientierten Mitmenschen gehören wird, sowohl was das persönliche Glück als auch die globale Geschäftswelt angeht.
Sein Buch über das ganzheitlich ausgerichtete neue Denken erklärt die Aufeinanderfolge von vier wesentlichen historischen Zeitaltern:

 


Die vier wesentlichen historischen Zeitalter nach Daniel H. Pink

#ÄraAusdrucksformOrientierung
1.Landwirtschaftliches ZeitalterBauernkulturLand – Natur
2.IndustriezeitalterFabrikarbeiterStädte – Ballungszentren
3.InformationszeitalterWissensarbeiterLinkshirn-Dominanz
4.Konzeptuelles ZeitalterSchöpferische Arbeiter und EmpathieträgerRechtshirn-Kultur

Quelle: Daniel Pink, A Whole New Mind

 

37.   Stufenentwicklung – Beispiel aus AT ⇔ NT

Das Alte und das Neue Testament (Bibel) repräsentieren zweierlei Weltanschauungen. Beide umspannen Sklaverei und Kindschaft, das Rache- und Ausgleichsdenken und das liebende Dulden.

 

  • AT: Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde. 2. Moses, 21, 23-24
  • NT: Ihr habt gehört, dass da gesagt ist: »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Matthäus 5, 38-39 (Bergpredigt)

 

Symbolische Bedeutungen von:

  • Zahn um Zahn:
mit dem analytischen Verstand (Ratio, Logik, linke Gehirnhälfte) zerlegen, zerkleinern, durchkauen
  • Auge um Auge:
mit dem bildhaften, mythischen Vorstellungsvermögen (Intuition, rechte Gehirnhälfte) einen, analog und peripher erfassen

  • Auch die andere Wange zum Schlag reichen:
Wenn eine Seite zwingend geboten wird, als "Gesetz" zu gelten hat, ist es geboten, auch die andere Seite des Tao anzubieten, nicht lösbar scheinende Themen und Widersprüche miteinander zu verbinden, das "Gesetz" mit der Seele zu überwinden.

 

In der Ära des Alten Testaments gilt, die beide Bereiche des rechten und linken Gehirns streng voneinander getrennt zu halten. Das Neue Testament stellt in Aussicht, was Jung so formuliert hat:


Die Menschheit ist in der großen Hauptsache psychologisch noch in einem Kindheitszustand – eine Stufe, die nicht übersprungen werden kann. Weitaus die meisten bedürfen der Autorität, der Führung und des Gesetzes. Diese Tatsache darf nicht übersehen werden. Die paulinische Überwindung des Gesetzes fällt nur dem zu, der es versteht, anstelle des Gewissens die Seele zu setzen. C. G. Jung, Die Beziehung zwischen dem Ich und dem Unbewussten

 

Die Philosophie der Ureinwohner Nordamerikas benennt diese beiden grundlegende Herangehensweisen folgendermaßen:

  1. Das zielgerichtete aktive Pirschen:
    → Diese Methodik ist linkshirnig, formal klassifizierend, kontrollierend.
    → Engagiertes, einseitiges MACHERTUM (Praxis)

 

  1. Das umfassende, unspezifische, ergebnisoffene Träumen:
    → Diese Methodik ist rechtshirnig, assoziativ, erlaubend.
    → Segnendes, duldsames GESCHEHEN LASSEN (Theorie)

 

Sowohl den Pirschern (1) als auch den Träumern (2) ist es bestimmt, sobald die Zeit erfüllt ist (3), eine schöpferische Einheit (4) zu bilden.

 

  • Traditionell musste man sich entscheiden: Entweder lebte man ein weltliches Leben oder man wählte ein religiöses Leben und ging ins Kloster. Im Gegensatz dazu wird heute die Wichtigkeit betont, beides zusammenzubringen. Immer mehr Menschen bleiben in der weltlichen Gemeinschaft und wenden spirituelle Lehren und Bewusstheit an. Es ist zu hoffen, dass sie auf diese Weise wirklich einen Einfluss auf die Geschehnisse in der Welt ausüben können. Frances Vaughan, In der Zwischenzeit, Über den Ansatz der transpersonalen Psychologie, Interview mit Susan Bridle, WIE-Magazin, Ausgabe 3

 

38.   Paradigmale Sprünge des Bewusstseins


Von der Dualität zum Allbewusstsein

EbeneParadigma-AusdruckKommentar
1.Entweder-Oder DenkweiseDualität
2.Sowohl-als-Auch DenkweiseNichtlinearität
3.Weder-Noch GewahrseinsweiseNichtdualität
4. Alles-in-Allem GewahrseinAllbewusstsein

 

39.   Runden des Medizinrads


Spiralisierende Entwicklungsrunden durch die neun Häuser des Medizinrads

PhaseHäuserOrt
Richtung
Thema1. Runde
KÖRPER

1.-27. Lebensjahr
2. Runde
GEFÜHL

28.-54. Lebensjahr
3. Runde
VERSTAND

55.-81. Lebensjahr
4. Runde
GEIST

82.-108. Lebensjahr
1.Zentrales FeuerMitteÜbergang
Kindlichkeit
1-328-3055-5782-84
2.Fragen – AußenOstenMännlichkeit4-631-3358-6085-87
3.Frieden stiftenSüdostenBalance7-934-3661-6388-90
4.Verteidigung
der Unschuld
SüdenKörper10-1237-3964-6691-93
5.Vergangenheit
und Zukunft
SüdwestenZeit13-1540-4267-6994-96
6.Antworten – InnenWestenWeiblichkeit16-1943-4570-7297-99
7.JA – BeratungNordwestenEinsicht19-2146-4873-75100-102
8.Geistige ArbeitNordenGeist22-2449-5176-78103-105
9.Erhaltung der
Folgegenerationen
NordostenZukunft25-2752-5479-81106-108
    Individuum
Freiheit
Familie /
Freunde
Liebe
Gemein-
schaft
Macht
Gnaden-
phase
Wandlung

 

40.   Bruder Thomas Keating, zisterziensischer Mönch

40.1   Evolutionsmodell

Quelle: Invitation To Love (engl.)


Evolutionsmodell nach Thomas Keating

EbeneStufe des evolutionären ModellsKulturelle Evolution Individuelle Evolution
Alterstufe
1.Reptilisch5 Millionen v. Chr.Lebensalter 0-2 Jahre
2.Typhonisch200.000 v. Chr.Lebensalter 2-4 Jahre
3.Mythische Zugehörigkeit12.000 v. Chr.Lebensalter 4-8 Jahre
4.Mental Ich-haft3.000 v. Chr. bis zur GegenwartLebensalter 8 Jahre bis zum Erwachsenenalter

Quelle: Invitation to Love Review: Appendices I & II

 

40.2   Der christlich sprituelle Weg


Christlich spiritueller Weg nach Thomas Keating

EbeneStufen des EvolutionsmodellsStufen der christlichen Gottesbeziehung
1.Reptilische Stufe 
2.Typhonische Stufe 
3.Mythische Zugehörigkeitsstufe 
4.Mental Ich-haftLectio Divina
  ––––––––––––Nacht der Sinne
5.Intuitive StufeStufen des Gebets nach Teresa von Avila
  ––––––––––––Nacht des Geistes
6.Vereinigende StufeTransformierende Vereinigung
7.EinheitsstufeEinheitNichtdualität

 

Quelle: Appendix III, "Comparison of Christian Spiritual Journey and Evolutionary Model"

 

41.   Professor Friedrich Glasl, österreichischer Ökonom – Konflikteskalation


Die neun Stufen der Konflikteskalation nach Friedrich Glas
Rosenkrieg


EbeneKonfliktstufeBeschreibung
1. Win-WinStufe 1
Moderation
Verhärtung
Spannungen, Aufeinanderprallen von Meinungen
1. Win-WinStufe 2
Moderation
Polarisation und Debatte
Konfliktpartner überlegen argumentative Strategien; Streit; Druck
1. Win-WinStufe 3
Moderation
Taten statt Worte
Druck nimmt zu; Gesprächsabbruch; Stillstand der Kommunikation, Konfliktverschärfung
2. Win-LoseStufe 4
Sozio-therapeutische Prozessbegleitung
Sorge um Image – Koalitionen
Sympathisantensuche; Denunziation des Anderen; Sachebene verlagert sich auf Personenebene
2. Win-LoseStufe 5
Sozio-therapeutische Prozessbegleitung
Vermittlung / Mediation
Gesichtsverlust
Identitätsvernichtung, Verlust des Gesichts und der moralischen Glaubwürdigkeit des Gegners; vollständiger Vertrauensverlust
2. Win-LoseStufe 6
Sozio-therapeutische Prozessbegleitung
Vermittlung / Mediation
Schiedsverfahren / Gerichtliches Verfahren
Drohstrategien
Kontrolle durch Drohungen der Konfliktparteien
3. Lose-LoseStufe 7
Vermittlung / Mediation
Schiedsverfahren / Gerichtliches Verfahren
Machteingriff
Begrenzte Vernichtungsschläge
Massive Schädigung des entmenschlicht wahrgenommenen Gegners; Hinnahme eines begrenzten eigenen Schadens
3. Lose-LoseStufe 8
Schiedsverfahren / Gerichtliches Verfahren
Machteingriff
Zersplitterung
Zerstörung des Gegners durch Vernichtungsaktionen
3. Lose-LoseStufe 9
Machteingriff
Gemeinsam in den Abgrund
Die eigene Vernichtung wird in Kauf genommen, um den Gegner zu beseitigen.

 

41.1   Kuss-Ausdrucksarten

Kuss
Auf die Hände küsst die Achtung,
Freundschaft auf die offne Stirne,
Auf die Wange Wohlgefallen,
Sel'ge Liebe auf den Mund;
Aufs geschlossne Aug die Sehnsucht,
In die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde,
Überall sonst hin Raserei.

Franz Grillparzer (1791-1872)

42.   Englische Texte – English section on Developmental Step Models

42.1   Richard Heckler, Crossings: Everyday People, Unexpected Events, and Life-Affirming Change, Juni 1998

 

There exist levels of information and guidance that lay beneath consensual reality. Richard Heckler

 


Spirituelle Transformationserlebnisse
nach Richard Heckler

Spirituelle Wandlungen, unerwartete Ereignisse mit lebensverändernder Auswirkung, durchlaufen sechs Stufen mit unterscheidbarem psychologischen Verhalten.


StufeWandlungsausdruckOriginalausdruck engl.
1. StufeSchlummerThe Slumber
2. StufeRufThe Call
3. StufeInkubationphaseThe Incubation
4. StufeSuche nach Bedeutung, Sinnfindung, VerehrungThe Search for Meaning/Magnification
5. StufeSprungThe Leap
6. StufeIntegrationThe Integration

 

42.2   Ian Xel Lungold, Zeitforscher, USA und  Carl Johan Calleman, Biolloge, Sweden


Time Concept of Evolution
Stages according the Mayan Calendar

Nine longterm evolutionary cycles run each through 13 stages / wave movements comprising 7 'days' (Emerging) and 6 'nights' (Implementing) of the nine Underworlds. Each succeeding cycles get condensed by 20 times less the amount of evolutionary time compared to the prior level.


StepCycle / LevelConsciousness Features
Development of
Age ofEmphasis
on Brain part
Time Frame
1.Chemical / CellularAction ↔ ReactionMatterBig Bang?Beginning
16.4 billion years ago
2.MammalianStimulus ↔ ResponseComplex lifeLeft Brain HalfBeginning
820 million years ago
3.FamilialStimulus ↔ Individual ResponseMonkeysParietal LobesBeginning
41 million years ago
819 998 000 B.C.
4.TribalSimilarites and Differences
Mind – Decision making
Human BeingsRight Brain HalfBeginning 2 million years ago
40 998 000 B.C.
5.CulturalShared ReasonsSpoken languageFrontal LobesBeginning
102,000 years ago
2 048 000 B.C.
6.NationalLaw / Punishment
Good and Evil concept, Externalized Morals
Agriculture, WritingLeft Brain HalfBeginning
8,000 years ago
16 June 3115 B.C
7.PlanetaryProduction and consolidation of
Force driven Power
Industrial RevolutionParietal LobesBeginning in the
year 1755 A.D.
247 year cycle
8.GalacticHeart centered innate Ethics
Subjective Integrity
Truth revealed
IT revolutionRight Brain HalfBeginning
5 January 1999
12 year cycle
9.UniversalUnlimited ability of Conscious Co-creation of one's experiences
The Unknown
TransformationFrontal LobesBeginning
10 February 2011
260 days cycle
Ending 28 October 2011

 

Visual sources:

Visual video sources:

Audio sources:

 

42.3   Crucial Tipping Points of the Ages of Evolution


Turnaround at the Fifth Day / Fifth Night of the Cycle

.


Nine longterm evolutionary cycles run each through 13 stages / wave movements comprising 7 'days' (Emerging) and 6 'nights' (Implementing) of the nine Underworlds. The change of tendency in an age happens at the Fifth Day followed by the debris of the Fifth Night.


StepCycle / LevelFifth Day Occurence
Beg Midpoint
Uplifting
Fifth Night Occurence
End Midpoint
Traumatic
Time Frame
1.Chemical / CellularSolar SystemMeteor BombardmentBeginning
16.4 billion years ago
2.MammalianTransition to landPerm-Triassic extinctionBeginning
820 million years ago
3.FamilialColor Vision?Beginning
41 million years ago
819 998 000 B.C.
4.TribalFireIce AgeBeginning 2 million years ago
40 998 000 B.C.
5.CulturalCulture / ArtExtinction of NeanderthalsBeginning
102,000 years ago
2 048 000 B.C.
6.NationalChristianity's riseDark AgesBeginning
8,000 years ago
16 June 3115 B.C
7.PlanetaryAutomationWorld War IIBeginning in the
year 1755 A.D.
247 year cycle
8.Galactic?
2007
Financial Meltdown
Worldwide Recession 2008
Beginning
5 January 1999
12 year cycle
9.Universaln/an/aBeginning
10 February 2011
260 days cycle
Ending 28 October 2011

 

42.4   Carl Johan Calleman, biologist, time researcher, Sweden

42.5   Nine Cosmic Underworlds * Corresponding levels of Consciousness


Nine  Cosmic Underworlds * Corresponding levels of Consciousness
Culmination date: 28 October 2011

Pyramidal Steps
Consciousness
Creation Theme
Initiation
DurationAcceleration /
Mathemathics of intensification
Change rate
per
13 cycles
9. Level – CosmicTransformation11 February 2011
- 28/10 2011
13 x 20 kin = 260 days7 tenth of a year20 days
8. Level – GalacticIT revolution5 January 1999
- 28/10 2011
13 x 360 kin = 4,680 days12.8 years~1 year
7. Level – PlanetaryIndustrialism1755
- 28/10 2011
13 x 7,200 kin = 93,600 days256 years19.7 years
6. Level – NationalWriting16 June 3115
- 28/10 2011
13 x 144,000 kin = 1,872,000 days
5,128 years
394.5 years
5. Level – CulturalSpoken Language100500 BC
- 28/10 2011
13 x 2,880,000 kin = 37,440,000 days
102,575 years
7,890 years
4. Level – TribalHuman Beings2048000 BC
- 28/10 2011
13 x 57,600,000 kin = 748,800,000 days 
3. Level – FamilyMonkeys40998000 BC
- 28/10 2011
13 x 1,152,000,000 kin = 14,976,000,000 days 
2. Level – IndividualComplex life819,998,000 BC
- 28/10 2011
13 x 23,040,000,000 kin = 299,520,000,000 days 
1. Level – CellularMatter16,4 Billions BC
- 28/10 2011
13 x 460,800,000,000 kin =
5,990,400,000,000 days
 

 

Underworld/Levels
13 Stages of the National Underworld
13 Stages of the Galactic Underworld

 

42.6   The 13 divine forces of Evolution (Maya / Aztek)


The 13 divine forces of Evolution (Maya / Aztek)

Levels (Underworlds) of Evolution of Consciousness of the Mayan Calendar System

 

Acceleration of cycles – Speeding up
Creation – time as it were – is speeding up. Every Underworld is twenty times shorter than the one it is built upon. It took 15 billion years for the first cells to come into existence, whereas the internet came about in a very short time.
According to ancient Mayan teachings there are Nine Underworlds in the Cosmos. This fundamental step model is visibly expressed by the Pyramid of the Plumed Serpent in Chichen-Itza, the Pyramid of the Jaguar in Tikal and the Temple of the Inscriptions in Palenque, which were all built with Nine different stories.


StageDay / NightGod / GoddessTime Frame
1.1. DayThe god of Fire and Time 
2.1. NightThe god of Earth 
3.2. DayThe goddess of Water 
4.2. NightThe god of the Sun and the Warriors 
5.3. DayThe goddess of Love and Childbirth 
6.3. NightThe god of Death 
7.4. DayThe god of Flowers 
8.4. NightThe god of Rain and War 
9.5. DayThe Lord of the Light 
10.5. NightThe Lord of Darkness 
11.6. DayThe goddess of Birth 
12.6. NightThe god Before Dawn 
13.7. DayThe dual Creator god 

 


Development of the Judeo-Christian Religion of Humanity

Progressing DayDurationBaktun / Aztek DeityInitiatory eventHistorical date
13115-2721 BC1. stage – The god of Fire and TimeWorship of Anu (Sumeria) 
22326-1932 BC3. stage – The goddess of WaterAbraham's move from Ur to Israel~2300 BC
31538-1144 BC5. stage – The goddess of Love and ChildbirthMoses – 18th Dynasty~1400 BC
4749-355 BC7. stage – The god of FlowersIsaiah748 BC
540-434 AD9. stage – The lord of the LightJesus/Paul30-50 AD
6829-1223 AD11. stage – The goddess of BirthExpansion of Christianity, Crusades 
71617-2011 AD13. stage – The dual Creator godEstablishment of Protestantism, The Pilgrims1648
1620

 

42.7   13 Stages in the History of Writing


History of Writing

Progressing DayDurationBaktun / Aztek DeityInitiatory eventHistorical date
13115-2721 BC1. stage – The god of Fire and TimeFirst writing 
22326-1932 BC3. stage – The goddess of WaterCuneiform writing 
31538-1144 BC5. stage – The goddess of Love and ChildbirthConsonant writing~1600 BC
4749-355 BC7. stage – The god of FlowersAlphabetic writing750 BC
540-434 AD9. stage – The lord of the LightCodices, paper50,100 AD
6829-1223 AD11. stage – The goddess of BirthFirst book printing868 AD
71617-2011 AD13. stage – The dual Creator godDaily Newspapers, Mail service1618
1624

 

42.8   13 Stages of Telecommunications


The Stages of Telecommunications

Progressing DayDurationBaktun / Aztek DeityInitiatory eventHistorical date
11755-17751. stage – The god of Fire and TimeTheory of telegraph1753
21794-18143. stage – The goddess of WaterOptical telegraph1794
31834-18535. stage – The goddess of Love and ChildbirthElectrical telegraph1835
41873-18937. stage – The god of FlowersTelephone1876
51913-19329. stage – The lord of the LightRadio broadcasts1910
61952-197211. stage – The goddess of BirthTelevision50's
71992-201113. stage – The dual Creator godInternet1992

 

42.9   The Mayan Time Concept of Evolution


The Mayan Time Concept of Evolution

.


StepCycle / LevelConsciousness Features
Development of
AgeTime Frame

 

42.10   Ian Xel Lungold, Zeitforscher, USA – Creation cycle / formula

PhaseCreationProcess
1. PhaseBeing createdReaction ↔ Matter (Beginning)
2. PhaseHypnotismStimulus ↔ Response
3. PhaseAutomatic Repetition of PatternsStimulus ↔ Individual Response
4. PhaseRepetition of PatternsSimilarites and Differences
5. PhaseRecognition of PatternsShared Reasons
6. PhaseCertaintyLaw / Punishment (Good and Evil)
7. PhaseCenterednessForce driven Domination
8. PhasePeace of MindInnate Ethics
9. PhaseCREATIONConscious co-creation, the Unknown

 

Triangle: BE – DO – HAVE

 

Manifesting Steps – States of Being

  • Pay ATTENTION.
  • Align INTENTION.
  • Keep up personal INTEGRITY (sustainability).
  • Listen to INSPIRATION.

 

42.11   Ian Xel Lungold, USA – Emotional Tone Scale – Emotional States

Change of emotional states comes by choice.

 

15. Ecstasy –––– Most choices
14. Enthusiasm
13. Interest
12. Conservatism
11. Boredom –––– Neutrality
10. Antagonism
9. Pain / Hurt
8. Anger
7. Covert hostility (sarcasm)
6. Fear
5. Symphathy / Pitifulness
4. Grief
3. Propitiation
2. Apathy
1. Death –––– Least choices

 

42.12    Lester Levenson, USA – Die Skala der Emotionen

Lester Levenson ist der Erfinder der Sedona Methode, einer Entspannungmethode.
Buch Sedona Methode, Hale Dwoskin, VAK Verlag, März 2006

 

42.13   Four stages of spiritual development according to M. Scott Peck

US psychiatrist M. Scott Peck offers an evolutionary step model comprising four stages:

Four stages of spiritual development
presented by M. Scott Peck

StageExpressionGroupCommentCurrent
Chakra
I.Chaotic, disordered, reckless
Tendency to defy and disobey
Unwillingness to accept a will greater than their own
Very young childrenMany criminals have never grown out of Stage I.1. Base chakra
Body
II.Blind faith; obedient children
Humility and willingness to obey and serve
Religious people with blind faith in GodMost good law-abiding citizens don't move out of Stage II.2. Sacral chakra
Feeling
III.Scientific skepticism and inquisitivity
Only accepting the logic of things, no trust in faith
People working in scientific and technological researchStage III. is populated with intellectuals.3. Spleen chakra
Reason
IV.Realizing and enjoying the mystery and beauty of nature
Recognizing grand patterns in life events, while retaining skepticism
Religiousness and spirituality are the result of genuine experience, not blind faith (as in stage II).Stage IV people are labeled as mystics.4. Heart chakra
Heart
compassion

According to Peck
transitions from Stage I to Stage II happen abruptly, whereas
transitions from Stage III to Stage IV tend to evolve gradually.

 

Sources:
Peck, M. Scott, The Different Drum. Community Making and Peace, Simon & Shuster, 1987
Peck, M. Scott, Further Along the Road Less Traveled. The Unending Journey Toward Spiritual Growth, Simon & Shuster, 1993

 

42.14   The four historical Ages according to Daniel H. Pink

Daniel H. Pink's bestseller A Whole New Mind: Why Right-Brainers Will Rule the Future, Riverhead Trade; rep updated edition, March 2006


The four essential historical ages according to Daniel H. Pink

#AgeHuman
Resource
Service
Expression
Location
Orientation
1.Agricultural AgeFarmersProduce / foodNature – Cultivating the land
2.Industrial AgeFactory workersProducts / goodsCities – Overcrowded areas
3.Information AgeKnowledge workersProgramming / Concepts
Logical, linear, goal oriented
Left brain dominance
4.Conceptual AgeCreators and empathizersContext / Flow
Paradoxical, nonlinear, heart centered
Right brain culture

 

  • There is a seismic – though as yet undetected – shift now underway in much of the advanced world. We are moving from an economy and a society built on the logical, linear, computer-like capabilities of the Information Age to an economy and a society built on the inventive, empathic, big-picture capabilities of what's rising in its place, the Conceptual Age.
    The last few decades have belonged to a certain kind of person with a certain kind of mind – computer programmers who could crank code, lawyers who could craft contracts, MBAs who could crunch numbers. But the keys to the kingdom are changing hands.
    The future belongs to a very different kind of person with a very different kind of mind – creators and empathizers, pattern recognizers and meaning-makers. These people – artists, inventors, designers, storytellers, caregivers, consolers, bigpicture thinkers – will now reap society's richest rewards and share its greatest joys.
    Daniel Pink, Vice President Al Gore’s chief speechwriter from 1995-97, bestselling author, A Whole New Mind. Moving from the Information Age to the Conceptual Age, Riverhead/Penguin, 2005

 

43.   Zitate zum Thema Stufenmodelle und Stufenentwicklung / Step models

43.1   Zitate allgemein

  • Wenn ich so hoch gestiegen bin, dann nur deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand. Sir Isaac Newton

 

  • Ich habe gesagt, dass man, höbe man die Schwere der Welt auf, auch gleichzeitig das Licht aufheben würde. Das Licht, der Schall und alle anderen sinnlich wahrnehmbaren Erscheinungen sind im übrigen eine Folge und eine Art Ergebnis der Mechanik und somit auch der Schwere der natürlichen Körper, die, je nach ihrer Schwere und ihrer Spannkraft, mehr oder weniger hell oder tönend sind. Albert Einstein

 

  • Solange du nicht zu steigen aufhörst, hören die Stufen nicht auf, unter deinen steigenden Füßen wachsen sie aufwärts. Franz Kafka

 

43.2  Zitate (engl.) allgemein

 

43.3   Das Stufen-Gedicht von Hermann Hesse

 

Stufen

 

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend
dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe
Blüht jede Weisheit
auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und
darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden. […]
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


Hermann Hesse  

 

44.  Links zum Thema Stufenmodelle und Stufenentwicklung / Step models

44.1   Literatur

44.2  Literatur (engl.)

44.3   Externe Weblinks


44.4   Externe Weblinks (engl.)


 

44.5   Interne Links

Englisch

Hawkins