SpiritualWiki

Wiki / Wuerde

Wiki-Menu:  

2·2012


Hawkins-Menu:


 

WürdeMenschenwürdeMenschenrechte

 

Würde ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936)
US-amerikanischer Professor für Physik, Rankismus- und Würdeforscher, Referent, Autor


 

Inhaltsverzeichnis (verbergen)

  1. 1. Menschenrechtsdeklarationen
  2. 2. Geschichtliche Spuren der Menschenwürde
  3. 3. Definitionen von Menschenwürde
  4. 4. Beschreibung von Würde [dignitas]
  5. 5. Schwer [in Worte] zu fassende Würde
  6. 6. Würdebewusstsein in deutschen Firmen
  7. 7. Beschwerte Emotionen und Menschenwürde
  8. 8. Schwelle zwischen Stolz und dem Geltungsbereich von Menschenwürde (Ethik)
  9. 9. Weiblicher Führungsstil ist friedlicher, ehrlicher, erfolgreicher und seltener erwünscht.
  10. 10. Vier-Phasen-Entwicklung in Biologie, Ökologie, Geldwesen und Wirtschaft
  11. 11. Unterwegs zur Würdepolitik
  12. 12. Einkommens- und Statusgefälle im weltweiten Vergleich – Wilkinson und Pickett
  13. 13. Menschenwürde geht unter die Haut.
  14. 14. Rankismus und Erniedrigung ⇔ "Würdigung für alle" – Robert W. Fuller
  15. 15. Jemand – Niemand ⇔ Alles – Nichts
  16. 16. Zitate von Robert W. Fuller – Würde und Rankismus
  17. 17. Wahre Würde
  18. 18. Gebrauch der Macht
  19. 19. Übergang
  20. 20. Menschenwürde ist wichtiger als Reichtum, Wohlfahrt und Handel.
  21. 21. Umkehr des Denkmodells JemandeNiemande – Soziale Unternehmenspolitik
  22. 22. Zitate – Frauen fördern Würdekultur
  23. 23. Ich-orientiertes BankwesenDu-orientiertes soziales Bankwesen
  24. 24. Aussöhnung zwischen Herkules und der Hydra
  25. 25. Würdekultur ⇔ Stolzkultur
  26. 26. Zitate zum Thema Würde, Menschenwürde, Selbstachtung / Dignity and self esteem
    1. 26.1 Zitate allgemein
    2. 26.2 Zitate von David R. Hawkins
    3. 26.3 Zitate von Robert W. Fuller – Würdekultur ⇔ Stolzkultur
    4. 26.4 Zitate – Herabwürdigung durch Rankismus / Humiliation by rankism
    5. 26.5 Ich bin ein Niemand
    6. 26.6 General quotes
    7. 26.7 Quotes by Robert W. Fuller
  27. 27. Links zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte / Dignity and Human rights
    1. 27.1 Veranstaltungshinweise
    2. 27.2 Literatur
    3. 27.3 Literature (engl.)
    4. 27.4 Externe Weblinks
    5. 27.5 External web links (engl.)
    6. 27.6 Audio- und Videolinks
    7. 27.7 Audio- und Videolinks – Evelin Gerda Lindner
    8. 27.8 Audio and video links (engl.)
    9. 27.9 Audio and video links (engl.) – Robert W. Fuller
    10. 27.10 Audio and video links (engl.) – Evelin Gerda Lindner
    11. 27.11 Audio and video links (engl.) – Richard Wilkinson, Kate Pickett ♦ (Equality trust)
    12. 27.12 Interne Links


 

Menschenrechtsdeklarationen

  • Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden,
    dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden,
    worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind.

    Thomas Jefferson (1743-1826) US-amerikanischer Staatstheoretiker, dritter US-Präsident (1801-1809), Haupturheber der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, 4. Juli 1776

 

 

Anfangsposition in der Verfassung: Wird der Begriff Menschenwürde im ersten Satz einer Verfassung – wie erstmals 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte – erwähnt, wird Würde als eines der wichtigsten unveräußerlichen Grundrechte aller Bürger deklariert. In diesem Sinn räumten das Grundgesetz von der Bundesrepublik Deutschland nachfolgend die Verfassungen von Bangladesch Südafrika, Kanada, Finnland und Portugal der Allmacht Allahs, der Oberhoheit Gottes beziehungsweise der menschlichen Würde den höchsten Rang ein.

 

 

 

Zum Schutz der Menschenwürde: Vertrag über eine Verfassung für Europa, Teil I, Artikel I-2, Rom, 29. Oktober 2004

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar. Europäische Verfassung, Artikel II, 61, 2004

Geschichtliche Spuren der Menschenwürde


Glas Portwein

1486 fer italienische Humanist und Philosoph der Renaissance Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494) beschrieb in seiner Rede Oratio de hominis dignitate, der Rede über die Würde des Menschen die Prinzipien einer neuzeitlichen humanistischen Anthropologie seiner Epoche. Pico betonte, dass die Würde des Menschen in dessen freier Willensentscheidung zwischen seinen tierischen und himmlischen Anteilen läge:

"Ein großes Wunder ist der Mensch."

Die Rede wurde 1486 veröffentlicht. Im Februar 1487 wurde sie zu Teilen von Papst Innocenz VIII. als unorthodox verdammt.

 

Die Aufklärung thematisierte Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit
Es fällt schwer, eine gültige Definition der Menschenwürde zu formulieren.
Menschenwürde wird gemeinhin als die Summe aller Grundrechte und Menschenrechte verstanden. Achtung und Schutz der Menschenwürde dienen dazu, das menschliche Wesen in Freiheit der Entscheidung, Gleichheit vor Gott und Brüderlichkeit untereinander zu entfalten.

Definitionen von Menschenwürde

Welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele. Markus 10, 42-45 und Matthäus 20, 25-28 (NT)

 

  • Der Begriff Würde ist sprachgeschichtlich mit dem Wort "Wert" verwandt. Er bezeichnet äußere und innere Werte wie: Ruhm, Lob, Ehre, Erhabenheit, Verdienste, Ansehen, hoher Rang eines Menschen.

  • Die Gottebenbildlichkeit des von Gott geschaffenen Menschen verleiht ihm Würde an sich.
    Schöpfungsgeschichte 1. Mose 1, 26, AT 1
    • Im vedantischen Hinduismus wird die Gottebenbildlichkeit als Tat Tvam Asi ausgedrückt.

  • Unantastbar – INNENdignitaslateinischer Begriff für die innewohnende Würde – .
  • Antastbar, abgestuftAUSSEN – humanitas (vgl. Humanität) – lateinischer Begriff für das Menschsein im Allgemeinen,
    • die sittliche und geistige Bildung,
    • menschengerechte Normen und Verhaltensweisen,
    • Auszeichnung, Ämter (mit Leistung zu erwerben).
      • Marcus Tullius Cicero beschreibt humanitas als
        - Möglichkeiten und zugleich als Beschränkungen des Menschsein in Unterscheidung zum Tier.

  • Nach Immanuel Kant sind die Grundprinzipien der Menschenwürde:
    1.  Anerkennung der prinzipiellen Gleichwertigkeit (Gleichwürdigkeit) [nicht Gleichheit] aller Menschen
    2. Achtung des Nächsten
    3. Anerkennung des Daseinsrechts von Mitmenschen
    Kant betrachtete
    • Tiere, die nicht mit Vernunft ausgestattet sind, als
      • Lebewesen mit relativem Wert [Würde],
      • als Mittel zum Zweck und folglich als Objekte.
    • Menschen, die mit Vernunft ausgestattet sind,
      • als Personen, Subjekte, die wesengemäß einen Zweck an sich haben,
      • weswegen sie nicht als Mittel zum Zweck, als Objekte gebrauchen werden dürfen
      • und Willkürherrschaft in Form von Sklaverei, Unterdrückung, Betrug eingeschränkt werden müsse.


  • Die Definition der Menschenwürde als Wesensmerkmal und Gestaltungsauftrag durch das deutsche Bundesverfassungsgericht Würde als Menschenwürde meint den Wert- und Achtungsanspruch, der dem Menschen kraft seines Menschseins zukommt, unabhängig von dessen Eigenschaften, körperlichem oder geistigem Zustand, Leistungen oder sozialem Status. Laut des Bundesverfassungsgerichts gilt die Menschenwürde absolut. Sie ist der oberste Grundwert und die Wurzel aller Grundrechte. Grundrechte binden nach Art. 1 III GG die vollziehende Gewalt.
    "Die Würde des Menschen", die durch die so genannte Ewigkeitsgarantie des Art. 79, Abs. 3 geschützt wird, ist eine umstrittene Verfassungsnorm, denn Verstöße gegen die Menschenwürde werden zur Verfassungswidrigkeit, sofern eine grundgesetzkonforme Interpretation möglich ist.

 

[Es gibt] zwei juristische Interpretationslinien [...], die sich unversöhnlich gegenüberstehen: Es gibt eine heteronomische und eine autonomische Deutungstradition. Diese Differenz ist entscheidend verantwortlich für die Vieldeutigkeit des Begriffs [der Menschenwürde]. Dr. jur. Paul Tiedemann, Verfassungsjurist, Philosoph, Beschreibung zum Buch Was ist Menschenwürde? Eine Einführung (erklärt im 2. Kapitel), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2006

 

* * *   * * *   * * *   * * *   * * *   * * *   * * *   * * *   * * *

 

Beschreibung von Würde [dignitas]

 

Die Würde des Menschen ...

 

  • gründet sich auf die Gottebenbildlichkeit des Menschen und das Tat Tvam Asi.
  • anerkennt die Oberhoheit GOTTES als Schöpfer und Ursprung des Lebens.
  • bekennt sich zur inneren göttlichen Kraftquelle.
  • ist unantastbar und unverletzlich.
  • schwingt im Bereich göttlicher Wirkmacht.
  • lebt in der Domäne des Selbst und des SELBSTES.
  • ist Ausdruck der innewohnenden Essenz der Seele.
  • ist integer.
  • ist graduell in etwa 20 Prozent der Menschheit aktiviert.
  • ist bekannt als dignitas (innerer unveräußerlicher Aspekt) und humanitas (äußerer verletzlicher Aspekt).
  • anerkennt das Daseinsrecht von Mitgeschöpfen.
  • begrüßt und gewährt Entscheidungsfreiheit aller Menschen.
  • anerkennt die Ebenbürtigkeit und eingeborene Menschenwürde aller Menschen.
  • anerkennt vielebenige vernetzte Verbundenheit und die Einheit allen Lebens.
  • denkt und handelt ganzheitlich.
  • akzeptiert die Gegebenheiten.
  • begrüßt menschliche Entwicklung und allgemeinen Fortschritt.
  • ist dem Ego fremd.
  • tendiert zu Bescheidenheit, Einfachheit, Gelassenheit.
  • begrüßt präsente, spontane, ergebnisoffene Emergenz.
  • begrüßt Eigenverantwortung.
  • glaubt an das Gute im Universum und in Mitmenschen.
  • lebt nach lebensbejahenden Prinzipien.
  • ist empathisch.
  • ist freundlich zu allen Lebewesen.
  • respektiert.
  • vertraut.
  • strebt nach Wahrheit um ihrer selbst willen.
  • kooperiert mit anderen.
  • vermittelt zwischen anderen.
  • fördert, achtet und bietet Exzellenz nach bestem Können.
  • begrüßt Zivilcourage.
  • bewahrt Haltung bei (öffentlicher) Demütigungen.
  • lässt eher geschehen.
  • ist sich selbst treu.
  • unterstützt Gewissensentscheidungen.
  • begrüßt Moral und Ethik.
  • beachtet ethische Verhaltensregeln und irdische Gesetze.
  • ist das Heilmittel für Rankismus [Rangstellungsmissbrauch] und Klassendenken.
  • betrachtet Mitmenschen nicht mit der "Jemand"-"Niemand"-Schere.
  • bekennt sich zu erkannten Schwächen und Charakterdefekten.
  • ist nicht auf Status, äußeren Erfolg und Wohlstand angewiesen.
  • meidet Stress, lebt daher gesünder.
  • ist fähig zur Reue und zum Umdenken.
  • meidet Opferhaltung.
  • weicht nicht zurück vor Erniedrigungen.
  • meidet Stolz und negative Gesellschaft.
  • meidet Anspruchsdenken, Kontrolle und Zwang.
  • wird gesellschaftlich allgemein selten thematisiert.
Siehe auch: Stolz

Schwer [in Worte] zu fassende Würde


Der barmherzige Samariter von Vincent van Gogh
(1853-1890) niederländischer Maler
Die Würde des Menschen ist unantastbar und obendrein schwer zu definieren. Werner Mitsch (*1936) deutscher Aphoristiker

 

In einem Aufsatz in der Zeitschrift The New Republic bezeichnet der Psychologieprofessor Steven Pinker von Harvard Würde als weitgehend nutzloses Konzept. Er schlussfolgerte:

Würde ist ein schwammiger, subjektiver Begriff, der seinem schwerwiegenden moralischen Anspruch nicht gerecht wird.

 

Pinker glaubt, dass Freiheit darin bestehe, das Verhalten anderer zu dulden, selbst wenn es dem Betrachter als unwürdig erscheint.

 

Würde klar zu definieren, ist aus Pinkers Sicht weitgehend gescheitert.
Er betrachtet Würde als Ausdruck von Exzellenz (Vorzüglichkeit), Strebsamkeit und Gewissenhaftigkeit. Jeder Mensch ist mit vollständiger Menschenwürde ausgestattet, ohne jedoch ein Vorrecht zu haben, diese einzuklagen.

  • Würde ist relativ und unterscheidet sich je nach Zeitalter, Ort und Betrachter.
  • Würde ist ersetzbar – durch würdelose Gegebenheiten.
  • Würde kann Schaden anrichten – durch politische, wissenschaftliche oder religiöse Unterdrückung.

 

Quelle: Die Menschenwürde ist antastbar, Hartmut Wewetzer, Tagesspiegel.de, 3. Juni 2008

Würdebewusstsein in deutschen Firmen

Jedes 12. aus 80 befragten deutschen Unternehmen im Zusammenhang mit einer Studie zum Umgang mit dem Personal 2009 hatte keine Vorstellung von Menschenwürde [menschliches Kapital], indem es sein Handeln ausschließlich nach Geldwerten ausrichtet/e.

  • 15% der deutschsprachigen Firmen geben ihren vordergründig Geld kostenden Mitarbeitern null Punkte, womit sie ihnen die Würde absprechen. Sie ziehen vordergründig kurzfristig [in Geldwerten] profitable Aktionäre und Kunden vor.

Unternehmen oder Sozietäten, die Mitarbeiter und Kunden als Mittel zum Zweck des kurzfristigen Profits benutzen, manipulieren, ausbeuten und kontrollieren, wirtschaften früher oder später ab, während würdebewusste Unternehmen, die Rankismus [erniedrigendes Verhalten gegenüber Rangniederen] nicht dulden, langfristig erstarken.

 

Siehe auch:
Mittel zum Zweck? – Führungskunst
► Peter Kruse: Entwicklungsphasen der Sozialen Netzwerke
Komplexität kanalisieren

Beschwerte Emotionen und Menschenwürde

Scham und Schuldgefühle sind die beiden Emotionen aus der Gruppe der Notstandsgefühle (die auch Trauer, Gier, Zorn, Stolz beinhalten) nach der psychodynamischen Theorie des Psychoanalytikers Sandor Rado (1890–1972), die am meisten am großen Ganzen zehren und dem Wohl aller Schaden zufügen.

  • Wer sich schämt, fixiert sich auf das Äußere.
    Die unantastbare Menschenwürde – das Heilige und zugleich Tabuisierte – wurde von und vor anderen entehrt.
    • Gewandelte Scham – jenseits von Minderwertigkeitsempfinden und Opferhaltung – vermittelt ein Gespür für das Heilige.
  • Wer sich schuldig fühlt, fixiert sich innerlich.
    Er leugnet (entwürdigt) die ihm innewohnende unantastbare Menschenwürde.
    • Gewandelte Schuld – jenseits von Verzweiflung – vermittelt ein Gespür für Reue, Umkehr, Umwidmung, Metanoia.
    • Gewandelte Trauer – jenseits von Anklage und Depression – vermittelt Mitgefühl und ein Gespür für die Conditio Humana.
    • Gewandelter "heiliger" Zorn – jenseits von zerstörerischer Aggression – vermittelt ein Gespür für Gerechtigkeit, Verhältnismäßigkeit und die Kraft, soziale Reformen einzuleiten.
    • Gewandelter Stolz – jenseits von Überlegenheitsdenken, Narzissmus und Täterimpuls – vermittelt ein Gespür für die göttliche Würde, die sich in der Menschenwürde spiegelt.

Schwelle zwischen Stolz und dem Geltungsbereich von Menschenwürde (Ethik)


Thomas Jefferson (1743-1826) verwendete den Satzteil "alle Menschen sind gleich geschaffen" in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.

 

Nach der von Dr. David Hawkins entwickelten Bewusstseinsskala liegt das Schwingungsfeld von Stolz und Eigenwillen auf der Bewusstseinsebene Bewusstseinswert 175-199. Stolz ist eine Haltung, die dem Eigennutz dient und der Gemeinschaft Schaden zufügt.

 

Die Schwelle, ab der ethisches gemeinschaftsdienliches Verhalten möglich wird, liegt bei Bewusstseinswert 200. Es ist ein entscheidender Bewusstseinssprung, die Grenzlinie zwischen Stolz und würdehaltiger Integrität zu überschreiten.
Bereits im Jahr 1987 hat das Gesamtbewusstsein der Menschheit diese Integritätsschwelle überschritten. Im August 2009 lag sie bei Bewusstseinswert 206.

 

Anhand der neuen Wirklichkeit gibt es das [tief eingegrabene] Konzept von WIR und [gegen] DIE ANDEREN tatsächlich nicht mehr. [...] Behandle deshalb andere als Teil deiner selbst. Die ganze Welt sollte Teil des WIR sein. Heutzutage benötigen wir das Konzept der Einheit der Menschheit [...] und einen Sinn für weltumspannende Verantwortlichkeit. [...] Ich fühle, dass die Wirklichkeit nicht mehr getrennt ist. Video Podiumsdialog mit S. H. Dalai Lama und Mary Robinson (*1944) erste weibliche Staatspräsidentin Irlands (1990-1997), UN-Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen (1997-2002), Welt Elder, zum Thema Wisdom and Compassion for Challenging Times ['Weisheit und Mitgefühl in schwierigen Zeiten'], Teil 6, präsentiert von The Tibet Fund, moderiert von Pico Iyer, Town Hall, New York City, New York, 3. Mai 2009, YouTube Film, Minuten 2:38, 3:40, 4:37, insgesamt 8:37 Minutes Dauer, eingestellt 19. Mai 2009

Weiblicher Führungsstil ist friedlicher, ehrlicher, erfolgreicher und seltener erwünscht.

Mehrheitlich und durchschnittlich nehmen die männlichen Geschäftsführer von Firmen weltweit [97,5% in Deutschland] eine stolze Haltung ein.
Die durchwegs männlichen Manager, die an der Herbeiführung der weltweiten Finanzkrise 2008 mitbeteiligt waren, scheinen auch im dritten Jahr danach weitgehend noch der Stolzkultur anzuhängen.

 

(↓)

Ergebnisse der Bewusstseinswertmessung:

Die vorwiegend männlichen Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der 500 führenden Weltfirmen [nach den Angaben des Magazins Fortune] bewegen sich durchschnittlich auf dem Höchststand der stolzen Grundhaltung. Laut der Muskeltestmessung von Dr. David Hawkins lag ihr Bewusstseinswert im Jahr 2002 bei Bewusstseinswert 198, im Februar 2004 bei Bewusstseinswert 199.

2009 bestätigte die Unternehmensberatung McKinsey mit ihrer Studie Women matter 3 2:

  • Frauen punkten in Sachen Führungsqualität bei der
    • Mitarbeiterentwicklung,
    • bei Teamentscheidungen,
    • in Sachen Inspiration (Intuition) und
    • Belohnungsstrategien.

Die Studie Women matter 4 aus dem Jahr 2010 der Unternehmensberatung McKinsey an weltweit 441 börsennotierten Unternehmen ergab:

  • Der Betriebsgewinn (Umsatzrendite) der Unternehmen mit den meisten Frauen in Leitungsgremien (im Vorstand) um 56% höher als der jener Unternehmen, die ausschließlich von männlichen Topmanagern geleitet wurden.3
  • Unternehmen mit mindestens ein Drittel weiblichen Vorstandsmitgliedern konnten ihre Gewinnrendite um bis zu zehn Prozent über den Branchendurchschnitt steigern.

 


Mädchen aus dem Mekong Delta, China
  • Bei den 30 DAX-notierten Unternehmen Deutschlands befand sich im Jahre 2000 keine einzige Frau im Vorstand.
  • Laut Auskunft des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind in den 200 größten Unternehmen Deutschlands nur 2,5 % der Spitzenpositionen mit Frauen besetzt [Stand Ende 2009].

 

  • Seit 2004 müssen in Norwegen 40% aller Aufsichtsräteposten von Frauen besetzt sein.
  • Die Regierungen der Niederlande, Österreich und Deutschland überlegen, eine gesetzliche Frauenquote für Unternehmensvorstände einzuführen.

 

Studien zufolge sind Unternehmen umso erfolgreicher je ausgeglichener das Geschlechterverhältnis in ihrer Führungsebene ist.
Europäische Aktiengesellschaften mit relativ hohem Frauenanteil in Führungspositionen schneiden besonders erfolgreich ab – durch

 

  • Eine transkulturelle Studie, finanziert von der Weltbank kamen zu dem Ergebnis, dass Regierungen mit größerem Frauenanteil weniger korrupt waren.
    Quelle: Corruption and women in government [Korruption und Frauen in der Regierung], The Journal of Economic Behavior & Organization, Band 46, Heft 4, S. 423-429, Dezember 2001
  • Die Studienergebnisse bestätigen die "faireres System"-These. Frauen sind tendenziell aufrichtiger und berücksichtigen das Wohl des Ganzen mehr. Zwei einflussreiche Studien aus jüngster Zeit befanden, dass eine größere Repräsentanz von Frauen in der Regierung Korruption verringerte.
    Quelle: Hung-En Sung, Fairer Sex or Fairer System? Gender and Corruption Revisited [Gerechteres Geschlecht oder Gerechteres System? Wiederholte Erforschung von Geschlecht und Korruption], Social Forces, Band 82, Nummer 2, S. 703-723, The University of North Carolina Press, Dezember 2003
  • Der US-amerikanische Senat (83% männliche Senatoren, 13% weibliche Senatoren) stimmten für die Eröffnung des zweiten Irakkriegs.
  • Etwa 200 Nationen weltweit werden von ungefähr 5-7 Staatsfrauen geführt.
    Das Machtverhältnis von Männern und Frauen in den Regierungen weltweit ist 97:3 [Stand 2010]:
    97% Nationen werden von vorwiegend Dominanz-orientierten Männern regiert, 3% werden von vorwiegend Stabilitäts-orientierten Frauen regiert.

 

Unternehmen, die von weiblichen Geschäftsführerinnen geführt werden, werfen deutlich mehr Gewinne ab als solche, die von männlichen Geschäftsführern geleitet werden. [Frauen haben nicht ebenso lang am unlauteren Energiefeld der Arbeitswelt teilgehabt. Daher bringen sie in Führungspositionen insgesamt ein höheres Maß an Integrität mit ein. Dr. David Hawkins, Sedona Seminar Thought and Ideation, 3 DVD-Set, 28. Februar 2004

 

Jene Frauen, die als Führungspersönlichkeiten betrachtet wurden, die am meisten erreicht hatten, am kompetentesten waren und ihre Stimme am lautesten erhoben, wurden niedergemacht und aus der Bewegung ausgestoßen. "Die Gemeinschaft der Schwestern ist stark – sie tötet Schwestern" ist ein Ausspruch, der Ti-Grace Atkinson zugeschrieben wird. Die Bewegung fraß ihre Anführerinnen. Indem jene Frauen, welche die Triebfedern für den Fortschritt waren, ausgeschaltet wurden, verlangsamte sich der Aufwärtsschwung der Frauen, bis er fast zum Stillstand kam. [...] Ein tief verwurzelter, biologisch verursachter Impuls, gegeneinander zu wetteifern, zerstörte nicht nur die Führungsebene der Bewegung, sondern sabotierte auch die Schwesterlichkeit – und damit jede Hoffnung auf weitere kollektive Transformation. Wo sind die Frauen. Auf dem Weg zu einer neuen Frauenbefreiung, Teil 2, präsentiert von Magazin Was ist Erleuchtung?,Elizabeth Debold, Ed.D., US-amerikanische Genderforscherin, Lehrerin, Chefredakteurin von WIE / EnlightenNext (2002-2011), Kulturkommentatorin, Autorin, Ausgabe 18, 2005

Vier-Phasen-Entwicklung in Biologie, Ökologie, Geldwesen und Wirtschaft

Vier Entwicklungsphasen
PhaseEigenschaftAusdruckBio-ÖkosystemAnmerkungWirtschaft-Geldwesen
1.BedürftigParasitärVirenVereinnahmung
Monopolisierung
Zins und Zinseszins
2.BedürftigRaubtierhaftRaubtiereFressen·und·Gefressenwerden
Sexobjekt·oder·Tötungskandidat
Privates Bankwesen, Schuldenschöpfung
3.SpaltdenkenRivalisierendSäugetiereÜberleben des StärkerenIntl. Aktiengesellschaften
Stolze vorwiegend männliche Geschäftsführer
4.Beginnendes FeldbewusstseinSymbiotischKooperierende Zellverbände
zum Wohl aller
Biotop, Habitat[Lokal] Kooperierende soziale Wirtschaft
Globale Vernetzung
Quelle (engl.): ► Videopräsentation von Watts Wacker, US-amerikanischer Zukunftsforscher, Referent, Autor, Sodexho, Jahrestreffen, Paris, Frankreich, YouTube Film, ab Minute 19, 53:33 Minuten Dauer, eingestellt 6. Juni 2006
Siehe auch:
Vier Stadien der spirituellen Entwicklung – M. Scott Peck
Vier wesentliche historische Zeitalter (Informationszeitalter ⇒ Konzeptuelles Zeitalter) – Daniel Pink

Kooperierende Zellverbände sind Vorläufer [Entsprechungen] des erdumspannenden Netzwerkens.

Jede menschliche Zelle ist ein Kollektiv der uralten früher lebenden Bakterien-Typen. [...] In der Welt vor zwei Milliarden Jahren gab es nur Bakterien. Der Wandel von einem sehr ausbeuterischen, zerstörerischen Lebensweise zur kooperativen Lebensweise unter den Bakterien [Zellen mit Zellkernen] ist eine wunderbare Parallele zu dem, was in der heutigen Welt der Menschen vor sich geht. Elisabet Sahtouris, Ph.D. sahtouris.com (*1936) griechisch-amerikanische post-Darwinsche kreationistische Evolutionsbiologin, Fördererin des Intelligent Design (ID), Pastistin/Futuristin, ehemalige UN-Beraterin, An Interview with Elisabet Sahtouris, präsentiert von Telic Thoughts, Scott London, August 2007

Seit 4 Milliarden Jahren gibt es einfache Zellen, sich asexuell selbstvermehrende Prokaryoten. – Komplexe Zellen (Eukaryoten), die sich durch Zellteilung (Mitosis) vermehren, entstanden durch einen Bewusstseinssprung vor 2 Milliarden Jahren.

 

  • Die Darwinsche Geschichtsschreibung bezieht sich nur auf die jugendliche Wachstumsphase. [...] Nachhaltige Zukunftsfähigkeit tritt in Kraft, sobald Spezies lernen, einander zu nähren, statt einander zu bekämpfen. Eigeninteresse ist gut, so lange es sich innerhalb des Eigeninteresses der Gemeinschaft bewegt. Was wir nun benötigen, ist Glokalisierung. Miteinander können wir es in die Tat umsetzen. YouTube Videovortrag von Elisabet Sahtouris, Ph.D. sahtouris.com (*1936) griechisch-amerikanische post-Darwinsche kreationistische Evolutionsbiologin, Fördererin des Intelligent Design (ID), Pastistin/Futuristin, ehemalige UN-Beraterin, After Darwin [Nach Darwin], Teil 1 von 3, 9:26 Minuten Dauer, eingestellt 30. August 2012

Siehe auch: ► Zwei Versionen der Darwinschen Evolutionstheorie – David Loye

Unterwegs zur Würdepolitik

Am 15. Juni 1215 unterzeichnete der "böse König" Johann Ohneland zu Runnymede in England unter dem Druck von 10-12 verbündeten revoltierenden englischen Baronen die Magna Carta. Dieser große Freibrief gewährte dem Adel grundlegende politische Freiheiten.
Die Magna Carta gilt als Ausgangspunkt der Demokratie in Ablösung der Monarchie und als die als wichtigste englische verfassungsrechtliche Quelle, die zusammen mit der Bill of Rights von England, Grundlage der Gesetze der Vereinigten Staaten. Insbesondere die Verfassung der Vereinigten Staaten bezieht sich teilweise auf die in diesen Gesetzen festgelegten Grundrechte.
Wachstumsspirale Einzeltyrannei (König) → Gruppentyrannei (Adel) → Volkstyrannei (Bürgertum)
Vier geschichtliche Entwicklungsbögen

 

StufeRegierungsformTyranneiAusführer/Auslöser
1.MonarchieEinzeltyranneiKönig
2.FaschismusGruppentyranneiAdel
3.KommunismusVolkstyranneiMittelschichten
4a.Demokratur Pseudodemokratie
Neoliberaler Kasinokapitalismus
SpaltbewusstseinGiertyranneiPropaganda/Werbung
4b.Demokratische WürdekulturBeginnendes FeldbewusstseinBewegungswellen
Soziale Netzwerke
Aktive Powernutzer
Stakeholder

 

StufeHistorisches ZeitalterProduzentenProduktionAktionsfeld
1.AgrarzeitalterBauernNahrungsmittelerzeugungAuf dem Land
2.IndustriezeitalterFabrikarbeiterWarenproduktion|n Ballungsgebieten
3.InformationszeitalterWissensarbeiterFakten-Ideen-ProgrammierenLinkshirn-dominante Stolzkultur
4.Konzeptuelles ZeitalterSchöpferische und EinfühlsameInspiriertes ganzheitliches FließenRechtshirnige Würdekultur
Quelle: ► Daniel Pink danpink.com (*1964) US-amerikanischer Referent, Hauptredenschreiber des US-amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore (1995-1997), visionärer Autor, Informationszeitalter ⇒ Konzeptuelles Zeitalter – Daniel Pink

 

ÄraZeitrahmemChakraGottBewegungSymbolGeschichtePrinzipBewusstseinsalter
1.Vor ?-12000 JahrenWurzelGöttinStatischKreisGe-SchichtSchlaraffenlandBabyalter
2.Vor 5000 JahrenSakralGottDynamisch⚡ PfeilEL-SchichtEntweder-oderKindheit
Widerstand
3.Vor 2500 Jahren
Dominationsmacht
Solar plexusGottStatisch⚡ KreuzEL-SchichtWachse oder stirb!Jugend
Unterwerfung
4.Vor 250-50 Jahren
Macht der Liebe
HerzGöttinDynamischSpiraleUns-schichtSowohl-als-auchErwachsenenalter
Selbstermächtigung
Quelle (engl.): ► Anodea Judith (*1952) US-amerikanische Psychotherapeutin, Historikerin, Mythologin, Seminarleiterin, Autorin, The Global Heart Awakens. Humanity's Rite of Passage from the Love of Power to the Power of Love, Energy Psychology Press, 1. Januar 2010, Shift Books, 2. Auflage, 18. Juli 2013

 

StufeDialogtyp [♦]Team- und Gemeinschaftsentwicklung [☯]Bewusstseinsrahmen [♥]
1.Nettes GesprächPseudophaseUnbewusster Himmel
2.Heftiges GesprächChaos – Verwirrungsphase⚡ Unbewusste Hölle
3.Reflektiver DialogErnüchterungsphase – Leere, Nullpunkt⚡ Bewusste Hölle
4.Generativer DialogArbeitsfähiges Team / GemeinschaftBewusst werdender Himmel
Quellen (engl./deutsch):
[♦] Otto Scharmer Ottoscharmer.com deutsch-US-amerikanischer Seniordozent, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Gründungsmitglied des Presencing Institute, Dozent des UN Führungsprogramms, UN Staff College, Presencing. Learning From the Future As It Emerges. On the Tacit Dimension of Leading Revolutionary Change, Konferenz Wissen und Innovation, Helsinki, Finnland, 25.-26. Mai 2000
[☯] M. Scott Peck (1936-2005) US-amerikanischer Psychiater, Psychotherapeut, Schriftsteller, Vier Phasen der Entwicklung
[♥] Ken Wilber (*1949) US-amerikanischer mystischer Philosoph, Vordenker des 3. Jahrtausends, transpersonaler Bewusstseinsforscher, Entwickler der Integralen Theorie, Autor, The Eye of Spirit, 2001

 

StufeEinsichten des Dalai LamaDenkrahmenWürdesäule
1.Geld oder Reichtum genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.Entweder-oder[Entscheidungs]Freiheit
2.Das [naturwissenschaftlich orientierte] Bildungswesen genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.Sowohl-als-auchGleichberechtigung / Gleichwertigkeit
3.Die Technologie genügte auch nicht, um inneren Frieden zu bringen.Weder-nochGeschwisterlichkeit
4.Im 21. Jahrhundert müssen wir die Menschenrechte, Ethik, Mitgefühl und Zuneigung nachhaltiger fördern. 4 Alles-in-AllemWürde in Kultur,
Wirtschaft und Politik
Quelle (engl.)S.H. Dalai Lama, Peace Summit, Vancouver, Kanada, präsentiert von CTV.ca, Filmsequenz 2 von 4, letzter Abschnitt, Minute 14:53-17:59, 27. September 2009
Wir entwickeln eine neue Kultur. Kultur ereignet sich, wenn Ideologie [ein Gebilde aus Doktrinen] und die Zivilisation kollidieren.
Wir haben uns im Rahmen politischer Kriege [einschließlich der Ideologien Monarchie, Faschismus, Kommunismus und freiheitliche Demokratie] organisiert. Und die freiheitliche Demokratie hat sich bereits durchgesetzt.
Videopräsentation von Watts Wacker, US-amerikanischer Zukunftsforscher, Referent, Autor, Watts Wacker: Internationally Acclaimed Mind Reading Comedian, YouTube Film, Minute 2:40, 6:24 Minuten Dauer, eingestellt 16. Oktober 2009

 

Fascism should more properly be called corporatism because it is the merger of state and corporate power. Benito Mussolini ['Il Duce'] (1883-1945) Italian key figure in the creation of fascism, leader of the National Fascist Party, 40th prime minister of Italy (1922-1943)

Einkommens- und Statusgefälle im weltweiten Vergleich – Wilkinson und Pickett

Die britischen Sozialepidemiologen Richard Wilkinson (Universität Nottingham) und Kate Pickett (Universität York) fanden in jahrzehntelangen Vergleichsstudien:

Die Wurzel einer Vielzahl von sozialen Übeln liegt nicht an der Höhe des Einkommens, sondern am Einkommens- und dem damit verbundenen Bewertungsgefälle.

 

Ab einer Einkommens- und somit Chancenverteilung, die grundlegende Lebensbedürfnisse abdeckt (wie etwa in dem Land Kuba), ist nicht für das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität der Gesamtbevölkerung mehr die Höhe des Durchschnittseinkommens ausschlaggebend, sondern der Abstand im Gefälle von Einkommen und Status.

 

Anhand von öffentlich zugänglichen und von Fremdquellen erstellten Statistiken auf internationaler Ebene schlussfolgerte das Forscherpaar Wilkinson/Pickett, dass das rankistische Machtgefälle zwischen den 20% der ärmeren und den 20% der reicheren Bevölkerungsschichten in Industriegesellschaften deutlich mit einer Vielzahl der drängendsten sozialen Probleme korreliert. Während das Einkommensgefälle zwischen Ober- und Unterschicht in Japan und den skandinavischen Staaten bei 3,5+ liegt, ist es in den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Portugal, Australien und Neuseeland mehr als doppelt so groß.

 

Je größer das Einkommens- und Statusgefälle zwischen den Gesellschaftsschichten in einem Staat ist, desto größer ist auch dessen Rankismusproblem. Je ungleicher ein Volk beschaffen ist, desto mehr wird es gefordert durch Herrschaftsansprüche (Überlegenheit/Unterlegenheit – Stolz/Scham), Statuskonkurrenz, Statusunsicherheit, Angst vor sozialer Geringschätzung. Dadurch verschlechtert sich die Lage für das ganze Volk in vierzehn Bereichen wie beispielsweise:

Armut, Stress, Übergewicht, Verbrechensrate, Krankheitsrate, Drogenmissbrauch, Teenager-Schwangerschaften, „gegenseitigem Vertrauen“, Bildungsstandard, allgemeine Lebenserwartung.

 

Quelle: Richard Wilkinson, Ph.D. (*1943) britischer emeritierter Professor für Sozialepidemiologie, Universität von Nottingham, Wirtschaftswissenschaftler, Erforscher des Sozialgefälles weltweit, Kate Pickett, Ph.D., britische Professorin für Sozialepidemiologie, Universität York, Mitautorin, Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind, Tolkemitt bei Zweitausendeins, 3. Auflage, Dezember 2009

Menschenwürde geht unter die Haut.

Menschenwürde geht unter die Haut!
Bei der Geburt seid ihr blau,
der Schreck macht euch grau,
die Sonne tönt euch braun,
im Ärger schimmert ihr grün,
und wenn Ihr euch schämt, werdet ihr rot.
Wie kommt ausgerechnet ihr dazu,
uns Farbige zu nennen?

 

Aus Südafrika

Rankismus und Erniedrigung ⇔ "Würdigung für alle" – Robert W. Fuller

Als jüngster Rektor des Oberlin-College in Ohio genoss der amerikanische Physikprofessor Robert Fuller die Aufmerksamkeit der Medien in seinen Dreißigern. Im Alter von 40 und 50 Jahren war er als Diplomat und Präsidentenberater tätig.
1995, als er Titel und Posten hinter sich ließ, fühlte er sich von seiner Umgebung wie ein Niemand behandelt. Seine zeitweiligen Aufenthalte im "Niemandsland" führten ihn dazu, das Thema Rankismus [Rangstellungsmissbrauch] zu identifizieren, zu benennen und zu erforschen.
Eines Nachts sagte er zu sich selbst:

"Niemande der Welt, vereinigt euch! Wir haben nichts zu verlieren außer unsere Scham."

 

Dies war der Auslöser für sein erstes Buch Somebodies and Nobodies. Overcoming the Abuse of Rank, das 2000 als E-buch erschien und 2003 als gedrucktes Grundlagenwerk der Würdekultur-Bewegung erschien.

 

Rankistischen Gesellschaften sind  weitgehend unbewusst hinsichtlich der ihnen in Fleisch und Blut eingebrannten (systemischen) Normen des Patriarchats.
Daher ist der alles durchdringende rangbestimmte Missbrauch aus Überlegenheitsdenken gegenüber den Menschen, die innerhalb einer bestimmten Hierarchie einen geringeren Rang [Status] innehaben, diskriminierend oder ausbeuterisch.

 

Rankismus verunglimpft die Menschenwürde. Herabwürdigende Demütigungen sind die Folge davon. Rankismus drückt sich als erniedrigende Schikane, Mobbing, Rassismus, Sexismus, Schwulenfeindlichkeit, Krieg, Folter und andere Gewaltakte aus.

 

Nach 20.000 Jahren des eingewachsenen Rankismusses in allen Gesellschaftsschichten stellte Fuller fest, dass sich die Situation gewandelt hat.
Rankistische Organisationen sind weniger erfolgreich als würdebewusste Organisationen, die den Rangmissbrauch von Amtsinhabern nicht tolerieren.

 

Im AlterNet Interview The Somebody Mystique and the Rise of the Uppity Nobody [übers.: Der glorifizierte Jemand und der Aufstieg des dreisten Niemands] mit Robert W. Fuller, dem Autor von Somebodies and Nobodies. Overcoming the Abuse of Rank, verweist er auf die Feministin Betty Friedan (1921-2006) und deren Buch Der Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau (Erstausgabe 1966, Neuauflage 2002; Original The Feminine Mystique, 1963). Fullers Analyse identifiziert Rankismus als einen Ismus, der mit Sexismus, Rassismus, Klassendenken und dergleichen mehr einhergeht. Die mit der Jahrtausendwende aufkommende Ausgleichsbewegung bezeichnet er als Aufbruch in die Würdekultur.

 

  • Rang – die innerhalb einer Hierarchie eingenommene Position (Rangstellung)
  • Rankismus – ein Ismus auf Individualebene – Amtsbezogener Machtmissbrauch, um rangmäßig Unterstellte (mit geringeren Machtbefugnissen) in einer bestimmten hierarchischen Struktur zu erniedrigen oder auszubeuten, Mitmenschen zu demütigen, mangelnde Beachtung der Menschenwürde, stolze Jemande diskriminieren beschämte Niemande
  • Jemande – Menschen, deren Menschenwürde sichergestellt ist
    (Gefühlspalette eines Jemands: Er wird beachtet, ermutigt, willkommen geheißen, wertgeschätzt, respektiert, zugehörig, angesehen, gefeiert, erhöht, geliebt.)
  • Niemande – Menschen, deren Menschenwürde nicht sichergestellt ist oder angegriffen wird
    (Gefühlspalette eines Niemands: Er wird übersehen, entmutigt, verschmäht, herabgesetzt, geringgeschätzt, ausgeschlossen, beschämt, verachtet, erniedrigt, verachtet)
  • [Menschen]Würde – Sichere Stellung innerhalb eines Systems, Wertschätzung, keine Ausgrenzung
  • Erniedrigung – Fehlende Würdigung, Achtung, Brüskierung, Verletzung des Würdeempfindens, Beschämung, Angriff, Beleidigung, Herabsetzung, Erniedrigung
  • Gewährleistung der [Menschen]Würde – Bekleide einen Posten, der so hochrangig ist, dass niemand es wagt, ihn zu bedrohen
  • Politik der Würdekultur – Ausstehend [Stand 2010]
  • Ismen auf Klassenebene – Sexismus, Rassismus, Klassendenken, Antisemitismus, Diskriminierung von Schwulen, Altersfeindlichkeit, Behinderten
Quelle: Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, All Rise, YouTube Film, 3:10 Minuten Dauer, eingestellt 20. Februar 2008

 

Würdekultur-Politik
Die drei großen Traditionen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die das Zeitalter der Aufklärung während der Französischen Revolution geprägt haben, sind viel wirksamer, sobald man die vierte einende Säule der Menschenwürde hinzufügt.
Daraus erwächst schließlich

  • würdetragende [Entscheidungs]Freiheit,
  • würdetragende Gleichberechtigung / Gleichwertigkeit und
  • würdetragende Geschwisterlichkeit.

Jemand – Niemand ⇔ Alles – Nichts

Unterhaltung im Flughafen
Ein Namenloser und ein namenloser fernsehbekannter Passiagier


Hallo, Sie sind ein Jemand.
Nein, ich bin ein Niemand.
Ich sah Sie im Fernsehen.
Wie heißen Sie denn?
Mein Name ist Watts Wacker.
Sie haben Recht. Sie sind ein Niemand.

 

><)))°> <°(((><

 

Quelle: Google Videopräsentation Watts Wacker, US-amerikanischer Trendforscher, Referent, Autor, Wacker Redner Demo, Minute 0:44, 8:46 Minuten Dauer, Dezember 2008

 

Gott ist das Nichts, das bestrebt ist, Alles zu werden.
Jakob Böhme (1575-1624) deutscher Mystiker, Theologe, Naturphilosoph

 

Aus Angst, sich in nichts aufzulösen, leugnet das Bewusstsein seine einzige Wirklichkeit: dass es alles ist, sein unendliches, immerwährendes Allsein, aus dem die Existenz selbst hervorgeht.
Dr. David R. Hawkins, FU Das All-sehende Auge, S. 401, 2005

Zitate von Robert W. Fuller – Würde und Rankismus

Persönliche Bekenntnisse

  • Wenn mich jemand fragt, was ich mache, bin ich versucht herauszuplatzen:
"Mein Name ist Bob und ich bin ein Niemand"
— zumindest solange dieses Stigma besteht.
Ich bin zur Einsicht gelangt, mich als Heimstatt von Identitäten zu betrachten.
Wenn ich etwas ausbrüte, bin ich ein Niemand.
Wenn ich Vorträge halte, bin ich ein Jemand.

Ein Jemand zu sein, ist wie eine Reise in die Großstadt – aufregend, doch anstrengend. Nach einer Weile ist es angenehm, das Getümmel hinter sich zu lassen und dorthin zu gehen, wo ich mich am wohlsten und am lebendigsten fühle. Diese Erkenntnis werte ich als die größte Überraschung meines Lebens.
Während ich aufwuchs, ging ich stets davon aus, wie mein Vater ein Leben lang der gleiche Jemand zu sein. Doch mit fünfzig Jahren konnte ich Rückschau halten und eine Reihe unterschiedlicher Jemande identifizieren, die mich benutzt hatten, um das eine oder andere Anliegen durchzusetzen. Ein Jahrzehnt später sehe ich das Pendeln zwischen Jemand und Niemand als natürlichen Teil im Lebensablauf eines sinnsuchenden Menschen.
Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Somebodies and Nobodies. Overcoming the Abuse of Rank, New Society Publishers, 1. April 2003
  • Jeder Mensch ist wertvoll.

 

  • Menschenwürde ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist

 

 

  • Der raubtierhafte Impuls, andere zu erniedrigen, zieht mittlerweile nicht mehr.

 

  • Ärzte sind Dr. der Medizin, nicht Dr.-Gottheiten. Wortspiel in engl. Sprache

 

  • Die stärkste Verteidigung ist, kein Ärgernis zu erregen.

 

  • Wir leben heute in einer Zeit, wenn die Goldene Regel keine unverbindliche Entscheidungsmöglichkeit mehr ist. Sie wird zur verbindlich. In den kommenden zwanzig oder dreißig Jahren werden wir anfangen, ihr auf weltweiter Ebene gerecht werden. Dies gehört zu den Phänomenen, die gleichzeitig überall auftreten. Es liegt in der Luft. Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor

 

  • Rankismus wird nicht über Nacht beseitigt werden. […] Es wird 4-6 Generationen dauern, um die eingefleischten Muster im menschlichen Gehirn zu verändern und ein dignitarisches Gesellschaftsmodell im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Robert W. Fuller, Ph.D.

 

 

  • Wir lieben Menschen von hohem Rang, die ihn gut nutzen und der Gemeinschaft dienen. Ich sage nicht, dass alle gleichrangig sind, wir sind tatsächlich grundlegend ungleich. Das gibt keinen Anlass dazu, andere Demütigungen auszusetzen. Die Rangstellung verhilft uns dazu, angemessen zu unterscheiden.

 

 

  • Man muss einen aufgeklärten weitsichtigen Führungsverantwortlichen in einem Unternehmen finden, der rangmäßig höher steht als der schikanierende, einschüchternde Chef. Robert W. Fuller, Ph.D.

 

  • Solange man es nicht benennen kann, bemerkt man es nicht. In den sechziger Jahren erlebten Frauen beispielsweise laufend sowohl persönliche als auch institutionelle Demütigungen. Dann fanden sie einen Begriff dafür: Sexismus. Mithilfe der Kraft der Benennung schwächten die Feministinnen seinen Zugriff auf die Gesellschaft. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Rankismus ist der Missbrauch der dem Rang inbegriffenen Macht [...] und jedwede Art von Beherrschung, wobei "Jemande" ihre Rangstellung nutzen, um "Niemande" (von geringeren Status) zu erniedrigen oder auszubeuten. [...] Der in unserer Kultur grassierende Rangmissbrauch ist der Ausgangspunkt einer Riesenmenge von nicht bestätigtem und unnötigem Leid und dysfunktionalen Organisationen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Status ist relativ. […] Nahezu jeder “Niemand” hält Ausschau nach jemandem, gegenüber dem er sich überlegen fühlen kann. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Rankismus ist mit Rassismus vergleichbar, da er, obwohl er schon lange Zeit existiert hat, verworfen und schließlich überwunden werden kann.
    Im Lauf der Geschichte ist es eine Überlebenstechnik gewesen, um Jagd auf Schwache zu machen — um sie zu versklaven oder auszubeuten. In der heutigen Kultur versklaven wir andere nicht mehr, doch wir beuten sie nach wie vor aus. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Jedwedes Unternehmen, das Rankismus bestärkt oder toleriert, untergräbt systematisch die Kreativität und Produktivität seiner eigenen Belegschaft. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Eine würdehaltige Umgebung könnte heißen, die Angestellten gerechter zu bezahlen.
    Es könnte die Art von Demut bedeuten, die Jim Collins in seinem Buch Good to Great, HarperBusiness, 2001, als "Führung der fünften Ebene" beschrieb.
    Es könnte heißen, Gehälter-Transparenz und über die Unzumutbarkeit, Angestellte zu entlassen oder zurückzustufen, die sich freimütig äußern.
    Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Im Lauf des nächsten halben Jahrhunderts etwa werden arme Länder Wege finden, die entwickelte Welt zu zwingen, ihnen angemessen Würdigung zu gewähren, vergleichbar mit dem Vorgehen von Schwarzen und Frauen in den letzten fünfzig Jahren und von Homosexuellen heutzutage. In den meisten Teilen der Welt ist es nicht mehr akzeptabel, die Mitglieder dieser Gruppen herabzuwürdigen. Irgendwann wird das bei jedem Menschen der Fall sein. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • In der modernen rankistischen Umwelt kann der Verlust des Arbeitsplatzes das eigene Würdeempfinden empfindlich beeinträchtigen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Anstellung auf Lebenszeit ist unfair gegenüber jungen Mitarbeitern, ebenso wie auch die Schilder “Nur für Weiße” Schwarzen gegenüber ungerechtfertigt waren. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Es ist zeitgemäß, die Aufmerksamkeit von der Arbeitsplatzsicherung auf die breitere Auffassung von Würdesicherung zu richten und Maßnahmen zum Schutz der Menschenwürde einzuleiten, wenn  bei bestimmten Rollen und Posten, die wir einnehmen, zwangsläufig Veränderungen auftreten. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Antidiskriminierungs-Gesetzgebung war ein entscheidender Schritt für die Bürgerrechtsbewegung. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Unternehmen werden nicht über Nacht würdebewusst [dignitarisch] werden. Bei vielen Unternehmen ist Rankismus noch unter Radarniveau. Ihn zu benennen, kann dazu dienen, dass sie sich weiterentwickeln. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Solange man Rangmissbrauch nicht ebenso als ungerechtfertigt betrachtet wie Benachteiligung wegen der Hautfarbe und des Geschlechts, wird Rankismus weiterhin einen hohen Preis hinsichtlich Gesundheit, Glück und Leistungsvermögen kosten. Interview mit  dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Ein würdebewusstes [dignitarisches] Zeitalter naht heran, weil schließlich die meisten Menschen nicht in einer Welt leben wollen, wo ihre Menschenwürde entweder von äußeren Kennzeichen oder der Rangstellung abhängt. Da wir alle ehemalige und künftige Niemande sind, liegt es in unserem Interesse, unsere Institutionen und unsere Gesellschaft weniger rankistisch und würdebewusster zu gestalten. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Rankismus ist kontextabhängig. In den meisten Fällen, unabhängig davon, wie hoch man in der Rangleiter steht, können wir jemanden ausfindig machen, der einen höheren Rang als wir bekleidet. Als [...] ein berühmter Sänger den Präsidenten der Vereinigten Staaten [im Weißen Haus] besuchte,  beobachtete ich, wie sich jeder dieser außerordentlich mächtigen und berühmten Männern in Gegenwart voneinander immer mehr verunsichert fühlte, da sie sich im Vergleich zu dem Jemand fühlten, dem sie glaubten, die Hand geschüttelt zu haben, eindeutig wie ein Niemand fühlten. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Rankismus fühlt sich an wie ein Mangel an Würde. Du erlebst deine relative Wertlosigkeit. Du fühlst, dass du weniger wert bist als ein Mensch, wenn dich jemand rankistisch behandelt. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Institutioneller Rankismus begegnet einem, wenn man es mit Bürokratien, Nonprofit Organisationen, Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Regierungen zu tun hat. In Polizeistaaten drückt er sich als Ausbeutung und Unterdrückung der Bürger aus. In Demokratien besteht es aus täglichen Demütigungen im Umgang mit Einrichtungen, deren tatsächlichen Ziele ihre Selbsterhaltung und Selbstverherrlichung ist anstatt zu dienen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Rankismus lässt sich nicht mit Rankismus beenden. Um den Rankismus tatsächlich zu beseitigen, muss man die Menschenwürde von Grenzüberschreitenden wahren, während man ihnen Korrekturmaßnahmen anbietet. Man muss die Würde anderer Menschen beschützen, so wie man die eigene Würde von ihnen beschützt sehen möchte. Dies entspricht genau der Goldenen Regel. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Rankismus kann nicht mit Rankismus beendet werden, da sich die Fehde sonst fortsetzt. […] Man muss einen Weg finden, die Würde des Peinigers zu achten, während man ihm Korrekturmaßnahmen anbietet. Das ist sehr schwierig, jedoch nicht unmöglich. Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Patient Revolution: Human Rights Past and Future, SALT Gespräch, angeboten von The Long Now Foundation, Fort Mason Konferenzzentrum, San Francisco, Minute 22:13, 1:31:01 Minuten Dauer, 12. August 2005

 

  • Da der Rankismus andere Ismen mit einschließt, sage ich: Wer immer den Rankismus erkennt und anfängt, ihn zu überwinden, wird die Welt in das nächste Jahrhundert führen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Wir hassen in anderen, seien es Einzelpersonen oder Völker, nur das, was wir in uns selbst nicht annehmen können. […] Wir benötigen unsere Feinde zur eigenen Vervollständigung. […]
    Je mehr die Bedrohung abnimmt, um so eher betrachten wir unsere ehemaligen "Feinde" als "Gegner." Mit dem ersten Anzeichen auf positive gegenseitige Wertschätzung werden "Gegner" zu "Rivalen". Dieser Begriff anerkennt jeden als heimlichen Lehrer des anderen. Wenn "Rivalen" schließlich ihre wechselseitige Abhängigkeit bestätigen, würdigen sie sich als "Partner." […]
    Wir werden über den weltweiten Bürgerkrieg hinauswachsen müssen, nicht indem wir uns  angesichts eines neuen Feindes mit unseren ehemaligen Feinden verbünden, sondern indem wir uns ausgiebig über unsere Gegner erkundigen, um den unterschiedlichen Anlagen, die uns bei unseren ersten hautnahen Begegnungen so verängstigt und verärgert haben, mit Nachsicht zu begegnen. Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, A Better Game Than War. Understanding the origin of our "fear of the other" may lead us to the elimination of war, Magazine In Context, The Foundations Of Peace (IC#4), David Hoffman, S. 18, Herbst 1983

 

  • Die Lupe der Rasse beleuchtet die wohl bekannten Ungerechtigkeiten des Rassismus.
    Die Lupe der Rangstellung enthüllt die weniger anerkannten Erniedrigungen des Rankismus. [...]
    Der Rang an sich ist kein Problem. So wie die Rassenzugehörigkeit ist die Rangstellung lediglich eine Gegebenheit des Lebens. Der Rang vermittelt uns, wer das Sagen hat. [...]
    Das Problem liegt nicht an der jeweiligen Position, sondern im MIssbrauch der Machtbefugnis. Rankismus ist die Hauptquelle der menschengemachten Herabwürdigungen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism: The Elephant in Professor Gates's House, 27. Juli 2009

 

  • Ich denke, dass es recht bald jedermanns Anliegen sein wird, jede Art von Rankismus achtsam zu identifizieren, sich gegen sie zu wenden und sie nicht durchgehen zu lassen. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Recognizing Rankism/Global Affairs, Teil 3, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Andrew Grove von dem Unternehmen Intel besteht darauf, dass ihm jeder 20-Jährige sagen kann, dass er bei technischen Angelegenheiten daneben liegt. Der Wahlspruch vieler der hervorragendsten Firmen in Silicon Valley lautet: Der einzige Chef ist eine bessere Idee.
    Dies ist die Richtung, die wir alle anstreben. Wir sind noch nicht dort angelangt. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Wenn du eine Machtposition einnimmst, so verhindert diese Stellung genau den wertvollen Austausch mit den Menschen, über die du entscheidungsbefugt bist. Sie verhalten sich schüchtern, wenn du in der Nähe bist. Sie weigern sich, dir die Wahrheit zu sagen. Sie weigern sich, dir zu sagen, wenn du dich albern verhältst. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Hat jemand eine Machtposition eingenommen, so lernt er als Erstes, dass er nun im Fall von Machtmissbrauch nicht mehr mit Vergeltungsmaßnahmen zu rechnen braucht. Deswegen nützt er diesen Umstand weidlich aus. Zwanzig Jahre später hat man einen Stalin, einen Tyrannen, vor sich. [...] Jedes zusätzliche Quäntchen an Machtzuwachs versetzt den Übeltäter in die Lage, noch mehr Machtmissbrauch zu betreiben und damit ungeschoren davonzukommen. Das ist die Wesensart der Dominationsmacht. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Alle Arten von Rankismus sind Schikane in verschiedenen Ausdrucksformen. Man muss jedoch stets das eigene Selbst aufs Spiel setzen, indem man – als dreister Niemand – dagegen vorgeht oder sich insgeheim als Gruppe von anderen Niemanden organisieren, die gemeinsam gegen Rangmissbrauch eintritt. Uns in Letzterem auszubilden, heißt, die Demokratie weiterzuentwickeln. [...] Wenn Amtsinhaber in den Vereinigten Staaten ihre Macht missbrauchen, gibt es einen Regressanspruch. Wir entheben sie des Amtes [...], jedoch nicht in Krankenhäusern, Schulen, Familien und am Arbeitsplatz. [...] Wenn man Rankismus herausfordert, beweist es nicht, dass Rankismus vorliegt, doch er wird damit unweigerlich in die Defensive gebracht. Den Rassismus und Sexismus in Verteidigungsstellung zu bringen, hat gut funktioniert. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Sobald der Rankismus aufgehoben wurde, erhält die Rangstellung die Achtung [Würdigung], die ihr wirklich gebührt. Sie ist stets ein Zeichen verdienter und fortgesetzter vorzüglicher Leistungen. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

 

  • Religion lehrt Menschenwürde. Gelegentlich begünstigt die Theologie die Erniedrigung. Als der Islam eingeführt wurde, trat er für die Befreiung der Frauen ein (Siehe dazu Religions of the World von Huston Smith, der darauf hinweist, dass Mohammeds Frau sehr stark bei dessen Abfassung mitbestimmt hatte). Einige islamische Theologen haben ihn seither in Frauen unterdrückerischer Weise umgedeutet. Das ist allerdings Politik, die unter dem Deckmantel der Religion agiert (so wie es bei jeder Religion der Fall ist). Die grundlegenden Überzeugungen aller Religionen dienten als kraftvolles Werkzeug dazu, die universale und unveräußerliche Würde des Menschen anzuerkennen. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Dignity's Apostle: My Interview With Author Robert W. Fuller, Intrepid Liberal Journal, Blogspot von Robert Ellmann, 20. Mai 2006

 

  • Mangelnde Beachtung drückt sich gewöhnlich als zu geringe Anerkennung aus.
    Idolisierung kommt seltener vor, jedoch kann sie – wie im Fall von Jackson, Presley, Monroe ebenfalls verheerende wirken. Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, robertwfuller, Twittermeldung, 1. Januar 2010

 

 

(↓)

Negative Ergebnisse:

Psychologisches, emotionales und organisatorisches Fehlverhalten;
Dysfunktionales Verhalten: unangebrachte Angst, Mobbing, üble Nachrede, warnende oder kreative Stimmen zum Schweigen zu bringen, Cliquen, Stiefelleckerei, Verleumdung, Unterminieren, Sabotieren

 

Wahre Würde

Wahre Würde wohnt allein in jenem Menschen,
der sich in der stillen Stunde innerer Einkehr
angesichts der Niedertracht seines Herzens
kritisch durchleuchten und zugleich selbst achten kann.

 

William Wordsworth (1770-1850)
englischer Dichter, Lines Left Upon a Seat in a Yew Tree

Gebrauch der Macht

Ach, 's ist groß,
Des Riesen Kraft zu besitzen;
doch tyrannisch,
Dem Riesen gleich sie zu gebrauchen.

 

William Shakespeare (1564-1616) englischer Bühnenschriftsteller, Dichter,
Maß für Maß, Isabella, 2. Akt, 2. Szene, 1604

Übergang

Das alte
profitmaximierende
ausschließende
beherrschende
korrupte System
nimmt ab.

 

Das neue
ganzheitliche
sich erneuernde
zugewandte, soziale
ebenbürtige
einschließende System
wächst heran.



Menschenwürde ist wichtiger als Reichtum, Wohlfahrt und Handel.

Jacqueline Novogratz, eine junge idealistische ehemalige Börsenmaklerin von der Wall Street, nahm den inneren Auftrag an, 'die Dritte Welt zu retten'.
Die armen Frauen von der Elfenbeinküste Afrikas schickten sie weg mit den Worten:

"Wir Afrikaner wollen nicht gerettet werden – zumindest nicht von Ihnen."

 

Diese Rückmeldung weckte in Novogratz die erforderliche Demut, um sich im Zuhören zu üben.

 

Novogratz gründete eine Bäckerei in Kenia, die von einer klassischen Wohlfahrtsorganisation finanziert wurde.

Dort lernte sie die Macht der Sprache kennen und gelangte zu der Einsicht:
Oft sind es die Begriffe, die wir anderen Menschen zusprechen, die uns von ihnen fernhalten und sie herabsetzen.
Die dort beschäftigten zwanzig Prostituierten waren tatsächlich unverheiratete allein erziehende Mütter, die ums Überleben kämpften.

 

Jacqueline Novogratz lernte drei Lektionen von den Armen Afrikas.
༺༻LektionPolitischer Ansatz
1.Für den menschlichen Geist ist Würde wichtiger als Wohlstand. [...]
Menschen möchten gesehen und gehört werden und mit Entscheidungsfreiheit gewürdigt werden.
Würdehaltiger Ansatz
2.Wohltätigkeitsorganisationen und Entwicklungshilfe allein können Armut nicht beseitigen.Sozialistischer Ansatz
3.Wirtschaftliche Märkte allein können das Armutsproblem nicht lösen. [...]
Menschen werden gesünder in dem Maß wie auch ihr Wohlstand wächst.
Kapitalistischer Ansatz

 

In der Wall Street Börsenwelt hatte Novogratz drei Glaubenssätze verinnerlicht.
༺༻Stolzkonzept
1.Image und immenser Reichtum sind die Nummer 1. [...]
Niemande zählen nicht. Man kann sie übersehen und übergehen.
2.Die freie deregulierte Marktwirtschaft ist das Glaubensbekenntnis.
3.[Vorgetäuschte] Philantrophie dient als eine Form des Ausgleichs.

 

Quelle (engl.): ► Videovortrag von Jacqueline Novogratz, US-amerikanische Gründerin von Acumen, "unternehmerische" philanthropische Hilfsorganisation mit 20.000 Arbeitsplätzen in Drittweltländern, Tackling poverty with "patient capital", [''Armutbewältigung mit "geduldigem Kapital"], präsentiert von TED Talks, aufgenommen Juni 2007, ab Minute 3:38, 18:35 Minuten Dauer, eingestellt August 2007
Siehe auch (engl.): ► Reducing poverty rates via welfare programs – Lane Kenworthy

 

  • Almosen sind eine Beleidigung für die Armen. Sie sind mutige Unternehmer und Unternehmerinnen, sobald wir ihnen nur das elementare Recht auf Kredit einräumen. Wir verleihen letztlich nicht Geld, wir verleihen Würde. Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006

Umkehr des Denkmodells JemandeNiemande – Soziale Unternehmenspolitik

Die Überwindung der Armut mit der Macht der Würde. The Power of Dignity

 

Der Wirtschaftswissenschaftler und Friedensnobelpreisträger von 2006 Professor Muhammad Yunus unterrichtet an der Chittagong Universität in Bangladesch. Er vertritt die Idee der Sozialen Unternehmenspolitik [siehe Fürsorgliches Wirtschaften von Riane Eisler].
Ausgehend davon, dass das traditionelle Bankwesen im männlich dominierten islamischen Bangladesch das Ungleichgewicht der Armut bewahrt, engagiert sich Yunus für selbstlose Geschäftspolitik. Während die Kreditinstitute sich weigern, Armen Geld zu leihen, investiert der Gründer der Grameen Bank mehr ins Geben als ins Nehmen. Folglich erfand er die Mikrofinanz erneut.

Der US-Präsident Benjamin Franklin war der Erste, der Kleinstkredite im Jahr 1789 ausgab.

 

Bei der Grundsteinlegung der ''Dörfliche Bank" legte Yunus fest, dass Mikrokredite zu gleichen Teilen im Verhältnis 50:50 an Männer und Frauen vergeben werden. Umgeben von Skeptikern erklärt der Visionär Yunus: "Meine Studenten glaubten nicht, dass das Verhältnis 50:50 unter männlichen und weiblichen Kreditnehmern durchführbar sei."
Aufgrund des kulturellen Drucks und ihrer geringen Selbstachtung zögerten die armen Frauen in der Anfangsphase, Kredite in Anspruch zu nehmen. Im Lauf von sechs Jahren bestärkte der sozial eingestellte Bankier sie geduldig. Diese Maßnahme trug dazu bei, ihre Einstellung zu verändern. Ab dann waren sie bereit, Unternehmerinnen zu werden.

 

Die Grameen Bank

  • existiert seit 1983.
  • praktiziert selbstlose Unternehmenspolitik, ein Konzept, das 2006 den Friedensnobelpreis gewann.
  • funktioniert wie eine fürsorgliche Kooperative.
  • gewährt Kredite, um ein kleines Geschäft aufzumachen.
  • verleiht Mikrokredite [Kleinkredite] im Wert von jeweils 35 US Dollar.
  • vergibt monatlich Kredite im Wert von 100 Millionen Dollar.
  • hat Kreditnehmer, die teilweise Besitzer sind.
  • hat Aktionäre, die selbst Verleiher sind.
  • zahlt Gewinneinnahmen als Dividenden an seine Aktionäre zurück.
  • hat 6 Jahre lang arme Frauen ermutigt, ihre Zaghaftigkeit zu überwinden.
  • erfüllte Yunus' Vision, zu gleichen Teilen Kredite an Männer und Frauen zu vergeben. 50:50-Verhältnis [Stand 1990]
  • hat 8 Millionen arme Kreditnehmer. [Stand 2009]
  • 3 % der Kreditnehmer sind männlich, 97 % der Kreditnehmerinnen sind weiblich. [Stand 2009]
  • erfreut sich an einer Rückzahlungsrate von knapp unter 99 %. [Stand 2009]

 

  • Armut wird nicht von den Armen geschaffen. Dem System, das Armut schafft und endlos fortsetzt, fehlt etwas. […] Arme sind Bonsai-Menschen. Bonsaibäume ohne Mutterboden sind in ihrer Entwicklung gehemmt und verkümmern.

 

  • Menschen sind egoistisch, jedoch auch selbstlos. Das [konventionelle] Unternehmen gründet sich auf Egoismus. Der Zweck der Wirtschaft ist, Geld zu verdienen. Menschen sind keine Geldmachmaschinen. […]
    Normalerweise fragen wir einen Geschäftsführer, wieviel Geld wir eingenommen haben. Im Sozialen Unternehmen fragen wir: Wievielen Menschen haben wir geholfen?
    Quelle: Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006, Vortrag Financial Services and Psychology, Sigmund Freud Universität (SFU), Wien, 24. Mai 2009, Using psychology to tackle the roots of poverty, Austrian Times, John Morris, 31. Mai 2009

Zitate – Frauen fördern Würdekultur

  • Wenn ich die Frauen Asiens erwecken könnte, könnte ich Indien in einem Tag retten. Mohandas Karamchand Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer, hinduistischer Weiser, spiritueller Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Rechtsanwalt, Verfechter des gewaltlosen Widerstands zur Durchsetzung politischer Ziele

 

  • Die Welt wird von den westlichen Frauen gerettet werden. S.H. Dalai Lama XIV. (*1935) eigentlich Tanchu Dhondup, geistliches Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, Mönch, Linienhalter der Gelug-Schule, Friedensnobelpreis 1989, Ankündigung, Friedensgipfel, Vancouver, Kanada, 27.-29. September 2009

 

  • Innerer Frieden
    1. Geld oder Reichtum genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    2. Das [naturwissenschaftlich orientierte] Bildungswesen genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    3. Die Technologie genügte auch nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    4. Im 21. Jahrhundert müssen wir die Menschenrechte, Ethik, Mitgefühl und Zuneigung nachhaltiger fördern.
    Frauen sind einfühlsamer angesichts der Schmerzen oder des Leidens anderer. […]
    Daher bitte ich die [westlichen] Frauen, sich stärker zu engagieren.
S.H. Dalai Lama XIV. (*1935) eigentlich Tanchu Dhondup, geistliches Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, Mönch, Linienhalter der Gelug-Schule, Friedensnobelpreis 1989, Friedensgipfel, Peace Summit, Vancouver, Kanada, präsentiert von CTV.ca, Filmsequenz 2 von 4, letzter Abschnitt, Minute 14:53-17:59, 27. September 2009

 

  • Anfangs haben die Frauen Todesangst davor, sich [an die Selbständigkeit] zu wagen. Unterstützung durch Freunde und Bekannte und Rückenstärkung durch die Angestellten der Grameen Bank verhelfen ihnen zum Erfolg. […] Wenn eine Frau es wagt und Erfolg damit hat, wächst es lawinenartig.
    Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreis, 2006, Vortrag Financial Services and Psychology, Sigmund Freud Universität (SFU), Wien, 24. Mai 2009, Using psychology to tackle the roots of poverty, Austrian Times, John Morris, 31. Mai 2009

 

  • Die Welt erwacht zu einer gewaltigen Wahrheit: Frauen und Mädchen sind nicht das Problem. Sie sind die Lösung. Nicholas D. Kristof (*1959) US-amerikanischer Journalist, Autor, Kolumnist, zweifacher Pulitzer-Preisträger, New York Times, Leitartikelschreiber, und Sheryl WuDunn, ehemalige Times-Korrespondentin, Expertin für gelebte Menschlichkeit, The Women’s Crusade, übers. "Der Kreuzzug der Frauen", New York Times, 23. August 2009

 

  • Wenn Frauen zum Wohl der Menschheit zusammen kommen, wird dies eine Kraft sein, wie sie die Welt niemals gekannt hat. Matthew Arnold (1822-1888) englischer Dichter, Kulturkritiker

 

  • Wir brauchen dringend Frauen, die nach vorne treten und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen die schönen Aspekte der Gesellschaft wieder aufleben lassen, das Weibliche, das die Kraft zum Wandel und Neubeginn birgt und unsere Gesellschaft verändern kann. Sri Sri Ravi Shankar (*1956) indischer spiritueller Lehrer, Begründer der International Art of Living Foundation

Ich-orientiertes BankwesenDu-orientiertes soziales Bankwesen

Umkehrung der Grundsätze der Ich-Banken durch Hinwendung zum Nächsten / Fremdartigen


Profitmaximierende WirtschaftSoziale Wirtschaft
Reptilien-MarketingFürsorgliche Wirtschaft

BereichePrivates Bankwesen

Jemande / Begüterte
Vaterprinzip
Soziales Bankwesen
veranschaulicht durch die Grameen Bank
Niemande / Habenichtse
Mutterprinzip

EigentümerPrivate herkömmliche BankenKollektive Sozialbanken
EigentümerJemande – wenige reiche MännerNiemande – viele der ärmsten Frauen
UnternehmensstrategienProfitmaximierung zu eigenen Gunsten
Geld – Materie
Leute-Wirtschaft / Fürsorgliche Wirtschaft zugunsten anderer
BedeutungSeele
UnternehmensstrategienGeldanleihen von außerhalb / Regierungsfinanzierte Stützpakete
[Normaler Betrieb]
Eigenfinanzierter Lebensunterhalt, Selbstversorgung
[Bankphänomen]
UnternehmensstrategienGroßkredite an Reiche
[Ozeandampfer]
Mikrokredite an Habenichtse
[Jolle im Flachwasser]
Umgang mit Kunden / KreditnehmernMisstrauen, in der Vergangenheit graben (Kreditgeschichte) Vertrauen in künftige Entwicklungen
Umgang mit Kunden / KreditnehmernSchuldensicherheitenKeine Kreditgarantieren erforderlich
Umgang mit Kunden / KreditnehmernBeauftragt Inkasso-AnwälteKein Bedarf für Anwälte zur Geldeintreibung
Umgang mit Kunden / KreditnehmernGeschäftsplan erforderlich
von lesekundigen männlichen Kreditnehmern
Kein Geschäftsplan erforderlich
von unerfahrenen, ungebildeten Kreditnehmern
InfrastrukturStationäre Bankgebäude in Städten empfangen KundschaftReisende Bankangestellte gehen in die Dörfer und sprechen die Ärmsten an.
Philosophie – PrinzipienSchuldbewusstsein
Materialismus

Mangelbewusstsein / Knappheit
Vertrauensbewusstsein
Würdigender Umgang

Glauben an die Fülle
Philosophie – PrinzipienKlassendenken, Machtgefälle, Armut, SchuldsystemDazugehörigkeit, Ende der Armut bis 2030
MenschenbildEindimensionaler geldmachender MenschMultidimensionaler vollständiger Mensch
Gerichtsentscheide – GesetzgebungEntregulierte Liberalisierung / bestehende BankgesetzgebungSchaffung einer neuen Bankgesetzgebung

 

Je weniger du hast, desto attraktiver bist du.
Wenn du nichts hast, sprechen wir dir die höchste Priorität zu.

Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006

 

Quellen:
Englisch: Auszüge eines Videovortrags von Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006, Creating a World Without Poverty, Erklärung des Modells der "Sozialwirtschaft", das mittels Unternehmerschaft auf gesellschaftliche Probleme eingeht, besonders Kapitel 4, 5:55 Minuten (Minute 10:11-16:00), präsentiert von Commonwealth Club of California, San Francisco, Kalifornien, Nonprofit Bildungsorganisation, und Link TV, aufgenommen von Fora TV, 1:02:52 Minute Dauer, 1. Mai 2008
Deutsch: Video Interview mit Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006, Philosophie der Kreditgebung, präsentiert vom Schweizer TV-Sender SF1, Programm Sternstunde Philosophie, Gastgeber Roger de Weck, Sendetermin 6. Januar 2008, YouTube Film, 56:50 Minuten Dauer, eingestellt 18. August 2008
Englisch: Videovortrag von Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006, Creating a World Without Poverty, präsentiert von Committee on Global Thought (CGT), Columbia Universität, Schule für Internationale und Öffentlichkeitsarbeit (SIPA), Mitveranstalter Center for the Study of Human Rights, Zentrum für Geisteswissenschaften, gefilmt von UChannel, 27. Januar 2009, YouTube Film, 1:11:00 Dauer, eingestellt 19. February 2009
Buch Deutsch/Englisch: Muhammad Yunus (*1940) bangladeschischer Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Grameen Bank, Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, Friedensnobelpreisträger, 2006, Creating a World Without Poverty. Social Business and the Future of Capitalism, Perseus Books Group, 7. Januar 2008

 

Assoziierte Projekte
Krisenreaktion – Vier Dimensionen des Systemwandels – Otto Scharmer
Vier Dimensionen der Systemveränderung – Otto Scharmer Matrix der Krisenbewältigung
Flachland ⇔ Anhöhe – Deutungen der Darwinschen Evolutionstheorie
Jugendlicher eigensüchtiger reduzierter Darwinismus (1859) ⇔ Wiederentdeckter Darwinismus aufgrund von Gereifter Wechselseitigkeit (2007)

 

Zusätzliche Quellen (engl.)
Kiva.org
Martin Burt starts microcredit in Paraguay, [Martin Burt gibt Mikrokredite in Paraguay], YouTube Film, 7:39 Minuten Dauer, April 2007
Die Stiftung Paraguay hat 30.000 Kleinstunternehmer unterstützt, die 19.000 neue Arbeitsplätze geschaffen haben. Ihr Jugendleistungsprogramm diente dazu, unternehmerische Fähigkeiten bei mehr als 50.000 jungen Leuten zu bilden.
Small U.S. businesses thrive with Ethiopian woman's help, CNN.com/Heroes, 26. Juni 2009
Nicholas D. Kristof (*1959) US-amerikanischer Journalist, New York Times, Leitartikler, Gewinner von zwei Pulitzer-Preisen, Autor, New York Times, Leitartikelschreiber, Sheryl WuDunn, ehemalige Times Korrespondentin, Philanthropie-Expertin, Autoren von Half the Sky. Turning Oppression Into Opportunity for Women Worldwide, 2009, The Women’s Crusade ["Der Kreuzzug der Frauen"], New York Times, 23. August 2009
Vier Reaktionsweisen in vier Dimensionen des Systemwandels

Aussöhnung zwischen Herkules und der Hydra

Heilungsgeschichte
Die riesige läarnische Wasserschlange Hydra hatte neun Köpfe, acht sterbliche und einen unsterblichen in der Mitte. In den schwer zugänglichen Sümpfen von Argolis im Süden Griechenlands zerriß sie Viehherden und verwüstete Felder.
Der Held Herkules, begleitet von seinem Neffen Iolaos, hatte den Auftrag, das mehrköpfige Ungeheuer zu erlegen.


Boy Heracles strangling a snake
Marble, Roman artwork, 2nd century CE

Ehe er sich auf seine Mission begab, befragte Herkules seinen weisen Lehrer Chiron um Rat. Dies war seine Antwort:

Die üblichen Mittel werden hier nicht genügen.
Beseitigst du einen Kopf, so wachsen rasch zwei nach. Beachte deshalb:
Wir steigen auf, indem wir niederknieen,
wir überwinden, indem wir übergeben,
wir gewinnen, indem wir loslassen.

 

Herkules schoss brennende Pfeile in die Höhle der Seeschlange, was sie zwang, den Eingang zur Unterwelt zu verlassen. Mit neun emporgerichteten Hälsen tauchte sie zischend auf. Herkules schlug mit seinem Schwert dem Ungeheuer die Köpfe ab, nur um festzustellen, dass gleich darauf zwei neue Köpfe aus der Wundstelle nachwuchsen.
Angesichts der erstarkten Hydra erinnerte sich der erschöpfte Held an den Rat. Er ging mitten im Sumpf und Schlamm auf die Knie.
Auf Augenhöhe mit dem Ungeheuer packte er es mit bloßen Händen und hielt sie fest, während es seinen Fuß umschlang. Er griff einen seiner Köpfe und zog ihn übers Wasser. Wind und Sonnenlicht bewirkten, dass er vertrocknete und abfiel. Ebenso verfuhr Herkules mit den anderen Köpfen.
Der zu Hilfe gerufene Iolaos brannte mit einer Fackel jeden einzelnen Halsstumpf aus, was das Nachwachsen verhinderte. In dem neunten unsterblichen Haupt erkannte Herkules mystische Qualitäten. Daher begrub er es am Rand des heiligen Weges zwischen Laärna und Elaius und bedeckte das Grab mit einem schweren Fels.
Den Rumpf der toten Hydra zerschlug er in zwei Teile.
Er tauchte seine Pfeile in ihr vergiftetes Blut, weswegen sie unheilbare, tödliche Wunden schlagen konnten.

 

Interne Quelle: ► Wie Herakles das Ego, seine innere Hydra, integriert
Quelle (engl.): ► Lernaean Hydra, presented by mlahanas.de

 

  • Rankismus lässt sich nicht mit Rankismus beenden. Um den Rankismus tatsächlich zu beseitigen, muss man die Menschenwürde von Grenzüberschreitenden bewahren, während man ihnen Korrekturmaßnahmen anbietet. Du musst die Würde anderer Menschen beschützen, so wie du möchtest, dass sie deine beschützen. Genauso verhält es sich mit der Goldenen Regel. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Standing Up to RANKISM [Rankismus thematisieren], präsentiert von More Than Money, Dr. Pamela Gerloff, US-amerikanischer Rankismus und Würdeforscherin, Project on Civic Reflection, Mitautorin, Ausgabe 35, März 2004

 

  • Rankismus kann nicht mit Rankismus beendet werden, da sich die Fehde sonst fortsetzt. […] Man muss einen Weg finden, die Würde des Peinigers zu achten, während man ihm Korrekturmaßnahmen anbietet. Das ist sehr schwierig, jedoch nicht unmöglich. dignityforall.org (*1936) US-amerikanischer Professor für Physik, College-Dekan, Würde- und Rankismusforscher, Referent, Autor, Patient Revolution: Human Rights Past and Future, SALT Gespräch, angeboten von The Long Now Foundation, Fort Mason Konferenzzentrum, San Francisco, Minute 22:13, 1:31:01 Minuten Dauer, 12. August 2005

 

  • Die psychologische Regel besagt, dass eine innere Spannung, sofern sie nicht bewusst wurde, sich schicksalsgemäß im irdischen Leben äußert. Das heißt, wenn ein Einzelner unzugänglich bleibt und sich sein inneres Gegenstück nicht vergegenwärtigt, muss die Welt den Konflikt zwangsweise ausagieren und sich in die einander entgegenstehenden Hälften aufspalten. Carl Gustav Jung (1875-1961) Schweizer Psychiater, Psychoanalytiker, Gründer einer neuen Denkschule der Tiefenpsychologie, Gesammelte Werke, Band 9, Halbband 2: Aion. Beitrage zur Symbolik des Selbst, Das Seelenproblem des modernen Menschen, Band 9ii, Satz 126, Christus, ein Symbol des Selbstes, Patmos, 9. Auflage, 11. September 2001

 

  • Wir haben den Feind getroffen, und der Feind sind wir. Walt Kelly (1913-1973) US-amerikanischer Trickfilmzeichner, Comiczeichner und -autor, Earth Day Posters mit 'Pogo' und Porkypine, 1971

Würdekultur ⇔ Stolzkultur

Zitate Sinngehalt
Ich bin nicht jeder! Stolz, Angst vor Demütigung
Nun, das ist wahr!
Du bist ganz sicher nicht jeder, und jeder ist jeder.
Würdevolle Demut,
Wertschätzung eines Einzelnen durch Würdigung aller
Es sollte Spaß machen. Und weiter nichts. Ichbezogen, Ohne Verbindung zum Ganzen
Finde die Freude in deinem Leben, Edward. Sinnsuche, Visionsqueste
Ich bin zutiefst stolz, dass dieser Mann es für wert erachtet hat, mit mir befreundet zu sein. Dankbarkeit durchzogen mit Stolz
Er hat mein Leben gerettet.
Und das wusste er, bevor ich es wusste.
Stolz durch Dankbarkeit und Ehrerbietung transzendiert

Legende:

Milliardär Edward Cole (Stolz-Spass-Ich⇔Ihr-Struktur)
Mechaniker Carter Chambers (Würde-Freude-Wir-Kultur)

Filmzitate Das Beste kommt zum Schluss, Das Beste kommt zum Schluss – Erkenntnisse,
YouTube Film, Minute 4:51, 8:37 Minuten Gesamtdauer, eingestellt 17. Juli 2008

Zitate zum Thema Würde, Menschenwürde, Selbstachtung / Dignity and self esteem

Zitate allgemein

Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria (Magdalena) soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig.
Jesus sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damit auch sie ein lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.
Thomasevangelium, Logion 114, Übersetzung Wieland Willker, 2002

 

Persönliche Bekenntnisse

 

  • Ich wäre bereit [...], sogar mit dem Teufel zu reden, wenn es um die Wahrheit, die Religion und die Menschenrechte geht. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst der römisch-katholischen Kirche (1978-2005), auf dem Flug von Nairobi nach Casablanca, 19. August 1985

 

  • Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, bewahret sie!" Friedrich Schiller (1759-1805) deutscher Dichter, Dramatiker, Philosoph, Historiker, Gedichte: Die Künstler V.

 

  • Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann. Friedrich von Schiller (1759-1805) deutscher Dichter, Dramatiker, Philosoph, Historiker

 

  • So wie die Anmuth der Ausdruck einer schönen Seele ist, so ist Würde der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung. Friedrich Schiller (1759-1805) deutscher Dichter, Dramatiker, Philosoph, Historiker, Ueber Anmuth und Würde,  philosophische Schrift, Zeitschrift Neue Thalia, Mitte Juni 1793

 

  • Ohne Werte wird das Miteinander wertlos. Die Missachtung der Werte hat immer mit Selbstverachtung und Menschenverachtung zu tun. Die Selbstverachtung führt dazu, dass auch das Miteinander einer Firma wertlos wird. Und auf Dauer wird auch das finanzielle Ergebnis an Wert verlieren. Denn in einer Firma, in der man sich nicht wertgeschätzt fühlt, hat man auch wenig Lust, an der Schaffung der finanziellen Werte mitzuwirken. Anselm Grün, OSB (*1945) deutscher Benediktinerpater, Autor und Referent zu spirituellen Themen, geistlicher Berater, Kursleiter, Denkanstöße, Hallo-Chef Motivation und Leistung, 2008-2009

 

  • Was mich interessiert, sind nicht bewegliche Körper, sondern bewegliche Gehirne. Was mich interessiert, ist die Wiederherstellung der menschlichen Würde in jeder einzelnen Form. Moshé Feldenkrais (1904-1984) ukrainisch-jüdischer Physiker, Judolehrer, Entwickler der Feldenkrais-Methode

 

(↓)

Zum ›Wert‹ der Menschenwürde

  • »Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren«, verkündet der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aber wird der Mensch tatsächlich mit Würde so wie mit Gliedmaßen ausgestattet geboren? Selbstverständlich nicht. Die ›Würde‹ wird zuerkannt, aber durch welche Instanz? Heute sagen wir: durch die Gesellschaft. Die Gesellschaft bildet sich den Grundsatz ein und macht verpflichtend, dass man den Menschen, und zwar alle Menschen als Wesen behandelt, die eine ›Würde‹ haben. Mit Recht aber empfindet man die Gründung der Menschenwürde in einer gesellschaftlichen Übereinkunft als zu schwach. Sie macht aus der Menschenwürde etwas Kontingentes. Kontingenz heißt: Was es gibt, könnte es genausogut auch nicht geben, es ist nicht notwendig. ›Würde‹ soll nicht auf dem Treibsand von Übereinkünften und wechselnden Mehrheiten gründen. Beim Hitlerismus hat es sich ja gezeigt, dass es möglich ist, einer bestimmten Kategorie von Menschen diese Würde abzusprechen und sie wie Ungeziefer auszurotten. Und es hat sich weiterhin gezeigt, dass man dafür in einer modernen Gesellschaft sogar Mehrheiten mobilisieren und einen hochkomplizierten Gesellschaftsmechanismus als Instrument einsetzen kann. Menschenwürde also gibt es nicht, sondern sie gilt. Und nur solange und wo sie gilt, gibt es sie auch. Wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik die Würde des Menschen »unantastbar« nennt und sie ausdrücklich nicht einer demokratischen Mehrheitsentscheidung anheimstellt –, dann ist das ein Versuch, in einer säkularen Welt ein heiliges Tabu zu errichten. Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Artikel, Philosophicum.com

 

  • Wir kommen nicht mit Menschenwürde ausgestattet auf die Welt. Menschenwürde gibt es nicht einfach so, sie gilt. Und wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Würde des Menschen für unantastbar erklärt und sie ausdrücklich keiner demokratischen Mehrheitsentscheidung unterstellt, dann versucht man damit, in einer säkularen Welt ein Tabu aufzustellen. Eine gesellschaftliche Entscheidung wird in etwas verwandelt, was in Zukunft der gesellschaftlichen Entscheidung entzogen bleiben soll. Interview mit Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Warum sind Menschen böse?, präsentiert von NZZ Folio, Interviewerin Ursula von Arx, Oktober 1997

 

  • Adolf Hitler hat die Konsequenzen gezogen aus Nietzsches Worten von der Menschenwürde als Begriffshalluzination. Seit Hitler misst man den Fortschritt einer Kultur nicht mehr an dem, was sie idealerweise sein könnte, sondern am Abstand, den sie zu ihren grauenhaften Möglichkeiten gewonnen hat. Seit Hitler wissen wir, was es wirklich heißt, wenn Gott tot ist. Interview mit Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Warum sind Menschen böse?, präsentiert von NZZ Folio, Interviewerin Ursula von Arx, Oktober 1997

 

  • Auf seine Freiheit zu verzichten, heißt, auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten zu verzichten. Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) Schweizer-französischer Aufklärer, Wegbereiter der Französischen Revolution, Kulturphilosoph, Pädagoge, Naturforscher, Schriftsteller

 

  • Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, dass der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre. Immanuel Kant (1724-1804) deutscher Philosoph der Aufklärung

 

  • Reich werde ich durch das, was ich mit Würde verliere. Immanuel Kant (1724-1804) deutscher Philosoph der Aufklärung

 

  • Wir leben in Gesellschaften, die weiterhin ein Lippenbekenntnis zu Menschenwürde und universellen Menschenrechten ablegen, ohne jedoch eine intellektuelle Begründung für diese Überzeugung zu haben. Kants Metaphysik enthält einen Dualismus zwischen dem Reich der Natur und dem Reich der Freiheit, ein Umstand, der vom Reduktionismus moderner Wissenschaft strikt geleugnet wird. Letztere interpretiert das, was der Mensch sei, in gänzlich materiellen Begriffen, mit denen das Endprodukt als Folge einer Reihe von Kausalketten erklärt werden kann, die auf einfache Vorläufer zurückzuführen sind. [...] Das aufgeklärte Zeitalter, das Kant mit dem Sieg über die aufklärungsfeindliche Religion vorhersah, liegt daher in ebenso weiter Ferne wie zur Zeit Friedrich des Großen. Francis Fukuyama (*1952) US-amerikanischer Politikwissenschaftler, Schüler von Allan Bloom, übersetzt von Karin Wördemann, "Die Zeit", 31. Dezember 2003

 

  • Die Missachtung der Menschenwürde ist eine Kriegserklärung an alle Menschen. Gertrud Höhler (*1941) deutsche Publizistin, Unternehmensberaterin

 

  • Die Ehre ist etwas Äußeres, die Würde etwas Inneres. Bertholt Brecht (1898-1956) einflussreicher deutscher Bühnenschriftsteller, Lyriker, Dramatiker, Theaterdirektor, Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

 

(↓)

Gefängnis

  • Alle Schriftsteller, die über das Gefängnis schrieben, ohne darin gesessen zu haben, hielten es für ihre Pflicht, Mitgefühl für die Gefangenen zu bekunden und das Gefängnis zu verdammen. Ich habe dort lange genug gesessen, ich habe dort meine Seele groß gezogen. Ich wiederhole unbeirrt: Sei gesegnet Gefängnis, dass du in meinem Leben gewesen bist! (Und aus den Gräbern tönt mir die Antwort: Du hast leicht reden, Du bist am Leben geblieben!) Alexander Issajewitsch Solschenizyn (1918-2008) russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger, SU-Dissident, Vorwort des zweiten Bands des Romans Der Archipel Gulag, Scherz Verlag, Bern, 1974

 

  • Bevor man die Einheit erreicht, muss man um die Zweiheit wissen, muss man die Vielheit in ihrer Würde begreifen. Jochen Kirchhoff (*1944) deutscher Schriftsteller, Philosoph, Kosmologe, Was die Erde will, S. 140, Bastei Lübbe Verlag

 

 

  • Der Name "Menschenrechte" kann ohne "Menschenpflichten" nicht genannt werden, beide beziehen sich aufeinander. Johann Gottfried Herder (1744-1803) deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe, Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik

 

  • Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. Philip Rosenthal deutscher Unternehmer

 

(↓)

Mobbing ist eine Form des Rankismus]] ist der Normalzustand.

  • Man ist in der Regel aufgeklärt. [...] Mobben macht Spaß und wird deshalb trotzdem praktiziert. Fast jeder hat schon mal in einer Gruppe gemobbt oder hat derartige Fälle beobachten können. Traurigerweise wird Mobbing zumeist als Normalzustand akzeptiert oder ignoriert. Freilich wahrt man nach außen hin den Schein, gegen Mobbing zu sein. Oft gibt es lediglich eine gesellschaftliche Scheinächtung. So werden die Mobber meist gedeckt und somit die Erkennung und Bearbeitung erschwert. Erkenntnis eines deutschen Schülerprojekts, 2004

Zitate von David R. Hawkins

⚠ Achtung Siehe Power vs. Truth (engl.) Januar 2013

 

Zitate von Robert W. Fuller – Würdekultur ⇔ Stolzkultur

 

 

Zitate – Herabwürdigung durch Rankismus / Humiliation by rankism

[ Stolz ]: Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser [da]. Lukas 18, 11 (NT)
[ Scham ]: Der Steuereintreiber […] schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Lukas 18, 13 (NT)
Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Lukas 18, 14 (NT)

 

Persönliche Bekenntnisse

  • Gefängnis und Behörden haben sich verschworen, jeden Mann seiner Würde zu berauben. Das an sich verbürgte, dass ich überleben würde, denn jeder Mann oder jede Institution, die versuchen, mich meiner Würde zu berauben, werden verlieren, weil ich davon nicht zu trennen bin, um keinen Preis und unter keinem Druck. Niemals zweifelte ich ernsthaft daran, dass ich nicht doch eines Tages aus dem Gefängnis kommen würde. Ich glaubte nie daran, dass eine lebenslängliche Gefängnisstrafe tatsächlich lebenslänglich bedeuten und ich hinter Gittern sterben würde. Vielleicht verdrängte ich diesen Gedanken, weil es eine zu unangenehme Vorstellung war. Aber ich wusste immer, dass ich eines Tages wieder Gras unter meinen Füßen fühlen und als freier Mann im Sonnenschein spazierengehen würde. Nelson Mandela (1918-2013) erster schwarzer Präsident Südafrikas (1994-1999) ehemaliger Anti-Apartheid-Kämpfer, Der lange Weg zur Freiheit, S. 526, Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1997
  • Die Selbstliebe wird leider oft mit den falschen Begriffen wie Egoismus und Narzissmus assoziiert. Diese treffen aber eher auf die Eigenliebe zu, die nicht das Selbst zum Ziel der Liebe hat, sondern das Bild, das man von sich, zum Beispiel über Statussymbole, vermittelt. Selbstliebe entspricht eher dem idealen Entwurf einer zwischenmenschlichen Liebe, bei der man das Gegenüber mit all seinen Facetten, positiven wie negativen, in seiner Gesamtheit zu schätzen weiß. Wer diese Einstellung auch zu sich selbst findet, ist gegenüber Herabsetzungen und Demütigungen sicherlich um einiges resistenter und somit auch im Rankism-Gerangel stabiler. Interview mit Dieter Thomä (*1959) deutscher Professor für Philosophie, Universität St. Gallen, Vom Glück in der Moderne, Suhrkamp, 2003, Das tägliche Machtspiel, präsentiert von BRAND EINS, April 2005

 

  • Normalzustand Mobbing. Man ist in der Regel aufgeklärt. [...] Mobben macht Spaß und wird deshalb trotzdem praktiziert. Fast jeder hat schon mal in einer Gruppe gemobbt oder hat derartige Fälle beobachten können. Traurigerweise wird Mobbing zumeist als Normalzustand akzeptiert oder ignoriert. Freilich wahrt man nach außen hin den Schein, gegen Mobbing zu sein. Oft gibt es lediglich eine gesellschaftliche Scheinächtung. So werden die Mobber meist gedeckt und somit die Erkennung und Bearbeitung erschwert. Erkenntnis eines deutschen Schülerprojekts zum Thema Mobbing, 2004

 

 

  • Wir leben noch immer in einer 'Entweder-oder'-Kultur, nicht in einer 'Sowohl-als-auch'-Kultur. Wir achten noch immer auf Rangfolgen, statt uns zu vernetzen. Statt eine zirkuläre Weltsicht zu vertreten, betrachten wir das Leben noch immer aus hierarchischer Sicht. Tatsächlich haben wir im Lauf der menschlichen Geschichte größtenteils anders gelebt. Es ging um Verbundenheit, nicht um Rangordnungen. Der Kreis war das Paradigma der Gesellschaft. Video TV-Interview Gloria Steinem (*1934) gloriasteinem.com US-amerikanische Feministin der neuen Frauenbewegung, Frauenrechtlerin, visionäre politische Aktivistin, Gründerin und Herausgeberin des feministischen US-Magazins „Ms“, Journalistin, Autorin, @katiecouric: A Woman's World?, präsentiert vom US-amerikanischen TV-Sender CBS NEWS, Sendung Katie Couric, Katie Couric (*1957) US-amerikanische TV-Moderatorin, YouTube film, Minute 37:29, eingestellt 22. Juni 2010

Ich bin ein Niemand

Ich bin Niemand! Wer bist Du?
Zum Niemand auch ernannt?
Dann passt du gut zu mir dazu!
Sag' nichts! Sonst wird's bekannt!

 

Emily Dickinson (1830-1886) US-amerikanische Dichterin

General quotes

PRIDE –– "The Pharisee stood by himself and prayed: ‘God, I thank you that I am not like other people – robbers, evildoers, adulterers – or even like this tax collector.’" Luke 18, 11 (NT)
SHAME –– The tax collector stood at a distance. He would not even look up to heaven, but beat his breast and said, ‘God, have mercy on me, a sinner.’ Luke 18, 13 (NT)
I tell you that this man, rather than the other, went home justified before God. For all those who exalt themselves will be humbled, and those who humble themselves will be exalted. Luke 18, 13 (NT)

 

The Universal Declaration of Human Rights, presented 10. December 1948

No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy, family, home or correspondence, nor to attacks upon his honor and reputation. Everyone has the right to the protection of the law against such interference or attacks. Article 12, Declaration of Human Rights

Personal avowals

  • As I would not be a slave, so I would not be a master. This expresses my idea of democracy. Abraham Lincoln (1809-1865) assassinated 16th US President (1861-1865), abolisher of slavery

 

  • I had no epiphany, no singular revelation, no moment of truth, but a steady accumulation of a thousand slights, a thousand indignities and a thousand unremembered moments produced in me an anger, a rebelliousness, a desire to fight the system that imprisoned my people. Nelson Mandela (1918-2013) leading South African anti-apartheid activist, prisoner for 27 years during apartheid, first black president of South Africa (1994-1999), Long Walk to Freedom. The Autobiography of Nelson Mandela, Macdonald Purnell, 1995, Back Bay Books, 2. June 2008

 

  • When I was liberated in 1945, April 11, by the American army, somehow many of us were convinced that at least one lesson will have been learned – that never again will there be war; that hatred is not an option, that racism is stupid; and the will to conquer other people's minds or territories or aspirations, that will is meaningless.
    I was so hopeful. Paradoxically, I was so hopeful then. Many of us were, although we had the right to give up on humanity, to give up on culture, to give up on education, to give up on the possibility of living one's life with dignity in a world that has no place for dignity. Video statement by Elie Wiesel (*1928) German-French Jewish writer, professor, political activist, Peace Nobel laureate, Holocaust survivor, at the end of a historic visit of Gedenkstätte Buchenwald (forced labor camp memorial) with President Barack Obama (*1961) 44th US American President, and Angela Merkel (*1954) German physicist, first German female chancellor (since 2005), presented by TV station MSNBC, 9:41 minutes duration, written transcript, 5. June 2009

 

  • In every aspect of our lives, we are always asking ourselves, How am I of value? What is my worth? Yet I believe that worthiness is our birthright. Oprah Winfrey (*1954) US American talk show host, actress, visionary, billionaire, philanthropist

 

  • I don't share your opinion, but I will until my last breath to fight that you express your opinion freely allowed. Voltaire [François-Marie Arouet] (1694-1778) French philosopher of the Age of Enlightenment, social critic, proponent of the French Revolution, advocate of civil liberties, freedom of religion, free trade, deist, writer

 

  • I think I was imprisoned by part of my life that was not a part of what I would say is truth. [...] I stood on top of the heap and said 'I more valuable than you. Hey, I am the director, man. You are just a camera man.' I don't support that anymore. I think we are all part of it. And there can be a little difference but not the kind of difference that I supported. [...] I've gone through some pretty substantial changes which I think have opened me up. I'm more sensitive. I hope that I have walked further down the empathic road. Video interview with Tom Shadyac, US American Hollywood film director, multimillionaire, truth seeker, who chose service and simplicity after a near-to-death experience in 2007, producer of the documentary I am, I AM, Director Tom Shadyac, presented by DP/30, host David Poland, MCN Videos, YouTube film, minute 4:38, 33:36 minutes duration, posted 11. March 2011
  • Live your life with dignity. Audio interview with Dr. David R. Hawkins, presented by US American web radio station Beyond the Ordinary, hosts hosts Nancy Lorenz and Elena Young, 60 minutes duration, date 2003-2006

 

 

  • What's happening with our economy is a reorganization based on values other than just making money. The economy is really based on greed: every product is an effort to make money. And making money doesn't infer anything having to do with responsibility. Now, we're bringing up responsibility. As citizens, we're asking, "Should these companies reveal what they know?" So there's disorganization based on a current lack of clarity about values. Interview with David R. Hawkins, MD, PhD, presented by US magazine Holistic Networker, Gina Mazza, 17. June 2009

 

  • Brute force, no matter how strongly applied, can never subdue the basic desire for freedom and dignity. Mohandas Karamchand Mahatma Gandhi (1869-1948) Indian Hindu sage, spiritual activist leader, humanitarian, lawyer, nonviolent freedom fighter

 

(↓)

The Silver rule of reciprocity

  • Never impose on others what you would not choose for yourself.
    子貢問曰、有一言、而可以終身行之者乎。子曰、其恕乎、己所 不欲、勿施於人 Confucius (551-479 BC) Chinese sage, social philosopher, sponsor of Confucianism, the Chinese state religion

 

  • As long as we observe love for others and respect for their rights and dignity in our daily lives, then whether we are learned or unlearned, whether we believe in the Buddha or God, follow some religion or none at all, as long as we have compassion for others and conduct ourselves with restraint out of a sense of responsibility, there is no doubt we will be happy. H.H. 14th Dalai Lama Tenzin Gyatso (*1935) Tibetan monk, leader of the Gelug or "Yellow Hat" branch of Tibetan Buddhism, Nobel Peace Prize laureate, 1989, Facebook comment, 20. September 2010

 

  • Prison and the authorities conspire to rob each man of his dignity. In and of itself, that assured that I would survive, for any man or institution that tries to rob me of my dignity will lose because I will not part with it at any price or under any pressure. Nelson Mandela (1918-2013) leading South African anti-apartheid activist, prisoner for 27 years during apartheid, first black president of South Africa (1994-1999), Long Walk to Freedom. The Autobiography of Nelson Mandela, Macdonald Purnell, 1995, Back Bay Books, 2. June 2008

 

  • Dignity does not consist in possessing honors, but in deserving them. Aristotle (384-322 BC) classical Greek pre-Christian philosopher, physician, scientist, misogynist

 

  • Let not a man guard his dignity, but let his dignity guard him. Ralph Waldo Emerson (1803-1882) US American lecturer, Unitarian, poet, essayist

 

  • Darkness cannot drive out darkness; only light can do that. Hate cannot drive out hate; only love can do that. Hate multiplies hate, violence multiplies violence, and toughness multiplies toughness in a descending spiral of destruction. [...] The chain reaction of evil – hate begetting hate, wars producing more wars – must be broken, or we shall be plunged into the dark abyss of annihilation. Rev. Martin Luther King, Jr. (1929-1968) US American Baptist minister, activist, leader of the African American civil rights movement

 

  • Your net worth is not your self worth. Your value is not based on your valuables. Video presentation by Father Rick Warren (*1954) US American evangelical Christian minister, Saddleback Church, Lake Forest, California, philanthropist, bestseller author, Living a life of purpose, presented by TED Talks, 2006, YouTube film, minute 13:56, 21:48 minutes duration, posted 15. April 2008

 

  • Remember this – that there is a proper dignity and proportion to be observed in the performance of every act of life. Marcus Aurelius Antoninus (121-180 AD) Roman Emperor (161-180 AD), last of the "Five Good Emperors", most important Stoic philosopher

 

  • The only kind of dignity which is genuine is that which is not diminished by the indifference of others. Dag Hammarskjold (1905-1961) Swedish statesman, Secretary-General of the United Nations (1953-1961)

 

  • Your position never gives you the right to command. It only imposes on you the duty of so living your life that others may receive your orders without being humiliated. Dag Hammarskjöld (1905-1961) Swedish statesman, Secretary-General of the United Nations (1953-1961)

 

  • Awe is an intuition for the dignity of all things, a realization that things not only are what they are but also stand, however remotely, for something supreme. Abraham Joshua Heschel (1907-1972) Polish-born US American rabbi, leading Jewish theologian and philosopher of the 20th century

 

  • Self-respect is the fruit of discipline; the sense of dignity grows with the ability to say no to oneself. Abraham Joshua Heschel (1907-1972) Polish-born US American rabbi, leading Jewish theologian and philosopher of the 20th century

 

  • Where is there dignity unless there is honesty? Marcus Tullius Cicero (106-43 BC) Roman statesman, political theorist, consul, lawyer, constitutionalist, philosopher, orator, author

 

  • We're still living in an 'either-or' culture, not in an 'and' culture. We're still ranking instead of linking. We still have a hierarchical view of life instead of a circle. And actually for most of human history we've lived the other way. It's been about linking, not ranking. The circle was the paradigm of society. Video TV interview with Gloria Steinem gloriasteinem.com (*1934) leading US American feminist of the new women's movement, visionary and political activist, journalist, writer, @katiecouric: A Woman's World?, presented by US American television news program CBS News, program Katie Couric, host Katie Couric (*1957) US American talk show host, anchor journalist, author, YouTube film, minute 37:29, posted 22. June 2010

 

  • I believe in human dignity as the source of national purpose,
    - human liberty as the source of national action,
    - the human heart as the source of national compassion, and
    - in the human mind as the source of our invention and our ideas.
    John F. Kennedy (1917-1963) assassinated 35th US American president (1961-1963)

 

  • Scrubbing floors and emptying bedpans has as much dignity as the presidency. Richard M. Nixon (1913-1994) 37th US president

 

  • Since men are born tabula rasa, both cognitively and morally, a rational man regards strangers as innocent until proved guilty, and grants them that initial good will in the name of their human potential. After that, he judges them according to the moral character they have actualized. If he finds them guilty of major evils, his good will is replaced by contempt and moral condemnation. (If one values human life, one cannot value its destroyers.) If he finds them to be virtuous, he grants them personal, individual value and appreciation, in proportion to their virtues. Ayn Rand (1905-1982) Russian-American philosopher, playwright, screenwriter, novelist, The Virtue of Selfishness, “The Ethics of Emergencies”, S. 71, 1962, interviewed by Alvin Toffler (*1928) US American writer, futurist, focused on digital revolution, communication revolution, corporate revolution and technological singularity

 

  • Be mild with the mild, shrewd with the crafty, confiding to the honest, rough to the ruffian, and a thunderbolt to the liar. But in all this, never be unmindful of your own dignity. John Brown (1800-1859) US American revolutionary abolitionist

 

  • Humility is the ability to give up your pride and still retain your dignity. Vanna Bonta US American novelist, poet, film actress

 

  • When all this started, I asked myself, 'Am I going to withdraw from the world, like most people do, or am I going to live?' I decided I am going to live – or at least try to live – the way I want, with dignity, with courage, with humor, with composure. Mitchel David Albom (*1958) US American best-selling author, journalist, screenwriter, dramatist, radio and television broadcaster, musician

 

  • I'm tired of all this isolation. I'm tired of this triviality of life. I want real human emotion. I want to feel the natural spontaneity of life, the beautiful randomness and rawness that is life. I want to see you and I want you to see me and I want to bask in that moment of humility and intimacy and the acknowledgement of your dignity and my humanity, even if it is for a second. That'll be enough. Kate Miller US American stage, film, television and voice-over actress

 

  • Dignity is like a perfume; those who use it are scarcely conscious of it. Christina of Sweden (1626-1689) Swedish queen (1632-1654)

 

  • Human dignity has gleamed only now and then and here and there, in lonely splendor, throughout the ages, a hope of the better men, never an achievement of the majority. James Thurber (1894-1961) US American author, cartoonist, celebrated wit

 

  • It is not wealth one asks for, but just enough to preserve one's dignity, to work unhampered, to be generous, frank and independent. W. Somerset Maugham (1874-1965) English secret service agent, playwright, novelist, short story writer, Of Human Bondage, 1915, Benjamin DeMott and Maeve Binchy, Signet Classics, 2. January 2007

 

  • There is a healthful hardiness about real dignity that never dreads contact and communion with others, however humble. Washington Irving (1783-1859) US American historian, essayist, biographer, author

 

  • All that passes is raised to the dignity of expression; all that happens is raised to the dignity of meaning. Everything is either symbol or parable. Paul Claudel (1868-1955) French diplomat, dramatist, poet

 

  • Those who insist on the dignity of their office show they have not deserved it. Baltasar Gracián (1601-1658) Spanish Jesuit, professor of philosophy, leading Spanish exponent of conceptism, baroque prose writer

 

  • When decorum is repression, the only dignity free men have is to speak out. Abbie Hoffman (1936-1989) US American radical political and social activist, co-founder of the Youth International Party ("Yippies"), writer

 

  • Education can give you a skill, but a liberal education can give you dignity. Ellen Key (1849-1926) Swedish writer

 

  • I would say that the surest measure of a man's or a woman's maturity is the harmony, style, joy, and dignity he creates in his marriage, and the pleasure and inspiration he provides for his spouse. Benjamin Spock (1903-1998) US American pediatrician, author

 

  • Bullying is a conditioned learned behavior. [...] It is solvable. Video interview with different educators, Bullying, presented by Massachusetts School of Law, host Diane Sullivan, Google video, 54:27 minutes duration, posted 26. June 2006

 

(↓)

All humans and societies are vulnerable and imperfect. In cruel societies missing out on human dignity vulnerability is seen as weakness, imperfection is seen as inadequacy. Many humans buy into the idea to be "less than", not worthy of belonging.

 

  • True dignity is never gained by place, and never lost when honors are withdrawn. Philip Massinger (1583-1640) English dramatist

 

 

  • The problem is that "dignity" is a squishy, subjective notion, hardly up to the heavyweight moral demands assigned to it. Steven Pinker, Ph.D. (*1954) Canadian-born US American Johnstone professor of experimental psychology, Harvard University, cognitive scientist, linguist, popular science author, Harvard University, The Stupidity of Dignity, The New Republic, 28. May 2008

 

  • I do have an unyielding belief that all people yearn for certain things: the ability to speak your mind and have a say in how you are governed; confidence in the rule of law and the equal administration of justice; government that is transparent and doesn't steal from the people; the freedom to live as you choose. Those are not just American ideas, they are human rights, and that is why we will support them everywhere. Barack Obama (*1961) 44th US president, President Obama Addresses Muslim World in Cairo, Washington Post, Thursday, 4. June 2009

 

  • Given our interdependence, any world order that elevates one nation or group of people over another will inevitably fail. So whatever we think of the past, we must not be prisoners of it. Our problems must be dealt with through partnership; progress must be shared. [Applause] Historic address to the Muslim world by Barack Obama (*1961) 44th US president, Remarks by the President on a New Beginning, Cairo University, Egypt, presented by Whitehouse.gov, Thursday, 4. June 2009

 

  • To expand freedom to more people, we cannot accept that freedom does not belong to all people. We cannot allow oppression, defined and justified by religion or tribe to replace that of ideology. We have a responsibility to address conditions everywhere that undermine the potential of boys and girls and men and women that sap human dignity and threaten global progress. Hillary Rodham Clinton (*1947) US secretary of state, Keynote Address at the Atlantic Council Gala Dinner, Adlon Hotel, Berlin, Germany, 20th anniversary of the fall of the Berlin Wall, 8. November 2009

 

(↓)

Pride

As a function of relative rank

  • Pride goeth before a fall. Saying [international]

 

(↓)

Somebodyness

  • It was with unrivaled pride that we saw the world. We were somebody. Nazi SS officer, reminiscing about German military victories in the early years of World War II  

Quotes by Robert W. Fuller

(↓)

The defeat of rankism exemplified

The fall of Don Imus (*1940) US American radio host, humorist

  • Something new is happening where the predatory strategy [to put people down] which we followed for millions of years is finally failing us. Why? Because the people we take for nobodies are getting too powerful. It always takes the mobilization countervailing power to stop one of these systemic types of abuse. Video presentation by Robert W. Fuller, Ph.D. robertworksfuller.com (*1936) US American professor in physics, college president, dignity and rankism researcher, lecturer, author, Media Watch: Rankism, presented by Linkmedia, YouTube film, minute 2:05, 4:34 minutes duration, posted 17. April 2007

 

(↓)

Dignitarian politics; Rankism defeated

Exemplified on the fall of Don Imus (*1940) US American radio host, humorist

  • A dignitarian society which actually sees to it that everyone experiences equal dignity is a different society than a democratic society. But it's within reach. And I think it is democracy's next natural evolutionary step to build a dignitarian society that goes beyond a democratic society and actually disallows rankism in all of society. Video presentation by Robert W. Fuller, Ph.D. robertworksfuller.com (*1936) US American professor in physics, college president, dignity and rankism researcher, lecturer, author, Media Watch: Rankism, presented by Linkmedia, YouTube film, minute 3:39, 4:34 minutes duration, posted 17. April 2007

 

***

 

Links zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte / Dignity and Human rights

Veranstaltungshinweise

Literatur

Kommentiert in Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart, Jg. 8, Heft 2, 2007

Ein Unternehmen ohne Wertschätzung ist ein ökonomischer Irrtum! ("Spirit in Business")

Literature (engl.)

Almost every modern social problem – ill-health, violence, lack of community life, teen pregnancy, mental illness – is more likely to occur in a less-equal society. This is why US America, by most measures the richest country on earth, has per capita shorter average lifespan, more cases of mental illness, more obesity, and more of its citizens in prison than any other developed nation.

Externe Weblinks


External web links (engl.)




Value of excellence and dignity

Audio- und Videolinks

  • Videopräsentation von Dr. Klaus Niedl, Personalvorstand der SkyEurope Airlines, Wien, präsentiert von Workrelations.eu, YouTube Film, eingestellt 15. Januar 2007
  • Video Interview mit Muhammad Yunus, Professor für Wirtschaftswissenschaft, Bangladesch, Friedensnobelpreisträger, Philosophie der Kreditgebung, präsentiert vom Schweizer TV-Sender SF1, Programm Sternstunde Philosophie, Gastgeber Roger de Weck, Sendetermin 6. Januar 2008, YouTube Film, 56:50 Minuten Dauer, eingestellt 18. August 2008
  • Hörfunkpräsentation M wie Menschenrechte – ein Grundkurs, Bayerischer Rundfunk BR, Judith Schnaubelt, ARDMediathek.de, 44:43 Minuten Dauer, eingestellt 1. Dezember 2008

Rückblick auf 60 Jahre des internationalen Bekenntnis Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948

Starke Ungleichheiten können schlimme Folgen (schlechtere Gesundheitsversorgung oder geringere Lebenserwartung) für die Ärmere haben. Neu ist die Erkenntnis, dass auch die reicheren Schichten unter starken einem sozialen Gefälle leiden.

Audio- und Videolinks – Evelin Gerda Lindner

Audios und Videos von, mit, über DDr. Evelin Gerda Lindner (*1954) deutsche Ärztin, Psychologin, Würde- und Erniedrigungsforscherin, Gründerin und Präsidentin des Forschungsnetzwerks Human Dignity and Humiliation Studies
TypAngebotTitelVeranstalter ♦ OrtDauerErscheinungsdatum
YouTube VideoKurzpräsentationWeltuniversität für Menschenwürde Initiative: Eine kurze Einführung von Evelin LindnerGastgeberin Evelin Frerk, Berlin,
aufgenommen 5. April 2011
7:51 Minuten2. November 2011
Die im Juni 2011 lanzierte Weltuniversität für Menschenwürde/World Dignity University (WDU) Initiative ohne festes Hauptquartier hält jährlich weltweit Konferenzen und publiziert Videobeiträge.
YouTube VideoInterviewHuman Dignity and Humiliation Studies & World Dignity University: Einführung von Evelin LindnerGastgeberin Evelin Frerk, Berlin,
aufgenommen 5. April 2011
11:26 Minuten3. November 2011
YouTube VideoVortrag
Powerpoint-unterstützt
Konstruktive Veränderungsprozesse in der Behandlung von traumatisierten oder anders gedemütigten Menschen – Evelin Lindner 2013 Talk in Montreux, Switzerland5. Kongress der Psy-Verbände Schweiz "Übergänge – eine Herausforderung" ["Transitions – A Challenge"], 2013 [Congress of Psychiatrists and Psychologists of Switzerland 2013, Montreux, 13. September 20131:21:2231. Oktober 2013

Audio and video links (engl.)

  • Video interview with different educators, Bullying, presented by Massachusetts School of Law, host Diane Sullivan, Google video, 54:27 minutes duration, posted 26. June 2006
    Bullying is a conditioned learned behavior. [...] It is solvable.
  • Video interview and classroom presentation by Jane Elliott, courageous teacher, A Classroom Divided, Google video, 55:16 minutes duration, posted 21. June 2007

Elliott conducted a widely know classroom experiment to exemplify Racism "Blu-eyed vs. brown-eyed'', town Iowa, 1968

Lowering recidivism rate from 50 to 5%, saving 3/4th of the costs invested otherwise

The death of the female student Neda Soltan (26) attending a protest march in Tehran after Iranian elections on the streets became a stand-out image worldwide. Dr. Arash Hejazi, studying in England, holding up human rights tried to rescue Neda's life. Giving his testimony as an eyewitness on BBC will put his life in jeopardy.

Note: Neda Soltan is alive and went into exile in Germany due to persecution in Iran.

Heparin*Taxol*feeding tumors*non-profit 'Health Information Highway'

"You do well by doing good." "Do the right things for the right reasons."

Audio and video links (engl.) – Robert W. Fuller

Audios and videos by Robert W. Fuller, Ph.D. robertworksfuller.com (*1936) US American professor in physics, college president, dignity and rankism researcher, lecturer, author
TypeOfferingTitle ♦ Sponsor ♦ LocationDurationRelease date
YouTube videosPlaylist
interviews
Presentation
Dignity For All  
VideoInterviewSomebodies and Nobodies, presented by Cal Poly Tech University Pomona, California, Hot Talk, host Saul Landau, US American journalist, filmmaker, commentator, professor emeritus28:07 minutesEnd 2002
Audio
QuickTime
Radio interviewPresented by US American radio station KPFA, Berkeley, California,
Introduction – What is Rankism?, part 1
Somebodies and Nobodies, part 2
Recognizing Rankism/Global Affairs, part 3
Caller 1 – Patriarchal Society, part 4
Caller 2 – Rankism vs. Classism, part 5
Opposing Rankism/Education/PCness, part 6
Seeking Recognition, part 7
Caller 3 – Confronting Rankism, part 8
Rankism on the Defensive, part 9
Callers 4 and 5 – Why do we Abuse Power?, part 10
.
323K
318K
246K
89K
84K
263K
205K
199K
302K
342K
8. May 2000
VideoInterviewTalk to America, Washington D.C., presented by breakingranks.net, host Mary Tillotson
Bill Clinton regrets most to have missed to stop the Rwandan genocide by military intervention.
George H. W. Bush's decision to send troops to Somalia ended the famine in the late 80ties/early 90ties and saved 0.5-1 million lives.
After 4 years of indecision NATO and US troops stopped the genocide in Bosnia.
 7. April 2003
VideoPresentationDignitarian Society: Overcoming the Abuse of Rank, 57th Annual Conference on World Affairs, sponsored by The University of Colorado at Boulder, moderator John Steiner, Thomas Lofstrom / ECS, UMC Center Ballroom
Disempowering rank / power differences are: anti-semitism, racism, sexism, ageism, ablebodism, homophobia
1:59:575. April 2005
Google videoPresentationPatient Revolution: Human Rights Past and Future, SALT talk, sponsored by The Long Now Foundation, Fort Mason Conference Center, San Francisco61:31 minutes12. August 2005
VideoTV InterviewPolitical civility, presented by US American TV station C-SPAN, program Washington Journal,30:27 minutes26. June 2006
Google audioInterviewRank and Dignity, presented by US American web radio station KQED, host Michael Krasny
"Rankism" and the politics of dignity
51:28 minutes18. July 2006
VideoPresentationAll Rise: Somebodies, Nobodies and the Politics of Dignity, series produced and presented by Microsoft Research1:13:2620. July 2006
Google videoPresentation
Book launch
All Rise
Breakingranks.net, sponsored by Boulder Bookstore, presented by Free Speech TV
The need for a dignity movement, part 1 of 2
The need for a dignity movement, part 2 of 2
.
15:01 minutes
22:22 minutes
13. July 2006
6. October 2006
7. October 2006
YouTube videoPresentationMedia Watch: Rankism, presented by Linkmedia
Inspecting Don Imus' expulsion from TV show
4:34 minutes17. April 2007
YouTube videoInterviewOn Obama's Race Speech, presented by University of California (#15210), Santa Barbara, host Thomas Scheff, US American professor emeritus, UCSB10:01 minutesRecorded May 2008
Posted 13. July 2008
Audio
ITunes
InterviewNobody's a Nobody: Renouncing Rankism, Defending Dignity, MP3, presented by US American web radio station A World of Possibilities, The Mainstream Media Project, host Mark Sommer55:00 minutes9. February 2008
YouTube Video
(#15210)
Audio version
TV interviewPolitics of Dignity, presented by University of California Television (#15210), Thomas Scheff, US American professor and his students, UCSB, Santa Barbara
MP3 Politics of Dignity
55:31 minutesRecorded 11. March 2008
Posted 20. October 2008
Audio
Real Audio
Radio interviewRankism: The Unethical Response, New York Society for Ethical Culture, presented by US American WBAI broadcast, Ethics on the Air, hosts Andra Miller and Dr. Phyllis Harrison-Ross~60 minutes28. March 2008
AudioInterviewToward a Dignitarian World, presented by US American web radio station New Dimensions, host Michael Toms, program # 327160 minutes11. August 2008
AudioInterviewPolitics of Dignity, presented by Great speeches and interviews, MP355:25 minutes17. January 2009
YouTube videoPresentationThe Dignity Revolution, UC-Berkeley, presented by TEDx Berkeley19:41 minutesAired 19. February 2011
Posted 23. March 2011
YouTube videoPresentationSomebodies and Nobodies, presented by TEDxMSJHS, location unknown21:35 minutes25. August 2012

Audio and video links (engl.) – Evelin Gerda Lindner

Audios and videos by Evelin Gerda Lindner, Ph.D., M.D. humiliationstudies.org (*1954) German physician, psychologist, transdisciplinary scholar in social sciences and humanities, human dignity researcher, founding president of Human Dignity and Humiliation Studies' (HumanDHS)
TypeOfferingTitle ♦ Sponsor ♦ LocationDurationRelease date
Audio podcastInterviewThe Paradigm of Dignity, presented by Future Primitive podcasts, host Joanna Harcourt-Smith, Swiss-born British socialite, lover of Timothy Leary, author46:19 minutes24. August 2012
YouTube videoPresentation
Book launch
A Dignity Economy, sponsored by Columbia University, Teachers College, Gottesman Library, New York City
Introduction of the term "dignism"
1:05:435. December 2012
Posted 20. January 2013

Audio and video links (engl.) – Richard Wilkinson, Kate Pickett ♦ (Equality trust)

30 year long studies on Social Inequality, status insecurity and competition, Nottingham UK, published in The Spirit Level. Why More Equal Societies Almost Always Do Better, termed the most important book of the year 2009
The Spirit Level slides, Powerpoint presentation for download – The Spirit Level – slides from The Equality Trust


Three Things Economics Can’t Solve (3:19) – Can an Unequal Society Become Sustainable? (5:47) – Anxiety Shape Society? (3:56) – Inequality Is Bad for Your Health (3:39)

The most powerful source of stress for humans is the possibility of being judged negatively by others.

Debate on the influential book The Spirit Level. Can the benefits of dignitarian equality be statistically proven?

  • Video presentation by Richard Wilkinson, Ph.D., British retired social epidemiologist, University of Nottingham, The Age of Unequals, presented by Canadian Educational Television TVO, YouTube film, 52:54 minutes duration, posted 2. February 2011
  • Video keynote speech by Richard Wilkinson, Ph.D., British retired social epidemiologist, University of Nottingham, The Spirit Level: Why Equality is Better for Everyone, presented at conference Marxism 2011. Ideas To Change the World, 30. June-4. July 2011, London, YouTube film, 44:45 minutes duration, posted 10. August 2011
    "The more inequality [in income and status] there is in a society the more superiority and inferiority, status competition and consumerism, status insecurity, social evaluation anxieties (fear of negative judgements) will result from." Minute 33:44
  • Video presentation by Richard Wilkinson, Ph.D. (*1943) British professor emeritus of social epidemiology, University of Nottingham, economy historian, researcher of inequality data in health and social determinants, How economic inequality harms societies, presented by TED Talks, YouTube film, 16:55 minutes duration, posted 24. October 2011
  • Vimeo video presentation by Richard Wilkinson, Ph.D. (*1943) British professor emeritus of social epidemiology, University of Nottingham, economy historian, researcher of inequality data in health and social determinants, erindi á landsfundi, event sponsored by Iceland, October 2011, 55:41 minutes duration, posted end of October 2011

Reference to Wilkinson / Pickett by Zeitgeist Movement

Tribute to the study results of Richard Wilkinson and Kate Pickett Minute 4:08

Tribute to the study results of Richard Wilkinson and Kate Pickett

Tribute to the study results of Richard Wilkinson and Kate Pickett, the status quo sustaining role of the advertisement industry Minute 2:20

 

Interne Links

Englisch Wiki

Hawkins

 

 

1 "Wer mich sieht, der sieht den Vater." (Johannes 14, 9) "Ich und der Vater sind eins." (Johannes 10, 30)

2 Gender Diversity als Faktor for den Unternehmenserfolg – 2011 McKinsey & Company

3 Gender Diversity als Faktor for den Unternehmenserfolg – 2011 McKinsey & Company und TAZ-Grafik: Wirtschaftsleistung von Unternehmen mit Frauenquote (McKinsey)

4 Frauen sind einfühlsamer angesichts der Schmerzen oder des Leidens anderer. […]
Daher bitte ich die [westlichen] Frauen, sich stärker [in Führungsrollen] zu engagieren.-

Letzte Bearbeitung:
16.04.2014 um 05:37 Uhr

Page generated in 5,431 seconds.