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WürdeMenschenwürdeMenschenrechte

 

Würde ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Dr. Robert W. Fuller, Würde- und Rankismusforscher

 


Repräsentation der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, 1789


 

Inhaltsverzeichnis (verbergen)

  1. 1. Geschichtliche Spuren der Würde
  2. 2. Definitionen von Menschenwürde
  3. 3. Beschreibung von Würde [dignitas]
  4. 4. Schwer [in Worte] zu fassende Würde
  5. 5. Würdebewusstsein in deutschen Firmen
  6. 6. Beschwerte Emotionen und Menschenwürde
  7. 7. Die Schwelle zwischen Stolz und Ethik (Geltungsbereich der Würde)
  8. 8. Weibliche Führung (friedlicher, ehrlicher, erfolgreicher) ⇔ männliche Führung
  9. 9. Vier-Phasen-Entwicklungen
  10. 10. Auf dem Weg zur Würdepolitik
  11. 11. Menschenwürde geht unter die Haut
  12. 12. Dr. Robert W. Fuller – Rankismus und Demütigung versus "Würdekultur für alle"
  13. 13. Jemand – Niemand ⇔ Alles – Nichts
  14. 14. Zitate zum Thema Würde von Dr. Robert W. Fuller
  15. 15. Wahre Würde
  16. 16. Gebrauch der Macht
  17. 17. Übergang
  18. 18. Menschenwürde ist wichtiger als Reichtum
  19. 19. Die Umkehr des Denkmodells JemandeNiemande
  20. 20. Zitate – Frauen fördern Würdekultur
  21. 21. Ich-orientiertes BankwesenDu-Wir-orientiertes soziales Bankwesen
  22. 22. Heilungsgeschichte – Die Aussöhnung zwischen Herkules und der Hydra
  23. 23. Würdekultur ⇔ Stolzkultur
  24. 24. Zitate zum Thema Würde, Menschenwürde, Selbstachtung / Dignity and self esteem
    1. 24.1 Zitate allgemein
    2. 24.2 Zitate von Dr. Robert W. Fuller – Würdekultur ⇔ Stolzkultur
    3. 24.3 Zitate – Herabwürdigung durch Rankismus / Humiliation by rankism
    4. 24.4 Ich bin ein Niemand
    5. 24.5 Zitate (engl.) allgemein
  25. 25. Links zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte / Dignity and Human Rights
    1. 25.1 Veranstaltungshinweise
    2. 25.2 Literatur
    3. 25.3 Literatur (engl.)
    4. 25.4 Externe Weblinks
    5. 25.5 Externe Weblinks (engl.)
    6. 25.6 Audio- und Videolinks
    7. 25.7 Audio- und Videolinks (engl.)
    8. 25.8 Audio- und Videolinks (engl.) mit Robert Fuller
    9. 25.9 Audio- und Videolinks (engl.) – Richard Wilkinson and Kate Picket, Equality trust
    10. 25.10 Interne Links

Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden,
dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden,
worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind.

Thomas Jefferson (1743-1826)
Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika, 4. Juli 1776

Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1
Bekenntnis der Vereinten Nationen, Paris, 10. Dezember 1948

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 1, Absatz 1, 23. Mai 1949
Die Anfangsposition in der Verfassung erklärt die Achtung der Menschenwürde zum wichtigsten Grundrecht.
Siehe auch Verfassungen von Finnland, Portugal und Südafrika.

Während Kanada auf Prinzipien aufgebaut ist, welche die Oberhoheit Gottes
und die Autorität des Gesetzes anerkennen [...].
Präambel des Kanadischen Verfassungsgesetzes von 1982

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Europäische Verfassung, Artikel II, 61, 2004
Zum Schutz der Menschenwürde, Vertrag über eine Verfassung für Europa,
Teil I, Artikel I-2, Rom, 29. Oktober 2004


 

Geschichtliche Spuren der Würde


Glas Portwein

Der italienische Humanist und Philosoph der Renaissance Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494) beschrieb in seiner Rede Oratio de hominis dignitate, der Rede über die Würde des Menschen die Prinzipien einer neuzeitlichen humanistischen Anthropologie seiner Epoche. Pico betonte, dass die Würde des Menschen in dessen freier Willensentscheidung zwischen seinen tierischen und himmlischen Anteilen läge:

"Ein großes Wunder ist der Mensch."

Die Rede wurde 1486 veröffentlicht. Im Februar 1487 wurde sie zu Teilen von Papst Innocenz VIII. als unorthodox verdammt.

 

Die Aufklärung thematisierte Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit
Es fällt schwer, eine gültige Definition der Menschenwürde zu formulieren.
Menschenwürde wird gemeinhin als die Summe aller Grundrechte und Menschenrechte verstanden. Achtung und Schutz der Menschenwürde dienen dazu, das menschliche Wesen in Freiheit der Entscheidung, Gleichheit vor Gott und Brüderlichkeit untereinander zu entfalten.

Definitionen von Menschenwürde

Welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele. Markus 10, 42-45 und Matthäus 20, 25-28 (NT)

 

  • Der Begriff Würde ist sprachgeschichtlich mit dem Wort "Wert" verwandt. Er bezeichnet äußere und innere Werte wie: Ruhm, Lob, Ehre, Erhabenheit, Verdienste, Ansehen, hoher Rang eines Menschen.

  • Die Gottebenbildlichkeit des von Gott geschaffenen Menschen verleiht ihm Würde an sich.
    Schöpfungsgeschichte 1. Mose 1, 26, AT 1
    • Im vedantischen Hinduismus wird die Gottebenbildlichkeit als Tat Tvam Asi ausgedrückt.

  • Unantastbar – INNENdignitaslateinischer Begriff für die innewohnende Würde – .
  • Antastbar, abgestuftAUSSEN – humanitas (vgl. Humanität) – lateinischer Begriff für das Menschsein im Allgemeinen,
    • die sittliche und geistige Bildung,
    • menschengerechte Normen und Verhaltensweisen,
    • Auszeichnung, Ämter (mit Leistung zu erwerben).
      • Marcus Tullius Cicero beschreibt humanitas als
        - Möglichkeiten und zugleich als Beschränkungen des Menschsein in Unterscheidung zum Tier.

  • Nach Immanuel Kant sind die Grundprinzipien der Menschenwürde:
    1.  Anerkennung der prinzipiellen Gleichwertigkeit (Gleichwürdigkeit) [nicht Gleichheit] aller Menschen
    2. Achtung des Nächsten
    3. Anerkennung des Daseinsrechts von Mitmenschen
    Kant betrachtete
    • Tiere, die nicht mit Vernunft ausgestattet sind, als
      • Lebewesen mit relativem Wert [Würde],
      • als Mittel zum Zweck und folglich als Objekte.
    • Menschen, die mit Vernunft ausgestattet sind,
      • als Personen, Subjekte, die wesengemäß einen Zweck an sich haben,
      • weswegen sie nicht als Mittel zum Zweck, als Objekte gebrauchen werden dürfen
      • und Willkürherrschaft in Form von Sklaverei, Unterdrückung, Betrug eingeschränkt werden müsse.


  • Die Definition der Menschenwürde als Wesensmerkmal und Gestaltungsauftrag durch das deutsche Bundesverfassungsgericht Würde als Menschenwürde meint den Wert- und Achtungsanspruch, der dem Menschen kraft seines Menschseins zukommt, unabhängig von dessen Eigenschaften, körperlichem oder geistigem Zustand, Leistungen oder sozialem Status. Laut des Bundesverfassungsgerichts gilt die Menschenwürde absolut. Sie ist der oberste Grundwert und die Wurzel aller Grundrechte. Grundrechte binden nach Art. 1 III GG die vollziehende Gewalt.
    "Die Würde des Menschen", die durch die so genannte Ewigkeitsgarantie des Art. 79, Abs. 3 geschützt wird, ist eine umstrittene Verfassungsnorm, denn Verstöße gegen die Menschenwürde werden zur Verfassungswidrigkeit, sofern eine grundgesetzkonforme Interpretation möglich ist.

 

[Es gibt] zwei juristische Interpretationslinien [...], die sich unversöhnlich gegenüberstehen: Es gibt eine heteronomische und eine autonomische Deutungstradition. Diese Differenz ist entscheidend verantwortlich für die Vieldeutigkeit des Begriffs [der Menschenwürde]. Dr. jur. Paul Tiedemann, Verfassungsjurist, Philosoph, Beschreibung zum Buch Was ist Menschenwürde? Eine Einführung (erklärt im 2. Kapitel), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2006

 

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Beschreibung von Würde [dignitas]

Die Würde des Menschen ...

  • gründet sich auf die Gottebenbildlichkeit des Menschen und das Tat Tvam Asi.
  • anerkennt die Oberhoheit GOTTES als Schöpfer und Ursprung des Lebens.
  • bekennt sich zur inneren göttlichen Kraftquelle.
  • ist unantastbar und unverletzlich.
  • schwingt im Bereich göttlicher Wirkmacht.
  • ist integer.
  • ist Ausdruck der innewohnenden Essenz der Seele.
  • ist graduell in etwa 20 Prozent der Menschheit aktiviert.
  • wird gesamtgesellschaftlich selten thematisiert.
  • anerkennt das Daseinsrecht von Mitgeschöpfen.
  • gewährt und begrüßt Entscheidungsfreiheit aller Menschen.
  • anerkennt die Ebenbürtigkeit und eingeborene Menschenwürde aller Menschen.
  • anerkennt vielebenige Interverbundenheit und die Einheit allen Lebens.
  • denkt ganzheitlich.
  • akzeptiert die Gegebenheiten.
  • begrüßt menschliche Entwicklung und allgemeinen Fortschritt.
  • lebt in der Domäne des Selbst und dem SELBST.
  • ist dem Ego fremd.
  • tendiert zu Bescheidenheit, Einfachheit, Gelassenheit.
  • begrüßt präsente, spontane, ergebnisoffene Emergenz.
  • begrüßt Eigenverantwortung.  
  • glaubt an das Gute im Universum und in Mitmenschen.
  • ist lebensbejahend.
  • ist empathisch.
  • ist freundlich zu allen Lebewesen.
  • respektiert.
  • vertraut.
  • strebt nach Wahrheit um ihrer selbst willen.
  • kooperiert mit anderen.
  • vermittelt zwischen anderen.
  • fördert, achtet und bietet Exzellenz nach bestem Können.
  • begrüßt Zivilcourage.
  • bewahrt Haltung bei (öffentlicher) Demütigungen.
  • lässt eher geschehen.
  • ist sich selbst treu.
  • unterstützt Gewissensentscheidungen.
  • begrüßt Moral und Ethik.
  • beachtet ethische Verhaltensregeln und irdische Gesetze.
  • ist das Heilmittel für Rankismus [Rangstellungsmissbrauch] und Klassendenken.
  • betrachtet Mitmenschen nicht mit der "Jemand"-"Niemand"-Schere.
  • bekennt sich zu erkannten Schwächen und Charakterdefekten.
  • ist nicht auf Status, äußeren Erfolg und Wohlstand angewiesen.
  • meidet Stress, lebt daher gesünder.
  • ist fähig zur Reue und zum Umdenken.
  • meidet Opferhaltung.
  • weicht nicht zurück vor Erniedrigungen.
  • meidet Stolz und negative Gesellschaft.
  • meidet Anspruchsdenken, Kontrolle und Zwang.

Siehe Stolz

Schwer [in Worte] zu fassende Würde

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar und obendrein schwer zu definieren. Werner Mitsch (*1936) deutscher Aphoristiker

 

In einem Aufsatz in der Zeitschrift The New Republic bezeichnet der Harvard-Psychologe Steven Pinker Würde als weitgehend nutzloses Konzept. Er schlussfolgerte:

Würde ist ein schwammiger, subjektiver Begriff, der seinem schwerwiegenden moralischen Anspruch nicht gerecht wird.

 

Pinker glaubt, dass Freiheit darin bestehe, das Verhalten anderer zu dulden, selbst wenn es dem Betrachter als unwürdig erscheint.

 

Würde klar zu definieren, ist aus Pinkers Sicht weitgehend gescheitert.
Er betrachtet Würde als Ausdruck von Exzellenz (Vorzüglichkeit), Strebsamkeit und Gewissenhaftigkeit. Jeder Mensch ist mit vollständiger Menschenwürde ausgestattet, ohne jedoch ein Vorrecht zu haben, diese einzuklagen.

  • Würde ist relativ und unterscheidet sich je nach Zeitalter, Ort und Betrachter.
  • Würde ist ersetzbar – durch würdelose Gegebenheiten.
  • Würde kann Schaden anrichten – durch politische, wissenschaftliche oder religiöse Unterdrückung.
Quelle: Die Menschenwürde ist antastbar, Hartmut Wewetzer, Tagesspiegel.de, 3. Juni 2008

Würdebewusstsein in deutschen Firmen

Jedes 12. aus 80 befragten deutschen Unternehmen anlässlich einer Studie zum Umgang mit dem Personal 2009 hatte keine Vorstellung von Menschenwürde [menschliches Kapital], indem es sein Handeln ausschließlich nach Geldwerten ausrichtet.

  • 15% der deutschsprachigen Firmen geben ihren vordergründig Geld kostenden Mitarbeitern null Punkte, womit sie ihnen die Würde absprechen. Sie ziehen vordergründig kurzfristig [in Geldwerten] profitable Aktionäre und Kunden vor.

Unternehmen oder Sozietäten, die Mitarbeiter und Kunden als Mittel zum Zweck des kurzfristigen Profits benutzen, manipulieren, ausbeuten und kontrollieren, wirtschaften früher oder später ab, während würdebewusste Unternehmen, die Rankismus [erniedrigendes Verhalten gegenüber Rangniederen] nicht dulden, langfristig erstarken.
Siehe Führungskunst

Beschwerte Emotionen und Menschenwürde

Scham und Schuldgefühle sind die beiden Emotionen aus der Gruppe der Notstandsgefühle (die auch Trauer, Gier, Zorn, Stolz beinhalten) nach der psychodynamischen Theorie des Psychoanalytikers Sandor Rado (1890–1972), die am meisten am großen Ganzen zehren und dem Wohl Aller Schaden zufügen.

  • Wer sich schämt, fixiert sich auf das Äußere. Die unantastbare Menschenwürde – das Heilige und zugleich Tabuisierte – wurde von und vor anderen entehrt.
  • Gewandelte Scham – jenseits von Minderwertigkeitsempfinden und Opferhaltung – vermittelt ein Gespür für das Heilige.
  • Wer sich schuldig fühlt, fixiert sich innerlich. Er leugnet (entwürdigt) die ihm innewohnende unantastbare Menschenwürde.
  • Gewandelte Schuld – jenseits von Verzweiflung – vermittelt ein Gespür für Reue, Umkehr, Umwidmung, Metanoia.
  • Gewandelte Trauer – jenseits von Anklage und Depression – vermittelt Mitgefühl und ein Gespür für die Conditio Humana.
  • Gewandelter "heiliger" Zorn – jenseits von zerstörerischer Aggression – vermittelt ein Gespür für Gerechtigkeit, Verhältnismäßigkeit und die Kraft, soziale Reformen einzuleiten.
  • Gewandelter Stolz – jenseits von Überlegenheitsdenken, Narzissmus und Täterimpuls – vermittelt ein Gespür für die göttliche Würde, die sich in der Menschenwürde spiegelt.

Die Schwelle zwischen Stolz und Ethik (Geltungsbereich der Würde)

Nach der von Dr. David Hawkins entwickelten Bewusstseinsskala liegt das Schwingungsfeld von Stolz und Eigenwillen auf der Bewusstseinsebene BW 175-BW 199. Stolz ist eine Haltung, die dem Eigennutz dient und der Gemeinschaft Schaden zufügt.

 

Die Schwelle, ab der ethisches gemeinschaftsdienliches Verhalten möglich wird, liegt bei BW 200. Es ist ein entscheidender Bewusstseinssprung, die Grenzlinie zwischen Stolz und würdehaltiger Integrität zu überschreiten.
Bereits im Jahr 1987 hat das Gesamtbewusstsein der Menschheit diese Integritätsschwelle überschritten. Im August 2009 lag sie bei BW 206.

 

Anhand der neuen Wirklichkeit gibt es das [tief eingegrabene] Konzept von WIR und [gegen] DIE ANDEREN tatsächlich nicht mehr. [...] Behandle deshalb andere als Teil deiner selbst. Die ganze Welt sollte Teil des WIR sein. Heutzutage benötigen wir das Konzept der Einheit der Menschheit [...] und einen Sinn für weltumspannende Verantwortlichkeit. [...] Ich fühle, dass die Wirklichkeit nicht mehr getrennt ist. Video Podiumsdialog mit S. H. Dalai Lama und Welt Elder Mary Robinson, zum Thema Wisdom and Compassion for Challenging Times ['Weisheit und Mitgefühl in schwierigen Zeiten'], Teil 6, präsentiert von The Tibet Fund, moderiert von Pico Iyer, Town Hall, New York City, USA, 3. Mai 2009, YouTube Film, Minuten 2:38, 3:40, 4:37, insgesamt 8:37 Minutes Dauer, eingestellt 19. Mai 2009

Weibliche Führung (friedlicher, ehrlicher, erfolgreicher) ⇔ männliche Führung

Der durchschnittliche Bewusstseinswert der Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der 500 führenden Weltfirmen [nach Angaben des Magazins Fortune] drückte den Höchststand des Stolzes aus.
Laut der Muskeltestmessung von Dr. David Hawkins lag ihr Bewusstseinswert im Jahr 2002 bei BW 198, im Februar 2004 bei BW 199. Mehrheitlich und durchschnittlich nehmen die männlichen Geschäftsführer von Firmen weltweit [97,5% in Deutschland] eine stolze Haltung ein.

 

Die durchwegs männlichen Manager, die an der Herbeiführung der weltweiten Finanzkrise 2008 mitbeteiligt waren, scheinen diese Botschaft nach über einem Jahr großteils noch nicht vernommen zu haben.

 

Die Unternehmensberatung McKinsey bestätigt:

  • Frauen punkten in der Führung bei der
    • Mitarbeiterentwicklung,
    • bei Teamentscheidungen,
    • in Sachen Inspiration (Intuition) und
    • Belohnungsstrategien.
  • Bei den 30 DAX-notierten Unternehmen Deutschlands befand sich im Jahre 2000 keine einzige Frau im Vorstand.
  • Laut Auskunft des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind in den 200 größten Unternehmen Deutschlands nur 2,5 % der Spitzenpositionen mit Frauen besetzt [Stand Ende 2009].

 

  • Seit 2004 müssen in Norwegen 40% aller Aufsichtsräteposten von Frauen besetzt sein.
  • Die Regierung der Niederlande überlegt, eine gesetzliche Frauenquote für Unternehmensvorstände einzuführen.

 

Studien zufolge sind Unternehmen umso erfolgreicher je ausgeglichener das Geschlechterverhältnis in ihrer Führungsebene ist.
Europäische Aktiengesellschaften mit relativ hohem Frauenanteil in Führungspositionen schneiden besonders erfolgreich ab – durch

 

  • Eine transkulturelle Studie, finanziert von der Weltbank kamen zu dem Ergebnis, dass Regierungen mit größerem Frauenanteil weniger korrupt waren.
    Quelle: Corruption and women in government [Korruption und Frauen in der Regierung], The Journal of Economic Behavior & Organization, Band 46, Heft 4, S. 423-429, Dezember 2001
  • Die Studienergebnisse bestätigen die "faireres System"-These. Frauen sind tendenziell aufrichtiger und berücksichtigen das Wohl des Ganzen mehr. Zwei einflussreiche Studien aus jüngster Zeit befanden, dass eine größere Repräsentanz von Frauen in der Regierung Korruption verringerte.
    Quelle: Hung-En Sung, Fairer Sex or Fairer System? Gender and Corruption Revisited [Gerechteres Geschlecht oder Gerechteres System? Wiederholte Erforschung von Geschlecht und Korruption], Social Forces, Band 82, Nummer 2, S. 703-723, The University of North Carolina Press, Dezember 2003
  • Der US-amerikanische Senat (83% männliche Senatoren, 13% weibliche Senatoren) stimmten für die Eröffnung des zweiten Irakkriegs.
  • Etwa 200 Nationen weltweit werden von ungefähr 5-7 Staatsfrauen geführt.
    Das Machtverhältnis von Männern und Frauen in Weltregierungen ist 97:3:
    97% Nationen werden von vorwiegend Dominanz-orientierten Männern regiert, 3% werden von vorwiegend Stabilitäts-orientierten Frauen regiert.
Unternehmen, die von weiblichen Geschäftsführerinnen geführt werden, werfen deutlich mehr Gewinne ab als solche, die von männlichen Geschäftsführern geleitet werden. [Frauen haben nicht ebenso lang am unlauteren Energiefeld der Arbeitswelt teilgehabt. Daher bringen sie in Führungspositionen insgesamt ein höheres Maß an Integrität mit ein. Dr. David Hawkins, Sedona Seminar Thought and Ideation, 28. Februar 2004

 

Jene Frauen, die als Führungspersönlichkeiten betrachtet wurden, die am meisten erreicht hatten, am kompetentesten waren und ihre Stimme am lautesten erhoben, wurden niedergemacht und aus der Bewegung ausgestoßen. "Die Gemeinschaft der Schwestern ist stark – sie tötet Schwestern" ist ein Ausspruch, der Ti-Grace Atkinson zugeschrieben wird. Die Bewegung fraß ihre Anführerinnen. Indem jene Frauen, welche die Triebfedern für den Fortschritt waren, ausgeschaltet wurden, verlangsamte sich der Aufwärtsschwung der Frauen, bis er fast zum Stillstand kam. [...] Ein tief verwurzelter, biologisch verursachter Impuls, gegeneinander zu wetteifern, zerstörte nicht nur die Führungsebene der Bewegung, sondern sabotierte auch die Schwesterlichkeit – und damit jede Hoffnung auf weitere kollektive Transformation. Elizabeth Debold, Wo sind die Frauen. Auf dem Weg zu einer neuen Frauenbefreiung, Teil 2, WIE Magazine online, Ausgabe 18

Vier-Phasen-Entwicklungen

Vier Entwicklungsphasen – in Wirtschaftssystemen

  1. Parasitischer Zustand – Zins und Zinseszins im Geldwesen
  2. Raubtierhafter Zustand – Privates Bankwesen, Schuldenschöpfung
  3. Rivalisierender Zustand – Intl. Aktiengesellschaften (stolze vorwiegend männliche Geschäftsführer)
    .....................................................................................................................
  4. Symbiotischer Zustand – [Lokal] Kooperierende soziale Wirtschaft / Globale Vernetzung

     

Vier Entwicklungsphasen – in Ökosystemen

  1. Parasitischer ZustandViren – Vereinnahmung / Monopolisierung
  2. Raubtierhafter ZustandRaubtiere – "Fressen und Gefressenwerden" "Sexobjekt oder Tötungskandidat"
  3. Rivalisierender ZustandSäugetiereÜberleben des StärkerenNichtintegeres Spaltdenken
    .....................................................................................................................
  4. Symbiotischer Zustand – Kooperierende Zellverbände zum Wohl aller – Biotop, Habitat – Beginnendes Feldbewusstsein

 

Quelle: Videopräsentation von Watts Wacker, US-amerikanischer Zukunftsforscher, Sodexho, Jahrestreffen, Paris, YouTube Film, Minute 19+ von 53:33 Minuten Dauer, 6. Juni 2006
Siehe auch

 

Kooperierende Zellverbände sind Vorläufer [Entsprechungen] des erdumspannenden Netzwerkens

Jede menschliche Zelle ist ein Kollektiv der uralten früher lebenden Bakterien-Typen. [...] In der Welt vor zwei Milliarden Jahren gab es nur Bakterien. Der Wandel von einem sehr ausbeuterischen, zerstörerischen Lebensweise zur kooperativen Lebensweise unter den Bakterien [Zellen mit Zellkernen] ist eine wunderbare Parallele zu dem, was in der heutigen Welt der Menschen vor sich geht.
Interview mit Dr. Elisabet Sahtouris, post-Darwinsche kreationistische Evolutionsbiologin, Pastistin/Futuristin, ehemalige UN-Beraterin, präsentiert von Telic Thoughts, Interviewer Scott London, August 2007

 

Die Darwinsche Geschichtsschreibung bezieht sich nur auf die jugendliche Wachstumsphase.
Nachhaltige Zukunftsfähigkeit tritt in Kraft, sobald Spezies lernen, einander zu nähren, statt einander zu bekämpfen.
Eigeninteresse ist gut, so lange es sich innerhalb des Eigeninteresses der Gemeinschaft bewegt.
Was wir nun benötigen, ist Glokalisierung.
Miteinander können wir es in die Tat umsetzen.
Video-Vortrag von Dr. Elisabet Sahtouris, post-Darwinsche kreationistische Evolutionsbiologin, Pastistin/Futuristin, ehemalige UN-Beraterin, zum Thema After Darwin [Nach Darwin], 3 Teile, YouTube Film, eingestellt 24. April 2007

Auf dem Weg zur Würdepolitik

Am 15. Juni 1215 unterzeichnete der "böse König" Johann Ohneland zu Runnymede in England unter dem Druck von 10-12 verbündeten revoltierenden englischen Baronen die Magna Carta. Dieser große Freibrief gewährte dem Adel grundlegende politische Freiheiten.
Die Magna Carta gilt als Ausgangspunkt der Demokratie in Ablösung der Monarchie und als die als wichtigste englische verfassungsrechtliche Quelle, die zusammen mit der Bill of Rights von England, Grundlage der Gesetze der Vereinigten Staaten. Insbesondere die Verfassung der Vereinigten Staaten bezieht sich teilweise auf die in diesen Gesetzen festgelegten Grundrechte.
Wachstumsspirale Einzeltyrannei (König) → Gruppentyrannei (Adel) → Volkstyrannei (Bürgertum)

 

Vier Entwicklungsphasen – der Regierungsformen

  1. Monarchie
  2. Faschismus
  3. Kommunismus
  4. a Vorstufe Demokratie – Demokratur, Pseudodemokratie (neoliberaler Kasinokapitalismus) – Spaltbewusstsein
    ..................................................................................................
  5. b Demokratische WürdekulturBeginnendes Feldbewusstsein

 

Vier wesentliche historische Zeitalter – Daniel H. Pink

  1. Agrarzeitalter – Bauern (Nahrungsmittelerzeugung) – auf dem Land
  2. Industriezeitalter – Fabrikarbeiter (Warenproduktion) – in Ballungsgebieten
  3. Informationszeitalter – Wissensarbeiter (Fakten-Ideen-Programmieren) – Linkshirn-dominante Stolzkultur
    ..................................................................................................
  4. Konzeptuelles Zeitalter – Schöpferische und Einfühlsame (Inspiriertes ganzheitliches Fließen) – Rechtshirnige Würdekultur

 

Vier Phasen der Team- und Gemeinschaftsentwicklung – nach M. Scott Peck

  1. Pseudophase
  2. Chaos – Verwirrungsphase
  3. Ernüchterungsphase – Leere, Nullpunkt
    ..................................................................................................
  4. Arbeitsfähiges Team / Gemeinschaft

 

Vier-Stufen des Dialogs – nach C. O. Scharmer

  1. Nettes Gespräch
  2. Heftiges Gespräch
  3. Reflektiver Dialog
    ..................................................................................................
  4. Generativer Dialog
    Presencing. Learning From the Future As It Emerges. On the Tacit Dimension of Leading Revolutionary Change, Konferenz Wissen und Innovation, Helsinki, Finnland, 25.-26. Mai 2000

 

Vier Säulen der Würdepolitik

  1. Entweder-Oder – [Entscheidungs]Freiheit
  2. Sowohl-als-Auch – Gleichberechtigung / Gleichwertigkeit
  3. Weder-noch – Geschwisterlichkeit
    ..................................................................................................
  4. Alles-in-Allem – Würde in Kultur, Wirtschaft und Politik

 

Vier-Stufen-Wachstum – Zitat des Dalai Lama

  1. Geld oder Reichtum genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
  2. Das [naturwissenschaftlich orientierte] Bildungswesen genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
  3. Die Technologie genügte auch nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    ..................................................................................................
  4. Im 21. Jahrhundert müssen wir die Menschenrechte, Ethik, Mitgefühl und Zuneigung nachhaltiger fördern.
    Frauen sind einfühlsamer angesichts der Schmerzen oder des Leidens anderer. […]
    Daher bitte ich die [westlichen] Frauen, sich stärker [in Führungsrollen] zu engagieren.

    S.H. Dalai Lama, Peace Summit, Vancouver, Kanada, präsentiert von CTV.ca,
    Clip 2 von 4, letzter Abschnitt, Minute 14:53-17:59, 27. September 2009

 

Vier psychologische Entwicklungsstationen – nach Ken Wilber, The Eye of Spirit

  1. Unbewusster Himmel
  2. Unbewusste Hölle
  3. Bewusste Hölle
  4. Bewusst werdender Himmel

 

Wir entwickeln eine neue Kultur. Kultur ereignet sich, wenn Ideologie [ein Gebilde aus Doktrinen] und die Zivilisation kollidieren.
Wir haben uns im Rahmen politischer Kriege [einschließlich der Ideologien Monarchie, Faschismus, Kommunismus und freiheitliche Demokratie] organisiert. Und die freiheitliche Demokratie hat sich bereits durchgesetzt.
Watts Wacker, US-amerikanischer Zukunftsforscher, Watts Wacker: Internationally Acclaimed Mind Reading Comedian, Minute 2:40, YouTube Film, 6:24 Minuten Dauer, eingestellt 16. Oktober 2009

 

Fascism should more properly be called corporatism because it is the merger of state and corporate power. Benito Mussolini

Menschenwürde geht unter die Haut

Menschenwürde geht unter die Haut!
Bei der Geburt seid ihr blau,
der Schreck macht euch grau,
die Sonne tönt euch braun,
im Ärger schimmert ihr grün,
und wenn Ihr euch schämt, werdet ihr rot.
Wie kommt ausgerechnet ihr dazu,
uns Farbige zu nennen.
Aus Südafrika

Dr. Robert W. Fuller – Rankismus und Demütigung versus "Würdekultur für alle"

Als Physikprofessor und jüngster Rektor des Oberlin-College in Ohio genoss Robert Fuller, Ph.D. die Aufmerksamkeit der Medien in seinen Dreißigern. Im Alter von 40 und 50 Jahren war er als Diplomat und Präsidentenberater tätig.
1995, als er Titel und Posten hinter sich ließ, fühlte er sich von seiner Umgebung wie ein Niemand behandelt. Seine zeitweiligen Aufenthalte im "Niemandsland" führten ihn dazu, das Thema Rankismus zu identifizieren und zu erforschen.
Eines Nachts sagte er zu sich selbst:

"Niemande der Welt, vereinigt euch! Wir haben nichts zu verlieren außer unsere Scham."

 

Dies war der Auslöser für sein erstes Buch, das Grundlagenwerk für die Würdekultur-Bewegung.

 

Rankistische Gesellschaften sind hinsichtlich der ihnen in Fleisch und Blut übergegangen Normen des Patriarchats  weitgehend unbewusst.
Daher ist der alles durchdringende rangbestimmte Missbrauch aus Überlegenheitsdenken gegenüber den Menschen, die innerhalb einer bestimmten Hierarchie einen geringeren Rang [Status] innehaben, diskriminierend oder ausbeuterisch.

 

Rankismus verunglimpft die Menschenwürde. Herabwürdigende Demütigungen sind die Folge davon. Rankismus drückt sich als Schikane [so genanntes Mobbing], Rassismus, Sexismus, Schwulenfeindlichkeit, Kriege, Folter und andere Gewaltakte aus.

 

Nach 20.000 Jahren des eingewachsenen Rankismusses in allen Gesellschaftsschichten stellte Fuller fest, dass sich die Situation gewandelt hat.
Rankistische Organisationen sind weniger erfolgreich als würdebewusste Organisationen, die Missbrauch von Amtsinhabern nicht tolerieren.

 

Im AlterNet Interview The Somebody Mystique and the Rise of the Uppity Nobody [übers.: Der glorifizierte Jemand und der Aufstieg des dreisten Niemands] mit Robert W. Fuller, dem Autor von Somebodies and Nobodies. Overcoming the Abuse of Rank, verweist er auf die Feministin Betty Friedan (1921-2006) und deren Buch Der Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau (dt. Erstausgabe 1966, Neuaufl. 2002; Original The Feminine Mystique (1963). Fullers Analyse identifiziert Rankismus als einen Ismus, der mit Sexismus, Rassismus, Klassendenken und dergleichen mehr verwandt ist. Die mit der Jahrtausendwende aufkommende Ausgleichsbewegung bezeichnet er als Aufbruch der Würdekultur.

 

  • Rangstellung – die innerhalb einer Hierarchie eingenommene Position (Rangstellung)
  • Rankismus – ein Ismus auf Individualebene – Amtsbezogener Machtmissbrauch, um rangmäßig Unterstellte (mit geringeren Machtbefugnissen) in einer bestimmten hierarchischen Struktur zu erniedrigen oder auszubeuten, Mitmenschen zu demütigen, mangelnde Beachtung der Menschenwürde, stolze Jemande diskriminieren beschämte Niemande
  • Jemande – Menschen, deren Menschenwürde sichergestellt ist
    (Gefühlspalette eines Jemands: Er wird beachtet, ermutigt, willkommen geheißen, wertgeschätzt, respektiert, zugehörig, angesehen, gefeiert, erhöht, geliebt.)
  • Niemande – Menschen, deren Menschenwürde nicht sichergestellt ist oder angegriffen wird
    (Gefühlspalette eines Niemands: Er wird übersehen, entmutigt, verschmäht, herabgesetzt, geringgeschätzt, ausgeschlossen, beschämt, verachtet, erniedrigt, verachtet)
  • [Menschen]Würde – Sichere Stellung innerhalb eines Systems, Wertschätzung, keine Ausgrenzung
  • Demütigung – Fehlende Würdigung, Achtung, Brüskierung, Verletzung des Würdeempfindens, Beschämung, Angriff, Beleidigung, Herabsetzung, Erniedrigung
  • Gewährleistung der [Menschen]Würde – Bekleide einen Posten, der so hochrangig ist, dass niemand es wagt, ihn zu bedrohen
  • Politik der Würdekultur – Ausstehend [Stand 2010]
  • Ismen auf Klassenebene – Sexismus, Rassismus, Klassendenken, Antisemitismus, Diskriminierung von Schwulen, Altersfeindlichkeit, Behinderten
Quelle: Robert W. Fuller, Soziologe, All Rise, YouTube Film, 3:10 Minuten Dauer, eingestellt 20. Februar 2008

 

Würdekultur-Politik
Die drei großen Traditionen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die das Zeitalter der Aufklärung während der Französischen Revolution geprägt haben, sind viel wirksamer, sobald man die vierte einende Säule der Menschenwürde hinzufügt.
Daraus erwächst schließlich

  • würdetragende [Entscheidungs]Freiheit,
  • würdetragende Gleichberechtigung / Gleichwertigkeit und
  • würdetragende Geschwisterlichkeit.

Jemand – Niemand ⇔ Alles – Nichts

Unterhaltung im Flughafen
Ein Namenloser und ein namenloser fernsehbekannter Passiagier


Hallo, Sie sind ein Jemand.
Nein, ich bin ein Niemand.
Ich sah Sie im Fernsehen.
Wie heißen Sie denn?
Mein Name ist Watts Wacker.
Sie haben Recht. Sie sind ein Niemand.

 

><)))°> <°(((><
Quelle: Watts Wacker, US-amerikanischer Zukunftsforscher, Wacker Redner Demo,
Google Video, Minute 0:44, 8:46 Minuten Dauer, Dezember 2008

 

Gott ist das Nichts, das bestrebt ist, Alles zu werden.
Jakob Böhme (1575-1624) deutscher Mystiker, Theologe, Naturphilosoph

 

Aus Angst, sich in nichts aufzulösen, leugnet das Bewusstsein seine einzige Wirklichkeit: dass es alles ist, sein unendliches, immerwährendes Allsein, aus dem die Existenz selbst hervorgeht.
Dr. David R. Hawkins, FU Das All-sehende Auge, S. 401

 

Zitate zum Thema Würde von Dr. Robert W. Fuller

Persönliche Bekenntnisse

  • Wenn mich jemand fragt, was ich mache, bin ich versucht herauszuplatzen:
"Mein Name ist Bob und ich bin ein Niemand"
— zumindest solange dieses Stigma besteht.
Ich bin zur Einsicht gelangt, mich als Heimstatt von Identitäten zu betrachten.
Wenn ich etwas ausbrüte, bin ich ein Niemand.
Wenn ich Vorträge halte, bin ich ein Jemand.

Ein Jemand zu sein, ist wie eine Reise in die Großstadt – aufregend, doch anstrengend. Nach einer Weile ist es angenehm, das Getümmel hinter sich zu lassen und dorthin zu gehen, wo ich mich am wohlsten und am lebendigsten fühle. Diese Erkenntnis werte ich als die größte Überraschung meines Lebens.
Während ich aufwuchs, ging ich stets davon aus, wie mein Vater ein Leben lang der gleiche Jemand zu sein. Doch mit fünfzig Jahren konnte ich Rückschau halten und eine Reihe unterschiedlicher Jemande identifizieren, die mich benutzt hatten, um das eine oder andere Anliegen durchzusetzen. Ein Jahrzehnt später sehe ich das Pendeln zwischen Jemand und Niemand als natürlichen Teil im Lebensablauf eines sinnsuchenden Menschen.
Dr. Robert W. Fuller, GBN Global Business Network, zitiert aus Somebodies and Nobodies
  • Jeder Mensch ist wertvoll.

 

  • Menschenwürde ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist

 

 

  • Der raubtierhafte Impuls, andere zu erniedrigen, zieht mittlerweile nicht mehr.

 

  • Ärzte sind Dr. der Medizin, nicht Dr.-Gottheiten. Wortspiel in engl. Sprache

 

  • Die stärkste Verteidigung ist, kein Ärgernis zu erregen.

 

  • Wir leben heute in einer Zeit, wenn die Goldene Regel keine unverbindliche Entscheidungsmöglichkeit mehr ist. Sie wird zur verbindlich. In den kommenden zwanzig oder dreißig Jahren werden wir anfangen, ihr auf weltweiter Ebene gerecht werden. Dies gehört zu den Phänomenen, die gleichzeitig überall auftreten. Es liegt in der Luft. Dr. Robert W. Fuller

 

  • Rankismus wird nicht über Nacht beseitigt werden. […] Es wird 4-6 Generationen dauern, um die eingefleischten Muster im menschlichen Gehirn zu verändern und ein dignitarisches Gesellschaftsmodell im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Dr. Robert W. Fuller

 

  • Man kann einen hohe Rang bekleiden, ohne ihn zu missbrauchen. George Washington [Nelson Mandela, Mahatma Gandhi, Martin Luther King Jr. usw.] missbrauchte seine Macht nicht, er führte beispielgebend.

 

  • Wir lieben Menschen von hohem Rang, die ihn gut nutzen und der Gemeinschaft dienen. Ich sage nicht, dass alle gleichrangig sind, wir sind tatsächlich grundlegend ungleich. Das gibt keinen Anlass dazu, andere Demütigungen auszusetzen. Die Rangstellung verhilft uns dazu, angemessen zu unterscheiden.

 

 

  • Man muss einen aufgeklärten weitsichtigen Führungsverantwortlichen in einem Unternehmen finden, der rangmäßig höher steht als der schikanierende, einschüchternde Chef. Dr. Robert W. Fuller

 

  • Solange man es nicht benennen kann, bemerkt man es nicht. In den sechziger Jahren erlebten Frauen beispielsweise laufend sowohl persönliche als auch institutionelle Demütigungen. Dann fanden sie einen Begriff dafür: Sexismus. Mithilfe der Kraft der Benennung schwächten die Feministinnen seinen Zugriff auf die Gesellschaft. Interview mit Robert W. Fuller, Ph.D., The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Rankismus ist der Missbrauch der dem Rang inbegriffenen Macht [...] und jedwede Art von Beherrschung, wobei "Jemande" ihre Rangstellung nutzen, um "Niemande" (von geringeren Status) zu erniedrigen oder auszubeuten. [...] Der in unserer Kultur grassierende Rangmissbrauch ist der Ausgangspunkt einer Riesenmenge von nicht bestätigtem und unnötigem Leid und dysfunktionalen Organisationen. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Status ist relativ. […] Nahezu jeder “Niemand” hält Ausschau nach jemandem, gegenüber dem er sich überlegen fühlen kann. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007  

 

  • Rankismus ist mit Rassismus vergleichbar, da er, obwohl er schon lange Zeit existiert hat, verworfen und schließlich überwunden werden kann.
    Im Lauf der Geschichte ist es eine Überlebenstechnik gewesen, um Jagd auf Schwache zu machen — um sie zu versklaven oder auszubeuten. In der heutigen Kultur versklaven wir andere nicht mehr, doch wir beuten sie nach wie vor aus. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business, 13. Februar 2007

 

  • Jedwedes Unternehmen, das Rankismus bestärkt oder toleriert, untergräbt systematisch die Kreativität und Produktivität seiner eigenen Belegschaft. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Eine würdehaltige Umgebung könnte heißen, die Angestellten gerechter zu bezahlen.
    Es könnte die Art von Demut bedeuten, die Jim Collins in seinem Buch Good to Great (HarperBusiness, 2001) als "Führung der 5. Ebene" beschrieb.
    Es könnte heißen, Gehälter-Transparenz und über die Unzumutbarkeit, Angestellte zu entlassen oder zurückzustufen, die sich freimütig äußern.
    Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Im Lauf des nächsten halben Jahrhunderts etwa werden arme Länder Wege finden, die entwickelte Welt zu zwingen, ihnen angemessen Würdigung zu gewähren, vergleichbar mit dem Vorgehen von Schwarzen und Frauen in den letzten fünfzig Jahren und von Homosexuellen heutzutage. In den meisten Teilen der Welt ist es nicht mehr akzeptabel, die Mitglieder dieser Gruppen herabzuwürdigen. Irgendwann wird das bei jedem Menschen der Fall sein. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 1, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • In der modernen rankistischen Umwelt kann der Verlust des Arbeitsplatzes das eigene Würdeempfinden empfindlich beeinträchtigen. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Anstellung auf Lebenszeit ist unfair gegenüber jungen Mitarbeitern, ebenso wie auch die Schilder “Nur für Weiße” Schwarzen gegenüber ungerechtfertigt waren. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Es ist zeitgemäß, die Aufmerksamkeit von der Arbeitsplatzsicherung auf die breitere Auffassung von Würdesicherung zu richten und Maßnahmen zum Schutz der Menschenwürde einzuleiten, wenn  bei bestimmten Rollen und Posten, die wir einnehmen, zwangsläufig Veränderungen auftreten. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Antidiskriminierungs-Gesetzgebung war ein entscheidender Schritt für die Bürgerrechtsbewegung. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 2, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Unternehmen werden nicht über Nacht würdebewusst [dignitarisch] werden. Bei vielen Unternehmen ist Rankismus noch unter Radarniveau. Ihn zu benennen, kann dazu dienen, dass sie sich weiterentwickeln. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Solange man Rangmissbrauch nicht ebenso als ungerechtfertigt betrachtet wie Benachteiligung wegen der Hautfarbe und des Geschlechts, wird Rankismus weiterhin einen hohen Preis hinsichtlich Gesundheit, Glück und Leistungsvermögen kosten. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Ein würdebewusstes [dignitarisches] Zeitalter naht heran, weil schließlich die meisten Menschen nicht in einer Welt leben wollen, wo ihre Menschenwürde entweder von äußeren Kennzeichen oder der Rangstellung abhängt. Da wir alle ehemalige und künftige Niemande sind, liegt es in unserem Interesse, unsere Institutionen und unsere Gesellschaft weniger rankistisch und würdebewusster zu gestalten. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, The Dignitarian Way, S. 3, strategy+business leading ideas online, 13. Februar 2007

 

  • Rankismus ist kontextabhängig. In den meisten Fällen, unabhängig davon, wie hoch man in der Rangleiter steht, können wir jemanden ausfindig machen, der einen höheren Rang als wir bekleidet. Als [...] ein berühmter Sänger den Präsidenten der Vereinigten Staaten [im Weißen Haus] besuchte,  beobachtete ich, wie sich jeder dieser außerordentlich mächtigen und berühmten Männern in Gegenwart voneinander immer mehr verunsichert fühlte, da sie sich im Vergleich zu dem Jemand fühlten, dem sie glaubten, die Hand geschüttelt zu haben, eindeutig wie ein Niemand fühlten. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Rankismus fühlt sich an wie ein Mangel an Würde. Du erlebst deine relative Wertlosigkeit. Du fühlst, dass du weniger wert bist als ein Mensch, wenn dich jemand rankistisch behandelt. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Institutioneller Rankismus begegnet einem, wenn man es mit Bürokratien, Nonprofit Organisationen, Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Regierungen zu tun hat. In Polizeistaaten drückt er sich als Ausbeutung und Unterdrückung der Bürger aus. In Demokratien besteht es aus täglichen Demütigungen im Umgang mit Einrichtungen, deren tatsächlichen Ziele ihre Selbsterhaltung und Selbstverherrlichung ist anstatt zu dienen. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Rankismus lässt sich nicht mit Rankismus beenden. Um den Rankismus tatsächlich zu beseitigen, muss man die Menschenwürde von Grenzüberschreitenden wahren, während man ihnen Korrekturmaßnahmen anbietet. Man muss die Würde anderer Menschen beschützen, so wie man die eigene Würde von ihnen beschützt sehen möchte. Dies entspricht genau der Goldenen Regel. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Rankismus kann nicht mit Rankismus beendet werden, da sich die Fehde sonst fortsetzt. […] Man muss einen Weg finden, die Würde des Peinigers zu achten, während man ihm Korrekturmaßnahmen anbietet. Das ist sehr schwierig, jedoch nicht unmöglich. Robert Fuller, Ph.D., Würdeaktivist, Patient Revolution: Human Rights Past and Future, SALT Gespräch, angeboten von The Long Now Foundation, Fort Mason Konferenzzentrum, San Francisco, Minute 22:13, 1:31:01 Minuten Dauer, 12. August 2005

 

  • Da der Rankismus andere Ismen mit einschließt, sage ich: Wer immer den Rankismus erkennt und anfängt, ihn zu überwinden, wird die Welt in das nächste Jahrhundert führen. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Wir hassen in anderen, seien es Einzelpersonen oder Völker, nur das, was wir in uns selbst nicht annehmen können. […] Wir benötigen unsere Feinde zur eigenen Vervollständigung. […]
    Je mehr die Bedrohung abnimmt, um so eher betrachten wir unsere ehemaligen "Feinde" als "Gegner." Mit dem ersten Anzeichen auf positive gegenseitige Wertschätzung werden "Gegner" zu "Rivalen". Dieser Begriff anerkennt jeden als heimlichen Lehrer des anderen. Wenn "Rivalen" schließlich ihre wechselseitige Abhängigkeit bestätigen, würdigen sie sich als "Partner."  […]
    Wir werden über den weltweiten Bürgerkrieg hinauswachsen müssen, nicht indem wir uns  angesichts eines neuen Feindes mit unseren ehemaligen Feinden verbünden, sondern indem wir uns ausgiebig über unsere Gegner erkundigen, um den unterschiedlichen Anlagen, die uns bei unseren ersten hautnahen Begegnungen so verängstigt und verärgert haben, mit Nachsicht zu begegnen. Dr. Robert W. Fuller, A Better Game Than War. Understanding the origin of our "fear of the other" may lead us to the elimination of war, Magazine In Context, The Foundations Of Peace (IC#4), David Hoffman, S. 18, Herbst 1983

 

  • Die Lupe der Rasse beleuchtet die wohl bekannten Ungerechtigkeiten des Rassismus.
    Die Lupe der Rangstellung enthüllt die weniger anerkannten Erniedrigungen des Rankismus. [...]
    Der Rang an sich ist kein Problem. So wie die Rassenzugehörigkeit ist die Rangstellung lediglich eine Gegebenheit des Lebens. Der Rang vermittelt uns, wer das Sagen hat. [...]
    Das Problem liegt nicht an der jeweiligen Position, sondern im MIssbrauch der Machtbefugnis. Rankismus ist die Hauptquelle der menschengemachten Herabwürdigungen. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, ehemaliger Rektor des Oberlin Colleges, Rankismus- und Würdeforscher, Rankism: The Elephant in Professor Gates's House, 27. Juli 2009

 

  • Ich denke, dass es recht bald jedermanns Anliegen sein wird, jede Art von Rankismus achtsam zu identifizieren, sich gegen sie zu wenden und sie nicht durchgehen zu lassen. Radiointerview mit Robert W. Fuller, Ph.D., Würdeforscher, Recognizing Rankism/Global Affairs, Teil 3, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Andrew Grove von dem Unternehmen Intel besteht darauf, dass ihm jeder 20-Jährige sagen kann, dass er bei technischen Angelegenheiten daneben liegt. Der Wahlspruch vieler der hervorragendsten Firmen in Silicon Valley lautet: Der einzige Chef ist eine bessere Idee.
    Dies ist die Richtung, die wir alle anstreben. Wir sind noch nicht dort angelangt. Radiointerview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Wenn du eine Machtposition einnimmst, so verhindert diese Stellung genau den wertvollen Austausch mit den Menschen, über die du entscheidungsbefugt bist. Sie verhalten sich schüchtern, wenn du in der Nähe bist. Sie weigern sich, dir die Wahrheit zu sagen. Sie weigern sich, dir zu sagen, wenn du dich albern verhältst. Radiointerview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Hat jemand eine Machtposition eingenommen, so lernt er als Erstes, dass er nun im Fall von Machtmissbrauch nicht mehr mit Vergeltungsmaßnahmen zu rechnen braucht. Deswegen nützt er diesen Umstand weidlich aus. Zwanzig Jahre später hat man einen Stalin, einen Tyrannen, vor sich. [...] Jedes zusätzliche Quäntchen an Machtzuwachs versetzt den Übeltäter in die Lage, noch mehr Machtmissbrauch zu betreiben und damit ungeschoren davonzukommen. Das ist die Wesensart der Dominationsmacht. Radiointerview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Alle Arten von Rankismus sind Schikane in verschiedenen Ausdrucksformen. Man muss jedoch stets das eigene Selbst aufs Spiel setzen, indem man – als dreister Niemand – dagegen vorgeht oder sich insgeheim als Gruppe von anderen Niemanden organisieren, die gemeinsam gegen Rangmissbrauch eintritt. Uns in Letzterem auszubilden, heißt, die Demokratie  weiterzuentwickeln. [...] Wenn Amtsinhaber in USA ihre Macht missbrauchen, gibt es einen Regressanspruch. Wir entheben sie des Amtes [...], jedoch nicht in Krankenhäusern, Schulen, Familien und am Arbeitsplatz. [...] Wenn man Rankismus herausfordert, beweist es nicht, dass Rankismus vorliegt, doch er wird damit unweigerlich in die Defensive gebracht. Den Rassismus und Sexismus in Verteidigungsstellung zu bringen, hat gut funktioniert. Radiointerview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

  • Sobald der Rankismus aufgehoben wurde, erhält die Rangstellung die Achtung [Würdigung], die ihr wirklich gebührt. Sie ist stets ein Zeichen verdienter und fortgesetzter vorzüglicher Leistungen. Radiointerview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher, Rankism on the Defensive, Teil 9, präsentiert vom Radiosender KPFA, Berkeley, Kalifornien, gesendet 8. Mai 2000

 

 

  • Religion lehrt Menschenwürde. Gelegentlich begünstigt die Theologie die Erniedrigung. Als der Islam eingeführt wurde, trat er für die Befreiung der Frauen ein (Siehe dazu Religions of the World von Huston Smith, der darauf hinweist, dass Mohammeds Frau sehr stark bei dessen Abfassung mitbestimmt hatte). Einige islamische Theologen haben ihn seither in Frauen unterdrückerischer Weise umgedeutet. Das ist allerdings Politik, die unter dem Deckmantel der Religion agiert (so wie es bei jeder Religion der Fall ist). Die grundlegenden Überzeugungen aller Religionen dienten als kraftvolles Werkzeug dazu, die universale und unveräußerliche Würde des Menschen anzuerkennen. Interview mit Dr. Robert W. Fuller, Würdeforscher,Dignity's Apostle: My Interview With Author Robert W. Fuller, Intrepid Liberal Journal, Blogspot von Robert Ellmann, 20. Mai 2006  

 

  • Mangelnde Beachtung drückt sich gewöhnlich als zu geringe Anerkennung aus.
    Idolisierung kommt seltener vor, jedoch kann sie – wie im Fall von Jackson, Presley, Monroe ebenfalls verheerende wirken. Dr. Robert W. Fuller, robertwfuller, Twittermeldung, 1. Januar 2010

 

Wahre Würde

Wahre Würde wohnt allein in jenem Menschen,
der sich in der stillen Stunde innerer Einkehr
angesichts der Niedertracht seines Herzens
kritisch durchleuchten und zugleich selbst achten kann.

William Wordsworth (1770-1850)
englischer Dichter, Lines Left Upon a Seat in a Yew Tree

Gebrauch der Macht

Ach, 's ist groß,
Des Riesen Kraft zu besitzen;
doch tyrannisch,
Dem Riesen gleich sie zu gebrauchen.

William Shakespeare (1564-1616) englischer Dichter,
Maß für Maß, Isabella, 2. Akt, 2. Szene

Übergang

Das alte
profitmaximierende
ausschließende
beherrschende
korrupte System
nimmt ab.

 

Das neue
ganzheitliche,
sich erneuernde
zugewandte, soziale
ebenbürtige
einschließende System
wächst heran.



Menschenwürde ist wichtiger als Reichtum

Jacqueline Novogratz, eine junge idealistische Frau von der Wall Street, nahm den inneren Auftrag an, 'die Dritte Welt zu retten'.
Die armen Frauen von der Elfenbeinküste Afrikas schickten sie weg mit den Worten:

"Wir Afrikaner wollen nicht gerettet werden – zumindest nicht von Ihnen."

 

Diese Rückmeldung weckte in Novogratz die erforderliche Demut, um sich im Zuhören zu üben.

 

Novogratz gründete eine Bäckerei in Kenia, die von einer klassischen Wohlfahrtsorganisation finanziert wurde.

Dort lernte sie die Macht der Sprache kennen und gelangte zu der Einsicht:
Oft sind es die Begriffe, die wir anderen Menschen zusprechen,
die uns von ihnen fernhalten und sie herabsetzen.

Die dort beschäftigten zwanzig Prostituierten waren tatsächlich unverheiratete allein erziehende Mütter, die ums Überleben kämpften.

 

Jacqueline Novogratz lernte drei Lektionen von den Armen:

  1. Für den menschlichen Geist ist Würde wichtiger als Wohlstand. [...]
    Menschen möchten gesehen und gehört werden und mit Entscheidungsfreiheit gewürdigt werden.
  2. Wohltätigkeitsorganisationen und Entwicklungshilfe allein können Armut nicht beseitigen.
  3. Wirtschaftliche Märkte allein können das Armutsproblem nicht lösen.
    Menschen werden gesünder in dem Maß wie auch ihr Wohlstand wächst.

 

In der Börsenwelt der Wall Street hatte Novogratz folgende Stolz-Konzepte verinnerlicht:

  1. Image und immenser Reichtum sind die Nummer 1. [...]
    Niemande zählen nicht. Man kann sie übersehen und übergehen.
  2. Das Glaubensbekenntnis ist die freie deregulierte Marktwirtschaft.
  3. Philantrophie dient als eine Form des Ausgleichs.

 

Video Vortrag von Jacqueline Novogratz, Pionierin der “marketbasierten” Menschenliebe, Gründerin des Unternehmens Acumen, das 20.000 Arbeitsplätze schaffte, Tackling poverty with "patient capital", [''Armutbewältigung mit "geduldigem Kapital"], präsentiert von TED Talks, ab Minute 3:38, 18:35 Minuten Dauer, aufgenommen Juni 2007, ins Netz gestellt August 2007

 

  • Almosen sind eine Beleidigung für die Armen. Sie sind mutige Unternehmer und Unternehmerinnen, sobald wir ihnen nur das elementare Recht auf Kredit einräumen. Wir verleihen letztlich nicht Geld, wir verleihen Würde. Muhammad Yunus, bangladeschischer Wirtschaftswissenschaftler, Gründer der Grameen Bank, Mikrokreditverleiher an Arme (hauptsächlich Frauen), Friedensnobelpreisträger, 2006

Die Umkehr des Denkmodells JemandeNiemande

Die Überwindung der Armut mit der Macht der Würde. The Power of Dignity

Der Wirtschaftswissenschaftler und Friedensnobelpreisträger von 2006 Professor Muhammad Yunus unterrichtet an der Chittagong Universität in Bangladesch. Er vertritt die Idee der Sozialen Unternehmenspolitik [siehe Fürsorgliches Wirtschaften von Riane Eisler].
Ausgehend davon, dass das traditionelle Bankwesen im männlich dominierten islamischen Bangladesch das Ungleichgewicht der Armut bewahrt, engagiert sich Yunus für selbstlose Geschäftspolitik. Während die Kreditinstitute sich weigern, Armen Geld zu leihen, investiert der Gründer der Grameen Bank mehr ins Geben als ins Nehmen. Folglich erfand er die Mikrofinanz erneut.

Der US-Präsident Benjamin Franklin war der Erste, der Kleinstkredite im Jahr 1789 ausgab.

 

Bei der Grundsteinlegung der ''Dörfliche Bank" legte Yunus fest, dass Mikrokredite zu gleichen Teilen im Verhältnis 50:50 an Männer und Frauen vergeben werden. Umgeben von Skeptikern erklärt der Visionär Yunus: "Meine Studenten glaubten nicht, dass das Verhältnis 50:50 unter männlichen und weiblichen Kreditnehmern durchführbar sei."
Aufgrund des kulturellen Drucks und ihrer geringen Selbstachtung zögerten die armen Frauen in der Anfangsphase, Kredite in Anspruch zu nehmen. Im Lauf von sechs Jahren bestärkte der sozial eingestellte Bankier sie geduldig. Diese Maßnahme trug dazu bei, ihre Einstellung zu verändern. Ab dann waren sie bereit, Unternehmerin zu werden.

 

Die Grameen Bank

  • existiert seit 1983.
  • praktiziert selbstlose Unternehmenspolitik, ein Konzept, das 2006 den Friedensnobelpreis gewann.
  • funktioniert wie eine fürsorgliche Kooperative.
  • gewährt Kredite, um ein kleines Geschäft aufzumachen.
  • verleiht Mikrokredite [Kleinkredite] im Wert von jeweils 35 US Dollar.
  • vergibt monatlich Kredite im Wert von 100 Millionen Dollar.
  • hat Kreditnehmer, die teilweise Besitzer sind.
  • hat Aktionäre, die selbst Verleiher sind.
  • zahlt Gewinneinnahmen als Dividenden an seine Aktionäre zurück.
  • hat 6 Jahre lang arme Frauen ermutigt, ihre Zaghaftigkeit zu überwinden.
  • erfüllte Yunus' Vision, zu gleichen Teilen Kredite an Männer und Frauen zu vergeben. 50:50-Verhältnis [Stand 1990]
  • hat 8 Millionen arme Kreditnehmer. [Stand 2009]
  • 3 % der Kreditnehmer sind männlich, 97 % der Kreditnehmerinnen sind weiblich. [Stand 2009]
  • erfreut sich an einer Rückzahlungsrate von knapp unter 99 %. [Stand 2009]

 

  • Armut wird nicht von den Armen geschaffen. '''Dem System, das Armut schafft und endlos fortsetzt, fehlt etwas. […] Arme sind Bonsai-Menschen. Bonsaibäume ohne Mutterboden sind in ihrer Entwicklung gehemmt und verkümmern.

 

  • Menschen sind egoistisch, jedoch auch selbstlos. Das [konventionelle] Unternehmen gründet sich auf Egoismus. Der Zweck der Wirtschaft ist, Geld zu verdienen. Menschen sind keine Geldmachmaschinen. […]
    Normalerweise fragen wir einen Geschäftsführer, wieviel Geld wir eingenommen haben? Im Sozialen Unternehmen fragen wir: Wievielen Menschen haben wir geholfen?
    Quelle: Prof. Muhammad Yunus, Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer der Grameen Bank, Bangladesch, Friedensnobelpreisträger 2006, Vortrag Financial Services and Psychology, Sigmund Freud Universität (SFU), Wien, 24. Mai 2009, Using psychology to tackle the roots of poverty, Austrian Times, John Morris, 31. Mai 2009

Zitate – Frauen fördern Würdekultur

  • Wenn Frauen zum Wohl der Menschheit zusammen kommen, wird dies eine Kraft sein, wie sie die Welt niemals gekannt hat. Matthew Arnold (1822-1888) englischer Dichter, Kulturkritiker

 

  • Wenn ich die Frauen Asiens erwecken könnte, könnte ich Indien in einem Tag erwecken. Mahatma Gandhi (1869–1948) indischer Freiheitskämpfer

 

  • Wir brauchen dringend Frauen, die nach vorne treten und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen die schönen Aspekte der Gesellschaft wieder aufleben lassen, das Weibliche, das die Kraft zum Wandel und Neubeginn birgt und unsere Gesellschaft verändern kann. Sri Sri Ravi Shankar (*1956) indischer Guru

 

  • Anfangs haben die Frauen Todesangst davor, sich [an die Selbständigkeit] zu wagen. Unterstützung durch Freunde und Bekannte und Rückenstärkung durch die Angestellten der Grameen Bank verhelfen ihnen zum Erfolg. […] Wenn eine Frau es wagt und Erfolg damit hat, wächst es lawinenartig.
    Prof. Muhammad Yunus, Professor für Wirtschaftswissenschaft, Chittagong Universität, Gründer der Grameen Bank, Bangladesch, Friedensnobelpreisträger 2006, Vortrag Financial Services and Psychology, Sigmund Freud Universität (SFU), Wien, 24. Mai 2009, Using psychology to tackle the roots of poverty, Austrian Times, John Morris, 31. Mai 2009

 

  • Die Welt erwacht zu einer gewaltigen Wahrheit: Frauen und Mädchen sind nicht das Problem. Sie sind die Lösung. Nicholas D. Kristof, New York Times, Leitartikelschreiber, und Sheryl WuDunn, ehemalige Times-Korrespondentin, Expertin für gelebte Menschlichkeit, The Women’s Crusade, übers. "Der Kreuzzug der Frauen", New York Times, 23. August 2009

 

  • Die Welt wird von den westlichen Frauen gerettet werden. Dalai Lama, Ankündigung, Friedensgipfel, Vancouver, Kanada, 27.-29. September 2009

 

  • 1. Geld oder Reichtum genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    2. Das [naturwissenschaftlich orientierte] Bildungswesen genügte nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    3. Die Technologie genügte auch nicht, um inneren Frieden zu bringen.
    4. Im 21. Jahrhundert müssen wir die Menschenrechte, Ethik, Mitgefühl und Zuneigung nachhaltiger fördern.
    Frauen sind einfühlsamer angesichts der Schmerzen oder des Leidens anderer.  […]
    Daher bitte ich die [westlichen] Frauen, sich stärker zu engagieren.
S.H. Dalai Lama, Friedensgipfel, Peace Summit, Vancouver, Kanada, präsentiert von CTV.ca,
Clip 2 von 4, letzter Abschnitt, Minute 14:53-17:59, 27. September 2009

Ich-orientiertes BankwesenDu-Wir-orientiertes soziales Bankwesen

Umkehrung der Grundsätze der Ich-Banken durch Hinwendung zum Nächsten / Fremdartigen


Profitmaximierende WirtschaftSoziale Wirtschaft
Reptilien-MarketingFürsorgliche Wirtschaft

BereichePrivates Bankwesen

Jemande / Begüterte
Vaterprinzip
Soziales Benkwesen
veranschaulicht durch die Grameen Bank
Niemande / Habenichtse
Mutterprinzip

EigentümerPrivate herkömmliche BankenKollektive Sozialbanken
EigentümerJemande – wenige reiche MännerNiemande – viele der ärmsten Frauen
UnternehmensstrategienProfitmaximierung zu eigenen Gunsten
Geld – Materie
Leute-Wirtschaft / Fürsorgliche Wirtschaft zugunsten anderer
BedeutungSeele
UnternehmensstrategienGeldanleihen von außerhalb / Regierungsfinanzierte Stützpakete
[Normaler Betrieb]
Eigenfinanzierter Lebensunterhalt, Selbstversorgung
[Bankphänomen]
UnternehmensstrategienGroßkredite an Reiche
[Ozeandampfer]
Mikrokredite an Habenichtse
[Jolle im Flachwasser]
Umgang mit Kunden / KreditnehmernMisstrauen, in der Vergangenheit graben (Kreditgeschichte) Vertrauen in künftige Entwicklungen
Umgang mit Kunden / KreditnehmernSchuldsicherheitenKeine Kreditgarantieren erforderlich
Umgang mit Kunden / KreditnehmernBeauftragt Inkasso-AnwälteKein Bedarf für Anwälte zur Geldeintreibung
Umgang mit Kunden / KreditnehmernGeschäftsplan erforderlich
von lesekundigen männlichen Kreditnehmern
Kein Geschäftsplan erforderlich
von unerfahrenen, ungebildeten Kreditnehmern
InfrastrukturStationäre Bankgebäude in Städten empfangen Kundschaft.Reisende Bankangestellte gehen in die Dörfer und sprechen die Ärmsten an.
Philosophie – PrinzipienSchuldbewusstsein
Materialismus

Mangelbewusstsein / Knappheit
Vertrauensbewusstsein
Würdigender Umgang

Glauben an die Fülle
Philosophie – PrinzipienKlassendenken, Machtgefälle, Armut, SchuldsystemDazugehörigkeit, Ende der Armut bis 2030
MenschenbildEindimensionaler geldmachender MenschMultidimensionaler vollständiger Mensch
Gerichtsentscheide – GesetzgebungEntregulierte Liberalisierung / bestehende BankgesetzgebungSchaffung einer neuen Bankgesetzgebung

 

Je weniger du hast, desto attraktiver bist du.
Wenn du nichts hast, sprechen wir dir die höchste Priorität zu.

M. Yunus, Gründer der Grameen Bank

 

Quellen

 

Assoziierte Projekte

 

Zusätzliche Quellen (engl.)
- Kiva.org
- Martin Burt starts microcredit in Paraguay, [Martin Burt gibt Mikrokredite in Paraguay]], YouTube Film, 7:39 Minuten Dauer, April 2007
Die Stiftung Paraguay hat 30.000 Kleinstunternehmer unterstützt, die 19.000 neue Arbeitsplätze geschaffen haben. Ihr Jugendleistungsprogramm diente dazu, unternehmerische Fähigkeiten bei mehr als 50.000 jungen Leuten zu bilden.
- Small U.S. businesses thrive with Ethiopian woman's help, CNN.com/Heroes, 26. Juni 2009
- Nicholas D. Kristof, New York Times, Leitartikelschreiber, und Sheryl WuDunn, ehemalige Times Korrespondentin, Philanthropie-Expertin, Autoren von Half the Sky. Turning Oppression Into Opportunity for Women Worldwide, Verlag Alfred A. Knopf, September 2009 zum Thema The Women’s Crusade ["Der Kreuzzug der Frauen"], New York Times, 23. August 2009
4 Reaktionsweisen in 4 Dimensionen des Systemwandels

Heilungsgeschichte – Die Aussöhnung zwischen Herkules und der Hydra

Die riesige läarnische Wasserschlange Hydra hatte neun Köpfe, acht sterbliche und einen unsterblichen in der Mitte. In den schwer zugänglichen Sümpfen von Argolis im Süden Griechenlands zerriß sie Viehherden und verwüstete Felder.
Der Held Herkules, begleitet von seinem Neffen Iolaos, hatte den Auftrag, das mehrköpfige Ungeheuer zu erlegen.

 

Ehe er sich auf seine Mission begab, befragte Herkules seinen weisen Lehrer Chiron um Rat. Dies war seine Antwort:

Die üblichen Mittel werden hier nicht genügen.
Beseitigst du einen Kopf, so wachsen rasch zwei nach. Beachte deshalb:
Wir steigen auf, indem wir niederknieen,
wir überwinden, indem wir übergeben,
wir gewinnen, indem wir loslassen.

 

Herkules schoss brennende Pfeile in die Höhle der Seeschlange, was sie zwang, den Eingang zur Unterwelt zu verlassen. Mit neun emporgerichteten Hälsen tauchte sie zischend auf. Herkules schlug mit seinem Schwert dem Ungeheuer die Köpfe ab, nur um festzustellen, dass gleich darauf zwei neue Köpfe aus der Wundstelle nachwuchsen.
Angesichts der erstarkten Hydra erinnerte sich der erschöpfte Held an den Rat. Er ging mitten im Sumpf und Schlamm auf die Knie.
Auf Augenhöhe mit dem Ungeheuer packte er es mit bloßen Händen und hielt sie fest, während es seinen Fuß umschlang. Er griff einen seiner Köpfe und zog ihn übers Wasser. Wind und Sonnenlicht bewirkten, dass er vertrocknete und abfiel. Ebenso verfuhr Herkules mit den anderen Köpfen.
Der zu Hilfe gerufene Iolaos brannte mit einer Fackel jeden einzelnen Halsstumpf aus, was das Nachwachsen verhinderte. In dem neunten unsterblichen Haupt erkannte Herkules mystische Qualitäten. Daher begrub er es am Rand des heiligen Weges zwischen Laärna und Elaius und bedeckte das Grab mit einem schweren Fels.
Den Rumpf der toten Hydra zerschlug er in zwei Teile.
Er tauchte seine Pfeile in ihr vergiftetes Blut, weswegen sie unheilbare, tödliche Wunden schlagen konnten.
Interne Quelle: Herakles und die Hydra
Englische Quelle: Lernaean Hydra


 

  • Rankismus lässt sich nicht mit Rankismus beenden. Um den Rankismus tatsächlich zu beseitigen, muss man die Menschenwürde von Grenzüberschreitenden bewahren, während man ihnen Korrekturmaßnahmen anbietet. Du musst die Würde anderer Menschen beschützen, so wie du möchtest, dass sie deine beschützen. Genauso verhält es sich mit der Goldenen Regel. Dr. Robert W. Fuller über Standing Up to RANKISM, präsentiert von Project on Civic Reflection, Pamela Gerloff, More Than Money Archive, Ausgabe 35

 

  • Rankismus kann nicht mit Rankismus beendet werden, da sich die Fehde sonst fortsetzt. […] Man muss einen Weg finden, die Würde des Peinigers zu achten, während man ihm Korrekturmaßnahmen anbietet. Das ist sehr schwierig, jedoch nicht unmöglich. Robert Fuller, Ph.D., Würdeaktivist, Patient Revolution: Human Rights Past and Future, SALT Gespräch, angeboten von The Long Now Foundation, Fort Mason Konferenzzentrum, San Francisco, Minute 22:13, 1:31:01 Minuten Dauer, 12. August 2005

 

  • Wir haben den Feind getroffen, und der Feind sind wir. Walt Kelly, US-amerikanischer Trickfilmzeichner, Comiczeichner und -autor, Comic-Figur Pogo

 

  • Die psychologische Regel besagt, dass eine innere Spannung, sofern sie nicht bewusst wurde, sich schicksalsgemäß im irdischen Leben äußert. Das heißt, wenn ein Einzelner unzugänglich bleibt und sich sein inneres Gegenstück nicht vergegenwärtigt, muss die Welt den Konflikt zwangsweise ausagieren und sich in die einander entgegenstehenden Hälften aufspalten. Carl Gustav Jung, Gesammelte Werke, Das Seelenproblem des modernen Menschen, Band 9ii, Satz 126, Christus, ein Symbol des Selbstes

Würdekultur ⇔ Stolzkultur

Zitate Sinngehalt
Ich bin nicht jeder! Stolz, Angst vor Demütigung
Nun, das ist wahr!
Du bist ganz sicher nicht jeder, und jeder ist jeder.
Würdevolle Demut,
Wertschätzung eines Einzelnen durch Würdigung aller
Es sollte Spaß machen. Und weiter nichts. Ichbezogen, Ohne Verbindung zum Ganzen
Finde die Freude in deinem Leben, Edward. Sinnsuche, Visionsqueste
Ich bin zutiefst stolz, dass dieser Mann es für wert erachtet hat, mit mir befreundet zu sein. Dankbarkeit durchzogen mit Stolz
Er hat mein Leben gerettet.
Und das wusste er, bevor ich es wusste.
Stolz durch Dankbarkeit und Ehrerbietung transzendiert

Legende:

Milliardär Edward Cole (Stolz-Spass-Ich⇔Ihr-Struktur)
Mechaniker Carter Chambers (Würde-Freude-Wir-Kultur)

Filmzitate Das Beste kommt zum Schluss, Das Beste kommt zum Schluss – Erkenntnisse,
YouTube Film, Minute 4:51, 8:37 Minuten Gesamtdauer, eingestellt 17. Juli 2008

Zitate zum Thema Würde, Menschenwürde, Selbstachtung / Dignity and self esteem

Zitate allgemein

Zum ›Wert‹ der Menschenwürde

  • »Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren«, verkündet der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aber wird der Mensch tatsächlich mit Würde so wie mit Gliedmaßen ausgestattet geboren? Selbstverständlich nicht. Die ›Würde‹ wird zuerkannt, aber durch welche Instanz? Heute sagen wir: durch die Gesellschaft. Die Gesellschaft bildet sich den Grundsatz ein und macht verpflichtend, dass man den Menschen, und zwar alle Menschen als Wesen behandelt, die eine ›Würde‹ haben. Mit Recht aber empfindet man die Gründung der Menschenwürde in einer gesellschaftlichen Übereinkunft als zu schwach. Sie macht aus der Menschenwürde etwas Kontingentes. Kontingenz heißt: Was es gibt, könnte es genausogut auch nicht geben, es ist nicht notwendig. ›Würde‹ soll nicht auf dem Treibsand von Übereinkünften und wechselnden Mehrheiten gründen. Beim Hitlerismus hat es sich ja gezeigt, dass es möglich ist, einer bestimmten Kategorie von Menschen diese Würde abzusprechen und sie wie Ungeziefer auszurotten. Und es hat sich weiterhin gezeigt, dass man dafür in einer modernen Gesellschaft sogar Mehrheiten mobilisieren und einen hochkomplizierten Gesellschaftsmechanismus als Instrument einsetzen kann. Menschenwürde also gibt es nicht, sondern sie gilt. Und nur solange und wo sie gilt, gibt es sie auch. Wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik die Würde des Menschen »unantastbar« nennt und sie ausdrücklich nicht einer demokratischen Mehrheitsentscheidung anheimstellt –, dann ist das ein Versuch, in einer säkularen Welt ein heiliges Tabu zu errichten. Rüdiger Safranski, deutscher Philosoph, Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Artikel, Philosophicum.com

 

  • Wir kommen nicht mit Menschenwürde ausgestattet auf die Welt. Menschenwürde gibt es nicht einfach so, sie gilt. Und wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Würde des Menschen für unantastbar erklärt und sie ausdrücklich keiner demokratischen Mehrheitsentscheidung unterstellt, dann versucht man damit, in einer säkularen Welt ein Tabu aufzustellen. Eine gesellschaftliche Entscheidung wird in etwas verwandelt, was in Zukunft der gesellschaftlichen Entscheidung entzogen bleiben soll. Interview mit Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Autor von Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Warum sind Menschen böse?, präsentiert von NZZ Folio, Interviewerin Ursula von Arx, Oktober 1997

 

  • Hitler hat die Konsequenzen gezogen aus Nietzsches Worten von der Menschenwürde als Begriffshalluzination. Seit Hitler misst man den Fortschritt einer Kultur nicht mehr an dem, was sie idealerweise sein könnte, sondern am Abstand, den sie zu ihren grauenhaften Möglichkeiten gewonnen hat. Seit Hitler wissen wir, was es wirklich heißt, wenn Gott tot ist. Interview mit Rüdiger Safranski (*1945) deutscher Philosoph, Autor von Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Warum sind Menschen böse?, präsentiert von NZZ Folio, Interviewerin Ursula von Arx, Oktober 1997

 

  • Auf seine Freiheit zu verzichten, heißt, auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten zu verzichten. Jean Jacques Rousseau

 

  • Wir leben in Gesellschaften, die weiterhin ein Lippenbekenntnis zu Menschenwürde und universellen Menschenrechten ablegen, ohne jedoch eine intellektuelle Begründung für diese Überzeugung zu haben. Kants Metaphysik enthält einen Dualismus zwischen dem Reich der Natur und dem Reich der Freiheit, ein Umstand, der vom Reduktionismus moderner Wissenschaft strikt geleugnet wird. Letztere interpretiert das, was der Mensch sei, in gänzlich materiellen Begriffen, mit denen das Endprodukt als Folge einer Reihe von Kausalketten erklärt werden kann, die auf einfache Vorläufer zurückzuführen sind. [...] Das aufgeklärte Zeitalter, das Kant mit dem Sieg über die aufklärungsfeindliche Religion vorhersah, liegt daher in ebenso weiter Ferne wie zur Zeit Friedrich des Großen. Francis Fukuyama, übersetzt von Karin Wördemann, "Die Zeit", 31. Dezember 2003

 

  • Die Missachtung der Menschenwürde ist eine Kriegserklärung an alle Menschen. Gertrud Höhler (*1941) deutsche Publizistin, Unternehmensberaterin

 

 

  • Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, bewahret sie!" Friedrich Schiller, Gedichte: Die Künstler V.

 

 

  • Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann. Friedrich von Schiller

 

  • Die Ehre ist etwas Äußeres, die Würde etwas Inneres. Bertolt Brecht, Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

 

  • Bevor man die Einheit erreicht, muss man um die Zweiheit wissen, muss man die Vielheit in ihrer Würde begreifen. Jochen Kirchhoff, Was die Erde will, S. 140, Bastei Lübbe Verlag

 

  • Reich werde ich durch das, was ich mit Würde verliere. Immanuel Kant

 

 

  • Der Name "Menschenrechte" kann ohne "Menschenpflichten" nicht genannt werden, beide beziehen sich aufeinander. Johann Gotfried Herder

 

  • Ich wäre bereit [...], sogar mit dem Teufel zu reden, wenn es um die Wahrheit, die Religion und die Menschenrechte geht. Papst Johannes Paul II., auf dem Flug von Nairobi nach Casablanca, 19. August 1985

 

  • Ohne Werte wird das Miteinander wertlos. Die Missachtung der Werte hat immer mit Selbstverachtung und Menschenverachtung zu tun. Die Selbstverachtung führt dazu, dass auch das Miteinander einer Firma wertlos wird. Und auf Dauer wird auch das finanzielle Ergebnis an Wert verlieren. Denn in einer Firma, in der man sich nicht wertgeschätzt fühlt, hat man auch wenig Lust, an der Schaffung der finanziellen Werte mitzuwirken. Pater Anselm Grün, Denkanstöße, Hallo-Chef Motivation und Leistung, 2008-2009

 

Normalzustand Mobbing [Rankismus] – Erkenntnis eines deutschen Schülerprojekts, 2004

  • Man ist in der Regel aufgeklärt. [...] Mobben macht Spaß und wird deshalb trotzdem praktiziert. Fast jeder hat schon mal in einer Gruppe gemobbt oder hat derartige Fälle beobachten können. Traurigerweise wird Mobbing zumeist als Normalzustand akzeptiert oder ignoriert. Freilich wahrt man nach außen hin den Schein, gegen Mobbing zu sein. Oft gibt es lediglich eine gesellschaftliche Scheinächtung. So werden die Mobber meist gedeckt und somit die Erkennung und Bearbeitung erschwert.

 

Gefängnis

  • Alle Schriftsteller, die über das Gefängnis schrieben, ohne darin gesessen zu haben, hielten es für ihre Pflicht, Mitgefühl für die Gefangenen zu bekunden und das Gefängnis zu verdammen. Ich habe dort lange genug gesessen, ich habe dort meine Seele groß gezogen. Ich wiederhole unbeirrt: Sei gesegnet Gefängnis, dass du in meinem Leben gewesen bist! (Und aus den Gräbern tönt mir die Antwort: Du hast leicht reden, Du bist am Leben geblieben!) Alexander Solschenizyn (1918-2008) russischer Literaturnobelpreisträger und Dissident, Vorwort des zweiten Bands des Romans Der Archipel Gulag

Zitate von Dr. Robert W. Fuller – Würdekultur ⇔ Stolzkultur

 

 

Zitate – Herabwürdigung durch Rankismus / Humiliation by rankism

Persönliche Bekenntnisse

  • Gefängnis und Behörden haben sich verschworen, jeden Mann seiner Würde zu berauben. Das an sich verbürgte, dass ich überleben würde, denn jeder Mann oder jede Institution, die versuchen, mich meiner Würde zu berauben, werden verlieren, weil ich davon nicht zu trennen bin, um keinen Preis und unter keinem Druck. Niemals zweifelte ich ernsthaft daran, dass ich nicht doch eines Tages aus dem Gefängnis kommen würde. Ich glaubte nie daran, dass eine lebenslängliche Gefängnisstrafe tatsächlich lebenslänglich bedeuten und ich hinter Gittern sterben würde. Vielleicht verdrängte ich diesen Gedanken, weil es eine zu unangenehme Vorstellung war. Aber ich wusste immer, dass ich eines Tages wieder Gras unter meinen Füßen fühlen und als freier Mann im Sonnenschein spazierengehen würde. Nelson Mandela, Der lange Weg zur Freiheit, S. 526, Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1997
  • Die Selbstliebe wird leider oft mit den falschen Begriffen wie Egoismus und Narzissmus assoziiert. Diese treffen aber eher auf die Eigenliebe zu, die nicht das Selbst zum Ziel der Liebe hat, sondern das Bild, das man von sich, zum Beispiel über Statussymbole, vermittelt. Selbstliebe entspricht eher dem idealen Entwurf einer zwischenmenschlichen Liebe, bei der man das Gegenüber mit all seinen Facetten, positiven wie negativen, in seiner Gesamtheit zu schätzen weiß. Wer diese Einstellung auch zu sich selbst findet, ist gegenüber Herabsetzungen und Demütigungen sicherlich um einiges resistenter und somit auch im Rankism-Gerangel stabiler. Interview mit Dieter Thomä, Professor für Philosophie, Autor von Vom Glück in der Moderne, Suhrkamp, 2003, Das tägliche Machtspiel, präsentiert von BRAND EINS, April 2005

 

  • Normalzustand Mobbing. Man ist in der Regel aufgeklärt. [...] Mobben macht Spaß und wird deshalb trotzdem praktiziert. Fast jeder hat schon mal in einer Gruppe gemobbt oder hat derartige Fälle beobachten können. Traurigerweise wird Mobbing zumeist als Normalzustand akzeptiert oder ignoriert. Freilich wahrt man nach außen hin den Schein, gegen Mobbing zu sein. Oft gibt es lediglich eine gesellschaftliche Scheinächtung. So werden die Mobber meist gedeckt und somit die Erkennung und Bearbeitung erschwert. Erkenntnis eines deutschen Schülerprojekts zum Thema Mobbing, 2004

 

  • Fremdenfeindlichkeit [Mobbingtendenzen] (BW 150-190)
    ist weder durch Belehrung (BW 175)
    noch durch Verdammung (BW 20) zu überwinden.
    Sie bedarf anderer Prozesse, die man Therapie (BW 350+),
    Heilung (BW 540-600+),
    Verständigung (BW400),
    vielleicht auch Aufklärung in einem emphatischen Sinn (BW bis 499) nennen könnte.
    PD Dr. Hans-Jürgen Wirth, Giessen, Vorurteile und Feindbilder, Psyche, Heft 11, S. 1217-1244, November 2001

 

  • Wir leben noch immer in einer 'Entweder-Oder'-Kultur, nicht in einer 'Sowohl-als-auch'-Kultur. Wir achten noch immer auf Rangfolgen, statt uns zu vernetzen. Statt eine zirkuläre Weltsicht zu vertreten, betrachten wir das Leben noch immer aus hierarchischer Sicht. Tatsächlich haben wir im Lauf der menschlichen Geschichte größtenteils anders gelebt. Es ging um Verbundenheit, nicht um Rangordnungen. Der Kreis war das Paradigma der Gesellschaft. Gloria Steinem (*1934) führende US-amerikanische Feministin, Journalistin, Autorin, @katiecouric: A Woman's World?, US-amerikanischer TV-Sender CBS NEWS, Interviewerin Katie Couric, YouTube film, Minute 37:29, eingestellt 22. Juni 2010

Ich bin ein Niemand

Ich bin Niemand! Wer bist Du?
Zum Niemand auch ernannt?
Dann passt du gut zu mir dazu!
Sag' nichts! Sonst wird's bekannt!

Emily Dickinson

Zitate (engl.) allgemein

The Universal Declaration of Human Rights, presented 10. December 1948

No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy, family, home or correspondence, nor to attacks upon his honor and reputation. Everyone has the right to the protection of the law against such interference or attacks. Article 12, Declaration of Human Rights

 

  • To deliberately undermine the dignity of one's leaders, is self destructive. Dr. David R. Hawkins, Sedona Seminar What is Truth? The Absolute, 21. July 2007

 

  • What's happening with our economy is a reorganization based on  values other than just making money. The economy is really based on greed: every product is an effort to make money. And making money doesn't infer anything having to do with responsibility. Now, we're bringing up responsibility. As citizens, we're asking, "Should these companies reveal what they know?" So there's disorganization based on a current lack of clarity about values. Interview with David R. Hawkins, MD, PhD, presented by magazine Holistic Networker, Gina Mazza, 17. June 2009

 

  • Brute force, no matter how strongly applied, can never subdue the basic desire for freedom and dignity. Mahatma Gandhi

 

  • As I would not be a slave, so I would not be a master. This expresses my idea of democracy. Abraham Lincoln, 16th President of the United States, who had abolished slavery

 

  • In every aspect of our lives, we are always asking ourselves, How am I of value? What is my worth? Yet I believe that worthiness is our birthright. Oprah Winfrey

 

  • We're still living in an 'either-or' culture, not in an 'and' culture. We're still ranking instead of linking. We still have a hierarchical view of life instead of a circle. And actually for most of human history we've lived the other way. It's been about linking, not ranking. The circle was the paradigm of society. Gloria Steinem, journalist, leading US American feminist, @katiecouric: A Woman's World?, presented by US American TV station CBS NEWS, YouTube film, minute 37:29, posted 22. June 2010

 

  • The only kind of dignity which is genuine is that which is not diminished by the indifference of others. Dag Hammarskjold (1905-1961) Swedish statesman, Secretary-General of the United Nations (1953-1961)

 

  • Your position never gives you the right to command. It only imposes on you the duty of so living your life that others may receive your orders without being humiliated. Dag Hammarskjöld (1905-1961) Swedish statesman, Secretary-General of the United Nations (1953-1961)

 

  • I believe in human dignity as the source of national purpose,
    - human liberty as the source of national action,
    - the human heart as the source of national compassion, and
    - in the human mind as the source of our invention and our ideas.
    John Fitzgerald Kennedy (1917-1963) 35th US American President (1961-63)

 

  • Humility is the ability to give up your pride and still retain your dignity. Vanna Bonta

 

  • When all this started, I asked myself, 'Am I going to withdraw from the world, like most people do, or am I going to live?' I decided I am going to live – or at least try to live – the way I want, with dignity, with courage, with humor, with composure. Mitch Albom

 

  • I'm tired of all this isolation. I'm tired of this triviality of life. I want real human emotion. I want to feel the natural spontaneity of life, the beautiful randomness and rawness that is life. I want to see you and I want you to see me and I want to bask in that moment of humility and intimacy and the acknowledgement of your dignity and my humanity, even if it is for a second. That'll be enough. Kate Miller

 

  • Scrubbing floors and emptying bedpans has as much dignity as the presidency. Richard M. Nixon, president of USA

 

  • Pride [as a function of relative rank] goeth before a fall. Saying [international]
    • It was with unrivaled pride that we saw the world. We were somebody. Nazi SS officer, reminiscing about German military victories in the early years of World War II

 

  • Dignity is like a perfume; those who use it are scarcely conscious of it. Christina of Sweden (1626-1689) Queen of Sweden (1632-1654)

 

  • Human dignity has gleamed only now and then and here and there, in lonely splendor, throughout the ages, a hope of the better men, never an achievement of the majority. James Thurber (1894-1961)

 

  • Be mild with the mild, shrewd with the crafty, confiding to the honest, rough to the ruffian, and a thunderbolt to the liar. But in all this, never be unmindful of your own dignity. John Brown, abolitionist

 

  • Remember this – that there is a proper dignity and proportion to be observed in the performance of every act of life. Marcus Aurelius Antoninus (121AD-180AD)

 

 

  • Self-respect is the fruit of discipline; the sense of dignity grows with the ability to say no to oneself. Rabbi Abraham Heschel

 

  • Let not a man guard his dignity, but let his dignity guard him. Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

 

  • It is not wealth one asks for, but just enough to preserve one's dignity, to work unhampered, to be generous, frank and independent. W. Somerset Maugham (1874-1965) Of Human Bondage, 1915

 

  • There is a healthful hardiness about real dignity that never dreads contact and communion with others, however humble. Washington Irving (1783-1859)

 

  • All that passes is raised to the dignity of expression; all that happens is raised to the dignity of meaning. Everything is either symbol or parable. Paul Claudel

 

  • Those who insist on the dignity of their office show they have not deserved it. Baltasar Gracian (1601-1658) Spanish philosopher and writer, leading Spanish exponent of conceptism

 

  • Dignity does not consist in possessing honors, but in deserving them. Aristotle (384 BC-322 BC) Ancient Greek philosopher, scientist and physician

 

  • When decorum is repression, the only dignity free men have is to speak out. Abbie Hoffman (1936-1989) US American radical activist, writer

 

  • Education can give you a skill, but a liberal education can give you dignity. Ellen Key (1849-1926) Swedish writer

 

  • I would say that the surest measure of a man's or a woman's maturity is the harmony, style, joy, and dignity he creates in his marriage, and the pleasure and inspiration he provides for his spouse. Benjamin Spock (1903-1998) US American pediatrician, author

 

  • I had no epiphany, no singular revelation, no moment of truth, but a steady accumulation of a thousand slights, a thousand indignities and a thousand unremembered moments produced in me an anger, a rebelliousness, a desire to fight the system that imprisoned my people. Nelson Mandela, 27 years imprisoned during apartheid, President of South Africa, Long Walk to Freedom, autobiography

 

  • Prison and the authorities conspire to rob each man of his dignity. In and of itself, that assured that I would survive, for any man or institution that tries to rob me of my dignity will lose because I will not part with it at any price or under any pressure. Nelson Mandela, 27 years imprisoned during apartheid, President of South Africa, Long Walk to Freedom, autobiography

 

  • I don't share your opinion, but I will until my last breath to fight that you express your opinion freely allowed. Voltaire

 

  • Since men are born tabula rasa, both cognitively and morally, a rational man regards strangers as innocent until proved guilty, and grants them that initial good will in the name of their human potential. After that, he judges them according to the moral character they have actualized. If he finds them guilty of major evils, his good will is replaced by contempt and moral condemnation. (If one values human life, one cannot value its destroyers.) If he finds them to be virtuous, he grants them personal, individual value and appreciation, in proportion to their virtues. Ayn Rand, The Virtue of Selfishness, “The Ethics of Emergencies”, interviewed by Alvin Toffler, pg. 71, 1962

 

  • True dignity is never gained by place, and never lost when honors are withdrawn. Philip Massinger (1583-1640) English dramatist

 

The Silver rule [reciprocity]

  • Never impose on others what you would not choose for yourself.
    子貢問曰、有一言、而可以終身行之者乎。子曰、其恕乎、己所 不欲、勿施於人 Confucius

 

  • I do have an unyielding belief that all people yearn for certain things: the ability to speak your mind and have a say in how you are governed; confidence in the rule of law and the equal administration of justice; government that is transparent and doesn't steal from the people; the freedom to live as you choose. Those are not just American ideas, they are human rights, and that is why we will support them everywhere. Barack Obama, 44th US president, President Obama Addresses Muslim World in Cairo, Washington Post, Thursday, 4. June 2009

 

  • Given our interdependence, any world order that elevates one nation or group of people over another will inevitably fail. So whatever we think of the past, we must not be prisoners of it. Our problems must be dealt with through partnership; progress must be shared. [Applause] Historic address to the Muslim world by Barack Obama, 44th US president, Remarks by the President on a New Beginning, Cairo University, Egypt, presented by Whitehouse.gov, Thursday, 4. June 2009

 

  • When I was liberated in 1945, April 11, by the American army, somehow many of us were convinced that at least one lesson will have been learned – that never again will there be war; that hatred is not an option, that racism is stupid; and the will to conquer other people's minds or territories or aspirations, that will is meaningless.
    I was so hopeful. Paradoxically, I was so hopeful then. Many of us were, although we had the right to give up on humanity, to give up on culture, to give up on education, to give up on the possibility of living one's life with dignity in a world that has no place for dignity. Video statement by Elie Wiesel (*1928) Jewish writer, professor, political activist, Peace Nobel Laureate, Holocaust survivor, at the end of a historic visit of Gedenkstätte Buchenwald (forced labor camp memorial) with President Barack Obama and Chancellor Angela Merkel, Germany, presented by TV station MSNBC, 9:41 minutes duration, written transcript, 5. June 2009

 

  • To expand freedom to more people, we cannot accept that freedom does not belong to all people. We cannot allow oppression, defined and justified by religion or tribe to replace that of ideology. We have a responsibility to address conditions everywhere that undermine the potential of boys and girls and men and women that sap human dignity and threaten global progress. Hillary Rodham Clinton, U.S. Secretary of State, Keynote Address at the Atlantic Council Gala Dinner, Adlon Hotel, Berlin, Germany, 20th anniversary of the fall of the Berlin Wall, 8. November 2009

  

 

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Links zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte / Dignity and Human Rights

Veranstaltungshinweise

Literatur

Literatur (engl.)

Externe Weblinks


Externe Weblinks (engl.)

  • Wikipedia entries Blasphemy indignity offered to God in words, writing, or signs; impiously irreverent words or signs addressed to, or used in reference to, God; speaking evil of God; also, the act of claiming the attributes or prerogatives of deity. When used generally in statutes or at common law, blasphemy is the use of irreverent words or signs in reference to the Supreme Being in such a way as to produce scandal or provoke violence.
    Henry Louis Gates arrest controversy, Bullying, Rankism

Audio- und Videolinks

  • Videopräsentation von Dr. Klaus Niedl, Personalvorstand der SkyEurope Airlines, Wien, präsentiert von Workrelations.eu, YouTube Film, eingestellt 15. Januar 2007
  • Video Interview mit Muhammad Yunus, Professor für Wirtschaftswissenschaft, Bangladesch, Friedensnobelpreisträger, Philosophie der Kreditgebung, präsentiert vom Schweizer TV-Sender SF1, Programm Sternstunde Philosophie, Gastgeber Roger de Weck, Sendetermin 6. Januar 2008, YouTube Film, 56:50 Minuten Dauer, eingestellt 18. August 2008
  • Hörfunkpräsentation M wie Menschenrechte – ein Grundkurs, Bayerischer Rundfunk BR, Judith Schnaubelt, ARDMediathek.de, 44:43 Minuten Dauer, eingestellt 1. Dezember 2008
    Rückblick auf 60 Jahre des internationalen Bekenntnis Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948
  • Audiointerview mit Elfriede Ammann zum Thema Würdekultur – eine Bewegung kommt nach Deutschland, präsentiert vom Webradiosender Blogtalkradio PowerCoaching, Gastgeberin Anja Jeffries, 30 Minuten Dauer, gesendet 13. Januar 2010

Audio- und Videolinks (engl.)

  • Video interview with different educators on Bullying, presented by Massachusetts School of Law, host Diane Sullivan, Google video, 54:27 minutes duration, 26. Juni 2006
    Bullying is a conditioned learned behavior. [...] It is solvable.
  • Video interview and classroom presentation by Jane Elliott, courageous teacher, A Classroom Divided, Google video, 55:16 minutes duration, posted 21. June 2007
    Elliott conducted a widely know classroom experiment to exemplify Racism "Blu-eyed vs. brown-eyed'', town Iowa, 1968
  • Video presentation by Mary Robinson, former first female president of Ireland, former United Nations High Commissioner for Human Rights, Global Elder, Founder and Chair of Realizing Rights on Who are we?, on the origin of Human Rights, presented by Big Think, 8:19 minutes duration, aired 28. November 2007
  • Video presentation by Muhammad Yunus, Nobel Peace Prize laureate, founder of The Grameen Bank, Creating a World Without Poverty, YouTube excerpted clip, 5 minutes explaining the "social business" model addressing social issues through entrepreneurship, presented by Commonwealth Club of California, San Francisco, CA, non-profit educational organization, and Link TV, recorded by  ForaTV, 1:02:52 minutes duration, 1. May 2008
  • Video short documentary on a dignitarian community model in Southside Regional Jail, Emporia, Virginia, USA, lowering recidivism rate from 50 to 5%, saving 3/4th of the costs invested otherwise, Community Model in Corrections®, YouTube film, 5:13 minutes duration, posted 13. February 2009
  • Video lecture by Muhammad Yunus, founder and managing director of Grameen Bank, Nobel Peace Prize laureate, Creating a World Without Poverty, presented by Committee on Global Thought (CGT), Columbia University, School of International and Public Affairs (SIPA), co-sponsored by Center for the Study of Human Rights, Center for the Humanities, filmed by UChannel, 27. January 2009, YouTube film, 1:11:00 duration, 19. February 2009
  • TV interview with Dr. Arash Hejazi, physician, translator, journalist, human rights defender, studying in England, The man who tried to save Neda, presented by BBC UK, 19:01 minutes duration, aired Thursday, 25. June 2009
    The death of the female student Neda Soltan (26) attending a protest march in Tehran after Iranian elections on the streets became a stand-out image worldwide. Dr. Arash Hejazi, studying in England, holding up human rights tried to rescue Neda's life. Giving his testimony as an eyewitness on BBC will put his life in jeopardy.
    Note: Neda Soltan is alive and went into exile in Germany due to persecution in Iran.

Audio- und Videolinks (engl.) mit Robert Fuller


Audio- und Videolinks (engl.) – Richard Wilkinson and Kate Picket, Equality trust

30 year long studies on Social Inequality, status insecurity and competition, Nottingham UK, published in The Spirit Level. Why More Equal Societies Almost Always Do Better, termed the most important book of the year 2009
The Spirit Level slides, Powerpoint presentation for download – The Spirit Level – slides from The Equality Trust


 

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1 "Wer mich sieht, der sieht den Vater." (Johannes 14, 9) "Ich und der Vater sind eins." (Johannes 10, 30)